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Bildungsminister für breite Diskussionen: „Würde als Schulleiter die AfD einladen“

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MAGDEBURG. Sachsen-Anhalts Bildungsminister Riedel sieht Lehrkräfte gefordert, sich klar gegen Extremismus zu stellen. Gleichzeitig spricht er sich für Wahlforen mit breiter Parteienbeteiligung an Schulen aus.

Was macht das mit Schülern aus Zuwandererfamilien? Foto: Shutterstock / Felix Geringswald

Sachsen-Anhalts Bildungsminister Jan Riedel (CDU) hat Lehrkräfte erneut aufgefordert, sich gegen Extremismus zu positionieren. Es sei keine Kür, sondern eine Pflicht, die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu verteidigen, sagte der CDU-Politiker nach der Kabinettssitzung in Magdeburg. Bei Menschenverachtung und Rassismus könne man sich nicht neutral verhalten, so Riedel.

Der Bildungsminister spricht sich gleichzeitig für Wahlforen an Schulen aus. Auf Nachfrage, ob auch AfD-Vertreter zu solchen Veranstaltungen eingeladen werden sollten, sagte der Minister: «Ich würde es so machen als Schulleiter, dass ich sie einladen würde.» Man müsse schließlich lernen, miteinander zu diskutieren. Gleichzeitig gebe es keinen Zwang, Politiker bestimmter Parteien einladen zu müssen. Wichtig sei ein ausgewogenes Maß an Parteienvertretern, so Riedel. «Es geht um die Breite.» Die AfD in Sachsen-Anhalt wird vom Verfassungsschutz als «gesichert rechtsextremistisch» eingestuft. In den Umfragen zur Landtagswahl liegt sie als stärkste Partei vorne.

Das Land will pädagogischen Fachkräfte im Umgang mit Extremismus mit einem neuen Wegweiser helfen. Dieser enthält etwa eine Übersicht über Beratungs- und Unterstützungsangebote und informiert über Fortbildungen und konkrete Hilfen. Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) sagte, man müsse Hass und Hetze entschieden entgegentreten. News4teachers / mit Material der dpa

Hier lässt sich der Wegweiser als PDF herunterladen. 

„Nationalsozialistisches Gedankengut“: Warum die Schulpolitik der AfD so gefährlich ist – Müntefering fordert Verbotsverfahren

 

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12 Kommentare
Mika BB
3 Tage zuvor

What? Die AfD in die Schule einladen? Einer gesichert rechtsextremen Partei ein Podium in der Schule bieten? Ich glaub, es hackt!

Englischlehrerin
3 Tage zuvor
Antwortet  Mika BB

Bloß nicht, das überlässt man dann besser der KI oder den Eltern. Bei einer Partei, die im Osten an die 50 Prozent kommt, kann man sie besser unter den Tisch fallen lassen, das wird schon nicht auffallen.

Unverzagte
2 Tage zuvor
Antwortet  Englischlehrerin

Verbieten wäre in der Tat wesentlich angemessener.

Mika BB
3 Tage zuvor

AfD einladen? Nur in Begleitung des Adenauer SRPs! Das wiederum könnte lustig werden. Ich glaub, da würd ich glatt noch Deine Cousine anfragen, ob die Bock auf das Happening hat!

Mika BB
3 Tage zuvor

Ich kann Herrn Riedel hier nur auf Danger Dan verweisen: Faschisten hören niemals auf, Faschisten zu sein!

https://youtu.be/Y-B0lXnierw?is=7znzKkPeNXKjCdAh

vhh
3 Tage zuvor

Ist der Mann naiv oder einfach nur ein I….? Was macht er denn, wenn diese AfD-Vertreter (völlig unvorhersehbar…) nur mit Lügen, verkürzten Zitaten und Halbwahrheiten argumentieren? Einen Faktenchecker daneben setzen, dem niemand zuhört? Lange Erklärungen gegen knackige Statements? ‚Die Altparteien diffamieren uns wie immer‘?
Nicht einmal in Bundes- und Landtagen schaffen es Berufspolitiker, die AfD argumentativ so nachhaltig zu zerlegen, dass es in der Öffentlichkeit Aufmerksamkeit erweckt. Viel Vergnügen mit Lokalpolitikern vor einem jugendlichen Publikum.
Nebenbei: gesichert rechtsextrem, geht’s noch? Wie wohl das Echo wäre, wenn Autonome und Antifa mitdiskutieren wollen.

DienstnachVorschrift
2 Tage zuvor
Antwortet  vhh

Die Schüler konsumieren das doch sowieso schon auf Youtube und TikTok. Ist doch nicht so als hätten die Schüler keinen Zugang zu FakeNews.
Eine Podiumsdiskussion halte ich schon für sinnvoll. Und auch das Argument mit der Antifa zieht nicht. Die wird nicht zu 40 Prozent von Menschen in Sachsen-Anhalt unterstützt.

Mika BB
2 Tage zuvor

„ Die wird nicht zu 40 Prozent von Menschen in Sachsen-Anhalt unterstützt.“

Na und? Und wenn 80% der Menschen die Todesstrafe befürworten würden, gäbe es trotzdem keine rechtliche Grundlage für deren Einführung.
Mit Faschisten diskutiert man nicht. Punkt. Und erst recht bietet man ihnen kein Forum in der Schule. Das schließt doch nicht aus, dass man deren menschenverachtende Politik im Unterricht thematisiert.

Unverzagte
2 Tage zuvor

Schule sollte diesen musterbeispielhaften Staatsfeinden, die unser Grundgesetzt konsequent ignorieren, keine weitere Bühne geben.
Worüber wollen Sie denn bitte diskutieren: Ob Auschwitz mehr als ein Vogelschiss ist ? Ob nicht alle Türken Messermänner sind? Oder wann Frauen ihrer natürlichen Bestimmung als Gebärmaschine am Herd nachkommmen?

DienstnachVorschrift
1 Tag zuvor
Antwortet  Unverzagte

Geht es noch populistischer? Ich verstehe ja Ihre Befürchtung, aber ich halte eine Partei, die von über 40 Prozent der Menschen in diesem Bundesland gewählt wird, auszuschließen, für noch viel problematischer. Dadurch gewinnt man keinen (potenziellen) Wähler zurück. Wenn alles wie bisher weiterläuft, dann wird die AFD irgendwann in Sachsen – Anhalt den Ministerpräsidenten stellen. Der Trend spricht doch klar dafür.

vhh
2 Tage zuvor

Wie nett, über das Stöckchen zu springen, dieses Argument war irgendwie zu erwarten. Dass die Antifa nicht von 40% ‚unterstützt‘ wird (Wähler sind nicht gleich Unterstützer) ist irrelevant, es geht um Positionen und die Frage, ob eine Position für eine Diskussion als Schulveranstaltung zu extremistisch ist.
Erklären sie doch lieber, wie diese Podiumsdiskussion ablaufen soll. Die potentiellen Probleme habe ich beschrieben, einfach hoffen, dass es so nicht kommt? Ich diskutiere die besagten Youtube- und Tiktok-Inhalte lieber im Unterricht, mit genügend Zeit, um Falschaussagen und Halbwahrheiten zu besprechen. Gerne auch bei ‚linken‘ Themen bzw Aussagen.
‚Ist doch sowieso…‘, das ist keine Position, das ist Kapitulation und freier Eintritt.

Rainer Zufall
2 Tage zuvor

Warum sollte man gesichert rechtsextreme Verfassungsfeind*innen einladen?
Wen als Nächstes? Den Talibansymphatisanten, weil der im Ort beliebt ist? (augenroll)