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Warum gute Lehrkräfte zuerst sich selbst verstehen müssen – Margret Rasfeld über den blinden Fleck der Lehrerbildung

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LEIPZIG. Wie werden aus guten Lehramtsstudierenden gute Lehrkräfte? Für Margret Rasfeld greift die bisherige Ausbildung zu kurz. Die ehemalige Schulleiterin, Bildungsreformerin und Mitgründerin der Initiative „Schule im Aufbruch“ plädiert dafür, die Persönlichkeitsentwicklung stärker in den Mittelpunkt zu rücken. In ihrem Gastbeitrag für News4teachers argumentiert sie, dass Themen wie Biografie, Scham, Macht, Selbstreflexion und Beziehungsfähigkeit keine „weichen Faktoren“ seien, sondern professionelle Schlüsselkompetenzen für den Lehrerberuf – und deshalb verbindlicher Bestandteil der Aus- und Fortbildung werden müssten.

Beziehungsfähig? (Symbolbild.) Foto: Shutterstock

Innere Arbeit als Schlüssel für eine professionelle Lehrkräftebildung

Beim Thema  Aus- und Fortbildung von Lehrkräften geht es in der Regel um Themen wie fachliche Inhalte, Didaktik, Diagnostik, Digitalisierung, Inklusion, Sprachförderung, Classroom Management. All das ist wichtig. Doch eine Frage wird erstaunlich selten gestellt: Was prägt Haltung und Mindset des Menschen, der vor der Klasse steht?

Lehrkräfte prägen durch ihr Verhalten, ihre Haltung und ihre Beziehungen täglich und maßgeblich die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Und genau deshalb braucht professionelle Lehrkräftebildung mehr als Fachwissen und Methodik. Sie braucht innere Arbeit.

Die blinden Flecken der Lehrkräftebildung

In den vergangenen Jahren habe ich viele Seminare mit Schulleitungen und Lehrkräften zum Thema Haltung durchgeführt. Und dann kam die Erkenntnis: das Thema muss früher ansetzen. Es muss zentral in die erste und zweite Ausbildungsphase. So habe ich letztes Jahr ein Intensivseminar über zwei Tage mit einer Seminargruppe geleitet und danach ein Seminar für Lehramtsstudierende an der Uni Leipzig. Im Mittelpunkt standen Themen, die in der Ausbildung kaum vorkommen:

  • Biografiearbeit
  • Macht und Ohnmacht
  • Scham und Beschämung
  • Glaubenssätze, Trigger
  • Achtsamkeit und Selbstwahrnehmung
  • Beziehungslernen
  • Selbstregulation

Beide Seminare fanden im RealLabor Leipzig statt, einem schönen Ort mit guter Energie. Vertrauensräume ermöglichten, dass die jungen Menschen sich für innere Lernprozesse öffneten und In Übungen und Erfahrungsräumen eigene Prägungen, Glaubenssätze und unbewusste Muster  erforschten und teilten, was Handlungsspielräume für Veränderung und zu innerem Wachstum ermöglichte.

Die jungen Menschen waren so dankbar und fühlten sich ermutigt und verbunden. Alle hatten sich in ihrer bisherigen Ausbildung noch nie mit diesen Themen auseinandergesetzt und fordern sie ein. Das feedback war jedes Mal berührend. Hier ein paar Auzüge:

Gestern habe ich noch nicht einmal gewusst, was innere Arbeit ist. Heute nach zwei Tagen frage ich mich, wie es sein kann, dass sie nicht ein verpflichtender Teil der Ausbildung von Lehrkräften ist.

Es war unglaublich, zu spüren, dass wir alle ähnlich fühlen. Ich dachte bisher immer ich bin alleine damit. Und plötzlich wird ein Raum aufgemacht und wir können alles aussprechen.

Ich habe gedacht, ich bin nicht ganz richtig, aber jetzt weiß ich, es ist auch sehr viel im System. Und vor allen Dingen bin ich nicht ohnmächtig. Das hat mich ungemein gestärkt, in der Verbundenheit mit den anderen.

Unserer Ausbildung und dem, was wir da lernen, fehlt das Herz. Das muss geändert werden. Das geht aber schon, in dem man solche Seminare einschiebt, wie wir das jetzt hatten. Ich fordere das für die Ausbildung.

Ich bin mit so viel Herzblut gestartet und habe bei der biografischen Reflektion gemerkt, dass mich das System ganz schön in den Griff genommen hat. Und dass ich aufpassen muss, dass die Menschlichkeit nicht verloren geht. Ich habe in den zwei Tagen zu meinen Werten und meiner Menschlichkeit zurückgefunden.

Ich bin kurz vorm burn out, so gehetzt und voll Stress ist alles. Hier hatten wir Zeit zum in uns spüren und fühlen uns darüber austauschen. Das muss in die Ausbildung rein. Ich bin sehr dankbar für all das, was ich erleben und erfahren durfte. Und ich habe Hoffnung geschöpft für meinen Beruf.

Mich hat es sehr gestärkt, im Austausch mit anderen sich selbst zu reflektieren und zu lernen, sich selbst mehr zu schätzen.

Noch nie hatten wir alle vorher über Scham und Beschämung nachgedacht und uns auseinandergesetzt. Und über die Bedeutung – die war uns ja überhaupt nicht klar. Wie kann es sein, dass ein so wichtiges Thema in Studium und Referendariat  komplett ignoriert wird. Ich bin sehr dankbar für die beiden Tage. Ich habe unendlich viel gelernt.

Mich haben der tiefe gemeinsame Austausch berührt und gestärkt, da ich gemerkt habe, dass ich mit meinen Problemen nicht alleine bin und es war so schön zu erleben, wenn eine sich geöffnet hat, dass dann die anderen auch den Mut hatten.

Die Macht der eigenen Geschichte

Jeder Mensch bringt seine Geschichte mit in die Schule. Auch Lehrkräfte. Unsere Erfahrungen aus Kindheit und Schulzeit prägen unsere Erwartungen, unsere Ängste und unsere Reaktionen. Oft wirken sie unbewusst. Wer selbst ständig bewertet wurde, bewertet häufig schneller andere. Wer gelernt hat, Fehler zu vermeiden, reagiert möglicherweise empfindlich auf Fehler von Schüler:innen. Wer oft enttäuscht wurde, neigt später vielleicht dazu, eine Schutzmauer um sich zu bauen oder Kontrolle besonders wichtig zu nehmen. Biografiearbeit hilft, diese Muster zu erkennen. Nicht um Schuldige zu suchen, sondern um Freiheit zu gewinnen. Denn nur was ins Bewusstsein gehoben wird, kann verändert werden.

Das Tabuthema Scham

Besonders bedeutsam ist die Auseinandersetzung mit Scham und Beschämung. Scham gehört zu den stärksten und am tiefsten verdrängten menschlichen Gefühlen. Sie entsteht dort, wo Menschen das Gefühl haben, nicht zu genügen, nicht dazuzugehören oder nicht richtig zu sein. Viele Erwachsene tragen Schamerfahrungen auch aus ihrer eigenen Schulzeit in sich. Das öffentliche Bloßstellen an der Tafel, abwertende Bemerkungen, das Auslachen von Mitschülern, Ausgrenzen. Prof. Annedore Prengel forscht seit langem dazu, u.a. durch Beobachtungsstudien. Das umfangreiche Datenmaterial der Intakt-Studien, eine qualitative Beobachtungsstudie zur Erforschung pädagogischer Beziehungen, die Prof. Prengel leitet, lässt den Schluss zu, dass vermutlich ein Viertel der Interaktionen von Lehr- und Fachkräften mit Kindern und Jugendlichen in Kitas und Schulen als verletzend charakterisiert werden kann (*).

Wir geben weiter, was wir selbst erfahren haben. Wer als Lehrkraft die Dynamik von Scham versteht, entwickelt einen sensibleren Blick für die Würde junger Menschen. Und wer die eigene Schamgeschichte kennt und daran arbeitet, kann den Kreislauf der Weitergabe durchbrechen.

Stephan Marks, renommierter Schamforscher, hat bei Hotel Matze ein eindrückliches Interview geben. Auf die Frage, warum wir uns mit der Scham beschäftigen sollten, antwortet er: „Weil es das Gefühl ist. Das Gefühl unserer Zeit. Das Thema unserer Zeit. Es ist überall. In unseren Körpern, unseren Behörden, unseren Schulen, unseren Betrieben.“

Diesen Eindruck habe ich auch. Denn immer, wenn ich in Vorträgen oder Workshops das Thema Scham anspreche, erlebe ich hohe Resonanz. Und was mir Hoffnung macht: das Tabu-Thema verschiebt sich aus der Sprachlosigkeit in die Besprechbarkeit.

Macht verantwortungsvoll nutzen

Lehrkräfte verfügen über erhebliche Macht. Sie bewerten Leistungen, strukturieren Räume, vergeben Aufmerksamkeit und treffen täglich Entscheidungen, die das Leben junger Menschen beeinflussen. Die Auseinandersetzung mit Macht und Ohnmacht gehört in die Lehrkräfteausbildung, v.a. auch deshalb, weil die jungen Menschen tiefe Ohnmachtserfahrungen aus der Schule mitbringen und es in der Uni und den Seminaren oft so weitergeht (siehe mein Artikel auf News4teachers).

Wer die eigenen Erfahrungen mit Autorität, Abhängigkeit und Kontrolle reflektiert hat, kann Macht bewusster und verantwortungsvoller einsetzen.

Das Gleiche gilt für Glaubenssätze und Trigger. Manchmal löst ein Kind Gefühle aus, die mit einer ganz anderen Geschichte verbunden sind. Innere Arbeit bedeutet deshalb auch, die eigenen Reaktionsmuster kennenzulernen. Die entscheidende Frage lautet: Reagiere ich gerade auf das Kind – oder auf etwas in mir? Diese Fähigkeit zur Selbstreflexion gehört zu den wichtigsten professionellen Kompetenzen überhaupt.

Beziehung ist kein Soft Skill

Die Bildungsforschung zeigt seit Jahren, dass gelingende Beziehungen zu den stärksten Einflussfaktoren für Lernen gehören. Kinder lernen dort am besten, wo sie sich gesehen, respektiert und sicher fühlen. Trotzdem spielt Beziehungslernen in der Lehrerkräftebildung oft eine Nebenrolle.

Empathie, Präsenz, Zuhören, Resonanzfähigkeit und die Gestaltung tragfähiger Beziehungen können gelernt werden. Dafür braucht es Räume für Selbsterfahrung, Reflexion und persönliche Entwicklung (s. Gastbeitrag von Helga Breuninger).

Innere Arbeit ist professionelle Arbeit

Manche halten Themen wie Achtsamkeit, Biografiearbeit oder Scham für „weiche“ Inhalte. Tatsächlich handelt es sich um hochprofessionelle Kern-Kompetenzen. Eine Lehrkraft, die ihre eigenen Muster kennt, die mit Emotionen umgehen kann, die Beschämung vermeidet, die ihre Macht reflektiert einsetzt, die sich selbst regulieren kann, schafft bessere Lernbedingungen für Kinder und Jugendliche. Gerade in einer Zeit zunehmender psychischer Belastungen, wachsender Heterogenität und gesellschaftlicher Spannungen wird diese Kompetenz immer wichtiger.

Innere Arbeit darf deshalb kein freiwilliges Zusatzangebot bleiben. Sie sollte ein selbstverständlicher Bestandteil der Lehrerkräftebildung werden.

Die Rückmeldungen von Studierenden und Referendar:innen sind eindeutig: Sie vermissen diese Themen. Sie erleben sie als interessant, befreiend, ermutigend, stärkend und unmittelbar relevant für ihren Beruf. Es ist an der Zeit, den jungen Menschen zuzuhören. Es ist an der Zeit, über das Thema Scham zu sprechen

Denn die Qualität von Schule hängt nicht nur davon ab, was Lehrkräfte wissen. Sie hängt ebenso davon ab, wer sie sind und wie sie in Beziehung gehen. Und genau dort beginnt die eigentliche Bildungsarbeit. News4teachers

Zur Person
Bildungsinnovatorin: Margret Rasfeld sieht das tradierte Schulsystem kritisch. Illustration: News4teachers

Die Autorin und ehemalige Schulleiterin Margret Rasfeld setzt sich seit vielen Jahren für eine grundlegende Neuausrichtung von Schule ein. Nach ihrem Lehramtsstudium in Biologie und Chemie arbeitete sie zunächst als Lehrerin in Nordrhein-Westfalen und war später maßgeblich am Aufbau mehrerer Gesamtschulen beteiligt, darunter die Gesamtschule in Essen-Holsterhausen sowie die Evangelische Schule Berlin Zentrum, die sie bis 2016 als Schulleiterin führte.

Im Rahmen des von der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel initiierten Zukunftsdialogs zum Thema „Wie wollen wir lernen?“ leitete Rasfeld 2011/2012 als eine von sechs sogenannten „Kernexpert*innen“ die Arbeitsgruppe Gemeinsinn und soziale Kompetenzen. Rasfeld ist Mitbegründerin und Geschäftsführerin der Initiative „Schule im Aufbruch“, die Schulen bei der Entwicklung neuer Lernkulturen unterstützt, sowie Gründerin des Reallabors Leipzig, einem pädagogischen Begegnungszentrum.

(*) https://paedagogische-beziehungen.eu/wp-content/uploads/2020/05/Prengel_DestruktiveBeziehungen.pdf

 

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123 Kommentare
Katze
17 Tage zuvor

Margret Rasfeld klingt, als wolle sie Schule endgültig in eine therapeutische Selbsterfahrungsanstalt verwandeln. „Biografie, Scham, Macht, Selbstreflexion und Beziehungsfähigkeit“ seien keine „weichen Faktoren“, sondern „professionelle Schlüsselkompetenzen“. Aha, Lehrer sollen mehr seelische Tiefenbohrungen durchführen. Das Seminarprogramm – „Biografiearbeit, Macht und Ohnmacht, Scham und Beschämung, Glaubenssätze, Trigger, Achtsamkeit und Selbstwahrnehmung, Beziehungslernen, Selbstregulation“ – klingt für mich wie das Wochenendangebot eines Achtsamkeitsretreats. Und natürlich fand das Ganze im „RealLabor Leipzig, einem schönen Ort mit guter Energie“ statt.
Dann wieder die dramatische Scham‑Erzählung: Erwachsene tragen angeblich „Schamerfahrungen aus ihrer Schulzeit“ in sich, inklusive „Bloßstellen beim Abfragen vor der Klasse“. Soll in Oldschool noch vorgekommen sein. Und „vermutlich ein Viertel der Interaktionen“ sei „verletzend“. Vermutlich! Ein Viertel! Das ist die Art Statistik, die entsteht, wenn man Menschen fragt, ob sie sich irgendwann mal schlecht gefühlt haben. Aber klar: die armen Kinder und Jugendlichen – traumatisiert vom „Vorführen an der Tafel“. So wächst eine Schülerschaft heran, die später von einem Hauch Realität mit Problemen umgeweht wird und sich schon bloßgestellt fühlt, wenn jemand plötzlich konsequent Forderungen stellt und auch Fehler unverblümt benennt. Frustrationstoleranz wird so nicht ausgebildet.
Viele ältere Lehrer stehen längst vorm Burnout. Nicht, weil sie zu wenig „Achtsamkeit“ üben, sondern weil sie eigentlich vorrangig fachlich bilden wollten. Lehrer, nicht Therapeuten im „RealLabor“. Sie wollten Mathematik und Chemie erklären, nicht „Macht und Ohnmacht“ moderieren. Sie wollten Bildung (Wissen und Können) vermitteln, nicht Klangschalen‑Didaktik auf Baldrianbasis. Und jetzt sollen sie die letzten Reste fachlicher Ernsthaftigkeit zwischen „Scham und Beschämung“ und „Beziehungslernen“ herausfischen.
Während man über „gute Energie“ philosophiert, fehlt den Schülern die Fähigkeit, einen Fachtext zu verstehen, chemische Formeln aufzustellen oder eine Gleichung zu lösen. Hauptsache, niemand wird mehr „an der Tafel bloßgestellt“. Stattdessen mutieren Schulen zu sogenannten Lernlandschaften, zu Experimentierräumen bzw. „Reallaboren“ mit pädagogischer Gefühlsarbeit, in welchen fachliche Bildung immer weniger Stellenwert hat – würden böse Leistungsfetischisten munkeln.

Katze
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ach, die Redaktion meint, Frau Mahlzahn solle besser nicht über pädagogische Beziehungen raisonieren?
Wie reizend. Ich nehme das als höfliche Erinnerung daran, dass man mich hier im Forum ja bereits zum ‚Leistungsfetischisten‘ geadelt hat.
Nur zur Beruhigung: Mahlzähne lassen sich kaum zurechtfeilen und zu Lernbegleitern domestizieren. Sie kauen weiterhin auf echtem Unterricht herum und spucken manche “ Lernlandschaft“ als unverdauliches Faserwerk (bzw. Faselwerk) wieder aus.
Und was die heutige (Miss)Bildung betrifft — sie nimmt vielen Oldschool‑Lehrern genau das, woran sie sich früher ganz selbstverständlich die Zähne wetzen konnten: Fachlichkeit, Anspruch und ein Bildungssystem, das Leistungsanspruch nicht erst mutig verteidigten bzw. rechtfertigen musste, sondern schlicht voraussetzte. Heute hingegen gilt schon das Einfordern von Leistung und Klarheit als ‚Beschämung‘ und das Benennen eines Fehlers als „Bloßstellen“ — ein pädagogisches Klima, in dem selbst Mahlzähne abzustumpfen drohen.

Beste Grüße

447
17 Tage zuvor
Antwortet  Katze

„Schlechte“ und „gute Energie“,
Ätherstoßwellentherapie,
Fünf Kristallfreunde sollt ihr sein,
Im Regenbogenschloss am Rhein!

Mit der Kupferrute leite ab,
was schlechtes Feng-Shui verzapfet hat,
mach die Räucherstäbchen an,
Tafelabfrage ist jetzt dran!

Esoterikcamp zur Weihnachtszeit mit Selbsterfahrungstripp – da fehlen echt nur noch ein paar gute Pilze…nicht ernstzunehmen.

Katze
17 Tage zuvor
Antwortet  447

Super Schwingung, beste Kraft,
Wünsche(l)rute, die den Unterricht schafft,
auf geht’s — Schland 2035, größte Freuden,
warum mit Inhalten Zeit vergeuden?
Lasst klingen und fühlen das Feng‑Shui,
da klappt’s auch mit dem Abi — hui!

Selbsterfahrungstrip ganz hip im Esoterikwind,
Räucherduft, der durch die Synapsen rinnt,
fünf Kristallfreunde im Regenbogenglanz —
und der Stundenplan macht Chakren‑Tanz.

Drum sag ich trocken, ganz ohne Fokus:
Das Ganze ist ein pädagogischer Hokuspokus.
Wer so den Unterricht vernebelt,
hat Schland 2035 schon komplett durchgehebelt.

Masha
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

„In Jim Knopf und die Wilde 13https://static.wikia.nocookie.net/drachen/images/e/e2/Goldener_Drache_der_Weisheit_-_Augsburger_Puppenkiste.JPG/revision/latest/scale-to-width-down/220?cb=20160227120021&path-prefix=de
Der Goldene Drache der Weisheit
Nach einem Jahr Schlaf erwacht Frau Mahlzahn verwandelt als Goldener Drache der Weisheit. Dieser wird als Östlicher Drache beschrieben: „Seine Schnauze war nicht mehr so lang und spitz, auch der hässliche, hervorstehende Zahn war verschwunden. Der ganze Kopf ähnelte jetzt dem eines Löwen, allerdings nur sehr entfernt. Der Körper war viel schlanker und noch ein wenig länger geworden, desgleichen der Schwanz, den er nach Katzenart um sich herumgelegt hatte. Und seine einstmals so abscheuliche Schuppenhaut war nun über und über mit geheimnisvollen Zeichen und Mustern bedeckt.“.
Der Goldene Drache der Weisheit ist, wie der Name schon sagt, sehr weise. Diese Weisheit hat er schon als Frau Mahlzahn besessen, damals nutzte er sie aber nur zu bösen Zwecken.“

@Redaktion
Könnte sein, dass in Katze auch ein „goldener Drache der Weisheit“ steckt. Könnte doch sein, oder? Ich finde jedenfalls nicht, dass Katze böse ist.

unfassbar
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Als Lehrerin kann Frau Katze durchaus zugewandt und freundlich sein. Einen fachlich anspruchsvollen Unterricht kann man auch damit abhalten.

Masha
17 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Zynisch? Sarkastisch? oder doch eher ironisch? Ich würde Katzes Kommentare eher letzterem zuordnen, mit einer starken Prise Pessimismus (und den zu Recht, nach so vielen Jahren im Schulsystem)!

Karl-Heinz
16 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Guter Zynismus ist durchaus eine Art von Kunst. Das, was Fr. Katze hier regelmäßig ablässt ist allerdings einerseits vorhersehbar und andererseits durch extremere Besserwisserei geprägt. Also eher langweilig und keineswegs ernst zu nehmen. Also: nicht mal ignorieren!

Maybe
16 Tage zuvor
Antwortet  Karl-Heinz

Ist so eine Sache mit dem Ignorieren – hier lesen viele mit.

Das Bild „Besserwisserei“, gestern-war-alles-besser, bis hin zur
„therapeutischen Selbsterfahrungsanstalt“ (wobei Schule schon immer eine Selbsterfahrungsanstalt ist/war) ist zwar heftig überzeichnet, zeigt aber sicher auch, zustimmungsbedingt, wie Lehrerinnen Schülerinnen einschätzen
– nein, nicht alle SuS sind so lernunwillig, leisten gar nix, etc.
Als einem, der bald in Pension geht, fehlt mir hier die Abwägung; Verallgemeinerung bringt nix und ist im Umgang mit Menschen unangebracht, schädlich.

Klar, so kann man auch Frust abreagieren, obs wirklich hilft……
Und sind wirklich so viele Däumelnde gleicher Meinung? Dann würde ich mich lieber umorientieren….

Muxi
17 Tage zuvor
Antwortet  Katze

Ohne Ihnen zu nahe treten zu wollen:
Ich glaube, Frau Mahlzahn meint Leute wie Sie, die sich zu sehr abgehärtet haben und die Frage, wie sich Schüler fühlen wenn sie vor der Klasse abgefragt werden (bei uns in der Schule leider nach wie vor Alltag), einfach so beiseite wischt.
Ich beschäftige mich (notgedrungen) sehr viel mit der Frage woher bei Schüler die Angst vor Mathe kommt, und da tauchen als demütigend empfundene Erlebnisse recht zuverlässig auf.
Und manche Schüler tauen merkbar auf, wenn sie merken dass der Lehrer diese Gefühle nicht einfach mit „wir brauchen Leistung“ vom Tisch wischt.

447
17 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Ich frage mich dagegen als Fünf-Sterne-Bildungslieferant STÄNDIG, wie sich Schüler fühlen. Gleich danach, eie ich Arbeit spare. Beides fällt gut zusammen.
Gut bis sehr gut, dem Vernehmen nach.

Dass man bei der guten Drohne zwar ausser guten Fühlis in der Regel einen dicken fetten Nothingburger geliefert bekommt – das stört nicht nur niemanden, von SuS über Eltern bis Vorgesetzte wird es heftigst goutiert.

Wie bestellt eben.

Hütet eure Drachen, Drohnen richten schlimmeres an. Sie geben euch, was ihr wollt.

Teacher Andi
16 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Welch ein Spaß, haha….

447
16 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

„Cynical performance“ ist halt einfach lustig.

Und, na ja, bei Licht betrachtet:
Ich mache ja EXAKT was gewollt wird – und habe weniger Arbeit.

Also…wenn ich mache was gewollt ist…was kann daran falsch sein?
Eigentlich nix.

Muxi
16 Tage zuvor
Antwortet  447

Kurzversion:
„So wächst eine Schülerschaft heran, die später von einem Hauch Realität mit Problemen umgeweht wird und sich schon bloßgestellt fühlt, wenn jemand plötzlich konsequent Forderungen stellt und auch Fehler unverblümt benennt. Frustrationstoleranz wird so nicht ausgebildet.“
Wer sowas schreibt und gleichzeitig über Lehrer im Burnout klagt, weil (!!) diese Lehrer „fachlich bilden wollen“ und die nötige Beziehungsarbeit nicht hinbekommen (also anscheinend den falschen Job gewählt haben), der ist nicht für voll zu nehmen.
Wenn man keinen Doppelstanddard anlegen will, müsste man die ganze Suada von Katze über überempfindliche Schüler 1 zu 1 auf den von ihr angeführten Teil der Lehrerschaft übertragen.

447
16 Tage zuvor
Antwortet  Muxi

Wenn man (in gleicher verquerer Denkweise, die den Verfall erst verursacht hat) Schüler und Lehrer gleich setzt – dann ja.
Sonst – eher nicht so.

Translator
16 Tage zuvor
Antwortet  447

Eltern aufgemerkt !!
Hier schreibt ein Lehrer öffentlich, dass er alle verarscht, nothing leistet und gerade deswegen beliebt ist, bei Kindern, Eltern, Vorgesetzten (gutiert wird)
Andere Lehrer applaudieren, 14Punkte.
Kein Lehrer widerspricht.
Jetzt weiß ich mehr.
Danke für die Information, Sie überhebliche selbstgerechte
“ Drohne “ .

447
16 Tage zuvor
Antwortet  Translator

Schauen Sie in den Spiegel – GENAU DAS wollt ihr doch:
– „stressfrei“
– „schülerorientiert“
– „zugewandt“
– „individuell“
– „Gruppenarbeit“
– „kompetenzorientiert“
– „digitale Medien“
– „feedback-Kultur“
und was nicht alles (auch hier) gefordert wird.

Über was GENAU beschweren Sie sich gerade?

Ich mache alles ganz offen und dokumentiere alles. Kann jeder Vorgesetzte jederzeit nachlesen oder sich (gerne auch live, dazu haben die jedes Recht) überprüfen.

Wo SIE ein „großes Geständnis“ sehen ist keines.

Es ist Wunscherfüllung.
Wunscherfüllung von Amateuren, Ideologen, Durchwinkern – aber, dennoch: Wunscherfüllung.

Ich verrate Ihnen noch was ganz krasses, da können Sie gleich die ganz große Lehrerpolizei anrufen und das „Geständnis“ weiterleiten:
Ich habe -selbstverständlich in enger, dokumentierter Absprache mit Vorgesetzten- insgesamt zwei Klassenarbeiten ganz ausfallen lassen. 😀 Aus pädagooooooogischen Gründen u.a. auch „Stress“ der armen Schülerlis.
Herzchenemote hier einfügen!

Katze
16 Tage zuvor
Antwortet  447

Aus pädagooooooogischen Gründen warmherzig gehandelt,
im Sinne des Lehrerlis Korrekturzeit in Freizeit verwandelt.
Das ist der Weg.❤️
Durchwinkersmiley

Translator
16 Tage zuvor
Antwortet  447

Danke für die verstärkende bestätigende Antwort.

447
16 Tage zuvor
Antwortet  Translator

Gerne, kein Problem.

Ich habe in Hinsicht auf die Durchführung meiner Dienstpflichten nix zu verbergen. Da kann jeder drüberschauen der will.

Steißtrommler
16 Tage zuvor
Antwortet  447

Ich habe -selbstverständlich in enger, dokumentierter Absprache mit Vorgesetzten- insgesamt zwei Klassenarbeiten ganz ausfallen lassen.
Wie haben Sie das geschafft? Sagen Sie es mir BITTEBITTEBITTE!!!!

447
16 Tage zuvor
Antwortet  Steißtrommler

Sprechen mit „bildungswissenschaftlich“ „Gläubigen“ ist wie Magic oder Poker spielen: Karten ausspielen.

Ich habe (ohne in irgendeiner Weise zu lügen oder etwas zu verdrehen) einfach im entsprechenden Duktus vorgesprochen und auch berichtet, was mir in einem Stuhlkreis die SuS so zur Klassenarbeitssituation, Druckgefühlen aufgrund der vielen, streeeeessssssigen Schultermine usw. gesagt haben.

Da Kiiiiiinnndaaahhh ja die Wahrheit sagen und lernen wollen, sind solche Aussagen zum Schulstress natürlich total ernst zu nehmen, da ist es ja quasi meine Pflicht, mich „für sie einzusetzen“…

Steißtrommler
15 Tage zuvor
Antwortet  447

Ja ne, is‘ klar. Das bekäme ich auch noch hin… Aber meine Schulleitung, eigentlich immer sehr dem Kinde zugewandt, ließe mich dann doch eher abblitzen.
Denn die Zahl unserer Klassenarbeiten bewegt sich bereits am unteren Ende der Vorgaben.

447
14 Tage zuvor
Antwortet  Steißtrommler

Bei uns auch.

Aber hey, ich bin ja nur ’ne Lehrerdrohne, wenn die mich dafür loben und mir das als (Zitat) „ausdrücklich gute Idee“ bestätigen…dann mache ich halt Kulleraugen, zwirbel meine Zöpfe und halte mich dran…

447
12 Tage zuvor
Antwortet  Steißtrommler

Probieren geht über Studieren! Erstaunlich biele GLAUBEN die eigene Propaganda sogar noch.

DienstnachVorschrift
15 Tage zuvor
Antwortet  Steißtrommler

Indem man beispielsweise seine Arbeitszeit dokumentiert und eine Überlastungsanzeige gestellt hat und bekannt ist, dass man ggf. auch mal den Anwalt einschaltet. Ich bin auch kein Fan davon, Klassenarbeiten ausfallen zu lassen. Im letzten Schuljahr wurde ich aber in insgesamt 19! Klassen eingesetzt. Dementsprechend habe ich nach eigenem Ermessen Klassenarbeiten weggelassen und in der Konferenz dann den „Antrag auf Bewertung ohne Klassenarbeit“ gestellt. Der wurde immer mehrheitlich angenommen. Sache erledigt! Das geht ggf. nicht so leicht bei jeder Schulleitung, aber meiner Erfahrung nach ist es schon machbar, weil der Betrieb so ordnungsgemäß weiterläuft und es auch keine Beschwerden gibt. Alle sind zufrieden.

dickebank
17 Tage zuvor
Antwortet  Katze

Die alte Chose aus den ZfsL.
Oberstes Gebot der Lehrerpersönlichkeit ist, authentisch zu bleiben. Während der damals noch 24 Monate haben die FL einem dann erklärt, was aus ihrer Sicht für die die Persönlichkeit eines LAA authentisch ist.
Frei nach dem Motto, was nicht passt wird passend gemacht.

Hans Malz
17 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Wer im ZfsL authentisch bleibt, bekommt miese Noten, weil er unbequem ist.
Da war das an der PH schon viel besser, da kamen die Themen von Frau Rasfeld auch alle vor … wo ist da nur hinoptimiert worden?

Frau Schmiddman
17 Tage zuvor
Antwortet  Katze

„.. Viele ältere Lehrer stehen längst vorm Burnout. Nicht, weil sie zu wenig „Achtsamkeit“ üben, sondern weil sie eigentlich vorrangig fachlich bilden wollten. .. „

Fachlicher Unterricht, bzw. die Sachaussageen sind das eine, aber Kommunikation besteht zu mehr als 50% aus nonverbaler Kommunikation (Tonfall, Gestik, Körperhaltung usw. und die Botschaft die sie damit unterschwellig und häufig unbewusst vermitteln.). Sie können die Sachbotschaft nicht von der Beziehungsebene trennen, auch wenn einige das gern so hätten. Gute Verkäufer wissen, wenn die Beziehungsebene gestört ist können sie keinen Abschluss erzielen, egal wie gut das Sachargument zu sein scheint.

447
17 Tage zuvor
Antwortet  Frau Schmiddman

Faktisch ist Fachlichkeit irrelevant geworden.

Translator
16 Tage zuvor
Antwortet  447

Danke dann wissen wir ja, warum wir den Unterricht gleich daheim machen können.
Wenigstens gibt ein Lehrer zu, dassWissenvermitteln für ihn „irrelevant“ ist.
Kein Lehrer widerspricht.Also Zustimmung auf ganzer Lehrerebene.

Eltern aufgemerkt !!

447
16 Tage zuvor
Antwortet  Translator

Wenn Sie „Unterricht“ meinen, wie er seit Jahren (unter großem Jubel von Schülern, Eltern, Politikern und Pädagogen) Niveau, Anspruch, Leistung in den Fühli-Abgrund abkippt – ja, könnte man sich mehr oder weniger auch (als Unterricht) schenken.

Es ist im wesentlichen betreuter Aufenthalt mut gewissen Bildungsaspekten.

Translator
16 Tage zuvor
Antwortet  447

Sie äußerten „Fachlichkeit ist irrelevant“ –
Und Lehrer “ betreuen mit gewissen Bildungsaspekten „.
Gut, mehr 447 und Katzen und ich werde meinen Kids rechtgeben, wenn sie sagen: den Lehrer kannst du vergessen.
Aber Danke für Ihre Offenbarung und die Aufklärung, was in Schule läuft.

447
16 Tage zuvor
Antwortet  Translator

Immer dran denken:
Die Lehrer führen aus („Dienstanweisung“ & Co.), zu sagen haben wir nix.

WAS wir ausführen legen andere (Bildungsverwaltung = Landespolitik = der Wähler) fest.

Das WAS ist gesetzt, das WIE unterliegt (in engen Grenzen, gerade bei schriftlichen Leistungsnachweisen und Noten) *noch* der „pädagogischen Freiheit“.

Es können also natürlich individuelle „Wege“ gegegangen werden und es kann damit auch ganz unterschiedliche Unterrichtsstile je nach Lehrkraft geben.

In Echt ist es nun aber so, dass Sie bei (echtem) Lernen und Anspruch einfach immer weiter drangsaliert werden mit seitenlangen Rechtfertigungen usw.,spätestens wenn es zu wirklich schlechten Noten kommt.
Diese „Auseinandersetzungen“ kann man zwar gewinnen – die Strafe ist aber der Prozess an sich, nicht ob Sie (am Ende) Recht formell bekommen, Sie aber jeder (inklusive Schulleitungsmitglieder, die ihre fake-Jubelbilanzen den Bach runtergehen sehen) dann schlicht hassen.

Persönlich habe ich daher beschlossen, mein Betriebssystem Catze 1.0 einem radikalen Update auf AmzonEduMa-cash-ion 6.66 zu unterziehen.

Und das läuft.
Ist wie Kafka, nur dass man gewinnt.
Man denkt die ganze Zeit: „Irgendwann sagen alle: Versteckte Kamera, Scherz vorbei! Jetzt aber wieder richtig arbeiten! … Hallo? Hält mich bitte irgendwer auf?!?“
Aber nö.

Es.
Ist.
So.
Gewollt.

Unverzagte
16 Tage zuvor
Antwortet  Translator

Ja, machen Sie gern den Unterricht zuhause. In der ersten Stunde vermitteln Sie hoffentlich Risiken von Unterstellung und Generalisierung. Viel Erfolg !

Translator
16 Tage zuvor
Antwortet  Unverzagte

Läuft es bei Ihnen anders ? Wäre schön.
Unterstellung: Ich habe mich nur auf Veröffentlichtes bezogen
Generalisierung: Warum schreibt dann sonst hier fast keiner, dass er es anders macht und so viele bepunkten Katze, 447, Mascha, unfassbar hoch.
Da muss ich ja davon ausgehen, alle stimmen zu.
Wenn Sie jetzt so auf mich losgehen ist das auch nicht geeignet, mein Bild zu korrigieren.

447
15 Tage zuvor
Antwortet  Translator

Dass Sie über die Zustände in Schulen als Elternteil (?) wütend sind, ist völlig berechtigt.

Unverzagte
15 Tage zuvor
Antwortet  Translator

Sie haben Ihr vorgefertigtes, mieses Bild von Lehrkräften doch längst fertig in Ihrem Kopf, frei nach dem Motto: Kennst Du eine, kennst Du alle.

Hier wird ebensowenig auf jedes Getippsel reagiert, wie Sie in der analogen Welt auf alle Äußerungen anspringen würden, Oder positionieren Sie sich jederzeit überall?

Ihr unkorrigiertes Bild ist mir übrigens ebenso egal wie das xte Ablästern über Lehrende.

Bla
15 Tage zuvor
Antwortet  447

Jap. Ironie eigentlich, dass in dem Artikel (oben) so viele Tipp-/Rechtschreibfehler enthalten sind.

„Und dann kam die Erkenntnis: das Thema mussfrüher ansetzen.“

„und In Übungen “

„Muster erforschten“ [Format „Leer Leer“]

„Das feedback“

„biografischen Reflektion“

„vorm burn out“

„Hier hatten wir Zeit zum in uns spüren und fühlen uns darüber austauschen.“

„Mich haben der tiefe gemeinsame Austausch berührt und gestärkt“

„wenn eine sich geöffnet hat“ [eine Person? „eine“ Frau?]

„u.a“

„Stephan Marks, renommierter Schamforscher, hat bei Hotel Matze ein eindrückliches Interview geben.“

„Thema Scham zu sprechen

Denn die Qualität“

Naja, was solls …

Katze
17 Tage zuvor
Antwortet  Frau Schmiddman

Wie freundlich, mich nach drei Jahrzehnten im Dienst der MINT‑Fächer noch einmal darüber aufzuklären, dass Kommunikation zu mehr als 50 % aus Tonfall und Gestik besteht. Mein Dasein als Verkäufer fachlicher Inhalte im gymnasialen Bildungsgang währt allerdings schon etwas länger als die aktuelle Mode, Sachbotschaften grundsätzlich auf Beziehungsebene zu therapieren. Viele meiner Schüler haben durch meine ‚Botschaften‘ — samt Tonfall, Gestik und gelegentlichem Oldschool‑Biss — nicht nur Abschlüsse erzielt, sondern sehr gute Abschlüsse. Manchmal wirkt eben die fachliche Substanz stärker als die pädagogische Aromatherapie. Manchem Schüler wurde erst als Student bewusst, dass er bei Frau Mahlzahn ordentlich etwas gelernt hat — und dass man sich an klaren Sach‑ und Fachbotschaften nicht nur erstaunlich gut die Zähne wetzen kann, sondern dabei auch kognitiven wie emotionalen Biss entwickelt, ganz ohne sich jemals „beschämt gefühlt“ zu haben. Erstaunlich, wie viel Beziehung plötzlich entsteht, wenn fachliche Forderungen und Kommunikation stimmen — und wie schnell manche erst dann mit Belehrungen beginnen, wenn sie selbst sehr wenig zum Reinbeißen haben.

Masha
17 Tage zuvor
Antwortet  Katze

„Pädagogische Aromatherapie“ – herrlich! Muss ich mir merken und erinnert mich an eine junge Kollegin, die morgens die Tische ihrer Schüler mit Lavendelöl behandelte. Die Wirkung war wohl nicht wie erwartet. Sie wirkte immer sehr genervt und beklagte sich über die unruhige Klasse. Nach einem Jahr war sie plötzlich weg. Man munkelte, sie war zu Höherem berufen.

dickebank
17 Tage zuvor
Antwortet  Masha

Das flutschte dann ja wie „geölt“

Katze
17 Tage zuvor
Antwortet  Masha

Dann ist „Pädagogische Aromatherapie‘ „ja tatsächlich ein Meisterstück der Beschreibung. Manche glauben eben, man könne Unterricht mit Lavendelöl, Ritualpädagogik und atmosphärischen Duftwolken retten – und wundern sich später, dass die schulische Realität dafür keinerlei Sinn hat.
Viel Öl(ung), wenig Wirkung, dafür umso mehr Genervtheit. Und wenn solche Konzepte scheitern, landen die Protagonisten ja gern „zu Höherem berufen“ im Schulamt, an der PH, in der Ausbildung von Referendaren oder in irgendwelchen Studienkreisen, wo sie uns dann ihren pädagogisch unwirksamen Mode- und Methodenkram als Innovation verkaufen oder als „neuen Ansatz“ weiterreichen.

Adriana
16 Tage zuvor
Antwortet  Masha

Sie sprechen aber nicht von der GS Lehrerin meiner Kinder?
Aber halt. Die hatte Burnout. Hat sich lange und gründlich auskuriert und dann nur noch Sport (oder Kunst?) unterrichtet.

447
16 Tage zuvor
Antwortet  Adriana

Diese Kollegin folgte (scheinbar) exakt der Fühli-fühli-Logik, die das System durchzieht.

Und es ist – von all den Unwägbarkeiten und unbekannten Variablen „ihres“ Falls mal abgesehen- auch schlicht logisch: Dann macht jemand halt noch die z.B. Sportstunden. Alternative wäre halt Dienstunfähigkeit/Frühpension oder Arbeitslosigkeit plus ’ne Lehrkraft weniger.

Ulla
10 Tage zuvor
Antwortet  Adriana

Ich finde es einfach nur unfassbar, wie einige über den Gesundheitszustand anderer urteilen.

Frau Schmiddman
17 Tage zuvor
Antwortet  Katze

Sehr gut. Wenn sie kein Thema damit haben brauchen sie sich den Schuh ja nicht anziehen.

„.. Aber klar: die armen Kinder und Jugendlichen – traumatisiert vom „Vorführen an der Tafel“. So wächst eine Schülerschaft heran, die später von einem Hauch Realität mit Problemen umgeweht wird und sich schon bloßgestellt fühlt, wenn jemand plötzlich konsequent Forderungen stellt und auch Fehler unverblümt benennt. .. „

Aber, bei anderen mag es Mängel geben, nicht weil konsequent Forderungen gestellt werden, oder Fehler unverblümt benannt werden, sondern weil die Kommunikation gestört ist, die Beziehungsebene „toxisch“.

Roland
16 Tage zuvor
Antwortet  Katze

Hmm,

ist Ihnen nicht aufgefallen, dass Frau Rasfeld in keiner ihrer Veröffentlichungen und Vorträge die Bedeutung des Fachlichen, Methodischen und didaktischen im Unterricht in Frage stellt („All das ist wichtig.“)? Aber das unterstellen Sie, und diese Unterstellung gibt Ihrer Reaktion die Schärfe!

In dem Beitrag hier weist Margret Rasfeld lediglich auf blinde Flecken hin, die es offensichtlich bei (einigen/manchen/vielen?) Lehrer:innen gibt und schon immer gab und bei denen es im Sinne eines guten Unterrichtens hilfreich wäre, sich ihrer bewusst zu sein und – falls nötig – sie aufzuarbeiten.

Ich habe aufgrund ihrer pauschalisierenden Rhetorik den Eindruck, dass sich die Katze von bestimmten Stichworten und Argumentationsgängen triggern lässt und in einen Beiß- und Kratzreflex verfällt, den sie sich auch mal bewusst vor Augen halten sollte.

Natürlich ist dieser Eindruck durch keinerlei persönliche Bekanntschaft gedeckt, vermutlich ebenso wenig wie bei Ihnen und Margret Rasfeld, die ich allerdings persönlich kenne und schätze.

Bla
15 Tage zuvor
Antwortet  Roland

Es ist ja grundlegend auch nicht falsch, was in dem Artikel steht. Wirkt zwar mehr wie eine Seminarwerbung … Aber macht es „nicht unwahrer“.

Die Frage ist halt mitunter, ob die strukturelle Ebene dies auch her gibt.
Das sind ja durchaus Themen, welche doch recht „vertieft gehen“.
Und vieles ist mit „zwei Tagen“ nur mal eben erwähnt, als wirklich „reflektiert“.
Die nächste Frage ist halt, wie viele das tatsächlich nachhaltig einsetzen (können)?

Fobis dazu findet man doch ebenfalls? Ist jetzt nicht so, dass dies ein absolut blinder Fleck ist, oder? Muss man halt die Augen auch mal aufmachen …

447
16 Tage zuvor
Antwortet  Katze

Lehnen Sie sich zurück mit einem zahnschmelzschonenden Kaugummi – diese Drohne übernimmt.

Heisser als Drachenfeuer,
wilder als der Echse Zahn
ist nur der Spaß im Chipsatzmodul,
wenn Kundenwunsch sich bricht die Bahn.

Zwar dauert es viel länger,
doch ist es gut und garnicht schlecht
der Kunde bestellt
das Hubschraubi liefert
was daraus folgt ist sehr gerecht.

Masha
17 Tage zuvor
Antwortet  Katze

“ Lehrer sollen mehr seelische Tiefenbohrungen durchführen. Das Seminarprogramm – „Biografiearbeit, Macht und Ohnmacht, Scham und Beschämung, Glaubenssätze, Trigger, Achtsamkeit und Selbstwahrnehmung, Beziehungslernen, Selbstregulation“ – klingt für mich wie das Wochenendangebot eines Achtsamkeitsretreats.“
Vor kurzem las ich etwas zu Schäden durch Psychotherapie:
Negative Effekte » Psychotherapie » Therapie » Psychiatrie, Psychosomatik & Psychotherapie » Neurologen und Psychiater im Netz »
Jetzt frage ich mich, wenn selbst ausgebildete Psychotherapeuten (unbeabsichtigt) negative Effekte auf den Klienten bewirken können – Wie groß ist dann das Risiko bei Laien-Psychologen (Lehrern und Erziehern), dass sie evtl. mehr Schaden anrichten, als dem Schüler zu helfen?

Maybe
16 Tage zuvor
Antwortet  Masha

„Eine Erstverschlimmerung ist die vorübergehende Zunahme psychischer Beschwerden zu Beginn einer Behandlung. Sie zeigt an, dass die Therapie wirkt und tiefgreifende Prozesse in Gang setzt. Dies ist eine häufige Begleiterscheinung, bei der unangenehme Emotionen intensiver wahrgenommen werden, wenn man sich belastenden Themen zuwendet.“ Von Dr Jochen Zimmer

Masha
16 Tage zuvor
Antwortet  Maybe

…. und Lehrer, Erzieher, …. können mit diesen Erstverschlimmerungen und anderen Nebenwirkungen professionell umgehen? Ich glaube nicht! Nicht umsonst ist die Ausbildung von Psychologen und Therapeuten recht komplex. Aber Lehrer können ja alles einfach so ….

Bla
15 Tage zuvor
Antwortet  Maybe

Reizkonfrontation an Schulen durch Lehrkräfte? Gewagt zumindest – v. A. bei „zwei Seminartagen“.
Sorry, aber das sollte man sich schon gut überlegen und ggf. wohl … Profis überlassen.

Ich hatte auch eine Schulung im Bereich Hypnose gemacht … Trotzdem darf und würde ich niemals ohne diesbezüglicher Ausbildung im Bereich „Medizin“ und „Therapie“ auch nur ansatzweise etwas machen. Hat schon seinen Grund, warum das so ist und man hier auch andere Ausbildungsinhalte lernt und braucht.
Ansonsten kann man bei zu wenig Erfahrung usw. ziemlich schnell jemanden re-traumatisieren und bekommt das selbst gar nicht raus bei der Exduktion/Ausleitung.

Maybe
15 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Seit wann vergeben LuL Therapietermine ?
Seit wann erstellen LuL Diagnosen – egal ob im körperlichen oder psychischen Bereich ?
Nichts davon wird auch im Artikel gefordert
„Manchmal löst ein Kind Gefühle aus, die mit einer ganz anderen Geschichte verbunden sind. Innere Arbeit bedeutet deshalb auch, die eigenen Reaktionsmuster kennenzulernen. Die entscheidende Frage lautet: Reagiere ich gerade auf das Kind – oder auf etwas in mir? Diese Fähigkeit zur Selbstreflexion gehört zu den wichtigsten professionellen Kompetenzen überhaupt.“ > Es geht zunächst nicht darum, wie das Kind tickt sondern um Sie – dass Sie sich kennen und dann vlt mehr/anders auf Ihre Umwelt eingehen können.
Haben Sie den Artikel gelesen ?

Bla
14 Tage zuvor
Antwortet  Maybe

Ist ja auch ein Strohmann von Ihnen?

Ich beziehe mich auf Ihren Kommentar:
„„Eine Erstverschlimmerung ist die vorübergehende Zunahme psychischer Beschwerden zu Beginn einer Behandlung. Sie zeigt an, dass die Therapie wirkt und tiefgreifende Prozesse in Gang setzt. Dies ist eine häufige Begleiterscheinung, bei der unangenehme Emotionen intensiver wahrgenommen werden, wenn man sich belastenden Themen zuwendet.“ Von Dr Jochen Zimmer“

Steht ja auch da … „Bla
1 Tag zuvor
Antwortet Maybe“

Ich „antworte“ dadurch auf Sie primär und nicht auf den Artikel – logischerweise habe ich ihn gelesen, siehe anderen Beitrag, wo ich die Rechtschreib-/Tippfehler erwähnte. Geht ja schlecht, wenn man ihn nicht liest …

Immer wieder interessant, wie oft hier Strohmänner und „Fehlbezüge“ (auf)gemacht werden. Als ob man nicht in einem Bildungsforum wäre. Aber gut.

Bla
14 Tage zuvor
Antwortet  Maybe

Und bevor jetzt der nächste Strohmann aufgemacht wird …:

Nein, das ist nicht Inhalt und Bezug des Artikels. Das ist mir auch klar.

Ja, es ist Bezug und Inhalt Ihrer Antwort zur Antwort auf Masha .

Und ja, Masha hatte hier erst den/einen Strohmann eingebracht, dass das „eine Forderung“ „des Artikels“ wäre.

Daher: Ja, wir sprechen hier von einem Strohmann eines Strohmanns.
Jedoch gingen Sie halt auf diesen ein.
Machten dann bei mir einen neuen Strohmann.
Checkt man?

Maybe
13 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Natürlich nicht
Seis drum, man kann Dinge so und so sehen.
Ich habe gelernt, Lehrerinnen trauen sich auch fallpsychologisches Urteil zu und zweifeln anerkanntes Wissen an – ganz ohne Strohmann vom Strohmann.

Rainer Zufall
16 Tage zuvor
Antwortet  Katze

„Margret Rasfeld klingt, als wolle sie Schule endgültig in eine therapeutische Selbsterfahrungsanstalt verwandeln.“
Ihnen ist schon die Ironie bewusst, dass Sie fast bei jedem Artikel über Schule, im Forum auf der Therapie-Couch liegen und sich ausschütten?

Vielleicht ist Frau Rasfeld da näher an der Sache dran, als Ihnen angenehm ist…

Walter Hasenbrot
16 Tage zuvor
Antwortet  Katze

Sie scheinen da ja eine Menge zu verdrängen zu haben, dass Ihre Abwehrreaktion so stark ist.

Natürlich ist es fürLehrkräfte sinnvoll zu reflektieen, warum sie in bestimmten Situationen auf eine gewisse Weise handeln und was persönliche Efahrungen damit zu tun haben.

Schon die alten Griechen wussten, was im Leben wichtig ist: gnothi seauton – Erkenne dich selbst!

Bla
15 Tage zuvor
Antwortet  Walter Hasenbrot

Griiiiiiechischer Wein …
Ach Quatsch. Das war was anderes.

Ne, sehe ich auch so. Wichtige und sinnvolle Themen.
Ist halt immer die Frage des Rahmens und der Strukturen.
Für einen selbst? Definitiv sinnvoll.

Ändert leider nichts daran, dass manche (erstmal) von dem abgeneigt sind, wenn man ständig alles mit „aber IHR müsst RESILIENZ aufbauen“ lösen möchte … Kann allerdings Frau Rasfeld auch nichts dafür.

Und wie Frau Rasfeld selbst sagt … Der Rest ist halt auch wichtig.
„Beim Thema Aus- und Fortbildung von Lehrkräften geht es in der Regel um Themen wie fachliche Inhalte, Didaktik, Diagnostik, Digitalisierung, Inklusion, Sprachförderung, Classroom Management.“
Resilienz, Resilienz … Resilienz fehlt hier in der Aufzählung. Warum?
Tjo … Und doch … Das ist ein Hauptthema.

Horst Költze
13 Tage zuvor
Antwortet  Katze

Die Funktion des ontologischen Kommunikations-Axioms (Paul Watzlawik) aus Sachebene und Beziehungsebene kann auch ein „Leistungsfetischist“ nicht eradizieren.
Die Beziehungsebene in der Ausbildung der Lehramtskandidaten zu vernachlässigen, hat zur Folge, ihre Schülerinnen und Schüler der Wirkung unbewusster Verhaltensmuster auszuliefern.
Die Ausbildung der Lehramtskandidaten auf Fachsozialisation (Hartmut Frech) zu begrenzen und Kommunikationskompetenz als beliebig wählbares Modul zu markieren, entprofessionalisiert die Lehrerbildung.
Das Gegenteil wird angestrebt.
In die Ausbildung der Lehramtskandidaten gehört das Bestehen eines Anthropologikums mit dem Modul „Selbstkompetenz“ als Ausschlusskriterium ähnlich dem Physikum der Mediziner. Wer sein Skalpell an menschliche Körper ansetzt, muss das Physikum bestehen. Wer täglich an der Psyche von Kindern und Jugendlichen arbeitet, muss über Regulationskompetenz seiner eigenen Psyche verfügen.
Ein Anthropologikum als Ausschlusskriterium
–    würde die Professionalisierung der Lehrerbildung auf das Niveau der Mediziner- und Pilotenbildung heben,
–    würde die Salutogenese der Schulbildung fördern,
–    würde der Gesellschaft die Kosten für steigende Frühpensionierungen (in Bayern 82%) ersparen und die steigenden Ausfälle durch Burnout minimieren.
Margret Rasfelds Aufruf ist überfällig.

Flori
17 Tage zuvor

Wie passt das jetzt zu der überall erhobenen Forderung, Lehrer auf eine Rolle als „Lernbegleiter“ zu reduzieren und ansonsten mehr Lernsoftware einzusetzen, wobei die Schüler einer seelenlosen Maschine gegenüberstehen? Letztlich besagen diese Forderungen wieder mal, in einer Art von Perfektionsdrang immer mehr Rücksicht auf Befindlichkeiten der Schüler zu nehmen, während die ihrerseits immer weniger Rücksicht auf Befindlichkeiten der Lehrer zu nehmen scheinen, siehe die vielen Brandbriefe. Und es würde auf immer mehr „soft skills“ im Lehramtsstudium hinauslaufen. An der Hilflosigkeit gegenüber aggressiven Schülern würde das aber kaum etwas ändern, die lassen sich durch „sanfte“ Pädagogik gerade nicht beeindrucken. Und was ist mit Schülern, die andere durch Mobbing beschämen? Ist Mobbing nicht das „Problem unserer Zeit“, wobei die Schamgrenze beim diesbezüglichen Handeln und überhaupt beim schlechten Benehmen immer weiter sinkt?

Flori
16 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

„Lernbegleiter/in sein prägt alle Rollen der Lehrkraft“, hier steht’s wissenschaftlich:

https://www.uni-erfurt.de/fileadmin/fakultaet/erziehungswissenschaftliche/Lernwerkstatt/Blog/download-pdf-grundlagenpapier-lernbegleitung.pdf

Und das individualisierte Lernen mit dem Lernbegleiter findet im digitalen Zeitalter mit digitalen Geräten statt – wie denn sonst? Das sind – salopp gesagt – eben seelenlose Maschinen, auch wenn sie noch so viel Wissen gespeichert haben.

447
15 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Na ja, das „In den Topf werfen“ wird aber nur mut den Zutaten ausgeführt, die ständig angepriesen werden und die (ob unausgesprochen oder explizit) ja im gedachten Idealfall in jeder Stunde der „Zukunftsschule“ vorkommen sollten.

Ist es da nicht statthaft, diese auch schon vorab zu „vermischen“?

447
14 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Wie leider so oft schaffen Sie es, mit keinem Wort auf die Argumentation einzugehen:

Ist die angedachte „zukünftige Schule“ denn nun „datengestützt“ (stellvertretend für die Digitalisierungs- und LLM-Logik-Ansätze) plus „lernbegleitet“ (stellvertretend für die zahlreichen sozialpädagogisch orientierten Ansätze, die vorgestellt werden)…oder nicht?

Wenn sie es ist, dann ist es weder „Popanz“ noch „unzulässige Vermischung“, beides zusammen anzusprechen. Weil beides angedacht ist.

Wenn sie es nicht ist, dann schon, klar. Welche Logik der Entwicklung soll es denn sein?

(Nota bene: Weder dem einen noch anderen Ansatz würde ich mich [unabhängig meiner privaten Meinung dazu] völlig verschliessen oder dies komplett und pauschal ausschliessen)

Rainer Zufall
16 Tage zuvor
Antwortet  Masha

Erzählen die Roboter dann auch dauernd dass vor 50 Jahren alles besser war?

447
16 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Nein, die erhalten das gerade jeweils aktuelle Gutdenkmodul in demokratiebestätigter Richtigdenksatzfassung.

Rainer Zufall
16 Tage zuvor
Antwortet  447

„demokratiebestätigr“?
Schön, dass die AfD am Ende ist 🙂

Hysterican
16 Tage zuvor
Antwortet  Masha

Aber natürlich das Modell mit dem Emo-Chip … und dem vorprogrammierten Lächeln im Robi-Gesicht… 😉

447
16 Tage zuvor
Antwortet  Hysterican

🙂 Guten Morgen alle zusammen 🙂

Frau Schmiddman
17 Tage zuvor
Antwortet  Flori

Es erleichert die Arbeit enorm, wenn sie in der Lage sind die im Artikel genannten Lernfelder besser zu verstehen. Mobbing und Aggression z.B. sind häufig die Folge von Schamgefühlen. Ein Abwehrmechanismus, um die eigene Scham zu regulieren, eigene Unsicherheit zu kompensieren, sich selbst aufzuwerten, indem eine andere Person abgewertet wird.

DerechteNorden
16 Tage zuvor
Antwortet  Frau Schmiddman

Nichts für ungut, aber das wissen wir doch alle.
Das Problem liegt darin, dass man die Ursachen als Lehrkraft nicht beheben kann.
In der Regel liegen die Ursachen nämlich in der Erziehung von Geburt an und der häuslichen Situation der Mobber*innen oder aggressiven Schülys begründet.

An meiner Schule gibt es wirklich viele Kids, die große Probleme haben. Es gibt Hilfeplangespräche, die Kids gehen in Therapie, leben in Wohngruppen, weil es zuhause nicht mehr geht …
Wenn man Glück hat, kommen die Kids in ein Umfeld (z.B. Lerngruppen), das sie positiv beeinflusst, weil die anderen Kids über viel Sozialkompetenz verfügen. Oft ist das aber nicht so, weil es inzwischen viele solcher Kids gibt.
Wir haben inzwischen so einige Fortbildungen dazu gehabt. Was soll ich sagen? Die waren alle wenig hilfreich, weil wir das alles schon wussten.
Das Einzige, was ich mitgenommen habe, ist das Wissen um die unzureichende Gesetzgebung, die wir in Deutschland haben. Bis tatsächlich staatlicherseits eingegriffen wird, vergehen z.T. Jahre und Kinder kommen zu Tode oder können sich komplett selbst ruinieren.

Frau Schmiddman
16 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Stimmt, das wissen darum behebt die Ursachen nicht.

Wir haben inzwischen so einige Fortbildungen dazu gehabt. Was soll ich sagen? Die waren alle wenig hilfreich, weil wir das alles schon wussten.“

In dem Artikel geht es ja um den eigenen Anteil ( an dem Scham-Thema zum Beispiel), WENN es da einen eigenen Anteil gibt, ( so ist auch mein Kommentar zur Kommunikation weiter oben zu verstehen ).

Wie damit umzugehen wenn Mobbing und aggressives Verhalten vorherrschen, ergibt sich, wenn man sich den Themenkomplex (N4T veröffentlichte vor kurzem Artikel über „toxische Männlichkeit“ https://www.news4teachers.de/2026/06/toxische-maennlichkeit-lehrerverbandschef-duell-warnt-in-bild-vor-jungen-migranten-die-forschung-zeichnet-ein-anderes-bild/#comment-817550 ) näher anschaut. Im Grunde ist die Frage also, wie gehe ich mit „toxischem“ Verhalten bzw. „toxischen“ Persönlichkeiten in meinem Umfeld um. Da finden sie sehr viel Material, z.B. auf YT.

Bla
15 Tage zuvor
Antwortet  Frau Schmiddman

„Was denkst du, wie sich XY fühlt, wenn du sie/ihn anspuckst?“
„Weiß nicht.“
„Wie würdest du es finden, wenn dich jemand anspuckt?“
„Das wäre nicht so toll.“
„Dann wäre es doch gut, wenn du das auch nicht mehr machst.“
„Stimmt, danke. Das wusste ich nicht so.“

„Was denkst du, wie sich XY fühlt, senn du sie/ihn anspuckst?“
„Scheiße wahrscheinlich.“
„Dann wäre es doch gut, wenn du das nicht mehr machst.“
„Aber deshalb mache ich das doch.“
„Und wie würdest du es finden, wenn dich jemand anspuckt?“
„Dann bekommt der auf’s Maul.“

Jetzt überlegen wir gemeinsam, welches Fallbeispiel wo Anwendung findet … Und wo die Problematik eventuell ist.

Frau Schmiddman
15 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Genau, erstmal Hausaufgaben machen. Als „Impuls“ wie das heute heisst, z.B. hier:

7 tips for dealing with narcissists, psychopaths & co. – Dealing with personality disorders

https://www.youtube.com/watch?v=kxhFqHl-Um4

Ein paar weitere sachdienliche Hinweise. Als erstes, versuchen sie ihr Gegenüber zu durchschauen.
Ganz wichtig: wenn sie feststellen, das da tatsächlich eine ernste Störung vorliegen könnte (Orientierung bieten z.B. ICD-11 und DSM-5) versuchen sie auf keinen Fall 1.) : das Gegenüber damit zu konfrontieren und 2.): selbst Therapieversuche in irgendeiner Form vorzunehmen. Das kann heftige aggressive Reaktionen auslösen und sie machen sich so selbst zu Zielscheibe.
Lassen sie das Gegenüber auf keinen Fall wissen, was sie wirklich von ihm denken. Stattdessen geben sie das Thema in professionelle Hände ab, sofern möglich und vorhanden.

Als zweites, zeigen sie so wenig Emotionen als Reaktion auf „toxisches“ Verhalten wie möglich. Oft ist das Ziel des Gegenübers eine emotionale Reaktion auszulösen. D.h. machen sie sich uninterressant. Wenn sie reagieren müssen, z.B. wenn sie körperlich angegriffen werden, reagieren sie entsprechend der Heftigkeit, d.h. weder unter- noch übertrieben.

Als drittes, wann immer sie mit „toxischen“ Personen umgehen müssen, reduzieren sie jeden Kontakt so weit wie möglich. Das passt allerdings nicht zu der Aufgabe als Lehrperson, weil sie sich nicht entziehen können. Dennoch, sollte sie Belastung zu hoch werden, um ihrer eigenen Gesundheit willen, welchseln sie die Schule.

Ich denke Mobbing wird heute vielfach geduldet, weil zumindest instinktiv richtig reagiert wird, der Selbstschutz also an oberster Stelle steht. Ich will das nicht verallgemeinern und das geschriebene bezieht sich auf Schulen / (ältere) Schüler mit ernsthaftem „Toxzitäts“- Problem.

Bla
14 Tage zuvor
Antwortet  Frau Schmiddman

Danke für „die Handreiche“. Komme recht gut klar … Meine Fobi-Ordner sind voll. Über 20 „dicke“ Ordner.

Auch hier gilt:
„Wir haben inzwischen so einige Fortbildungen dazu gehabt. Was soll ich sagen? Die waren alle wenig hilfreich, weil wir das alles schon wussten.“

Aber nett gemeint von Ihnen.

Laie
17 Tage zuvor
Antwortet  Flori

Ist es nicht gerade die Aufgabe von Lernbegleitern, alles was nicht fachlich ist im Blick zu haben? Also Mobbing, negative Gruppendynamiken, Schüler, die herumrennen zum hinsitzen und arbeiten zu motivieren, ggf. beim Streit schlichten helfen etc.. Wenn die Schüler sich das Material selbstständig erarbeiten können und der Lehrer nicht vorne steht und erklärt, hat man als Lehrer doch viel mehr Zeit für sowas. Also ich habe ja keine echte Lehrererfahrung, aber aus dem was ich mit Kindern habe, habe ich mitgenommen, dass man manchmal eigentlich beides gleichzeitig tun müsste: Etwas erklären und einzelne Kinder zu Recht weißen/daran erinnern leise zu sein/mitzumachen. Wenn dann ein Video oder anderes Material das Erklären übernimmt, kann man sich voll darauf konzentrieren, die Kinder die gerade andere Dinge im Kopf haben nochmal anzusprechen ggf. mit denen Konflikte lösen, während der Rest trotzdem schon lernt oder sich Dinge erarbeitet. Muss man beides machen, wird der Unterricht jedes Mal durch einzelne Schüler unterbrochen, bis diese ihren Konflikt gelöst haben. In der Zeit langweilen sich die anderen Schüler und fangen selbst irgendwelche Nebenbeschäftigungen an (wenn spielend und nur nebenbei ja kein Problem, wenn dabei aber neue Konflikte entstehen oder gelästert wird, eine neue Baustelle, die den Unterricht weiter aufhällt). Bei Gruppenarbeiten macht ein Lehrer ja auch nichts anderes.

Bla
15 Tage zuvor
Antwortet  Laie

Ernst gemeinte Frage? Dann gehe ich darauf gerne näher ein …

Laie
15 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Ja, ich verstehe nicht so ganz, warum die Rolle als Lernbegleiter hier oft so negativ gesehen wird. Das Hauptargument, dass ich herauslese ist, dass dabei die Wissensvermittlung zu kurz käme. Genau das kann ich mir aber nur sehr schwer vorstellen. Wieso sollten Schüler dann weniger lernen? Also der Inhalt verändert sich ja nicht.

Bla
14 Tage zuvor
Antwortet  Laie

„Ja, ich verstehe nicht so ganz, warum die Rolle als Lernbegleiter hier oft so negativ gesehen wird.“

Manche mögen den Begriff „Lernbegleitung“ [statt Lehrkraft] schonmal gar nicht. Habe ich zumindest den Eindruck hier.

„Ist es nicht gerade die Aufgabe von Lernbegleitern, alles was nicht fachlich ist im Blick zu haben? “

Ist es so oder so meiner Meinung nach. Nur die „Position“ ist eine andere. Also das Profilbereich.

„Also Mobbing, negative Gruppendynamiken, Schüler, die herumrennen zum hinsitzen und arbeiten zu motivieren, ggf. beim Streit schlichten helfen etc.. “

Das muss man in beiden Rollen machen.
Die Dynamiken sind ja da dann. Die Methodik ist ggf. eine andere.
Aber auch bspw. im „Frontalunterricht“ muss man ja dies machen oder hat Störfaktoren, welche man nicht abbaut. Ggf. „verschiebt/verlagert man diese“ – auch das geht stellenweise und kann Sinn machen.

Eine „Lernbegleitung“ muss jedoch ebenfalls fachlich aufgestellt sein. Sonst leidet die „Begleitung“.
Oft wird leider der Begriff reduziert auf „fachlich schwach“. Und das ist eine der Gründe zur Ablehnung mancher für den Begriff „Lernbegleitung“.

„Wenn die Schüler sich das Material selbstständig erarbeiten können und der Lehrer nicht vorne steht und erklärt, hat man als Lehrer doch viel mehr Zeit für sowas.“

Wenn das so einfach wäre, dann könnten alle SuS komplett „von zuhause aus lernen“.
Machen viele aber halt nicht.
Warum denkt man, dass das auf einmal in der Schule „so gemacht wird“?

Wir unterscheiden hier mal in bspw.:
– Einführungen/Darbietungen [Kleingruppen, Einzel]
– Plenumeinführung/-gespräch/-erarbeitung
– Selbstständiges Erarbeiten

Alles hat so seine Berechtigung. Jedoch wird es nur bei einem sehr geringen Klientel funktionieren, dass man auf Darbietungen/Einführungen ganz verzichten könnte.
Wenn man das macht: Wie sieht dann (normalerweise) die Realität aus?
-> Die SuS kommen zu einem, weil sie selbst eben nicht weiter kommen. Dann hat man ständig „SuS um sich“. Oder sie melden sich halt [bessere Variante … Muss man auch üben …] und man geht zu ihnen hin. Jedoch kann man halt nicht „5 SuS gleichzeitig“ dann „begleiten“. D. H. Sie werden ggf. unruhig, stören, machen Quatsch, Quatschen laut usw.

Also das funktioniert nicht „einfach so“.

Was MUSS denn alleine dafür da sein, dass „optimales selbstgesteuertes Lernen“ überhaupt möglich wäre/ist?
– Materialien [mit Erklärungen und Übungen etc.]
– Lösungen/Fehlerkontrollen
– Vorbereitete Umgebung und Materialstationen
– Wochenplan/Aufgabenlisten
– Willen dies selbständig zu machen und auch zuverlässig sehr genau zu kontrollieren und korrigieren
-> Ihnen ist schon klar, wie aufwändig es ist, dieses Setting erstmal herzustellen?
Die SuS wissen ja erstmal gar nicht, was sie machen sollen/können/müssen.
D. H. sie brauchen auch eine Orientierung.
Sie brauchen ggf. die Besprechung [Anwendung, Umgang, Örtlichkeit, usw.] mit den Materialien usw.
Ansonsten wird das alles „sehr schnell sehr chaotisch“.

Und dann kommen wir zu Ihrem [sinnvollen] nächsten Punkt:

„Also ich habe ja keine echte Lehrererfahrung, aber aus dem was ich mit Kindern habe, habe ich mitgenommen, dass man manchmal eigentlich beides gleichzeitig tun müsste: Etwas erklären und einzelne Kinder zu Recht weißen/daran erinnern leise zu sein/mitzumachen.“

Genau so ist es.
Man muss Classroom-Management und Fachlichkeit haben.
Bei Störungen muss man reagieren und dann läuft die Erklärung auch besser.
Hat man jetzt „viel Störpotential und viele Störer/Störungen“, dann verschiebt sich „das Gleichgewicht“ gerne mal. Und ein Erklären ist nicht mehr möglich. Dann muss man wieder die Klasse „einfangen“.
Kostet Zeit, Nerven und Wissen („Spitzengefühl“).
Mit „nur Fachlichkeit“ redet man gegen „Wände“. Ohne auf das Setting zu achten.
Mit nur „CRM“/“Störungen klären“ lernen die SuS allerdings auch kaum was fachliches … Wie denn auch.

„Wenn dann ein Video oder anderes Material das Erklären übernimmt, kann man sich voll darauf konzentrieren, die Kinder die gerade andere Dinge im Kopf haben nochmal anzusprechen ggf. mit denen Konflikte lösen, während der Rest trotzdem schon lernt oder sich Dinge erarbeitet. “

Wenn man dieses Setting (aufgebaut) hat. Dann ja.
Das ist allerdings erstmal so, wie wenn man davon ausgeht, dass es generell keine Konflikte gibt/“geben darf“. Dann hat man auch wiederum mehr Zeit, sich dem Erklären zu widmen.
Ist halt eine Traumvorstellung eher.
Also Sie gehen hier davon aus, dass alle lernen. Sich selbständig damit beschäftigen und kaum Hilfe brauchen/in Anspruch nehmen, da sie ja selbst alles lernen.
Jemand anderes könnte hier dann auch entgegnen: Konflikte? Die soll es halt einfach nicht geben. Gelöst.

Die Realität ist: Es gibt unmotivierte SuS, es gibt Vermeidungstaktiken/-strategien, es gibt Konflikte, es gibt Überforderungen, es gibt …
Gibt es eben alles.
Dementsprechend würde dann der „SuS mit dem digitalen Gerät“ auf einmal da stehen und sagen: W-Lan geht nicht.
Der Nächste [SuS] steht da und sagt: Hab keine Schere.
Der Nächste versteht die Aufgabe nicht und kommt und sagt „das check ich nicht.“.
Jemand kippelt mit dem Stuhl.
Jemand geht rum und ärgert andere.
Und schon war es das mit „dem selbstständigen Lernen“ bei „man macht anderes“.
Dieses Setting muss man hart erarbeiten.
Woher bekommen die SuS denn die Videos? Selbst „finden“? Haha.
Wie festigt man das Wissen [SuS selbstständig? Ja … Bei manchen. Und beim Rest?].

„Muss man beides machen, wird der Unterricht jedes Mal durch einzelne Schüler unterbrochen, bis diese ihren Konflikt gelöst haben. In der Zeit langweilen sich die anderen Schüler und fangen selbst irgendwelche Nebenbeschäftigungen an (wenn spielend und nur nebenbei ja kein Problem, wenn dabei aber neue Konflikte entstehen oder gelästert wird, eine neue Baustelle, die den Unterricht weiter aufhällt). “

Das gilt jedoch für beide Methoden/Systematiken.
Man wird IMMER beides machen müssen.

Man braucht eben ein Setting dazu.

Hm, mal als Beispiel eines Settings:
– 2 „Lernbegleitungen“ je Klasse [Doppelbesetzung … Anders geht es sowieso kaum]
– Freie Wahl der Arbeit [Montessori]
– Rahmenplan/Wochenplan/Zielplan
– Klassenzimmer + Nebenzimmer/andere Zimmer
– Genügend Stunden [Stundenplangestaltung]

Bei „zwei Lernbegleitungen“ kann eine bspw. eine Themeneinführung mit Kleingruppen machen. Die andere „organisiert“ die Klasse. Schaut also, dass jeder und jede selbst etwas macht. Hilft ggf. an einem „Hilfstisch“ oder geht zu den SuS hin [Meldungen, Hilfszeichen, Kärtchen].
Dann kommen die SuS nach der Darbietung in die Klasse und arbeiten selbständig. Sie hatten ja jetzt die Einführung und kennen bestenfalls sich aus.
Checken es „viele nicht“, kann man nochmal einzelne Erklärungen machen, sie sich das selbst erarbeiten [Versuch – klappt meist eher nicht], andere SuS erklären es denen oder die andere Lernbegleitung/man selbst erklärt es – ggf. nochmal durch andere Zugänge [Material, Video, Legekästen usw.].
Wie ist es, wenn jemand stört? Bei einer Person bspw. … Nebenraum [Isolation]. Oder halt man sitzt sich dazu. Also man lenkt den Fokus. Das geht jedoch nur, wenn man zu Zweit ist. Kann man auch „nicht durchgängig machen“.
Oder man gibt „Zielvorgaben mit Konsequenzen bei Missachtung“. Oder sonst wie halt. Gibt ja „tausende Möglichkeiten“.

Aber … Das Setting muss da sein. Sonst geht man schlichtweg unter.

Das Montessori-Diplom [bspw. DMG-Zertifiziert] dauert ja nicht umsonst 2 Jahre … Zusätzlich zum Studium als Qualifikation.
Hat schon seinen Grund.
Den Namen tanzen lern(t)en wir dort nicht … [Sorry … Man merkt, dass ich mit Rudolph Steiner/Waldorf … Naja …]

Ist es möglich? „Lernbegleitungen“ + „Freie Wahl der Arbeit“.
Ja, sehr gut sogar.
Geht das ohne die Rahmenbedingungen und dem Setting? Nein. Dann geht man unter.

An meiner alten Regelschule? Auf gar keinen Fall. Hätte nicht funktioniert.
An meiner Privatschule? Ja. Machen wir ja auch.

Ist es ein „Selbstläufer“ und „funktioniert einfach“? Haha. Nein. Das ist massive Arbeit, bis Kinder [und man selbst] tatsächlich so weit sind [ist], dass man ein Setting hat, wo das überhaupt funktioniert/funktionieren kann.

Zumindest, wenn das Klientel nicht im Bereich von „egal was man macht, die schaffen es“ ist. Das gibt es ja auch … Davon spreche ich nicht … Die … Können so oder so. Egal welche „Schulart“ und „welche Methodik“. Die bräuchten dann allerdings oft auch gar keine Schule zwecks „Wissen bekommen“. Das sind dann tatsächlich „Selbstläufer“. Hat man nur normalerweise halt wenige davon.

Rainer Zufall
16 Tage zuvor
Antwortet  Flori

„Wie passt das jetzt zu der überall erhobenen Forderung, Lehrer auf eine Rolle als „Lernbegleiter“ zu reduzieren und ansonsten mehr Lernsoftware einzusetzen, wobei die Schüler einer seelenlosen Maschine gegenüberstehen?“
Einfach, Sie unterliegen einem Missverständnis, beginnend damit, dass die Rolle von Lernbegleitern eine Reduktion darstellen würde 😉

Masha
17 Tage zuvor

Vielleicht wäre es sinnvoll alle Studienanfänger (Lehramt, Erzieher, Sozialpädagogen …) einem psychologischen Eignungstest zu unterziehen? Das gibt es ja auch bei anderen Berufen (Piloten, Lotsen, z. B.), manche Berufe müssen diese Tests auch regelmäßig wiederholen. Zu meiner Zeit gab es lediglich einen Eignungstest für die Stimmbelastung beim Logopäden.

Realist
17 Tage zuvor
Antwortet  Masha

Gute Idee, nur dann muss man auch im Lehramt wie bei den Fluglotsen / Piloten die Gehälter drastisch erhöhen (> 10.000 Euro / Monat) und die Frühpensionierung ohne Abschläge ab 55 Jahren erlauben, denn sonst:

Wer würde dann freiwillig noch Lehrer, Erzieher usw. werden, wenn er nächstes Jahr aus „psychischen Gründen“ vor die Tür gesetzt werden kann?

Susanne M.
17 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Eigentlich sollte dieses Feedback von den Professoren an Uni oder PH kommen: “ Dieser Job wird nichts für Sie! Sie werden unglücklich!“ wäre zwar im ersten Moment verletzend, aber im zweiten hilfreich.

Masha
17 Tage zuvor
Antwortet  Susanne M.

… und auf welcher Grundlage sollen die Profs das einschätzen können?
Manche Beststudenten sind in der Praxis baden gegangen und andere, die gerade so alles geschafft haben, wurden super Lehrer. (Beobachtung aus vielen Berufsjahren)

447
16 Tage zuvor
Antwortet  Masha

Wer besonders folgsam ist (Einserreffis z.B.) ist in der Regel (zur Überraschung von genau niemanden ausserhalb der Pädagogenblase) ein schlechter Anführer.

Susanne M.
15 Tage zuvor
Antwortet  Masha

Ich dachte eher an die Schulpraktika.

Hans Malz
14 Tage zuvor
Antwortet  Susanne M.

Gab es gaaaanz früher und nannte sich Didaktikum. Zu Beginn des Studiums erstmal ein Halbjahr in die Schule … ein großer Teil kommt dann nicht zurück an die Uni und studiert lieber was anderes. Die Realtiät ist halt hart…

Masha
17 Tage zuvor
Antwortet  Realist

„Psychische Gründe“ haben doch Lehrer sowieso schon oft, nur setzt sie keiner vor die Tür. Aber der Krankenstand und Früverrentungen (wegen psychischer Probleme) sprächen für diese regelmäßigen Checks.
Übrigens gibt es für diese genannten Berufsgruppen auch regelmäßige prophylaktische Kuren (ich glaube alle 2-3 Jahre). 🙂

Kazoo
17 Tage zuvor
Antwortet  Masha

Der Krankenstand und die Frühverrentungen sprächen für die Schaffung einer Möglichkeit zur Umschulung bei Beamten.

Masha
17 Tage zuvor
Antwortet  Kazoo

… dann aber auch für die angestellten Lehrer.

Rainer Zufall
16 Tage zuvor
Antwortet  Masha

Voll am Thema vorbei wie immer :/
Es geht nicht um einen Erhalt eines veralteten Systems und Aussortieren, dass wir uns nicht mehr leisten können (und eigentlich nie konnten), sondern um die Weiterentwicklung der Schule und die Befähigung der Kolleg*innen für die Anforderungen heutigen Zeit – anstatt im Internet zu motzen, dass es nicht mehr so ist wie früher 😉

Masha
16 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Was genau hat das mit meinem Kommentar zu tun? Sie fänden es also nicht gut, Studienanfänger auf ihre psychische und stimmliche Eignung vorher zu prüfen, um die Studien- und Berufsabbrecher-Quote zu verringern?

Rainer Zufall
16 Tage zuvor
Antwortet  Masha

Da wir mehr Lehrkräfte benötigen, halte ich eine STÄRKUNG für sinnvoller.

Mit Blick auf so manche Forist*innen, die sich hier regelmäßig beschweren, dass das Grundgesetz und die Arbeit mit Kindern zu anstrengend ist und anstelle von Verbesserungen von einer Zeitreise in eine falsche Fantasie träumen bzw. geistlose DDR-Hörigkeit und die Leugnung von Russlands Kriegsverbrechen betreiben…. meinen Sie, künftige Bewerber*innen wären so viel schlechter geeignet? 😉

Susanne M.
17 Tage zuvor

. Ich berichte von einem Einzelfall, den ich entsprechend verfremde, ist auch schon länger her: Ein Kollege reagierte sehr scharf, sehr verärgert über das Gebaren eines Jungen, der sehr unaufmerksam und zappelig war. Er bekam viele Strafen, auch wenn er beispielsweise mit dem Stuhl kippelte und dabei umfiel..
Später ergab sich Folgendes: Der Lehrer bekam erst als Erwachsener eine ADHS – Diagnose.Er hatte sein Leben lang gegen sich selbst kämpfen müssen, gegen seine Unkonzentriertheit. Dennoch schaffte er Abitur und Studium.
Die heftige Reaktion auf den Schüler entsprang der Wut auf sich selbst als Kind und Jugendlicher. Er hatte so kämpfen müssen! Erst als dieser Lehrer sich mit sich selbst versöhnte und erkannte, dass er nicht dumm oder schwach gewesen war, sondern im Gegenteil, konnte er auch diesem Jungen gerecht werden.
Daher fände ich solche Arbeit für die Lehramtsstudenten, ja sogar Supervision im Dienst, sehr hilfreich. Schon das Innehalten und fragen: Warum reagierst du jetzt so heftig? kommt im Alltag zu kurz.

Horst Költze
16 Tage zuvor
Antwortet  Susanne M.

Danke Susanne für dieses Fallbeispiel zur Schlüsselfrage der Selbstkompetenz „Reagiere ich gerade auf das Kind – oder auf etwas in mir?“
Das vom bekannten Pädagogen Heinrich Roth bereits in den 50er und 60er Jahren formulierte Kommunikations-Axiom, dass der Lehrberuf zu 50 % aus Fachwissen und zu 50 % aus Beziehungsverhalten besteht, wurde durch die berühmte Hattie-Studie bestätigt. Hattie wies nach, dass die Lehrer-Schüler-Beziehung einer der stärksten Faktoren für den Lernerfolg überhaupt ist. Fachkompetenz verpufft nahezu wirkungslos, wenn die pädagogische Beziehungsebene durch unprofessionelles Verhalten gestört ist.

Canishine
14 Tage zuvor
Antwortet  Horst Költze

Nana, es sind doch schließlich noch Kinder, denen Sie hier unprofessionelles Verhalten unterstellen.

blau
17 Tage zuvor

Das lässt mich jetzt ratlos zurück. Warum gibt es keinen Link, wo man mehr lesen kann? Noch besser ein Link zu Seminaren für bestehende Lehrkräfte, gerne auch Online-Seminare.

Canishine
17 Tage zuvor

Innere Arbeit darf deshalb kein freiwilliges Zusatzangebot bleiben.“
Ich hoffe Frau Rasfeld denkt noch ein wenig weiter und schließt alle anderen, die mit Kindern oder auch Menschen im Allgemeinen zu tun haben, in ihren Plan mit ein (Eltern?).
Allerdings sollte gewährleistet bleiben, dass wenn man jemanden verpflichtet, sich mit Macht, Ohnmacht, Scham und Angst im Rahmen seiner eigenen Biografie auseinanderzusetzen, dass er über das Wochenend-Seminar hinaus weitere psychotherapeutische Begleitung zur Verfügung hat, am besten lebenslang.

Rainer Zufall
16 Tage zuvor

Danke für diesen Artikel.

Küstenfuchs
16 Tage zuvor

Wer einen bodenlosen Mist schreibt wie von Orten positiver Energie, der ist raus. Dem muss ich nicht zuhören. Ich bin Naturwissenschaftler und wer mir etwas beibringen will, der sollte wenigstens über ein halbwegs gebildetes Vokabular verfügen.

Sepp
16 Tage zuvor
Antwortet  Küstenfuchs

„Wer einen bodenlosen Mist schreibt wie von Orten positiver Energie, der ist raus.“

Vor einiger Zeit habe ich online einen Anhänger (made in China) gekauft, der wegen seiner „positiven Energien“ beworben wurde. Tatsächlich war in die Keramik Thorium eingearbeitet, ein toller Anhänger, der jeder Menge „positiver Energie“ bzw. „alpha-Strahlung“ abgibt…

447
16 Tage zuvor
Antwortet  Sepp

Genau mein Humor, ich musste laut lachen. 😀

Canishine
16 Tage zuvor
Antwortet  Küstenfuchs

Als Naturwissenschaftler habe ich an der Stelle auch etwas gezuckt, aber warum nicht ein paar good vibrations in der Lehrerausbildung :-)?

Steißtrommler
16 Tage zuvor
Antwortet  Küstenfuchs

Na, dann hoffen Sie aber mal, dass Ihnen die Autorin nicht ganz fiese negative Energien rüberschickt, denn dann werden Sie Ihres Lebens nicht mehr froh!
Aber im Ernst: Gebäude wirken aufs Gemüt. Vergleiche ich alte Schulgebäude, sagen wir massive, verzierte Steinbauten aus dem 19. Jahrhundern, mit dem Beton-und-Flachdach-Billig-Scheißdreck aus den 1960er- Jahren – das ist schon vom Gefühl her ein ganz anderes Feeling!

Daniel
16 Tage zuvor

Merkwürdig finde ich, dass es in den Kommentaren zu sehr um die eine Gegenposition geht.
Der Artikel von Frau Rasfeld ist gut und ein wertvoller Beitrag. Er beleuchtet einen wichtigen und zu kurz gekommenen Aspekt in der Lehrerbildung und spricht keineswegs davon alles verpsychologisieren zu wollen.
Für manche ist alles jenseits von Funktionalität eine Zumutung.
Die dürfen gerne ihre Meinung haben so lange sie nicht das Bedürfnis haben alles bestimmen zu wollen.

Augenblickfang
16 Tage zuvor

Der Lehrermangel – ich staune – ist alt. Warum wurde er nie behoben? Wurde er je mal behoben?

„Uraltes Problem: Schon 1810 klagten Behörden über zu wenig LehrerDie Missstände an deutschen Schulen haben eine lange Geschichte. Ein Brief der preußischen Regierung aus dem Jahr 1810 zeigt, dass schon damals Behörden den „traurigen“ Zustand der Schulen beklagten und einen „besseren Lehrapparat“ forderten. „Die Klage über die Qualifikation der Lehrkräfte ist ein Dauerbrenner in der Bildungsgeschichte – damals wie heute“, sagt Marcelo Caruso, Professor für Historische Bildungsforschung an der Humboldt-Universität Berlin, der Frankfurter Rundschau. Während 1810 ein ungelernter Kriegsveteran im Klassenzimmer stand, wird heute über Quereinsteiger im Lehrerjob debattiert.“
https://www.fr.de/panorama/ich-hab-satt-lehrer-startet-wutrede-ueber-sechstklaessler-94382377.html

GBS-Mensch
16 Tage zuvor

Ich weiß nicht so Recht, was der Aufruhr wieder soll. In anderen Kontexten würde man das unter Leadership abheften.

Es gibt wesentlich zu viele Menschen, und ich habe eine Menge davon kennengelernt, die mit den völlig falschen Motiven und inneren Abhängigkeiten in den sozialen Bereich gingen und dort mehr Schaden anrichten als Nutzen stiften.

Das mit einer reflektierten Innensicht einmal zu analysieren halte ich für sehr notwendig.

Die eigenen Trigger und Knöpfe zu betrachten ebenso.

Jeder kennt es doch, dass einen gewisse Kinder oder Menschen generell zur Weißglut treiben. Das ist im Alltag nicht wirklich hilfreich.

Letztlich ist das auch Bestandteil professioneller Distanz – Distanz zu sich selbst herzustellen.

447
15 Tage zuvor
Antwortet  GBS-Mensch

Stimmt.

Das ist aber was anderes, als sich Zeug anzuhören, das man auf jede Kult-Sitzung von Zeugen Jehovas oder Scientology übertragen könnte. („Gute Energie“/“schlechte Energie“ usw.)

Canishine
14 Tage zuvor
Antwortet  GBS-Mensch

Nähe zu den Schülern durch Distanz zu sich selbst, erworben in einem Seminar zum Aufarbeiten mit der eigenen angst- und schambesetzten Bibliografie – klingt logisch.

JoFranc
14 Tage zuvor

Natürlich ist Reflexionsfähigkeit immer gut, insofern hat Frau Rasfeld ja nicht ganz unrecht. Das eigentlich zugrunde liegende Problem ist aber, dass Lehrer den Schülern gegenüber eine doppelte Funktion einnehmen, mit zwei Rollen, die beim näheren Nachdenken völlig unvereinbar sind: Die des Lehrers und die des Prüfers, die des Coaches und des Gegners.
Unvereinbar sind sie vor allem deshalb, weil die Rolle dessen der prüft und die Leistungen bewertet, echtes Vertrauen eines Schülers zum Lehrer erheblich erschwert. Viele Schüler geben nicht zu, dass sie etwas immer noch nicht kapiert hat, wenn sie Angst haben, bei dem, der sie bewertet, damit einen schlechten Eindruck zu hinterlassen. Und natürlich deshalb, weil Schüler bei dieser unseligen Personalunion Prüfungen viel eher als reine Schikane erachten („Warum machen Sie die Prüfung nicht einfach einfacher?“).
Wenn man an irgendeiner Stelle ansetzen wollte, dann bitte lieber an dieser. Viele der Probleme, die Frau Rasfeld beschreibt, würden sich dann vermutlich von selbst klären.

Und eine Sache sehe ich ganz anders als Frau Rasfeld: Meiner Erfahrung nach gehen sogenannte „Schultraumata“, Schul- und Versagensangst nicht in erster Linie von den Lehrern oder der Schule aus. Diese bewerten nur eine erbrachte Leistung und wenn man als Lehrkraft etwas umsichtig ist, können SuS das spätestens ab Klasse 7 sehr realistisch einordnen.

Der eigentliche Druck entsteht durch die Interpretation des Ergebnisses einer Leistungsüberprüfung. Da übertragen sich gern existenzielle Ängste der Eltern (sozialer Abstieg, Ansehen der Familie, Kind landet ohne Schulabschluss unter der Brücke etc.) auf die Kinder.