KMK zählt inzwischen mehr als 100.000 ukrainische Schüler in Deutschland

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Die Zahl der aus der Ukraine geflüchteten Kinder und Jugendlichen, die an Schulen in Deutschland aufgenommen wurden, hat die Marke von 100.000 überschritten. Daten der Kultusministerkonferenz (KMK) zufolge, die am Donnerstag veröffentlicht wurden, lag die Zahl der Kinder und Jugendlichen in der vergangenen Woche bei inzwischen 105.869.

Immer mehr Flüchtlingskinder aus der Ukraine – hier an der ukrainisch-rumänischen Grenze – müssen in Deutschland beschult werden. Foto: Shutterstock / Pazargic Liviu

Bayern (20 695), Nordrhein-Westfalen (18 232) und Baden-Württemberg (15 393) meldeten die bisher meisten Aufnahmen. KMK-Präsidentin Karin Prien (CDU) hatte Mitte April eine mögliche Größenordnung von bis zu 400.000 geflüchteten Schülern genannt, die an den Schulen unterkommen könnten. Insgesamt werden in Deutschland etwa 11 Millionen Schülerinnen und Schüler unterrichtet. dpa

Flüchtlingskinder – Philologen fordern Sprachförderung, mehr Klassenräume, mehr Lehrkräfte

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Riesenzwerg
7 Tage zuvor

Ja. Und Frau Prien strahlt und meint, wir seien in SH gut vorbereitet!

Sind wir – auf nichts!

Na, Stühle haben wir und Tische. Und viele, viele, die kein Russisch oder Ukrainisch sprechen.
Keine sinnvolle ÜbersetzungsApp (die Schüler lachen sich krank, wenn Texte übersetzt werden) und ansonsten ist alles beim schlechten Alten.

Ich habe inzwischen weder Kraft noch Lust noch Mut noch Hoffnung.

Es gab zwei Wochen Osterferien – und Frau Prien hat nicht mal delegiert (außer an uns – die wir immer herhalten müssen). Im Ministerium hätte längst geklärt werden müssen..

was rede ich da? Die ukrainischen Kinder sind …. äh, willkommen, sie sind dabei – anscheinend reicht das einer BILDUNGSMinisterin. Sind vermutlich nicht systemrelevant.

Es kann sich doch nicht jeder von uns (ich gendere heute nicht) an die Dame persönlich ….

Wenn ich so rein gar nichts können und machen muss und für nichts verantwortlich bin – ich gehe in die Politik.

Ja, ich weiß – die meisten von uns arbeiten nur in Schule und KiTas, damit die Eltern der Kinder arbeiten gehen können – wir brauchen Geld aus der Zukunft. Sind wir denn wirklich systemrelevant? Ich komme mir vollkommen überflüssig vor, weil mein Beruf überhaupt keinen Sinn mehr ergibt.

Bald sind Ferien – auch in SH.
Das Chaos geht weiter – auch in SH.
Die Versprechungen gehen weiter – auch in SH.
Frau Prien schweigt oder prahlt – noch in SH.
Sie hilft – niemandem in SH.

AusderPraxis
6 Tage zuvor
Antwortet  Riesenzwerg

Wir haben eine ukrainische Lehrerin, die nächste Woche für die ukrainischen Kinder zur Verfügung stehen wird (8 Wochenstunden).
Diese Woche hat sie an 8 Wochenstunden im Unterricht hospitiert (bezahlt), um sich einen Eindruck vom deutschen (Grundschul)System zu verschaffen. Beim anschließenden Round table Gespräch haben wir viel verstanden.

Schule in der Ukraine und Schule in Deutschland sind sehr unterschiedlich.
Ukraine: Frontalunterricht, sehr strenge Lehrer, kein Herumlaufen der Lehrerin in der Klasse um SuS zu helfen, keine Klassenratsstunden, in denen die SuS sich über soziale Probleme austauschen, keine Klassensprechersitzungen, in denen die SuS mitbestimmen oder ihre Probleme an die SL weitergeben, keine Diskussion über Regeln….
Nicht, dass sie all das schlecht fand, nur unnötig! Schule soll Wissen vermitteln und das gelingt nur in einer Hierarchie, in der die Lehrer anweisen und die SuS befolgen. Wird das aufgeweicht, z.B. indem SuS mitreden können, geht der Respekt vor der Lehrkraft verloren und man verliert sich in Beliebigkeit.
Nun verstehen wir auch, wieso wir solche Probleme mit einigen wenigen ukrainischen Schülern haben! Sie können uns nicht ernst nehmen, weil wir uns anders verhalten als Lehrer in der Ukraine!

Letztens hatten 2 ukrainische Kinder das Fahrrad eines anderen Schülers schwer beschädigt. Es stellte sich – Dank der Mithilfe der neuen ukrainischen Lehrkraft- heraus, dass diese Kinder dachten, es handele sich um das Rad eines russischen Schülers. Sie konnte den ukrainischen Kindern klarmachen, dass russische Kinder in Deutschland NICHT zu ihren Feinden zählen. Wir hatten die russischsprachlichen Kinder – naiv wie wir waren- einfach so als Dolmetscher eingesetzt…..

Wir hoffen nun, dass mit ihrer Hilfe die gemeinsame Beschulung besser gelingt, weil wir die Probleme der Kinder in unserem Schulsystem besser verstehen.