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Hitzewelle: SPD-Spitzenkandidat fordert Klimaanlagen für Schulen und Kitas – Land soll zahlen

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DÜSSELDORF. Klassenräume mit 30 Grad schon am frühen Morgen, Unterrichtsausfälle wegen extremer Hitze: Angesichts der anhaltenden Hitzewelle fordert der nordrhein-westfälische SPD-Fraktionschef Jochen Ott ein Landesprogramm für Klimaanlagen und andere Kühlungsmaßnahmen an Schulen, Kitas und weiteren öffentlichen Einrichtungen. Die Kommunen könnten die notwendigen Investitionen vielerorts nicht allein finanzieren, sagte der SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl 2027 in Düsseldorf.

Bald in jedem Klassenzimmer? (Symbolfoto.) Foto: Shutterstock

Ott bezeichnete Hitze inzwischen ausdrücklich auch als bildungspolitisches Problem. Schulen müssten deutlich widerstandsfähiger gegen die Folgen des Klimawandels werden. Es könne nicht sein, dass wegen extremer Temperaturen immer wieder Unterricht ausfalle, weil Klassenräume nicht mehr nutzbar seien. Schulen und Kitas müssten deshalb ebenso wie Feuerwehr oder Krankenhäuser als kritische Infrastruktur behandelt werden.

Neben Bildungseinrichtungen nahm Ott auch Pflegeheime und Krankenhäuser in den Blick. Es dürfe nicht sein, dass hochbetagte Menschen in Pflegeheimen während einer Hitzewelle keinen ausreichend kühlen Aufenthaltsort hätten. Die klimagerechte Ausstattung solcher Einrichtungen sei Aufgabe des Landes, betonte er.

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Von NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) verlangte Ott ein Förderprogramm für Klimaanlagen, das über die NRW.Bank abgewickelt werden könnte. Wenn die landeseigene Förderbank Elektroautos unterstützen könne, müsse sie auch kurzfristig Kühlungsmaßnahmen in öffentlichen Einrichtungen finanzieren können.

Städte und Gemeinden seien finanziell so stark belastet, dass notwendige Investitionen häufig am fehlenden Geld scheiterten. Bei der Finanzierung dürfe es nun kein „Schwarze-Peter-Spiel“ zwischen Land und Kommunen geben, warnte Ott.

Wenig hält der SPD-Fraktionschef dagegen von Vorschlägen, die Sommerferien nach südeuropäischem Vorbild deutlich zu verlängern. Eine Debatte über bis zu zwölf Wochen Sommerferien führe angesichts der unterschiedlichen Interessen der Bundesländer nicht weiter. Sinnvoller sei es, die Schulen selbst an die zunehmenden Hitzebelastungen anzupassen. „Es wäre jetzt in der Tat wichtiger, sich Gedanken darüber zu machen, wie die Schulen resilient werden können“, sagte Ott. News4teachers / mit Material der dpa

News4teachers-Aktion: Bis zu 40 Grad im Klassenzimmer – und jetzt? Eine Hitzeexpertin erklärt, was Schulen (und Schulträger) tun sollten

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19 Kommentare
unfassbar
14 Tage zuvor

Angenommen, die SPD regiert ab 2027 wieder mit. Erinnert sie sich dann noch an diese Forderung? Ich habe Zweifel.

Hysterican
14 Tage zuvor
Antwortet  unfassbar

Zitat Müntefering vor einigen Jahren:
“Wie können Sie es wagen, mich an eines meiner Versprechen aus dem Wahlkampf zu erinnern“
Jaja, der Franz der kann’s.
Jochen kriegt das bestimmt auch hin … denn auch Herr Ott ist flott.

dickebank
14 Tage zuvor
Antwortet  Hysterican

Sich zu versprechen ist doch nur allzu menschlich:)

Rainer Zufall
14 Tage zuvor
Antwortet  unfassbar

Sie leugnen immerhin nicht, dass es heißer wird, es wäre für Sie also schonmal ein deutlicher Fortschritt 😉

Hans Malz
12 Tage zuvor
Antwortet  unfassbar

Ich ja, aber der natürlich nicht. Genau wie alle anderen, vorher große Klappe und nachher stehen da natürlich wichtige Gründe entgegen.

Hysterican
14 Tage zuvor

Wenn die landeseigene Förderbank Elektroautos unterstützen könne, müsse sie auch kurzfristig Kühlungsmaßnahmen in öffentlichen Einrichtungen finanzieren können.“

Das tun sie doch bereits – allerdings üblicherweise nicht in Kitas und Schulen – dafür aber in Verwaltungsgebäuden, Amtsstuben, Bürgermeisterbüros, im Landtag usw. usf.

Es fehlt jetzt nur noch der pandemiebewährte Kommentar, dass Klimageräte überall dort funktionieren – aber nicht in Kitas oder Schulen … das haben bestimmt irgendwelche „Fachleute“ herausgefunden und in einem Gutachten, das den entsprechenden Behörden vorliegt (z.Z. Aber nicht einzusehen sei, weil einzelne Ergebnisse noch genauer validiert werden müssten).

Und wo kämen wir denn da hin, wenn in allen Klassenzimmern und Kitagruppenräumen Klimageräte installiert würde?
Das Risiko, dass die lieben Kleinen über Anschlusskabel stolpern, die räumliche Kapazität nennenswert verringert oder die einzelnen Bedingungen ja nicht vergleichbar wären lassen eine flächendeckende Anschaffung nicht zu.
Außerdem – und das ist das stärkste Argument aus der Ecke – werden diese Klimageräte ja lediglich nur an wenigen Tagen des Jahres benötigt … die kann man doch auch so überbrücken … bevor man diese Massen an Geld ausgibt für etwas, was nur an ca 20 bis 25 Tagen im Jahr gebraucht wird…

Rainer Zufall
14 Tage zuvor
Antwortet  Hysterican

Sie stimmen also der Forderung zu, wollen dies aber nicht ausschreiben?

Fräulein Rottenmeier
14 Tage zuvor
Antwortet  Hysterican

Ihre Schule bekommt doch Container hingestellt, oder irre ich mich? Die werden beheizt und gekühlt mit Klimaanlagen…..soweit ich gehört habe (Hausmeisterflurfunk) ist das Standard……bei Goldbeck…..

Hysterican
11 Tage zuvor

Ja, so soll es sein … eingebaut werden sogen. KLIMAGERÄTE, die im Wunter heizen und im Sommer ggf kühlen können. Zwischen unserer Anstslt und dem Nachbargymansium stehen genau solche Container, die für den Bündelungsjahrgang aufgedtellt worden sind.
Ich habe jetzt 3 Jahre darin unterrichten dürfen … im Winter war es mullig warm … im Sommer recht erträglich – was aber auch daran liegt, dass die Container im Schatten großer Bäume stehen, die allein scjon für erhebliche Kühlung sorgen.
Die Container, die in den nächsten Monaten irgendwann mal aufgestellt werden sollen (mein Tipp: die fangen überhaupt erst Ende Februar / Anfang März damit an) stehen aber auf einer vollkommen unbeschatteten Wiese neben der Schule – die vormals dort vorhandenen großen Bäume sind vor einigen Wochen dort zielgerichtet abgeholzt worden – was bedeutet, dass diese Dinger dann in der prallen Sonne stehen werden. Mal schauen, wie effektiv dann die Kühlung mit Hilfe der standardmäßig verbauten Klimageräte noch funktioniert.
Lustiger Side-Kick in dieser Angelegenheit gefällig?
Die Stadt hat allen Ernstes in Ermangelung von Toiletten in diesen Containern (ein Waschbecken für 4 Klasdenräume im Flur gibt es, wow!) vorgehabt, Dixi-Klos neben die Container auf den Schulhof zu stellen!!

Erst der kollektive Aufschrei Seitens SuS, Eltern und LuL und die Androhung einer entsprechenden Protestkampagne hat nun zu einer Alternativlösung geführt … mal schauen, wie die konkret aussehen wird.

Das als kleiner Input für den „Hausmeisterflurfunk“ 🙂

kanndochnichtwahrsein
14 Tage zuvor
Antwortet  Hysterican

… vielleicht, könnte ja sein… dass viele Kinder in einem Raum sogar die Hitze vernichten und womöglich sogar die Umgebung der Schulen gleich mit kühlen…
… da war doch mal was… in Corona… Kinder als Virenkiller… können die mit Hitze bestimmt auch… sie werden allein durch Da-Sein und Atmen, noch mehr mit verstärkter körperlicher und geistiger Aktivität, die Hitze bestimmt verwandeln…
in ein Hölllenfeuer vielleicht…
Dann reicht es, in jeden Flur einen Feuerlöscher zu stellen… wer braucht noch Klimaanlagen…

mama51
14 Tage zuvor

Nachdem die hessische Landesregierung als auch der Bund Zuschüsse für Senioren- und Pflegeheime sowie Krankenhäuser verweigert hat, was den, ganz oldschool, Radionachrichten um 13 Uhr zu entnehmen war, bin ich hoffnungslos, was die Klimatisierung von Schulen betrifft.
Erst wenn in Schulen die LK und/oder SuS reihemweise umkippen, wacht vielleicht mal „jemand“ auf. Zumal dort ja keine sofortige medizinische Versorgung vorhanden ist. Dann kommt der RTW halt 5x am Tag… 🙁

TaMu
13 Tage zuvor
Antwortet  mama51

Es gibt reihenweise reels auf Instagram von Rettungs- und Pflegekräften, die die Situation beschreiben, wie überhitzte und austrocknende Personen aus zu heißen Wohnungen und Heimen geholt wurden und in heißen Notaufnahmen abgegeben werden mussten, von wo aus sie auf zu heiße Patientenzimmer verlegt wurden von Personal, das in der Hitze kaum zum Trinken und gar nicht zum Ausruhen kam, weil der Andrang der Hitzegeschädigten so groß war.

mama51
13 Tage zuvor
Antwortet  TaMu

Sehr richtig, TaMu,
Und es interessiert KEINEN! ☹️
(Heul!)

Pit2020
11 Tage zuvor
Antwortet  mama51

@mama51

„Nachdem die hessische Landesregierung als auch der Bund Zuschüsse für Senioren- und Pflegeheime sowie Krankenhäuser verweigert hat, was den, ganz oldschool, Radionachrichten um 13 Uhr zu entnehmen war, bin ich hoffnungslos, was die Klimatisierung von Schulen betrifft.“

Mal ganz ketzerisch gefragt:
Vielleicht haben sich … nunja … „Pragmatiker“ durchsetzen können mit dem nicht klar kommunizierten aber gedanklich „auf den guten Weg gebrachten“ Ansatz, auf … quasi „naturnahem“ Weg … Renten- und Sozialsystem zu entlasten wenn massenhaft Alte und Kranke dahinscheiden …
Ja ich weiß, das ist ein sehr hässlicher Gedanke – aber wie sonst kann man es sich erklären, dass bei zukünftigen Hitzewellen, die häufiger und heftiger werden, massenhaft Leute verrecken werden, und zwar qualvoll?!
Und das sehenden Auges in Kauf nehmen – das ist weder mit Ignoranz noch mit purer Dummheit ausreichend zu erklären! (Und nein, ich bin kein Freund von Verschwörungstheorien!)

Anders gesagt:
SOYLENT GREEN – jetzt auch vom Grill! 🙁
https://de.wikipedia.org/wiki/%E2%80%A6_Jahr_2022_%E2%80%A6_die_%C3%BCberleben_wollen

Hysterican
11 Tage zuvor
Antwortet  Pit2020

Lieber Pit!!
… passt perfekt zu meinem Post … da ticken wir – was seltenen Sarkasmus anbelangt – verlässlich ähnlich.

Grüße an dich gehen raus!!!

Pit2020
11 Tage zuvor
Antwortet  Hysterican

@Hysterican

Jaja, Lehrer sind schlimm … und nie allein! 😉

Beste Grüße zurück!

Walter Hasenbrot
13 Tage zuvor

Absolut vernünftige Forderung!

Hans Malz
12 Tage zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Ja. Ist aber nach der Wahl wieder vergessen.

Canishine
12 Tage zuvor
Antwortet  Hans Malz

Nein, es bleibt eine Forderung, nur ggf. von einer anderen Partei :-).