Gesundheitsminister will Corona-Regeln zwei Wochen später lockern – auch in Schulen

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MAINZ. Die Zahl der Corona-Infektionen steigt auch in Rheinland-Pfalz rasant. Die Lage in den Krankenhäusern ist zwar stabil. Aber es fehlen immer mehr Ärzte, Schwestern und Pfleger. Gesundheitsminister Hoch tritt daher bei weiteren Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen auf die Bremse – auch bei den Schulen.

Die Maskenpflicht im Unterricht der weiterführenden Schulen bleibt bestehen – noch. Foto: Shutterstock

Seit Montag müssen in den rheinland-pfälzischen Grund- und Förderschulen Kinder und Lehrer keine Masken mehr während des Unterrichts tragen. Dieser Schritt war Anfang März von der Landesregierung beschlossen worden – und kommt jetzt mitten in die nächste Corona-Welle hinein.

Angesichts der steigenden Zahl von Neuinfektionen mit dem Coronavirus wird Rheinland-Pfalz voraussichtlich die Corona-Regeln zwei Wochen später lockern als geplant. Mit Blick auf die Infektionsdynamik werde er dem Kabinett am Dienstag vorschlagen, die aktuelle Bekämpfungsverordnung im Wesentlichen bis zum 2. April zu verlängern, kündigte Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) am Montag in Mainz an.

Nach den Vorstellungen der Ampel-Koalition im Bund sollen die meisten Corona-Regeln vom 20. März an fallen. Bestehen bleiben Schutzmaßnahmen wie die Maskenpflicht in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und in Bussen und Bahnen. Es ist für die Landesparlamente aber eine Übergangsfrist von zwei Wochen möglich, die Hoch nutzen möchte.

Wo der Impf-, Test- oder Genesenenstatus kontrolliert wird, muss demnach überwiegend keine Maske mehr getragen werden. Im Einzelhandel und in anderen nicht kontrollierten öffentlichen Bereichen gilt die Maskenpflicht weiter. An allen weiterführenden Schulen bliebe es für zwei Wochen länger bei der Maskenpflicht auch am Platz. Anlasslos werde an Schulen weiterhin zweimal die Woche getestet. Die Regeln blieben auch für Großveranstaltungen weiter bestehen. Der Ministerrat muss Hochs Vorschlag noch zustimmen.

«Dieses vorsichtige Agieren halte ich für notwendig und angemessen, um die sehr hohe Dynamik noch genauer einordnen zu können», sagte Hoch. Die Lage in den Krankenhäusern sei zwar trotz der hohen Infektionszahlen stabil. «Wir registrieren jedoch, dass immer mehr Menschen, die auch in diesen Einrichtungen arbeiten, selbst erkranken und ausfallen. Die Betreuung von Patientinnen und Patienten lastet somit auf den Schultern von wenigen Menschen, die ohnehin in zwei Jahren Pandemie über ihre eigenen Grenzen hinaus geschuftet haben.»

Experten gingen von einem weiteren Anstieg aus – sowohl bei den Neuinfektionen, als auch bei der Belastung der Krankenhäuser. Grund dafür seien zunehmend mehr Kontakte der Menschen und die Ausbreitung der Omikron-Subvariante BA.2. News4teachers / mit Material der dpa

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