Länder wollen öffentlich-rechtlichen Rundfunk stutzen – VBE: Politische Bildung zu schwächen, ist in diesen Zeiten fatal

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LEIPZIG. Die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder kommen von heute Abend bis Freitag zu ihrer Jahreskonferenz in Leipzig zusammen. Die Beratungen beginnen am Donnerstag. Ein Thema des dreitägigen Treffens: Gespräche über Reformen beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Gerhard Brand, Bundesvorsitzender des VBE, warnt vor einer Verschlankung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks – in Zeiten von Fake News, kalkulierter Desinformation und zunehmender Bedrohung der Demokratie. Insbesondere Angebote für Kinder und Jugendliche dürften nicht eingeschränkt werden. Auch Verdi kritisiert die Pläne scharf.

Störungsfreier Empfang? (Symbolfoto) Foto: Shutterstock

Ein heikler Punkt beim Treffen der Ministerpräsidenten sind die Beratungen zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Dabei geht es um Reformen in den Anstalten – und ums Geld von Sendern wie ARD und ZDF ab dem kommenden Jahr. Die zuständige Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) hat eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags um 58 Cent auf monatlich 18,94 Euro ab Januar empfohlen. Die Länder müssen ein Plus einstimmig beschließen – eigentlich Formsache, weil das Bundesverfassungegericht den Anspruch der Sender bereits vor zwei Jahren gegen Kürzungspläne verteidigt hat. Allerdings gibt es weiterhin Widerstände gegen die Erhöhung, etwa aus Bayern und Sachsen-Anhalt.

Dabei geht es nicht allein ums Geld. Die Bundesländer haben Ende September Reformvorschläge für ARD, ZDF und Deutschlandfunk vorgelegt. Diese sehen laut Verdi unter anderem vor, die Zahl der Hörfunkprogramme der Anstalten grundsätzlich auf vier zu begrenzen. Die Zahl der Spartenprogramme solle durch eine Art Poolbildung gesenkt werden. Geplant sei, die vier Kanäle Phoenix, tagesschau24, ARD-alpha und ZDF-Info zu einem oder zwei gemeinsamen Informations- und Bildungsangeboten zusammenzufassen. Verschmelzen sollen darüber hinaus die beiden unter anderem auf Kultur spezialisierten Sender Arte und 3sat. Von den an jüngere Altersgruppen gerichteten Angeboten sollen KiKa und Funk bestehen bleiben und ZDF-neo und One zusammengelegt werden. Damit fallen künftig gute Dokumentationen, Kulturbeiträge und regelmäßige Nachrichten weg oder werden stark zusammengestrichen.

Karlsruhe hatte schon vor drei Jahren geurteilt (angesichts von Kürzungsplänen): Die Länder dürfen nicht in die Programme eingreifen, etwa, weil ihnen Sendungen oder die Berichterstattung nicht gefallen. Sie dürfen auch nicht die Finanzierung mit der Auftragsdebatte verknüpfen. Das sei verfassungswidrig, weil dann die Sender nicht mehr vor staatlicher Einflussnahme geschützt wären.

„Wir haben da ein komisches System in Deutschland. Die Anstalten können zum Bundesverfassungsgericht gehen“

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) schloss laut epd-Bericht trotzdem bereits eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags zum jetzigen Zeitpunkt aus: „Die Beitragserhöhung kommt nicht jetzt“, sagte er am Vormittag bei der Eröffnung der 38. Münchner Medientage. Zunächst müssten die von der Politik auf den Weg gebrachten Reformen ausformuliert und umgesetzt werden. „Diese Reformen müssen wir machen, dann können wir über mehr reden“, so Söder. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk sei „unverzichtbar“, doch in Zeiten, wo alle Maß halten müssten, gelte das auch für das öffentlich-rechtliche System.

Eine mögliche Klage der Intendanten vor dem Bundesverfassungsgericht sieht Söder kritisch. „Wir haben da ein komisches System in Deutschland. Die Anstalten können zum Bundesverfassungsgericht gehen“, so Söder. Sie müssten sich allerdings auch fragen, welche Auswirkungen das auf ihre bereits geschwächte Legitimation habe, „wenn hier an den zuständigen Landtagen vorbei gehandelt wird“.

Der Verdi-Vorsitzende Frank Werneke kritisiert Söder und die übrigen Regierungschefs für ihren Kurs scharf: „Die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten planen massive Programmstreichungen, ohne auf die Folgen zu achten. Publizistische Vielfalt wird zerstört, ohne zu wissen, ob es überhaupt zu relevanten Kosteneinsparungen kommen wird. Von einer Absicht, die Öffentlich-Rechtlichen qualitativ zu stärken, ist nichts zu erkennen.“ Ihm zufolge bedrohen die vorgelegten Reformpläne die publizistische Eigenständigkeit wie auch die redaktionelle Gestaltungsfreiheit der Rundfunkanstalten. In der Folge reduziere sich die Angebotsvielfalt und das Programm verlöre an Nutzen und Relevanz für die Gesellschaft. Auch kritisiert Werneke Bündnis die Sparpläne bei Informations- und Bildungsangeboten und im Angebot für junge Menschen als politisch falsches Signal.

Der VBE-Bundesvorsitzende Gerhard Brand schlägt in dieselbe Kerbe. In Zeiten von Fake News, kalkulierter Desinformation und zunehmender Bedrohung unserer Demokratie stellt der öffentlich-rechtliche Rundfunk eine immer wichtigere demokratische Säule dar. Auch wenn es wünschenswert ist, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk effizient und kostenbewusst arbeitet, darf dies nicht dazu führen, dass er seine Funktion als Ankerpunkt für seriösen Journalismus und unabhängige Berichterstattung verliert und somit seinem Auftrag als demokratische Institution nicht mehr nachkommen kann“, sagt er.

„Angesichts der wachsenden Herausforderungen auf diesem Feld gilt es, diese Rolle zu stärken, anstatt immer mehr gesellschaftliche Probleme beiden Schulen abzuladen“

Brand kritisiert „insbesondere die Verweigerungshaltung einiger Ministerpräsidenten der von der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) empfohlenen Erhöhung des Rundfunkbeitrages, wie er bereits vom Bundesverfassungsgericht gebilligt wurde“. Er betont: „Wir verlangen, dass politische Entscheidungen auf dem Boden von Recht und Gesetz getroffen werden, anstatt wichtige Protagonisten unserer demokratischen Gesellschaft zu schwächen. Unabhängige Berichterstattung ist ein wichtiger Aspekt der Demokratieerziehung. Angesichts der wachsenden Herausforderungen auf diesem Feld gilt es, diese Rolle zu stärken, anstatt immer mehr gesellschaftliche Probleme beiden Schulen abzuladen.“

Besonders die drohende Einschränkung der Textangebote der Sendeanstalten hält er für bedenklich: „Für viele Menschen, die aus einem weniger gut gestellten finanziellen Hintergrund kommen, stellt dies eine massive Einschränkung dar, da immer mehr private schriftliche Informationsangebote hinter Bezahlschranken verschwinden. In Fragen der Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit unabhängig von der Herkunft kommt hier ein düsteres Szenario auf uns zu, sollte dem zugestimmt werden“, meint Brand. „Zudem stehen die journalistischen Angebote der Rundfunkanstalten weniger unter dem Druck großer Klickzahlen und sind damit unabhängiger von finanziellen Interessen. Nicht zuletzt sind diese Internetangebote mittlerweile für viele Benutzerinnen und Benutzer der einzige Zugang zu unabhängigem Qualitätsjournalismus.“ Der VBE sieht den Staat in der Pflicht, ein solches Angebot mindestens zu sichern, wenn nicht gar auszubauen.

Last but not least spricht sich Brand gegen Kürzungen im Angebot für Kinder und Jugendliche aus: „Dass die Vielschichtigkeit dieser Zielgruppe augenscheinlich erkannt wurde und eine Zusammenführung zu einem einzigen Sender nicht zur Debatte steht, ist erfreulich, aber auch selbstverständlich. Einsparungen bei den Angeboten für Kinder und Jugendliche stehen wir angesichts der aktuellen politischen Entwicklungen kritisch gegenüber. Insbesondere hier besteht die Möglichkeit, Themen der Demokratieerziehung zielgruppengerecht aufgearbeitet zur Verfügung zu stellen. Anstatt hier den Rotstift anzusetzen, braucht es mehr Initiative, um junge Menschen noch besser erreichen und auf ihre Bedarfe eingehen zu können.“ News4teachers / mit Material der dpa

Rechtsruck unter Jugendlichen: Rufe nach besserer Medienbildung an Schulen werden lauter – aber: Reicht das?

 

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Rainer Zufall
1 Jahr zuvor

“Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) schloss laut epd-Bericht trotzdem bereits eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags zum jetzigen Zeitpunkt aus”
Zum Glück kennt er die Regelungen und zeigt öffentlich seinen Sachverstand… =(

Auf der anderen Seite: “Publizistische Vielfalt wird zerstört, ohne zu wissen, ob es überhaupt zu relevanten Kosteneinsparungen kommen wird.”
Ja, was wären wir ohne 80 Krimiserien in der Woche? VIELLEICHT finden die Sender ja ein paar Einsparpotenziale, um sich auf ihre Kernkompetenz und kulturelle Nischen zu besinnen 😛

AlterHase
1 Jahr zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ja, die Krimiserien. An nahezu jedem Abend gibt in verschiedenen Sendern zwei verschiedene von “Tatort” und dann noch weitere Krimis dazu. Aber zu befürchten ist eben, dass andere Sendungen mit Niveau nicht billiger, sondern teurer wären. Am ehesten sparen könnte man wohl in den Glitzer-Show-Sendungen mit irgendwelchen Schlagersternchen, also das, was auch von manchen als “Unterschichfernsehen” bezeichnet wird. Fußballspiele sind auch recht teuer, damit wird der Profi-Fußball sozusagen vom Zwangs-Gebührenzahler subventoniert. Und diese Fußballspiele dauern dann manchmal 4 Stunden: eine Stunde vor dem Spiiel wird übertragen, wie es wohl ausgehen werde und wie die Stimmung bei den Zuschauern ist, dann kommen zwei Stunden Live-Übertragung, hinterher wird eine Stunde berichtet, wie es ausgegangen ist. Auch das ist das Gegenteil von Bildung und Kultur.

447
1 Jahr zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Würde (dicke Betonung, WÜRDE) sich der ÖRR doch wenigstens mal auf…
– Nachrichten
– Kultur
– echten Dokus (z.B. ohne das ständige framing, ging doch früher auch)
– Hintergründe, Interessen hinter/ von geschichtlichen Ereignissen/ Konflikte
– kulturell hochwertiges oder neues (ARTE-style)
– Erdkunde, Klima
– Geopolitik
beschränken!

Wäre es doch nur so, dass ich z.B. ARD, ZDF usw. einschalten würde (sofern ich überhaupt TV gucken würde) … und ich wüsste: Da läuft gerade Doku, Wissenschaft, etwas historisches, klassische Musik, Astrophysik…

Aber ne:
– mittlerweile unguckbar
– Senioren-Einschlafprogramm
– Krimis mit mittlerweile himmelschreiendem Framingcharakter, oft auch langweilig
– Musikantenstadl & Co.
– DLF: Unhörbar mittlerweile, jedes Thema wird auf “Klima”, “Veganismus”, “E-Autos”, “Migration” hingebogen. Als Trinkspiel tauglich, aber gefährlich. 🙂

Chatty, zur Hülf’ eile mir:
——————————
Budget ARD, ZDF & Co.:

“Wie hoch ist ungefähr das Gesamtbudget des gesamten “öffentlich rechtlichen Rundfunks” der Bundesrepublik Deutschland pro Jahr?”

–>
Das Gesamtbudget des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Deutschland liegt jährlich bei etwa ***8 Milliarden Euro.***
Diese Summe setzt sich hauptsächlich aus den Rundfunkbeiträgen zusammen, die Haushalte und Unternehmen zahlen. Der größte Anteil des Budgets fließt in die beiden größten öffentlich-rechtlichen Anstalten, die ARD und das ZDF, sowie in kleinere Rundfunkanstalten wie Deutschlandradio.

Budget ÖRR Frankreich ?

Das Gesamtbudget des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Frankreich beträgt jährlich etwa ***3 bis 3,5 Milliarden Euro.*** Dieses Budget verteilt sich auf mehrere Organisationen, insbesondere France Télévisions, Radio France, France Médias Monde (zuständig für internationale Sender wie France 24 und Radio France Internationale), sowie das öffentlich-rechtliche Kulturinstitut Arte (gemeinsam mit Deutschland betrieben).

Budget Österreich?

In Österreich beträgt das jährliche Gesamtbudget des öffentlich-rechtlichen Rundfunks (insbesondere der ORF, Österreichischer Rundfunk) etwa ***1 Milliarde Euro***…
———————
Joa, nech.

Irgendwie schaffen andere europäische Länder es scheinbar, mit DEUTLICH weniger Geld auszukommen.

Könnte das (also, nur vielleicht) etwas mit gewissen Versorgungs- und Parteigeschich….nein, NEIN!
Auf keinen Fall! 😀

Alese20
1 Jahr zuvor
Antwortet  447

Sie nennen als Positiv-Bsp. ausgerechnet Frankreich und Österreich, die beide seit Jahren ein Rechtsproblem haben??? Keine weiteren Fragen…

Rainer Zufall
1 Jahr zuvor
Antwortet  Alese20

Deutschland unter den jetzigen Umständen ja auch.
Aber das bloße Hochhalten von Zahlen sehe ich ebenfalls kritisch.

Naja, es gibt eben noch Luft nach unten: Scheitern ist immer Alternative für Deutschland 😉

Binchen
1 Jahr zuvor

Das halte ich endlich mal für eine gute Nachricht. Diese Streichungen sind dringend nötig, wir finanzieren als deutsche Steuerzahler mit unseren “Zwangsangaben” ein völlig aufgeblähtes System, bei dem die Hälfte ganz sicher als völlig unnötig sofort gestrichen werden könnte. Vom Inhalt vieler links- grün ideologisch gefärbten Sendungen gar nicht zu sprechen.
Auch das Kinderprogramm bekommen meine Kinder ganz sicher nicht zu sehen.

Gustav
1 Jahr zuvor
Antwortet  Redaktion

Dann lieber SuperRTL, fünf Minuten sinnlose Inhalte und 15 Minuten Werbung

Lera
1 Jahr zuvor
Antwortet  Binchen

Ist das Ironie?

Hysterican
1 Jahr zuvor
Antwortet  Lera

Nein, das ist Binchen…

Ulrika
1 Jahr zuvor
Antwortet  Binchen

Genau, das Geld sparen Sie sich und investieren einen weiteren Streamingdienst, in dem die Musks und andere mit ihrer Sicht auf die Welt die Abonnierenden zwangsbeglücken und dafür sorgen, dass nur gezeigt wird, was zur Rendite passt. Zum Glück gibt’s da keine rechts-braun ideologisch gefärbte Sendungen!

Rainer Zufall
1 Jahr zuvor
Antwortet  Ulrika

Hey! Die haben auch gute, alte Verschwörungstheorien/ Pseudowissenschaftliche Sendungen! 😉

AlterHase
1 Jahr zuvor
Antwortet  Binchen

Die Frage ist, wie das Verhältnis von Bildung (z.B. auch die Sendung mit der Maus) zu reiner Unterhaltung (Massen von Comic-Serien) ist. Zu befürchten ist, dass die Unterhaltung — wie auch beim regulären Programm — überwiegt, weil sie höhere Einschaltquoten bringt. Die Qualität einer Sendung wird so einfach mit der Einschaltquote gemessen. Nach diesem Kriterium ist vermutlich die Bildzeitung eine qualitativ gute Zeitung. 🙂
Und wie viele Quizsendungen braucht der Mensch?

Hysterican
1 Jahr zuvor
Antwortet  Redaktion

Jetzt mal hanz ehrlich:
Wie hoch ist der Unterhaltungswert von “Wer weiß denn sowas”, “Groß gehen klein”, “von Hirschhausens wunderbare Welt des BlaBlaBla” (hier das entsprechende Thema einsetzen) usw.

Mich unterhält das kein bisschen – es nervt- kolossal – und die anekdotische Evidenz sehe ich insofern nicht als gegeben an, weil … in meinem gesamten Bekannten- und Freundeskreis – ich sage mal so … ca 50 bis 70 Leute – bekommen alle ohne Ausnahme bei diesen Sendungen das kalte Kotzen.

Im höchsten Maße verzichtbar.

Adele Horn
1 Jahr zuvor
Antwortet  Hysterican

War hier auch so. Mittlerweile ist seit Jahren die Satellitenschüssel abgebaut, und über die Koaxialkabel leite ich das Internetsignal in alle Räume. (Ja,das geht. Die Übertragungsraten sind locker glasfasertauglich.) BBC, KBC etc. sind nämlich wesentlich lohnenswerter als sämtliche deutschen Sender zusammen.

Übrigens: Auf Disney+ findet man massenhaft Dokus des National Geographic. Auch Streamingdienste überholen qualitativ unseren ÖRR.

Rainer Zufall
1 Jahr zuvor
Antwortet  Hysterican

“Mich unterhält das kein bisschen – es nervt- kolossal”

Dies sind ja eben Kriterien der Quote. Die Öffentlichen haben Mittel und Pflicht für politische Bildung, Kultur und andere Inhalte, deren Wichtigkeit nicht immer durch Beliebtheit bestimmt wird.

TATSÄCHLICH bräuchte es tendenziell MEHR Sendungen, die Individuen für verzichtbar halten und im Rahmen der Öffis erhalten werden – für alles andere gibt es private Sender

Gelbe Tulpe
1 Jahr zuvor
Antwortet  Redaktion

Gibt es dazu ein Gesetz? Wenn ja, kann man das ja ändern.

Alese20
1 Jahr zuvor
Antwortet  Binchen

Wow, links-grün ideologisch gefärbt? Wo sehe Sie das denn? Ich kann das nicht erkennen. Und 10 likes. Unfassbar. Oder geht es um die Gebühren? Ich glaube nicht, dass sich LuL die nicht leisten können!

Öffentlich-rechtliche Medien sind wichtig! Nur AFDler wollen die streichen – warum wohl? Und warum Söder? …, der übrigens eher mal gekürzt gehört 😉

Dejott
1 Jahr zuvor
Antwortet  Binchen

AFD Dullie?

Hysterican
1 Jahr zuvor
Antwortet  Dejott

….mit deutlicher Tendenz zu den Reichsbürgern.
Einfach mal die Posts abgleichen.

DerechteNorden
1 Jahr zuvor
Antwortet  Binchen

Ah, ein AfD-Beitrag, Binchen. Das fehlte uns hier ja gerade noch. Und Ihre Freunde zum Upvoten haben Sie auch gleich mitgebracht.

Walter Hasenbrot
1 Jahr zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Die haben auch Bots dafür.

Walter Hasenbrot
1 Jahr zuvor
Antwortet  Binchen

Demokratiefeinde bevorzugen die Farbe braun. Meinungsvielfalt verachten sie, sodass sie nicht einmal in Kontakt mit widersprechenden Meinungen kommen wollen.

Walter Hasenbrot
1 Jahr zuvor
Antwortet  Binchen

Ich muss mich korrigieren: Neuerdings bevorzugen Demokratiefeinde die Farbe Blau.

Mary-Ellen
1 Jahr zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot
AvL
1 Jahr zuvor
Antwortet  Binchen

Die öffentlich rechtlichen von ARD, ZDF und Deutschlandfunk erfüllen, von einem Gremium aus allen gesellschaftlichen Gruppen kontrolliert, ihre Aufgaben der unabhängigen Berichterstattung, der Unterhaltung sowie der Vermittlung von Kultur. https://www.bundestag.de/resource/blob/413498/92201be5f6247fa765494b7f7e415b4f/WD-10-012-08-pdf.pdf,
https://www.bpb.de/themen/medien-journalismus/medienpolitik/500707/oeffentlich-rechtlicher-rundfunk/

Hans Malz
1 Jahr zuvor
Antwortet  AvL

“In der öffentlichen Debatte wird der Auftrag zur Grundversorgung als solcher kaum in Frage gestellt. Des Öfteren besteht aber Uneinigkeit darüber, wie weitreichend er ist, wie er im Detail lautet und wie er konkret in der Fernsehpraxis umgesetzt werden soll. Dies lässt sich weder exakt definieren noch gesetzlich bestimmen.”

Ja, wo endet das? Im 20 Ableger der Soko Buxtehude? Bei Sportveranstaltungen, wo Fantasiepreise aufgerufen werden? Bei “Aua, meine Eier”? Bei Dokus, die fast genauso schon woanders liefen? Bei Reportagen in den Dritten, die alle die gleichen Beiträge zeigen (nur zeitversetzt)?

Man kann da schon Geld sparen und auch Sender wegfallen lassen, ohne geringere Qualität.

Rainer Zufall
1 Jahr zuvor
Antwortet  Binchen

Aber nein, die Erhöhung der Rundfunkgebühren ist beschlossen und wird auch von den Ländern abgesegnet.

Besorgniserregend finde ich dagegen, wenn die Politik sich hier einzumischen und Anpassungsdruck auszuüben versucht.
Die eigene Rolle in diesem “komischen” (unabhängigen) System kennt Söder genau, offenbar denkt er über seine Wählerschaft geringeres…

Aber voll sinnvoll, in Zeiten von X und politisch kontrolliertem Staatsfunk im Ausland die eigenen Medien zu untergraben. Anders als X berichten die noch nichtmal über Söders Mittagessen! 😉

potschemutschka
1 Jahr zuvor

“Die Anstalten können zum Bundesverfassungsgericht gehen“, so Söder. Sie müssten sich allerdings auch fragen, welche Auswirkungen das auf ihre bereits geschwächte Legitimation habe, „wenn hier an den zuständigen Landtagen vorbei gehandelt wird“.”
Das verstehe ich irgendwie nicht! Die Landtage handeln also evtl. am Bundesverfassungsgericht vorbei, den “Schwarzen Peter” bekommen dann aber die Anstalten? Oder verstehe ich da den Sinn von Söders Aussage irgendwie falsch?

Ulrika
1 Jahr zuvor
Antwortet  potschemutschka

Soll dann auch die Hofberichterstattung des BR auf die Prüfliste kommen?

potschemutschka
1 Jahr zuvor
Antwortet  Ulrika

Warum nicht? 🙂

Hysterican
1 Jahr zuvor
Antwortet  Ulrika

Neiiiiinn, natürlich nicht!

Hans Malz
1 Jahr zuvor
Antwortet  Ulrika

Ja, “Quer” zum Beispiel.

Hans Malz
1 Jahr zuvor

Also ich schaue viel die Spartensender der Öffentlich-Rechtlichen und muss leider feststellen, dass es einfach zu viele Wiederholungen gibt. Von daher wäre es wahrscheinlich möglich Sender zusammenzulegen. Neue Dokumentationen (TerraX) sind leider fast alle Kooperationen mit der BBC und liefen schon oft auf NTV oder Welt. Ich vermisse die Qualität der alten Sendungen.

Dafür werde ich auf den Kanälen zugeballert mit “Rote Rosen”, “Mordkomission Istanbul” oder “WaPo Bodensee”. Da kann man sicher auf vieles verzichten, ohne an der Qualität zu sparen. Genau so sieht es bei den sogenannten “Regionalsendern” aus. Beiträge werden munter getauscht und verschnitten. Man hat das Gefühl, dass man alles zigmal sieht. Dafür gibt es Mediatheken (eine große würde reichen), in der man bestimmte Beiträge nicht findet. Mich interessiert es aber auch nicht, ob das jetzt vom BR oder ZDF kommt, mein Beitrag wird ja auch für alles zusammen eingezogen. Dazu macht jeder Sender seine abendliche Laberrunde.

Von den Radiosendern mal ganz zu schweigen….

Vielleicht wäre es wirklich mal ganz gut, wenn mal klargestellt würde, was eigentlich der Auftrag ist und was alles dazugehört. Da gibt es mit Sicherheit Einsparpotential. Oder zumindest könnte das Geld für ein höherwertiges Programm ausgegeben werden.

Und natürlich ist der Söder ein Blender und Populist, aber im Grundsatz könnte man die Idee mal diskutieren.

Sepp
1 Jahr zuvor

Selbst ich als “mittel-alter” (ohne “-lich”!) Mann schaue gar kein Fernsehen mehr. Aus meinem Bekanntenkreis kann ich sagen, dass es den meisten Leuten in meiner Altersklasse in Zeiten von Amazon, Netflix und Co. ähnlich geht.

Ich sehe mir aber durchaus mal bewusst online aus der Mediathek Dokus an, gehe auf tagesschau.de, höre mir vom Deutschlandfunk die Podcasts an usw.

Vielleicht irre ich mich da, aber für Kinder und Jugendliche scheint klassisches Fernsehen keine Rolle mehr zu spielen. Und Sender wie Phoenix oder Arte werden sie vermutlich gar nicht mehr kennen. Insofern ist es doch eigentlich nur konsequent und logisch, dass sich der öffentliche Fundfunkt weiterentwickelt, die klassischen Sender reduziert werden und stattdessen auch mehr auf Online-Angebote gesetzt wird.

Einsparungen bei den Angeboten für Kinder und Jugendliche stehen wir angesichts der aktuellen politischen Entwicklungen kritisch gegenüber. Insbesondere hier besteht die Möglichkeit, Themen der Demokratieerziehung zielgruppengerecht aufgearbeitet zur Verfügung zu stellen. Anstatt hier den Rotstift anzusetzen, braucht es mehr Initiative, um junge Menschen noch besser erreichen und auf ihre Bedarfe eingehen zu können.“

Gerade der letzte Satz ist doch wichtig:
Wenn die heutigen Fernsehangebote von Kindern und Jugendlichen so nicht mehr angenommen werden, bringt es auch nicht viel, sie so weiter anzubieten. Dann müssen sie eben besser auf junge Menschen angepasst werden. Und dazu kann man sicher auch einzelne Fernseh-Sender zusammenlegen und stattdessen mehr auf gutes Online-Angebote setzen.

Adele Horn
1 Jahr zuvor
Antwortet  Sepp

So ist es.
Anekdotisch, aber immerhin: Meine beiden haben bis zum Alter von ca. 12 Jahren die Sendung mit der Maus geschaut, sich für den Rest allerdings null interessiert. Und haben dann den Fernseher plötzlich nicht mal mehr mit dem Boppes angeschaut. Meine Tochter hat in ihrer Wohnung nicht mal mehr einen Platz für ein TV-Gerät vorgesehen.

Realist
1 Jahr zuvor

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk leidet unter demselben Problem wie VW:

Völlig überhöhte Gehälter und Pensionen für die geforderte Qualifikation und geleistete Arbeit:

  • ÖR bis zu 95% des letzten Nettogehaltes als Pension
  • VW: 6000 Euro netto für einen Job mit Ausbildung in der Produktion, das ganze 14 mal im Monat + Gewinnbeteiligung

Ach ja, @Stromdoktor: Wir war das noch mit VW und dem Ruf nach staatlichen Subventionen? Sind wir doch voll dabei und die Ministerpräsidenten sind nur allzu willig, siehe Pressebericht.

Und zum ÖR: Die nächste Beitragserhöhung kommt bestimmt, wahrscheinlich wegen der Kosten der “Reformen”…

Gelbe Tulpe
1 Jahr zuvor

Das ganze Unterhaltugsfernsehen hält ja viele davon ab, sich politisch zu informieren. Das muss also nicht von den Bürgern finanziert werden. Eine Beschränkung des ÖR auf Politik, Geschichte, Kultur und Wissenschaft würde dann auch nur noch ein Bruchteil kosten.

Adele Horn
1 Jahr zuvor
Antwortet  Gelbe Tulpe

Der Unterhaltungsauftrag könnte m. E. tatsächlich komplett gestrichen werden. Der stammt noch aus der Zeit, als das Internet der Wissenschaft und dem Militär vorbehalten bzw. noch gar nicht vorhanden war.

447
1 Jahr zuvor
Antwortet  Gelbe Tulpe

…und würde mich dazu bringen, den TV überhaupt wieder zu nutzen.
Statt als Display für andere Geräte/Services.

Realistin
1 Jahr zuvor

Die haben zumindest bessere Arbeitsbedingungen als Lehrkräfte, flexible Arbeitszeiten, Gleitzeit, gute Vergütungen bis hin zu Spitzenpositionen und sind tageweise immer wieder im Homeoffice. Der Zeitausgleich ist auch spitze und anders als woanders, denn während andere 5 Tage die Woche Frühschicht haben, gibt es dort dann 2 Tage pro Monat zusätzlich frei 🙂 🙂
Die Inflaprämie haben sie auch 2 Jahre erhalten als ihr Lehrkräfte und! voll auf einmal. und nicht wie ihr, mal Hunni, mal Hunni da 😉

Hysterican
1 Jahr zuvor
Antwortet  Realistin

Du hast bei den Sendern deine Dazerforderung – die 4-Tage-Woche vergessen … könnte heißen, dass man an drei Tagen der Woche endlich mal Ruhe vor dem ganzen Gesülze und – zumindest, was die Radiosender anbelangt – völlig unerträgliche Musikbeschallung hat. 🙂

Realistin
1 Jahr zuvor
Antwortet  Hysterican

Da hast du völlig recht, Hysterican! 🙂 Wir brauchen die 4-Tage Woche.
Viele von euch haben viel Stress und brauchen mehr Wohlbefinden.
Im Winter ist auch die Ansteckung ein großes Thema!

Tamina
1 Jahr zuvor
Antwortet  Realistin

Wenn die im homeoffice sitzen und nur noch 2-3 Tage in ihr Rundfunkbürofahren, sollten Lehrer auch von ihren 41 Stunden pro Woche runter.
In Sachsen bereitet man hybride Modelle vor, die auch von zuhause klappen!

Dejott
1 Jahr zuvor

AFD wirkt. Wann wollen wir eigentlich endlich aus den Wahlergebnissen lernen?

Walter Hasenbrot
1 Jahr zuvor
Antwortet  Dejott

Sorry, aber Anhänger von rechtsextremen Parteien, sind als Lehrkräfte ungeeignet.

GBS-Mensch
1 Jahr zuvor

Was bei der GEZ gerne nicht gesehen wird, ist dass damit nicht nur ARD und ZDF sondern auch zig Radiosender und daran angeschlossen auch diverse Rundfunkorchester finanziert werden.

Zudem gehören auch Programme wie Phoenix, 3Sat, Arte, Kika, Deutschlandfunk etc. dazu, die ja gerne als Flaggschiffe des Bildungsrundfunks gelten.

unverzagte
1 Jahr zuvor

Aktuell läuft diese Petition zum Erhalt von 3Sat, darf gern weitergeleitet werden.

https://www.openpetition.de/petition/online/erhalt-von-3sat

Rüdiger Vehrenkamp
1 Jahr zuvor

Wir haben in Deutschland den teuersten öffentlich-rechtlichen Rundfunk weltweit. Die Rundfunkanstalten bekommen bereits jetzt an die 10 Milliarden Euro jedes Jahr und einige Landessender wirken inzwischen wie Selbstbedienungsläden (man denke an die Skandale beim RBB vor einigen Jahren). Ob Intendanten wie Tom Burrow beim WDR oder Kai Gniffke beim SWR wirklich mehrere hunderttausend Euro im Jahr verdienen müssen, halte ich für fraglich.

Eine Verschlankung ist also dringend geboten und längst überfällig. Nur sollte man bitte am richtigen Ende sparen. Der komplette Unterhaltungssektor wird durch private Anbieter doch wunderbar abgedeckt. Man sollte also nicht ständig den Verlust unabhängiger Berichterstattung als Todschlagargument hervorbringen, um vom Gebührenzahler noch mehr Geld abschöpfen zu können. Noch einmal: 10 Millarden Euro im Jahr sind wirklich reichlich genug, um ein adäquates Programm liefern zu können, OHNE im Bildungs- und Nachrichtenbereich Kürzungen vornehmen zu müssen. Man darf das Geld halt nicht ohne Sinn und Verstand verpulvern und sich dann beschweren, es reiche nicht.

Gelbe Tulpe
1 Jahr zuvor

Ordnungspolitisch ist es eh unsinnig, wenn der Staat im Bereich Unterhaltung den Privaten Konkurrenz macht, das schwächt nämlich die Wirtschaft. Zumal wir ja auch keine staatlichen Gummibärchenhersteller haben.

Karl Heinz
1 Jahr zuvor

heikles Thema, dass mal sehr detailliert und differenziert aufgearbeitet werden sollte:

ein wesentlicher Teil der aktuellen “Schieflage” ist durchaus hausgemacht:

  • diverse Skandale um Gehälter speziell beim RBB
  • oft kritisierte Fehler beim “Faktenfinder”
  • Kommentare und Meinungsvorgabe statt nüchterner Berichterstattung
  • sinnlos-Programm statt “Bildung”

und diverse weiter Kritiken lassen schon sehr berichtig die Frage stellen, WOFÜR eigentlich mehr Geld gebraucht werde.

Mal als Vergleich:
ORF in Österreich mit 1 Mrd Budget
SRG (Schweiz) Budget von 1,5 Mrd Franken
BBC mit 5 Mrd Budget.
die ARD alleine hat 9 Mrd Budget…

dann aber auf die Idee zu kommen, 3sat schließen zu wollen – den einzigen brauchbaren Sender – das lässt auch tief tief blicken.
Dass die Bundesregierung mithilfe externer Anwälte gegen regierungskritische Berichterstattung vorgehe, sei ein „neues Phänomen“, an dem großes öffentliches Interesse bestehe, stellten die Richter fest.”

Da wird auch die Petition wenig nutzen.

Wer höhlt hier gleich nochmal die Demokratie aus?

uesdW
1 Jahr zuvor
Antwortet  Karl Heinz

Relativieren wir doch mal den Vergleich.
Österreich so groß wie Bayern (gebe Thürignen dazu)
SRG so groß wie BadenWürttenberg ( gebe das Saarland noch dazu)
BBC vergleichen wir mal mit RheinlandPfalz und NRW (gebenxwir Beriln noch dazu)
dann bleiben für die restlichen Bumdelsländer noch 1,5 Mrd übrig.

Also ist das doch nahe zu gleicherwertig.

In jedem Fall sollte man hier mal überlegen, wie es weitergeht. Es ist schwierig, dieses Konstrukt zu verschlanken. Vieleicht sollten sie überlegen, sich auf ihren Auftrag zurückzubesinnen.
Meine Gefühl ist z.B. dass sich Sendungen wie Tagesschau und heute immer mehr vom Niveau den privaten Anpassen. Muss das sein?
Und wieso brauch ich in einer Nachrichtensendung 3 Leute, die News, Sport und das Wetter vorstellen.

Karl Heinz
1 Jahr zuvor
Antwortet  uesdW

die Relativierung funktioniert aber nicht
auch die Ösis und Schweitzer müssen Lizenzen kaufen, Personal und Technik bezahlen.

Ich produziere so oder so eine Sendung.
Ob ich die dann für 5 Millionen oder 50 Millionen Zuschauer broadcaste, sollte sich m.E. bestenfalls an den potentiellen Werbeeinnahmen bemerkbar machen…

Rüdiger Vehrenkamp
1 Jahr zuvor
Antwortet  uesdW

Deutschland hat den teuersten öffentlich-rechtlichen Rundfunk weltweit. Die horrenden Kosten dafür liegen mitunter an großzügigen Alimentierungen der Chefetagen und weiterer Mitarbeiter sowie Rücklangen für Alterspensionen und Renten.

Im Laufe der Jahre hat sich weiterhin ein viel zu großer Ballon um alle möglichen Angebote aufgeblasen. Es wird im Sinne aller Gebührenzahler wirklich Zeit, dass diese Luft herausgelassen wird.

unverzagte
1 Jahr zuvor
Antwortet  Karl Heinz

Auch wenig bleibt mehr als nichts.

unverzagte
1 Jahr zuvor
Antwortet  Karl Heinz

@Karl Heinz, zum erfolgreichen Nutzen von Petitionen:

Auf der Ministerpräsidentenkonferenz in Leipzig wurde der Gesetzesentwurf zum Reformstaatsvertrag soweit verändert, dass 3sat auch weiterhin bestehen bleibt.
 
Wörtlich hat der rheinland-pfälzische Ministerpräsident und Vorsitzende der Rundfunkkommission der Länder Alexander Schweitzer am letzten Freitag in der Abschlusspressekonferenz in Leipzig folgendes gesagt: Wir haben nicht die Fusion von 3sat und Arte beschlossen!”
 
Dass die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten die ursprünglich geplante folgenschwere Überführung von 3sat in Arte überdacht haben, zeigt, wie kraftvoll der gemeinsame Einsatz in Form von Petitionen sein kann.

Spirale
1 Jahr zuvor

“Damit fallen künftig gute Dokumentationen, Kulturbeiträge und regelmäßige Nachrichten weg oder werden stark zusammengestrichen.”

Und das sagt wer?

Kurzum: Kein Mensch braucht beispielsweise 3Sat wegen der 3 oder 4 Kultursendungen, did nur dort laufen. 3Sat wiederholt ansonsten nur linear das, was woanders lief. Das betrifft auch andere Spartenkanäle, die nicht zwingend eine eigene Frequenz brauchen.

Wichtig ist, dass z.B. für die wenigen Kultursedungen ein neuer Platz gefunden wird. Ich sehe da bei der ARD und ZDF haufenweise Rentnerbespaßung die wegkann oder auch den Verzicht auf Werbung.

Die Länder können übrigens gar nicht gegen eine Erhöhung stimmen bzw. ihre Unterschrift verweigern. Keine Ahnung, woher dieses Märchen kommt und noch weniger, dass sowas impliziert in den “Medien” steht.

Ich finde z.B. auch, dass die Medienanstalten mal gegen diesen Blödsinn der eingeschränkten Verfügbarkeit von Inhalten klagen sollten, die Ihnen vom Print mehr oder minder diktiert wurde.

Darüber sollte sich der VBE aufregen. Das nun aber angeblich irgendetwas wegfällt zeugt einfach nur, dass der VBE die Diskussion nicht richtig versteht. Wie viele Andere im übrigen auch.

Aus meiner sicht ist es genau richtig, das nun über Sender und Dopplungen, diskutiert wird, da die Zielgruppe der U60 nicht richtig erreicht wird und die Zielgruppe Ü60 zwar wächst, aber das auch nicht mehr lange nur noch Nettozuwächse sein werden. 😉

Alex
1 Jahr zuvor
Antwortet  Spirale

Die Länder können übrigens gar nicht gegen eine Erhöhung stimmen bzw. ihre Unterschrift verweigern.“ Können sie anscheinend schon: https://www.bild.de/politik/inland/mega-reform-von-ard-und-zdf-gez-erhoehung-faellt-aus-671a30251eb02276e253242c

Rüdiger Vehrenkamp
1 Jahr zuvor
Antwortet  Alex

Was für einen Sinn macht auch eine parlamentarische Auseinandersetzung mit dem Rundfunkbeitrag, wenn man nicht gegen eine Erhöhung sein darf? Dann kann man sich das ganze Prozedere doch sparen. Das habe ich bereits bei der letzten Beitragserhöhung nicht verstanden. Überhaupt finde ich die Befugnisse der Rundfunkgebührenzentrale (früher GEZ) zu weitgehend. Dies muss die einzige Behörde sein, bei der Datenschutz wirklich egal ist.

Ragnar Danneskjoeld
1 Jahr zuvor

In meiner Jugend gab es zweieinhalb empfangbare Kanäle (ARD, ZDF und den Vorläufer des SWR, allerdings auch nicht den ganzen Tag). Ich habe nicht den Eindruck, dass der ÖRR seinem Unterhaltungs- und Bildungsauftrag in jenen Tagen weniger nachgekommen wäre. Als die Bundesliga in den Neunzigern bei SAT 1 lief (“ran”), ging das Abendland auch nicht unter. Und in einem Land mit nahezu hundert klassischen Orchestern kann es auch kein Tabu sein, mal über die Abschaffung einiger Radiosinfonieorchester zu debattieren. Eine Fusion von 3sat und Arte wäre auch kein Beinbruch.