Landeselternausschuss: Familien sollen über Impfungen von Kindern ab 12 sprechen

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Der Berliner Landeselternausschuss wünscht sich mehr Aktivitäten des Senats, damit sich Eltern von Schulkindern gegen Corona impfen lassen. «Gerade bei Eltern von Grundschülern wäre das eine große Hilfe, um Infektionen aus den Schulen herauszuhalten», sagte der Vorsitzende der Elternvertretung, Norman Heise. Um noch mehr Eltern davon zu überzeugen, sei eine Informations- und Werbekampagne denkbar.

Schüler ab 12 Jahre sollen jetzt bundesweit ein Impfangebot bekommen, so haben die Gesundheitsminister der Länder unlängst beschlossen. Das kommt nicht überall gut an. Foto: Shutterstock

Gleichzeitig plädierte Heise dafür, in den Familien ausführlich und in Ruhe über Impfungen von Kindern ab 12 Jahren zu sprechen. Die sind mit Einverständnis der Eltern und nach ärztlicher Beratung bei niedergelassenen Ärzten oder Impfzentren möglich, bei Schülern zwischen von 12 bis 16 Jahren muss ein Elternteil dabei sein. Allerdings empfiehlt die unabhängige Ständige Impfkommission (Stiko) solche Impfungen von Kindern bisher nicht allgemein, sondern nur bei höherem Risiko für schwerere Corona-Verläufe. Sie begründet das mit der aus ihrer Sicht bisher nicht ausreichenden Datenlage.

Die Politik indes drängt bundesweit auf mehr Impfungen von Kindern. Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) warb sogar in einem direkt an Tausende Schüler ab 12 Jahren adressierten Brief ausdrücklich für solche Imfungen. Bei manchen Eltern, die wegen der fehlenden Stiko-Empfehlung ohnehin verunsichert sind, kam das nicht so gut an. Sie fühlen sich eigenen Angaben zufolge übergangen oder ihre Kinder unter Druck gesetzt.

Beim Elternausschuss meldete sich Heise zufolge bisher nur eine Person mit einer Frage zum Umgang mit dem Schreiben. Der Vorsitzende wertete den Brief auch nicht als Bedrängung, sondern als «Gelegenheit, sich in den Familien über das Thema auszutauschen». «Ob ein Kind geimpft wird oder nicht, bleibt die gemeinsame Entscheidung der Eltern und ihrer Kinder», betonte Heise. dpa

Gesundheitsminister beschließen: Impfangebot für alle Schüler ab zwölf – Lauterbach: Stiko hat sich verrannt

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4 KOMMENTARE

  1. Berlins Gesundheitssenatorin (SPD) verstößt gegen die Neutralität von Schulen.
    Was hier vermehrt aus den Löchern kriecht ist unerträglich.
    Solche Leute sind keine Hilfe, die machen lediglich Wahlkampf um jeden Preis.
    Schade, dass in diesem Artikel hier der Brief dieser übergriffigen Person, der explizit an die Berliner Schülerinnen ab 12 Jahren gerichtet ist (nicht etwa an die Erziehungsberechtigten) nicht als Bild oder wenigstens Text eingebracht wurde.
    Wahlberechtigte sollten m. E. über die Überflüssigkeit solcher Politiker sprechen und darüber, wie man sich dieser entledigt.

  2. Welchen Sinn macht es, Kinder ab 12 Jahren zu impfen, aber jüngere Kinder nicht? Das verstehe ich nicht. Alle müssen geimpft werden!

    • Womit denn?
      Kinder sind keine Erwachsene! Medikamente können nicht beliebig eingesetzt werden besonders bei Menschen, die sich gerade in ihrer körperlichen Entwicklung befinden. Und hier kann jedes Jahr entscheidend sein.
      Das die Entwicklung des Impfstoffes für Kids forciert werden muß, ist klar. Und in der Vergangenheit gab es auch einige Deasaster mit Impfstoffen. Und diese Bedenken bei den Elteren müssen erst beseitigt werden.

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