Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß: Dreyer halbiert die Zahl der Corona-Tests in Schulen – bei steigenden Inzidenzen

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MAINZ. Rheinland-Pfalz verzeichnet deutlich steigende Infektionszahlen insbesondere unter Kindern und Jugendlichen. Doch statt die Schutzmaßnahmen in Schulen heraufzufahren – halbiert die Landesregierung von Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) ab morgen die Taktung der Tests unter Schülerinnen und Schülern. Statt wie bislang zwei (wie es seinerzeit auch die Notbremse der Bundesregierung vorsah), gibt es in Rheinland-Pfalz künftig nur noch einen Schnelltest in der Woche. Das Beispiel Thüringen schreckt offensichtlich nicht.

Lässt locker: die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD). Foto: © Staatskanzlei RLP/ Elisa Biscotti

Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß: Wenige Tage vor der Bundestagswahl hatte die von Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) geführte Landesregierung von Thüringen den Corona-Schutz in Schulen praktisch aufgehoben. Vor allem gab es keine Schnelltests mehr – und keine Maskenpflicht im Unterricht. Mobile Luftfilter wurden kaum angeschafft. Damit hatte das Virus unter ungeimpften Kindern und Jugendlichen praktisch freie Bahn. Das offenkundige Kalkül: Ohne die regelmäßigen Tests in den Schulen würden die Infektionen unter Kindern und Jugendlichen kaum mehr auffallen. Nur noch Schülerinnen und Schüler mit Symptomen sollten sich testen lassen, und zwar beim Arzt.

Das Experiment ist krachend gescheitert: In einzelnen Landkreisen schossen die Inzidenzen unter Fünf- bis 14-Jährigen auf bis zu 1.500 hoch (wohlgemerkt: eben ohne die Tests in den Schulen, die gerne von Kultusministern als Begründung dafür hergenommen werden, warum die Inzidenzen unter Kindern und Jugendlichen seit Monaten über denen von Erwachsenen liegen). Aktuell nähert sich Thüringen dem Corona-Notstand.

Die Intensivstationen laufen währenddessen weiter voll. Zuletzt waren im Schnitt fast neun von zehn Intensivbetten belegt

Auch am Wochenende hat sich der rasante Anstieg der Corona-Zahlen im Freistaat fortgesetzt. Die Sieben-Tage-Inzidenz sprang laut Robert Koch-Institut (RKI) erstmals seit Beginn der Pandemie über die 400er-Marke, zugleich rutschte mit dem Landkreis Nordhausen die letzte Kommune in die höchste Corona-Warnstufe drei. Damit gilt ab Montag in allen Kreisen und kreisfreien Städten doch wieder die Testpflicht an Schulen – außerdem müssen alle Schüler im Unterricht wieder Maske tragen. Kinder in Kindergärten dürfen nur noch in festen Gruppen betreut werden.

Die Intensivstationen laufen währenddessen weiter voll. Zuletzt waren im Schnitt fast neun von zehn Intensivbetten (88,1 Prozent) im Freistaat belegt. In knapp jedem fünften (18,4 Prozent) Bett lag ein Covid-19-Patient, wie am Sonntagmittag aus dem Register der Intensivmedizinervereinigung Divi hervorging.

Ramelow hatte zuvor gewarnt, dass Ungeimpfte wegen der vollaufenden Intensivstationen schon bald nicht mehr behandelt werden könnten. In den nächsten Tagen werde man in die Situation kommen, dass es im Land nicht mehr genug Intensivbetten gibt, hatte er dem ZDF gesagt. Den Menschen werde geholfen, allerdings gebe es keine Garantie, dass sie auch in ihrem Heimatbundesland behandelt würden. Anders ausgedrückt: Andere Bundesländer sollen ausbaden, was die Landesregierung verbockt hat. Warnende Stimmen vor der Streichung der Testpflicht und der Maskenpflicht in den Schulen hatte es genug gegeben.

In drei rheinland-pfälzischen Landkreisen liegen die Sieben-Tage-Inzidenzen unter Fünf- bis 14-Jährigen bereits über 500

Die gibt es aktuell auch in Rheinland-Pfalz, das zwar ebenfalls einen lockeren Corona-Kurs in Schulen fährt und etwa die Maskenpflicht im Unterricht schon seit längerem ausgesetzt hat, das aber – anders als Thüringen – Glück hatte, dass die nach oben laufende Infektionskurve durch frühzeitige Herbstferien unterbrochen wurde. Die sind nun zwei Wochen vorbei – und die Ansteckungsquoten unter Schülerinnen und Schülern schießen wieder nach oben.

In drei rheinland-pfälzischen Landkreisen liegen die Sieben-Tage-Inzidenzen unter Fünf- bis 14-Jährigen bereits über 500. Den Tiefpunkt erreicht Cochem-Zell mit einem Wert von 605. Die Schulen sind offensichtlich die Treiber der Pandemie: Erst am Donnerstag hat Gesamt-Inzidenz in Rheinland-Pfalz nach längerer Zeit wieder die 100er-Marke überschritten. Auch die anderen beiden Corona-Warn-Werte, die Hospitalisierungsinzidenz und die Belegung der Intensivbetten, steigen deutlich.

Die Entwicklung wäre Anlass genug, die Sicherheitsmaßnahmen in Schulen heraufzufahren. Tatsächlich aber werden sie gelockert. Ab dem morgigen Montag werden Schülerinnen und Schüler im Land nur noch einmal statt bisher zwei Mal pro Woche auf das Coronavirus getestet. Vorgeblich geht es dem von Stefanie Hubig (SPD) geführten Bildungsministerium um die hohen Kosten für die Tests (die waren auch in Thüringen angeführt worden). Das offensichtliche Kalkül ist allerdings: die offiziellen Inzidenzen unter Kindern und Jugendlichen zu senken. Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.

Doch an dieser Strategie wird Kritik laut. „Hoffentlich denkt das Ministerium nochmal darüber nach, die Tests wieder zu erhöhen und mehr zu testen“, sagt GEW-Landesvorsitzender Klaus-Peter Hammer, einem Bericht des SWR zufolge. Wenn die Schulen trotz steigender Infektionszahlen und mehr Menschen mit Covid-19 auf den Intensivstation geöffnet bleiben sollen, seien Tests ein wichtiges Mittel. Auch die Landesschülervertretung (LSV) sieht die reduzierten Corona-Tests in Schulen kritisch angesichts der steigenden Infektionszahlen. „Wir verstehen das Argument der hohen Kosten“, sagt LSV-Sprecher Colin Haubrich. „Aber sollte es uns das nicht wert sein?“

Die Landesregierung in Mainz ficht das genauso wenig an wie das abschreckende Beispiel Thüringen. „Wir sehen, die meisten Infektionen finden im privaten Umfeld statt“, beteuert der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) im SWR. Und: „Die Schule ist ein sicherer Ort.“ Das hatte die Thüringer Landesregierung auch behaptet. News4teachers / mit Material der dpa

RKI: Bundesweite Inzidenz unter Sek.-I-Schülern springt auf 356! Landkreis meldet Rekordwert bei Kindern von fast 2.000

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62 KOMMENTARE

  1. Recht so. Tests gehören in die Verantwortung der Eltern und medizinischen Personals. Nicht in die Schule!
    Ist nicht die Aufgabe der Lehrer.

    • Das mag ja sein. Es geht in dem Beitrag aber nicht darum, Lehrkräfte zu entlasten – sondern Tests einfach zu streichen.

      Wenn ich die Augen nur ganz fest zudrücke, dann ist dieses Corona-Dingsda bestimmt schnell weg… auja.

        • @Mumpitz
          Ich bin ein Sorgeberechtigter.
          Wegen Präsenspflicht schicke ich mein Kind in die Schule – mit, nomen est omen, berechtigter Sorge.

      • Mich würde mal interessieren , nach welchem Muster getestet werden soll . Montags , wenn die Kinder aus dem Wochenende kommen ? Dann können Sie anschließend vier Tage munter spreaden . Oder mittwochs ? Damit sie erst einmal ihre Viren an Lehrer und Mitschüler verteilen können ? Die Performance der deutschen Politiker in der Corona – Krise ist einfach nur grottenschlecht .

        • Also während der Schulwoche sind die SuS in der sicheren Schule und dort würde Corona doch gebremsscheibt. Also freitags nach der letzten Stunde testen, denn dann kommt das Wochenende im privaten Bereich, der ja scheinbar so manche Sache hervorbringt.

        • Exakt. Es wird Montags getestet damit die Kids die sich Wochenends infizieren genug Zeit haben die gewünschte Durchseuchung voranzutreiben. Schließlich ist es einfacher den Eltern die Hucke voll zu lügen das man ja in Absprache mit dem RKI, Drosten und dergleichen das alles macht. Das die Empfehlungen von dort komplett gegenteilig zu den Beschlüssen ist, ist nebensächlich. Der einzige auf den gehört wird ist Professor „Durseuchung ist für die Kinder besser“ Zepp, da seine Meinung besser zum eigenen Plan passt. Wissenschaft nein, außer sie ist in Steffis Sinne.
          Man will halt scheinbar auf biegen und brechen… sieht man doch schon wenn man nach Sachsen horscht „die Kinder mit aller Macht in der Schule“

    • Wenn meine Kinder nicht getestet worden wären, hätten wir es nicht mal gemerkt, dass sie Corona haben. Und so geht es ja den meisten Kindern.
      Von der Seite betrachtet, ist es wirklich okay, wenn man die Testerei lässt.
      Andererseits haben die Kinder natürlich uns als Eltern angesteckt und tatsächlich die geimpften Großeltern. Die waren schon ganz schön krank trotz Impfung.
      Sind halt zwei Seiten zu betrachten

      • Ein Beispiel dafür, dass das Testen keine Infektionen verhindert und der Virus sich in den ach so sicheren Schulen verbreitet und in die Familie getragen wird. Deshalb empfiehlt das RKI ja auch in den Schulen die Beibehaltung der AHA+L -Regeln!!! Ich denke daran, dass noch vor 1 Jahr, infizierte SuS ohne Syptome überhaupt nicht getestet und gefunden wurden und Großeltern nicht geimpft waren?! Da saßen die SuS auch schön dicht beieinander, bis die Krankenhäuser voll waren.

    • Sehe ich ein bisschen anders. Es gibt leider genügend Eltern, die ihre Kinder mit massiven Infekten in KITA und Schule schicken, weil sie sich zuhause aus beruflichen Gründen nicht kümmern können oder wollen. Mancher würde da u.U. auch beim Covid-Test nicht ehrlich sein.
      Das Argument, dass durch Tests in den Schulen zuviel Zeit verloren geht, lasse ich nicht gelten. Es fällt dermaßen viel Unterricht aus (Gymnasium Kreis Mainz-Bingen), dass es auf 3×20 Minuten Test echt nicht ankommt.

  2. Das kann man aber noch toppen … Da muss Frau Dreyer mal die Herren Holter und Ramelow fragen . Auch nach dem Ergebnis .

  3. der rheinland-pfälzische gesundheitsminister behauptet doch allen ernstes, dass die schule ein sicherer ort sein. wird angesichts dieser lüge nicht sein schamgefühl überlastet?
    ein blick auf die inzidenzzahlen in RP bei schülern ( und in anderen bundesländern ) sollte doch genügen, um den wahrheitsgehalt seiner aussage ad absurdum zu führen.
    ich dachte immer, der staat hat eine fürsorgepflicht, zumindest den schülern gegenüber. die wird hier aber mit füßen getreten. warum stehen die länderregierungen nicht für ihre absicht gerade, die herdenimmunisierung (besser durchseuchung ) bei den kindern zu bezwecken ( so wollte es ja der herr streeck ). haben die regierungen angst davor, dass die eltern endlich aufwachen und angesichts dieser verfehlten taktik auf die barrikaden gehen? es wäre höchste zeit. vor allem vor dem hintergrund, dass mittlerweile ein großteil der geimpften das halbe jahr längst überschritten haben und kaum aussicht auf booster besteht. ich tippe auf eine inzidenz um die 800 um weihnachten, trotz 3G-regel. dann wird das gejammere groß sein und keiner wills gewesen sein..

    • Na aber die Schulen sind sicher… Corona weiß es darf da nicht mit rein… außer natürlich bis vor kurzem in Begleitung der Lehrer.
      Die Schüler infizieren sich doch einzig und allein wenn sie sich miteinander in der Freiheit treffen.
      Vor der Schule noch nicht das neue Schild das Bundesweit eingeführt werden sollte gesehen?
      Da ist ein Bild von einem niedergeschlagen drein blinkenden Coronavirus drauf und in großen roten Lettern „Wir müssen leider draußen bleiben!“
      XD

  4. Noch deutlicher kann man von schulpolitisch und gesundheitspolitischbverantwortlicher Seite den Kindern kaum noch mitteilen, dass sie einem nichts wert sind. Immerhin haben meine Schüler erkannt, dass sie sich selbst helfen müssen und deshalb tragen alle freiwillig ihre Masken auch im Unterricht. Diese Kinder sind reifer als mancher Erwachsene.

  5. Und wie kommt das Virus in die Familien hinein?
    Züchtet Mama das Virus im Thermomix oder holt es sich Papa beim allabendlichen Discobesuch ab?
    Fragen über Fragen!

      • Dann brauchen wir aber auch keine Impfpflicht für LuL, wenn sich die Infektionen fast ausschließlich im privaten Bereich ereignen 😉

      • @Alla

        Ja, so könnte es gehen.
        – Morgens normaler Unterricht im „Kurhaus Schule“. Da ist aber so viel Platz in den Klassenräumen, dass auch Omas und Opas gerne dabei sein können.
        – Mittags dann zu Kirmes bzw. (oft früher als sonst) geöffneten Weihnachtsmärkten. Da gibts lecker Happhapp und frische Luft und den Schaustellern ist auch geholfen. Oma und Opa dürfen auch Glühwein verkosten.
        – Dann wieder rein in die gute Stube (Kurhaus Schule) und die Tische zu Clustern stellen, das gibt gemütliche Kuschelhöhlen – ja, wir haben noch was vor, der Tag ist noch nicht rum.
        – 7 Abende und Nächte pro Woche: Lange Lese- und Vorlesenächte, kann auch mit Karnevalsstart und/oder Pyjama-Party kombiniert werden. JETZT stoßen auch Mamas und Papas dazu, denn die wollen auch gesund bleiben!

        So machen wir Corona total fertig!

        Und das ist hoffentlich eine Lösung, die auch den kritischen Stimmen gefällt, die hier immer gerne sagen „Wir müssen den Virus akzeptieren!“ und „Wollen Sie lebenslänglich Maske?“ oder „Schulen müssen aufbleiben, um jeden Preis!“.

        PS.: Nach einem formlosen Antrag (vermutlich tut es auch ein Bierdeckel oder die Rückseite von einem Kassenbon) werden auch Externe gerne aufgenommen. Wir rücken einfach ein bisserl zusammen.
        🙂

      • Super Idee!

        Man fragt sich nur, warum Dreyer und Hubig sich seit einiger Zeit nicht mehr medienwirksam in Schulen haben ablichten lassen? Sie machen das doch sonst so gerne. Hübsche Bilder mit Kindern und Jugendlichen – das ist fast so schön wie Julia Klöckners hübschen Bilder mit Kälbchen und anderem jungen Getier. Doch Angst vor den maskenlosen, kaum getesteten SuS? Komisch!

        Die Schulen sind sicher.
        Die Schulen sind sicher.
        Die Schulen sind sicher.

        Sicher ist wohl doch einzig die Ansteckung…

          • So habe ich Hubig bislang erlebt – sich selbst schützen, sich selbst rechtlich bestens absichern, dass keine Geschädigten mit Regressforderungen kommen können, aber andere ins offene Messer laufen lassen, weil sie denkt, Schutzmaßnahmen würden vom Großteil der Bevölkerung abgelehnt. Wundert mich daher nicht, dass Hubig den Termin bei Ihnen in der Schule abgesagt hat.

  6. „Inzidenzen unter Fünf- bis 14-Jährigen auf bis zu 1.500 hoch (wohlgemerkt: eben ohne die Tests in den Schulen, die gerne von Kultusministern als Begründung dafür hergenommen werden, warum die Inzidenzen unter Kindern und Jugendlichen seit Monaten über denen von Erwachsenen liegen)“

    Guter, wichtiger Punkt!

  7. Letztes Jahr konnte man wenigstens noch sagen, dass weniger Möglichkeiten bestanden. Dieses Jahr haben wir mehr Möglichkeiten. Aber weniger Schutz.

  8. Am verkehrten Eck gespart und die Durchseuchung nimmt volle Fahrt auf. Die Stimmung ist an Schulen sehr bescheiden, jeder fühlt sich an der Schule für dumm verkauft. Der Gesundheitsschutz wird nicht geleistet und Einsparungen verkündet. Man spielt mit dem Feuer bzw. mit einem jungen Menschenleben…… Die Leichtsinnigkeit und Dummheit ist nicht mehr zu übertreffen.

  9. Damit keine Langeweile aufkommt und weiter kräftig gespart werden kann, wird sicher in den nächsten Tagen noch ein rollierendes Testsystem von einem Bundesland nachgeschoben:
    1. Woche Test am Montag
    2. Woche Test am Dienstag
    3. Woche Test am Mittwoch
    usw.
    Reicht das dann immer noch nicht, sind die Selbsttests ab Woche 4 dann selber zu zahlen.

  10. Das Sparbrötchen Hubig glaubt weiter an Wunder. Und Dryer ist ebenso an leichtsinniger Naivität kaum zu überbieten. Tja, in drei, vier Wochen haben wir in RLP auch keinen Platz mehr auf den Intensivstationen. Dann wird erstmal durch Schockstarre gar nichts passieren bis wilder Aktionismus folgt. Nur blöd, dass man für Geimpfte einen Lockdown kategorisch ausgeschlossen hat und Kinder unter 12 von den meisten Corona-Schutzmaßnahmen per se ausgeschlossen sind, weil sie sich nach Logik der Landesregierung „kaum“ infizieren.
    Traurige Performance, traurige Beratungsresistenz!
    Dennoch: wehrt euch, schreibt Hubig, Dryer und Co. an! Nur ein Corona-Test ist eine Bankrotterklärung vor dem Virus!

  11. Mir wird in Artikel und Kommentaren zu viel gehetzt und Panik geschürt. Tatsache ist, überall wo Corona-Fälle auftraten, wurden weitere Maßnahmen ergriffen. Die Situation ist quer über RLP sehr unterschiedlich. An unserer Schule wurden selten mal hier und da Schüler positiv getestet, ein Lehrer ist Covid-krank (er war geimpft), und die Schule reagiert darauf jedesmal mit reihenweiser täglicher Testung aller Kontaktpersonen. Wir lüften auch regelmäßig.
    Ansonsten bin ich froh, dass wir halbwegs normal lehren und lernen können. Die Welt besteht nicht nur aus Corona.

          • Aber ja wohl nur einen pro Woche!

            Zu Ihrer Aussage: „Die Welt besteht nicht nur aus Corona.“ Wenn wir alle Schutzmaßnahmen weiter herunterfahren, besteht die Welt leider bald nur noch aus Corona.

      • Na die Arztpraxis die bei uns im Kreis in die Kitas und teilweise Schulen zum Testen fährt hat vom Land Rheinland-Pfalz bisher noch nicht einen Cent gesehen. Offene Rechnung bisher 100.000€
        Wenn die Zahlungsmoral bei den Testkits ähnlich ist…

        • Wahrscheinlich … Aber das heißt dann “ verantwortungsvoller Umgang mit Steuergeld “ . Es sei denn , der eigene Schwager arbeitet für den Lieferanten . Dann geht es auch schneller .

    • Sorry, aber an GS in NRW werden keine „weiteren Maßnahmen“ ergriffen. Nur der direkte Sitznachbar soll in Quarantäne, und das, obwohl viele über Stunden ohne Maske mit dem infizierten Kind in einem Raum saßen. Die Testergebnisse kommen nämlich immer erst abends.

  12. Warum sich noch darüber Aufregen. Ist doch politisch korrekt und gewollt, geliefert wie vereinbart … wie das Lehrkräfte + Familien, Schüler + Familien, usw., usf., wegstecken und damit umgehen, ist nicht einmal eine Erwähnung wert.

    Jeder normaldenkende Bürger ist am verzweifeln im Handeln in der Politikerkaste einen Sinn zu erkennen. Vielleicht sollte ich mal einen Neurologen oder Psychiater aufsuchen, kann ja sein das ich nicht Normal bin.

  13. Frau Dreyer wird sich. ebenso wie ihre Amtskollegen in Bayern, Thüringen und Sachsen, wieder auf die veränderten Bedingungen eines massiven Anstiegs der Infektionszahlen einstellen müssen und neben der Wiedereinführung der Maskenpflicht in Schulen auch die zu vollstreckenden Zwangsmaßnahmen wie die überwachte Quarantäne infizierter radikalisierter Impfgegner durchführen müssen.
    Ja, es gibt richtig fiese Covidioten, die sich auch gegen Polizeigewalt einer Quarantäne und einer ärztlichen Behandlung entziehen. Diese Erfahrungen mit aggressiven, wütenden Covidioten bedeuten eine neue Spirale der Gewalt gegen Pflegepersonal und ärztliches Personal.
    Es ist entsetzlich zu erleben . welcher Eskalation an irrational gesteuerter Gewalt alle ausgesetzt sind. Und niemand thematisiert diese ebenso auftretenden Situationen in unseren Krankenhäusern.

  14. Wenn Infektionen nur durch Tests und nicht durch eindeutige Symptomatiken auffallen, dann ist die Infektion unter Kindern und Jugendlichen wohl nicht so schlimm. Ich kann das Wort „Inzidenz“ nicht mehr hören, denn nie zuvor haben uns irgendwelche Inzidenzen interessiert – da konnte das jeweilige Virus noch so schlimm sein. Ehrlicherweise bräuchten wir unter den 0-18-jährigen eher den Inzidenzwert von RV-Viren, denn die sorgen derzeit für volle Kinderkrankenhäuser. Aber ist eben kein Corona und deswegen bei weitem nicht so interessant.

    Tests sind ohnehin nur eine Momentaufnahme: Jetzt bist du negativ, eine Stunde später kann sich das geändert haben – und umgekehrt. Daher bringen diese anlasslosen Tests in Schulen nur gewaltige Müllberge und Kosten hervor und ab und zu mal einen Zufallstreffer bei einem augenscheinlich gesunden Kind… und wer krank ist, der bleibt eben zuhause und kuriert sich aus.

    In den nächsten Monaten werden wir alle mit dem Virus in Berühung kommen…oder wir waren es bereits und weil zufällig kein Test gemacht wurde, wurde es nicht entdeckt – denn es ging uns ja gut.

    Glückwunsch an Rheinland-Pfalz, ich hoffe, dass andere Bundesländer bald nachziehen.

    • Anscheinend haben sie den Zusammenhang zwischen der steigenden Inzidenz bei Kindern und dem Anstieg der Erkrankten auf den Intensivstationen nicht verstanden. Schulen sind Orte, an denen große Menschenansammlungen nicht Geimpfter Personenkreise aufeinandertreffen und dafür sorgen, dass Infektionen in die Familien getragen werden.
      In Bayern geraten jetzt schon in mehreren Landkreisen und Städten die Krankenhäuser an ihre Kapazitätsgrenzen der Intensivstationen.

      • Nicht nur in Bayern, in Thüringen auch, und heute ist zu lesen, dass die Uniklinik Düsseldorf keine Intensivpatienten mehr aufnimmt.

        „+++ 11:45 Uniklinik Düsseldorf nimmt keine Intensivpatienten mehr auf +++
        Das Düsseldorfer Universitätsklinikum kann keine neuen Intensivpatienten mehr aufnehmen, wie „Bild“ berichtet. Nur noch eine Erstversorgung in der Ambulanz ist demnach möglich. Der Grund: die brisante Corona-Lage.“

        https://www.n-tv.de/panorama/12-10-Zahl-der-Booster-Impfungen-steigt-deutlich–article21626512.html

        „Die Kliniken in Thüringen haben auch am Wochenende vermehrt Corona-Patienten aufgenommen. Die medizinische Versorgung funktioniert weiterhin, auch auf den Intensiv-Stationen. Dort allerdings werden die freien Kapazitäten dem Zentralregister DIVI zufolge immer weniger, auch wegen Hunderter anderer Intensiv-Patienten – Infarkt-Kranke und Unfall-Opfer beispielsweise. In Erfurt und im Kreis Greiz sind keine Intensivbetten mehr frei. Dort könnte die Notfall-Reserve aktiviert werden. Derzeit gibt es 116 Covid-Infizierte auf Intensivstation, das sind rund 18 Prozent aller Intensivpatienten.“

        https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/index.html

        • Das Problem ist auch, dass ein Covid-Patient das Intensivbett teils über Wochen blockiert! Das ist bei normalen Intesivpatienten selten oder nie der Fall. Trotzdem gibt es für die Kliniken nicht mehr Geld für die lange und extrem intensive Pflege von Beatmungspatienten.

    • Wir werden lernen müssen, mit dem Virus zu leben. Bei seiner weltweiten Ausbreitung kann es nicht mehr zum Verschwinden gebracht werden.
      Man fordere lieber eine bessere Gesundheitspolitik mit mehr Pflegekräften und Inventar, um die Kapazitäten der Intensivstationen zu erweitern, anstatt ständig von einer zeitlich begrenzten Masken- oder anderen Pflicht in die nächste zu stolpern.
      Das Leben kann und darf sich nicht ewig nach Corona richten werden, wenn die Menschen (insbesondere die Kinder) nicht zahlreiche anderweitige Schäden davontragen sollen.

      • Sie haben die Friedhofskapazitäten vergessen…

        …so ein schwaches Argument von Ihnen. Extrem reaktiv, in keinster Weise präventiv!

        Ja, natürlich werden wir mit dem Virus leben müssen, aber NOCHMAL: wir brauchen zuerst eine höhere Impfquote! Ich hoffe, Sie haben vor Weihnachten keinen schweren Unfall mehr, denn dann könnte es sein, dass man Sie aufgrund von zu vielen Corona-Intensivpatienten erstmal 3 Tage lang durch Deutschland kutschiert, bis Sie jemand stationär aufnimmt.

        Und wo wollen Sie denn aktuell mehr Pflegepersonal her nehmen? Momentan laufen alle davon, weil man das A**ch der Nation ist, wenn man in der Intensivpflege arbeitet. Better luck next time mit besseren Vorschlägen…

        • Ich kann die Panik der Maßnahmen-Gegner wie Herrn Vehrenkamp schon irgendwo verstehen! Panik ist Panik, da kann man nur mit einer Therapie gegen an (siehe Flugangst, Spinnenpanik, Agoraphobie, ungeklärte Panikattacken etc).

          Bisher war es nur so, dass die PANIKER ihre Angststörung überwinden mussten! Bei Coronamaßnahmen erwarten die Paniker aber vom Rest der Gesellschaft, die angstauslösenden Trigger zu vermeiden!
          Wir können nicht alle Spinnen töten, alle offenen Plätze verbauen und alle Flugzeuge stilllegen! Und die Coronamaßnahmen werden uns auch noch ein Weilchen begleiten!
          Vielleicht kann eine Person mit dem “ kleinen Heilpraktikerschein“ helfen?

          • Panik sehe ich eher bei denjenigen, die sich den Lockdown herbeiwünschen und einfach nicht akzeptieren möchten, dass uns Corona auf Ewig erhalten bleiben wird. Haben Sie Panik vor der Normalität, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, die nicht schwer erkranken? Laufen Kinderintensivstationen ebenfalls voll? Ja, durchaus – aber eben nicht mit Corona. Oma und Opa sind entweder geimpft oder halten sich von den Jugendlichen eben mal fern. Und diese fangen dann nach fast zwei Jahren endlich wieder an zu leben. Inzidenzzahlen sind nicht gleich Erkanktenzahlen. Wenn es mir schon nicht gelingt, gelingt es vielleicht dem von Ihnen vorgeschlagenen Heilpraktiker, Ihnen und jedem anderen die panische Angst vor Corona zu nehmen. Ihnen alles Liebe.

    • Ahh, endlich mal wieder ein genialer Beitrag von Rüdiger Vehrenkamp:

      BS 1: „denn nie zuvor haben uns irgendwelche Inzidenzen interessiert“. Inzidenzen sind relevant bei ALLEN Krankheiten, die wir so kennen. Der Satz sollte wohl eher heißen: „denn nie zuvor haben MICH irgendwelche Inzidenzen interessiert.“

      BS 2: „Daher bringen diese anlasslosen Tests in Schulen nur gewaltige Müllberge und Kosten hervor und ab und zu mal einen Zufallstreffer bei einem augenscheinlich gesunden Kind… und wer krank ist, der bleibt eben zuhause und kuriert sich aus.“ Zufallstreffer wären es nur dann, wenn man nicht flächendeckend testet, sorry, sondern aus einer zu kleinen Stichprobe auswählt. – Wer krank ist gehört grundsätzlich nach Hause, bei ALLEN Krankheiten. Verstehen aber viele Eltern nicht, schicken ihre Kinder grundsätzlich in die Schule und gehen selbst krank zur Arbeit. Abmahnungsgrund für Arbeitnehmer! Im übrigen hat man sich bei viel weniger gefährlichen Infektionskrankheiten in Quarantäne zu begeben, das halten Gesundheitsämter ebenfalls nach. Und Corona darf deshalb nicht einfach so durch die Schülerschaft wüten, weil irgendwann und irgendwo Leute infiziert werden, die es hart trifft.

      Ich wünsche Ihnen alles gute, wenn Sie an der Reihe sind beim Virus. Warum nicht aktiv werden und es auf einer Corona-Party „einfangen“? Dann ist das Thema für Sie durch, oder nicht? Wenn Sie wirklich so davon überzeugt sind, dass es so harmlos ist, dann möchte ich mit Ihnen gern eine Wette eingehen, dass Sie sich trotzdem niemals bewusst infizieren lassen würden. Nur wer DAS wirklich macht, dem glaube ich, dass er es Ernst meint damit: das Virus ist harmlos….

      • Seit Menschengedenken gibt es Viren, die den einen härter treffen als den anderen und das lässt sich auch nicht verhindern. Nur hat es seit 100 Jahren niemanden interessiert – außer Mediziner und Virologen vielleicht. Haben Sie jemals zuvor die breite Bevölkerung über Inzidenzen sprechen hören? Oder um ihr zweites Beispiel aufzugreifen: Begaben Sie sich bisher bei einem Schnupfen in Quarantäne?

        Ich bin jetzt knapp über 40 Jahre auf diesem Planeten und habe Schweinepest, Rinderwahn, zig Grippewellen und andere Infekte überlebt. Eines war immer gleich: Das Gesundheitsamt hat sich nie bei mir gemeldet oder eine Quarantäne angeordnet. Gleiches gilt für die Kinder. Nur jetzt kommt Corona, dass bei 98% der Kids wie eine normale Erkältung verläuft oder ohne Symptome vorübergeht und den Erwachsenen fällt nichts mehr ein, als ihre Virenangst auf dem Rücken der Jüngsten auszubaden. Die Schäden durch Lockdown, Schulschließungen und Quarantäne sind wesentlich höher, als es die Schäden durch Corona je sein könnten!

        • Ich lebe sogar schon 56 Jahre und bin noch nie bei einem Erdbeben, Krieg, Tsunami oder Vulkanausbruch gestorben – kann also alles gar nicht so schlimm sein.

          Ich war auch noch nie auf dem Mond, was zu der berechtigten Frage führt, ob das nicht vielleicht doch nur eine Lampe im Himmel ist. Schön, wenn der eigene Horizont das Ende aller Erkenntnis markiert. Da ist man schnell mit sich und seiner selbstgebastelten Welt zufrieden.

  15. Ab heute gilt in Hessen keine Maskenpflicht mehr. Zumindest am Platz, während des Unterrichts.
    Die haben den Knall nicht gehört. Kann mal jemand nochmal knallen?

    • Aber heute Nachmittag werden die hessischen Politclowns doch verkünden, was sie sich übers Wochenende ausgedacht haben, da Warnstufe 1 doch ganz unerwartet gerissen wurde. Sie werden wieder ganz ernst schauen um dann so gut wie nix zu verschärfen. Da hilft nur noch eins: Ora et labora.

    • In Hessen wird dafür ab Donnerstag bis Januar weiter 3x /Woche weiter getestet…. Ob die Masken weiter „unten“ bleiben, scheint noch nicht abschließend geklärt…???

  16. Vielleicht muss Frau Dreyer wegen Ihrer Multiplen Sklerose vor Weihnachten selbst nochmal ins Krankenhaus und dann wird sie sich umschauen, was da los ist…

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