Start Nachrichten “Fatales Signal”: SPD macht gegen Priens Streichpläne bei Demokratieprojekten mobil 

“Fatales Signal”: SPD macht gegen Priens Streichpläne bei Demokratieprojekten mobil 

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KIEL. Die schleswig-holsteinische SPD-Fraktionsvorsitzende Serpil Midyatli kritisiert mögliche Kürzungen beim Bundesprogramm «Demokratie leben!». Sie sprach von einem fatalen Signal. «Seit Monaten erleben wir Kampagnen von Rechts, die demokratisches Engagement diskreditieren.» Jetzt sei die Zeit, sich schützend vor diese Projekte zu stellen, «anstatt zuzulassen, dass zerstörerische Narrative genau die Strukturen gefährden, die unsere offene Gesellschaft zusammenhalten», so Midyatli.

Macht mobil: Serpil Midyatli (SPD). Foto: Landtag Schleswig-Holstein / Sönke Ehlers

Gerade Programme wie «Demokratie leben!» seien geschaffen worden, um Demokratiefeindlichkeit zu bekämpfen und zivilgesellschaftliches Engagement zu stärken. «Wer hier kürzt, umbaut und Unsicherheit produziert, schwächt letztlich die Demokratie – und nicht ihre Gegner.»

Einschnitte im Bundesprogramm angekündigt

Hintergrund ist ein von Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) im Bundestag angekündigter Umbau des Programms mit einer Vielzahl einzelner Projekte. Demnach sollen die Förderungen von rund 200 Projekten zum Jahresende auslaufen und die Förderrichtlinien überarbeitet werden.

Wenn zahlreiche Projekte plötzlich vor dem Aus stünden, sei das ein fahrlässiger Umgang mit einer der tragenden Säulen der Demokratie, kritisierte Midyatli. «Zahlreiche zivilgesellschaftliche Träger, die tagtäglich gegen Extremismus, Antisemitismus und Rassismus arbeiten, wissen heute nicht mehr, ob sie morgen noch existieren.» Die Oppositionsführerin rief Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) auf, sich schützend vor die betroffenen Projekte zu stellen.

Die SPD-Fraktion bringt das Thema nach Midyatlis Angaben mit einem Antrag zur Stärkung der Demokratieförderung in den Landtag. News4teachers / mit Material der dpa

Kahlschlag beim Programm “Demokratie leben”: Verlieren Schulen ihre Partner?

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Unfassbar
26 Tage zuvor

Die Initiativen können doch auch selbst Gelder akquirieren. Wenn sie wichtig genug sind, ist das kein größeres Problem.

blau
26 Tage zuvor
Antwortet  Unfassbar

Wtf

Rainer Zufall
26 Tage zuvor

Na das war mal ne schnelle Reaktion….

Naja, ist ja nicht so, als wären Programme gestrichen worden, an die sich selbst Frau Priens Kolleginnen wandten, während ihre Kollehen johlen, “linke” Programme gestrichen zu haben.

Aber hey, Ziel erreicht: Programme zur Denokratie sind jetzt zur Meinungsfrage herabgestuft und darüber entscheiden natürlich alle außer den Betroffenen