Polizei ermittelt: Politikerin prangert antisemitische Aussagen vor einer Schule an

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COTTBUS. Die Polizei geht derzeit Hinweisen auf antisemitische Äußerungen vor einer Schule in Cottbus nach. Anstoß dafür hatte ein Tweet der Grünen-Politikerin Barbara Domke gegeben. Im Netzwerk X (ehemals Twitter) beschrieb sie am Freitag, 13. Oktober, einen Vorfall mit rechtsextremen Jugendlichen.

Die Polizei ermittelt wegen antisemitischer Aussagen vor einer Schule in Cottbus. Foto: Shutterstock

Konkret schrieb Barbara Domke, dass junge Schüler vor einer Schule nach ihrer politischen Einstellung gefragt und rechtsextreme Sticker verteilt wurden. Außerdem seien Äußerungen wie „Juden abstechen“ und „geht zurück auf eure Judendisko“ getätigt worden, heißt es in dem Tweet. Eine Sprecherin der Polizei sagte nun, dass angesichts der Hinweise wegen des Verdachts der Volksverhetzung ermittelt wird.

Die Grünen-Politikerin Domke sagte der dpa am Sonntag, sie sei von der Kriminalpolizei dazu befragt worden. Der Fall habe sich am Donnerstagabend rund um eine Schuldisko an einem Gymnasium in Cottbus abgespielt, ihr Sohn habe es mitbekommen und ihr davon erzählt.

https://twitter.com/BarbaraDomke/status/1712862667130503375?ref_src=twsrc%5Egoogle%7Ctwcamp%5Eserp%7Ctwgr%5Etweet

 

Domke, die in Cottbus Stadtverordnete war, engagiert sich gegen Rechtsextremismus und ist im Bündnis „Unteilbar Südbrandenburg“ aktiv. In Südbrandenburg gibt es eine gewachsene rechte Szene. Im April hatten eine Lehrerin und ein Lehrer in einem Brief geschildert, sie seien an einer Schule in Burg im Spreewald täglich mit Rechtsextremismus, Sexismus und Homophobie konfrontiert. dpa

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