
Die Verbeamtung von bisher angestellten Lehrkräften in Berlin ist nahezu abgeschlossen. Es sei gelungen, knapp 12.000 Bestandslehrkräfte zu verbeamten und das sogar deutlich vor dem ursprünglich angepeilten Zeitpunkt, sagte Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) nach der jüngsten Senatssitzung.
Das Verfahren werde fortgeführt und konzentriere sich nun vor allem auf nachträglich eingegangene Anträge und die abschließende Bearbeitung noch offener Einzelfälle.
Berlin war nach 18 Jahren Unterbrechung 2023 zur Verbeamtung von Lehrerinnen und Lehrern zurückgekehrt. Seitdem besteht die Möglichkeit zur Verbeamtung unter bestimmten Voraussetzungen auch für Lehrkräfte, die bisher als Angestellte an Berliner Schulen arbeiteten.
Nach Angaben der Bildungsverwaltung wurde ein Großteil der antragsberechtigten Bestandslehrkräfte, die ihre Anträge fristgerecht eingereicht hatten, erfolgreich verbeamtet.
Berlin hat 35.000 Lehrerinnen und Lehrer
An Berlins öffentlichen Schulen gibt es rund 35.000 Lehrkräfte. Im aktuellen Schuljahr 2025/26 ist nach Angaben der Bildungsverwaltung erstmals die Mehrzahl (58,2 Prozent) davon wieder verbeamtet. Der kleinere Teil (41,8 Prozent) sind Tarifbeschäftigte. Im Schuljahr 2021/22 lag das Verhältnis noch bei 31,1 Prozent Beamte zu 68,9 Prozent Tarifbeschäftigte.
Die Verbeamtung von Lehrerinnen und Lehrern war 2023 in allen anderen Bundesländern bereits üblich. Die Bildungsverwaltung plädierte vor diesem Hintergrund dafür, ebenfalls wieder zu verbeamten, schon weil für viele in Berlin ausgebildete Lehrkräfte sonst ein Wechsel in ein anderes Bundesland attraktiv sei.
«Auch da zeigt die Verbeamtung deutlich ihre Wirkung», sagte Günther-Wünsch. «Das zweite Jahr in Folge behalten wir deutlich mehr Referendare im Land Berlin als in den Jahren zuvor.»
Selbstverständlich halte Berlin an der Verbeamtung fest, so die CDU-Politikerin. Erst jüngst hatte es neue Diskussionen darüber gegeben, ob die Verbeamtung von Lehrkräften mittelfristig auch mit Blick auf hohe Pensionslasten noch finanzierbar sei. News4teachers / mit Material der dpa
Große Mehrheit der Länder lehnt Abschaffung der Verbeamtung von Lehrkräften ab









“An Berlins öffentlichen Schulen gibt es rund 35.000 Lehrkräfte. Im aktuellen Schuljahr 2025/26 ist nach Angaben der Bildungsverwaltung erstmals die Mehrzahl (58,2 Prozent) davon wieder verbeamtet. Der kleinere Teil (41,8 Prozent) sind Tarifbeschäftigte.”
Ich staune, dass immer noch gut 40% angestellt sein sollen. Das ist doch nicht wenig. Das ist viel. Leider merkt man das bei den Streiks kaum. Wenn fast die Hälfte der Berliner Lehrer an Streiks teilnähme, “ständen alle Räder still, weil unser starker Arm es will”, sprich müssten viele Schulen schließen oder Unterricht ausfallen lassen.
Knapp die Hälfte? Das müssten doch rund 15.000 angestellte Lehrer sein? An den letzten Streiks nahmen 1000-2000 teil.
Befristete Angestellte nehmen nicht teil… Zügen gibt es auch kein Geld an Tagen an denen gestreikt wird
PS: Und was ist aus den CDU-Versprechungen vor den letzten Wahlen geworden, die angestellen Lehrer besserzustellen als es die Regierung aus SPD, Grünen und Linken getan hatte?
Noch 42% Tarifbeschäftigte? Ich dachte immer, es sind so wenige, dass es Frau Günther-Wünsch und der CDU egal ist, wenn sie einige Tausend enttäuscht, weil sie den angekündigten verbesserten Nachteilsausgleich bis heute nicht gegeben hat. Wäre das so kostenintensiv? (1) Die gleiche Gehaltsfortzahlung im Krankheitsfalle wie sie die Beamten haben; (2) mehr Ermäßigungsstunden im Alter (dadurch kann man Lehrer vielleicht länger halten), der Lehrermangel soll doch allmählich schwinden…. (3) Nur ein doch noch erhöhter finanzieller Ausgleich würde kosten. Aber die Beamtennachzahlungen kosten 10x mehr und dadurch steigt ja der Abstand zwischen den Gehaltsstufen.
Bei der letzten Wahlumfrage lag die CDU weiter vorne, aber nur weil die anderen schwächer waren, sie verlor trotzdem massiv! Ich wundere mich nicht. Heutzutage ist man ja schon “Wahlgewinner”, wenn man 20% der Stimmen erringt. Entschieden beim letzten Mal nicht wenige hundert Stimmen das Rennen? Schaun wir mal, vielleicht reicht es auch wieder für Linke, Grüne und SPD. Diesmal dann wohl mit einem Linke-OB?
Ja, es ist an Gemeinheit wohl kaum noch zu überbieten, wenn die Beamtenlehrer in Berlin jetzt auch noch Gehaltsnachzahlungen und Besoldungserhöhungen bekommen und die 42% angestellte Lehrer schauen zu und Frau Günther-Wünsch sagt im Geiste Adenauers: Was schert mich mein Geschwätz von gestern?! Schäm dich, CDU!
Man muss nur genug andere (relative) “Verlierer” finden, damit man eine Koalition bilden kann. Zack, fertig ist eine Regierung.
So sind die Spielregeln.
Irgendwann ist man mit 6% der Wahlgewinner, weil alle anderen 5% oder weniger bekamen.
Die CDU in Berlin wird nach jüngsten Umfragen stark verlieren. Warum wohl? Das ist das unehrliche Agieren des Reg. Oberbürgermeister beim Heizungsausfall, das ist sicher auch die Ignoranz der Berliner CDU bzgl. ihrer Versprechungen. Da pfeift man eben mal so auf um die 40% angestellte Lehrer? Gut. Wir merken uns das. Ihr wollt uns nicht. Wir sind euch nicht wichtig. (Allerdings haben uns Rot-Rot-Grün das eingebrockt.)
Was sagt denn die CDU Berlin, was sagen die anderen Parteien zum Ausgleich für die Besoldungserhöhung bei den Beamten? Ziehen die Angestellten nach?