32 infizierte Schüler an einer Gesamtschule – Schulbetrieb lief weiter

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JÜCHEN. An einer Gesamtschule im rheinischen Jüchen haben sich seit vergangener Woche insgesamt 32 Schülerinnen und Schüler mit Corona angesteckt. Neun Klassen sind vom Infektionsgeschehen betroffen, wie die „Neuss-Grevenbroicher Zeitung“ berichtet. Der Schulbetrieb lief weiter. Jetzt sind in Nordrhein-Westfalen Herbstferien.

Delta wird zum Problem – scheint aber kaum noch jemanden zu kümmern. Illustration: Shutterstock

Vor acht Tagen sei an der Gesamtschule eine fünfte Klasse in Quarantäne geschickt worden, nachdem zehn Schnelltestergebnisse positiv waren, so heißt es in dem Bericht. Nun seien die Infektionszahlen noch einmal stark gestiegen. Wie ein Kreissprecher informiert, stammen die 32 Kinder, deren PCR-Test positiv ausgefallen ist, aus neun Klassen. „Es kann sein, dass sich Kinder untereinander angesteckt haben.“ Wie geht es den infizierten Kindern? „Uns ist aktuell nicht bekannt, dass es bei einem Schüler einen schweren Verlauf der Krankheit gibt, kein Kind befindet sich im Krankenhaus“, erklärte der Sprecher laut Bericht.

Eine Schließung des Schulstandortes sei erwogen worden. Dann aber „hätten sich die Kinder nicht in der Schule, sondern vielleicht privat getroffen, und damit hätten ebenfalls Infektionen gedroht“, sagte der Landrat des Kreises Neuss, Hans-Jürgen Petrauschke. Nur vier Klassen wurden komplett in Quarantäne geschickt, zudem müssen die infizierten Schülerinnen und Schüler zu Hause bleiben. News4teachers

KMK-Präsidentin: Schul-Ausbrüche und hohe Inzidenzen unter Kindern sind „für uns einfach nicht besorgniserregend“

 

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8 KOMMENTARE

  1. Dann aber „hätten sich die Kinder nicht in der Schule, sondern vielleicht privat getroffen, und damit hätten ebenfalls Infektionen gedroht“, sagte der Landrat des Kreises Neuss,

    So gehen sie halt zur Schule, um jede Menge anderer zu treffen und treffen sich dann noch zusätzlich zu hause mit Freunden.

    Hach, Durchseuchung kann so einfach sein.

    Denkt eigentlich jemand noch an die Lehrkräfte, die immer mehr mit Impfdurchbrüchen kämpfen?

    Und an vulnerable Eltern?

    Und an Schüler, die eben nicht gimpflich davon kommen?

    Habe unsere Regenten völlig die Bodenhaftung verloren?
    War eine rhetorische Frage.

  2. Und selbst in so einer Situation kommt niemand auf die Idee, wenigstens den Präsenzzwang aufzuheben damit Eltern ihre Kinder zuhause schützen können?

    Was passiert eigentlich rechtlich mit Menschen, die Kinder zu Masernpartys zwingen?

  3. „Dann aber „hätten sich die Kinder nicht in der Schule, sondern vielleicht privat getroffen, und damit hätten ebenfalls Infektionen gedroht“, “

    Aha….? Weil sich VIELLEICHT ein paar Kinder neben der Schule getroffen hätten, ZWINGT man alle, in die Schule zu gehen, ohne dass abschließend geklärt ist, ob man wirklich alle Infizierten identifiziert hat?

    Auch ein PCR-Test ist erst nach einer gewissen Zeit positiv. Diejenigen, deren Test positiv war, können kurz davor also andere angesteckt haben, die beim Test dann noch negativ waren.

    Ob der Landrat wohl bereit ist, eine Vertretungsstunde in dieser Schule zu geben? Ach ja… sind ja Herbstferien… muss er also nicht.

    • Bestimmt macht er nun bei alle SuS Hausbesuche, wenn er es so normal findet, sich außerhalb der Schule untereinander zu treffen.

  4. Zu „vielleicht privat getroffen“:
    Mein Sohn hätte sich definitiv privat nicht mit anderen getroffen.
    So geht er in Jgst. 13, Präsenzpflicht, Kurssystem und hat damit zwangsweise Kontakt zu etwa 100 Mitschülern aus seiner Stufe, die sich vor und nach dem Unterricht munter mit anderen Gymnasiasten unserer Schule und den Realschülern von nebenan am Busbahnhof durchmischen.
    Dass es in den Klassenräumen keine mobilen Luftreiniger gibt, keinen Mindestabstand und hier in RLP bei der momentan untersten Warnstufe keine Maskenpflicht am Platz, bedarf keiner gesonderten Erwähnung, oder?
    Für uns würde es daher durchaus einen erheblichen Unterschied bzgl. der Ansteckungswahrscheinlichkeit machen, ob in einem vergleichbaren Fall unsere Schule schließen oder zumindest die Präsenzpflicht aufgehoben würde.
    Würde, gutes Stichwort. Die des Menschen soll laut Grundgesetz angeblich unantastbar sein. Für Menschen an Schulen unter Pandemiebedingungen scheint das allerdings nicht zu gelten, wenn ich sehe, was so eine KMK immer wieder verzapft.
    Die Meldungen auf news4teachers lese ich nur noch, wenn ich einen festen Sitzplatz unter mir und einen tröstenden heißen Tee vor mir stehen habe.

  5. IGS – integrierte Gesamtschule, da wird niemand ausgeschlossen …

    Wenn Infektion eine Folge von Neigung oder Leistung wäre, dann könnte man ja differenzieren. Aber so ist es wie bei Kunst oder Sport, da müssen Infizierte, genesene und geimpfte ebenso durch wie alle anderen. Und auf den Schulabschluss hat es auch keine Auswirkung, von CoViD19 steht nichts in der APO-SekI, auch gibt es bei SchILD und Prognos kein Feld zum anklicken …

  6. Meine Tochter besucht die genannte Schule und man muss allerdings schon auch sagen, dass dieser Bericht auch einige Infos nicht nennt. Die Schule hat 2 Standorte, es ist ausschließlich der Standort mit den Jahrgängen 5-7 betroffen
    Wir reden hier also nicht davon, dass es ein Standort ist an dem Jahrgang 5-13 unterrichtet werden.
    Das Gesundheitsamt war mit mobilen Testteams vor Ort und hat alle Kinder deren Eltern eingewilligt haben mit einem PCR Test getestet, desweiteren wurden alle Kinder täglich mit Schnelltest getestet.

    Ich möchte die Situation alles andere als gut heißen, aber auch dem zuständigen Gesundheitsamt meinen Respekt aussprechen, sich mit den Maßnahmen klar gegen die Meinung von Frau Gebauer zu positionieren!

    Ich vermute, wenn das ganze nicht so kurz vor den Ferien stattgefunden hätte, dass es weitaus größere Maßnahmen gegeben hätte.

    Es ist tragisch, dass von oben keinerlei Wert darauf gelegt, die Kinder zu schützen.

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