
Die Förderschulen für lernschwache Kinder könnte es länger geben als von der rot-roten Landesregierung ursprünglich geplant. Das Bildungsministerium hat Medienberichte nicht dementiert, wonach die Abschaffung von 2030 auf 2035 verschoben werden soll. «Der Landesregierung ist daran gelegen, die Inklusion organisatorisch und zeitlich neu zu strukturieren und den sich geänderten Bedingungen anzupassen», teilte eine Sprecherin von Bildungsministerin Simone Oldenburg (Linke) mit. «Darüber befindet sich die Landesregierung im Austausch.» Genauer wurde die Sprecherin auch auf Nachfrage nicht.
Kritik von Lehrkräften und Eltern
An der geplanten Schließung der Förderschulen mit dem Schwerpunkt Lernen gibt es seit Jahren Kritik von Lehrern und Eltern. Das Ziel der Aktion, die Förderschulen zu schließen und die Kinder in Regelschulen zu integrieren, ist eine bessere Inklusion. Jedoch fühlen sich viele Lehrkräfte in der Realität überfordert und so manche Eltern wünschen sich einen geschützten Ort für ihr Kind, in dem es eine ruhige Umgebung, speziell ausgebildete Lehrkräfte und kleine Lerngruppen hat.
Die Gewerkschaften Erziehung und Wissenschaft (GEW) und Verband Bildung und Erziehung (VBE) kritisieren, dass die Voraussetzungen für die Inklusion an den Regelschulen bisher nicht in ausreichendem Maß geschaffen worden sind. «Davon sind wir weit entfernt», erklärte der VBE-Landesvorsitzende Michael Blanck. Diese Voraussetzungen zu schaffen, sei Aufgabe der Politik – «und nicht irgendwelche Festlegungen im Zeichen von Wahlterminen.»
Plan für Aufbau des nötigen Personals gefordert
Die GEW teilte mit: «Die Verlängerung des Bestandes von Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt “Lernen” über das Jahr 2030 hinaus darf aus unserer Sicht nur mit einer klaren und endlich verbindlich geregelten Ausstiegsperspektive vorgenommen werden.» Schüler, Eltern und Lehrkräfte brauchten Sicherheit. «Der dafür notwendige Plan muss bis spätestens zum Sommer vorliegen.»
Auch die Grünen forderten einen Plan, der genau festlegt, wie Personal, Qualifizierung und Infrastruktur Schritt für Schritt ausgebaut werden sollen. «Damit 2035 endlich an allen Schulen inklusiver Unterricht möglich ist.»
CDU: Landtagswahl wird Plebiszit über Förderschulen
Die CDU versuchte, das Thema per Dringlichkeitsantrag auf die Tagesordnung der Landtagssitzung zu setzen, fand dafür aber keine Mehrheit. «Was wir derzeit erleben, ist kein Konzept, sondern ein Aufschub auf Zeit», erklärte der Fraktionsvorsitzende Daniel Peters. Das schaffe keine Sicherheit. «Wenn man Förderschulen wirklich wertschätzt, dann muss man sie dauerhaft absichern und nicht nur auf Zeit dulden.» Nach Auffassung von Peters wird die Landtagswahl im Herbst zu einem «Plebiszit über die Zukunft der Förderschulen».
Der FDP-Landespolitiker Brian Kipke sagte, die Schließungspläne von Rot-Rot würden die Realität an den Schulen in MV verkennen. «Regionale Schulen sind bereits heute personell stark belastet.» Die notwendigen sonderpädagogischen Ressourcen stünden flächendeckend nicht zur Verfügung.
Deutschland hat die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen (UN) 2009 ratifiziert – und sich damit verpflichtet, «ein integratives Schulsystem auf allen Ebenen» zu schaffen. Weil dies seitdem nicht erfolgt ist (und weder Bund noch die meisten Bundesländer Anstalten unternehmen, Pläne zur Umsetzung zu entwickeln), wird Deutschland auch auf internationaler Ebene seit Jahren ermahnt.
Der UN-Fachausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen stellte vor gut zwei Jahren fest: «Der Ausschuss ist besorgt über die mangelnde vollständige Umsetzung inklusiver Bildung im gesamten Bildungssystem, die Verbreitung von Sonderschulen und -klassen sowie die verschiedenen Hindernisse, denen Kinder mit Behinderungen und ihre Familien (…) an Regelschulen gegenüberstehen.» News4teachers / mit Material der dpa









Inklusive Beschulung an Regelschulen funktioniert einfach nicht. Es ist eine Aufgabe on top auf dem Nacken der Regelschullehrkräfte. Es gibt zwar Förderschullehrkräfte, aber die kommen ja nur für ein paar Stunden und sind natürlich nur beratend tätig. HAHA.
Wir haben mittlerweile komplette Inklusionsklassen, weil es personell nicht mehr zu stemmen ist. Hat zwar nichts mit Inklusion zu tun, aber anders ist es nicht mehr zu bewältigen. Quasi ein weiterer Zweig in der kooperativen Gesamtschule.
Alle sind glücklich.
Eltern, die denken: „Hauptsache mein Kind ist nicht in der Förderschule“, BFZ, welches sich meiner Meinung nach komplett selbst verarscht und die Schulen selbst, die eben Ressourcen einsparen können.
Jahr ein Jahr aus erhalten wir nicht die Stundenzuweisung, die uns zusteht. Schon die reguläre Zuweisung ist viel zu wenig, aber nicht mal diese Stunden sind mit Personal besetzt.
Bei Nachfrage: „Es gibt niemanden! Sollen wir einen backen?!!!“
Bleibt wieder alles beim Regelschullehrer hängen.
Und die Kolleginnen und Kollegen, die von BFZ geschickt werden, sind alles andere als professionelle Lehrkräfte. Meistens sind es Studenten (teilweise 1. Semester) eines völlig anderen Lehramtes oder komplett fachfremd.
Hier wird den Kindern und den Kolleginnen und Kollegen in der Schule großes Unrecht angetan.
Inklusion „Ja“, aber bitte mit dazugehöriger Ausstattung und Personal.
“Dazugehörige Ausstattung und Personal” können falsche Annahmen und Konzepte niemals zu einem echten Erfolg führen. Irrige Vorstellungen, seien sie auch noch so wünschenswert begründet, müssen nicht nur scheitern, sondern fordern auch einen gigantischen Aufwand, der nicht zu leisten ist.
Und das nur, um die Nebenwirkungen der Inklusion für alle Beteiligten erträglicher zu machen. Erfolg sieht nämlich anders aus und wurde vor Einführung der Inklusion auch ganz anders beschrieben. Demzufolge war die Inklusion ein Selbstläufer – ohne nennswerte Schwierigkeiten und Mehraufwand.
Mit der Forderung nach “dazugehöriger Ausstattung und Personal” kann man vieles bejahen und gutheißen – vor allem dann, wenn es als einzig menschlich und moralisch dargestellt wird. Ob solche zustimmungspflichtigen Behauptungen aber stimmen, kann immer nur die Realität beweisen.
Das Aus für die Förderschulen ist leider nur ein großes Sparprogramm auf dem Rücken der Kinder, die besondere Bedürfnisse haben.
Man schließt die sehr gut ausgestatteten Einrichtungen und meint, in den überlasteten “Normalschulen” könnten diese Kinder einfach so mitlaufen, ohne dass dort Knowhow, Ressourcen und Kompetenzen ausgebaut werden. So erlebe ich die INKLUSION in den Regelschulen.
Keine Senkung des Klassenteilers,
Keine Doppelbesetzung bei den Lehrkräften, Kein Geld für Therapeuten, nich nicht mal fpr Schulbegleitung.
Eben ein Sparmodell, Schade.
Da dann ab auf die Straße und bessere Inklusion fordern, statt den Aufschub des gesetzlichen Anspruchs auf Teilhabe von Kindern! Daumendrück!
Was weiß die Wissenschaft eigentlich darüber, wie sich die Inklusionskinder an Regelschulen subjektiv fühlen? Dieser Punkt wird gern ausgeblendet, aber es gibt doch nun mal Effekte derart, dass wohl niemand gern der Schwächste in einer Gruppe oder (beim Sport) in einer Mannschaft sein möchte.
Also nie mehr Gruppen, alle einzeln unterrichten 😛
https://www.news4teachers.de/2026/01/afd-will-grundgesetz-aendern-um-schulpflicht-faktisch-abzuschaffen-antrag-abgelehnt/
Berechtigte Kritik der Lehrer! Dann bitte erst Noten abschaffen und Lehrpläne gleich mit. Wenn man von 20 Kindern 7 hat, die eigentlich viel besser und individueller an einer Förderschule lernen könnten, ist Inklusion nicht mehr möglich. Es gibt nicht genügend Förderpädagogen, die an Grund und Realschulen eine gezielte Förderung abzudecken. Das Beantragen von Inklusionshelfern ist ein Akt ,erfordert eine gute Zusammenarbeit mit den Eltern (welche häufig nicht gegeben ist) und wird sehr oft abgelehnt. Es ist von vorn bis hinten nicht durchdacht. Um eine gelungene Inklusion zu gewährleisten, müssen viele Voraussetzungen stimmen. Angefangen mit einem durchgängigen Teamteaching und guter Ausstattung der Schule.
“Wenn man von 20 Kindern 7 hat, die eigentlich viel besser und individueller an einer Förderschule lernen könnten, ist Inklusion nicht mehr möglich.”
Also Inklusionskinder auf mehr Klassen verteilen? Interessanter Ansatz, würde aber auch die Sonderpädagog*innen noch weiter verteilen.
Aber ich kann Sie beruhigen. Garantiert haben Sie so eine Klasse, aber das entspricht nicht den Zahlen, wie viele Kinder einen Sonderpädagogischen Anspruch haben.
Vielleicht wird da ein solcher festgestellt, weil Schulstruktur und Lehrllan veraltet sind und nicht mehr zur eigenen Schülerschaft passen. Doch anstatt sich anzupassen, wird aussortiert – funktionierte ja schon früher nicht (für die Kinder)…
Grundlegende Fertigkeiten wie Lesen, Schreiben und Rechnen sind Ihrer Meinung nach also veraltet? Gut, passen wir uns weiter an und verlangen keine Texte mehr, sondern kurze Worthäppchen a la TikTok. Das Niveau ist im Sinkflug und Sie verlangen weitere Anpassung. Vielleicht sollte sich die Schülerschaft eher mal wieder einem gehobeneren Leistungsanspruch anpassen.
Wie weit nach unten soll es noch gehen? Herr Zufall wird den passenden Lehrplan dazu im Sack haben.
Wo hat Herr Zufall dies gefordert? Vielleicht sollten Sie die Qualität Ihres eigenen Beitrags auch einem gehobenen Leistungsanspruch anpassen anstatt Ihren persönlichen Furor in seinen Post hineinzuprojezieren, um dann strohmannmäßig dagegen zu wettern.
Wie weit nach unten soll es bei Beiträgen von Akademikern (?) noch gehen?
Stimmt.
Allerdings stellt Rainer die “Zahl der Sonderpädagogischen Ansprüche” zur Frage. Und hier ist das ja schon etwas komplexer …
Nicht jeder, der einen Anspruch hat, braucht ihn.
Viele haben keinen “Anspruch”, bräuchten ihn aber.
Einige haben Anspruch, aber man hat eben Fachkräftemangel.
Einige hätten Anspruch, dieser wird jedoch nicht umgesetzt/eingewilligt.
Usw. usf.
Das sind so einige Faktoren, welche sich “Schule” stellt und stellen muss. Jedoch systemisch durchaus “sehr ineffizient”.
Und Claudia erwähnte eben ein (hypothetisches?) Beispiel.
Und das kann ich persönlich durchaus nachvollziehen.
“Nicht jeder, der einen Anspruch hat, braucht ihn.
Viele haben keinen “Anspruch”, bräuchten ihn aber.”
Stellen Sie etwa die Ansprüche infrage?
Achne, Sie weichen wahrscheinlich um irgendwas aus. Mein Fehler 😉
Einige Ansprüche stelle ich in Frage. Ja.
Einige, soso!
Aber Vorsicht! Am Ende müsste das Schulsystem ins 21. Jahrhundert befördert werden 😉
Wirklich ergiebig ist Ihr Beitrag auch nicht. Sie nutzen ihn für persönliche Diffamierungen mir gegenüber, also beantworten Sie Ihre rhetorische Frage am Ende Ihrer Ausführungen gerne selbst.
Herr Zufall spricht davon, den angeblich veralteten Lehrplan an die heutigen Schüler anzupassen, wird dabei aber nicht konkret. Was soll also raus, was soll hingegen rein? Mit Blick auf den Unterricht meiner Kinder, sehe ich wenig nutzloses Zeug. Schlechte Schülerleistungen liegen also nie an den Schülern selbst oder wie? Vielleicht müssen sich eher die Schüler ändern und einfach mal wieder Herausforderungen annehmen, anstatt 24/7 über Schulsystem und Lehrpläne zu jammern.
“Sie nutzen ihn für persönliche Diffamierungen mir gegenüber”
Absolut! Mehr Hardcore las ich nicht mehr, seit ich jemanden als “faule Nudel” “diffamierte” 😀
“Herr Zufall spricht davon, den angeblich veralteten Lehrplan an die heutigen Schüler anzupassen, wird dabei aber nicht konkret.”
Hö? Haben Sie sich also all die Forderungen, “Lesen, Schreiben und Rechnen sind [meiner] Meinung nach also veraltet?” sich aus dem Ohr gekratzt?
Verlangte ich öffentlich “keine Texte mehr, sondern kurze Worthäppchen a la TikTok”?
Frechheit! Wenn dem so wäre, kame Pholantrops Antwort ja quasi einer Ansprache auf Ihre völligen Übertreibungen gleich, um den offensichtlichen Reformbedarf händeringend aufzuschieben versuchen, um sich möglichst nicht um die aktuellen Anforderungen der Schülrschaft kümmern zu müssen…
Ist ein Strohmann-Argument, aber GARANTIERT haben die noch mehr zu bieten 😉
Um eine Lanze zu brechen: Vehrenkamp schreibt seine Meinung. Wir treffen bezüglich dieser eher selten überein, aber er HAT eine Meinung.
Ihnen wird beim Lesen – ungeachtet Ihrer Zustimmung – auffallen, dass manche traurige Gestalten über eine solche nicht zu verfügen wollen und in der Regel zersetzend wirken
Diese Ansicht ehrt Sie – und da, wo zwei gegensätzliche Meinungen aufeinandertreffen, entsteht manchmal eine durchaus fruchtbare Reibung. Danke.
Sie haben sich bei “furchtbar” vertippt 😉
“Grundlegende Fertigkeiten wie Lesen, Schreiben und Rechnen sind Ihrer Meinung nach also veraltet?”
Schrieb ich nicht. Aber vielleicht haben Sie ja recht und derzeit läuft alles prächtig (https://www.news4teachers.de/2026/01/fehlende-lesekompetenz-bei-immer-mehr-schuelern-ist-ein-zentrales-problem-was-lehrkraefte-an-beruflichen-schulen-umtreibt/).
Hauptsache der Staat erbärmlicht sich nun nicht, den Kindern und Jugendlichen die Schuld dafür zu geben, nicht zum veralteten System zu passen (augenroll)
“Gut, passen wir uns weiter an und verlangen keine Texte mehr, sondern kurze Worthäppchen a la TikTok”
Schlug niemand vor, aber bevor Sie etwas tun müssen, geben Sie wohl lieber auf, hm?
“Das Niveau ist im Sinkflug und Sie verlangen weitere Anpassung.”
Überforderung kompensiert keinen “Sinkflug” (strukturellen Abbau von Bildungsangeboten – nach dem sich manche dann über die “faulen” Betroffenen aufregen)
“Wie weit nach unten soll es noch gehen?”
Naja, nicht wenige wollen diesem Niedergang noch mehr Zeit einräumen, anstatt Verbesserungen einzufordern… Vielleicht verbessert die Politik – die den Ausbau verschleppte – in 10 Jahren alles wie durch ein Wunder? 😀
https://www.news4teachers.de/2026/01/inklusion-bundesland-schiebt-aus-fuer-foerderschule-lernen-auf-die-lange-bank/#comment-776203
Vor allem hätte vorher sachlich geprüft werden müssen, ob Regelschulen überhaupt das leisten können, was ihnen zwecks Bejahung der Inklusion unterstellt wurde. Die Inklusionskinder sollten sich angeblich ohne große Mühen integriert und zugehörig fühlen, sie sollten von den anderen Kindern lernen und diese wiederum von ihnen. Es sollten natürliche Lernprozesse untereinander stattfinden, wodurch die Lehrkräfte weitgehend entlastetet und teilweise sogar überflüssig würden.
Und heute heißt es: Die Voraussetzungen stimmen nicht, wir brauchen viel mehr Personal!
Warum fällt es so schwer, die Inklusion selbst in Frage zu stellen? Denn es kann doch keiner annehmen, dass sich die Zustände wirklich ändern oder besser gesagt: ändern können. Woher all das nehmen, was gebraucht wird, um einem undurchdachten Plan endlich eine Absage zu erteilen?
“Warum fällt es so schwer, die Inklusion selbst in Frage zu stellen?”
Weil es ein Menschenrecht auf Teilhabe gibt, verbrieft durch die UN-Behindertenrechtskonvention, die in Deutschland durch einen Beschluss des Bundestags von 2009 Gesetzeskraft hat. Deshalb.
Informieren Sie sich seriös – hier zum Beispiel: https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/fileadmin/Redaktion/Publikationen/Weitere_Publikationen/LPB_Inklusion.pdf
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Also der Rücktritt Deutschlands von der Unterzeichnung? Könnte man ja machen?
Oder was ist jetzt die Forderung, wenn Sie dies immer wieder erwähnen.
Ja, systemisch ist es so. “Man” (keine Lehrkraft) hat das unterzeichnet. Okay. Der AG/Staat hat daher Sorge zu tragen, dass dies umgesetzt wird bzw. eigentlich sogar DIE Voraussetzungen gelegt wurden, vor Umsetzung.
Wurde nicht gemacht.
Und jetzt? Was konkret “für/an Schule”? Was konkret “für/an Lehrkräfte”? Was wären IHRE “Forderungen” als Redaktion.
Stellen Sie mal bitte Ihre Meinung/Ansicht dar. Einfach mal so als Einordnung (für mich) bitte.
Fordern Sie hier primär/nur an Staat/Politik?
Fordern Sie hier an Lehrkräfte?
Ich finde das einen wesentlichen Unterschied. Was erwarten Sie von “Schule” und “Lehrkräfte”?
Inklusion, trotz keiner Rahmen dazu?
Ja, könnte man machen. In der UN-Behindertenkonvention ist ausdrücklich eine Kündigungsklausel vorgesehen. Damit würde sich Deutschland allerdings aus der (ohnehin schon von Trump arg gerupften) westlichen Wertegemeinschaft herauskatapultieren – und fände sich in einem Club mit Ländern wie Russland, dem Iran und Nordkorea wieder.
Wir fordern von Lehrkräften nichts. Wir fordern von der Bundesregierung, was die Vereinten Nationen schon vor zwei Jahren von ihr gefordert haben: Endlich einen Plan vorzulegen, wie sie die 2009 ratifizierende UN-Behindertenrechtskonvention im Bildungssystem schrittweise umzusetzen gedenkt. Gerne hier nachlesen: https://www.news4teachers.de/2023/09/mangelhafte-inklusion-die-vereinten-nationen-zeigen-sich-besorgt-ueber-die-verbreitung-von-sonderschulen-in-deutschland/
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Vielleicht sollte man einmal klären, was Teilhabe eigentlich bedeuten kann.
Tatsache ist ja, dass eben nicht alle Menschen gleich viel teilhaben können.
Es gibt körperliche und kognitive Unterschiede.
Auch, wenn Gesellschaften dafür sorgen müssen, dass alle Mitglieder so viel wie ihnen möglich teilhaben können, so bedeutet das doch nicht, dass alle gleich viel teilhaben können.
Wenn man das Menschenrecht auf Teilhabe so auslegt, wie Sie es tun, nämlich im Sinne von “alle Menschen müsse gleich viel teilhaben”, dann kriegt man natürlich ein Problem, weil es nämlich unmöglich ist.
Nicht wie “wir” es tun – wie es die Menschenrechte und das geltende Recht in Deutschland tun (bis hin zum Grundgesetz). Art. 3 GG: “Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.”
Die Argumente gegen die Inklusion ähneln übrigens verblüffend den Argumenten von anno dazumal (?) gegen die Gleichberechtigung von Frauen («Der Frau gehört das Haus, hier ist ihr Reich und ihre Welt»). Gerne hier nachlesen: https://www.bpb.de/themen/zeit-kulturgeschichte/frauenwahlrecht/278830/stimmen-gegen-das-wahlrecht-der-deutsche-bund-zur-bekaempfung-der-frauenemanzipation-und-andere-gegnerinnen/
Das Frauen gleichberechtigt sein sollen, war auch bei der Forumulierung des Grundgesetzes keineswegs unumstritten – und auch danach keineswegs rechtliche und gesellschaftliche Realität. “Noch in den 1990er-Jahren existierten Regelungen, die Frauen ausdrücklich benachteiligten.” Gerne hier nachlesen: https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/izpb/geschlechterdemokratie-342/307456/geschlechterverhaeltnisse-im-recht/
Offenbar ist Deutschland, was die Gleichberechtigung von Menschen mit Behinderungen angeht, ähnlich langsam unterwegs – betrifft ja auch “nur” eine Minderheit, kostet Geld und ist lästig.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Hängen Ausmaß und Art von Teilhabe nicht vom Grad und der Art der Behinderung ab?
Es gibt Behinderungen, die vollständige Teilhabe erlauben. Das bezweifelt niemand. Aber leider gibt es auch Behinderungen, die das nicht tun.
Kann man ja gerne ignorieren, ändert aber nichts an der Tatsache, dass es so ist.
Bestreitet bei Schwerstbehinderungen oder Gefährdungspotenzialen auch keiner. “Förderbedarf Lernen” (zum Beispiel) ist aber keine Behinderung, die in einem angemessen ausgestatteten Bildungssystem keine Teilhabe erlauben würde. Mittlerweile jeden zehnten Schüler auszusondern und damit für Teilhabe-unfähig zu erklären, wie beispielsweise in Sachsen-Anhalt, ist absurd – irgendwann ist die Föderschule die neue Hauptschule.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Sie bringen es auf den Punkt: notwendig für gelingende Inklusion ist ein „ angemessen ausgestattetes Bildungssystem“.
Nachdem Inklusion von der Politik jahrelang als „Super, wir schließen einfach die teuren Förderschulen und stopfen die dann Ex-Förderschüler in die Regelschulen – das spart!“ verstanden wurde, begreift sie so langsam, dass Inklusion viel, viel teurer ist als an einzelnen Orten zentralisierte und spezialisierte Förderung der Kinder (in eben jenen Förderschulen) vorzuhalten.
Jetzt sind nicht mehr (Beispiel) alle blinden und schwerst sehbehinderten Kinder an einer spezialisierten Blindenschule, sondern wir brauchen eigentlich für 30 Kinder an 30 Schulen 150 Lehrer/Therapeuten, welche diese Kinder ihren Bedürfnissen entsprechend in den einzelnen Fächern unterrichten und unterstützen können, von speziell für Blinde und Sehschwache notwendigen Fähigkeiten wie Orientierung, Gehen mit Stock, Braille, … ganz abgesehen.
Und genau deshalb kommt jetzt die Rolle rückwärts seitens der Politik. Weil es, wenn Betroffene ihre Rechte ernsthaft einfordern, einfach nicht finanzierbar ist, ohne den Haushalt massiv umzuschichten.
Und auch wenn die Deutschen Bildung als das größte Problem der Zukunft ansehen: wer ist bereit, noch mehr Steuern zu zahlen, auf Leistungen der Krankenkasse zu verzichten („Den Zahnarzt zahlen wir jetzt immer selbst“), wer verzichtet auf die Reparatur von Straßen, den Schulbus, was auch immer, um in Bildung zu investieren? Ist ja jetzt nicht so, dass wir Normal- und Geringverdiener zuwenig Steuern und Abgaben zahlen!
Ich bin immer noch für Steuerschlupflöcher schließen, Erbschaftssteuer anpassen, Vermögenssteuer wieder einsetzen. Aber da wird mit Blackrock-Fritze nix zu holen sein….
“Ich bin immer noch für Steuerschlupflöcher schließen, Erbschaftssteuer anpassen, Vermögenssteuer wieder einsetzen.”
Wir auch. Uns fallen auch noch andere Quellen ein (Dienstwagenprivileg zum Beispiel – fünf Milliarden jährlich).
Herzliche Grüße
Die Redaktion
“betrifft ja auch “nur” eine Minderheit, kostet Geld und ist lästig.”
Dem widerspreche ich ausdrücklich, was die Sache betrifft.
Wenn (traurig große) Teile Gesellschaft und Politik nicht wissen (und sich nicht informieren wollen), welche Vorteile Inklusion bietet, ändert dies uneingeschränkt NICHTS an den gesellschaftlichen und finanziellen Vorteilen für die Gesellschaft
Sie hatten fast zwei Jahrzehnte lang Zeit, aber bitte! Lesen Sie, was die seit 2009 mit Teilhabe meinen (augenroll)
https://www.behindertenbeauftragter.de/DE/AS/rechtliches/un-brk/un-brk.html
Ob seriös oder unseriös ist eine Frage der Perspektive. Auch wenn Sie den Bundestagsbeschluss als seriös empfinden, ist er für mich doch unseriös.
Zur Begründung meiner Ansicht möchte ich Sie an einen schon älteren Artikel (2015) aus Ihrer Redaktion erinnern. Seine Überschrift lautet: „Inklusionsgesetz: Der Bundestag wusste offenbar nicht, worüber er abstimmt.“
https://www.news4teachers.de/2015/02/inklusionsgesetz-der-bundestag-wusste-offenbar-nicht-worueber-er-abstimmt/
Ob die Vereinten Nationen im Jahr 2006 wussten, worüber sie bei dem Menschenrecht auf Inklusion abstimmen, ist für mich ebenfalls zweifelhaft.
Auf die Frage, welche Länder 2006 im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen vertreten waren, antwortet Goggle:
„Der UN-Menschenrechtsrat wurde im März 2006 gegründet, wobei die ersten 47 Mitglieder im Mai 2006 gewählt wurden. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten Staaten wie China, Russland, Kuba und Pakistan.“
Schreiben wir unverständlich? Wo haben wir den Bundestagsbeschluss von 2009 als seriös bezeichnet? Die Vorlage war es nicht, weil sie die Kostenfrage ignoriert hat. Wie wir seinerzeit ausführlich berichtet haben.
Trotzdem gilt der Bundestagsbeschluss selbstverständlich – samt Folgen, die daraus entstehen. (Sonst könnten Sie bei jedem Gesetz behaupten, dass die Abgeordneten bei Verabschiedung nicht bei Verstand waren.) Und, ja, in den Vereinten Nationen sind auch Autokratien vertreten, die sich einen Deut um die Menschenrechte scheren. Zur Wahrheit gehört aber auch: Deutschland setzt das Menschenrecht auf Inklusion auch nur nach Lust und Laune um – ein gutes Beispiel für die oft von Ländern des Südens kritisierte Doppelmoral des Westens.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Danke für den Link!
Eine Reihe von Kommentaren zu dem Artikel haben mir ebenfalls sehr gut gefallen. Viele waren skeptisch und ahnten bereits, was kommen würde.
“Vor allem hätte vorher sachlich geprüft werden müssen, ob Regelschulen überhaupt das leisten können, was ihnen zwecks Bejahung der Inklusion unterstellt wurde.”
Wurde 18 Jahre lang nicht – müssen die Kinder schuld sein :/
“Die Inklusionskinder sollten sich angeblich ohne große Mühen integriert und zugehörig fühlen, sie sollten von den anderen Kindern lernen und diese wiederum von ihnen.”
Sie lernten tatsächlich viel. Auf wessen Lügen sind Sie hereingefallen, es würde keine Mühe kosten?
Haben Sie Quellen für solche völlig falsche Versprechen?
“Und heute heißt es: Die Voraussetzungen stimmen nicht, wir brauchen viel mehr Personal!”
Wer behauptete früher Ihnen gegenüber, es bräuche weniger Personal?
Gerne mit Quellen 😉
“Warum fällt es so schwer, die Inklusion selbst in Frage zu stellen?”
Aus dem gleichen Grund, warum die Bildung von Frauen heute “so schwer” in Frage gestellt werden kann – vielleicht möchten Sie mal die Behindertenrechtskonvention lesen, die es seit bald 20 Jahren gibt 😉
https://www.behindertenbeauftragter.de/DE/AS/rechtliches/un-brk/un-brk.html
Jetzt können Sie endlich mit allen mitreden, mit denen Sie offenbar 18 Jahre lang kein Gespräch zur Inklusion betrieben…
“kein Konzept, sondern ein Aufschub auf Zeit”
Ich meine, genau das wünschen sich nicht wenige.
Im Forum wird regelmäßig gefordert, die Inklusion nicht zu verbessern, weil die Bildungspolitik sie nicht verbessert (hat) – oder so ^^
Ggf. werden wir ja nun sehen, was ein Aufschub bringen wird, Kinder mit Behinderung zahlen den bis dahin mit ihrer gesellschaftlichen Teilhabe…
Könnte es sein, dass entsprechende Förderschulen eher ein Gewinn sind? Aus rein familiärer Erfahrung muss ich dieses bejahren.
Machen wir doch mal ein Gedankenexperiment: Absolut alle Förderschulen schließen deutschlandweit, die Kinder werden auf Regelschulen verteilt – und zwar auf alle gleichmäßig. Keine Zentren, sondern jede Schule muss diese Kinder nach Wohnortnähe aufnehmen. Bei körperlichen Behinderungen sicher machbar, sofern Schulen baulich verändert werden. Schwierig wirds wieder bei blinden, tauben oder taubstummen Schülern, aber gut, wir versuchen das.
Zeitgleich müssen auch Schüler mit geistiger Behinderung untergebracht werden, von arg verhaltensoriginell bis hin zu Autismus, Trisomie 21 und bettlägeriger Schwerstbehinderung. Oder nehmen wir das Beispiel meiner Nichte: Leider mit Komplikationen bei der Geburt mit Sauerstoff unterversorgt auf die Welt bekommen, Hemiparese, mit ihren fast 16 Jahren auf dem Stand einer Dreijährigen, kann mit Hilfe laufen, sitzt sonst in einem elektrischen Rollstuhl.
Jetzt werfen wir einen gemeinsamen Blick in die Klasse 8c mit 25 Schülern einer Realschule. Da finden wir sie alle wieder: Den blinden Taylan, die beiden verhaltensoriginellen Geschwister Sabrina und Leon, die regelmäßig ihre Mitschüler schlagen und beißen, Gregor, der leider im Rollstuhl sitzt, Chin, der sich immer noch regelmäßig einnässt und trockengelegt werden muss, sowie meine Nichte, die ihre Notdurft je nach Tagesform auch noch in die Windeln macht und leider nur Laute von sich geben kann. Dazwischen sitzen zusätzlich jene Schüler, die wir ohnehin in Regelschulen finden: drei mit AD(H)S, zwei mit Legasthenie, einer mit Dyskalkulie. Das wären schon mal 12 Schüler mit komplett unterschiedlichen Bedürfnissen, Voraussetzungen und dem Wunsch nach individueller Begleitung. Die restlichen 13 Schüler sitzen mit bei. Vorne steht eine einzige Lehrkraft, die für zehn Stunden pro Woche eine Sonderpädagogin mit dazu bekommt – mehr ist nicht drin, denn das Personal ist knapp und die Kollegin muss sich zusätzlich um die anderen Klassen der Schule kümmern, in denen ebenfalls Kinder sind, die inklusiv beschult werden. Für das Geschwisterpaar, meine Nichte und Chin sind insgesamt drei Schulbegleiter mit im Raum. Einer davon will aber nach den Faschingsferien nicht mehr kommen, da ihm der Job zu anstrengend wird und er schon mehrfach von Sabrina in die Hand oder den Arm gebissen wurde.
Jetzt stellen wir uns noch vor, diese Schule befindet sich mitten im Brennpunkt. Und jetzt mal alles zusammengenommen: Wem ist hier am Ende geholfen? Bitte bringen Sie gute Argumente abseits der UN-Konvention, weshalb Inklusion mit der Brechstange etwas Tolles ist. Zeigen Sie mir, dass auch in dieser 8c ein gewinnbringendes Unterrichten möglich ist, sodass man jedem Kind nach seinen Bedürfnissen gerecht werden kann. Ich bin gespannt.
Betroffenenverbände sehen das deutlich anders. Gerne hier nachlesen: https://www.news4teachers.de/2026/01/streit-um-inklusion-kocht-hoch-beschluss-fuer-neue-foerderschule-sozialverbaende-legen-aufsichtsbeschwerde-gegen-den-schultraeger-ein/
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Das können Verbände auch gerne anders sehen, aber auch diese haben keine Antwort darauf, wie unter dem aktuellen Status Quo eine gewinnbringende Inklusion möglich sein soll – oder wie man in Klassen agiert, die meinem Gedankenexperiment entsprechen.
Ich bin da vollkommen bei Ihnen. Fordern kann man viel, wenn man an der „Front“ nicht miterleben muss, wie diese ganze Mogelpackung nur Verlierer produziert. Reine Verwahrung, traurig für alle Beteiligten und extrem kräftezehrend.
Ja, was wissen die Betroffenenvereine schon über die Betroffenen (augenroll)
Dann ab mit den Betroffenenvereinen an die Schulen?
Für andere zu entscheiden/forderm ist häufig relativ einfach. [Gilt natürlich auch andersrum – für “I-Kinder” zu entscheidem. So konsequent sollte man sein.]
Als “betroffene Lehrkräfte” haben wir vielleicht jedoch auch durchaus eine “Betroffenheit”. Ja. Definitiv anders, als Sie das jetzt von “den Betroffenen” sehen/haben. Aber wir agieren hier im System. Daher sind wir selbstverständlich auch “betroffen”. Und wenn andere hier “für uns” oder “an uns” fordern … Dann könnte man auch mal nachvollziehen, dass wir vielleicht etwas … An der Realität (“über”)leben.
Andersrum: Sie sind der Sonderpädagoge. Inklusion dort, wo Sie vollen Einsatz haben? Ansonsten … Wird’s eben schwieriger als Diskurs über “Inklusion” und “Aufgabenfelder”.
Können wir gerne als “Thema” hier eingehen … Sie sind (der vermeintliche) Experte. Sie sind das (oftmals gar nicht vorhandene) Versprechen und “das Integrationswunder”.
Provokant gefragt: Warum läuft es denn nicht?
Machen Sie doch mal Ihre Aufgabe?
Doch: Den aktuellen Statis Quo nicht verlängern, sondern Verbesserungen anzustoßen, anstatt sich damit zu rechtfertigen, jahrzehntelang nichts getan zu haben und dass keine Ressourcen bereitgestellt werden.
Beim Bau neuer Sonderschulen ist ja plötzlich Geld und Personal da, man glaubt es kaum…
Eine Sonderschule zu bauen und mit Personal zu versorgen ist natürlich effizienter, als fünf Regelschulen umzubauen. 20 spezialisierte Lehrkräfte an einem Ort zu bündeln ist natürlich besser händelbar, als diese gerecht auf mehrere Schulen nach dem Gießkannenprinzip zu verteilen, sodass alle Schüler mit besonderen Bedürfnissen adäquat versorgt sind.
Denken wir Inklusion nämlich in ihrer Gänze, braucht es viel mehr Sonderpädagogen jederzeit greifbar pro Schule. Zu jeder Regelschullehrkraft müssten sie im Prinzip einen Sonderpädagogen mit dazusetzen. Wie realistisch klingt dies in Zeiten des Lehrermangels für Sie?
Es herrscht nicht nur Lehrermangel, sondern auch Ebbe und Überschuldung in den öffentlichen Kassen.
Trotzdem weiterhin “ja” sagen zu einer Inklusion, die Unmengen an Geld und Personal verschlingt??
Obendrein ist keineswegs sicher, sondern wird nur hoffnungsvoll erwartet, dass die Inkusion tatsächlich ihre Versprechungen erfüllt, wenn sich die Lage in Deutschland grundlegend ändert.
Inklusion ist ein Menschenrecht, kein “Versprechen”. Sie muss Ihnen als Nicht-Betroffener nichts nützen, um wichtig zu sein.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Verbandsvertreter sehen die Dinge oft anders als die, welche die Arbeit machen müssen.
Verbandsvertreter*innen werden von denen, “welche die Arbeit machen müssen”, gewählt – und zwar aus Reihen derjenigen, “welche die Arbeit machen müssen”.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Das sehen nicht nur Betroffenenverbände anders, sondern alle, die noch nie alleine (!) eine inklusive Klasse in der Regelschule unterrichten mussten. Das verstehe ich sogar: Von außen betrachtet klingt Inklusion einfach super.
Das allgemeine Problem für uns Lehrkräfte – Vermeintliche Experten von außen bei vollkommener Ahnungslosigkeit (Augenroll 😉
“Könnte es sein, dass entsprechende Förderschulen eher ein Gewinn sind? Aus rein familiärer Erfahrung muss ich dieses bejahren.”
Nein. Wie Sie oben ja gelesen haben, wird die Inklusion derzeit unzureichend umgesetzt und ein Aufschieben wird besprochen. WAS konkret in dieser Zeit gemacht werden soll, bleibt natürlich ein Geheimnis – am Ende soll ja niemand haften müssen 😉
Was Ihre persönlichen Erfahrungen betrifft, freue ich mich aufrichtig für Sie, dies ist aber kein Widerspruch zur Inklusion, sondern gegen das Aufschieben seitens der Politik. Die Inklusion steht schon ein Weilchen fest…
In diesem Sinne geht es ja auch um die gesellschaftliche Teilhabe, die manche KINDERN verweigern wollen 🙁
Man möchte hier keine gesellschaftliche Teilhabe verweigern, sondern viel gezielter nach den jeweiligen Bedürfnissen fördern und unterstützen. Glauben Sie, meine Nichte würde von Jugendlichen der Regelklasse auf eine Geburtstagsparty eingeladen? Sie wird auch nie ein reguläres Vorstellungsgespräch besuchen können. Vielmehr geht es um Förderung ihrer motorischen Fähigkeiten. Das klappt an der Förderschule in Kleingruppen und dem geschulten Personal vor Ort wunderbar.
“Man möchte hier keine gesellschaftliche Teilhabe verweigern, sondern viel gezielter nach den jeweiligen Bedürfnissen fördern und unterstützen.”
Auf Kosten der gesellschaftlichen Teilhabe.
Aber wer wollte schon eine Normalisierung! Am Ende würde Ihre Nichte auf einen Geburstag eingeladen – nicht unbedingt durch die Klasse, aber vielleicht durch jüngere Regelschüler*innen mit ähnlichen Interessen.
Ich schätze, Ihre Nichte wird das nie erfahren und sich am Ende in einer Parallelgesellschaft der Behinderten einrichten dürfen, wo niemand (außer der Familie) mit diesem Personenkreis in Kontakt kommen muss.
Meiner Meinung nach ein Verlust für alle, aber politisch, gesellschaftlich und von Ihnen gewünscht 🙁
Ich sehe das genauso. Inklusion funktioniert nur, wenn an allen Schulen dann auch Sonderpädagogen, Heilpädagogen, Therapeuten und gut qualifizierte I- Helfer arbeiten. Förderschulen zu schließen, bedeutet nur Geld zu sparen auf dem Rücken der Kinder und Mitarbeitenden an Regel- und Förderschulen.
Ich arbeite an einer Förderschule und allein die kleineren Klassen sind für alle Beteiligten ein Segen. Viele “meiner” Kinder würden an Regelschulen leiden und zwar nicht, weil sie vom Verhalten so anders sind als andere Kinder, sondern weil sie viel mehr emotionale Unterstützung brauchen und in der Regelschule auch vom Stoff gar nicht mitkommen würden. Und das Gefühl, nicht mithalten zu können und anders zu sein als seine MitschülerInnen ist nicht unbedingt ein schönes Gefühl.
Aber noch eine Anmerkung, es heißt nicht Taubstumm! Gehörlose Menschen sind nicht stumm, sie haben eine Sprache und kommunizieren genauso wie andere Menschen nur mit einer anderen Sprache.
Jeder Tag, an dem eine Förderschule “lebt”, ist ein guter Tag für die Kinder, die es brauchen… und deren Eltern!
Sie könnten fordern, die Inklusion gleichwertig aufzustellen, dann hätten die Kinder das gleiche Niveau UND können am gesellschaftlichen Leben teilhaben 😉
Nur weil Kinder eine Förderschule besuchen heißt es doch nicht, dass sie vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen sind. Gesellschaftliches Leben findet auch außerhalb der Schule statt, in Vereinen etc. und Förderschule sind in vielen Orten in die Gemeinschaft integriert. Die Inklusion wird niemals gleichwertig aufgestellt werden können. Es gibt kein Personal und keine ausreichenden Räumlichkeiten.
Wenn Sie das nichtmal an Schulen hinbekommen, erwarten Sie, dass es in allen anderen Lebensbereichen laufen soll?
https://www.news4teachers.de/2026/01/inklusion-bundesland-schiebt-aus-fuer-foerderschule-lernen-auf-die-lange-bank/#comment-776580
Warum sollten diese – garantiert echten Beispiele – mit den genannten Schüler*innen mit sonderpädafogischem Förderbedarf in der Freizeit besser verkehren?
Warum sollten Vereine und Freizeitangebote da inklusiver sein, wenn der Staat hier nichtmal den rechtlichen Anspruch vernünftig umsetzt?
Worin besteht eigentlich Ihr Einsatz für gelingende Inklusion? Sie arbeiten nach Ihrer Darstellung an einer exkludierenden Förderschule – is dann man ja nich so weit her dort mit Inklusion, ne?
Was genau tun Sie, um die Politik Ihres Bundeslandes dazu zu bringen, Förderschulen (Ihre Arbeitsstelle, ups…) zu schließen und Inklusion in Regelschulen vernünftig auszugestalten?
Mein “persönlicher Beitrag” liegt in meinem Wahlverhalten sowie zum Dienst in der Inklusion, zu dem ich mich freiwillig melde, und bestmöglich einsetze.
Aber die Arbeit/ Meinung einer Person hat nicht wirklich viel Einfluss auf die Politik.
Hoffen wir mal, dass nicht die Mehrzahl der Wähler*innen heimlich wünscht, Kinder mit Behinderung der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu berauben, um sich selbst nicht damit beschäftigen zu müssen… 🙁
Wie genau ist das zu verstehen, dass Sie sich “(freiwillig ?) zum Dienst in der Inklusion melden und sich bestmöglich selbst (?),wofür genau (?) einsetzen”? Wieviele Stunden pro Woche leisten Sie denn so zusätzlich (unbezahlt ?) zu Ihrem Deputat? Ich dachte, das ist Ihr Job als Sonderpädagoge? Ich habe gerade ein massives Verständnisproblem. Bitte erklären Sie Ihre Aussage genauer.
“Wieviele Stunden pro Woche leisten Sie denn so zusätzlich (unbezahlt ?) zu Ihrem Deputat?”
Alle 😀
Aber um etwas vielleicht Interessantes auf Ihre geistlose Abfragerei zu erwidern: Mein Einsatz hat klare Grenzen, wenn die Klassenleitungen sich eine Umschulung ans SBBZ wüschen.
ICH beführworte die Inklusion sehr, aber ich bin (zu) wenige Stunden dort, da kann ich den Regelschulleitungen keine gegenläufige Meinung zwischen die Beine werfen, wenn es bspw. um Elterngespräche geht.
“Mein “persönlicher Beitrag” liegt in meinem Wahlverhalten”
Okay. Gut.
“sowie zum Dienst in der Inklusion, zu dem ich mich freiwillig melde, und bestmöglich einsetze.”
Sind Sie nicht Sonderpädagoge? Arbeiten Sie hier ehrenamtlich ohne Bezüge?
Ansonsten ist das erstmal Ihr Job …
“Aber die Arbeit/ Meinung einer Person hat nicht wirklich viel Einfluss auf die Politik.”
Kommt auf die Person an. Manche haben mehr Einfluss. Manche weniger. Wir beide haben (sogar zusammen) im Prinzip gar kein Einfluss nehme ich an.
“Hoffen wir mal, dass nicht die Mehrzahl der Wähler*innen heimlich wünscht, Kinder mit Behinderung der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu berauben, um sich selbst nicht damit beschäftigen zu müssen… ”
Demnach wäre doch das Primärziel erstmal genug Ressourcen zu stellen?
Ansonsten ist das doch häufig leider die Folgekonsequenz.
Sehen wir es mal realistisch und machen uns ehrlich … Die Tendenzen sieht man doch. Das war anfangs nicht so. Durch systemisch und systematisch schlechte Inklusion ist der Trend “angeheizt”.
Wenn man “weiter so macht” … Geht der Trend eher noch weiter als Tendenz und Prozess.
Demnach wird genau das immer weiter/mehr passieren, was Sie hier befürchten.
Durch Ihre “Inklusion ohne Ressourcen” bestärken Sie das noch.
Allerdings verstehe ich die “Hoffnungslosigkeit” unter aktueller Politik. Den Punkt haben Sie.
Daher ist es eine “Dilemmasituation”, welche man definitiv mit “weiter so” an die Wand fährt.
Jetzt können Sie mir wieder die Worte aus dem Kontext ziehen und mich als “Inklusionsfeind” darstellen. Auf geht’s.
Oder … Sie überlegen und diskutieren hier gerne mit mir “ganz normal” ohne Unterstellungen usw.
Oder … Sie ignorieren es.
Drei Optionen. Bin mal gespannt.
“Sind Sie nicht Sonderpädagoge? Arbeiten Sie hier ehrenamtlich ohne Bezüge?
Ansonsten ist das erstmal Ihr Job …”
Alternativ hätten mich auch um den Sonderpädagogischen Dienst bewerben können, der Kooperationen mit den Regelschulen eingeht, um Regelschüler*innen zu unterstützen, um nicht für ein sonderpädagogisches Bildungsangebot infrage zu kommen.
“Kommt auf die Person an. Manche haben mehr Einfluss. Manche weniger. Wir beide haben (sogar zusammen) im Prinzip gar kein Einfluss nehme ich an.”
Eine umständliche Art der prinzipiellen Zustimmung. Aber ja, wenn wir ganz andere Personen wären, wäre es vielleicht ganz anders. SIE können übrigens HEUTE für bessere Inklusion werben und mit gutem Vorbild an Ihrer Privatschule vorangehen – warum Sie das bloß immer unterlassen…
“Demnach wäre doch das Primärziel erstmal genug Ressourcen zu stellen?
Ansonsten ist das doch häufig leider die Folgekonsequenz”
Wie liegen die Ressourcen Ihrer Privatschule, damit der Rest daran anknüpfen kann? 😀
Bisschen verlogen, über “Inklusion ohne Ressourcen” zu schreiben, obwohl SIE diese klar benennen könnten. Aber das wäre am Ende ja auch wieder irgendwie konstruktiv…
Machen Sie mal ein Praxisbeispiel eines Konzepts bitte. Nur kurz skizzieren.
Gerne: So eine Lehrkraft arbeitet an einer Privatschule, wo Inklusion gelingt, pflichtet im Internet aber ausschließlich Stimmen bei, welche sich einen Aufschub – also einen Erhalt des “untragbaren” Status Quo – oder eine – unmögliches – Abschaffen der Inklusion zusammenträumen..
Aber ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, wenn Sie eines Tages mal über Ihre gelingende Arbeit zu sprechen bereit sind. VIELLEICHT setzen Sie Maßstäbe, wie die Unsetzung aussehen könnte 😀
“Das Ziel der Aktion, die Förderschulen zu schließen und die Kinder in Regelschulen zu integrieren, ist eine bessere Inklusion.”
Erfahrungsgemäß geht dies aber mit einer wesentlich schlechteren Förderung für die betroffenen Kinder einher. Äquivalente Schnellschüsse kennen wir bereits durch “sicher zugesicherte Kitaplätze” und “die verpflichtende Ganztagsbetreuung”. Die wohl wichtigste Voraussetzung – mehr Personal – lässt sich nämlich nicht aus dem Hut zaubern.
Von meiner geistig behinderten Nichte habe ich bereits in der Vergangenheit berichtet. Wir als Familie sind froh und dankbar, dass es Förderschulen gibt, wo sie in einer kleinen Gruppe unter Kindern mit ähnlichen Bedürfnissen lernen darf und speziell geschultes Personal dauerhaft vorhanden ist (und nicht nur ein paar Stunden pro Woche). Mir ist keine einzige Regelschule bekannt, die den dort vorherrschenden Standard bieten könnte.
Inklusion und das Recht auf Kitaplätze gelten Ihnen als “Schnellschüsse”?
Wie viele Jahrzehnte sollte es Ihrer Meinung nach dauern?
So lange, bis vor allen Dingen die personellen Voraussetzungen geschaffen sind. Dazu bräuchte es mindestens einen Sonderpädagogen PRO KLASSE in jeder Schule und das dauerhaft und nicht nur für einige Stunden pro Woche.
Und es bräuchte spezielle sanitäre Anlagen, die klinisch sauber gehalten werden müssen, um körperlich stark eingeschränkte Kinder und Jugendliche hygienisch zu versorgen und umzuziehen. Dazu bräuchte es auch das Pflegepersonal, das diese Aufgabe während der kompletten Öffnungszeit der Schule übernimmt, am besten mit mehreren Räumen, damit kein Mensch darauf warten muss und wund wird.
Es bräuchte auch Möglichkeiten zum Hinlegen, Schlafen und Ausruhen sowie Hilfen bei der Nahrungsaufnahme.
Dafür bräuchte es flächendeckend neue oder andere Schulgebäude und mindestens dreimal so viel Personal, das offensichtlich zur Zeit nicht existiert.
Es ist erschreckend, dass die Schließung der Förderschulen diskutiert wird, bevor die wirklich gut gemachten inklusiv arbeitenden Schulen mitsamt Personal eröffnet wurden. Das macht betroffenen Familien, die sich einen geschützten Raum für ihr besonders vulnerables Kind wünschen, Angst und Sorgen.
Ich nehme Anteil am Schicksal Ihrer Nichte und Ihrer Familie und ich wünsche Ihnen allen die bestmögliche Unterstützung und Förderung und dem Mädchen ein Leben in Geborgenheit und Würde.
Dieser Sonderpädagoge müsste dann allerdings die Ausbildung in allen Förderschwerpunkten absolviert haben, um bedürfnisorientiert fördern zu können. In unserem Bundesland sind es sieben – Sehen, Hören (Hören und Kommunikation), Sprache, Lernen, geistige Entwicklung, emotionale und soziale Emtwicklung sowie körperliche und motorische Entwicklung (mit gutachterlich bestätigter Autismus-Spektrum-Störung).
Und er müsste sich vor allem in mehreren Räumen parallel aufhalten können, um allen Kindern gerecht zu werden….
Stattdessen werden in NRW neue Sonderschulen gebaut und Politik – sogar manches Schulpersonal – weisen Forderungen nach Verbesserung ab und nehmen ebendie Politik in Schutz, welche für die Missstände verantwortlich ist.
Wenn ich es nicht besser wüsste, nehmen sich da manche wichtiger als Kinder mit Behinderung…
Die Problematik wurde schon öfter hier angesprochen: Es ist reiner Selbstschutz des Personals vor Ort, die diesen Kindern mit besonderen Bedürfnissen mit den derzeit vorhandenen Ressourcen null gerecht werden können.
Also Sie sind für mehr Ressourcen für die Inklusion, wollen aber neue Ressourcen in die Förderschulen stecken.
Aber wenn in jeder Regelschule ein/e Sonderpädagog/in steckt – ohne Inklusionskinder, versteht sich – darf die Inklusion endlich beginnen? 😀
„ Wenn ich es nicht besser wüsste, nehmen sich da manche wichtiger als Kinder mit Behinderung…“
Na zum Glück wissen Sie es ja besser…
Meinen Sie, Vehrenkamp nimmt sich da wichtiger als Kinder mit Behinderung?
Heftig, wenn Ihre Meinung sich bewahrheiten sollte 🙁
Das “will” der Staat allerdings (eigentlich) gar nicht. Es geht schlichtweg nicht anders … Denken Sie selbst mal nach. Wir können sehr gerne das etwas “sezieren” und drauf eingehen, warum das so wohl gemacht wird … Und warum (eigentlich) anders sogar “mehr gewünscht”.
Ich lasse Ihnen die Denkphase. Analysieren Sie … Überlegen Sie. Sie werden erstaunen …
“Das “will” der Staat allerdings (eigentlich) gar nicht. Es geht schlichtweg nicht anders …”
Doch, der Staat könnte es wollen.
Wie sieht es denn bei Ihnen aus? Geht Inklision an Ihrer Privatschule nicht? Die Eltern dort sollten ihr Geld zurückverlangen 😀
Schlagen Sie doch noch einmal die Definition des Wortes “Schnellschuss” nach.
https://www.behindertenbeauftragter.de/DE/AS/rechtliches/un-brk/un-brk.html
Bald 17 Jahre sind nach Vehrenkamp ein “Schnellschuss” und er fordert noch mehr Zeit für die Bildungspolitik – so rücksichtsvoll!
Sie können sich dem ja gerne anschließen, aber Sie kommen dabei nicht so gut weg, wie Sie glauben, wenn Sie das Nichtstun der Regierung zum Nachteil von Kindern mit Behinderung verteidigen 🙁
Leider sind Sie bisher null auf mein Gedankenexperiment mit der Klasse 8c eingegangen. Wie soll dieser Alltag gehändelt werden? Ihr Credo scheint zu sein: Alle Förderschulen zu und die Kinder einfach in die Regelklassen setzen. Das passt dann schon.
Spoiler: Genau so läuft Inklusion bereits seit Jahren, wenn auch noch nicht vollumfänglich. Die Ergebnisse? Ernüchternd. Das System ätzt unter der Last, die Lehrer wissen nicht, wie sie den Kindern gerecht werden sollen. Damit vollzieht man zwar seine Verpflichtung auf dem Papier, aber nicht wirklich den Menschen gegenüber. Mit Hinblick auf meine Nichte sind wir definitiv für den Erhalt von Förderschulen!
Der Sohn einer Bekannten ist ebenfalls an einer Förderschule. Er spricht nicht, kann keinen Kontakt zu anderen aufbauen, macht immer Geräusche. Den Eltern hat man vorgeschlagen, eine Regelschule zu besuchen… die Mutter fragte sich, wie die anderen 27 Kinder in der Klasse mit diesem Geräuschpegel in Ruhe lernen können – und das Kind fühlt sich vielleicht sehr schlecht angenommen, kann das aber nicht einmal äußern. An der Förderschule wird auf ihn eingegangen, er ist in einer sicheren Umgebung und kann beispielsweise nicht einfach vom Schulhof flüchten, was er gerne tut – wer von den wenigen Aufsichtspersonen hat ihn die ganze Zeit im Blick? Wie soll man das bewerkstelligen? Solange das alles reines Wunschdenken ist, dass Inklusion “mal so nebenbei leistbar ist”, bin ich vollkommen Ihrer Meinung.
Es ist Hardcore-Inklusionsbefürworter*innen nur wichtig, dass alle immer zusammen sind.
Und alle Kinder mit jedem wie auch immer geartetem Inklusionsbedarf müssen da dann eben auch durch, wenn die das so wollen.
“Es ist Hardcore-Inklusionsbefürworter*innen nur wichtig, dass alle immer zusammen sind.”
Wir kennen diese “Hardcore-Inklusionsbefürworter*innen” nicht – wer soll das sein?
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Also ich habe Teile der hier moderierenden Redaktion schon so verstanden, dass „jetzt alle zusammen, ab sofort. Notwendige Bedingungen sind zwar nicht gegeben, die schaffen wir dann eventuell prozessbegleitend oder auch nicht“ der Forderung vieler real existierender Lehrkräfte: „ Inklusion ja, wenn die Bedingungen dafür geschaffen sind“ unbedingt vorzuziehen ist.
Von daher würde ich diese Teile der Redaktion den „Hardcore- InklusionsbefürworterInnen“ zuschreiben.
„Also ich habe Teile der hier moderierenden Redaktion schon so verstanden, dass „jetzt alle zusammen, ab sofort.”
Es ist ein bisschen ermüdend. Wir haben zigfach unsere Position hier erklärt – sie entspricht der Position, die die Vereinten Nationen gegenüber Deutschland einnehmen: Die Bundesrepublik (vertreten durch die Bundesregierung) ist aufgefordert, einen Plan vorzulegen, wie sie gedenkt, sukzessive die bereits 2009 eingegangene Verpflichtung für ein “integratives Schulsystem auf allen Ebenen” (Art. 24 UN-BRK) umzusetzen.
Ein solcher Plan existiert bis heute nicht.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Das ändert jetzt genau was daran, dass die Bedingungen in den allermeisten Schulen auch nur ansatzweise gelingende Inklusion nicht hergeben und trotzdem den Eltern das Dazustellen eines Stuhls als Inklusion verkauft wird?
Über was reden wir jetzt hier – über die Situation heute oder das, was wir (und Betroffene) fordern? Wer Dinge ändern will, muss sie angehen. Wer nichts angeht, wird auch nichts ändern.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
“Über was reden wir jetzt hier – über die Situation heute oder das, was wir (und Betroffene) fordern?”
Meiner Meinung nach geht es zu allererst um die Menschen, die aktuell unter den schlechten Bedingungen, der aktuellen Inklusion zu leiden haben. Das sind Tausende Schüler, Lehrer, Erzieher und Eltern. Sind die Ihnen alle egal? Die sollen sich nicht so haben? Irgendwann in ferner Zukunft wird es für die zukünftigen Betroffenen bestimmt besser. Wir müssen nur alle ganz fest dran glauben? Man muss halt Opfer bringen?
Nee, ich glaube nicht mehr dran, denn wenn jetzt alle brav mitmachen, das letzte aus sich rausholen, um das große, sich anbahnende Disaster aufzuhalten, kommt bei den “Entscheidern” nur an, seht her, es läuft doch, also warum etwas ändern.
“Das sind Tausende Schüler, Lehrer, Erzieher und Eltern. Sind die Ihnen alle egal?”
Wie kommen Sie auf diesen Quatsch – weil wir die Inklusion im Grundsatz (selbstverständlich) befürworten? Gibt es bei Ihnen nur Freund oder Feind, Schwarz oder Weiß, Paradies oder Armageddon?
Wir unterstützen auch – täglich – die Forderung nach guten Arbeitsbedingungen für Lehrkräfte. Ist das dann ebenfalls sinnlos, weil es gute Arbeitsbedingungen ja derzeit gar nicht gibt? Müssen wir die Welt verbal abfackeln, damit Sie zufrieden sind? Und wem soll das dann nützen?
Sorry, wenn Sie Weltuntergang lesen möchten, sind Sie bei uns falsch. Dafür sind die vielen Rechtsaußenpostillen gut, die sich ja blendend verkaufen (und wenn nicht, dann mal eben von Milliardären finanziert werden). Wir stehen für kritischen, aber konstruktiven Journalismus.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
“Wir unterstützen auch – täglich – die Forderung nach guten Arbeitsbedingungen für Lehrkräfte.”
Aber DIE haben ja auch keine Behinderung 🙁
Ich rede über den Jetzt-Zustand, denn in und mit diesem muss ich arbeiten.
Wenn Ihre Forderungen erfüllt sind, was die inklusionsgerechte Ausstattung der Schulen betrifft, sehe ich keine systemischen Probleme bzgl. Umsetzung von Inklusion. Dann gern alle in eine Schule.
“Wenn Ihre Forderungen erfüllt sind”
Ist das Gesetz – schreiben Sie der Politik, welche dieses verschleppte ^^
Naja, Sie verteidigen die unzureichende Bildungspolitik damit, dass zu wenig getan wurde.
Warum Sie diese Politik mit deren Worten verteidigen, müssen Sie selber wissen, eine Verbesserung fordern Sie damit jedoch nicht.
Abschaffen der Inklusion ist unmöglich, also ziehen alle Erwachsenen, die keinen Bock auf Kinder mit Behinderung haben, diese mit Krabbenmentalität nach unten anstatt zu gestalten/ Verbesserung zu fordern/ mit jenen scharf ins Gericht zu gehen, welche die Inklusion verschleppten
Hardcore-Plan, weniger ist nicht drin!
Sind Sie dann “Hardcore-Grundgesetzbrecher*innen”, welche Kindern den gesetzlichen Anspruch auf Inklusion in die Gesellschaft noch länger verwehren will?
Warten wir ab, was die Hardcore-Gerichte dazu entscheiden werden ^^
Jup, das Deutsche Grundgesetz ist für manche Schneeflöckchen echt Hardcore.
Zuerst dürfen Frauen wählen und jetzt das! Und nach beinahe zwanzig Jahren wird evaluiert, wie sich Deutschland mit seinen Reformen anstellt – mehr Hardcore ist kaum denkbar XD
(Übrigens forderte ich nie das jetzige (!) Abschaffen aller Förderschulen, sondern dass wir uns ernsthaft auf den Weg machen, anstatt gerade den Politiker*innen nach dem Mund zu reden, die für die angeblich untragbare Situation derzeit verantwortlich sind.
“Seltsam”, dass trotzdem alle um noch mehr Zeit fragen, statt Verbesserungen)
Das kommt nun einmal dabei heraus, wenn man so einen “Schnellschuss macht”, also etwas beschließt, was man vorher weder durchdacht noch auf Umsetzbarkeit geprüft hat.
“Leider sind Sie bisher null auf mein Gedankenexperiment mit der Klasse 8c eingegangen.”
Ihre Gedanken aus dem Elfenbeinturm? Nein, Danke 😀
Fragen Sie die Experten vor Ort! Bla unterrichtet an einer Schule mit Inklusionskindern, fragen Sie ihn – die Privatschulen müssen liefern 😉
Offensichtlich haben Sie noch nicht nachgeschlagen.
Naja … Ihr Problem im Diskurs ist, dass Sie hier “parallel fahren”. Warum?
Ihr Punkt ist ein komplett anderer als die der Kommentatoren.
Sie prangern hier – völlig zurecht – die Nichtleistung und Bereitstellung durch den AG/Politik/Staat an. Absolut zurecht. Muss man so benennen.
Viele KommentatorInnen prangern den Ist-Zustand ebenfalls an. Sehen dies als “Schnellschuss” [nicht zeitlicher Faktor – sondern ressourcenmäßiger Faktor]. Und haben auch damit absolut recht.
Jetzt hat man beide “Schienen”. Beide nachvollziehbar und richtig …
Jetzt die Masterfrage an Sie/gerne auch an die Redaktion:
Wie als Lehrkraft damit umgehen?
Wie als Schule damit umgehen?
Wie “weitermachen”?
Was sind die konkreten Forderungen an LuL und “Schule”?
Bei Forderungen an AG/Staat … Denke ich sind sich viele einig. Passt. Aber was machen, wenn das nicht umgesetzt wird?
Ansonsten ist und bleibt das erstmal mehr “Schein als Sein”.
“Jetzt die Masterfrage an Sie/gerne auch an die Redaktion:
Wie als Lehrkraft damit umgehen?
Wie als Schule damit umgehen?
Wie “weitermachen”?”
Klingt so, als würden SIE parallel fahren, meinen Sie nicht? 😉
Aber geben Sie uns doch einen positiven Ausblick, wie es seien könnte: Wie läuft es bei Ihnen an der Privatschule?
Wie gehen Sie als Lehrkraft/ wie als Schule mit der Inklusion um?
Nicht das jemand denken könnte, Sie hätten die so oft beklagten Probleme anderer! Bei Ihnen läufts, sonst Gemd zurück! Also? 😀
“Viele KommentatorInnen prangern den Ist-Zustand ebenfalls an. Sehen dies als “Schnellschuss” [nicht zeitlicher Faktor – sondern ressourcenmäßiger Faktor]. Und haben auch damit absolut recht.”
Wann hat kann sich eines der reichsten Länder der Welt erlauben, Menschen mit Behinderung am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen?
Aber wenn Ihr Argument ist: “Haha! Es gibt keine Ressourcen, weil uns Behinderte nicht scheren!” – DAFÜR haben wir das Grundgesetz.
Wie oft denn noch?? Zu wenige Ressourcen sind KRITIK, KEINE AUSREDE 😀
Jetzt gibt es neue Pläne, die einen Rückschritt für die Inklusion bedeuten.
Du lieber Himmel, mehr “Rückschritt” (größere Rückschritte!) , als eh schon vorhanden, kann es doch eigentlich gar nicht geben. 🙁 (Heul!)
Alle Kuk, die ich kenne, hoffen eigentlich auf “Fortschritt (/e)”, was leider nicht zu erwarten ist – nicht in den nächsten 10 Jahren…
Wenn jahrzehntelang auf Aufschub gepocht wird, ist nicht viel zu erwarten, ja.
Was lässt Sie annehmen, die dafür verantwortliche Politik, deren weiteres Aufschieben Sie begrüßen würden, würde in zehn Jahren weiter sein?
Nachtrag:
“Das Ziel der Aktion, die Förderschulen zu schließen und die Kinder in Regelschulen zu integrieren, ist eine bessere Inklusion.”
Wenn es nicht so traurig wäre würde ich mich bei dieser Aussage echt schlapp lachen! 🙁
Ich glaube, Sie haben die Aussage missverstanden.
Oder meinen Sie, meinen Kinder in Parallelwelten zu sozialisieren (am besten danach direkt in die Werkstatt, Wohngebäude gleich nebenan) wäre die “bessere Inklusion”?
Oder meinen Sie, meinen Kinder in Parallelwelten zu sozialisieren (am besten danach direkt in die Werkstatt, Wohngebäude gleich nebenan) wäre die “bessere Inklusion”?
Sorry! Wie meinen?
Meinen Sie, Parallelschulsysteme wären besser für die Teilhabe von Sonderschüler*innen?
Die Abschaffung der Förderschulen darf auch erst dann erfolgen, wenn alle Voraussetzungen an den Regelschulen erfüllt sind.
Man zieht auch nicht mit Familie aus einer Mietwohnung aus, wenn man einen Bauplatz gekauft hat und zeltet dann jahrelang darauf, bis man den Rohbau des Hauses fertig hat und man zumindest unter einem festen Dach einziehen kann, obwohl der Innenausbau noch fehlt.
Aha. Die Polizei legt dann erstmal die Arbeit nieder, bis sie alle Straftaten hundertprozentig vermeiden/ aufklären kann.
Die Feuerwehr beginnt erst mit Löscharbeiten, wenn der Erfolg unausweichlich ist und Ärzt*innen lassen sich nicht mehr auf so halbe Sachen wie Therapien ein…
“Die Abschaffung der Förderschulen darf auch erst dann erfolgen, wenn alle Voraussetzungen an den Regelschulen erfüllt sind.”
Also zwei parallele Systeme, von dem eines komplett “leer” ist, bis gewechselt werden kann? Oder wie darf ich mir Ihre Phantasie vorstellen, die nie, in keinem anderen Bereich so durchgeführt wurde und wird?
„ Die Polizei legt dann erstmal die Arbeit nieder, bis sie alle Straftaten hundertprozentig vermeiden/ aufklären kann.“
Die Polizei klärt keine Fälle auf, wenn sie keine Spurensicherung, Kriminologen und Pathologen hat. Korrekt.
„ Die Feuerwehr beginnt erst mit Löscharbeiten, wenn der Erfolg unausweichlich“
Die Feuerwehr beginnt nicht mit den Löscharbeiten, wenn ihr weder persönliche Schutzausrüstung noch Gefährt noch Löschmittel zur Verfügung stehen. Korrekt.
„ Ärzt*innen lassen sich nicht mehr auf so halbe Sachen wie Therapien ein…“
Soll häufiger vorkommen, dass Allgemeinmediziner keine Hirnchirurgie und Zahnärzte keine Allgemeinmedizin leisten. Jeder das, was er gelernt hat – für den Rest gibts Spezialisten. Korrekt.
So isses!
Ich gebe Ihrer Ärztin bescheid, dass Ihre nächste OP nicht vollzogen werden muss, wenn sie keine 100%ige Erfolgschance hat. Vielleicht läuft es in 10 Jahren ja besser
Danke, Mika BB!
Ich gebe der Polizei bescheid, dass sie erst Ermittlungen bezüglich des Einbruchs bei Ihnen aufnehmen muss, wenn genug Personal eingestellt wurde, um sämtliche Einbrüche aufzuklären
Nö, die ermitteln schon, dauert alles nur viel länger und evtl. gehen dabei auch ein paar wichtige Hinweise unter, z. B. wenn Zeugenaussagen erst Wochen später protokolliert werden (selbst erlebt).
In welcher Parallelwelt/ auf welcher rosa Wolke/ auf welchem Elfenbeinturm/ in welcher kleinen Blase leben Sie eigentlich? Bewegen Sie endlich mal Ihren Allerwertesten in die reale Welt, jenseits Ihrer Wunschvorstellungen. Für den Anfang empfehle ich Ihnen, ehrenamtliche Tätigkeiten in einem Brennpunkt . Das “erdet” ungemein!, wenn man wirklich MIT Menschen redet, statt darüber zu philosophieren, wie Menschen sich, Ihrer Meinung nach, zu fühlen und zu verhalten haben sollten. Der Konjunktiv ist eine bequeme Ausrede für “Wolkenkuckucksheimer” wie Sie einer sind! Aber ich verstehe Sie, es gibt einem so ein tolles Gefühl, wenn man genau weiß, was andere tun sollten, die Zuschauer- (Besserwisser-) Rolle macht mehr Spaß und ist weniger anstrengend.
Also macht die Polizei nichts, bis genug Personal angestellt wurde – besorgniserregend aber glücklicherweise falsch 😉
Die Feuerwehr löscht keine Feuer, wenn nicht sämtliche Schutzausrüstung für alle bereitgestellt wird. Ich muss beizeiten mal die Feuerwehr fragen, ob die keine Feuer mehr löschen, wenn etwas fehlt…
Fie Ärzt*innen haben Sie wohl missverstanden, ich bin mir sicher, dass Operationen auch – mit Einverständnis – stattfinden, wenn keine absolute Erfolgsgarantie besteht.
Aber bei diesen Berufen geht es ja auch nur um Menschenleben und bei der Inklusion nur um die Leben von Kindern mit Behinderung.
Immer schön Parteien wählen, welche lügen, dass Inklusion optional sei, um sich dann über schlechte Ausstattung zu beschweren – auf dem Rücken von Kindern
Nur dass eine bessere Art der Beschulung als diese schlechte Inklusion, die Sie hier fordern, ohne mehr Personal möglich ist.
Und in M-V will man diesen Weg gehen.
“Alle unter einem Dach” ist Teilhabe und passende Beschulung.
“Nur dass eine bessere Art der Beschulung als diese schlechte Inklusion, die Sie hier fordern, ohne mehr Personal möglich ist.”
Ach, ist es doch eine Kostenfrage? Schön, dass Sie zugeben, wie die zuständige Bildungspolitik aufs Geld, nicht Bildung und Teilhabe zu schauen …
Dass die Abschlüsse in der Inklusion unter schwierigen Rahmenbedingungen – trotzdem!! – über den Sonderschulen liegt bewies ja die Bertelsmannstiftung. Wenn Sie Quellen bezüglich des größeren Lernerfolgs an Förderschulen haben, hauen Sie raus!
Wenn Sie beispiele für Ressourcen und vorzeigbare Inklusion suchen, schreiben Sie doch mal Bla an. Wie schnell plötzlich die Inklusion gelingen kann, wenn sie muss 😉
Die Feuerwehr und die Ärzte können sicher mehr Leben retten, Komplikationen vermeiden und Ausfälle (Erkrankungen, Unfälle, ….), beim eigenen Personal verringern, wenn sie entsprechend ausgestattet sind . Die Wartezeiten auf einen Facharzttermin wären auch viel geringer und manche notwendige Behandlung würde bei rechtzeitiger Behandlung erfolgreicher verlaufen und weniger Kosten verursachen ….
Machen die bis dahin nichts?
Ihrer Argumentation folgend würden Lehrkräfte in der Inklusion nicht aufhören, sondern weitermachen UND von Verbesserungen profitieren.
Entspricht nicht ganz dem Gewäsch nach einer “Pause” bis alle Ressourcen bereitstehen 😉
Es muss das Recht auf Inklusion und Teilhabe geben, jedoch kein Zwang.
Es gibt private Schulen, wohin man sich bei einigen Problemen an Regelschulen zurückziehen kann.
Es gibt eine Schule nur für Sinti und Roma (Die Schaworalle in Frankfurt), wo Kinder einen geschützten Raum und die angepassten an ihren Background Bedingungen haben sollen.
Es gibt Schulen für Hochbegabte, wo sie besonders stark gefordert werden.
Es gibt Safe Spaces für BIPoC.
Unsere Stadt organisiert jeden Sommer einen Schwimmkurs NUR für neuangekommene muslimisiche Frauen.
Wenn diese Minderheiten Recht auf geschützten Raum und besondere Förderung haben, Recht auf Exclusion, warum sollen Kinder mit Behinderung es nicht haben?
Viele Kinder profitieren von Inklusion, einige haben es aber schwer unter heutigen Bedingungen und wären besser an Förderschulen unterstützt.
Eltern, die ihre Kinder unter den existierenden Umständen nicht inklusive beschulen lassen möchten, sollen auch gehört werden.
“Es muss das Recht auf Inklusion und Teilhabe geben, jedoch kein Zwang.”
Na dann müssen Sie sich ja mit der aktuellen Lage pudelwohl fühlen 🙂
Nichts für ungut, aber Sie klingen definitiv nicht nach einer der Regelschulkräfte, die sich DEUTLICH bessere Unterstützung wünschen