Start Themenmonate Guter Ganztag Bildungsforschung: Ganztag wirkt (aber bei Fachleistungen nicht so direkt wie erhofft)

Bildungsforschung: Ganztag wirkt (aber bei Fachleistungen nicht so direkt wie erhofft)

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MÜNCHEN. Mit dem bundesweiten Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung wächst die Bedeutung des Ganztags für das deutsche Schulsystem weiter. Die Erwartungen sind hoch: bessere Leistungen, mehr Chancengerechtigkeit und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Untersuchungen weisen nach, dass Kinder tatsächlich von Ganztagsangeboten profitieren können. Die beobachteten Effekte zeigen sich allerdings weniger in standardisierten Leistungstests als vielmehr im Schulalltag, bei den Schulnoten und beim Übergang auf weiterführende Schulen.

Aufwärts, bitte! (Symbolfoto.) Foto: Shutterstock

Seit dem sogenannten PISA-Schock Anfang der 2000er Jahre gehört der Ausbau von Ganztagsschulen zu den wichtigsten bildungspolitischen Reformprojekten in Deutschland. Mit dem Investitionsprogramm „Zukunft Bildung und Betreuung“ (IZBB) stellte der Bund zwischen 2003 und 2009 rund vier Milliarden Euro für den Ausbau von Ganztagsangeboten bereit. Der Anteil der Grundschulen mit Ganztagsbetrieb und die Zahl der teilnehmenden Kinder stiegen dadurch deutlich an.

Welche Folgen diese Entwicklung für Kinder tatsächlich hat, haben der Bildungsökonom Arnim Seidlitz vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) und Larissa Zierow von der Hochschule Reutlingen untersucht. Grundlage ihrer Analyse sind Daten der National Educational Panel Study (NEPS), die Kinder über mehrere Jahre hinweg begleitet hat. Die Forschenden verknüpften diese Daten mit Informationen über die staatlichen Fördermittel für den Ganztagsausbau und konnten so die Wirkung des Ganztags vergleichsweise präzise bestimmen.

Die Ergebnisse zeichnen ein differenziertes Bild. Besonders deutlich zeigt sich die Wirkung bei den Deutschnoten. Kinder, die aufgrund des Ganztagsausbaus eine Ganztagsschule besuchten, erzielten bessere Bewertungen im Fach Deutsch. Gleichzeitig stieg ihre Wahrscheinlichkeit, nach der vierten Klasse auf ein Gymnasium zu wechseln. „Unsere Untersuchung zeigt, dass der Ausbau von Ganztagsschulen in der Grundschule in Deutschland den Schulalltag der Kinder spürbar verändert hat“, schreiben Seidlitz und Zierow. Allerdings fanden die Forschenden keine statistisch belastbaren Verbesserungen bei den standardisierten Leistungstests in Deutsch und Mathematik sowie bei den Mathematiknoten.

„Kinder im Ganztag sind seltener Mobbing ausgesetzt und dafür zufriedener mit ihrer Schule“

Die Wissenschaftler sehen darin einen wichtigen Hinweis darauf, wie Ganztag wirkt. Offenbar verbessert er nicht in erster Linie messbare fachliche Kompetenzen, sondern beeinflusst Verhaltensweisen und Lernbedingungen, die für Noten und Bildungslaufbahnen bedeutsam sind. Kinder verbringen mehr Zeit in der Schule, erhalten zusätzliche Unterstützung und entwickeln möglicherweise günstigere Lern- und Arbeitsgewohnheiten.

Schule wird durch den Ganztag für viele Kinder stärker zum Lebensraum. Das zeigt sich auch beim Schulklima. „Kinder im Ganztag sind seltener Mobbing ausgesetzt und dafür zufriedener mit ihrer Schule“, schreiben Seidlitz und Zierow. Die positiven Effekte, die von Lehrkräften, Eltern und Kindern beschrieben werden, reichen damit über schulische Leistungen hinaus und betreffen auch das soziale Erleben von Schule.

Damit rückt ein Aspekt in den Vordergrund, der in der bildungspolitischen Debatte häufig hinter Leistungsfragen zurücktritt. Die Forschenden kommen zu dem Schluss, dass Ganztag den schulischen Alltag spürbar verändert. Kinder lesen mehr, erledigen weniger Hausaufgaben zu Hause und sind weniger auf die Unterstützung ihrer Eltern angewiesen. Gerade diese Veränderungen könnten erklären, warum sich die Chancen beim Übergang auf weiterführende Schulen verbessern, obwohl die Testergebnisse weitgehend unverändert bleiben.

Weniger eindeutig fällt die Bilanz bei einem der wichtigsten politischen Ziele des Ganztags aus: dem Abbau von Bildungsungleichheiten. Die Untersuchung findet keine belastbaren Hinweise darauf, dass Kinder aus bildungsbenachteiligten Familien oder mit Migrationshintergrund stärker vom Ganztag profitieren als andere Kinder. „Kinder aus weniger privilegierten Familien profitieren nicht systematisch stärker oder schwächer vom Ganztag als andere“, schreiben die Autoren.

Allerdings zeigen die Daten auch, dass Ganztag leistungsstarken oder privilegierten Kindern nicht schadet. Damit widerspricht die Studie der immer wieder geäußerten Befürchtung, Ganztagsschulen könnten vor allem eine Form der Betreuung sein, die leistungsfähige Schülerinnen und Schüler ausbremst. Negative Effekte fanden die Forschenden nicht.

Entscheidend scheint vielmehr – nicht überraschend – die Qualität der Angebote zu sein. Dort, wo Schulen gezielte Förderkurse für leistungsschwächere Kinder oder für Kinder mit nichtdeutscher Familiensprache anbieten, fallen die Wirkungen positiver aus. Die Autoren sehen darin einen Hinweis darauf, dass nicht die längere Verweildauer in der Schule allein den Unterschied macht, sondern die konkrete pädagogische Gestaltung des Nachmittags.

Vor dem Hintergrund des ab dem kommenden Schuljahr 2026/2027 geltenden Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung erhält die Studie besondere Bedeutung. „Die Evidenz zeigt, dass Ganztagsangebote bereits heute deutliche Vorteile für Kinder mit sich bringen“, schreiben Seidlitz und Zierow. Gleichzeitig verweisen sie darauf, dass zusätzliche Investitionen in die Qualität der Angebote die positiven Wirkungen noch verstärken könnten. Die Bilanz der Autoren fällt gleichwohl eindeutig aus: „Ganztagsschulen tragen schon heute zu einem besseren schulischen Alltag und höheren Chancen am Übergang zur weiterführenden Schule bei.“

Zu ähnlichen Ergebnissen war bereits die Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen (StEG) gekommen, die als größte Langzeituntersuchung zum Ganztag in Deutschland gilt. Das vom Bundesbildungsministerium geförderte Forschungsprojekt begleitete den Ausbau der Ganztagsschulen über mehr als 15 Jahre und untersuchte bis 2019 bundesweit, unter welchen Bedingungen Kinder und Jugendliche von den zusätzlichen Bildungs- und Betreuungsangeboten profitieren.

Bereits die früheren StEG-Untersuchungen zeigten, dass positive Wirkungen auf Schulnoten und Bildungswege vor allem dann auftraten, wenn Schülerinnen und Schüler „möglichst dauerhaft und regelmäßig an Ganztagsangeboten teilnahmen“. Gleichzeitig konnten die Forschenden „kaum Wirkungen in fachbezogenen Leistungsbereichen durch den Besuch von Ganztagsangeboten“ nachweisen. Positive Effekte zeigten sich dagegen beim Sozialverhalten sowie bei der Selbstwahrnehmung der Kinder und Jugendlichen – vorausgesetzt, die Qualität der Angebote war hoch.

Nach mehr als einem Jahrzehnt Begleitforschung zog das StEG-Konsortium daraus eine grundsätzliche Schlussfolgerung. „Positive Entwicklungen in Schulen und insbesondere die erwarteten Wirkungen auf Kinder und Jugendliche“ bedürften „gezielter, pädagogisch hochwertiger Ganztagsangebote“, hielten die Wissenschaftler fest. Fachliche Leistungsverbesserungen seien vor allem dort zu erwarten, wo Angebote „ziel- und kompetenzorientiert entwickelt wurden“.

Dass solche Effekte tatsächlich erreichbar sind, zeigte sich in einem der StEG-Teilprojekte zur Leseförderung im Ganztag an Grundschulen. Dort verbesserten Schülerinnen und Schüler ihre Lesekompetenz durch die Teilnahme an gezielt konzipierten Förderangeboten. Besonders bemerkenswert: Gerade Kinder mit zunächst schwächeren Fähigkeiten konnten ihre Rückstände verringern und deutlich aufholen. Die Forschenden werteten dies als Hinweis darauf, dass der Ganztag fachliche Leistungszuwächse ermöglichen kann – allerdings nicht automatisch durch längere Betreuungszeiten, sondern durch systematisch entwickelte und qualitativ hochwertige Förderangebote. News4teachers 

Hier geht es zu allen Beiträgen des News4teachers-Themenmonats „Guter Ganztag“. 

Ganztag als Chance: Warum Lernen nicht immer im Klassenraum stattfinden muss – Grundschul-Materialien „Auf dem Schulhof und Co.“

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27 Kommentare
Rainer Zufall
8 Tage zuvor

„Offenbar verbessert er nicht in erster Linie messbare fachliche Kompetenzen, sondern beeinflusst Verhaltensweisen und Lernbedingungen, die für Noten und Bildungslaufbahnen bedeutsam sind. “
Ist das nicht eher bestätigend, als überraschend? Warum sollten die Kolleg*innen außerhalb des Ganztages auch schlechter arbeiten? Der Ganztag erreicht mehr.

In diesem Sinne: „Kinder aus weniger privilegierten Familien profitieren nicht systematisch stärker oder schwächer vom Ganztag als andere“
Nicht stärkER, nein, ALLE profitieren. Ich kanns verschmerzen ^^
Aber keine Sorge, wie bei allen anderen Themen auch, werden die „Kritiker*innen“diese Nachricht nicht beruhigt entgegennehmen, sondern sofort auf die nächste, unbelegte „Sorge“ springen… ist nicht seltsam? 😉

Naja, mal schauen, wie diese einer Politik in die Hände spielen werden, weniger Ressourcen bereitstellen zu müssen. Bis dahin freue ich mich sehr über diese Neuigkeiten 🙂

ed840
8 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ist das nicht eher bestätigend, als überraschend? „

Ist nicht überraschend, da es ja die Studien bestätigt, dass eben oft das Verhalten den Ausschlag gibt, nicht die Kompetenzen.

Wie z.B. bei Jungs, die bei gleichem Kompetenzlevel im Schnitt schlechtere Schulnoten und weniger Übertrittsempfehlungen aufs Gymnasien erhalten als Mädchen, wenn sie weniger von Lehrkräften erwünschte Verhaltensmuster zeigen.

Wäre deshalb interessant gewesen, wenn es auch noch eine Auswertung nach Geschlecht gegeben hätte.

unfassbar
8 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Verhalten dürfen wir zwar nicht direkt benoten, jedoch halte ich es für unmöglich, gleichzeitig den Unterricht massiv zu stören und gute oder sehr gute Unterrichtsleistungen zu zeigen. Die fehlende Leistung während des Unterrichts dürfen wir hingegen doch benoten.

ed840
8 Tage zuvor
Antwortet  unfassbar

Wie erklären Sie es, dass sich in der Studie bei SuS im Ganztag die Kompetenzlevel in Mathematik und Deutsch nicht verbessert haben, die Noten in Mathematik ebenfalls nicht, die Deutschnoten aber schon?

Die Forscher führten die Einbeziehung des Verhaltens in die Benotung als wahrscheinliche Ursache an.

Deutsch war zu meiner Schulzeit auch eines der Fächer, in der die Benotung am schwierigsten nachvollziehbar war. Außer vielleicht bei Rechtschreibung / Diktat, weil es dort feste Bewertungsschlüssel gab. Bei Aufsätzen sah das dann wieder anders aus.

Rainer Zufall
8 Tage zuvor
Antwortet  ed840

„Aber keine Sorge, wie bei allen anderen Themen auch, werden die “Kritiker*innen”diese Nachricht nicht beruhigt entgegennehmen, sondern sofort auf die nächste, unbelegte “Sorge” springen…“
Called it! 😀

Hans Malz
8 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

„Entscheidend scheint vielmehr – nicht überraschend – die Qualität der Angebote zu sein.“

Da liegt das Problem. Oft wird der Ganztag vorgegeben, aber es ist keine Kohle für die Ausgesaltunge da. Die Verantwortlichen müssen gesetzlich gezwungen werden, genügend Geld bereit zustellen. Aber da habe ich so meine Zweifel…

Fräulein Rottenmeier
8 Tage zuvor
Antwortet  Hans Malz

Und dann ist die AWO pleite…..
Das Ganze fängt ja damit an, dass eine Pauschale für ein Kind bezahlt wird. Kinder mit erhöhtem Förderbedarf (bitte umfangreich nachweisen) erhalten einen höheren Satz von diesem Geld kann die OGS Personal einkaufen….
Die Kommune ist aber sehr daran interessiert nur den Mindestsatz zu zahlen…..also bitte möglichst keine erhöhten Fördersätze, weil das kommt teuer….
Finde den Fehler…..

Wir ringen jedes Jahr um die Fördersätze…..und inzwischen müssen wir für jedes Kind, welches „aufwändiger“ ist, einen detaillierten Nachweis erbringen……(dies betrifft natürlich Kinder ohne AOSF)…..

dickebank
2 Tage zuvor

Wenn die Kommune keinen aufgabenträger für die OGS findet, ist sie wie bei den Kindergärten selbst in der verantwortung.

TaMu
2 Tage zuvor
Antwortet  Hans Malz

… vor allem, wenn der Gemeinde in jeder Hinsicht das Geld fehlt.

unfassbar
8 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Nicht stärkER, nein, ALLE profitieren. Ich kanns verschmerzen ^^“

Womit begründen Sie das mit dem „alle profitieren“? Wenn ich meine Schüler frage, was sie vom Nachmittagsunterricht halten, kommt nicht viel Positives. Ebenso ist die durchschnittliche Aufmerksamkeit meiner Kurse in der achten Stunde deutlich geringer als in der zweiten Stunde.

Streitschlichter
8 Tage zuvor
Antwortet  unfassbar

Und die Noten werden durch den Ganztag besser, die gemessenen Testleistungen aber nicht. Und deswegen (?) sind jetzt all diejenigen, die immer die Noten als ungerecht kritisieren, begeistert für den Ganztag. 🙂
Fragt man eigentlich auch mal die Schüler als die „Betroffenen“, ob sie lieber eine Ganztags- oder eine Halbtagsschule haben wollen? Oder wäre das zu viel der Demokratie?

ed840
8 Tage zuvor
Antwortet  Streitschlichter

Und die Noten werden durch den Ganztag besser, die gemessenen Testleistungen aber nicht. 

Nur die Noten im Fach Deutsch, nicht die Noten im Fach Mathematik.

Streitschlichter
8 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Der Spiegel schrieb schon vor 10 Jahren „Ganztagsschüler sind netter, aber nicht besser“:
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/ganztagsschule-schueler-sind-netter-nicht-besser-kommentar-a-1087238.html
Vielleicht resultieren die besseren Noten in Deutsch eben daraus? Aber wegen netterer Schüler hat man doch nicht den ganzen Aufwand getrieben, oder?

ed840
8 Tage zuvor
Antwortet  Streitschlichter

Könnte durchaus sein, dass es für die Benotung in Mathematik schwieriger ist, das Kriterium „netterer Schüler “ zu berücksichtigen. Das werden die Profis hier sicher besser beurteilen könne.

Aber wegen netterer Schüler hat man doch nicht den ganzen Aufwand getrieben, oder?

Ich könnte mir vorstellen, dass es nicht das Hauptziel war.
Vielleicht wollte man vor allem auch die Möglichkeiten für Eltern verbessern, mehr Wochenstunden berufstätig zu sein ?

Susanne M.
8 Tage zuvor
Antwortet  Streitschlichter

In Deutsch gibt es solche Dinge wie Unterrichtsgespräche, Diskussionen, Präsentationen, die zur Deutschnote zählen.
Natürlich klappt das mit “ netten“ Klassen besser, das wundert mich gar nicht.
In Mathematik erwarten weder Eltern noch Kinder tiefgreifende Unterrichtsgespräche.

Rainer Zufall
7 Tage zuvor
Antwortet  Streitschlichter

Beschweren sich nicht alle dauernd über Unterrichtsstörungen, Respektlosigkeiten, Mobbing und die „Faulheit“ der Familien?
Scheint „plötzlich“ niemanden allzusehr zu interessieren. Woran das wohl liegen mag? 😉

Rainer Zufall
7 Tage zuvor
Antwortet  ed840

„Nur“?
Zudem werden die Noten in Mathematik nicht schlechter – diesbezüglich spricht nichts gegen ein Ganztagsangebot

TaMu
2 Tage zuvor
Antwortet  Streitschlichter

Oh oh, lieber nicht. Demokratie ist für Kinder nicht in dieser Form gedacht. Ihnen wird der Ganztag ebenso aufgezwungen, wie Mädchen noch in den 70igern das jährliche Tafelsilber zu jedem Geburtstag bis zur Konfirmation. Und immer schön artig der Patentante Danke sagen und nicht dabei unruhig mit den Augen blinzeln!
Nicht, dass Kinder und Jugendliche womöglich Nein zum Ganztag sagen würden… das wäre das Ende des wissenschaftlichen erhofften Aufschwungs!

Hans Malz
8 Tage zuvor
Antwortet  unfassbar

Der Ganztag sollte aber mehr sein, als Ganztagsunterricht. Im Idealfall sollten verschiedene AG’s oder Projekte angeboten werden: Imkerei, Überlebens-AG, Design, MINT Projekte aller Art, Sportangebote, dazu auch Nachhilfeangebote, Pflege von Stolpersteinen oder Gesellchaftsspiele. Dann profitieren wahrscheinlich wirklich alle.

Diese Maßnahmen haben aber eines gemeinsam, sie kosten Geld (werden ja zum großen Teil nicht von Lehrern angeboten). Tja, Pech gehabt.

Susanne M.
8 Tage zuvor
Antwortet  Hans Malz

“ Überlebens – AG“ ? Hätte ich in meiner aktiven Dienstzeit täglich anbieten können 🙂

Hans Malz
7 Tage zuvor
Antwortet  Susanne M.

Gibt es aber leider bei uns nicht für Lehrer – Aber die Idee ist gut 😉

dickebank
7 Tage zuvor
Antwortet  Hans Malz

„Survival of the fittest“ eben.
Auf deutsch:
Nur die Harten komm in Garten,
Die Weichen müssen weichen.

Also Einzelkämpferausbildung statt Referendariat

TaMu
2 Tage zuvor
Antwortet  Hans Malz

Es sollte vor allem auch echte Ruheräume geben. Davon höre ich viel zu selten. Wovon ich ständig höre: Kinder und Jugendliche kommen aus der Schule nach Hause, ob nach dem Vormittag oder nach dem Nachmittagsunterricht, und sind müde. Viele legen sich hin und schlafen, bevor sie lernen können. Es scheint also für viele von ihnen notwendig zu sein, zwischendurch Ruhe zu finden.

Rainer Zufall
8 Tage zuvor
Antwortet  unfassbar
Lachmöve
2 Tage zuvor
Antwortet  unfassbar

Ich gebe Ihnen Recht, auch ich habe die Erfahrung gemacht. Und mal ehrlich, die 7. / 8. Stunde sind auch für uns Lehrer anstrengender, auch normal, der Körper braucht eine Pause…..so ist nun mal unser Biorhythmus/ Stoffwechsel angelegt. Warum brauchen wir dieses Angebot – Ganztagsschule. Doch nicht nur um Kindern zu helfen , nein, weil die Eltern arbeiten und man kleinere Kinder nicht allein lassen kann. Schön wäre es, wenn Kinder in dieser Zeit Hobbys entdecken könnten, mehr Bewegung hätten etc. Also alles, was eine gesunde Entwicklung begünstigt. Sicher machen das einige Schulen, hängt immer vom Personal ab.

dickebank
2 Tage zuvor
Antwortet  Lachmöve

Welcher Stundenplan sieht denn vor, dass lehrkräfte bis zur 8. Stunde durchgehend unterrichten? Das entspräche einem Totalversagen der Stundenplaner. Hinzu kommt, dass im gebundenen Ganztag – hier in NRW – eine einstündige Mittagspause eingehalten werden muss. Zumeist liegt sie in der 6. Stunde von halb eins bis halb zwei, wobei es im Regelfall lediglich an drei Tagen Unterricht über die 6. Stunde hinaus gibt. Im Allgemeinen endet der Unterricht in der SekI am gesetzten Konferenztag und zumeist am Freitag nach der 6. Stunde. Dazu kommt, dass von den vierstündigen Fächern der Fächergruppe I höchstens eine einzelne Unterrichtsstunde ausnahmsweise im Nachmittagsbereich eingeplant werden darf. D.h. dass im Regelfall in der 7./8. Stunde Fächer der Fächergruppe II unterrichtet werden müssen.

TaMu
2 Tage zuvor

„Die Forschenden werteten dies als Hinweis darauf, dass der Ganztag fachliche Leistungszuwächse ermöglichen kann – allerdings nicht automatisch durch längere Betreuungszeiten, sondern durch systematisch entwickelte und qualitativ hochwertige Förderangebote.“

Darauf wird im Artikel als Forschungsergebnis sogar an zwei Stellen hingewiesen. Ich und vermutlich noch ein paar andere ganz normale Menschen können sicher bestätigen, dass da was dran ist. Mir ist auch schon aufgefallen, dass es mir nicht zu mehr Wissen verhilft, wenn ich meine Fachliteratur so im Bücherregal platziere, dass ich sie während meinem Alltag stets einfach da stehen sehe. Darin lesen und an entsprechenden Weiterbildungen teilnehmen macht allerdings einen großen Unterschied.
Ebenso habe ich bisher nicht Kraulen gelernt, nur weil ich mich gelegentlich im Schwimmbad abkühle.
Für meine bahnbrechenden Erkenntnisse, die sich auch auf den Ganztag übertragen lassen, hätte ich auch gerne ein paar Fördergelder. Wo kann ich diese beantragen?