Bildungsministerin lobt sich selbst: 100 neue Stellen im Lehrer-Vertretungspool

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MAINZ. Rheinland-Pfalz baut seinen Vertretungspool für Lehrkräfte wieder aus und Bildungsministerin Stefanie Hubig lobt die eigene Personalpolitik.

Das rheinland-pfälzische Bildungsministerium hat seinen Vertretungspool für Lehrkräfte jetzt auf 1725 Stellen ausgebaut. Im laufenden Haushaltsjahr kamen 100 Stellen neu hinzu, die zu den insgesamt 345 Stellen für Lehrkräfte gehören, die neu eingerichtet wurden.

Grenzen des Machbaren: Bildungsministerin Hubig. Foto: Sven Teschke / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)
Ministerin Hubig lobt ihre Personalpolitik, die Zahl der Lehrer mit Vertretungsverträgen ist in den letzten Jahren gesunken. Foto: Sven Teschke / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

«Wir führen unseren Einstellungskurs konsequent fort», sagte Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD). Die gute pädagogische Ausstattung der Schulen zeige sich in einem jungen Kollegium, den kleinsten Grundschulklassen und darin, dass alle Planstellen mit grundständig ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrern besetzt seien.

Der im Schuljahr 2011/12 eingerichtete Vertretungspool verfolgt neben einer möglichst vollständigen Unterrichtsversorgung auch den Zweck, mehr ausgebildete Lehrkräfte an Rheinland-Pfalz zu binden. Das Konzept sieht vor, dass Lehrkräfte als Beamte oder Angestellte dauerhaft eingestellt werden. Sie stehen den Schulen in einer Region drei Jahre für Vertretungseinsätze von sechs Monaten oder länger zur Verfügung. So soll der Ausfall von Lehrkräften in Elternzeit oder bei Erkrankungen ausgeglichen werden. Nach drei Jahren werden die Lehrkräfte fest an einer Schule eingesetzt.

Dem Vertretungspool gehören auch 730 Lehrerinnen und Lehrer an Grundschulen an. Außerdem steht den Grundschulen im aktuellen Schuljahr eine Vertretungsreserve mit 268 Stellen zur Verfügung, die als «Feuerwehrlehrkräfte» bezeichnet werden. Diese Reserve wurde im Schuljahr 2021/22 um 40 Stellen aufgestockt. In einem Modellprojekt wird zurzeit an rund 200 Grundschulen erprobt, wie der Bedarf an kurzfristig auftretender Vertretung noch effizienter gedeckt werden kann. Dabei erhalten die Schulleitungen mehr Spielraum für eigene Entscheidungen. Die bisherigen Rückmeldungen der Schulen dazu seien vielversprechend, erklärte das Ministerium. (dpa)

Zahl der befristet beschäftigten Vertretungslehrer sinkt

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1 KOMMENTAR

  1. Ich muss mal ganz blöd fragen: Wie wird das Personal für diesen Pool rekrutiert?
    Ist das die einzige Möglichkeit, eine Planstelle zu bekommen oder in einer bestimmten Region eingesetzt zu werden? Ich kann mir nämlich kaum vorstellen, dass sich das jemand freiwillig antut, in 3 Jahren an bis zu 6 verschiedenen Schulen zu arbeiten..

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