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Reform der Lehrerausbildung: Mehr Coaching und mehr Wahlfreiheit für Referendare

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KIEL. Mehr Freiraum und persönliches Coaching: Schleswig-Holstein krempelt die Lehrerausbildung um. Was sich für angehende Lehrerinnen und Lehrer ab August ändern soll.

Worauf müssen sich Referendare einstellen? Foto: Shutterstock

Schleswig-Holstein will jungen Lehrerinnen und Lehrern mehr Hilfe an die Seite stellen und mehr Wahlfreiheit bei der individuellen Ausbildung ermöglichen. «Damit entsprechen wir dem Wunsch vieler junger Lehrkräfte. Sie möchten individuelle Schwerpunkte setzen und sich so noch gezielter auf den Beruf vorbereiten», sagte Bildungsministerin Dorit Stenke (CDU). «Nach dem neuen Modell wird das zukünftig stärker als bisher möglich sein.»

Die Landesregierung will den Vorbereitungsdienst fürs Lehramt entsprechend reformieren. Lehrkräfte, die zum 1. August damit beginnen, sollen auch ein Ausbildungscoaching erhalten. «Wir werden flexibel in der zweiten Phase der Lehrkräfteausbildung», kündigte Stenke an.

Bislang geben junge Lehrkräfte im 18-monatigen Vorbereitungsdienst zehn Stunden eigenverantwortlichen Unterricht. Im ersten Ausbildungsjahr sollen es künftig nur noch acht Stunden sein. Dafür sind mehr Zeit für Hospitationen und Unterricht unter Anleitung geplant.

Neben den Pflichtveranstaltungen können angehende Lehrerinnen und Lehrer einen Teil ihrer Aus­bildungsinhalte nach individuellem Bedarf wählen – darunter fallen Themen wie Demokratiebildung, Bildung für nachhaltige Entwicklung und durchgängige Sprachbildung. Statt einer Hausarbeit soll es künftig Zertifikatskurse unter einheitlichen Rahmenbedingungen geben. Derzeit läuft die Anhörung von Verbänden und Interessenvertretungen zur Reform der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung. Sie soll zum 1. August in Kraft treten. News4teachers / mit Material der dpa

„Ein System, das einen langsam, aber sicher zerreibt“: Warum eine Referendarin ihren Vorbereitungsdienst abgebrochen hat

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unfassbar
59 Minuten zuvor

Die wegfallende Hausarbeit finde ich gut. Die war ziemlich unnötig. Unter den Zertifikatskursen kann ich mir nichts vorstellen, wenn es nicht für ein drittes Fach ist. Allerdings habe ich Zweifel, dass so ein zusätzlicher Arbeitsaufwand während des Referendariats sinnvoll ist. Der Bedarf an den Wahlmodulen hängt stark von den studierten Unterrichtsfächern ab. Darf man auch auf die Module verzichten? Und wie bewertungsrelevant sind sie?