Lindner: Beschlossene Kindergelderhöhung soll zum 1. Januar 2025 in Kraft treten

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BERLIN. Die Einigung zum Bundeshaushalt für das kommende Jahr bringt auch mehr Geld für Familien in Deutschland. Kindergeld und Sofortzuschlag sollen bereits zu Beginn des kommenden Jahres erhöht werden.

Geld für Bildung: Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP). Foto: Bundesministerium der Finanzen / Photothek

Laut Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) soll die geplante Erhöhung des Kindergelds und des Kindersofortzuschlags zum 1. Januar des kommenden Jahres in Kraft treten. Beide Leistungen sollen um jeweils fünf Euro pro Monat erhöht werden, wie Lindner bei der Pressekonferenz zu den Ergebnissen der Haushaltsberatungen erklärte. Damit würde das Kindergeld von bislang 250 Euro monatlich auf 255 Euro steigen, der Kindersofortzuschlag für Familien, die Bürgergeld beziehen, soll von 20 Euro auf 25 Euro steigen.

Für die Kinderbetreuung in Kitas seien im Bundeshaushalt 2025 zwei Milliarden Euro jährlich vorgesehen, erklärte Lindner. Das sei nicht nur eine Frage von Familienpolitik, sondern stärke auch das Wachstumspotenzial des Landes, betonte der Minister. Aufgrund fehlender Kita-Plätze seien viele immer noch ungewollt in Teilzeit oder würden gänzlich auf eine Erwerbstätigkeit verzichten. Die Investitionen sollen helfen, dies zu beheben.

Zugleich investiere der Staat auch weiterhin in Bildung und Forschung. Das Startchancenprogramm für Angebote an Schulen sei mit Bundesmitteln von einer Milliarden Euro «für die ganzen nächsten Jahre» gesichert, sagte Lindner. Im Gegensatz zur «Opposition im Deutschen Bundestag» sei die Ampel nicht daran interessiert gewesen, ausgerechnet bei den Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen zu sparen. Zum Digitalpakt 2.0 – über den Bund und Länder derzeit streiten – äußerte sich Lindner allerdings nicht.

Die Spitzen der Ampel-Koalition hatten sich nach einer langen Nachtsitzung auf die wichtigsten Inhalte zum Bundeshaushalt 2025 geeinigt. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) und Finanzminister Lindner stellten die Ergebnisse gestern Mittag in Berlin vor.

Änderungen gibt es demnach auch beim Kinderfreibetrag. Der soll, wie aus dem Papier weiter hervorgeht, noch in diesem Jahr um 228 Euro auf 9540 Euro angehoben werden. Im kommenden Jahr dann noch mal um 60 Euro auf dann 9600 Euro. Der Freibetrag wird vom zu versteuernden Einkommen abgezogen und wirkt sich deshalb für Familien steuermindernd aus. «Wir haben ein großes Paket gepackt, um Kinder und Familien zu unterstützen», sagte der stellvertretende Grünen-Fraktionsvorsitzende Andreas Audretsch. «Kinder von Eltern mit kleinen Einkommen und Kinder in der Grundsicherung bekommen deutlich mehr Unterstützung. Dafür wollen wir zusätzliche Milliarden Euro einstellen.»

Neben den Erhöhungen bei den Zahlungen an Familien sind Investitionen des Bundes von jeweils zwei Milliarden Euro im Jahr 2025 und 2026 in die Kita-Qualität geplant. Die Mittel für Freiwilligendienste sollen auf dem Niveau bleiben, wie sie bis Ende 2023 von den Trägern abgerufen wurden. News4teachers / mit Material der dpa

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3 Kommentare
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AvL
13 Tage zuvor

Ein Kinderfreibetrag wie bei Erwachsenen mit einer
entsprechenden Angleichung des Kindergeldes wäre
im Sinne der Familien und einer Gleichstellung der
Kinder zu Erwachsenen.

Salut
13 Tage zuvor

Kann mir jemand sagen, warum es in Ordnung ist, dass Beamte Kinderzuschlag bekommen?

RainerZufall
12 Tage zuvor

Am Anfang der Regierungszeit wollte man noch die Kinderarmut bekämpfen – schade =(