
Sachsens Kultusminister Conrad Clemens hält eine Ausweitung des Handyverbots an weiterführenden Schulen für denkbar. «Ich persönlich kann mir ein Handyverbot bis zur achten Klasse vorstellen», sagte der CDU-Politiker im Interview mit dem MDR.
Er verwies auf erhebliche Effekte im Zusammenhang mit privatem Smartphone-Gebrauch von jungen Menschen wie etwa Konzentrationsschwächen. An Schulen solle es weniger private Handys und mehr Medienkompetenz geben, so Clemens.
Fachtag und Verbot an Grundschulen
Die Frage nach der Rolle von Smartphones in weiterführenden Schulen diskutiert der Minister im Tagesverlauf bei einem Fachtag zu Medienpädagogik in Dresden etwa mit Fachleuten aus Wissenschaft, Lehrerinnen und Lehrern.
Ab Februar greift in Sachsen ein Handyverbot an Grundschulen. An vielen Grundschulen habe es ein solches Verbot aber ohnehin bereits gegeben, so Clemens im MDR. News4teachers
Smartphone-Regeln: „So wie es früher Raucherecken gab, könnte es Handyzonen geben“









Eigentlich braucht es ja Kinderhandys, mit denen man nur telefonieren kann, für Notfälle.
Frage mich ja echt wann ein Hersteller diese Marktlücke erkennt
Kinderhandys = NOKIA 3310 = ca. 50,-€
Was genau beinhaltet das Handyverbot? Man darf es nicht mitbringen oder man darf es nicht benutzen? Wo die Grundschule bis Klasse 4 geht, ok, da braucht man es auch nicht zu benutzen. Wo sie länger geht, ist das Handy durchaus im Unterricht sinnvoll, z.B. für Recherchen, was man früher im Lexikon oder Duden gemacht hat.
Was ist mit den Tablets?
Richtiger Ansatz. Ein CDU-Kultusminister war für mich als Sachse der einzige Grund diese Partei zu wählen. Nicht, weil sie besonders tolle Ideen hätte, sondern damit unser Schulsystem hoffentlich so lange auf Kurs bleibt, bis meine Kinder raus sind.
Danach können die linken Parteien gerne die Lehrer zu Lerncoaches machen, die Hausaufgaben und Zensuren abschaffen und die Gemeinschaftsschule mit fächerverbindendem Unterricht und Abiturgarantie für alle einführen.
Weil das in Sachsen ja ein so realistisches Szenario ist…
Schön ablenken von den echten Problemen.
Als ob er da irgendwas entscheiden könnte.
Der nächste Kultusminister denkt über ein Handyverbot nach! Ernsthaft?!
Ist das Thema aus der Mottenkiste denn immer noch nicht in allen Bundesländern durch? Was kommt als nächstes? Genderverbot? Bundesjugendspiele? Fehlerquotient? Leistungsprinzip? Schriftliche Division? Faule-Säcke-Debatte?
Grundsätzlich hat eine Schule mit einer Hausordnung schon Mittel an der Hand, die Handynutzung zu verbieten oder auf bestimmte Situationen oder Räume zu beschränken. Nur: Das muss man auch durchziehen.
An der Schule meiner Kinder gibt es einen Medienvertrag, in dem die Nutzung der Handys und der vom Landkreis zur Verfügung gestellten Tablets für jeden Schüler geregelt ist. Da steht drin, dass bei Zuwiderhandeln (Handy rausgeholt, benutzt, im Unterricht mit Tablett gespielt) eingezogen werden kann. Theoretisch müssten dann die Eltern am Nachmittag das Handy im Sekretariat abholen. Der Alltag sieht aber so aus: die Lehrer schauen über die Handynutzung und das Onlinespiel spielen im Unterricht mit dem Schultablett oder gar das Porno schauen hinweg. Weil: wenn man es ahndet, dann hat man Arbeit. Und das hat mir die Direktorin auch so bestätigt. Ich solle mich doch in die Lage versetzen, was sie jeden Nachmittag auszuhalten hätte, wenn sie die Handys oder die Tablets einziehen würde. Wie viele Eltern dann bei ihr im Büro stehen und sich mit ihr streiten, weil man das Handy des Kindes eingezogen habe.
Was macht dann ein generelles Handyverbot besser? Das muss doch auch kontrolliert und sanktioniert werden.
Wir sollten auch mal ganz ehrlich sein: das Smartphone ist gekommen, um zu bleiben. Es ist auch ein nützlicher Begleiter. Und gleichzeitig ein Gerät, das gerade junge Menschen ablenkt. Aber ich halte nichts von einem Pauschalverbot in weiterführenden Schulen. An Grundschulen sehe ich es so: Kinder in diesem Alter sollten überhaupt kein Gerät bekommen. Weil es für ihre Entwicklung schädlich ist. Jugendliche in der weiterführenden Schule müssen lernen, damit umzugehen. Und damit meine ich nicht. Medienkompetenz, welche Seiten darf ich aufrufen und auf was achte ich, damit mich keiner im Internet belästigt. Sondern auch, in welchen Situationen es sozial angemessen ist, das Handy zu benutzen und wann man es in der Tasche zu lassen hat.
Und damit stelle ich das Handy auch in eine Reihe mit vielen anderen Störungen im Unterricht. Es gibt Verhalten, das hat man zu unterlassen. Und gleichzeitig gibt es auch Verhalten, das hat man als Lehrkraft anzusprechen und auch zu sanktionieren. Weil irgendwie müssen es die Jugendlichen doch lernen, Wenn ihre Eltern doch auch die ganze Zeit an dem Gerät hängen und Daddeln und für ihre Kinder keine Zeit mehr haben. Sie schauen sich das doch bei uns ab (damit meine ich jetzt nicht unbedingt die Mitleser) ab, wie wir selbst im Gespräch mit anderen Menschen, ständig das Handy zücken, es auf der Arbeit aus der Tasche ziehen (Das machen auch sehr gerne Menschen in Meetings) oder dass wir in jeder Situation im Wartezimmer direkt das Ding aus der Tasche ziehen. Nur uns sanktioniert keiner mehr.
Denken hat noch nie geschadet.