Start Nachrichten Waschbecken verstopft, Hahn geöffnet: Schüler setzen Schule unter Wasser 

Waschbecken verstopft, Hahn geöffnet: Schüler setzen Schule unter Wasser 

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BERLIN. Wasser auf den Fluren, tropfende Decken: Am letzten Schultag vor den Ferien haben sich möglicherweise Schüler einen folgenschweren Streich ausgedacht.

Der Wasserhahn blieb offen. (Symbolfoto) Foto: Shutterstock

Unbekannte haben am letzten Schultag vor den Winterferien Teile der Renée-Sintenis-Grundschule in Berlin-Frohnau unter Wasser gesetzt. Nach Angaben des Bezirksamtes wurde ein Waschbecken auf einem Gang mit Papier verstopft und ein Wasserhahn geöffnet, sodass große Mengen Wasser in das Schulgebäude eindrangen und Teile der Einrichtung beschädigten.

Der Boden des Flurs sei auf rund 45 Quadratmetern etwa einen Zentimeter hoch mit Wasser bedeckt gewesen, erläuterte ein Mitarbeiter. Das Wasser sei zudem teilweise ins Erdgeschoss gelaufen. Der Hausmeister habe den Schaden Freitagmittag entdeckt. Die Schadenssumme könne bislang nicht beziffert werden.

Schüler sollen für das Thema Vandalismus sensibilisiert werden

«Solche mutwilligen Beschädigungen treffen nicht nur Gebäude, sondern vor allem Kinder, Lehrkräfte und die gesamte Schulgemeinschaft. Wir werden alles daransetzen, die Schäden schnell zu beheben und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen», erklärte Bezirksstadtrat für Schule und Sport, Harald Muschner (CDU).

Das Bezirksamt Reinickendorf verurteile die Tat aufs Schärfste und bittet mögliche Zeugen, sachdienliche Hinweise der Polizei zu melden. Gleichzeitig werde mit der Schulaufsicht geprüft, welche präventiven Maßnahmen künftig ergriffen werden könnten, um die Schulgemeinschaften für das Thema Vandalismus zu sensibilisieren. News4teachers / mit Material der dpa

Wegen Vandalismus: Schüler müssen ihr Toilettenpapier selbst mitbringen

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Realist
7 Tage zuvor

Ganz unpädagogisch, sollte man die Täter fassen:

  • Schulverweis, ohne Wenn und Aber
  • zivilrechtliche Haftung, so ein Titel wirkt 30 Jahre, auch bei Nicht-Strafmündigen, den wird man auch nicht durch Privatinsolvenz los, da Straftatbestand

Aber es wird genug Beschwichtiger, Täter-Versteher und Weltverbesserer geben, welche die Schuld nicht bei den Tätern, sondern im “Umfeld” suchen (“Wo war denn da die Aufsicht?”)

Fridolin
7 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Das Problem ist nicht, wie man den Täter bestrafen sollte/könnte/müsste, sondern wie man seiner habhaft wird.

Eisblume
7 Tage zuvor

Sowas passiert ständig und überall. Unglaublich. Sogar Grundschüler (in Berlin bis Klasse 6). Schüler sensibilisieren ist doch eine hohle Phrase. 90% von ihnen machen sowas nicht. Und die 10% anderen, die pfeifen doch auf “Sensibilisierung”. Wie im richtigen Leben: 90% stehlen nicht, den 10% anderen machen’s trotzdem.

Was kann man dagegen tun? Bleiben nur Kameras vor den Toiletten, dass man genau weiß, wer wann reinging? Nur reicht das dann als Beweis? Die Kamera zeigt ja nicht, wer es getan hat.

Uhu
7 Tage zuvor

Günther Hoegg verweist in “SchulRecht! Aus der Praxis – für die Praxis.- 2021 auf S. 101” auf das sogenannte “Bibliotheksurteil” des OVG Münster hin.

Danach wurden einer Bibliothek Videokameras erlaubt, um ständigen Diebstahl zu verhindern. Er habe, so schreibt er, auch an einer Schule in Berlin in den Fluren genehmigte Videokameras entdeckt, um Vandalismus einzudämmen. Sie sind nur für die Klassenräume und IN DEN Toiletten verboten.

Es reicht ja aber sicherlich zur Abschreckung auch vor den Toiletten und man müsste halt regelmäßig Kontrollgänge machen, um herauszufinden, wann eine Beschädigung stattfand, um zu schauen, wer in dieser Zeit auf Toilette war.