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Umfrage: Mehrheit lehnt AfD-Forderung zur Rolle von Lehrkräften im Unterricht ab

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MAGDEBURG. Eine klare Mehrheit der Bundesbürger lehnt die schulpolitische Forderung der AfD in Sachsen-Anhalt ab, Lehrkräfte sollten sich bei politischen Meinungsäußerungen von Schülerinnen und Schülern mit der eigenen Position zurückhalten. Nach einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL/ntv stimmen nur 24 Prozent der Befragten dem Vorschlag zu. 71 Prozent sprechen sich dagegen aus. Unter Anhängerinnen und Anhängern der AfD findet die Forderung dagegen eine Mehrheit.

„Unsere Regeln.“ Foto: Shutterstock

Für die Umfrage Bürgerinnen und Bürger zu verschiedenen Aussagen aus dem Wahlprogramm der AfD für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt befragt. Die Partei fordert demnach, Lehrerinnen und Lehrer sollten über Meinungsäußerungen von Schülerinnen und Schülern lediglich diskutieren lassen und nicht mehr mit ihrer eigenen Meinung „mitdiskutieren“ dürfen. Bundesweit unterstützen 24 Prozent der Befragten diese Position, unter den AfD-Anhängern sind es 60 Prozent.

Auch eine weitere schulpolitische Forderung der Partei findet bundesweit keine Mehrheit. 31 Prozent der Befragten befürworten mehr Beschwerdemöglichkeiten für Eltern sowie Schülerinnen und Schüler. Unter den Anhängern der AfD liegt die Zustimmung mit 61 Prozent deutlich höher.

Bemerkenswert ist zugleich, dass viele Befragte mit tatsächlichen Veränderungen an den Schulen rechnen, sollte die AfD Regierungsverantwortung übernehmen. 54 Prozent erwarten laut Umfrage, dass die Partei ihre schulpolitischen Forderungen in diesem Fall auch umsetzen würde.

Die möglichen Auswirkungen auf Lehrkräfte werden ebenfalls kritisch eingeschätzt. 48 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass die Forderungen der AfD Lehrerinnen und Lehrer einschüchtern könnten.

Noch deutlicher fällt die Ablehnung bei Aussagen der Partei über ausländische Fachkräfte aus. Nur 17 Prozent stimmen der Aussage zu, ausländische Ärzte seien wegen „Sprachschwierigkeiten“ und ihrer „anderen kulturellen Herkunft“ häufig kaum geeignet, deutsche Bürger richtig zu behandeln. 16 Prozent teilen die Auffassung, die Anwerbung von Fachkräften „aus fremden Kulturen“ führe zu Problemen und gefährde etwa im Gesundheits- und Pflegesektor „das Wohl der Patienten“. Mehr als 80 Prozent der Befragten lehnen die jeweiligen Aussagen ab.

Unter AfD-Anhängern finden sie dagegen erheblich mehr Zustimmung: 52 beziehungsweise 49 Prozent teilen die Positionen. 68 Prozent aller Befragten vermuten zugleich, dass die entsprechenden Forderungen ausländische Fachkräfte einschüchtern könnten.

Die repräsentative Forsa-Erhebung wurde im Auftrag von RTL/ntv durchgeführt; befragt wurden 1007 Personen. News4teachers 

„Was wird dann aus uns?“ – An Sachsen-Anhalts Schulen wächst die Angst vor einer AfD-Regierung

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12 Kommentare
rfalio
15 Tage zuvor

Meinen Opa haben die Nazis wegen einer (harmlosen) Meinungsäußerung in Schutzhaft genommen und in den Selbstmord getrieben.
Geht das jetzt schon wieder los?
Wehret den Anfängen!

Mein_Senf
14 Tage zuvor
Antwortet  rfalio

Die Anfänge sind leider schon länger vorbei. Jetzt scheitern die Unalternativen hoffentlich an der Realität: Wo kommen die Lehrer her für diese Ideen? Wie soll das realistisch umgesetzt werden. Ich hoffe, diese Hürde schaffen die nicht. Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

Rainer Zufall
13 Tage zuvor
Antwortet  Mein_Senf

Gut Ding will Weile haben – leben ja in einer Demokratie 😉
https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/pistorius-und-oezdemir-fuer-afd-verbotsverfahren-100.html

„Wo kommen die Lehrer her für diese Ideen? Wie soll das realistisch umgesetzt werden.“
Wenn die Wählerschaft der rechtsextremen AfD genau die gleichen Wahlversprechen schlucken, die sie bei demokratischen Parteien vermeintlich kritisieren, liegt der Unterschied wohl darin, dass…

Rainer Zufall
15 Tage zuvor

Zurückhalten, im Sinne von: Erst auf Nachfrage eine begründete Antwort geben, anstatt „Wählt die nicht?“

1. Siehe Kollegen vor Gericht, der genau dies versuchte.

2. Sehr reich von einer Partei, welche Onlinelisten über missliebige Lehrkräfte propagiert und politische Gegner verfolgen will.

Ich habe langsam den Eindruck, mit Rechtsextremen, welche unsere Werte und unsere Gesellschaft abschaffen wollen, kann man nicht vernünftig reden. Hmm…

Susanne M.
13 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Sie benutzen die rhetorische Methode des nun heute sagt man “ Framing Wechsel“:
Anfangs stellen sie eine These auf, der sicher jeder zustimmen kann, zum Beispiel:
“ Kinder sollen gut aufwachsen“
Und dann kommt die Einschränkung, also das, was sie sich drunter vorstellen. Da hören aber viele schon nicht mehr hin.
Hängen bleibt lediglich:
“ Die AfD ist pro Familie,“
Da kann ja kein vernünftiger Mensch was dagegen haben.
Es lohnt sich einmal darauf zu achten.

Mit Rechtsradikalen nicht vernünftig reden, greift zu kurz. Sie reden durchaus vernünftig, wenn es ihnen dient.

Rainer Zufall
11 Tage zuvor
Antwortet  Susanne M.

„Mit Rechtsradikalen nicht vernünftig reden, greift zu kurz. Sie reden durchaus vernünftig, wenn es ihnen dient.“
So lange niemand nachfragt, wie die Lösung realer Probleme aussehen soll – da können die halt nichts anbieten

unverzagte
15 Tage zuvor

„Nur 17 Prozent stimmen der Aussage zu, ausländische Ärzte seien wegen „Sprachschwierigkeiten“ und ihrer „anderen kulturellen Herkunft“ häufig kaum geeignet, deutsche Bürger richtig zu behandeln.

Solche an Dämlichkeit schwer zu überbietenden Aussagen richten sich in jeder Hinsicht selbst. Bin so dankbar für z.B. Akkupunktur, eine über 2000 Jahre alte aus China kommmende Heilmethode, die inzwischen auch kassenärztlich abgerechnet werden kann.

Rainer Zufall
13 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Ist die Sichtweise von Menschen, die sich und (vermeindlich) ihr Lebensumfeld nicht durch eine rechtsextreme Partei bedroht sehen und GLAUBEN, es werde nicht so schlimm und garantiert nur die Richtigen treffen – wobei Sie verkennen, die Falschen in die Verantwortung zu wählen.

Am Schluss wird dann rationalisiert, dass – natürlich – die anderen schuld waren, zu schrill warnten oder sonst wie vorm eigenen Nachdenken abhielten :/

Heinz
13 Tage zuvor

Ich glaube die Meisten Forderungen der AFD würden von der allgemeinen Bevölkerung abgelehnt werden, wenn sie denn entsprechend informiert wären und nicht gefangen in ihrer komischen Social Media Bubble.

Dem allgemeinen Wähler scheint auch in keinster Weise bekannt zu sein, was die AFD alles zur Entlastung von Reichen und Belastung von ärmeren Personen der Bevölkerung plant.

unverzagte
12 Tage zuvor

Laut aktueller Umfrage im „Tagesspiegel“:

„Mehr als jeder fünfte Befragte würde einer Umfrage zufolge Deutschland verlassen, sollte die AfD auf Bundesebene an die Regierung kommen. Einer repräsentativen Insa-Befragung für die „Bild am Sonntag“ zufolge stimmten 22 Prozent der Aussage zu: „Sollte die AfD auf Bundesebene an die Macht kommen, würde ich Deutschland verlassen.“ 60 Prozent widersprachen, 18 Prozent waren unentschieden oder machten keine Angabe.“

Kann ich bestens nachvollziehen, ABER wohin denn bzw. wo sind Rechte nicht auf dem Vormarsch ?

Susanne M.
12 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

In Europa und Lateinamerika zumindest überall.

Rainer Zufall
11 Tage zuvor
Antwortet  Susanne M.

Jaja, Flüchtlinge werden überall mit offenen Armen empfangen.
Nicht, dass der Dobrindt von [Europäisches Land hier Einfügen] einen Notfall ausruft, wenn Deutsche WIE EINE FLUTWELLE! das Land zu ÜBERRENNEN DROHEN! …. :/