Start Nachrichten Nach AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt warnt DAAD vor Folgen für Hochschulen

Nach AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt warnt DAAD vor Folgen für Hochschulen

0
Anzeige

MAGDEBURG. Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wächst auch in der Wissenschaft die Sorge um die künftige politische Ausrichtung des Landes. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) fordert die nächste Landesregierung auf, Hochschulautonomie und Wissenschaftsfreiheit zu achten sowie Weltoffenheit und Willkommenskultur an den Hochschulen zu erhalten. Dabei geht es aus Sicht des DAAD nicht allein um internationale Wissenschaftskooperation – sondern auch um die Gewinnung von Fachkräften.

Die Universität Halle-Wittenberg ist die größte in Sachsen-Anhalt (und schon etwas älter). Foto: Shutterstock / Mirko Kuzmanovic

„Wir blicken mit großer Sorge auf das Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. In dieser Situation gilt unser Augenmerk als DAAD insbesondere der Lage unserer Mitgliedshochschulen und Mitgliedsstudierendenschaften sowie den internationalen Studierenden und Promovierenden vor Ort“, erklärt DAAD-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee.

Die Hochschulen in Sachsen-Anhalt seien attraktive Studien- und Arbeitsorte für Menschen aus aller Welt und stünden für Weltoffenheit und eine gelebte Willkommenskultur. „Von einer zukünftigen Landesregierung erwarten wir, die Hochschulautonomie und Wissenschaftsfreiheit zu achten“, betont Mukherjee. Die Hochschulen müssten zudem bei ihrem Einsatz für internationalen akademischen Austausch und Wissenschaftskooperation sowie bei der Gewinnung künftiger Fachkräfte weiterhin auf die Unterstützung des Landes setzen können.

PhoneLocker, verschließbare Smartphone-Tasche

Der DAAD verweist dabei auf die Bedeutung internationaler Studierender und Promovierender für die Leistungsfähigkeit der Hochschulen. Internationale Absolventinnen und Absolventen seien darüber hinaus für die Fachkräftesicherung in zahlreichen Berufszweigen unverzichtbar.

Für Mukherjee hängt die Attraktivität des Landes deshalb auch vom gesellschaftlichen Klima ab: „Wer junge Talente gewinnen und nach ihrem Abschluss im Land halten will, muss sicherstellen, dass sie sich willkommen und wertgeschätzt fühlen. Wir erwarten von der künftigen Landesregierung, dass sie die Hochschulen bei diesem Engagement unterstützt.“ News4teachers

Vor den Landtagswahlen: Philologen und Hochschullehrer warnen vor politischem Zugriff auf Schulen und Wissenschaft

Anzeige

Info bei neuen Kommentaren
Benachrichtige mich bei
0 Kommentare