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Schule der Zukunft: Nimmt KI Lehrkräften die Arbeit weg? “Hoffentlich!” – Warum Digitalisierung Schule menschlicher machen kann

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KIRCHBERG AN DER JAGST. Macht KI Lehrkräfte überflüssig? Soll Schule fehlerfrei funktionieren – und Lernen möglichst effizient getaktet werden? Oder braucht Bildung im 21. Jahrhundert genau das Gegenteil: mehr Menschlichkeit, mehr Mut zum Irrtum und mehr Zeit zum Verstehen? In einer vierteiligen Reihe im Rahmen des News4teachers-Themenmonats „Schule der Zukunft“ (aus Anlass der bevorstehenden didacta) beschreibt Alexander Franz, Schulleiter der Schloss-Schule Kirchberg und langjähriger MINT-Lehrer, zehn zentrale Hebel für eine Schule der Zukunft aus der Perspektive eines Praktikers. Teil drei: Warum KI Lehrkräfte entlasten statt ersetzen sollte, warum Fehler Lernen antreiben – und warum Schule aufhören muss, in 45-Minuten-Häppchen zu denken.

Hier geht es zu allen Teilen der Reihe.

Kollege KI. Illustration: Shutterstock

Zehn Hebel für die Schule der Zukunft (6–8)

6 Nimmt KI Lehrkräften die Arbeit weg? (Hoffentlich!) – Warum Digitalisierung Schule menschlicher machen kann

Die Sorge ist groß: Wenn Künstliche Intelligenz Unterrichtspläne schreibt, Aufsätze korrigiert und Wissensfragen beantwortet – wozu braucht es dann noch Lehrkräfte? Die Antwort ist unbequem, aber befreiend: Wir brauchen Lehrkräfte nicht weniger, sondern endlich für das Richtige. Denn alles, was KI gut kann, war nie der Kern guter Bildung.

Das Paradoxon der Digitalisierung liegt genau hier. Die zentrale Frage lautet nicht, wie wir Schule mit KI effizienter machen, sondern wie wir KI nutzen, um Schule zu humanisieren. Wenn Digitalisierung nur dazu dient, das alte System schneller zu machen – mehr Stoff, mehr Tests, mehr Kontrolle –, verpassen wir ihre eigentliche Chance. Internationale Bildungsanalysen warnen genau davor: Technologie verbessert Lernen nicht automatisch, sie verstärkt lediglich das bestehende System (OECD, 2021). Merksatz: Digitalisierung verstärkt, was da ist – sie ersetzt es nicht.

Richtig eingesetzt kann KI dort helfen, wo Lehrkräfte heute Zeit verlieren, ohne pädagogisch wirksam zu sein. In Klassen mit 25 bis 30 Schüler:innen ist individuelle Förderung oft eine Illusion. Adaptive, KI-gestützte Lernsysteme können hier real unterstützen, indem sich Aufgaben in Echtzeit anpassen, Lernlücken sofort erkannt werden und Feedback unmittelbar erfolgt. Studien zeigen, dass adaptive Lernsysteme Lernfortschritte signifikant erhöhen können, wenn sie didaktisch eingebettet sind (OECD, 2021; Pane et al., 2015).

Auch bei Korrekturen kann KI entlasten. Die Überprüfung von Rechtschreibung, Grammatik und formalen Kriterien ist zeitintensiv, aber pädagogisch nur begrenzt wirksam, wenn sie isoliert erfolgt. KI kann hier vorstrukturieren, Fehler clustern und Muster sichtbar machen. Die Lehrkraft gewinnt dadurch Zeit für qualitatives Feedback – also genau das, was Lernen nachweislich fördert (Hattie & Timperley, 2007). Merksatz: Nicht alles, was Zeit frisst, fördert Lernen.

Der größte Hebel liegt jedoch nicht in der Technik, sondern in der freigesetzten Zeit. Wenn Routineaufgaben automatisiert werden, kann die Lehrkraft das tun, was kein Algorithmus kann: Beziehungen aufbauen, motivieren, coachen, Lernprozesse begleiten und Werte vermitteln. Gerade Beziehung ist einer der stärksten Wirkfaktoren für Lernen (Hattie, 2012; Immordino-Yang, 2016). KI kann Feedback geben – aber keine Beziehung.

Bildungspolitisch zeichnet sich dabei ein klarer Konsens ab. KI soll unterstützen, nicht entscheiden. Die Kultusministerkonferenz betont, dass pädagogische Verantwortung beim Menschen bleibt, KI ein Werkzeug und kein Akteur ist und Entscheidungen über Bewertung, Förderung und Selektion nicht automatisiert werden dürfen (KMK, 2023). International wird dieses Prinzip als „Human-in-the-loop“ bezeichnet. Merksatz: KI darf helfen – aber nicht herrschen.

Das Fazit dieses Hebels lautet daher: KI ersetzt keine Lehrkräfte, aber sie verändert ihre Rolle. Der fünfte Hebel für die Schule der Zukunft heißt, der Maschine die Maschinenarbeit zu geben und dem Menschen den Menschen. KI wird Lehrkräfte nicht überflüssig machen, aber sie wird jene Schulen abhängen, die an einem Unterricht festhalten, in dem Lehrkräfte vor allem Verwaltungs- und Korrekturkräfte sind. Oder zugespitzt: Die Zukunft gehört nicht der KI, sondern den Menschen, die sie klug nutzen.

7 Warum wir unsere Kinder „falsch“ korrigieren – und Fehler der Treibstoff des Lernens sind

Haben Sie schon einmal das Wort „Fehler“ betrachtet? Es ist ein Anagramm. Stellt man die Buchstaben um, entsteht „Helfer“. In unseren Schulen sind Fehler jedoch oft keine Helfer, sondern Urteile. Der Rotstift markiert Defizite, die Note fixiert einen Status. Das ist nicht nur pädagogisch problematisch, sondern neurobiologisch kontraproduktiv.

Unser Gehirn ist keine Festplatte, sondern eine Vorhersagemaschine. Es sagt permanent voraus, was gleich passieren wird, und überprüft diese Erwartungen laufend. Lernen geschieht genau dann, wenn diese Vorhersage falsch ist. Die Forschung spricht vom sogenannten Prediction Error, dem Vorhersagefehler. Neurobiologisch bedeutet das, dass eine Erwartung verletzt wird, dopaminerge Systeme reagieren, neuronale Modelle angepasst werden und sich Synapsen verändern. Dieser Mechanismus ist zentral für Neuroplastizität (Schultz, 1998; Friston, 2010). Merksatz: Ohne Fehler kein Update.

Alexander Franz. Illustration: Shutterstock

Wer Fehler vermeidet oder aus Angst vertuscht, verweigert seinem Gehirn genau diesen Lernimpuls. Viele schulische Routinen senden jedoch ein fatales Signal: Mach bloß keinen Fehler. Die typischen Effekte sind Risikovermeidung, oberflächliches Lernen, Abschreiben statt Denken und Angst vor Neuem. Damit sabotieren wir genau den Mechanismus, der Lernen überhaupt erst möglich macht. Merksatz: Angst macht fehlerfrei – aber dumm.

Die Psychologin Carol Dweck unterscheidet zwei grundlegende Denkhaltungen. Im sogenannten Fixed Mindset gilt ein statisches Selbstbild. Aussagen wie „Ich bin halt schlecht in Mathe“ dominieren, Fehler werden als Beweis von Unfähigkeit gedeutet und Anstrengung als Zeichen mangelnder Begabung. Motivation sinkt, Lernbereitschaft bricht ab. Dem gegenüber steht das Growth Mindset, ein dynamisches Selbstbild. Aussagen wie „Ich kann das noch nicht“ prägen diese Haltung. Fehler werden als notwendiger Lernschritt verstanden, Anstrengung als Wachstum. Herausforderungen werden angenommen.

Neurobiologisch ist das plausibel, denn Fähigkeiten sind nicht fix, sondern durch Übung, Feedback und Fehler formbar (Draganski et al., 2004; Kempermann, 2019). Merksatz: Talent ist kein Zustand – sondern ein Prozess.

Eine fehlerfreundliche Schule bedeutet dabei nicht Beliebigkeit, sondern präziseres Lernen. Fehler zu enttabuisieren heißt, Scheitern als Zwischenstation zu begreifen (Hattie & Timperley, 2007). Fehler zeigen, wo Lernen beginnt. Entscheidend ist zudem, Prozesse stärker zu bewerten als Produkte. Lob für Strategie, Anstrengung und Ausdauer statt für vermeintliche Begabung wirkt lernförderlich (Dweck, 2006). Merksatz: Was wir loben, vermehren wir.

Auch Noten müssen neu gedacht werden. Klassische Noten sind oft Momentaufnahmen und bilden Lernentwicklung nur unzureichend ab. Studien zeigen, dass formative Rückmeldungen Lernen stärker fördern als summative Bewertungen (Black & Wiliam, 1998). Lernen ist eine Kurve, keine Punktlandung.

Das Fazit des siebten Hebels lautet daher: Fehler sind keine Schwäche, sie sind der Beweis von Mut. Der siebte Hebel für die Schule der Zukunft heißt, Fehler nicht zu bestrafen, sondern Lernen daraus sichtbar zu machen. Ein Fehler zeigt, dass jemand ausprobiert, die Komfortzone verlassen und gelernt hat. Oder zugespitzt: Wer keine Fehler macht, lernt nichts Neues.

8 Warum die Welt nicht in 45-Minuten-Häppchen passt – und Lernen Zeit braucht

Klingeling. Mathe vorbei. Buch zu. Klingeling. Deutsch. Jetzt sind wir Dichter. Klingeling. Bio. Jetzt Forscher. Unser Schulalltag ist vielerorts noch immer getaktet wie ein Fließband der Industrialisierung. Das Problem ist offensichtlich: Die echten Probleme unserer Zeit halten sich nicht an Fächergrenzen. Der Klimawandel ist Physik, Politik, Ethik und Wirtschaft zugleich. Demokratie ist Geschichte, Sprache, Psychologie und Medienkompetenz. Keines dieser Themen passt in 45-Minuten-Häppchen.

Aus lernpsychologischer und neurodidaktischer Sicht ist Tiefenlernen kein Sprint, sondern ein Prozess. Verstehen braucht Zeit, Transfer braucht Wiederholung und Bedeutung entsteht durch Anwendung. Studien zu Deep Learning und projektbasiertem Lernen zeigen, dass komplexes Denken vor allem dort entsteht, wo Lernende zusammenhängend, problemorientiert und selbstgesteuert arbeiten können (Bransford et al., 2000; OECD, 2018). Der permanente Fach- und Themenwechsel verhindert genau das. Merksatz: Was wir ständig unterbrechen, kann sich nicht vertiefen.

Das klassische Format erzeugt stattdessen häufig kurzfristiges Auswendiglernen, schnelles Vergessen und geringe Transferleistung. Die Lernforschung spricht hier von oberflächenorientiertem Lernen, das zwar prüfungsrelevant, aber kaum nachhaltig ist (Marton & Säljö, 1976). Merksatz: Was man nur für die Stunde lernt, ist nach der Stunde weg.

Ein erprobtes Gegenmodell ist der FREI DAY, initiiert unter anderem von Margret Rasfeld und Schule im Aufbruch. Zentral ist hier zunächst Zeit. Schulen stellen regelmäßig mehrere zusammenhängende Stunden pro Woche zur Verfügung, häufig drei bis vier. Zeit ist dabei keine Randbedingung, sondern der eigentliche Hebel. Ohne Zeit kein Denken. Inhaltlich orientiert sich die Arbeit an den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen. Die Projekte sind damit global relevant, gesellschaftlich bedeutsam und anschlussfähig an Bildung für nachhaltige Entwicklung (UNESCO, 2017). Sinn erweist sich hier als stärkster Motivator.

Gleichzeitig zeichnet sich der FREI DAY durch Freiheit aus. Es gibt keine Noten, keinen engen Lehrplan und keine vorgegebenen Lösungen. Die Lehrkraft agiert als Lernbegleiter:in, Coach und Reflexionspartner. Das fördert Selbststeuerung, Verantwortung und intrinsische Motivation (Deci & Ryan, 2000). Freiheit erzeugt Verantwortung, nicht Chaos.

In diesen Formaten erleben Schüler:innen Selbstwirksamkeit statt Passivität. Sie erfahren, dass sie etwas bewirken können, dass ihre Ideen zählen und ihr Handeln Wirkung hat. Sie gründen Schülerfirmen, organisieren lokale Umweltprojekte, entwickeln soziale Initiativen oder politische Aktionen. Dabei trainieren sie Kompetenzen wie Projektmanagement, Teamarbeit, Durchhaltevermögen und den Umgang mit Scheitern. Das entspricht zentralen Dimensionen von Selbstwirksamkeit (Bandura, 1997) und den 4Ks (OECD, 2018). Wer Verantwortung erlebt, lernt nachhaltig.

Für Schule bedeutet das: Formate wie der FREI DAY sind keine nette Ergänzung am Rand des Systems. Sie sind ein Strukturbruch – und genau deshalb wirksam. Sie zeigen, dass Lernen Zeiträume braucht statt Zeitfenster, Verantwortung durch Freiheit entsteht und Zukunftskompetenzen durch echte Probleme wachsen. Oder zugespitzt: Die Schule der Zukunft denkt in Projekten, nicht in Stunden.

Das Fazit des achten Hebels lautet daher: Zukunft lässt sich nicht takten. Wer will, dass Schüler:innen morgen Verantwortung übernehmen, muss ihnen heute die Räume geben, sie zu üben. News4teachers 

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Katze
3 Monate zuvor

„Schule der Zukunft: Nimmt KI Lehrkräften die Arbeit weg?“
Darauf ein fröhliches Hoffentlich! Schließlich könnte KI ja endlich das leisten, was jahrzehntelange Reformen zuverlässig verhindert (äh vorbereitet) haben.
Dann blubberts wieder in bekannten Worthülsen:
„Wenn Digitalisierung nur dazu dient, das alte System schneller zu machen – mehr Stoff, mehr Tests, mehr Kontrolle –…“ Häää?
Von welchem alten System ist hier die Rede?
Die fachliche Bildung wurde doch über Jahre so gründlich entkernt und IQB‑konform kompetenzorientiert weichgekocht, dass man sie nur noch an den Pisa‑Kurven erkennt – in Schieflage wie der Turm von Pisa aber ähnlich stabil.
Mehr Stoff, mehr Anstrengung, Leistung um der Leistung willen? Das ist doch längst museal.
Natürlich darf die pädagogische Zauberformel nicht fehlen:
„Eine fehlerfreundliche Schule bedeutet präziseres Lernen.“
Klar. Fehler enttabuisieren – aber bitte ohne Noten, ohne Konsequenzen und ohne die gegen Exen demonstrierenden Amelies oder die Bürgerräte gegen Hausaufgaben und Leistungsdruck zu irritieren.
Intrinsische Motivation regelt das schon, zumindest in den Präsentationen der Idealisten.
„Ein Fehler zeigt, dass jemand die Komfortzone verlassen hat.“
Ein hübsches Bild.
Nur liegt die “bestellte”schulische Komfortzone seit Jahren so tief und weich, weil man sie als pädagogisches Schongebiet installiert hat. Und ausgerechnet die Lernenden, die ja förmlich vor innerem Antrieb strotzen, sollen sie freiwillig verlassen?
„Studien zu Deep Learning und projektbasiertem Lernen zeigen, dass komplexes Denken vor allem dort entsteht, wo Lernende zusammenhängend, problemorientiert und selbstgesteuert arbeiten können.“
Wunderschön.
Selbststeuerung als Zauberwort – als hätte Generation Daddelfix nur darauf gewartet, endlich selbstgesteuert, selbstdiszipliniert und hochfokussiert präziser zu lernen.
Besonders in einem System, in dem Scheitern keine spürbaren Konsequenzen hat und jede Form von Rückmeldung sofort als „Leistungsdruck“ etikettiert wird.
Die intrinsische Motivation wird’s schon richten.
Die schlummert ja angeblich in jedem Jugendlichen – tief, tief drinnen, irgendwo zwischen TikTok‑Feed und 47 geöffneten Browser‑Tabs.
Als guter Lehrer muss man sie nur „aktivieren“.
Am besten mit noch mehr Projekten, noch weniger Struktur und der festen Überzeugung, dass Selbststeuerung schon irgendwie passiert, wenn man sie nur oft genug beschwört.
Das ist ungefähr so realistisch wie die Vorstellung, KI würde die Schule „menschlicher“ machen.
Am Ende bleiben wieder große Visionen:
Digitalisierung als Heilsbringer und KI als empathische Partnerin.
Alles wird individueller, gerechter, menschlicher!
Na dann: auf zu neuen Ufern – das Wasser ist flach genug, dass man sie zumindest problemlos als „angstfrei“ ausweisen kann.

Philanthrop
3 Monate zuvor
Antwortet  Katze

Bei dem rückwärtsgewandten Unterrichts- und Selbstverständnis einiger Foristen hier würde deren Ersatz durch eine KI den erteilten Unterricht qualitativ deutlich verbessern – auch wenn diese sich selbst vermutlich für unübertreflich und unersetzlich halten.

Katze
3 Monate zuvor
Antwortet  Philanthrop

Ach nee, der Philanthrop schon wieder. Erst erklären Sie leistungsorientierte Lehrkräfte zu ‚rückwärtsgewandten‘ Figuren, nur damit Ihr eigenes pädagogisches Selbstverständnis als Fortschritt durchgeht. Ihr Konzept von Bildung scheint darin zu bestehen, Anspruch zu verdünnen, bis er niemanden mehr belastet – außer natürlich jene, die ernsthaft etwas erreichen wollen. Und dann verkaufen Sie sogar den Austausch solcher Lehrkräfte durch eine KI als Qualitätsgewinn, vermutlich in der Hoffnung, dass ein Algorithmus Ihre weichgespülten Maßstäbe endlich ohne Widerspruch übernimmt.

GriasDi
3 Monate zuvor
Antwortet  Philanthrop

Warum sinkt Finnland im Pisa-Ranking und England steigt?

RSDWeng
3 Monate zuvor
Antwortet  Katze

Das “Hoffentlich” in der Überschrift ist eine bodenlose Frechheit. Bei den Absonderungen vieler Experten frage ich mich, ob sie jemals vor einer Klasse standen, einen Stundenplan bauten, ein Gespräch mit der Schulaufsicht führten, mit Leuten sprachen, die sich als Eltern bezeichneten……

dickebank
3 Monate zuvor
Antwortet  Katze

Aber seichte Gewässer sind gute Laichgebiete. Wenn’s schon mit dem Bildungszuwachs nicht klappt, dann aber mit dem Bevölkerungszuwachs. Dummheit schützt vor Schwangerschaft nicht. Auch so lässt sich die Binnennachfrage bei schwächelnder Wirtschaftslage ankurbeln. Müssen die OEM im Automotivesektor eben auf Kinderwagen umschwenken.

Tanya
3 Monate zuvor

Wir brauchen die Roboter dringend zur Unterstützung!!
Dann haben wir mehr Personal, Hilfe und können uns auf das Wesentliche konzentrieren. Z.B. Streit schlichten!
Dann geht auch die 35h Woche und Homeoffice!!

Unfassbar
3 Monate zuvor
Antwortet  Tanya

Ihre Frau und Hasi können sich beim Tee auf Tetras Terrasse ja darüber unterhalten.

Sabinchen
3 Monate zuvor
Antwortet  Unfassbar

Ach Homeschooling fände ich super, wenn das dann kommt.
Wir hatten letzte Woche Distanzunterricht wegen Glätte und das war ein Träumchen 🙂
1 Mal pro Woche oder 2, ich bin dabei 🙂
Die Väter sind ja auch schon oft im Homeoffice.

Heinz
3 Monate zuvor
Antwortet  Sabinchen

Homeoffice bringt bei unseren Schülern gar nichts. Für effektives Homeoffice müssten die Schüler zu mir nach Hause kommen, und das will ich nicht.

Walter Hasenbrot
3 Monate zuvor
Antwortet  Tanya

Streit zwischen Schülern schlichten geht bestimmt auch aus dem Home Office.

dickebank
3 Monate zuvor
Antwortet  Tanya

Unterrichtsbots und fünf Tage HO – selbstverständlich bei Erhöhung der Bezüge, wegen “dem” Technologiezuwachs.. Das wär’s doch:)

p.n.g.
3 Monate zuvor
Antwortet  Tanya

“… und können uns auf das Wesentliche konzentrieren. Z.B. Streit schlichten….”
Diese Aussage finde ich sehr interessant. Ist es jetzt schon so weit, dass Streitschlichten die wesentliche Aufgabe von Schule ist?
Warum kann man eigentlich keine Roboter für diese wesentliche Aufgabe einsetzen? (z. B. als Sparring-Partner oder Punching-Ball”?

GriasDi
3 Monate zuvor
Antwortet  Tanya

Welche SuS nehmen denn einen Roboter ernst. Mir fallen sofort diverse Klassen ein, die den mal Treppen “steigen” lassen oder aufschrauben.

Mr. Smith
3 Monate zuvor
Antwortet  Tanya

Wieso, der Streit wird je nach Intensität von RoboCop oder Terminator “geschlichtet”

Rainer Zufall
3 Monate zuvor

Warum hat der Roboter im Bild Zähne? Was isst der? (gruselig)

dickebank
3 Monate zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ölsardinen

Realist
3 Monate zuvor
Antwortet  dickebank

Mit oder ohne Dose?

Freiya
3 Monate zuvor
Antwortet  Realist

Mit!

Marion
3 Monate zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Der hat ja auch ‘ne Zunge.
Da mußten sie ihm natürlich Zähne reinmontieren, damit er beim Sprechen nicht so lispelt.

p.n.g.
3 Monate zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Warum nicht? Roboter können ja mittlerweile auch Zahnärzte ersetzen. Ein Zahnarzt ohne Zähne würde wohl wenig Vertrauen beim Patienten erwecken. 🙂
Autonomer Roboter bohrt schneller und präziser als Zahnärzte

Bla
3 Monate zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Warum wird “der Kollege KI” überhaupt als Roboter/Androide (?) symbolisiert und nicht als “Textstruktur/Code”?
Ich glaube ja, dass dort einfach ein “echter Kollege” drunter ist. Das erklärt sie Zähne/Zahnschiene und die Zunge.

Könnte das Schulmaskottchen des Eliteinternats sein.

Küstenfuchs
3 Monate zuvor

Ist ja alles schön und gut, aber der Autor, an dessen Schule nur Kinder kommen, deren elitäre Eltern über 3000€ monatlich auf den Tisch blättern und der dann kleine Klassen (17, max. 20) verspricht und indirekt damit auch fast ohne Migrationshintergrund, ist so Lichtjahre jenseits aller Realität im Bildungsbereich, dass ich mich frage, wieso die Redaktion nicht Menschen aus der tatsächlichen Praxis für eine solche Reihe nimmt.

vhh
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Sie verallgemeinern. Der Tenor des Autors ist, neben Zusammenfassung pädagogischer Ansätze(!), auch Kritik am (seiner Meinung nach) noch herrschenden status quo. Das ist keine neutrale Zusammenfassung, das ist auch Kritik an den Akteuren dieses status quo, dabei unterliegt er selbst aber einem confirmation bias, der sich aus dem Bild auf seine, hochgradig sozial selektierte Schülerschaft und den Möglichkeiten seiner speziellen Schule ergibt. Sie können das Meckern nennen, ein Begriff, der leider auch an Beschimpfung grenzt. Andere nennen es vielleicht den Versuch, reale Grenzen dieser pädagogischen Ansätze ins Spiel zu bringen. Sie wissen ebenso wie die meisten LeserInnen, dass diese wissenschaftlichen Ergebnisse (eigentlich Theorien, die meisten sind nicht in einer großen Untersuchung unter Realbedingungen getestet worden) von vielen Lehrkräften als Fingerübungen gesehen werden, fernab des Möglichen und schon mittelfristig weit über die Belastungsgrenze hinausgehend. A. Franz erhebt den Anspruch, eine Schule der Zukunft darzustellen, mit erhobenem Zeigefinger, Merksatz für Merksatz. Kann man machen, dieser Zeigefinger sieht aber wie Schule der Vergangenheit aus. Wer so umfassend beansprucht, einen besseren Weg aufzuzeigen, muss sich auch der Frage nach dem Möglichen stellen.

Canishine
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

er schreibt wissenschaftlich über den „State of the Art“ in der internationalen Pädagogik“
Er führt Studien an, um seine Merksätze plausibel zu machen.

Küstenfuchs
3 Monate zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich habe – und vermutlich haben Sie es mir auch nicht unterstellt – den Autor ja auch nicht persönlich angegriffen. Nur muss ich feststellen, dass wir beide zwar an einem Gymnasium als MINT-Lehrer unterrichten, nur unsere Alltagserfahrungen vermutlich kaum Überschneidungen haben. Und auch wenn Sie darauf hinweisen, dass er nicht als Schulleiter eines Elitegymnasiums schreibt, so kann man sich doch nie so ganz von seinen Alltagserfahrungen loslösen. Und man kennt einige Probleme erst gar nicht.
Nehmen wir sein Beispiel des FREI DAY. Ich würde ihm da zustimmen, dass dies eine gute Idee sein kann. Aber nur, wenn das Verhältnis Schüler-Lehrer stimmt, wenn der Lehrer als Lerncoach auch wirklich die Kinder begleiten kann. Und da sind wir wieder bei der Realität: Er kann das in seiner Eliteschule (vermutlich), das staatliche System in Zeiten von Lehrermangel sicher nicht. Das kostet schlicht zu viel Lehrerstunden und würde auch Geld für Um- und Anbauten von Schulgebäuden bedeuten.

In einem Artikel davor schreibt er über Flurschulen. Er hat Geld, er kann das ändern. Im staatlichen System wäre tatsächlich der Umbau von gut funktionierenden Schulgebäuden (nicht den großstädtischen Schrottimmobilien, in die auch Kinder gepfercht werden) so ziemlich das Letzte, was ich unter dem Zwang begrenzter Ressourcen im Bildungsbereich anfassen würde.

Lera
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Sehen Sie: Da fährt ein Trabi mit vier platten Reifen und ohne Lenkrad mit 5 km/h auf dem Standstreifen.

Was wären hier sinnvolle Ziele?

A) Der Trabi muss schneller fahren!

B) Wir müssen den Trabi reparieren/ einen Golf kaufen, DANN könnten wir schneller fahren.

Ingo
3 Monate zuvor

Jetzt Mal ernsthaft, es würde mich nicht wundern, wenn irgendwann noch in diesen Jahrhundert das Wissen über eine Schnittstelle ins Gehirn hochgeladen wird.

Stine
3 Monate zuvor

Ich sehe schon die Eltern, die künftig darüber aufgeklärt werden wollen, ob die Schule zur Bewertung nachher nicht irgendeine Hochrisiko-KI einsetzt, und die bei Klassenarbeits-Korrekturen fragen, ob das eine KI korrigiert hat, auf welchem LLM das Tool basiert, ob auch keine personenbezogenen Daten verarbeitet werden darin bzw. wie diese gesichert sind, ob die Ergebnisse ihrer lieben Kleinen zu Trainingszwecken in der KI genutzt werden… das wird sicher viel Zeit für Verwaltungsarbeiten ersparen, das zu dokumentieren.

Heinz
3 Monate zuvor

Also KI wird meinen Job niemals ersetzen. Warum? Weil mein Job leider viel mehr in der Erziehung als in der Wissensvermittlung besteht. Die reine Wissensaneignung ist jetzt schon theoretisch einfacher, als sie jemals war. Wenn es danach gehen würde, bräuchten wir gar keine Lehrer mehr, da man mit KI wunderbar sich selbst Dinge aneignen könnte. Bei dem idealen Schüler, mit der idealen Familie als Background könnte KI ggf. wirklich etwas bewirken.

Und wie sieht es in der Realität aus?
KI hilft kaum einem Schüler, weil die meisten Schüler nicht gewillt sind überhaupt irgendetwas zu tun, selbst wenn sie alle Möglichkeiten dazu hätten. Man darf auch nicht vergessen, dass Schüler einfach keine Studenten sind, und das was sie tun müssen auch niemals zu 100% freiwillig tun werden. Lernen mit KI ist so einfach wie nie, erfordert aber Disziplin und die ist immer weniger vorhanden.

Freiya
3 Monate zuvor
Antwortet  Heinz

Tststs, mit DER Aussage widerspechen Sie aber JEDEM Bildungs”experten”! Wo doch der Lernende an sich IMMER intrinsisch motiviert ist und darauf BRENNT, ihm in der Leistungsfähigkeit nicht Gewachsenen auf das eigene Niveau hochzuhelfen!

GriasDi
3 Monate zuvor
Antwortet  Heinz

Also mit KI Wissen aneignen, ich weiß nicht. Meine letzten Anfragen an ChatGPT 5 ergaben leider durchweg falsche Antworten.
Wenn SuS damit lernen, dann viel Spaß. Energie- und Impulserhaltung war gestern, heute sind wir (bzw ChatGPT) kreativer, aber Kreativität ist ja höher gewichtet als Wissen.

Stine
3 Monate zuvor

Ich hoffe der Frei Day hat wirklich irgendeinen Sinn und Zweck, denn bei uns soll er kommen. Die Erfahrungen mit dem intrinsischem Lernen haben bei uns bisher eher zu Frust und Ratlosigkeit oder auch Langeweile geführt. Wenn ich sehe, wie groß die Defizite zu dem, was sozusagen früher mit normalen Freitagen geschafft wurde, zu den Anforderungen weiterführender Schulen sind, dann hab ich arge Bedenken, was mit dem Freien Day auf uns zukommen mag. Denn dafür fällt ja Stoff weg bzw. Unterrichtszeit für die Grundlagen in Deutsch, Mathe und Sachkunde. Zu meiner Schulzeit gab es Projektwochen… mir erscheint das wesentlich sinnvoller, solange es auch bei den Lehrkräften wenig Erfahrungen mit diesen Formaten gibt. Die Kinder kommen mir aktuell vor wie Versuchskaninchen…

Alese20
3 Monate zuvor
Antwortet  Stine

Vielleicht vernetzen Sie dazu mit anderen Lehrkräften, die das schon machen und tauschen sich aus. https://schule-im-aufbruch.de/

Freiya
3 Monate zuvor

Hört sich ja alles toll an!
Aber wenn es von einem kommt, der postulierte, dass die Klassengröße nichts mit Lernerfolg zu tun hat – ach dann lass mal!

GriasDi
3 Monate zuvor

Zitat:
“Denn alles, was KI gut kann, war nie der Kern guter Bildung.”
Was kann den KI?

Und auch hier gilt: Die SchülerInnen müssen sich auch auf die KI einlassen bzw etwas tun, aber gerade das bezweifle ich. Manche SuS arbeiten nur dann, wenn jemand daneben steht und diese immer wieder antreibt, egal was gerade zu tun ist.
Die KI-Hoffnung wird genauso platzen wie die Digitalisierungshoffnung. Die 5%, die sie sinnvoll nutzen profitieren, dem Rest ist das alles ziemlich egal.

GriasDi
3 Monate zuvor

Zitat:
“Studien zu Deep Learning und projektbasiertem Lernen zeigen, dass komplexes Denken vor allem dort entsteht, wo Lernende zusammenhängend, problemorientiert und selbstgesteuert arbeiten können”

In Finnland wird das projektbasierte Lernen als einer der Faktoren genannt, wenn es um die Gründe von Finnlands Verschlechterung geht.

Ich durfte mal in einem Zeitungsartikel zu Deep Learning lesen, dass sich eine Jahrgangsstufe eine ganze Woche mit einem Thema in Geschichte beschäftigt hat und dort sehr deep gelearnt hat. Wenn man die Stunden zusammenzählt, sind das so viele Stunden wie sonst in einem Halbjahr. Ob das die Lösung ist. Ein Thema im Halbjahr, und vergessen ist das ein Jahr später auch wieder.

Mr. Smith
3 Monate zuvor

Bla bla bla…in der Realität sieht das ganz so aus:
– Telli mit lächerlichem Tell Point Volumen
– Telli das in der technischen Entwicklung immer hinterherhinken wird, weil natürlich jeder bei einer funktionellen Erweiterung oder Änderungen gefragt werden muss
– Rechtliche Hürden, die bestimmte Anwendungsfälle kaum im Unterricht ermöglichen
– Vorkorrekturen scheitern ebenfalls an besagten Hürden, jedoch wäre hier die meiste Arbeitszeit zu sparen
– Politiker bekommen den Hintern nicht hoch, um die Rahmenbedingungen zu ändern, die Regierungspräsidien haben meistens von KI nicht wirklich Ahnung und wenn man nichts weiß, bildet man eben nen Arbeitskreis

potschemutschka
18 Tage zuvor

Vor 60 Jahren erfunden: Berliner Joseph Weizenbaum und sein weltweit erster Chatbot “Eliza”
Joseph Weizenbaum betonte schon 1972 die Verantwortung im Umgang mit Technik und warnte in seinem Buch “Albtraum Computer” vor manchen Folgen.

potschemutschka
18 Tage zuvor

Aus dem Artikel zu Weizenbaum:
“Jahre später erschien dann sein Hauptwerk: “Die Macht der Computer und die Ohnmacht der Vernunft”. Darin kritisiere er die unreflektierte Technikbegeisterung von Wissenschaft und Gesellschaft.”
Das war vor 60 Jahren! Heute sind wir ein paar Schritte weiter, mit der unreflektierten Technikbegeisterung …