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Antisemitismus im Schulalltag: Jüdische Lehrkräfte beklagen fehlende Unterstützung – und fordern klare Leitlinien

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KÖLN. Antisemitische Vorfälle, Unsicherheit im Umgang mit dem Nahostkonflikt und fehlende Handlungssicherheit bei Lehrkräften: Shira Rademacher und Eduard Steinberg vom Verband der jüdischen Lehrkräfte und in Bildung und Erziehung Tätiger (VJLB) sehen erheblichen Handlungsbedarf an deutschen Schulen. Im Interview mit News4teachers schildern sie, warum sich viele jüdische Schülerinnen und Schüler nicht mehr offen zu ihrer Identität bekennen, welche Lücken sie in der Lehrkräftebildung ausmachen und weshalb Prävention, verbindliche Leitlinien und mehr Wissen über jüdisches Leben aus ihrer Sicht unverzichtbar sind.

Shira Rademacher und Eduard Steinberg. Foto: privat

News4teachers: Wie erleben Sie aktuell die Situation jüdischer Schülerinnen und Schüler an deutschen Schulen?

Rademacher: Wir erleben bei jüdischen Schülerinnen und Schülern oftmals sehr viel Unsicherheit in Bezug auf ihre jüdische Identität. Teilweise verbergen sie diese Identität. Sie haben Angst davor zu sagen, dass sie jüdisch sind. Da gibt es natürlich ganz unterschiedliche Schülerinnen und Schüler, aber vor allen Dingen seit dem 7. Oktober ist in den Schulen auch der Krieg in Israel, in Gaza und den umgebenden Ländern sehr präsent. Unsere Schüler haben oftmals Angst, sich zu outen. In einigen Fällen werden uns tatsächlich antisemitische Vorfälle aus der Schule gemeldet oder davon berichtet.

Steinberg: Ich kann diese Unsicherheit nur bestätigen. Kaum noch Schülerinnen und Schüler zeigen öffentlich religiöse Symbole oder machen ihre jüdische Identität sichtbar. Viele haben außerdem große Fragen zum Konflikt, weil sie in den Medien und den sozialen Netzwerken ständig mit Inhalten konfrontiert werden, die sie nur schwer einordnen können. Sie wünschen sich Vorwissen, um im Schulkontext auf bestimmte Kommentare reagieren zu können. Gleichzeitig erleben sie oft, dass Provokationen nicht ernst genommen werden und Lehrkräfte nicht angemessen eingreifen, um sie zu schützen.

Ich glaube, da fehlt viel Wissen, was den Lehrerinnen und Lehrern auch Handlungssicherheit geben würde“

News4teachers: Sie haben den Terrorangriff der Hamas auf Israel vom 7. Oktober 2023 schon angesprochen. Welche Entwicklungen beobachten Sie im Bildungsbereich seitdem besonders kritisch?

Rademacher: Wir sehen, dass es an den Schulen häufig leider keine klaren Ansagen gibt und dass Lehrkräfte auch vonseiten des Ministeriums oder der verschiedenen Ministerien auf Bundesebene allein gelassen wurden. Dadurch hatten viele Lehrerinnen und Lehrer, die sich vorher vielleicht mit der Thematik nicht ganz so gut auskannten, im Nachgang nicht die Möglichkeit, das Thema adäquat im Unterricht aufzugreifen. Sie haben sich auch selbst dadurch allein gelassen gefühlt, entweder im Kontext, dass sie selber jüdisch waren, und wenn sie es nicht waren, eben mit Lerngruppen und Schülerinnen und Schülern, die sich dann durch das Schweigen in der Schule auf sozialen Netzwerken oder anderweitig über den Konflikt informieren. Da haben wir natürlich die große Gefahr von Halbwahrheiten, Falschnachrichten und auch Extremismus, der sich dort entwickeln kann.

Steinberg: Hinzu kommt, dass Themen wie der Nahostkonflikt oder die Geschichte Israels bis heute in der Lehramtsausbildung kaum verbindlich behandelt werden. Viele Lehrkräfte, etwa in Geschichte oder Politik, haben sich in ihrer Ausbildung nie vertieft mit diesen Fragen beschäftigt. Wenn sie dann im Unterricht mit dem Thema konfrontiert sind, fehlt häufig die Sicherheit, den Konflikt aus verschiedenen Perspektiven sachlich und neutral zu vermitteln. Das führt dazu, dass sich Schülerinnen und Schüler nicht nur allein gelassen und nicht geschützt fühlen, sondern dass auch Freundschaften zerbrechen, weil Meinungen an die Stelle von Fakten treten.

Auch soziale Medien verstärken diese Entwicklung. Viele Videos und Influencer tragen dazu bei, dass vereinfachte oder verzerrte Deutungen immer stärker in die Schule hineinwirken. Der Konflikt ist zwar seit Jahren präsent, wurde von vielen Schülerinnen und Schülern und auch Lehrkräften aber lange als Randthema wahrgenommen. Jetzt rückt er in ihren Alltag, doch die Lehrpläne greifen das kaum auf, und es fehlt an gutem Bildungsmaterial, das Schulen dabei unterstützen könnte.

News4teachers: Welche Rolle spielen Schulen bei der Prävention von Antisemitismus, und wo sehen Sie zurzeit die größten Defizite?

Steinberg: Es gibt zwar Initiativen wie „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, aber oft bleibt es bei der Auszeichnung. Wirkliche Inhalte, die Schülerinnen und Schülern Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit näherbringen, sowie Projekte und Austauschformate kommen viel zu kurz. Außerhalb des Unterrichts gibt es zudem oft kaum Möglichkeiten, sich zu informieren, Beratung zu erhalten oder eigene Erfahrungen zu teilen.“

Rademacher: Ich glaube auch, dass insgesamt das Wissen über Antisemitismus und darüber, wie man diesen erkennt und identifiziert, in den Schulen fehlt. Eine allgemeine Fortbildung in der Lehrerausbildung oder die Behandlung der Früherkennung und Prävention von Antisemitismus im Unterricht fehlen oftmals. Dadurch werden Dinge unter den Tisch fallen gelassen, vielleicht auch oft aus Scham. Häufig wird dann behauptet, dass es an der jeweiligen Schule keinen Antisemitismus oder keine Juden gäbe. Ich glaube, da fehlt viel Wissen, was den Lehrerinnen und Lehrern auch Handlungssicherheit geben würde.

News4teachers: Welche Maßnahmen zur Früherkennung oder Prävention von Antisemitismus gibt es?

Rademacher: Zuallererst sollte man jeden Vorwurf ernst nehmen und dem auch nachgehen. Schule ist immer ein Abbild der Gesellschaft, und natürlich geht nicht jede antisemitische Äußerung damit einher, dass dieser Schüler dann auch tatsächlich ein Antisemit ist. Aber die Aufklärung darüber, was sagbar ist, was sich noch im Rahmen des Rechts bewegt und was über diesen Rahmen hinaus geht, da muss man von Fall zu Fall gucken und aufklären. Wir kennen Hakenkreuze, die irgendwo hingemalt werden, oder Schmierereien an der Toilettentür. Das sind Dinge, die sehr offen und sehr klar sind. Aber es gibt ähnlich wie auch in der Rassismusprävention Mikroaggressionen oder latente Ansichten, die in den Bereich gehen, dass beispielsweise Juden immer als das ewige Opfer wahrgenommen werden. Wir würden uns wünschen, dass das heutige Judentum in Deutschland aus dieser Opferrolle herauskommt.

Steinberg: Wenn man sich unsicher fühlt, gibt es zum Glück mittlerweile in jeder größeren Stadt Institutionen, die beraten können. Es gibt Meldestellen, wo man Vorfälle eintragen kann und auch erfährt, ob es sich bei einem Vorfall wirklich um Antisemitismus handelt. Man bekommt auch die Möglichkeit, sich mit Institutionen auszutauschen, die Workshops anbieten, die Präventionsmaßnahmen in der antisemitismuskritischen Bildungsarbeit mit den Schülerinnen und Schülern durchführen. Wenn es im Kollegium niemanden gibt, der sich in der Lage fühlt, das Thema Antisemitismus in die Schule zu tragen, dann gibt es mittlerweile ausreichende Möglichkeiten, sich externe Experten einzuholen, die diese Themen vermitteln. Dazu gehört beispielsweise die bundesweit tätige Organisation OFEK e.V., an die sich Institutionen und Privatpersonen wenden können.

 Wir empfehlen immer, präventiv zu arbeiten und nicht erst, wenn ein Fall passiert ist“

News4teachers: Immer wieder ist davon zu hören, dass jüdische Lehrkräfte sich in der Schule mit Antisemitismus konfrontiert sehen, der von muslimischen Schülern ausgeht. Wie ordnen Sie dieses Phänomen ein, und wie kann ein interreligiöser Dialog gefördert werden?

Rademacher: Zunächst einmal gibt es Antisemitismus in allen Bevölkerungsschichten. Er lässt sich nicht nur an der Religion festmachen. Trotzdem erleben wir es, und das zeigen die Statistiken beziehungsweise auch die Fälle, die an uns herangetragen werden, dass vor allen Dingen Lehrkräfte, die an bestimmten Brennpunktschulen tätig sind, häufiger damit konfrontiert werden. Hier können nur Bildung und Aufklärung Abhilfe schaffen. Diese Aufklärung darf aber nicht in die Hände der jüdischen Lehrkraft gelegt werden, die vielleicht mit einer Klasse arbeitet, von der die Klasse weiß, dass sie jüdisch ist, und die dann alleine in die Klasse geschickt wird, um Aufklärungsarbeit zu leisten. Das muss von höherer Ebene kommen. Wir empfehlen immer, präventiv zu arbeiten und nicht erst, wenn ein Fall passiert ist. Schulen sollten sich von Anfang an bewusst sein, dass wir ein Antisemitismusproblem in Deutschland haben. Der jüngst erschienene Report von RIAS zeigt, dass es mittlerweile 24 antisemitische Taten in Deutschland am Tag gibt.

News4teachers: Viele nicht jüdische Lehrkräfte fühlen sich unsicher im Umgang mit dem Nahostkonflikt. Welche Unterstützung würden Sie sich für Schulen und Lehrkräfte wünschen, um dieses Thema adäquat im Unterricht zu behandeln?

Steinberg: Da müssen natürlich der Bund und das Land mithelfen. Die Bildungspläne müssen überarbeitet werden, die Lehrerinnen- und Lehrerausbildung und das Referendariat müssten viel gezielter darauf vorbereiten, weil viele Fachkräfte zunächst einmal inhaltlich nicht viel über diesen Konflikt wissen. Sie haben Angst, etwas Falsches zu sagen und dann in eine Ecke gedrängt und abgestempelt zu werden, als Antisemit oder ähnliches. Letztlich braucht es die Möglichkeit, mit Unterrichtsmaterial in den Fächern dieses Thema angemessen und basierend auf Fakten zu behandeln. Das ist derzeit durch fehlendes Material nicht möglich. Da müssen auch die Verlage reagieren und entsprechende Materialien zur Verfügung stellen.

News4teachers: Wie kann es gelingen, jüdische Geschichte und jüdische Kultur zu vermitteln, ohne das Thema auf Antisemitismus und Holocaust zu reduzieren?

Steinberg: Am besten rausgehen aus der Schule und schauen: Wo ist die nächste jüdische Gemeinde, die nächste Synagoge, die ich besuchen kann? Es gibt zum Beispiel dieses tolle Format Meet a Jew, wo jüdische Jugendliche in die Schulen eingeladen werden und aus ihrem Leben erzählen, Gegenstände mitbringen, zeigen, dass jüdisches Leben zu Deutschland gehört und dass es vielfältig ist.

„Deshalb sollten Bund und Länder gemeinsam verbindliche Orientierungshilfen für den Umgang mit dem Nahostkonflikt entwickeln, damit Schulen mehr Handlungssicherheit bekommen“

News4teachers: Gibt es besondere Herausforderungen für Lehrkräfte an Schulen, über die aus Ihrer Sicht bislang zu wenig gesprochen wird?

Rademacher: Ich glaube, es ist eine große Herausforderung, im Kontext des Nahostkonflikts tatsächlich klare Handhabe zu haben. Wie reagiere ich eigentlich, wenn Schülerinnen und Schüler mit einer Palästinaflagge in die Schule kommen? Oder wenn gewisse Narrative wiederholt werden, wie wir sie auf den pro-palästinensischen Demonstrationen sehen? Welche Handhabe habe ich da als Lehrkraft, ohne mich auch selbst zu gefährden? Und da geht es gar nicht um jüdische Lehrkräfte, sondern ganz allgemein um Schulen. Ich glaube, da herrscht auch sehr viel Unsicherheit.

Steinberg: Jede Schule braucht eine klare Leitlinie, an der sich Kolleginnen und Kollegen orientieren können, wenn Vorfälle auftreten. Auch Schulleitungen sind häufig überfordert, angemessen zu reagieren. Deshalb sollten Bund und Länder gemeinsam verbindliche Orientierungshilfen für den Umgang mit dem Nahostkonflikt entwickeln, damit Schulen mehr Handlungssicherheit bekommen.

News4teachers: Der VJLB versteht sich als Interessenvertretung und Netzwerk für jüdische Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte. Warum braucht es dieses Netzwerk gerade zum jetzigen Zeitpunkt?

Rademacher: Das hätte es wahrscheinlich schon viel früher gebraucht, aber manchmal muss es einen Auslöser geben. Wir haben sehr viele Lehrkräfte in Deutschland, die genau diese Fragen stellen und die sich Handlungssicherheit wünschen. Die nicht genau wissen, wenn ihnen Antisemitismus begegnet, was der rechtliche Rahmen ist und was sie tun können. Wir haben Lehrer erlebt, die sich nach solchen Vorfällen haben versetzen lassen, die unsicher waren, die sich unwohl gefühlt haben und sich von der Schulleitung, dem Kollegium allein gelassen fühlten. Durch den privaten Austausch und das Schwarmwissen haben sie Möglichkeiten gefunden, aus Situationen herauszukommen oder Hilfe zu suchen.

Der Verband hat sich aus einem Netzwerk entwickelt, das sich über einen Social-Media-Kanal gebildet hat. In diesem haben wir uns gegenseitig gestärkt, Anfragen gestellt, Artikel gepostet, Rechtshilfeangebote wahrgenommen und vermittelt. Der Bedarf war sehr groß, einen Verband zu gründen, gerade weil wir auch mitbekommen haben, dass der jüdische Verband der Hochschullehrer sich kürzlich gegründet hat. Es gibt einen Verband jüdischer Studenten, einen Verband jüdischer Journalisten etc. Der Verband jüdischer Lehrkräfte hat gefehlt. Wir wollten aber nicht nur Lehrerinnen und Lehrer aufnehmen, sondern alle Menschen, die in Erziehung und Bildung tätig sind, beispielsweise auch Kindergärtnerinnen, Theaterpädagoginnen, Schulsozialarbeiter*innen, die jüdisch sind, die institutionellen Antisemitismus vielleicht erleben mussten. Aber es geht auch nicht nur um Antisemitismus, sondern um diese Vernetzung in Bildung und den Dialog miteinander.

Steinberg: Unser Ziel ist es, Kolleginnen und Kollegen zu stärken und Bildungsräume sicherer, sensibler und auch interreligiös offener zu machen. Wir wollen Schulen beraten, Kooperationspartner vermitteln und dazu beitragen, dass präventive Arbeit nicht erst nach einem Vorfall beginnt.

In Schule versuchen wir immer, dagegenzuwirken, den Schülern Ambiguitätstoleranz näherzubringen: sich auseinanderzusetzen, etwas auszuhalten, zu sehen, es gibt nicht immer einfache Antworten“

News4teachers: Welche Auswirkungen hat die Verbreitung von Desinformation und antisemitischen Narrativen über soziale Medien auf den Schulalltag?

Steinberg: Die sozialen Medien spielen im Alltag der Schülerinnen und Schüler eine sehr zentrale Rolle, viel mehr als noch vor fünf oder zehn Jahren. Dort werden jeden Tag Reels und Videos konsumiert. Obwohl wir in den Schulen in den letzten Jahren vermehrt darauf achten, Schülerinnen und Schülern zu vermitteln, wie man Fake News erkennt, gibt es immer wieder Fälle, in denen bestimmte Videos und Meinungen geteilt werden. Auch bestimmte Ansichten, die zum Beispiel aus dem familiären Umfeld kommen, werden leider nicht kritisch hinterfragt und einfach unter Freunden verbreitet.

Rademacher: Wir sehen, dass die Formate in Social Media durch die Verkürzung und die Zeitbeschränkungen immer mehr dazu beitragen, ein Weltbild bei den Schülerinnen und Schülern hervorzurufen, das sich in Gut und Böse teilt. Es gibt das absolut Böse, das dann oft mit Israel und den Juden assoziiert wird. Und dann gibt es die Guten, den Unterdrücker und die Unterdrückten. Die Grautöne und die Komplexität dieses Konfliktes lassen sich eben nicht in einer Minute real darstellen. Diese Verkürzung trägt dazu bei, dass einzelne Punkte nicht mehr weitergedacht werden.

In Schule versuchen wir immer, dagegenzuwirken, den Schülern Ambiguitätstoleranz näherzubringen: sich auseinanderzusetzen, etwas auszuhalten, zu sehen, es gibt nicht immer einfache Antworten. In vielen Social Media-Beiträgen denkt man, dass man eine Thematik nach einer Minute verstanden hätte. Man teilt es, man fühlt sich zugehörig. Schüler sind immer auf der Suche. Gerade in diesem kritischen Alltag des Erwachsenwerdens sucht man nach Gruppenzugehörigkeit und man wird dann aufgefangen. Das sind ja auch Tendenzen, wie wir sie in Sekten kennen oder in anderen gruppenbezogenen Zusammenhängen, in denen Gruppendynamiken vorherrschen: sich zugehörig zu fühlen und sich dann dadurch zu orientieren, indem man sich gegen eine andere Gruppe stellt.

News4teachers: Wenn Sie Kultusministerinnen und Kultusministern in Deutschland eine konkrete Empfehlung für die Bildungspolitik geben könnten: Welche wäre das und warum?

Rademacher: Verpflichtende Workshops zu Antisemitismus, und zwar zu israelbezogenem Antisemitismus in der Lehrerausbildung, und verpflichtende Weiterbildung für alle Lehrkräfte im Bund.

Steinberg: Jüdisches Leben in Deutschland sichtbarer machen, Austauschformate entwickeln, die Möglichkeit geben, außerhalb der Schule jüdisches Leben kennenzulernen, um gewisse Vorurteile auszuräumen. News4teachers / Redakteurin Nina Odenius führte das Interview. 

Der VJLB

Der Verband der jüdischen Lehrkräfte und in Bildung und Erziehung Tätiger (VJLB) wurde am 31. Mai 2026 gegründet und hat seinen Sitz in Köln. Er versteht sich als bundesweite Interessenvertretung und stärkt die jüdischen Perspektiven in der Bildungswelt. Er schafft Raum für Vernetzung, Unterstützung und eine fachliche Expertise in Bildung und Erziehung. Außerdem setzt er ein Zeichen gegen Antisemitismus.

Eduard Steinberg und Shira Rademacher gehören dem Vorstand des Verbandes an. Shira Rademacher unterrichtet Jüdische Religionslehre und Deutsch an einem Kölner Gymnasium und ist in der Antisemitismusprävention sowie in der Entwicklung von Unterrichtsmaterialien tätig. Eduard Steinberg unterrichtet Geschichte und Deutsch an einem Kölner Gymnasium sowie Jüdische Religionslehre in der Synagogen-Gemeinde Köln.

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