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BLLV-Präsidentin Fleischmann: „Warum nimmt sich die deutsche Bildungspolitik nicht die internationalen PISA-Spitzenreiter zum Vorbild – und macht’s auch so?“

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MÜNCHEN. Mehr Schülerinnen und Schüler, schlechte PISA-Ergebnisse, fehlendes Personal und ein milliardenschwerer Sanierungsbedarf bei Schulgebäuden: Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) fordert zum Start des neuen Schuljahres einen Kurswechsel in der Bildungspolitik. Statt Stellenmoratorium und Sparvorgaben brauche es zusätzliche Investitionen – und zwar nicht nur in Bayern. Der Verband verlangt ein bundesweites „Sondervermögen Bildung“. Im Freistaat entzündet sich der Streit auch an der Frage, wie Personalmangel und neue Vorhaben wie eine zusätzliche Sportstunde in der ersten Klasse zusammenpassen.

„Wir brauchen jetzt echte Investitionen“: BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann. Foto: BLLV /

Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband verschärft zum Beginn des Schuljahres 2026/27 den Druck auf die Staatsregierung. Die bisherigen Maßnahmen reichten angesichts sinkender Schülerleistungen, wachsender Schülerzahlen, des Personalmangels und des Investitionsbedarfs an den Schulen nicht aus, argumentiert der mit rund 70.000 Mitgliedern größte Bildungsverband des Freistaats. Seine zentrale Forderung: Bund und Länder müssten ein Sondervermögen für Bildung auflegen.

Dabei richtet sich die Kritik zunächst gegen die Bilanz, mit der die Staatsregierung ins neue Schuljahr geht. Nach Angaben des BLLV verweist die Politik unter anderem auf 21.000 neu geschaffene Plätze an Ganztagsschulen, in Horten und in der Mittagsbetreuung sowie auf 1.900 neue Stellen, die im kommenden Jahr an den Schulen entstehen sollen. Aus Sicht des Verbands steht dem ein deutlich größerer Bedarf gegenüber.

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Allein an den Grund- und Mittelschulen gebe es rund 5.500 zusätzliche Schülerinnen und Schüler. Dafür seien nach Berechnungen des BLLV mindestens 500 zusätzliche Vollzeitkräfte erforderlich. Schon jetzt sei deshalb absehbar, dass schulische Angebote gestrichen werden müssten.

Vor allem die von Kultusministerin Anna Stolz (Freie Wähler) zum Schuljahresbeginn herausgestellte „stabile Unterrichtsversorgung“ hält der BLLV angesichts der Leistungsentwicklung für unzureichend. Präsidentin Simone Fleischmann verweist auf die jüngsten PISA-Befunde: „Wir haben in Bayern die höchste Zahl von Schülerinnen und Schülern seit 15 Jahren und PISA sagt uns gerade, dass ein Drittel der Kinder die Mindeststandards im Lesen und Rechnen nicht erreicht. In den Naturwissenschaften ist es ein Viertel. Dann kann die Antwort doch bitte nicht nur eine ‚stabile Unterrichtsversorgung‘ sein, von der die Kultusministerin jetzt zum Schuljahresbeginn spricht.“

Kinder müssten früher und gezielter gefördert werden, fordert Fleischmann. Dafür seien mehr Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte und multiprofessionelle Teams nötig. „Damit Jugendliche nicht blank in Richtung Arbeitswelt oder Studium gehen, muss jetzt was passieren! Wir müssen Kinder frühzeitig fördern und genau da unterstützen, wo sie Probleme haben.“

Auch die vergleichsweise gute Position Bayerns im Bildungsmonitor 2026 lässt der BLLV nicht als Entwarnung gelten (News4teachers berichtete). Der Freistaat erreicht nach Angaben des Verbands im Handlungsfeld Bildungsarmut ebenso wie bei der Schulqualität jeweils Platz zwei. Der Anteil der Schulabgängerinnen und Schulabgänger ohne Abschluss liegt demnach mit 5,9 Prozent bundesweit am niedrigsten.

Gleichzeitig seien die gemessenen Kompetenzen gegenüber früheren Erhebungen zurückgegangen; zudem habe der sozioökonomische Hintergrund weiterhin erheblichen Einfluss auf den Bildungserfolg. Gute Rangplätze zwischen den Bundesländern dürften deshalb nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die Leistungen der Schülerinnen und Schüler verschlechterten, argumentiert der BLLV.

„Überall fehlen Lehr- und Unterstützungskräfte, während sich die Kolleginnen und Kollegen an den Schulen oft kaputt arbeiten. Das führt uns nicht in die Zukunft“

Der Verband verweist dabei auch auf die Entwicklung seit dem ersten PISA-Schock. Bereits PISA 2022 hatte für Deutschland erhebliche Leistungseinbrüche in Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften gezeigt. Die bisherigen politischen Reaktionen reichen dem BLLV nicht.

„Warum nimmt sich die deutsche Bildungspolitik nicht die internationalen PISA-Spitzenreiter zum Vorbild und macht’s auch so? Warum lernen wir nicht endlich – wie viele andere Länder – von den Besten? Warum werden die Gelingensbedingungen für erfolgreiche Bildung nicht auch in Deutschland geschaffen? Wo ist hier eigentlich der echte Masterplan?“, fragt Fleischmann.

Kritik übt der Verband auch an der stockenden Reform der Lehrkräftebildung. Das Konzept der von der Staatsregierung eingesetzten Expertenkommission liege seit Mai 2025 vor, sei aber weiterhin nicht umgesetzt. Fleischmann fordert eine „attraktive und zeitgemäße Ausbildung der Lehramtsstudierenden, Referendarinnen und Referendare, die den aktuellen Herausforderungen an den Schulen gerecht wird“.

Zumindest an den Grundschulen könnte sich der Lehrkräftemangel nach Darstellung des BLLV bald entspannen. Dort könnten perspektivisch wieder mehr fachlich qualifizierte Lehrkräfte zur Verfügung stehen als für die unmittelbare Unterrichtsversorgung benötigt werden. Der Verband fordert, damit Angebote wieder aufzubauen, die während der Mangeljahre reduziert wurden – etwa Arbeitsgemeinschaften, musisch-kreative Angebote, Englischunterricht und zusätzliche Förderung.

Stattdessen würden Grundschullehrkräfte zunehmend eingesetzt, um Engpässe an anderen Schularten, insbesondere an Mittelschulen, aufzufangen. Der BLLV spricht von einem „Verschiebebahnhof“. Nach Rückmeldungen aus Schulen und Bezirken müssten Lehrkräfte bereits zwischen verschiedenen Einsatzorten wechseln; Stundenpläne würden dadurch zersplittert und die Einbindung in Kollegien erschwert.

Verschärft werde die Situation durch das Stellenmoratorium. An Mittel- und Förderschulen sowie Gymnasien drohe eine Konzentration auf den Pflichtunterricht nach Stundentafel, warnt der Verband. Förderstunden, Arbeitsgemeinschaften und zusätzliche Differenzierungsangebote könnten gestrichen werden.

Für zusätzlichen Ärger sorgt deshalb die von Ministerpräsident und Kultusministerin vereinbarte dritte Sportstunde für Erstklässler. Der BLLV wendet sich nicht gegen mehr Bewegung, stellt aber die Prioritäten infrage.

„Wenn Maßnahmen wie eine zusätzliche Unterrichtsstunde einfach aus dem Boden gestampft werden können, weil sie offensichtlich Herzensanliegen der politisch Verantwortlichen sind, dann fragen wir uns, ob nicht die individuelle Förderung der Kinder und die Bildungsgerechtigkeit die größeren und wichtigeren Themen sein sollten. Wer soll denn diese Stunden angesichts von Lehrkräftemangel und Stellenmoratorium geben?“, erklärt Fleischmann.

Zur Personalfrage kommt der Zustand vieler Schulgebäude. Der BLLV verweist auf das KfW-Kommunalpanel 2025, wonach sich der von den Kommunen gemeldete Investitionsrückstand bei Schulgebäuden bundesweit auf 67,8 Milliarden Euro beläuft.

Deshalb fordert der Verband ein bundesweites Sondervermögen Bildung. Zusätzliches Geld müsse sowohl in Personal als auch in die Infrastruktur fließen. Für Bayern verlangt der BLLV dabei einen besonderen Fokus auf die Mittelschulen.

„Überall fehlen Lehr- und Unterstützungskräfte, während sich die Kolleginnen und Kollegen an den Schulen oft kaputt arbeiten. Das führt uns nicht in die Zukunft, so entsteht keine Leistung und so entsteht auch keine Bildungsgerechtigkeit“, erklärt Fleischmann. „Wir brauchen jetzt echte Investitionen und ein Sondervermögen für die Bildung in ganz Deutschland mit einem Fokus auf die Mittelschulen in Bayern und wir brauchen eine Staatsregierung, die uns dabei unterstützt, wenn wir nicht noch weitere 25 Jahre PISA-Schocks erleben wollen. Wir verlieren zu viele Kinder – wir müssen jetzt handeln!“ News4teachers / mit Material der dpa

Von England lernen? Wie Großbritannien der Sprung in die PISA-Leistungsspitze gelang (Spoiler: Mit einem Fokus auf Fachwissen)

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110 Kommentare
Steißtrommler
27 Tage zuvor

Offenbar wäre es eine gute Idee, alle Kinder kräftig zu fordern, damit das Niveau einer Klasse nicht von „den Schlechtesten bestimmt“ wird.
Wer nicht mitkommt, wird entsprechend gefördert. So machen es wohl die erfolgreichen Länder.
Tja, und woran scheitert das bei uns? Ich komm‘ grad nicht drauf…
Dass man sich nicht an den internationalen Pisa-Spitzen orientieren mag, hat durchaus Gründe. Die Siegerländer kennen nicht nur individuelle Förderung, sondern auch Drill und Disziplin, vielleicht ist das nicht nur schlecht, aber aus unserer Sicht des Guten zu viel.
Und das leuchtende Vorbild Finnland strahlt längst nicht mehr so hell wie beim ersten Pisa-Schock. Bringt also alles nichts, lehnen wir uns zurück.

ed840
27 Tage zuvor
Antwortet  Steißtrommler

Die SuS ohne Migrationshintergrund aus FIN erzielten 2025 in Science – 4 Pkt weniger als die Pendants in DE, die SuS mit Migrationshintergrund – 9 Pkt weniger als in DE.

Wie hoch der Anteil SuS aus Q1 = „most disadvantaged“ und Q4 „most advantaged“ jeweils war, lässt sich in den PISA-Länderreporten unter Figure 5. „Science performance and socio-economic status of students “ nachlesen.

blau
27 Tage zuvor
Antwortet  Steißtrommler

Disziplin muss nicht Drill sein. Einfach nur gutes Classroommanagement. Und das sollten wir dringend ändern. Die Schüler müssen im Unterricht arbeiten. Punkt.

vhh
26 Tage zuvor
Antwortet  blau

Details siehe Anlagen A-F? Classroommanagement ist seit gefühlten Ewigkeiten Teil der Ausbildung, in jeder Fortbildung ein Treffer im B…bingo. Meist logisch in der logisch etwas wackligen Form: gut bedeutet, dass die Schüler lernen. Wie ist es logisch verständlich, dass alle dabei gelehrten Methoden offensichtlich flächendeckend scheitern? Machen wirklich 95% aller Lehrkräfte schlechtes Classroommanagement? Sollte man nicht eher davon ausgehen, dass bei soviel Evidenz irgendetwas an den Vorstellungen von ‚Classroommanagement‘ als Lösungsweg nicht ganz ausreicht?

447
26 Tage zuvor
Antwortet  vhh

„Classroom management“ ist die Ausrede für „(keine) Disziplin“.

Heißt nicht, dass alle Ideen unter dem Motto schlecht sind- häufig ist es aber mehr Drumherum als Substanz, sprich: Da wo es funktioniert ist es häufig überflüssig und man bräuchte es nicht.

Hysterican
26 Tage zuvor
Antwortet  blau

Komisch… bei dem Wort Classroommanegement wird mir immer schlecht … v.a. seit unsere Unterstufenkoordinatorin ständig darauf herumreitet … und ihre eigenen Klassen immer die problematischten und unhändelbarsten sind.

Das Konzept kenne ich – schätze ich – aber wenn die leitenden Zuständigen nicht mal das Minimum aus solchen Konzepten herausholen, während jeglicher Reibungsverlust in diesen Klassen den jeweiligen Klassenleitungen von gerade diesen Leuten als Mühlstein um den Hals gehängt werden, bevor man sie in den Weiher wirft, habe ich nur noch Abscheu davor.

Hansjoachim
27 Tage zuvor

Frau Fleischmann scheint etwas naiv zu sein. Wenn wir ostasiatische Verhältnisse in unseren Schulen einführen würden, dann wären die Lehrerverbände die ersten, die über Leistungsdruck für die Schüler klagen und protestieren.
Und die Mentalität einer ganzen Nation in puncto Schule kann man auf keine Art und Weise kopieren.

Realist
27 Tage zuvor
Antwortet  Hansjoachim

„Mentalität einer ganzen Nation“

Das haben Sie richtig erkannt.

Wenn Papa oder Mama im 35-Stunden-Homeoffice mit 4-Tage-Woche chillt und die „Arbeit“ darin besteht, den Hund Gassi zu führen oder die Kinder morgens zur Schule zu bringen, und wenn jedes „erfolgreich“ (also nicht in den Sand gesetzte Projekt) zu vierstelligen Bonuszahlungen führt, dann fragen sich die Schüler selbstverständlich, warum sie jeden Tag bei Wind und Wetter zu Fuß, mit dem Fahrrad oder einem nicht-funktionierenden öffentlichen Nahverkehr in die Schule müssen, wo man nicht nur kein Geld verdient sondern für Selbstverständlichkeiten (wie Müll nicht auf den Boden schmeißen, niemanden mobben, …) keine Bonuszahlungen und auch keine Prämien bekommt…

ed840
27 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Das Kriterium „family support“ betrug in DE -0,27, OECD-Schnitt -0,19, Korea -0,06.

Wolfgang
27 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Lieber Realist, du machst das großartig. Danke für deine offenen Worte, so ist es nämlich. Es will nur keiner offen drüber reden!

Monika, BY
26 Tage zuvor
Antwortet  Wolfgang

Worüber?

ed840
25 Tage zuvor
Antwortet  Monika, BY

Dass die Kennzahl „family support“ in DE mit -0,27 deutlich schlechter ausfiel als z.B. in SWE = +0,08, PL = -0,04, Korea -0,06 , UK -0,09 usw?

Laut den PISA-Koordinatoren macht positiver „family support“ bis zu 35 Pkt Vorsprung auf die jeweilige Vergleichsgruppe aus.

Monika, BY
26 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Bei solchen Gedanken kann ich eigentlich nur sagen: Jesus Maria. Ist euer Leben wirklich so grau, eintönig und leer?
So etwas kann eigentlich nur jemand sagen, der vergessen hat, dass wir vielleicht 60, 70, 80 oder 90 Jahre leben – manche länger, manche kürzer. Der Durchschnitt liegt irgendwo dazwischen. Glaubt ihr wirklich, dass euch der Staat oder sonst irgendjemand am Ende dafür dankbar sein wird, dass ihr euer ganzes Leben nur funktioniert habt?
Ich glaube echt, es wird Zeit, dass manche Leute aus diesem Hamsterrad aufwachen. Diese Gesellschaft fährt gerade ziemlich gegen die Wand, das ist kaum zu übersehen. Die einzige Frage ist nur, wo irgendwann der Kipppunkt kommt, an dem das Ganze auseinanderfällt.

Bla
25 Tage zuvor
Antwortet  Monika, BY

„Ich glaube echt, es wird Zeit, dass manche Leute aus diesem Hamsterrad aufwachen. “

Denke ich mir auch, daher: Bildungspflicht

„Diese Gesellschaft fährt gerade ziemlich gegen die Wand, das ist kaum zu übersehen.“

Definitiv. Da das sehr wahrscheinlich „noch gar kein Peak“ jedoch ist: Bildungspflicht.

„Die einzige Frage ist nur, wo irgendwann der Kipppunkt kommt, an dem das Ganze auseinanderfällt.“

Der Kipppunkt … Ist in 9/10 – 15 Jahren.
2029/30 wird ein [mehrere] „Meilenstein[e]“ zeigen.
2033 wird einen weiteren „Meilenstein“ zeigen.
Auch das ist jetzt schon absolut klar. Die Frage ist nicht „ob“, sondern „wie“. Sogar die Bereiche sind klar. Logisch.

Und auch die Tendenz und der Richtwert ist aktuell ziemlich klar und „relativ“ eindeutig.
Und dementsprechend klar wird der Peak/Kipppunkt auch in ca. 9-15 Jahren sein. Bis dahin „schleichend“.

Daher: Bildungspflicht

Wir können auch sehr gerne die Vor- und Nachteile besprechen. Alles gar kein Stress. Ebenfalls die Wirkeffekte und „Tendenzen“.
Mit „Hamsterrad“ und „Aufwachen“ haben Sie ja absolut Recht. Die Frage für mich ist eher: Auf welcher Ebene.

Realist
25 Tage zuvor
Antwortet  Monika, BY

„Glaubt ihr wirklich, dass euch der Staat oder sonst irgendjemand am Ende dafür dankbar sein wird, dass ihr euer ganzes Leben nur funktioniert habt?“

Ist doch genau das, was ich hier immer predige.

In der „freien“ Wirtschaft lässt man sich jeden Handschlag, jede Überstunden-Minute, jedes „erfolgreiche“ (= nicht gescheiterte) Projekt extra bezahlen. Fürstlich.

Und der Lehrer soll das alles bitte in seiner Freizeit unentgeltlich machen. Für „strahlende Kinderaugen“? Für einen freien Tag nach 25-jähriger Dienstzeit als Bonus“zahlung“? Für die Kollegin, die nie da, da dauerkrank, aber immer noch auf die Unterrichtsversorgung angerechnet wird?

Ein Schulsystem, dass auf Altruismus und Selbstausbeutung der dort Beschäftigten aufbaut, wird scheitern. Macht es auch gerade, und das zu Recht.

Testerin
27 Tage zuvor
Antwortet  Hansjoachim

Jep. Ostasiatische Stundenpläne würden zu vielen Hausaufgaben, vielen Schulstunden und zu starken Leistungsdruck führen.

Wir sprechen hier nicht vom Leistungsdruck eines Gymnasiums von vor 20 Jahren. Wir sprechen hier von einem Leistungsdruck, der Kinder in Deppressionen und Suizid treibt, weil es viel zu viel ist und die Kinder keine Kinder mehr sein dürfen.

Thomass
26 Tage zuvor
Antwortet  Testerin

„… der Kinder in den Suizid treibt“ usw. ist ja doch etwas an der Sache vorbei – gelinde gesagt. Solche sehr groben Verallgemeinerungen helfen nicht weiter.

447
26 Tage zuvor
Antwortet  Testerin

Jepp.

Und wenn es wirklich ein echtes Interesse gäbe (was nicht der Fall ist), die Bundesrepublik in der TATSÄCHLICHEN Bildung (also anwendbares Wissen, nicht das Kompetenzgewurstel, das hier als „Bildung“ gilt) voranzubringen, dann würde man 20% oder 30% Asienpower, 20-30% Schwedensolidaritätswärme und eine Prise US-Innovations/Techfreude zusammenrühren – und selbst grob gemischt wäre das tausend mal effektiver als das, was jetzt gerade passiert.

Natürlich ist es Unsinn, NUR auf Druck zu setzen oder SuS gar in die Selbstschädigung zu treiben.
Ach nee. Will auch keiner.

Monika, BY
26 Tage zuvor
Antwortet  Testerin

D (Ex) + E (Ex) + Sp + Ku
Wr (Ex, Abf) + L (Ex, Abf) + Phy (Ex, Abfr)
E (Ex) + M (Ex) + D (Ex) + Eth (Ex, Abf)
Ge (Abf) + Bio (Abf, Ex) + Mu (Ex) + D (Ex)
L (Ex, Abf) + M (Ex) + Wr (Ex, Abf)

So sieht also der Stundenplan eines Kindes in der 8. Klasse aus. jeden Tag, jede Stunde, auf jedes Fach vorbereitet und das zehn Monate lang praktisch ohne Pause.

Offenbar haben manche Erwachsene beschlossen, ihre eigenen Frustrationen und ihre Inkompetenz auf dem Rücken der Kinder auszutragen. Und dann wundern sie sich noch, warum es nicht funktioniert. Lol.

Faktensammler
25 Tage zuvor
Antwortet  Monika, BY

Geliefert wie bestellt. Entschieden von Politikern bzw. Behörden, nicht von Lehrerinnen und Lehrern. Sie wenden sich hier immer und immer wieder an die falschen Adressaten.

DerechteNorden
25 Tage zuvor
Antwortet  Monika, BY

Politiker*innen aus Bayern? Oder einige Lehrkräfte des einen Gymnasiums, das Sie kennen?

Ganz ehrlich, es würde Ihnen guttun, sich mal schlau zu machen und über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen, wie es woanders aussieht, anstatt hier Ihre vermeintlichen Erfahrungen als allgemeingültig zu sehen und einen unpassenderen Rundumschlag nach dem anderen rauszuhauen.
Danke!

Monika, BY
25 Tage zuvor
Antwortet  Testerin

Also Bayern, meine Liebe, keine Ostasiaten. Nein, in Bayern dürfen Kinder keine Kinder mehr sein.

dickebank
25 Tage zuvor
Antwortet  Monika, BY

Wozu auch, reicht für euch doch einen kindischen MinPrtä zu haben.

Monika, BY
25 Tage zuvor
Antwortet  Testerin

Und genau an dieser Stelle wäre es interessant, einmal einen Hirnforscher zu hören.

Wie viel von diesem absurden Leistungsdruck und diesem Bulimie-Lernen bleibt am Ende überhaupt wirklich im Gedächtnis hängen?

Ich glaube, wir alle kennen die Antwort inzwischen ungefähr – vielleicht fünf Prozent.

Und dann fragt man sich schon, wofür das Ganze eigentlich gut sein soll.
Studierende sagen seit Jahren Ähnliches. Dieses ständige Drillen und der enorme Leistungsdruck am Gymnasium verlieren in dem Moment massiv an Bedeutung, in dem Jugendliche später im Hörsaal sitzen.

Vieles davon war im Grunde umsonst.

Aber offenbar machen wir trotzdem weiter wie bisher, einfach aus dem Prinzip.

447
24 Tage zuvor
Antwortet  Monika, BY

Mit „Bulemielernen“ und (Achtung Triggerwarnung!) „Selektion“ + starken Lehrern ist China in nicht einmal einer Generation (!!!) vom Schwellenland zur Weltmacht aufgestiegen – und zwar mit MINT, nicht der Erfindung neuer Mikrokonfliktgruppen oder möglichst exotischer Sexualitätsgruppen in möglichst großer Zahl.

Ist das alles eins zu eins übertragbar?
Nein, auf keinen Fall.
Ist das alles „perfekt“?
Definitiv nein.
Sollte man diesen 100%-Druck-Ansatz auf Kinder genau so übernehmen?
Natürlich nicht.

Als Fehlerindikator (für „uns“) und herausforderndes Gegenmodell (im Sinne von: Das wäre eine geistige Herausforderung für die Lenker des Schulsystems) wäre es sehr gut geeignet.

Will man nicht.

So wird bestellt.

Apropos bestellen:
Ich suche gerade diverse E- und E+Range-Extender-Optionen für einen Autokauf in naher Zukunft zusammen, natürlich halb-automatisiert mit LLMs. Und selbstverständlich zahle ich keine Deppenpreise aus Wolfsburg oder München für Fahrzeuge mit fünf Jahren Rückstand. Aus Prinzip, auch wenn ich mir einfach was so kaufen könnte.
…
..
.
China-China-China-China-Japan.

Na dann.
Aber Hauptsache die Kompetenzenkompetenz und die Fühlis stimmen.
Kann man machen, kann man so sehen.

Entsprechend wird dann geliefert.
Nicht nur beim Auto.

Eine gesellschaftlich verstrahlte Umwelt ist wie ein ausgelaufenes Faß Altöl: Kann man nur zur Kenntnis nehmen, die Problem-Sauce wischt keiner auf ohne sich zu verseuchen und dafür noch beschimpft zu werden.

blau
27 Tage zuvor
Antwortet  Hansjoachim

Also ich hätte nichts gegen mehr Erwartungen an die Schüler. Aber gleichzeitig eben auch mehr Unterstützung. Und zwar nicht in meiner Freizeit, sondern bezahlt

Hansjoachim
26 Tage zuvor
Antwortet  blau

Aber Frau Fleischmann sollte sagen, WELCHE Dinge wir nun aus welchem anderen Land übernehmen sollen. Was nicht geht: Aus jedem Land irgendwelche Rosinen herauspicken. Japan ist nun mal einer der PISA-Spitzenreiter. Also sollte sie sich dazu äußern.
Was Finnland betrifft:
„Finnland wird in der öffentlichen Debatte als Paradebeispiel erfolgreicher Bildungspolitik gelobt. Betrachtet man jedoch den Anteil der Schüler mit Migrationshintergrund, zeigt sich ein anderes Bild: Es gibt in Finnland sehr wenige Schüler mit Migrationshintergrund und diese schneiden im Vergleich zu Schülern ohne Migrationshintergrund sogar schlechter ab als in Deutschland.“
Das steht in einem wiss. Aufsatz von 2014, S. 8:

https://www.ssoar.info/ssoar/bitstream/handle/document/51630/ssoar-2014-debuschewitz_et_al-Migrationshintergrund_soziale_Ungleichheit_oder_Bildungspolitik.pdf?sequence=1

Die Moral: Vorsicht bei Ländervergleichen

ed840
26 Tage zuvor
Antwortet  Hansjoachim

Mittlerweile schneiden in Finnland auch die SuS ohne Migrationshintergrund bei PISA schlechter ab als in DE.

Beispiel Lesen: Laut Table C1.4

ohne Migrationshintergrund in DE = 499 Pkt, FIN = 487 Pkt

SuS 2. Gen DE = 450, FIN = 421

SuS 1. Gen DE = 393, FIN = 374

Hansjoachim
26 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Sowas wird in der veröffentlichten Meinung immer schamhaft verschwiegen. Das Volk soll weiter an den Finnland-Mythos glauben. Aber es zeigt: Auf PISA-Lorbeeren kann sich kein Land ausruhen. Hochmut kommt vor dem Fall.

ed840
24 Tage zuvor
Antwortet  Hansjoachim

Gibt auch andere Länder, die für solche Mythen genutzt werden.
Siehe z.B. Kanada.

Wanderpokal
27 Tage zuvor

Wer ist es denn diesmal? Damals war es Finnland und alle wollten Finnland kopieren, von dem gesagt wurde, es habe die DDR kopiert.

ed840
27 Tage zuvor
Antwortet  Wanderpokal

China = gilt als kommunister Zentralstaat,
Singapur = gilt als „gemäßigte Autokratie“
Japan = Inselstaat und 99% SuS ohne Migrationshintergrund
Korea = 99% SuS ohne Migrationshintergrund

unfassbar
26 Tage zuvor
Antwortet  ed840

China wählt allerdings seine Schüler aus. Der sehr leistungsorientierte Osten ist überrepräsentiert, der Westen nicht bis kaum.

ed840
25 Tage zuvor
Antwortet  unfassbar

Betrifft nicht nur China.
Man kann in den Country Reports auch nachlesen wie viel Prozent der Stichprobe jeweils aus Q1 = „most disadvantaged“ und Q4 „„most advantaged“ stammen. Da gibt es ganz erhebliche Abweichungen zwischen den PISA-Ländern.

ed840
24 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Wenn z.B. in Land A 8% der Stichprobe aus Q1 stammen und 36% aus Q4, wirkt sich das auf die Durchschnittspunktzahl ganz anders aus als in Land B mit 1% aus Q1 und 61% aus Q4.

blau
27 Tage zuvor
Antwortet  Wanderpokal

England. Easy.

ed840
26 Tage zuvor
Antwortet  blau

England ist Teil des UK, also müsste Frau Fleischmann die Ergebnisse der englischen Stichprobe mit einer Stichprobe aus Bayern vergleichen, die die gleiche prozentuale Verteilung der einzelnen sozialen Schichten aufweist.

Ute
27 Tage zuvor

weil es Stillstand gibt und keiner wagt was. es wird weiterhin 5 tage in voller Präsenz gearbeitet, statt sich attraktiv zu öffnen. Informatikangebote, Digitalunterricht, SOL Phasen, workshops, Projektarbeit, Theorie etc. Auch Homeoffice muss geübt sein. Und wenn wir jetzt sehen, wie hoch der Benzinpreis ist und die Homeofficeleute isch ins Fäustchen lachen(das sind ja viele Väter und so), dann darf man sich nicht wundern, wieso keiner mehr Lehrer wird, oder? 🙁 🙁 und es ist unfair!

PetraOWL
27 Tage zuvor
Antwortet  Ute

vor allem bei vollem Lohnausgleich und mehr Urlaubstagen bzw. höheren Gehältern durch 13., Urlaubsgeld oder W-Geld Mensch.
Unfair ist das schon lange, aber die Leute merken das, die wissen das alle!
Und klar, jetzt wo jede Fahrt zum Schulgebäude im Portemonnaie wehtut und die anderen schön gemütlich im Homeoffice sitzen, ja da sehen wir es. Mein Hasi hat es sooo richtig gemacht damals, ach je. Naja ihm gönne ich es.Noch sitzt er draußen und genießt die letzten warmen Tage in der ruhigen lippischen Umgebung zwischen den Hügeln. 🙂

Wolfgang
27 Tage zuvor
Antwortet  PetraOWL

Danke dir Petra!

Realist
27 Tage zuvor
Antwortet  Ute

„wie hoch der Benzinpreis ist und die Homeofficeleute isch ins Fäustchen lachen“

Und der Quadratwitz:

Die „Homeoffice“-„Arbeiter“ zahlen nicht nur keine Sprit-Kosten, sondern bekommen stattdessen noch eine „Homeoffice-Pauschale“ bei der Steuer gutgeschrieben.

Schön dumm, wer da noch als Lehrer im Privat-PKW tagaus, tagein das letzte Kuhdorf anpendeln muss, um sich von den Gören fremder Leuter die Nerven ruinieren zu lassen…

Sepp
27 Tage zuvor
Antwortet  Ute

Langsam nerven mich dieses ständige Getrolle wegen Homeoffice und Selbstlernen echt.

Der Artikel geht, mal wieder darauf ein, wie unser Bildungssystem vor die Hunde geht und Sie heulen, dass Sie gerne ins Homeoffice und nicht so viel fahren wollen. Ach Ute, Sie Arme!

Aber sei es drum – warum trainieren Sie nicht mit Ihren Schüler*innen selbstorganisiertes Lernen und Projektarbeiten? Was hindert Sie daran, in Ihrem Unterricht meinetwegen mit Wochenplänen zu arbeiten?
Könnte es am Ende vielleicht sein, dass sowas wie Arbeiten in Projekten, richtig gemacht, eine Menge zusätzlicher Arbeit bedeutet?

Wolfgang
27 Tage zuvor
Antwortet  Sepp

Wir sind große Fans von Petra und Realist, die sprechen endlich mal offen aus, wo der Schuh drückt. Das sagt doch sonst keiner und betrifft nicht nur Lehrer, sondern auch Krankenhäuser! Wobei die auch schon 4 Tage Woche haben können.
Also Schule ist wirklich einer der letzten Bereiche wo noch nichts im, ‚new normal‘ oder wie man das nennt ‚new work‘ macht. Die Jungend wird einen Bogen drum machen und wie Realist immer schreibt ;sind nicht blöd‘
Danke an Euch zwei, ihr seid spitze!

vhh
26 Tage zuvor
Antwortet  Wolfgang

Pluralis majestatis? Eher haben die meisten (falls das ‚wir‘ sein soll) aufgehört, zu diesem Gejammer noch etwas zu schreiben. Warum haben ‚wir‘ dann nicht einen gemütlichen Bürojob ohne ‚Kundenkontakt‘ gewählt? Es gibt auch kaum aktive Bäcker mit Mehlallergie…

Jerunda
26 Tage zuvor
Antwortet  Wolfgang

„Wir sind große Fans von Petra und Realist…“
Sprechen Sie von sich im Pluralis Majestatis? Interessant! 🙂

Mika BB
26 Tage zuvor
Antwortet  Jerunda

Wir -die Söldner der Trollarmee…

Sepp
26 Tage zuvor
Antwortet  Wolfgang

Sie „sprechen offen aus, wo der Schuh drückt“?

Nein, sie jammmern vor sich hin, dass Schule viel schöner wäre, wenn man als Lehrer nicht hin müsste, wenn man möglichst wenig Kontakt mit Kindern hätte. Sie jammern, wie vermeintlich unfair das Leben doch ist. Das ist aber nicht wirklich produktiv.

Wir haben Kinder, die es schon in der Schule nur gerade so hinbekommen, das Nötigste zu machen. Solche Kinder wurden in der Corona-Pandemie massiv angehängt, da haben sie nämlich gar nichts mehr gemacht. Das wird doch jetzt nicht besser…

Statt rumzujammern, dass Hasi und Petra gemeinsam studiert haben, er aber nun den geilsten Job der Welt hat (Hasi ist halt auch ein Super-Duper-Hase), könnte Petra ihm doch folgen. Sie hat doch Insider-Wissen – aber macht es nicht. Denn vielleicht ist es doch alles nicht so super-duper, wie sie es uns hier glauben machen möchte…

PetraOWL
26 Tage zuvor
Antwortet  Sepp

doch doch, Hasi hat es fünfmal so gut wie du mit seinem Homeoffice und seinem Gehalt 😀

Muxi
26 Tage zuvor
Antwortet  Wolfgang

Wer Homeoffice machen möchte, möge sich bitte einen Bürojob suchen. Wir alle haben uns für einen Beruf entschieden, dessen wesentliche Arbeitsleistung vor der Klasse erbracht wird und man sollte damit auch Leben oder bitte kündigen.
Den Teil außerhalb der Klasse (Korrigieren, Vorbereitung usw.) können wir schon jetzt zu großen Teilen daheim erledigen.

mama51
26 Tage zuvor
Antwortet  Wolfgang

GÄÄÄÄÄHN!

Anders Leo Castor
26 Tage zuvor
Antwortet  Wolfgang

Ja, Peti und die anderen sind da einer ganz großen Sache auf der Spur, die man bald nicht mehr offen aussprechend darf.

Ich glaube, der Mikrochip, den Ihnen Bill Gates durch die böse Zwangscorona-Impfung implantiert hat, braucht eine Neujustierung.

Bla
27 Tage zuvor
Antwortet  Sepp

Stimmt, ich bin da aktuell ja eher Richtung: Bildungspflicht.

Dann wäre das Geschrei nach Homeoffice auch abgedeckt. Kein Problem diesbezüglich. Machbar.

Eventuell wird oder ist Ute usw. auch mal „dort abgeholt“.
Mehrere Fliegen mit einer Klappe/Klatsche … Warum nicht.

PetraOWL
26 Tage zuvor
Antwortet  Bla

entweder Präsenzpflicht für alle im Land oder Präsenzbonus für alle, die noch nicht Homeoffice machen können. Oder die Homeofficejobs zahlen den Sprit und arbeiten etwas länger, weil die Präsenzis ja auch länger pendeln. Dann wird es langsam mal wieder fair 🙂

Anders Leo Castor
26 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Die Begriffe „Klatsche“ und „Ute“ passen hier ja zumindest gut zusammen.

Rainer Zufall
26 Tage zuvor
Antwortet  Sepp

„Langsam nerven mich dieses ständige Getrolle wegen Homeoffice und Selbstlernen echt.“
Macht halt das Getrolle aus, um vernünftige Diskussionen zum Thema – wenn dieses aufkommt – zu untergraben.
Stark bleiben! 😉

Anders Leo Castor
26 Tage zuvor
Antwortet  Sepp

So wie sich Petra, Tanya, Wolfgang, Ute und der Rest der verstrahlten Trollfabrik Unterricht vorstellen, kann das auch jetzt schon eine KI übernehmen. Sie sind für das Land also im Grunde nur als ein lästiger Kostenfaktor.

Ich schlage vor, die Schulaufsicht überspringt die Homeoffice-Manie, ersetzt diese Personen durch eine KI (wird niemand merken, zumindest nicht negativ) und lässt sie dafür in irgendeinem Archiv Akten sortieren. Da können sie ungestört vor sich hinnölen, ohne lästigen Schülerbratzen begegnen zu müssen, bis sie dereinst das selige Pensionsalter erreicht haben, sofern niemand vorher den Schlüssel zum Archivkeller weggeworfen hat.

Pupsi-Hasi kann ja einstweilen mit Tanyas Frau auf der Blümchenterrasse weiterhin fröhlichen Blümchens…x machen.

blau
27 Tage zuvor
Antwortet  Ute

Nur über meine Leiche.

ed840
27 Tage zuvor

„Warum nimmt sich die deutsche Bildungspolitik nicht die internationalen PISA-Spitzenreiter zum Vorbild und macht’s auch so?“

Vermutlich weil Deutschland Mitglied der EU ist, kein Inselstaat, kein Zentralstaat, sondern demokratischer Bundesstaat usw.?

Realist
27 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Bildung ist laut Grundgesetz außschließlich Ländersache. Da hat die EU schon einmal gar nichts mit zu tun. Und auch der Bund im Prinzip nichts.

ed840
27 Tage zuvor
Antwortet  Realist

„Bildung ist laut Grundgesetz außschließlich Ländersache.“

Stimmt, siehe letzter Satz.

Beim Thema EU käme z.B. die Dublin-Regelung oder GEAS in Betracht.

Rainer Zufall
27 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Ich glaube, Sie missverstehen Ed hier.
Der möchte das grundlegende Problem so lange aufteilen und individualisieren, bis bayrische Gymnasien im Vergleich nicht ganz so schlecht liegen – um dann fürs ganze Bildungssystem eine Absage erteilen zu können… 😉

Hansjoachim
25 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Die bayerischen Gymnasiasten waren schon bei PISA 2000-E richtig gut, sie hatten um 600 Punkte bei allen drei Testdisziplinen. Und beim Durchschnitt aller lag Bayern damals etwa gleichauf mit Schweden, damals noch hochgelobt. Bayern dagegen wurde schon damals gescholten, nicht wegen der PISA-Punkte, sondern wegen der Gymnasialquote (die bei PISA überhaupt nicht vorkommt). Logischerweise waren dann gerade auch die Nicht-Gymnasiasten in Bayern gut, weil sie in der Statistik die Gymnasiasten überwogen.

447
27 Tage zuvor

Eine (zweifellos qualifizierte) Fachfrau stellt eine Frage.

Diese Drohne antwortet von der „Bilduns“front (Bildungsinitiative ‚Schland-2035 lässt grüssen):

„Weil es ein unverrückbarer Grundsatz bundesdeutscher Bildungspolitik ist, echte vollwertig bezahlte Stellen und Kosten für würdige Gebäude (wie z.B.Verwaltungen, Bürgermeisterbüros, Bezirksregierungen mit elektrischen Schließsystemen, automatischer Arbeitszeiterfassung und Raumklimatisierung) maximal gleich zu lassen oder zu reduzieren um Geld zu sparen, egal welchen Schaden dies an den (sobst verbal verherrlichten) „Kindern“, Lehrern oder der voljswirtschaftlichen Entwicklung langfristig anrichtet. Dazu ist keine faktische Lüge plump genug.

Ausgeglichen werden soll dies von den Beschäftigten unbezahlt über moralische Erpressung, dass dies oder jenes angeblich ‚Aufgabe von Schule‘ sei und eine Verweigerung ein unmoralusches, populustisches oder egoistisches Verhalten.“

Rainer Zufall
27 Tage zuvor
Antwortet  447

Schon krass, wenn Sie da weiterarbeiten 😉

447
26 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Sie sagen es: „arbeiten“.

Berufung finde ich in anderen Dingen, die hier aber völlig themenfremd/seitenfremd wären.

Davon abgesehen gibt es natürlich durchaus positive Momente. Vereinzelt. Arbeit halt. Nicht weniger – aber auch nicht mehr.

dickebank
26 Tage zuvor
Antwortet  447

Noch schlimmer :
Erwerbsarbeit = arbeiten, um zu leben. – Und in keinem Fall „leben, um zu arbeiten“.

Und ganz wichtig, es gibt – auch für Lehrkräfte – ein Leben außerhalb der Schule:)

Rainer Zufall
26 Tage zuvor
Antwortet  447

„Berufung finde ich in anderen Dingen, die hier aber völlig themenfremd/seitenfremd wären.“
Dann gehen Sie doch lieber Ihrer Berufung nach 🙂

447
24 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Willkommen in der realen Welt:
Für (puren) Spaß fliesst kein cash.

Realist
27 Tage zuvor
Antwortet  447

„unmoralusches, populustisches oder egoistisches Verhalten“

Und wer dann demnächst in Sachsen-Anhalt keinen „Widerstand“ leistet ist ein ganz schlimmer Lump.

447
26 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Na, so lange es nur „schlimmer“ und nicht „schäääbiiiiger“ Lump ist…

Rainer Zufall
25 Tage zuvor
Antwortet  447

Wie schön, dass Sie jemanden gefunden haben, mit dem Sie Ihre völlig unbelegte Phantasien teilen können 😀

Lera
27 Tage zuvor

„Der Verband fordert, damit Angebote wieder aufzubauen, die während der Mangeljahre reduziert wurden – etwa Arbeitsgemeinschaften, musisch-kreative Angebote, Englischunterricht und zusätzliche Förderung.“

Nee, nicht mehr Angebot brauchen wir, sondern vor allem erstmal ein besseres. Also etwaige Überhänge bitte konsequent für Doppelbesetzungen im Regelunterricht nutzen, das verbessert unmittelbar und massiv die Unterrichtsqualität.
Und wenn dann noch Ressourcen da sind, können wir gerne auf den Kuchen noch Sahnehäubchen setzen.

Thomas
27 Tage zuvor

Nun ja wir sind antiuiert und nicht flexibel. Mit neuen Unterrichtsformaten, Digitalformaten und flexiblen Stundenplänen mit Gleitzeit, 1 Digitaltag von überall aus und modernen Möglichkeiten werden wir allen im System besser gerecht, wir gehen sowohl mehr auf die Schüler ein, als auch auf die LK. Denen bieten wir sofort die 4 Tage Woche und durch Optimierung kommen sie auf die ersehnte 35 Std. Woche von sehr vielen!

PetraOWL
27 Tage zuvor
Antwortet  Thomas

definitiv!

Sepp
27 Tage zuvor
Antwortet  Thomas

Wo ist denn das Problem? – Schlagen Sie es doch in Ihrer Schule vor!

Aber egal ob nun auf Papier oder digital, wer erstellt Ihnen denn das großartige Material, das ganz individuell auf die Schüler eingeht? Erstellen Sie das alles etwa an Ihrem Homeoffice-Tag? Oder wollen Sie die Schüler einfach alleine vor eine Suchmachschine oder ein LLM setzen und das ein „Digitalformat“ nennen?

Heinz
27 Tage zuvor

Ich hab das Gefühl, dass man sich immer nur die Länder als Vorbild und zum Vergleich heranzieht, die den reformpädagogischen Ansätzen entsprechen, die man offenbar gerne hätte, vollkommen egal, ob dei Spitzenreiter vollkommen anders an das Thema Bildung herangehen.

447
26 Tage zuvor
Antwortet  Heinz

Und vor allem unter völliger Auslassung aller Ressourcen und Zugriffsrechte, die das überhaupt erlauben: Paradebeispiel Skandinavien…hyggelig und sozial warmherzig ja…aufmucken gegen Lehrer, Jugendamt, Gesundheitsempfehlungen = ganz schlechte Idee.

Rainer Zufall
27 Tage zuvor

„Überall fehlen Lehr- und Unterstützungskräfte, während sich die Kolleginnen und Kollegen an den Schulen oft kaputt arbeiten. Das führt uns nicht in die Zukunft, so entsteht keine Leistung und so entsteht auch keine Bildungsgerechtigkeit.“
Manche scheinen auch eher auf die Vergangenheit zu schielen. Aber solange es anderen noch schlechter geht.. 🙁

Heidger Brandt
27 Tage zuvor

Die Ursache für das schlechte Abschneiden sind lange allgemein bekannt. Man muss sich nur die verfügbaren Listen ueber das Abschneiden deutscher Schüler, die durchgehend in der Spitzengruppe liegen, und Schüler mit Migrationshintergrund bzw. Fluchthintergrund aus anderen Kulturkreisen ueber das Asylsystem anschauen, deren Anteil rapide steigt und den Schnitt massiv drückt.
Diese Situation mit Ländern ohne Massenmigration bzw. homogener Schuelerschaft zu vergleichen und zu behaupten, man könne die daraus resultierenden Probleme durch mehr Geld und noch mehr Personal, das es nicht gibt, sondern zunehmend die Flucht ergreift, um wenigstens die eigene Gesundheit zu retten, ist mehr als Realitaetsverweigerung.

ed840
27 Tage zuvor
Antwortet  Heidger Brandt

SuS ohne Migrationshintergrund erzielten in DE bei science 521 Pkt = +26 PKt über OECD-Schnitt. Außerhalb Fernost lagen nur die Ergebnisse in EST und CH höher.

SuS mit Migrationshintergrund in DE geboren = 463 Pkt also + 3 Pkt über OECD-Schnitt.

SuS mit Migrationshintergrund nicht in DE geboren = 412 Pkt, -25 Pkt unter OECD-Schnitt

Rainer Zufall
26 Tage zuvor
Antwortet  ed840

„SuS mit Migrationshintergrund nicht in DE geboren = 412 Pkt, -25 Pkt unter OECD-Schnitt“
Also mehr Mittel in die Förderung dieser Schüler*innen. Dabei! 😀

Susanne M.
27 Tage zuvor

„Warum nimmt sich die deutsche Bildungspolitik nicht die internationalen PISA-Spitzenreiter zum Vorbild und macht’s auch so? Warum lernen wir nicht endlich – wie viele andere Länder – von den Besten?“
Darauf könnte man mit den zwei Grundregeln der Ministerien antworten ( Scherz)
– Das haben wir so immer schongemacht
– Da könnte ja jeder kommen.

mama51
26 Tage zuvor
Antwortet  Susanne M.

Eigentlich ist das kein „echter“ Scherz! 🙁

Es fehlt (leider) noch sinngemäß:

  • Wir sind eh die Größten und die, die sowieso alles besser wissen, wie´s geht! Vor allem auch wie`s gehen könnte… denn im Konjunktiv ist alles möglich! 🙁
Juergen Thater
27 Tage zuvor

Ein Blick nach England würde helfen
Bildung auf Englisch
Back to the Roots
Eindeutig einer der Gewinner in der
Pisa Studie

Rainer Zufall
27 Tage zuvor
Antwortet  Juergen Thater

Wissenschaftsgestützte Bildungspolitik (also auch die Umsetzung! 😛 ) wäre schon was Feines

ed840
27 Tage zuvor
Antwortet  Juergen Thater

Zu England gibt es auf der website von Academica Libera Mentis einen interessanten Artikel von Prof. Paul Fritjers.

Episode 102: The 2025 PISA results, part I.

Hansjoachim
26 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Neckisch: Schottland und Wales in Mathematik viel schwächer als England. Bei PISA gab’s bislang meines Wissens immer nur das UK als ganzes. Und das war nicht allzu gut im Ranking.

ed840
25 Tage zuvor
Antwortet  Hansjoachim

Dabei wäre u.a zu beachten, dass in ENG die SuS mit SEN und EHC in der Stichrobe im Verhältnis zur Grundgesamtheit deutlich stärker unterrepräsentiert sind als in Wales und Scotland.

ed840
25 Tage zuvor
Antwortet  Hansjoachim

Die ethnischen Gruppen, die bei den nationalen Bildungsstudien in UK signifikant am besten abschneiden, sind in Schottland und Wales prozentual deutlich weniger vertreten als in England. Auch der Großraum London schneidet deutlich besser ab als die ländlichen Regionen in England.

Beate Seitz
27 Tage zuvor

Als ich vor sechs Jahren nach Nordhessen zog, um mich um meine Mitte achtzig jährige Mutter zu kümmern, musste ich das „Jobcenter“ zur Unterhaltungsfinanzierung hinzunehmen, aber nur hälftig, da ich doch miet- u nebenkostenfrei wohnte. obwohl ich studiert bin, mich in Nachhilfe gut auskenne, bot mir das sog. „job“Center nicht einmal einen wie auch immer gearteten „job“ an. und jetzt schreien alle nach Arbeitskräften??

Rainer Zufall
27 Tage zuvor
Antwortet  Beate Seitz

Das tut mir leid.
Oft stoßen hier die Notwendigkeiten der Praxis auf die Planung auf Papier -___-

Interessieren Sie sich noch für einen (Quer-/ Wieder-)Einstieg?

Ines
27 Tage zuvor

Oh, wir haben von den damals ‚Besten‘ gelernt. Nach Schweden sind unsere Bildungsexperten gereist und nach Norwegen oder Dk. Und sie haben die neuesten Methoden mitgebracht. Frontalunterricht wurde jetzt verpönt und Kompetenzförderung hat Einzug gehalten. Sachunterricht wurde meist zweitrangig – Medien- und Methodenwechsel mussten den Unterricht dominieren. Die Schüler sollten selbstorganisiert lernen, in Gruppen.
Komischerweise leisten uns Schweden, Dänemark und Norwegen jetzt offenbar gute Gesellschaft im freien (Pisa)Fall.
Die ehemals besten Ergebnisse dieser Länder bei den Pisa Studien lagen nicht an den vorgeführten tollen modernen Methoden und Medien, sondern daran, dass insbesondere die älteren erfahren Lehrer vernünftigen sachorientierten Unterricht gemacht haben. Alle mussten Leistung bringen und konnten sich nicht auf der Leistung einiger Weniger in der Gruppe ausruhen.
Ach so, zumindest ist jetzt der Frontalunterricht zurück. Er heißt jetzt nur ‚Direkte Instruktion‘ – klingt doch gleich moderner …

ed840
27 Tage zuvor
Antwortet  Ines

Schweden erzielte ähnlich niedrige Gesamtwerte wie DE, trotz deutlich geringerer Anteile SuS aus Q1 = most disadvantaged . deutlich höherer Anteile Q4 = most advantaged und deutlich besserer Werte bei „family support„

Canishine
26 Tage zuvor

Man könnte auch bei den erfolgreicheren Bundesländern abschauen.

Achim
26 Tage zuvor
Antwortet  Canishine

Sich etwas bei den intelligenteren Bundesländern abschauen, wäre schon einmal ein guter Ansatz.
Aber dabei bitte nicht nur auf die ProKopf-Ausgaben achten, das wäre ein Irrweg. Es liegt nicht nur am Geld. Eventuell auch am Wille und der Motivation der Schulen und Lehrkräfte.
Grüsse aus Baden-Württemberg

Hysterican
26 Tage zuvor
Antwortet  Achim

Hmmmm …. „Sich etwas bei den intelligenteren Bundesländern abschauen, wäre schon einmal ein guter Ansatz.“ ….welche wären denn das und nach welchen Kriterien verallgemeinert man denn hier „intelligent“ vs. „dumm“ ?

dickebank
25 Tage zuvor
Antwortet  Hysterican

„Mia san mia!“ – Die sind natürlich gemeint. Nicht intelligenter aber später in den Sommerferien.

ed840
26 Tage zuvor
Antwortet  Canishine

Da gäbe es z.B. welche, in denen IQB-Ergebnisse der einzelnen Teilgruppen jeweils ca. 20 – 35 Pkt über dem Bundeschnitt liegen und in denen auch die Quoten der „low performer“ deutlich niedriger sind.

Wird in den Medien im Gegensatz zu PISA aber kaum thematisiert.

In den ersten PISA-Jahrgängen wurden bei PISA-E die Ergebnisse noch nach Bundesländern getrennt ausgewiesen. Wird seit PISA 2009 aber nicht mehr gemacht.

Pädagogische Fachkraft
24 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Warum wohl? Ich sage nur „längeres gemeinsames Lernen“ und so, die ideologischen „Allheilmittel“, siehe Berlin, Bremen…
Überzeugend, oder 😉 ?

ed840
21 Tage zuvor

Es gibt zwei Bundesländer, in denen auch die IQB-Ergebnisse der SuS aus der sozial-benachteiligten Schicht und der SuS mit Migrationshintergrund 1. Gen und 2. Gen ca. 20 – 30 Pkt über dem Bundesschnitt liegen. Und es gibt Bundesländer in denen diese Gruppen signifikant schlechter abschneiden als der Bundesschnitt.

Cassiopeia66
26 Tage zuvor

Bitte ein Land als Vorbild nehmen, mit entsprechenden Anteil an Migranten, bei dem die PISA Ergebnisse deutlich besser sind.
Japan und Finnland sind dann nicht zur Auswahl.
Welches Land wäre es?

ed840
26 Tage zuvor
Antwortet  Cassiopeia66

„mit entsprechenden Anteil an Migranten„

Der Begriff Migrationshintergrund allein sagt noch nichts über die Bildungserfolge aus.

Es gibt auch PISA-Länder, in denen die Ergebnisse der Migranten höher sind als die der Einheimischen.

unfassbar
26 Tage zuvor
Antwortet  Cassiopeia66

Anteil im Allgemeinen oder Anteil aus einer Herkunftsregion?

dickebank
25 Tage zuvor
Antwortet  unfassbar

Geh nicht in die Unterstadt, mach*s wie deine Brüder …

ed840
26 Tage zuvor
Antwortet  Cassiopeia66

„Welches Land wäre es?„

In Europa wäre es die Schweiz.

Hansjoachim
4 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Die Schweiz hat einen Gymnasialanteil von ca. 20 % eines Jahrgangs. Z.T. gibt es Aufnahmeprüfungen an den Gymnasien. Und dort sind eben auch die Nicht-Gymnasiasten noch besser als in Deutschland. Die Entwicklung allerdings geht auch dort nach unten.

Susanne M.
26 Tage zuvor
Antwortet  Cassiopeia66

Singapur zum Beispiel. Sehr multikulturell. So multikulturell, dass sie nicht einmal eine Staatssprache als Unterrichtssprache nehmen konnten, da keine Einigung möglich. Also haben sie Englisch genommen.

Hysterican
26 Tage zuvor

„Warum nimmt sich die deutsche Bildungspolitik nicht die internationalen PISA-Spitzenreiter zum Vorbild – und macht’s auch so?“
Hmmm, vielleicht versuche ich es mal mit einer kleinen Geschichte: (bin schließlich Geschichtslehrer)

Eine Abordnung europäischer Gefügelzüchter wurden auf eine Fortbildungsreise nach Kenia geschickt, weil es hieß, dass dort die Eier eine deutlich ertragsreichere Größe hätten und man sich davon erhoffte, die eigenen Erträge ebenfalls zu steigern.

Diese Delegation kam nach einer 4-wöchigen Exkursion (immense Kosten usw.) zurück und brachten das großartige Ergebnis ihrer „Fortbildungsreise“ mit, um es der staunenden Öffentlichkeit zu präsentieren.

Sie hatten vor Ort eine Reihe von Straußenfarmen besucht und dementsprechend deren ovularen Ergebnisse mitgebracht und präsentiert.

Dazu wurde folgende Forderung formuliert:
„Solche Arbeitsergebnisse fordern wir auch von unseren heimischen Hühnerhöfen!“

Noch Fragen?

ICH bin´s leid!!

Realist
25 Tage zuvor
Antwortet  Hysterican

Bio-Qualität (Haltungsform 5) bei der Hühnerhaltung ist eben teurer und bringt weniger Ertrag. Weiß doch jeder Geflügelzüchter.