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Finanzministerium: Verbeamtete Lehrkräfte profitieren mehr vom Tarifabschluss als angestellte

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DÜSSELDORF. Beamte in Nordrhein-Westfalen sollen bei der Übertragung des jüngsten Tarifabschlusses für den öffentlichen Dienst stärker profitieren als Tarifbeschäftigte. Wie das NRW-Finanzministerium laut WDR mitteilte, steigt die Grundbesoldung rückwirkend zum 1. April 2026 um rund 3,36 Prozent. Für Angestellte war in der Tarifeinigung lediglich ein Plus von 2,8 Prozent vereinbart worden – mindestens jedoch 100 Euro monatlich.

Zuschlag (Symbolfoto). Foto: Shutterstock

Die schwarz-grüne Landesregierung hatte ursprünglich angekündigt, den Tarifabschluss „systemgerecht eins zu eins“ auf Beamte, Richter und Versorgungsempfänger zu übertragen. Hintergrund der nun höheren prozentualen Anpassung sei laut Ministerium das verfassungsrechtlich vorgeschriebene Mindestabstandsgebot zwischen den Besoldungsgruppen. Besonders höhere Besoldungsgruppen profitieren dadurch von der Regelung.

Für 2027 ist eine Erhöhung um 2,0 Prozent geplant, 2028 sollen die Bezüge um weitere 1,0 Prozent steigen. Das entsprechende Gesetz soll noch im Juni in den Landtag eingebracht werden. Abschlagszahlungen sind laut Landesregierung ab Ende Juni vorgesehen. Beamte dürfen nicht streiken, deshalb werden Tarifabschlüsse für sie grundsätzlich nachträglich übernommen. Von den rund 180.000 Lehrkräften in NRW sind rund 140.000 verbeamtet, 40.000 tarifbeschäftigt. News4teachers 

“1:1” – Wüst kündigt vollständige Übernahme des Tarifergebnisses auf Beamte an

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13 Kommentare
Mika BB
1 Monat zuvor

Na ich warte dann mal auf „das Zeichen der Wertschätzung der Arbeit“ der Angestellten….

vhh
1 Monat zuvor

Ja, ’systemgerecht‘ ist eben etwas anderes als ‚gleich‘, hat es unser lieber AG doch wieder einmal geschafft. Es wäre ja spannend, das nächste Mal nur für die Abschaffung von §44 TVL zu streiken. Viel Spaß bei der ’systemgerechten Übertragung‘ auf Beamte…Wird leider nicht passieren.
Ab wieviel Differenz wird eigentlich unterschiedliche Bezahlung für gleiche Tätigkeit sittenwidrig, bis wohin ist es durch ‚besonderes Verhältnis‘ begründbar? Eigentlich eine schöne Feststellungsklage…doch auch das wird nicht passieren.
Ziemlich originell, dass trotzdem ‚freiwilliges‘ Engagement jenseits aller Grenzen erwartet wird…aber, Überraschung, das passiert auch nicht.

Augenblickfang
1 Monat zuvor

Dann sollten sich 40.000 angestellte Lehrer mal ordentlich zur Wehr setzen. Die haben doch da in NRW die SchaLL als Organisation!

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Augenblickfang

Die sollten ihre Verträge auf eine von ihnen noch zu gründende Arbeitsvermittlung übertragen, die dann mit dem Land die Konditionen aushandelt. Im klinischen Sektor hat sich das für die Pflegekräfte eindeutig bewährt.

Mika BB
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Das ist ne Superidee.

Alex
1 Monat zuvor

Und NRW will uns ernsthaft einreden, mit 0,5 % mehr wäre die jahrelange rechtswidrige Besoldung dann ausgeglichen?

Peter Parker
1 Monat zuvor
Antwortet  Alex

Ein Versuch ist es wert 😉

vhh
1 Monat zuvor
Antwortet  Alex

Und NRW will uns ernsthaft einreden, die ständig zunehmende Nettodifferenz für gleiche Arbeit wäre ok?
Die GEW wird im Verbund mit Verdi und DBB nie etwas erreichen können. Verdi denkt an die unteren Gruppen und der DBB…nun ja, man sieht, welch schöne Effekte ein Sockelbetrag hat. Aber richtig, der Skandal ist natürlich, dass 0,5% mehr nicht reichen…
Ganz ruhig, bald kommt doch die Umsetzung des Abstandsgebots, dann sind wir wohl endlich bei 25% mehr für A13 als bei EG13, Beamtenunterricht ist schließlich wertvoller.
Ich empfinde ‚3,36% statt 2,8%, hurra‘ als Unverschämtheit und Provokation des Ministeriums, nur mal als Einordnung. ‚Reicht noch nicht‘ – so eine Wertung erhöht zumindest meine Streikbereitschaft nicht unbedingt. Solidarität – falls da eine Lücke im Wortschatz ist, so wird es geschrieben.

Marie
1 Monat zuvor
Antwortet  vhh

Wenn Ihnen das Land jahrelang wissentlich zu wenig bezahlt und das Ganze aussitzt in der Hoffnung, dass niemand klagt, wären Sie dann mit pi mal Daumen 30€ mehr Erhöhung zufrieden (zumal man gerade im Bund sieht, dass die Neuberechnungen durchaus mehrere hundert € ausmachen)?

vhh
1 Monat zuvor
Antwortet  Marie

Die Erhöhung nach Neuberechnung kommt noch, keine Sorge, die hat mit dieser Meldung sehr wenig zu tun.
Aber ich kann das verstehen, was sind schon 500,- monatlich weniger für die gleiche Arbeit gegen die Frechheit nur 30,- mehr zu bekommen als der (von denen mit 500,-weniger erstreikte) Tarifabschluss eigentlich ausmachen würde. Weil es leider ’systemgerecht‘ nicht anders geht..

LehrerBW
1 Monat zuvor

Da hat SchallNRW wieder nen Grund um aufgeregt im Viereck zu hüpfen 😀

vhh
1 Monat zuvor
Antwortet  LehrerBW

Solche Kollegen wünscht man sich…erbärmlich oder ziemlich schwach in ‚Emoji‘.

Teacher Andi
1 Monat zuvor

Alles andere hätte mich gewundert, man ist auf dem Weg, die Zweiklassengesellschaft hier im Land noch weiter auszubauen, indem man die Privilegien nicht nur im Bestand erhält, sondern auch noch ausweitet. Die Ungerechtigkeiten werden immer größer …….