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Open Source: Bundesland lässt digitalen Arbeitsplatz für Lehrkräfte entwickeln

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SCHWERIN. Lehrkräfte in Mecklenburg-Vorpommern sollen bald flexibler von überall arbeiten können. Ein Pilotprojekt soll das möglich machen. Dahinter steht die Schwarz-Gruppe, die auch das neue Rechenzentrum bei Rostock bauen will.

Mobiler Arbeitsplatz (Symbolbild.) Illustration: News4teachers

Die rund 16.000 Lehrkräfte und Schulbeschäftigten in Mecklenburg-Vorpommern sollen einen einheitlichen digitalen Arbeitsplatz bekommen. Das Land will dies in Zusammenarbeit mit Schwarz Digits umsetzen, der IT- und Digitalsparte der Schwarz-Gruppe, wie das Finanz- und Digitalisierungsministerium in Schwerin mitteilte. Hierzu unterschrieben die Verantwortlichen eine entsprechende Kooperationsvereinbarung.

Über eine Open-Source-Plattform sollen Lehrerinnen und Lehrer künftig flexibel und von überall Zugang zu E-Mails, Kalender oder Dateien erhalten, wie Finanz- und Digitalisierungsminister Heiko Geue (SPD) erklärte. Sie solle als Pilot-Projekt erprobt und dann schrittweise ab dem kommenden Schuljahr etabliert werden. Der Vertriebsvorstand von Schwarz Digits, Bernie Wagner, schätzte die Kosten für das Land auf bis zu sechs Millionen Euro jährlich.

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Neue Cloud-Infrastruktur

Außerdem geplant: Eine landesweite Plattform auf Open-Source-Basis für die Verwaltungen auf Landes- und kommunaler Ebene. Mit der «MV-Cloud» soll eine gemeinsame Infrastruktur für private und öffentliche Cloud-Lösungen entstehen, sagte Geue. Es gehe darum, digital unabhängiger und widerstandsfähiger zu werden. Anfang Juli hatte sein Ministerium bekanntgegeben, dass sich das Land schrittweise von der Software großer Tech-Konzerne wie Microsoft trennen wolle.

Rechenzentrum bei Rostock

Ende August hatte die Schwarz-Gruppe mitgeteilt, 5,6 Milliarden Euro in den Bau eines Rechenzentrums in Dummerstorf bei Rostock investieren zu wollen. Dort könnten auch Daten für die Lehrerarbeitsplätze gespeichert werden. MV will den Aufbau mit einem dreistelligen Millionenbetrag fördern. Baubeginn ist 2027.

Die Schwarz-Gruppe als Investor ist insbesondere für ihre Handelsketten Lidl und Kaufland bekannt, seit Jahren aber auch mit der Sparte Schwarz Digits als IT-Dienstleister unterwegs. Die Gruppe und Digits sitzen bei Heilbronn in Baden-Württemberg. News4teachers / mit Material der dpa

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9 Kommentare
Stephanie Horing
1 Monat zuvor

Klasse, die Digitalisierung geht voran. Und es ist ein deutsches Unternehmen und nicht Meta, Microsoft und Co. Der Schwarz Konzern ist da ja ziemlich rührig – ich bin gespannt! Und mit der LehrZeit.app ist ab sofort auch maßgeschneiderte Zeiterfassung für Lehrkräfte möglich – vielleicht schaffen sie es ja in Mecklenburg-Vorpommern, das auch noch mit reinzubauen, das wäre ein echter Gewinn für uns Lehrkräfte!

Onkel Thomas
1 Monat zuvor
Antwortet  Stephanie Horing

Zeiterfassung war schon immer möglich!
Die Lehrzeit.app ist nur eines unter vielen. Vielleicht sogar schlimmer, da nicht nur die Arbeitszeit erfasst wird (hinreichend und notwendig), sondern auch die Tätigkeiten erfasst werden; letzteres gehört nicht zur klassischen Zeiterfassung.
 

Hysterican
1 Monat zuvor
Antwortet  Stephanie Horing

Du / Sie waren oder sind die Kollegin, die aus der Position der GEW-Aktivistin heraus dieses Unternehmen bereits einmal – nämlich bzgl der A-Zeiterfassung – in den Himmel gelobt haben?!

Finde ich gut – grundsätzlich – bin aber durch die Erfahrungen der letzten 32 Dienstjahre – grundsätzlich – skeptisch.

Es wäre sehr schön, wenn Du / Sie recht behalten würdest / würden.

DumDiDum
1 Monat zuvor

Warum auch auf etablierte Systeme aus der freien Wirtschaft setzen, wenn man auch sich was eigenes zusammenpfuschen kann.

Am deutschen Datenschutzwesen soll die Welt genesen.

Sporack
1 Monat zuvor
Antwortet  DumDiDum

Na wenn nicht die „Freie Wirtschaft“ das System nach passender Anforderungserhebung baut, wird es ein anderes Mitglied der „Freien Wirtschaft“ irgendwann (vielleicht) bauen.

Ich glaube eher nicht, dass die öffentliche Hand (ob Bund, Land oder Kommune) plötzlich doch mit IT-Beschäftigten nach TVöD und TVL ganz souverän auf eigener Hardware eigene Software in großem Stil erzeugen wird.

@DumDiDum: Insofern vermute ich, dass „sich was eigenes zusammenpfuschen“ hier eine Kritik an der „Freie Wirtschaft“ ist. Welche etablierten Systeme sollten für was Ihrer Meinung nach statt der Entwicklung genutzt werden?

OMG
1 Monat zuvor

nicht schon wieder die sich nicht erfüllende Hoffnungen darauf, dass da mal was Gutes rauskommt. Aber wie sagte es schon der wegweisende Bildungsphilosoph Ted Lasso: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Hysterican
1 Monat zuvor
Antwortet  OMG

…aber letztlich stirbt sie doch.

Sporack
1 Monat zuvor

„Kommt in die Cloud, da müsst ihr euch um nichts kümmern, es ist billig und absolut sicher“
=> Das ist offensichtlicher Unsinn.

Nicht ganz falsch ist die Einschätzung:
„Die Cloud kann bei richtiger Architektur, gutem Sicherheitsmanagement und kontinuierlicher Optimierung kosteneffizient und sehr sicher betrieben werden – aber sie erfordert aktive Steuerung und Verantwortung auf Kundenseite.“

Aber manchmal ist auch heute noch örtlich vorhandene Server-Infrastruktur mit Beschäftigten, die mit den Geräten umgehen können, die sinnvollere Variante.
Nicht alles muss über Internet angebunden sein.
Inselbetrieb, d.h. ohne Internet, kann wirklich manchmal ausreichen.

Hysterican
1 Monat zuvor

Was für ein perfektes Symbolbild!! DANKE dafür!! 😉
1000 Schalter, Hebel, Regelräder … alles solide aus Messing gearbeitet … mit Blick von gaaaanz weit oben auf die weltliche Realität … völlig losgelöst von der Erde – a´la Major Tom … aber der Heftstapel zur Korrektur solide in Analog und Papier mit dem Korrekturstift anbei … ready for take-off – (oder auch fuck-off)!! … nur das gutgelaunte Gesicht der Kollegin in der Maschine („ghost in the maschine“?) will mir nicht so recht ins futuristische Szenario passen … verheißt es doch (von der irdischen Basis betrachtet), dass wir uns mit 1000den neuen technischen Herausforderungen konfrontiert sehen, uns immer mehr von der Kernaufgabe entfernen und dann – im krönenden Abschluss – mit einem Rotstift die gleiche Scheiße korrigieren müssen, wie bereits in den letzten 15 bis 25 Jahren.

Das macht nicht zwingend Lust auf mehr … sondern bei mir eindeutig „Lust auf Meer“ – ergo: nix wie raus aus dem Mist.