NÜRNBERG. Die Chancen junger Menschen auf einen Ausbildungsplatz haben sich deutlich verschlechtert. Noch nie seit der Wiedervereinigung war der Anteil der bei der Bundesagentur für Arbeit registrierten Bewerberinnen und Bewerber, die eine Ausbildung begonnen haben, so niedrig wie heute. Gleichzeitig bleiben Zehntausende Lehrstellen unbesetzt, obwohl die Wirtschaft über fehlende Fachkräfte klagt. Arbeitgeber machen dafür auch mangelnde schulische Kompetenzen verantwortlich. Die Ausbildungsmarktbilanz zeigt allerdings, dass neben den Qualifikationen der Jugendlichen auch die wirtschaftliche Lage der Betriebe und regionale Unterschiede eine erhebliche Rolle spielen.

Für viele junge Menschen beginnt nach dem Schulabschluss nicht die erhoffte Berufsausbildung, sondern eine weitere Phase der Suche. Manche bleiben zunächst in der Schule, andere beginnen ein Praktikum oder nehmen eine Arbeit auf. Wieder andere finden überhaupt keine Anschlussmöglichkeit. Die neue Ausbildungsmarktbilanz der Bundesagentur für Arbeit (BA) zeigt, wie schwierig der Übergang von der Schule in den Beruf inzwischen geworden ist.
Von Oktober 2025 bis Ende September 2026 nahmen 447.000 Bewerberinnen und Bewerber die Ausbildungsvermittlung der Arbeitsagenturen und Jobcenter in Anspruch. Lediglich 179.000 von ihnen begannen bis zum Ende des Berichtszeitraums eine Berufsausbildung. Das entspricht einem Anteil von 40 Prozent – dem niedrigsten Wert seit der Wiedervereinigung. Gegenüber dem Vorjahr sank die Zahl der Ausbildungsbeginne unter den registrierten Bewerberinnen und Bewerbern um 12.000, während die Zahl der Ausbildungssuchenden um 3.000 stieg.
„Im Zuge der wirtschaftlichen Schwäche sind die Ausbildungsstellenmeldungen weiter deutlich zurückgegangen. Die Bewerberzahl hat dagegen nochmals leicht zugenommen. In der Folge haben sich die Chancen für Ausbildungssuchende weiter verschlechtert. Doch auch jetzt gibt es noch Möglichkeiten – wir helfen weiterhin bei der Ausbildungssuche“, erklärte BA-Vorstandsvorsitzende Andrea Nahles bei der Vorstellung der Bilanz.
Die Zahlen erfassen allerdings nicht sämtliche Ausbildungsverhältnisse in Deutschland. Viele Jugendliche finden ihre Lehrstelle ohne Unterstützung der Arbeitsagenturen. Die Quote von 40 Prozent beschreibt deshalb ausschließlich den Verbleib der registrierten Bewerberinnen und Bewerber.
93.000 junge Menschen suchen weiterhin eine Ausbildung
Wie groß das Problem ist, zeigt sich beim Übergang ins neue Ausbildungsjahr: Zum 30. September waren 46.000 registrierte Bewerberinnen und Bewerber noch unversorgt – 6.000 mehr als im Vorjahr. Hinzu kamen weitere 47.000 junge Menschen, die zwar eine Alternative gefunden hatten, etwa einen weiteren Schulbesuch, ihren Wunsch nach einer dualen Berufsausbildung aber aufrechterhielten. Auch diese Gruppe wuchs, und zwar um 3.000 Personen. Damit hatten insgesamt 93.000 registrierte junge Menschen ihren Ausbildungswunsch zum Ende des Berichtszeitraums noch nicht verwirklicht.
Nach Angaben der BA mündeten 17 Prozent aller registrierten Bewerberinnen und Bewerber in Alternativen wie einen weiteren Schulbesuch, ein Praktikum oder ein Studium ein. Weitere zwei Prozent begannen eine geförderte Qualifizierung, etwa eine berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme oder eine Einstiegsqualifizierung. Acht Prozent nahmen eine Arbeit auf, fünf Prozent meldeten sich arbeitslos. Bei 14 Prozent lag keine Rückmeldung über den Verbleib vor.
48.000 Ausbildungsstellen bleiben gleichzeitig unbesetzt
Während Zehntausende Jugendliche weiterhin eine Lehrstelle suchten, konnten zahlreiche Betriebe ihre angebotenen Ausbildungsplätze nicht besetzen. Zum Ende September waren noch 48.000 Stellen offen. Besonders schwierig war die Besetzung nach Angaben der BA in Lebensmittelberufen, in Bau- und baunahen Berufen, in der Gastronomie, in Metallberufen sowie im Berufskraftverkehr.
Die Bundesagentur spricht von erheblichen Passungsproblemen. Ausbildungsstellen und Bewerberinnen und Bewerber finden nicht automatisch zusammen, selbst wenn ihre Gesamtzahlen rechnerisch nahe beieinanderliegen. Berufswünsche, regionale Verteilung und die Anforderungen der Betriebe können ebenso auseinandergehen wie die Voraussetzungen der Jugendlichen.
Bundesweit kamen im abgeschlossenen Berufsberatungsjahr auf 100 gemeldete betriebliche Ausbildungsstellen rechnerisch 99 Bewerberinnen und Bewerber. Im Vorjahr waren es noch 92 gewesen. Regional fällt das Verhältnis allerdings sehr unterschiedlich aus. In Berlin zum Beispiel kamen nach Angaben der Bundesagentur auf 100 Ausbildungsstellen 179 Bewerberinnen und Bewerber.
Verschärft wird die Lage durch die wirtschaftliche Entwicklung. Von Oktober 2025 bis September 2026 wurden den Arbeitsagenturen und Jobcentern insgesamt 469.000 Ausbildungsstellen gemeldet. Darunter waren 453.000 betriebliche Angebote – 31.000 weniger als im vorherigen Berufsberatungsjahr. „Die wirtschaftliche Schwäche hat das Ausbildungsangebot deutlich verringert“, erklärte Nahles. „Es gibt in vielen Regionen wieder mehr Bewerber als offene Stellen.“
Für die Wirtschaft kann diese Entwicklung langfristige Folgen haben. In zahlreichen Berufen fehlen bereits heute qualifizierte Fachkräfte. Wenn Betriebe weniger ausbilden, könnte sich der Nachwuchsmangel in den kommenden Jahren weiter verschärfen.
Arbeitgeber sehen erhebliche Defizite bei schulischen Grundkompetenzen
Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger sieht die Schwierigkeiten allerdings nicht allein in der wirtschaftlichen Lage begründet. Aus seiner Sicht bleiben auch deshalb Ausbildungschancen ungenutzt, weil Bewerberinnen und Bewerber nicht ausreichend auf die Anforderungen des Berufslebens vorbereitet seien. „Wir müssen junge Menschen und Betriebe noch besser zusammenbringen“, erklärte Dulger. Zugleich nahm er die Schulen in die Pflicht. Der Staat müsse gewährleisten, dass Jugendliche ausreichend lesen, schreiben und rechnen lernten.
„Aktuell geht zu viel Potenzial schon in der Schule verloren“, kritisierte der Arbeitgeberpräsident. Nach seinen Angaben sieht jeder zweite Betrieb bei Bewerberinnen und Bewerbern gravierende Lücken in grundlegenden Kompetenzen.
Berufsberatung soll den Übergang erleichtern
Die Bundesagentur versucht nach eigenen Angaben, den Übergang in Ausbildung mit umfangreichen Beratungs- und Förderangeboten zu unterstützen. Bundesweit sind rund 4.700 Berufsberaterinnen und Berufsberater im Einsatz. Hinzu kommen Förderinstrumente wie die assistierte Ausbildung, die Jugendliche und Betriebe während der Ausbildung begleiten kann. Auch für junge Menschen ohne Schulabschluss bestehen Unterstützungsmöglichkeiten.
Auffällig ist die geringe Inanspruchnahme des Mobilitätszuschusses. Die finanzielle Unterstützung für längere Fahrten zum Ausbildungsort nutzen bundesweit derzeit lediglich rund 200 Personen. Gerade angesichts der regionalen Unterschiede auf dem Ausbildungsmarkt wirft diese Zahl Fragen auf. Warum das Förderinstrument bislang so selten genutzt wird, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor.
Die Bundesagentur setzt ihre Vermittlungsaktivitäten bis zum Jahresende fort. Erfahrungsgemäß melden sich auch nach September noch Jugendliche, die eine Ausbildung suchen. Zugleich werden Ausbildungsplätze frei oder von Betrieben nachgemeldet. Neben den noch unbesetzten betrieblichen Stellen stehen Einstiegsqualifizierungen, außerbetriebliche Ausbildungsangebote und berufsvorbereitende Maßnahmen zur Verfügung.
DGB warnt vor Kürzungen bei der Arbeitsvermittlung
Angesichts der angespannten Lage warnt der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) vor Einsparungen bei den Arbeitsagenturen. DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel kritisierte Überlegungen, bei der Arbeitslosenversicherung und der Bundesagentur für Arbeit zu kürzen.
„Völlig irre wäre es, jetzt Personal in den Arbeitsagenturen abzubauen. Solange Tausende von Jugendlichen vergeblich nach einem Ausbildungsplatz suchen, müssen diese jungen Menschen beim Einstieg ins Berufsleben maximal unterstützt werden“, erklärte Piel.
Auch Bundesarbeitsminister Alexander Schweitzer (SPD) betonte die Verantwortung der Politik. „Für mich als Arbeitsminister ist klar, dass wir gerade in dieser Phase mit aller Kraft dafür sorgen müssen, dass junge Menschen eine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt haben.“
Wie viel für die Betroffenen auf dem Spiel steht, zeigt ein weiterer Befund: Menschen ohne abgeschlossene Berufsausbildung tragen nach Angaben der Bundesagentur ein sechsmal so hohes Risiko, arbeitslos zu werden, wie Menschen mit entsprechender Qualifikation. News4teachers










Schon mal gut, dass die AG absolut keine Schuld trifft. Allein wegen der vielen durchdachten Vorstandsentscheidungen im Automotive und im Energiesektor steigt ja derzeit die Zahl der Neueinstellung von Hochschulabsolventen ebenso wie die Zahl der Ausbildungsstätten. Also alles richtig gemacht.
Die Probleme im Automobil- und Energiesektor haben die Politik und die bis vor einigen Jahren mitjubelnden Automobilmanager zu verantworten.
Ach deshalb die Lobbygruppen, deren einziges Bestreben es ist, poltischen Einfluss auf die Wirtschaftsvertreter zu nehmen.
Haben wir bei der diesjährigen BdA-Veranstaltung ja gesehen, wie die CEOs zum Befehlsempfang vor Merz standen bzw. ein Jahr zuvor Bärbel Bas huldigten.
Die ganze Gesellschaft hat doch mitgejubelt: Kernkraftausstieg, Erneuerbare Energien-Subventionierung („Eine Eiskugel Mehrkosten pro Monat“), Klima-Demonstrationen (Greta, Klima-„Streiks“), Nordstream-Sprengung, Wärmpepumpen-und Solarzellen-Subventionierung, … jetzt haben wir weltweit(!) die höchsten Strompreise, die Industrie verlagert die Produktion nach China und den USA (billigste Energiepreise weltweit). Das Pferd, auf das Politik und Gesellschaft seit Jahrzehnten gesetzt haben (Automobilindustrie und Export), ist lahm geworden, jetzt ist halt Zahltag.
Es war ein gesamtgesellschaftlicher deutscher Irrweg, während andere Länder nur den Kopf anhand dieser Verrücktheiten geschüttelt haben, hat die Gesellschaft sich im Moralinbad gesuhlt…
„Jetzt haben wir weltweit(!) die höchsten Strompreise“ – wir verraten Ihnen ein Geheimnis: Die fossilen Energieträger werden bald noch sehr viel teurer werden (schon gar, wenn man die ökologischen Folgekosten mit hineinrechnet).
Aber, was soll’s? Hauptsache, die Kapelle an Deck der Titanic spielt weiter… (Spaß.)
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Hauptsache die GenZ zahlt die Hinterbliebenenrenten der Musiker dieser Kapelle.
Da liegen beide falsch. In Irland ist der Strom noch teurer.
Der Irrweg ist derzeit ein ganz anderer: Die Rückabwicklung der EE. Frau Reiche kann als U-Boot der Verbrennungsindustrie gerade wirtschaften, wie sie will. Das ist schon grob fahrlässig. Den Ausbau der Erneuerbaren bringt sie nicht voran, obwohl wir den auch unbedingt brauchen, um unabhängiger von Despotenländern zu werden.
Die hohen Preise kommen nicht durch das alles, was Sie aufzählen, sondern dadurch, dass wir nicht schon viel weiter sind.
Wo ist denn die Infrastruktur, die den Strom von Norden nach Süden bringt? In SH müssen Windkraftanlagen oft abgeschaltet werden, weil man auch nicht zwischenspeichern kann …
Kernkraft ist viel teurer, das wissen Sie aber auch, nicht wahr? Nur weil man es nie offen gesagt hat, haben wir alle richtig viel dafür bezahlt.
Die Autoindustrie hat die Entwicklung günstigerer E-Mobile verpasst, deshalb schwächelt sie. In China und anderen Ländern fährt man billigere und z.T. bessere chinesische Modelle.
Wer keinen teuren deutschen E-SUV fahren wollte, hatte ein Problem, wie ich aus eigener Erfahrung weiß.
Zuletzt ein Lichtblick: Der Export zieht wieder an.
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2026/08/PD26_296_51.html
„Wo ist denn die Infrastruktur, die den Strom von Norden nach Süden bringt? „
Deren Bau hat sich verzögert und verteuert :
Bürgerproteste in Norddeutschland zeigen Erfolg: Monstermasten sind Geschichte | taz.de
Klingbeil: Mit Erdkabel-Vorschlag endgültig durchgesetzt › Lars Klingbeil, MdB
Sorry, das sind nur Randnotizen.
Wer Fragen stellt, könnte auf Antworten auch anders reagieren.
Wer braucht schon Leitungen, wo doch jeder weiß, dass der Strom aus der Steckdose kommt. Typisch deutsch, die einfachsten Sachen werden verkomplziert.
Kann man m.M. schon so sehen, wenn wegen Netzengpässen zwischen zwei benachbarten Bundesländern Windparks in der Nordsee abgeregelt werden.
Stromnetz: Ein Viertel der Offshore-Erzeugung zuletzt abgeregelt – Tagesspiegel Background
Sie erkennen Ironie, auch wenn sie nicht kenntlich gemacht worden ist?
Die problematik der Übertragungsnetze liegt doch darin, dass sie komplett auf den Kopf gestellt werden müssen. Früher gab es zentrale Energieerzeugungsanlagen und die produzierte Energie musste über verschiedene Netzebenen in die Fläche bis hin zum „Verbraucher“ verteilt werden.
Mittlerweile haben wir aber dezentrale Strukturen bei der Produktion. Die produzierte Energie wird zum einen regional „verbraucht“ und lediglich Überschüsse ins überregionale Netz eingespeist. Was neben zusätzlichen leitungstrassen fehlt, sind Speichermöglichkeiten um die Volatilität ber der Stromerzeugung durch Windkraft und Solarstrom auszugleichen.
Nur wer ist in der Lage, diese einfachen Grundlagen der lieben Gaskathi zu erklären? Die kann nicht anders entscheiden, da sie E(h) O(h)N(e) Sachkunde ist.
NIMBY („Not in my backyard“): Besonders gerne von „Umweltschützern“ und Zeloten der Ernergiewende angewendet.
Aber noch viel Häufiger von Leute, die generell alles doof finden, das sie doof finden.
Und wen meinen Sie mit den „Zeloten der Energiewende“ eigentlich? Frau Reiche? Da wäre ich bei Ihnen.
„Der Irrweg ist derzeit ein ganz anderer“
Der größte aktuelle Irrweg ist, 1000 Milliarden Euro in die Rüstung zu stecken. Staatskonsum mit null Nutzen. Nein, Rüstung ist keine „Investition“, auch wenn die Spin-Doktoren das aktuell so darstellen wollen.
Sehe ich anders, denn Deutschland hat sich über Jahrzehnte zurückgelehnt und sich quasi beschützen lassen, womit dann auch ordentlich Geld eingespart werden konnte.
Wenn Deutschland mithelfen will, die EU bzw. Europa gegen den Despoten im Osten zu verteidigen, muss unser Land zwangsläufig viel Geld für Rüstungsausgaben in die Hand nehmen.
Mag sein, dass das keine schönen Investitionen sind, aber ausbilden kann man Menschen auch in dem Bereich (zu Facharbeiter*innen Industrietechnik, Ingenieur*innen usw. , oder nicht?
Da haben wir Boomer der GenZ und Alpha aber mal so richtig eins ausgewicht.
Also keine wehrpflicht und erneute Gasabhängigkeit von Russland.. Statt Wärmepumpe aöso lieber atomare zwischenlager allerorten, da das mit dem Endlager eh nix wird. Und nicht zu vergessen „freie Fahrt für freie Bürger“ – aber nur wenn Katalysatoren sowie Kopfstützen, Gurte und Airbags auch zukünftig entfallen. Zusätzlich empfehle ich eine Kürzung der Industriegehälter um mindestens 70%, damit die OEMs gegenüber China wettbewerbsfähig sind.
Wie, die Chinesen haben die Neuzulassung von Verbrennern verboten? Also welche Produkte wollen Sie denen verkaufen. Und das udi-Wek im Süden der USA wird auch erst fertig, wenn Trump verfassungsgemäß Geschichte ist – ausser er setzt den Verfassungszusatz ausser Kraft. Aber mit Diktatoren als Geschäftspartnern handeln Sie ja am liebsten. Und mit dem Erstarken der AfD (Analfissur für Deutschland) kann ja die restaurierte NeoDDR in den erlauchten Kreis der Diktaturen aufgenommen werden.
Wer hat denn die vielen Upvotes verteilt?
Realist ist leider nicht sehr realistisch.
Verschiedene Organisationen haben inzwischen mal nachgerechnet, wie toll Frau Reiches Kehrtwende werden könnte. Falls die geplante Novelle des EEG durchgeht, würde bis 2030 drei Mrd. Mehrkosten auf uns zukommen. Und in den kommenden zehn Jahren ein insgesamt zweistelliger Milliarden-Betrag.
(Quelle: Der Spiegel, Nr. 44, 23.20.2026, S. 75)
Bei dieser Thematik besteht sogar ausnahmsweise mal Einigkeit zwischen der DUH und dem bayerischen Wirtschaftsminister:
Deutsche Umwelthilfe unterstützt Initiative von Bayerns Wirtschaftsminister Aiwanger für Windenergieausbau und Kritik an Reiches Plänen für restriktiven Netzanschluss – Deutsche Umwelthilfe e.V.
„Aktuell geht zu viel Potenzial schon in der Schule verloren“, beklagt der Arbeitgeberpräsident. Nun ja, wenn Lesen, Schreiben und Rechnen immer häufiger zum Nebenschauplatz zwischen Wohlfühlpädagogik, Resilienztraining und der Debatte um Chill-Räume an Schulen werden, ist das Ergebnis kaum überraschend. Laut Arbeitgebern sieht inzwischen jeder zweite Betrieb gravierende Defizite bei den Grundkompetenzen von Bewerbern.
Die Folgen landen dann in den Betrieben. Dort sucht man Auszubildende und stellt fest, dass manche bereits an den Grundlagen scheitern. Gleichzeitig genügt heute oft schon der Hinweis, dass Ausbildung Anstrengung bedeutet, um als pädagogischer Hardliner zu gelten. Der Satz „Lehrjahre sind keine Herrenjahre“ beschrieb früher eine banale Realität: Erst lernen und anstrengen, dann können. Heute klingt er für manche schon wie ein Fall für den Beschwerdebeauftragten. Wer als Lehrmeister Verlässlichkeit, Eigeninitiative und Belastbarkeit einfordert, landet heute schnell in derselben Ecke wie der Lehrer, der noch auf Rechtschreibung, Kopfrechnen, Mitdenken und Anstrengungsbereitschaft besteht: verdächtig leistungsorientiert.
Wer nun meint, nach dem Abitur werde aus der Komfortzone automatisch Leistungsbereitschaft, findet an manchen Hochschulen eher die akademische Fortsetzung desselben Problems. Professoren wie Zümrüt Gülbay-Peischard berichten von mangelnder Leistungsbereitschaft, schwacher Rechtschreibung und einer erstaunlich lockeren Arbeitsmoral. Ihre Beobachtung, dass sich „in Prüfungsphasen bis zu 30 Prozent krankmelden“, passt jedenfalls ins Bild. Auch Studieren ist anstrengend? Welch unerwartete Erkenntnis.
Das Bittere daran: Betriebe finden keine geeigneten Bewerber, Hochschulen müssen Defizite ausgleichen, und diejenigen, die tatsächlich Leistung bringen wollen, dürfen dem allgemeinen Niveauabbau zusehen. Vielleicht liegt die Ausbildungskrise also nicht nur an fehlenden Lehrstellen. Wer jahrelang jede Hürde abräumt und jede Anforderung zum Problem erklärt, darf sich nicht wundern, wenn mancher Lehrling oder Student dann die Realität nach der Schule als Zumutung empfindet.Ausbildungsinitiative ‚Schland 2035‘. Schaun mer mal.
Die so viel gescholtenen Boomer hatten seinerzeit viel größere Probleme, Lehrstellen und Studienplätze zu finden. Aufgrund der Vielzahl von Absolventen gab es NC allerorten (Medizinertest wurde eingeführt) und viel zu wenige Ausbildungsplätze. Man nahm an, was man kriegen konnte- weil man musste. BAföG als Volldarlehen war zu tilgen, Kinderbetreuung und Elterngeld Fehlanzeige. Da waren Beruf und Familie nicht so leicht in Einklang zu bringen. Also musste vor allem Frau sich entscheiden. Und Wehrpflicht für die Männer gab’s ja auch.
Und jetzt, nachdem wir es trotzdem gewuppt haben, pflegen wir unsere betagten Eltern- und wollen dann endlich, was wir uns erarbeitet haben- zeitlich und finanziell.
Die Jungen unterstützen wir gerne- aber leisten müssen die ihren Teil ebenfalls und erstmal.
„Nachdem wir es trotzdem gewuppt haben“ – was genau? Eine sattelfeste Demokratie, eine nachhaltige Wirtschaft, ein verteidigungsfähiges Land, eine solide Infrastruktur, ein gut aufgestelltes Bildungssystem, eine nachhaltige Demografie, eine sozial ausgewogene und gerechte Gesellschaft?
Mmmhhh. Und jetzt sind die Jungen „erstmal“ dran?
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Popcorn UND Kreuzfahrt!
Aber Vorsicht bei der Anbieterauswahl, nicht dass sie wegen liquider Mittel irgendwo von der Reederei ausgeschifft werden:)
Vor allem fehlender liquiden Mittel.
Sie scheinen irgendwie eine pauschale und undifferenzierte Aversion gegen einen bestimmten Jahrgang zu haben, der natürlich alles falsch gemacht hat und schuld ist am Zustand des Landes heute …… Jede, und ich betone, jede Generation hat gleichermaßen ihre guten und schlechten Seiten, Ihre sehr einseitige Aburteilung ist nicht das, was man von einer ausgewogenen Diskussion erwartet. Ich weiß jetzt schon, was da wieder als Replik kommt ……
„Sie scheinen irgendwie eine pauschale und undifferenzierte Aversion gegen einen bestimmten Jahrgang zu haben.“
Wir haben eine Aversion gegen die selbstgerechte Attitüde mancher Älterer, sich für unverantwortlich an den Zuständen dieses Landes und des Planeten zu erklären, keinerlei Abstriche machen wollen – und sich selbst und ihren Lebensstil Jüngeren dann noch als Vorbild empfehlen.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Da Sie uns ja kein Recht geben, müssen wir das eben in gewohnter Attitüde selbstgerecht tun. Schließlich können wir uns unter Flur ausruhen, wenn die Angehörigen der GenZ mit ihren Enkeln über die Zukunft streiten.
Gerade die Älteren haben Abstriche gemacht und sind so erzogen, immer noch welche zu machen. Kann es sein, dass die Jugend bisweilen keine Abstriche machen möchte? Die Älteren sind nicht allesamt Leute, die jedes Jahr mehrere Kreuzfahrten und Fernreisen machen, denen genügt oft ein Wanderurlaub im eigenen Land. Die glotzen auch nicht permanent ins Handy oder fahren mit E-Rollern durch die Gegend, und ehrlich gesagt empfinde ich meinen Lebensstil ohne E-Bike, alles zu Fuß oder Bio-Rad, auto nur wenn nötig in der ländlichen Gegend, Garderobe oft schon 20 Jahre alt (lach), kein unnötiger digitaler Schnickschnack, Eigeninitiative statt Dauerberieselung durch Events ….. schon als Vorbild, zumindest fürs Klima. Und die Jugend darf gerne anders leben, aber dann bitte uns nicht als Umweltsäue betiteln.
https://www.nau.ch/news/forschung/studie-zeigt-altere-menschen-verursachen-mehr-co2-emissionen-66617043?hl=de-DE
Nur weil es „solche und solche“ gibt, gibt es ja trotzdem „Durchschnitt“ und „Gesamt“.
Und da stehen eben Boomer auch nicht gerade „gut dar“. Sorry. Aber man braucht nicht so zu tun, als ob „alle“ hier Abstriche machen würden. Geben Statistiken und Zahlen einfach nicht her.
Generationenkonflikte gibt es halt. Und die Ebenen gibt es halt auch. Jeder hat so „seine Steinchen/Last“ zu tragen.
E-Roller vs. das „Mofa“ … Ich weiß ja nicht.
Der Hauptfaktor für CO2 ist „Geld“/“Eigentum“/“Besitz“. Und das haben die Boomer eben mehr. Relativ leicht verständlich …
Jetzt sind es E-Shooter – früher waren es „Mopets/Mofas“ etc. Oder der Röhrenfernseher. Oder die „intensiven“ Lampen …[manche haben ja noch welche …nicht nur die Garderobe ist oftmals 20+ Jahre alt.]
Damals hatte man eben „keine anderen Möglichkeiten“. Damals gab es jedoch auch die Technik nicht, die man nutzen hätte können. Ansonsten hätte man das relativ sicher gemacht. Klar.
Das sind halt immer die beiden Hauptseiten der Medaille.
Früher lebten weniger in „ganze Häuser“ im Alter … Die jetzigen Boomer halt schon zum nicht mal so geringen Anteil.
Die Gesellschaft wandelt sich halt.
Die Problembereiche auch oft mit.
Die soziale Schere ist enorm. Und die ist mitunter ausschlaggebend dafür, wie der Konsum auch mitunter besteht. Das Alter … Ist im Prinzip nur der Bezugsbereich für „den Peak and Kapital/Einkommen/Besitz“.
Das zeigt halt „die Masse“ und „Analysen“.
Keine Ahnung, warum man ständig hier auf „aber Oma Erna hat gar kein Haus und geht spazieren“ verweist. Die Masse ist offensichtlich halt dann nicht Oma Erna …
Sorry, da muss man „nüchtern“ betrachtet das einfach klar so sagen.
Falls Sie so leben und „ihre Umgebung“ [anekdotische Evidenz] glaube ich Ihnen das total. Das ja dann ein „Bias/Bubble/Blase“. Man sucht/findet und umgibt sich „mit seinesgleichen“. Das ein Phänomen, welches sehr logisch und recht gut nachgewiesen wird. Und dann sind Sie eben in der Bubble … Auch okay. „Die Masse“ werden Sie dann jedoch nie sehen/nie mitbekommen. Das nicht „ihre Bubble“. Das muss man mal verstehen finde ich. Gerade in Diskursen zu Generationenkonflikten. Die persönliche Lebenserfahrung ist absolut realistisch und valide für das eigene Umfeld – sie taugt jedoch nicht als Maßstab für gesamtgesellschaftliche und statistische Wahrheiten. Dazu hat und macht man ja Erhebungen und Statistiken und Auswertungen usw.
Jemand, der sich mit 20 Jahre „nur mit Veganern und Fahrrad“ als Bubble aufhält, der wird auch sagen: Wir sind alle so … Ihr seid die Schmutzfinken. Wir fahren alle Rad, Essen Bio-Vegan und fliegen nie in den Urlaub.
Aber auch das stimmt nicht. Die Masse ist halt anders, als die Bubble.
Was jedoch JEDER und JEDE machen kann … An die eigene Nase packen und schauen… Denn das kann man zum Teil beeinflussen nämlich. Und egal wie man sich entscheidet [„Umweltsünder“] oder [„Weltenretter“] … Zumindest im Gedanken … Dafür „muss“ man eben selbst mit leben können.
Und, in welchem Alter haben die „Häuslebauer“ der Boomergeneration ihren Immobilienbesitz erworben?
Warum soviel aus der Boomergeneration in viel zu großen Wohnungen bzw. Eigenheiten Wohnen, ist leicht erklärt. Das hat nix mit Egoismus zu tun. Das ist Folge des überhitzten Immobilienmarktes. Wer ist so blöd und tauscht den Altmietvertrag für die große Wohnung in gewohnter Umgebung gegen eine überteuerte Miete für eine kleinere, altersgerechte Wohnung.
Warum soll jemand im Erbschaftsfall die selbstgenutzte, abgezahlte Immobilie verlassen und den Wert der Immobilie versteuern und anschließend Grunderwerbssteuer und Notarkosten für den Erwerb einer kleineren Immobilie oder einer ETW zu zahlen.
Denn eins ist klar, blöd sind die Boomer nicht.
„Und, in welchem Alter haben die „Häuslebauer“ der Boomergeneration ihren Immobilienbesitz erworben?“
Also ein Großteil der Immobilien liegt in älteren Generationen als „den Boomern“.
Die Boomer konnten diese stellenweise erhalten (Erbe), weiter geben (Erbübersprung, Weitervererbung) und zusätzlich selbst Immobilien dazu holen.
Beispielsweise bei „niedrigen Zinsen“ und „guten Gehaltsalters“.
Also beides ist gegeben.
Der „Hauptbesitz“ kommt von „vor Boomer“ und wurde „noch mehr“ oftmals.
„Warum soviel aus der Boomergeneration in viel zu großen Wohnungen bzw. Eigenheiten Wohnen, ist leicht erklärt.“
Ja, ist auch leicht erklärtbar.
„Das hat nix mit Egoismus zu tun. “
Habe ich nie behauptet. Es ist teils-teils. Natürlich woll(t)en viele, dass es den Generationen danach besser geht. Daher sparte und baute man. Jedoch hat(te) man natürlich auch einen „Eigennutzen“. Insbesondere durch die steigenden Preise (Immobilien, Bebauung usw.) und den steigenden Mieten (oftmals zahlen viele 30-45% des Einkommens inzwischen an Miete).
Das spart(e) man sich dann im Prinzip. Zusätzlich konnten und können einige Vermieten.
Also hier gibt es keine „nur eine Seite“. Beides ist richtig. Der Grundgedanke war bei den wenigsten sicherlich Egoismus. Dem würde ich zustimmen.
Manche wollten das „für die Nachgeneration“ und manche sagten „nutzt mir – und alle danach“.
Jedoch komplett den Faktor „Eigenheim/Eigennutzen“ raus zunehmen ist eben auch nicht sonderlich „ehrlich/wahr“. Zumindest nicht als „Gesamtes“.
Und verstehen Sie mich nicht falsch … Das will ich gar nicht negativ bewerten. Das ist absolut verständlich. Ist doch klasse, wenn es eine Win-Win-Situation dadurch gibt. Wäre ja Quatsch, wenn man dies nicht macht, wenn man kann. Klar.
„Das ist Folge des überhitzten Immobilienmarktes. Wer ist so blöd und tauscht den Altmietvertrag für die große Wohnung in gewohnter Umgebung gegen eine überteuerte Miete für eine kleinere, altersgerechte Wohnung.“
Wird durchaus so gemacht. Aber eben zwecks anderen Gründen. Mitunter ist Altbau oftmals nicht sonderlich gebaut für Rollstühle usw. usf.
Dazu gibt es ja Plattenbauten/Massenbauten, welche auf Renten „basiert“ plant und wirkt. Also Fahrstuhl, Barrierefreiheit, Zuschüsse beim Bau, Zuschüsse bei Miete usw.
Das wird gemacht. Kann ich Ihnen sogar „aus erster Hand“ sagen …
Das ist auch gefragt und staatlich bezuschusst „ohne Ende“ (immer noch zu wenig … Aber rentabel gewesen).
Vieles ist „Eigennutze“ an Großflächen.
„Warum soll jemand im Erbschaftsfall die selbstgenutzte, abgezahlte Immobilie verlassen und den Wert der Immobilie versteuern und anschließend Grunderwerbssteuer und Notarkosten für den Erwerb einer kleineren Immobilie oder einer ETW zu zahlen.“
Wäre auch Quatsch. Klar.
Sind wir aber halt trotzdem wieder bei „Eigennutzung“. Also entweder man „spricht das ab“ oder man „bestätigt“ es halt … Das eine ist halt „ehrlicher“ und das andere „gut fürs Gewissen“. Klar nutzt man das selbst auch. Und dann gibt man es beim Ableben halt weiter. Win-Win. Und darum geht es mir an diesem Punkt.
Man tut oftmals so, als ob man das „nur wegen Kinder“ sich holt(e). Und das stimmt bei manchen. Und das ist oftmals ein Hauptfaktor. Aber dazu kommen dann noch weitere Faktoren.
Manche bebauten rein der Vermietung halber. Auch das ist gar nicht sooo selten.
Manche bebauten eben Zwecks Familiengründung [Eigennutze + Generationsübertragung].
Und manche bebauten, rein der Eigennutzung halber.
Alles „stimmt“.
Sieht man auch alles auf „dem Markt/Immobilienmarkt“.
Und auch hier … Keine „negative“ „Wertung“ von mir. Hat schon alles so seine Gründe und alles finde ich legitim/in Ordnung.
Nur finde ich es bisschen „unehrlich“, wenn das so da steht, als ob man sich sooo massivst aufopfern musste und man gar nichts davon hat und hatte. Das stimmt halt eben auch nicht so ganz … Die Eigennutzung ist (insb. im Nachhinein gesehen) doch ein Punkt, welcher auch den Boomer sehr zu gute kommt und kam.
Und das gönne ich „denen“ auch. Wäre ja komisch, wenn nicht … Ist doch schön.
Und die Problematik mit „Neubauten“ usw. kennen Sie ja sicherlich auch. Also warum das gerade ein massiv(st)es Problem für Jüngere ist? Sie scheinen sich ja etwas auszukennen und sich mit dem Markt zu beschäftigen … Ich auch.
Also braucht man doch nicht so zu tun, als ob es „die junge Generation“ aktuell so einfach hat auf dem Immobilienmarkt. Echt nicht … Sie profitieren von „vor-Boomern“ und „Boomern“. So oder so. Aber haben auch „als Aufbau“ oftmals gar keine Möglichkeit oder Chance, außer man will sich „lange“ verschulden.
Bausektor Subvention aktuell? Auf 35-50 Jahre kalkuliert bei der Aktuellen? Na danke. Also BayernLabo bspw.
KfW? Mit Tilgung 1-2% und Darlehen 4,2%? Gut … Kann man machen, wenn man sich 40 Jahre verschulden will und dann weiterhin Restschuld hat. Und hofft, dass die Zinsen nicht hoch gehen. Bei 5-7% werden viele hier „abwerfen“ (müssen). Toitoitoi in 10 Jahren, wer „darauf baut“ aktuell. Drücke ich die Daumen zumindest.
So ganz Ohne ist das aktuell nicht …
„Denn eins ist klar, blöd sind die Boomer nicht.“
Sagt doch auch keiner?
Die Möglichkeiten sind und waren andere. Das sagte ich.
Und die Probleme und Sorgen sind halt wie in allen Generationen „da“. Mal mehr und mal weniger. Mal Kollektiver und mal Individueller.
Und der Generationenkonflikt bleibt bestehen – wie jeher …
Muss man mit leben. Hilft ja nichts.
Gibt unterschiedliche Studien mit unterschiedlichen Ergebnissen.
CO2-Fussabdruck: Junge emittieren am meisten
Fliegen fällt beim ökologischen Fussabdruck stark ins Gewicht – Energie-Experten
Und laut TUI-Studie gaben auch in DE 41% der u25 an bei Urlaubsreisen Langstrecke zu fliegen, 27,7% Mittelstrecke, der Rest andere Verkehrsmittel oder keine Reise. Bei ü55 waren es nur 32,9% und 11,7%.
Auch die Häufigkeit von Urlaubsreisen pro Jahr war laut travel-trends-Studie bei Gen-Z deutlich höher.
Travel-Trends-Studie
Der Vergleich hinkt – wenn schon vergleichen, dann die Reisetätigkeit der Generationen in jungen Jahren. Dass es bei Pflegebedürftigen nicht mehr so weit geht, dürfte in der Natur der Sache liegen.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Ich denke, um die Pflegebedürftigen geht es in dieser Diskussion nicht, außerdem sind sie die absoluten Loser in unserer Gesellschaft, nur noch ein Kostenfaktor, egal was sie vorher geleistet haben. Fragen Sie mal, wer don der jungen Generation bereit ist, die Eltern zu pflegen?
Das stimmt. Widersprach ich ja nie.
Bei Kreuzfahrten ist der Trend auch „beidseitig“ soweit ich weiß.
Längere Kreuzfahrten Trending bei Älteren.
Kreuzfahrten generell Trending bei „gutes Gehalt“. Durchaus „Jüngere“ auch stark im Trend.
Schaut man sich den „Gesamt-CO2-Abdruck“ jedoch an … Sind es halt die Boomer+. Einfach, weil potentiell die höchsten CO2 Herde durch „Vermögen/Besitz/Geld/Gehalt“ als „Überschneidung“ stattfinden. Und diese haben halt „am meisten“ [logischerweise].
Mal keine Wertung direkt.
Eine Wertung wäre: Die geben ihr Vermögen nicht sinnvoll und steuermildernd auf 10-Jahres-Raten weiter, obwohl sie sagen, dass das „für die Generationen danach“ ist.
Und auch das ist halt an manchen Stellen die Realität … Doof dann nur, wenn man trotzdem drauf beharrt.
Bestandaufnahme: Vermögen ist dort, manche geben es „geschickt“ weiter. Manche nicht.
Und so ehrlich kann man sich doch machen?
Letztendlich muss man ja sowieso auf „sich selbst“ schauen dabei. Für andere entscheidet man eher selten diesbezüglich …
Ja, genau. Auch wenn es dem vorherrschenden Narrativ widerspricht:
Die Boomer haben dazu beigetragen, dass die Demokratie in der Bundesrepublik Deutschland weiterhin Bestand hatte und noch gestärkter wurde.
Die Boomer haben ihren Anteil geleistet, die Wirtschaft durch schwierige Zeiten zu bringen. Kann man wissen, wenn man wissen wollte, was es schon für Abgesänge auf die deutsche Wirtschaft ab der zweiten Hälfte der 1970er Jahre gab.
Die Boomer haben ihren Anteil geleistet, um die deutsche Einheit letztlich trotz aller Unkenrufe zum Erfolg zu bringen.
Die Boomer haben maßgeblich zum Entstehen der Umweltbewegung beigetragen.
Die Boomer haben ganz nebenbei auch noch Wehrdienst geleistet.
Kurz: Die Boomer haben die Übernahme des Staffelstabs ganz ordentlich hinbekommen und ihn gut weitergetragen.
Mal abwarten, was die Gen Z so alles geregelt bekommt.
Dann gerne die Rahmenbedingungen dazu nennen: Friedensdividende, politische Stabilität, eine (zumindest im Westen) ausgebaute Infrastruktur, billige fossile Energie, eine günstige Demografie und eine vom Globalismus extrem profitierende Exportwirtschaft.
Alles weg, alles verfrühstückt – Pech, liebe Gen Z.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Hart erkämpft. Warum saßen Boomer in Mutlangen oder standen in Bonn auf der Wiese?
Und dann hätten wir noch Gorleben, Brokdorf, Wackersdorf, Kalkar, Startbahn West.
Von den besonderen Umständen des „heißen Herbstes“ einmal abgesehen.
Die großen Arbeitskampf im Pott einmal aussen vor gelassen.
Nee, uns ging’s richtig gut und Zukunftssorgen waren uns absolut fremd.
„The day after“ von 1983 verwies auch auf eine eher unidyllische Zukunft.
Eine Entwicklung, die mit der Merkel Regierung begann, die Politik des Aussitzens, Wegschauens, Relativierens, und die Erpressbarkeit ausgehend von Staatsoberhäuptern, denen man vertraut hat. Friede, Freude, Eierkuchen auf Kosten der Zukunft. Aber die Boomer sind natürlich schuld.
Und ja, jede Generation hat ihre Herausforderungen, auch GenZ. Die haben die digitalen Möglichkeiten, die wir nicht hatten und die angeblich so toll sind.
Wer hat denn Merkel gewählt? Das waren sicher nicht die jungen Leute.
Ich habe auf die Behauptung geantwortet „alles weg, alles verfrühstückt“ und nicht darauf, wer wohl schuld ist an Merkels Wahl. Sie wissen doch genau, wie das zustande kam. Ich und ich denke die meisten Boomer haben die Merkel nciht gewählt, ich war von anfang an skeptisch, hatte aber in Bayern eine Alternative zur CDU, nachdem ich fast 40 Jahre SPD gewählt hatte und entsetzt war, was aus dieser Partei geworden ist. Die Medien haben Merkel nochgepusht, ich verstehe bis heute nciht, warum, denn sie hat sich nur auf den Errungenschaften der Vorgänger ausgeruht und den Frieden über den Geldbeutel geregelt.
Keiner war es … Komisch. Was sagen denn Wahlalter-Statistiken dazu?
Hm … Autsch.
Ed840 verlinkte sie ja.
„Zum Beispiel bei der Bundestagswahl 2017 lag die Union auch bei den den U25-Wählern vorne.“
Was richtig ist, jedoch nicht erwähnt, dass die Stimmen der „Älteren“ fast doppelt so hoch prozentual waren … Schon ein Unterschied. Kann man dann schon dazu schreiben. Und das berücksichtigt meines Wissens nach noch gar nicht die absoluten Zahlen. Die „stecken“ das ja nochmal …
Also doch … Das das waren ganz schön viele „Ältere“. Nicht die meisten der 75+ Jährigen, aber 45% ist doch relativ nah dran zumindest …
Das bisschen wie bei noch älteren Zeiten … Alle Widerstandskämpfer gewesen. Zumindest im eigenen Umfeld. Klar.
Stimmt in Bezug auf ihre Partei nicht so ganz.
Zum Beispiel bei der Bundestagswahl 2017 lag die Union auch bei den den U25-Wählern vorne.
Bundestagswahl 2017
Scheiße auch, es waren die Boomer die China wirtschaftlich stark gemacht haben. Kompletter Irrsinn, „Wandel durch Handel“.
… Und nicht die Herausforderungen vergessen kalter Krieg, Zeichensterben, Strukturwandel, Wiedervereinigung und Aufbau Ost, 180 Tote in den Baseballschlägerjahren durch Neonazis, erster Krieg in Europa nach dem 2. WK in Jugoslawien (Friedensdividende my Ass), ein selektives Bildungssystem ohne Kenntnisse von Worten wie Mobbing. Apropos marode Schulen: raten sie mal, wer sich an die Wand lehnte und bei wem die Mauer dann nachgab, so dass ein riesenlich im Klassenzimmer war? 90er, da hatten wir so richtig tolle Bedingungen… Jaja. Auf einen (!) kaufmännischen Ausbildungsplatz gab es teils 100 Bewerber. Gut, das wir das alles so leicht hatten. Und uns um nichts gekümmert haben. Wir als Generation X haben einfach ne Riesenlast gehabt, und ja, haben Weg gearbeitet, was da im Weg lag, und da war zuvorderst als Problem Gewalt in Partnerschaft und Erziehung (man bedenke, dass das seit 98 erst verboten ist, Fritze Merz war übrigens seinerzeit FÜR Gewalt in Partnerschaft und Erziehung), mörderische Neonazis (ausgenommen NSU, und ja, da haben wir die Demokratie verteidigt), riesige Umweltsauereien und und und. Wir haben nicht alles weggeschafft, und ganz ehrlich, nun sind die Generationen nach uns dran. Wir haben da unser Bestes getan. Ich bin da auch wirklich für, dass die folgenden Generationen nun das Kommando übernehmen. Aber dann müssen die das auch tun. Und zwar nicht selektiv, sondern mit allen Herausforderungen. Jede Generation hat die bisher gehabt. Da hilft auch kein Jammern. Auch was die Bildung angeht. Es gibt mittlerweile eine stärkere Fokussierung auf die Wissensvermittlung, und das ist auch gut so. Viele Experimente nach dem Pisa-Schock haben zu eher einer Verschlechterung der Allgemeinbildung geführt. Es wird über Gebäude, Technik, Toiletten diskutiert, nicht über die Unterrichtsinhalte und deren Vermittlung. Das gehört aber in den Fokus, denn bestimmte Grundkenntnisse scheinen auch zum Beispiel meinen Praktikanten zu fehlen: Kopfrechnen, Rechtschreibung, Bildung von logischen Zusammenhängen, historisches Faktenwissen.
„Wir haben nicht alles weggeschafft, und ganz ehrlich, nun sind die Generationen nach uns dran.“
Genau nicht. Es sind alle Generationen (die Allerjüngsten mal ausgenommen) dran – ihren Kräften entsprechend. Die großen Probleme, ob Klimawandel, marode Infrastruktur oder Krieg in Europa, betreffen alle. Und die – wenigen – Jungen werden es allein nicht schaffen, sie zu bewältigen, wenn die Alten sich zurücklehnen. Gerne hier nachlesen: https://www.news4teachers.de/2025/08/leben-die-alten-auf-kosten-der-jungen-debatte-um-soziales-pflichtjahr-fuer-senioren-in-schulen-kocht-hoch/
Wir haben Kinder großgezogen bzw. sind dabei, Kinder großzuziehen – nicht, um sie in einem Scherbenhaufen sitzen zu lassen.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Gefühlt geht es in den Forderungskatalogen der Gen Z nicht um das gemeinsame Bewältigen aktueller Probleme, sondern um die Aufforderung, dass die Alten das gefälligst für die Jungen erledigen sollen.
Der gemeinsame Nenner wäre – polemisch ausgedrückt – das Handy und Demoplakat wegzulegen und stattdessen ebenfalls einen Besen in die Hand zu nehmen, um den „Scherbenhaufen“ zu beseitigen. Aber jede Aufforderung dieser Art wird heute als Eingriff in die persönliche Freiheit aufgefasst.
Ja, dran sind wir alle.
Schräg finde ich allerdings die Forderung nach einem Senior*innen-Pflichtjahr. Sehr viele Rentner*innen kümmern sich um ältere Angehörige bzw. pflegen diese. 96% der über 65 Jährigen leben nicht in Senior*innen-Einrichtungen. Und selbst viele von diejenigen, die dort leben, werden von Angehörigen mitversorgt.
Das wird leider immer gern vergessen von sehr vielen Jüngeren. Motto: „Um Oma und Opa kümmern sich Mama und Papa.“
Vor allem haben genau diese Senioren ihr „Pflichtjahr“ im Rahmen von Wehr- oder Zivildienst bereits abgeleistet.
Nachtrag: Außerdem beschweren sich viele junge Menschen über zu wenig praktische Berufsorientierung. So ein Pflichtjahr wäre ja wie ein Langzeitpraktikum, in dem man wertvolle Erfahrungen sammeln könnte.
Offensichtlich ist das noch nicht angekommen. Schade!
Das Argument gilt jedoch für „alle Seiten“. Oder nicht? Warum?
„…bestimmte Grundkenntnisse scheinen auch zum Beispiel meinen Praktikanten zu fehlen…“
Das heißt aber nicht, dass die Jüngeren dümmer sind – sie zeigen nur andere Leistungen:
„Ein zentraler Faktor ist die digitale Reizumwelt. Sie erzeugt schnelle, hochfrequente Stimuli, die Verhalten und Wahrnehmung prägen. Es entsteht ein Mensch, der auf Reizwechsel, Multitasking, nonlineare Verarbeitung und permanente Interaktion ausgerichtet ist.“
„Welche Menschen erzeugt unsere Epoche? Die Antwort: keinen weniger klugen, aber einen anders konditionierten Menschen. Einen, der Informationen anders verarbeitet, bestimmte Denkprozesse auslagert und andere Stärken entwickelt, zugleich aber häufiger Probleme mit Tiefe, Geduld, Frustrationstoleranz und linearer Anstrengung hat.“
Gen Z ist nicht dumm: Sozialforscher erklärt tiefgreifenden Wandel – FOCUS online
Also, nicht immer nur das Negative sehen. Das hat doch sicher auch positive Effekte. Die Zukunft wird es zeigen! 🙂
Kann mir bitte jemand erklären, was mit „bestimmte Denkprozesse auslagern“ gemeint ist. Heisst das man lässt in Zukunft andere oder die KI denken?
Ach ja, ich wüsste gern auch, welche „andere Stärken“ sich entwickeln. Das klingt alles ziemlich vage, mMn.nach.
Entwickeln KÖNNEN. Und bei „richtiger/sinnvoller Anwendung/Training“ SICH entwickeln.
Bspw. Informationsfilterung/schnelle Filtering und Zugriff, Vernetzung der Themen, Non-Lineares Denken, Kollaboration durch Medien, Problemlösekompetenz, Kreative Kuration, …
Eben durchaus Bereiche, wo „Ältere“ oftmals „eher Mangelkenntnisse“ aufweisen.
Also nicht alle natürlich. Aber wie viele „Mid-Ager“ kommen mit Digitalisierung klar? Und wie viele „Boomer“ und noch Ältere (85+ bspw.)?
Dann wird das oft recht klar und schnell ersichtlich …
Normalerweise „muss“ ich keine jungen Lehrkräfte erklären, wie man ein Smartboard überhaupt anschaltet. Das bleibt meistens bei den „kurz vor Rente“ KuK … Und „was dahinter steckt“ sowieso … Wer „sowas“ nicht an bekommt … Hat normalerweise auch nicht sonderlich viel „Erfahrung“ damit.
Wichtig ist hierbei: Es handelt sich um Potentiale! Das muss man dann ggf. schon lenken. Wer nur „rumswiped“ … Lernt das nicht. Und das muss man als Trend einfach bewusst sich sein … Manche wachsen mit Medien usw. auf, verstehen sie jedoch nicht und können sie nur „beschränkt“ einsetzen. Also auch hier besteht die Gefahr des „Potentialverlusts“ durch „falsche“ Anwendung.
Wer einen Stadtplan/Straßenplan nicht lesen kann … Dem bringt er erstmal wenig. Er ist da … Aber nicht sinnvoll nutzbar.
Und so ist es halt auch mit Medien usw.
Das vergessen leider einige … Und denken, dass man „das kann“, weil man „es hat“.
Nein, das hat mit „denken lassen“ erstmal nicht direkt zu tun.
In der Medienpädagogik und Bildungsebene/Kognitionswissenschaft sprechen „wir“ da eher von sowas wie:
Früher musste man Telefonnummern auswendig lernen oder Wegbeschreibungen auswendig lernen. Oder Vokabeln lernen.
Durch „Denkprozesse auslagern“ ist gemeint, dass man dies nicht mehr machen muss, sondern es dafür eine andere Ebene/Technik/Zugang gibt. Eben bspw. Navi, Internet, Handy(Telefonnummern speichern).
Also das Wissen ist nur begrenzt sinnvoll und nutzbar.
Das führt jedoch dazu, dass eben die lineare Anstrengung und Gelduld usw. dann „leiden kann“/“vernachlässigt wird“.
Beispielsweise hat der Bereich „Vokabeln lernen“ nicht nur mit „Sprache“ an und für sich zu tun, sondern halt eben auch mit „Kultur“, „Systematik“, „Geduld“ (Lernen), „Schritt für Schritt Aufbau von linearen Wissen“ usw.
Und wenn man dies nicht mehr abdeckt, dann „fehlt es“. Das kann man dann ggf. auslagern und in andere „Lernfelder“ einpflegen. Bspw. kann man statt „Vokabeln Lernen“ für Geduld auch „Instrument Lernen“ heranziehen. Hier ebenfalls die lineare Anstrengung aufbauen.
Man sollte eben nicht „die KI“ für jemanden denken lassen – das ist eine Gefahr des Selbst. Aber man kann sie eben so anwenden, dass sie als Hilfsmittel dienlich ist.
Wie halt „Notizzettel“ hilfreich für manche zum Einkauf sind … Ansonsten kaufen sie Schrott oder müssen öfter losziehen.
Kann man auch „alles auswendig lernen“ also die Einkäufe … Nur: Wozu?
Danke, für Ihre interessanten Antworten. Mir ist schon klar, dass sich die Menschheit immer weiter entwickelt und auch die geistigen und körperlichen Fähigkeiten der Veränderung unterworfen sind. Ansonsten würden wir heute noch auf den Bäumen hausen. 🙂
Allerdings bin ich mir nicht so sicher, ob wir nicht so einige wichtige Fähigkeiten „verlieren“. Auch das lineare Denken hat ja so seine Berechtigung. Und welches Kind lernt heute noch ein Instrument oder eine handwerkliche, sportliche … Fähigkeit, die viel Geduld, Ausdauer und Übung erfordert?
Wie viele Wiederholungen werden benötigt, um eine Fertigkeit zu bilden? – IMB-Institut
Lineares und nichtlineares Denken: Logik vs. Kreativität – OfficeVibeHub
.Lineareszyklisches Denken.
Ein weiterer Punkt, der im Artikel angesprochen wird, ist die verbesserte Multitasking-Fähigkeit. Auch da habe ich so meine Zweifel.
Multitasking: Auswirkungen auf das Gehirn
Aber, wie ich oben schon schrieb: Die Zukunft wird es zeigen.
Mein Psychologie- und Neurologie-Wissen ist wohl schon ziemlich veraltet und ich beobachte bei jüngeren Menschen häufiger Probleme mit Tiefe, Geduld, Frustrationstoleranz und linearer Anstrengung, sowie die Sucht nach hochfrequenten Stimuli, die Verhalten und Wahrnehmung beeinflussen. Menschen, die auf Reizwechsel und permanente Interaktion ausgerichtet sind. Das ist sicher nur anekdotische Evidenz oder meinem Alter geschuldet. Mit den digitalen Medien komme ich zwar (noch ?) so einigermaßen klar, aber mit so manchem „neumodischen Kram“ fremdle ich zugegebenermaßen und manchem verweigere ich mich auch (aus verschiedenen Gründen). 🙂
Frieden? Ja, die Angst, dass einer den roten Knopf drückt, wobei ich nicht wusste, wer schlimmer war: Reagan oder Breschnew?
Und erinnert sich noch einer an Waldsterben und sauren Regen?
Politische Stabilität: Ging unter anderen mit Berufsverboten mit ein.
Ausgebaute Infrastruktur: Ja. Außer auf dem Land. Die Schulwege waren schon lang. Nicht mal jeder hatte Telefon.
Günstige Demographie: “ Ihr seid zu viele! Lehrstellen und Studienplätze gibt es nicht“
Exportwirtschaft: Die DM. Die war als starke Währung eher exportfeindlich. Da könnte man nur mit Qualität und Innovation Made in Germany überzeugen.
Billige fossile Energie: Energiekrise? Autofreie Sonntage?
Das Dilemma ging schon sehr früh los.
Überraschend finde ich die Ausbildungskrise nicht. Schulen kamen die letzten Jahre immer mehr davon weg, schlechte Leistungen auch als schlechte Leistungen zu bewerten. Entsprechend sind die Noten im Zeugnis oft nicht mehr aussagekräftig für die Betriebe. Vor allem große Unternehmen sieben in ihren Einstellungstests rigoros aus, da sie sich auf die Zeugnisse nicht mehr verlassen können; Lehrkräfte bescheinigen gute Leistungen und Fähigkeiten, die aber im Ausbildungsalltag nicht sichtbar werden. Wenn jemand eine Zwei in Mathe hat, dann jedoch einfache Grundrechenarten nicht beherrscht, dann ist was faul.
Die offeneren Lernformen sorgen ebenfalls dafür, dass sich die Niveauspirale weiter nach unten neigt. Die Betriebe bekommen also Auszubildende, die im eigenen Tempo je nach Lust und Laune an individuellen Aufgaben arbeiteten, Gelingensnachweise nach eigenem Gusto schrieben, mit Hausschuhen durchs Lernatelier wandelten, jedes individuelle Bedürfnis sofort äußerten und im besten Falle erfüllt bekamen und den zweistündigen Powernap am Morgen im Snoozleraum verbrachten. Jetzt, zack, soll im Betrieb aber rangeklotzt werden – ohne Chillout-Ecke, mit klaren Ansagen der Ausbildungsleiter, mit Termindruck bei Kunden und dem Anspruch, immer gute Arbeit abzuliefern. Zwei Welten prallen hier aufeinander, die nicht (mehr) zueinander passen.
„Die offeneren Lernformen sorgen ebenfalls dafür, dass sich die Niveauspirale weiter nach unten neigt.“
Die ewige Leier der Fraktion „Früher war alles besser“.
Migrantenkinder ohne Sprachförderung? Ein Jahrzehnt Lehrkräftemangel? Ein Jahrzehnt Kita-Fachkräftemangel? Inklusion ohne Ressourcen? Ganztag ohne Qualitätsstandards? Corona-Jahre ohne regelmäßigen Schulbesuch? Digitalisierung ohne Grenzen? Alles unerheblich – schuld sind natürlich die, die versuchen, für ihre Schülerinnen und Schüler eine bestmögliche Förderung hinzubekommen. Kann gar nicht anders sein. (Spaß.)
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Nirgends sprach ich davon, Schüler nicht zu fördern. Dass aber jeder, der etwas lernen möchte, eine gewisse Bringschuld hat, untergraben Sie mal wieder. Früher waren zumindest die Fähigkeiten der Schulabgänger besser, die Leseleistungen waren besser, die Anstrengungsbereitschaft höher, die Fehlzeiten geringer.
Die von Ihnen angesprochenen Fragen möchte man mit einer neuen Art von Schule beantworten, die mehr einem Therapiezentrum als einer Bildungseinrichtung gleichen soll. Damit mag man die Kinder und Jugendlichen durch die Schulzeit bringen, nur wie Sie selbst sehen, sind diese dann für den Ausbildungsmarkt mit seinen Anforderungen in einer immer globalisierteren Welt mit einem enormen wirtschaftlichen Konkurrenzdruck aus dem Ausland nicht mehr geeignet.
„Dass aber jeder, der etwas lernen möchte, eine gewisse Bringschuld hat, untergraben Sie mal wieder.“
Wie üblich von Ihnen: Sanktionen, Bringschuld, Druck – und irgendwann mal dann ein bisschen Förderung auf Nachfrage.
„Früher waren zumindest die Fähigkeiten der Schulabgänger besser“ – stimmt schlicht nicht. Gejammert wird seit Jahrzehnten, eigentlich seit Jahrtausenden: „Kritik an der Leistungsfähigkeit der Jugend hat eine lange Tradition: Schriftlich lässt sie sich bis in die Zeit der Sumerer zurückverfolgen.“ Gerne hier nachlesen (Buch von 2012, bezeichnenderweise immer noch aktuell): https://www.boeckler.de/de/boeckler-impuls-klischee-mangelnde-ausbildungsreife-8158.htm
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Früher war alles besser, vor allem die Kritik an der Leistungsfähigkeit der Jugend.
„Dass aber jeder, der etwas lernen möchte, eine gewisse Bringschuld hat, untergraben Sie mal wieder.“ (Rüdiger Vehrenkamp)
Ich bin ja selten mit Rüdiger Vehrenkamp einer Meinung!
…nur scheint vieles in unseren Schulen – ohne „Sanktionen, Bringschuld, Druck“ – nur eingeschränkt zu funktionieren…Warum wohl?
Und da kann die „Redaktion“ noch so sehr anderer Meinung sein!
Jede KuK kann den SuS (fast) alles beibringen – nur eines nicht: WOLLEN!
Und das komplette „Chill – mal“ – Paket, das aus – Motivation ohne Ende – für „das WOLLEN“ zu bestehen scheint, ändert bei (leider zu) vielen Jugendlichen nichts!
Wie schreibt „Katze“:
Nun ja, wenn Lesen, Schreiben und Rechnen immer häufiger zum Nebenschauplatz zwischen Wohlfühlpädagogik, Resilienztraining und der Debatte um Chill-Räume an Schulen werden,(…) …sieht inzwischen jeder zweite Betrieb gravierende Defizite bei den Grundkompetenzen von Bewerbern.
Im Übrigen erledigen auch die meisten Erwachsenen ihr Alltagsgeschäft
( zB Beruf, Haushalt, Kindererziehung) nicht ohne „Sanktionen (kann auch passieren), Bringschuld, Druck“!
Wann sollen die Ausbildungssuchenden lernen, dass das Leben kein Ponyhof sein wird? Wenn sie alt und grau sind?
„„Früher waren zumindest die Fähigkeiten der Schulabgänger besser“ – stimmt schlicht nicht.
So? Warum beklagen dann Universitäten und Firmen unisono immer schlechtere Skills von Schulabgängern? Wieso werden die Pisa-Ergebnisse immer schlechter? Weil die Förderung immer schlechter wird? Oder weil jeder erwartet, dass andere Menschen für einen die Probleme lösen? Vor 30 Jahren gab es all die heute bekannten Fördermaßen gar nicht, dennoch waren wir sicherer in Rechtschreibung und den Grundrechenarten, als die Kids heute. Vergleichen Sie einfach mal ein Matheheft einer 7. Klasse von heute mit einem Matheheft einer 7. Klasse der 80er oder 90er Jahre. Sie werden ganz eklatante Unterschiede bemerken.
Dass die Alten über die Jungen schimpfen, klar, das ist ein alter Hut. Die Gen Z, die aktuell mit ihren Forderungen durch die Städte zieht, zeigt jedoch in der Tat weniger Leistungen als die Generationen vor ihnen. Gerne hier nachlesen:
https://www.focus.de/familie/gen-z-ist-nicht-dumm-sozialforscher-erklaert-tiefgreifenden-wandel_a70299cf-06de-4d42-876d-003b1992d079.html
Sie zeigen weniger Leistungen, die Erwachsene von ihnen erwarten – dafür andere (wie Sie dem von Ihnen verlinkten Artikel entnehmen können).
Und wahrscheinlich tun sie, zumindest in Teilen, auch gut daran. Denn ihre Welt ist eine fundamental andere.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Dann bekommen sie auch weniger Leistungen als sie selbst erwarten. Content zu createn bringt keinen Mehrwert.
So einfach ist das.
Und „daran gut zu tun“, sich also schmollend oder demonstrierend in die Ecke zu begeben, ebenso nicht. Sie werden lernen, dass sie leisten müssen, um zu fordern- oder Boomer haben, die das bereits taten und die sie beerben können.
Streichen Sie das Wort „Erwachsene“ und ersetzen Sie es durch „Ausbildungsbetriebe“, die für ihre Investition in die Ausbildung Soft Skills wie gutes Benehmen, Pünktlichkeit und Durchhaltevermögen völlig zurecht erwarten. Außerdem sollten die Azubis nach 10+ Jahren Schule doch zu gewissen Dingen in der Lage sein (Textverständnis, Grammatik/Satzbau, Grundrechenarten, Dreisatz, Aufbau einer Demokratie etc.). All das ist nicht mehr der Fall.
Zusätzlich werden diese Betriebe inzwischen als „Ausbeuter“ geframed und wer einen simplen 9-to-5-Job hat, gilt nach den Aussagen einiger Influencer auf den sozialen Medien ohnehin als „uncool“. Die soziale Grundsicherung gilt bei einigen Abgängern daher als lohnenswerte Alternative. Warum soll man sich denn für einen Betrieb krummbuckeln? Warum sollte man für sein Land einen Wehr- oder Ersatzdienst ableisten?
Sie haben recht, die Welt ist eine fundamental andere – sie ist vor allem viel egoistischer geworden, wo die Bedürfnisse des Einzelnen höher wiegen als die der Gemeinschaft. Immer mehr Jugendliche verlernen das Aushalten, das Warten, sie kennen es von den sozialen Medien, dass sich Dinge sofort ändern müssen, sobald Langeweile auftritt – dort klappts mit einem Wisch nach oben. So funktioniert die Realität aber nicht.
„Sie ist vor allem viel egoistischer geworden, wo die Bedürfnisse des Einzelnen höher wiegen als die der Gemeinschaft.“
Das macht wer wohl den Jungen vor?
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Wir – weil wir sie pampern und ihre Bedürfnisse sofort befriedigen. Dinge wie Fleiß, Anstrengung, Leistungsbereitschaft und Disziplin wurden die letzten Jahre mehr und mehr negativ ausgelegt. Schule soll nur noch Spaß machen… Sie haben recht, diesen Schuh muss meine Generation sich wahrlich anziehen.
Gibt’s irgendwas Gutes an der Brut?
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Sie dient hier einigen als Frustventil und Sündenbock.
Das Nest, dass die Alten gebaut haben.
(Pssst, ein s beim „dass“ reicht hier dicke )
Die „ganz Alten“ [85+ Jährigen und Verstorbene] meinen Sie aber?
Dort kommt das Hauptvermögen nämlich her.
Ich halte die Argumente der Betriebe teilweise für Ausreden. Sie wollen nicht ausbilden. Und wenn, sollen die Auszubildenden genau so sein, wie sie sich das vorstellen. Gemäß dem Witz : “ In Ihrer Anzeige steht doch m- w- d? “ “ Ja, das heißt männlich, weiß, deutsch“
Es gibt sehr viele junge Leute, die viel arbeiten, die Zuhause helfen müssen, die gar nicht dieses Leben führen, wie in Social Media dargestellt. Aber wie sagte mein erster, weiser Rektor: “ Ein Steinewerfer ist natürlich interessanter als zehn junge Leute bei der freiwilligen Feuerwehr“:
Ein Grund dafür könnte die z. T. übertriebene Forderung nach Individualismus sein? Wer immer mit all seinen Befindlichkeiten im Mittelpunkt steht, verliert schnell den Blich für die anderen. Nur so ein Gedanke von mir.
Egoismus in einer individualistischen Gesellschaft – Gedankenwelt
Die Peergroup
Die grösste Utopie im an Utopien beileibe nicht armen Bereich „Pädagogik“ ist die, das (echtes, zivilisationsrelevantes) Lernen mit „Spaß“ und ohne Anstrengung gehen könnte.
„Abba Kindaaaahh lernen doch auch spiiiieeeelerisch!“.
Damit ist es wie mit „Abnehmen und weiter essen wie immer!“ oder „Muskelaufbau ohne Schwitzen!“ – es geht entweder gar nicht oder (mit deftigen chemischen Helferlein) um den Preis massiver, gefährlicher Spätfolgen.
Vergessen Sie es – die „wahren Gläubigen“ kann man nicht überzeugen.
Bevor nicht (siehe oben: Spätfolgen) wirklich jedes komplexe Produkt/Dienstleistung aus USA, China, Asien kommt (und alles mit harter, schmutziger Arbeit auch) und damit der Wohlstand weg ist…sind solche Leute nicht zu überzeugen. Vergebliche Liebesmühe – es muss erst scheppern.
…oder die bessere Alternative: man nimmt denen den Einfluss und setzt dann alles entgegen ihren Willen durch. Anders hatten die das ja auch nicht gemacht.
Die ewige Leier gegen die Argumente früherer Erfahrungen. Kann man vielleicht mal, was gut gelaufen ist (nein, „früher“ lief nicht alles gut). anerkennen und für die jetzigen Zeit in Teilen als Denkanstoß nehmen?
Was ist denn gut gelaufen (wenn man sich Deutschland aktuell so anschaut)?
Aber bitte Fakten, nicht dauernd unbelegte Behauptungen.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Dass die Treibhausgasemissionen im Vergleich zu 1990 um 48,2% gesunken sind,
Klimaziele bis 2030 erreichbar | Umweltbundesamt
die Jugendarbeitslosigkeit im EU-Vergleich besonders niedrig ist
Infografik: Große Unterschiede bei Jugendarbeitslosigkeit in Europa | Statista
die Studienanfängerquote von unter 20% im Jahr 1985 auf 58,3% in 2024 gestiegen ist
f_web.pdf
Studienanfängerquote – Statistisches Bundesamt
usw. usw.
Dass in DE besonders viel kW-Leistung EE pro Einwohner installiert ist ?
Erneuerbare Energien: Wo steht Deutschland im europäischen Vergleich? | mdr.de
Dass man z.B. in einem Land lebt, in dem man sich über alles beschweren, alles kritisieren, alles schlechtreden, alles beserwissen darf und trotzdem alle (auch materielle) Vorzüge genießen darf.
Brauchen Sie dafür Belege?
Stimmt, in der Vergangenheit war alles in Wirklichkeit viel schlechter. In Deutschland ist noch nie irgendwas gut gelaufen. Das behaupten nur irgendwelchen Leute, meist ältere, die sowieso keine Ahnung haben und nur anekdotenhafte Erinnerungen vorbringen, so dass man sie nicht ernst zu nehmen braucht bzw. zurecht beschimpfen darf.
Und der Beweis dafür ist, dass ja schon die Sumerer über ihre Jugend gejammert haben.//
Fakten sind schwierig, wenn man daraus Güte ableiten will.
Zahlen bedürfen immer der genauen der Einordnung. Und die Einordnung darf nicht von Einzelnen mit bestimmter Agenda, sondern muss von Vertreter*innen verschiedener Ausrichtungen (damit sind explizit keine Vertreter*innen kommerzieller Anbieter gemeint!) erfolgen, damit ein einigermaßen ausgewogenes Bild entstehen kann.
Der Rückgang der Geburtenzahlen, die Einkünfte von Vermietern durch Verknappung des Wohnungsmarktes, die Entwicklung des Rentenniveaus, dass vielen Älteren frische Luft beim Flaschensammeln ermöglicht, steigende Lebensmittelpreise, die zu geringerer Abnutzung der Gebisse führen etc.
Wer nix zu kauen hat, braucht auch keine neue Prothese – womit die Krankheitskosten reduziert werden. Und da Erdbestattungen für die meisten unerschwinglich sind, wird der Platzbedarf für Friedhöfe bei der Flächennutzung signifikant kleiner.
Also alles läuft prima anno Merz – leider bergrunter und rückwärts, aber aus ökologischen Gründen und wegen der Spritpreise zufuß:)
Deutschland ist viiiiiieeeel bunter geworden.
Man kann sich jetzt selbst aussuchen, ob man Männlein, Weiblein oder irgendwas dazwischen sein will.
Und sprachlich sind wir viiiiieeeel sensibler geworden.
Keiner sagt mehr Z…….schnitzel, ohne rot zu werden.
… und Homosexualität steht nicht mehr unter Strafe und Frauen müssen nicht mehr ihre Ehemänner fragen, ob sie arbeiten gehen dürfen. Und man darf sogar schwachsinnige Posts anonym absetzen, ohne Angst vor Stasi oder Gestapo haben zu müssen.
Nennt man Fortschritt.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Zweistündigen Powernap am Morgen im Snoozleraum, mit Hausschuhen durchs Lernatelier zur Chillout-Ecke wandeln. Super! Das Leben kann so schön sein. Das alles entgeht mir und meinen KuK an unserem Gymnasium (zum Glück) noch.
Zwinker- und Abwinkersmiley!
Wir haben schon Klassen mit Chillout-Ecke…
Warten Sie ab, das kommt auch noch bei Ihnen an!
Und wie vertreibt man als lehrkraft die Kids am besten aus dieser Ecke? Deshalb die Stichwaffen, die Lehrkräfte mit sich führen?
Stichwaffen nur für die, bei denen oben kein Licht brennt – trotz der 1000 Watt im Arm.
Keine Lehrkraft ist so doof, ohne halbautomatische Pistole zu einer Messerstecherei zu gehen
Erstaunlicher Beitrag von einer Lehrkraft bzw. der Zweck heiligt auch hier nicht die Mittel.
Wo doch alle wissen, dass Entspannung in einer(!) Ecke nur das Allerschlimmste vermuten lässt.
…
Bei ner durchgeladenen Schusdwaffe ist mit dem Finget am Abzugshahn Entspannung nicht angebracht.
Rambo auf 4tea spielen ist sicher passender.
„Schulen kamen die letzten Jahre immer mehr davon weg, schlechte Leistungen auch als schlechte Leistungen zu bewerten. Entsprechend sind die Noten im Zeugnis oft nicht mehr aussagekräftig für die Betriebe.“
Nein, nicht „Schulen“, sondern eine ganz bestimmte Art von Schulen…
Wer bei uns (Gymnasium) die Schule vor dem Abitur verlässt, hat KEINE Schwierigkeiten einen Ausbildungsplatz zu finden…
Wer aber zu uns mit dem entsprechenden Abschluss einer anderen Schulform nach der 10. Klasse kommt, scheitert in der Regel in der gymnasialen Oberstufe trotz „guter“ Noten in Klasse 10…
Ja, das gute alte Gymnasium. Wir haben eine ‚gemischte‘ Oberstufe und in der Einführungsphase, oh Wunder, merkt man noch die Unterschiede. Man kann dieses Jahr dann für den Übergang und Anpassung an andere Arbeitsformen nehmen (z.B. gibt es auf einmal Hausaufgaben) oder man tut so, als ginge das von allein. Was wohl erfolgreicher ist? ‚In der Regel‘ scheitern ist kein Qualitätsnachweis,
Hauptsache, man sucht die Schuld nicht bei den Betroffenen.
„Besonders schwierig war die Besetzung nach Angaben der BA in Lebensmittelberufen, in Bau- und baunahen Berufen, in der Gastronomie, in Metallberufen sowie im Berufskraftverkehr.„
Laut Meldungen der IHK werden bei uns im IHK-Bezirk im Bereich HoGa bereits über 40% der Ausbildungsplätze mit jungen Menschen aus Vietnam besetzt. Auch Bäcker und Metzger stünden ohne diese jungen Menschen oft ohne Azubi da. Laut IHK sind trotz anfänglicher Schwierigkeiten mit der Sprache auch die Erfolgsquoten beim Berufsabschluss gut, die Abbrecherquote minimal.
Das ist ja das gute an den Personalmaßnahmen von VW. Die Entlassenen müssen ja größtenteils nicht mehr umgeschaltet werden, um als Fleischer oder Bäcker zu arbeiten.
Umgeschult
Als Bäcker und Metzger hat man eben nicht nur kein Homeoffice, in solchen Berufen muss man auch früh austehen und am Wochende arbeiten. Und für TikTok und Co. taugen die auch nichts für einen Nebenjob als Influencer…
Omg die Teiglinge am Vorabend in den Ofen und den dann vom Bett aus starten. Wo ist das Problem?
Und bei den vielen Vegetariern lohnt sich eh keine Metzgerei. Also keep calm and carry on
Ein großes Problem im Handwerk ist, dass zu wenig Frauen dort einen Beruf ergreifen wollen bzw. schnell wieder aufhören. Das hängt auch mit dem Jargon, keine getrennten Umkleiden (Maler), Sexismus etc. zusammen. Ist schon ein Problem, wenn fast 50 Prozent der möglichen Auszubildenden nicht zur Verfügung stehen. Die Frauen, die dabei bleiben, die müssen sich oft echt durchbeißen, bzw. wechseln zwischendurch den Betrieb.
Wir haben tatsächlich auch viele Vietnamesen. Manche haben sogar in Vietnam studiert, aber trotzdem sind sie da laut eigener Aussage perspektivlos. Die können fachlich halbwegs mithalten. Sagt natürlich auch einiges über das Studium in Vietnam aus. Die Sprache fällt den meisten aber echt schwer und viele bleiben auch eher unter sich. Ist ähnlich wie bei den Marokkanern.
Leider sind manche Ausbildungsbetriebe auch so (Anmerkung: übertrieben):
Anforderungen – 18 Jahre alt, mindestens zehn Jahre Berufserfahrung, Abschluss am besten 1,0 Abitur, muss alles können, muss fünf Sprachen fließend in Wort und Schrift (Deutsch außen vorgenommen) können, und ja nicht auf eine Mitelschule gegangen sein, das ist ein No-Go
Naja, das mit den 18 Jahre ist verständlich, da viele Betriebe mit den Jugendschutz-Bestimmungen nicht mehr klar kommen, insbesondere, wenn es kleinere Betriebe sind. Das fällt dann eher in den Bereich Überbürokratisierung.
Das ist so nicht wahr und widerspricht der Tatsache, dass viele Ausbidlungsbetriebe immer noch händeringend nach Azubis suchen. So höre ich das jedenfalls von unseren ortsansässigen Betrieben.
Und die Forderungen, die die Azubs manchmal stellen, lassen einem die Haare zu Berge stehen. Man bekommt das Gefühl, dass immer mehr junge Leute es darauf anleben, statt Ausbildung Bürgergeld zu bekommen. Das geht in der Form natürlich nicht in die Statistik ein.
Ich kenne auch eine Menge Betriebe, die „händeringend“ Azubis suchen.
Unsere Stadt ist nicht so groß, mit gemütlich schnurrendem Motor habe ich mal meine persönliche Stichprobe gemacht:
– wie groß ist das „bescheidene Einfamilienhaus“ des Chefs?
– welche Autos, besonders Mercedes & Cayennes – und wie viele davon- stehen davor?
Wer bei uns seine Arbeiter wie bezahlt weiß jeder…
Umgekehrt haben wir (nrw-untypisch) auch diverse mittelständische Industriebetriebe.
Kooooooomischerweise haben die mal so garkein Problem damit, Azubis zu bekommen, trotz Schichtdienst & Co. …
… auch diverse Handwerksbetriebe verzeichnen null „Anwerbeprobleme“…
… woran kann es wohl liegen?
Tipp fürs Ratespiel: Obstkorb vom ALDI, Sprudelwasser und frech sogar von Lehrlingen verlangte unbezahlte Überstunden sprechen sich rum…und der Zweitporsche der Cheftochter will halt auch rausgepresst werden aus der Belegschaft.
Aber klar, Schule ist schuld.
„Hmmh-hmmh, jawoll, Frau Hauptmann, Schulen schuld, jawoll!“
/Telefonhörerauflegen
„Ist klar!“
*Türknall*
Und ein cleverer Handwerksmeister weiß:
Der Lehrling darf auch nicht zu schlau sein, sonst macht der noch seinen Meister und wird dann zur Konkurrenz.
Also der Pool der in Frage kommenden Auszubildenden ist gar nicht einmal so groß…
Sind tatsächlich alle so, oder ist es der Neid? Ohne Arbeitgeber würde unser Land ganz dumm aus der Wäsche schauen. Und genauso, wie jeder hier die Freiheit hat, den Staat auszunutzen und sich soziale Wohltaten zu erschleichen, hat auch jeder die Freiheir, sein Geld zu vermehren und damit zu protzen.Ich brauch das nicht und bin sicher zufriedener als die Reichen und deren Neider.
Das war in den 1980er Jahren nicht anders- die bösen Boomer haben sich arrangiert, nach der Decke gestreckt und angepackt.
In Deutschland herrscht Fachkräftemangel, da müssen die Ausbildungsbetriebe selbst schauen, dass ihre Lehrlinge was können. Was sollen wir Pädagog*innen denn noch alles leisten? Ausserdem ist es ja nicht sehr viel was ein Lehrling im Handwerk können muss.
Zu Zeiten mit Lehrlingsüberschuss waren viele Betriebswirte sehr gut darin, kurz und knapp auf „Angebot zu Preis gleich Nachfrage“ hinzuweisen.
Was ja auch stimmt.
Nur wenn es mal UMGEKEHRT läuft, also der normale kleine Mann mal profitieren müsste als Anbieter von Arbeitskraft am Markt – dann ist das alles andere (z.B. moralisches Versagen, politische Gefahr, Klimawandel/Trump/Putin/Erdogan schuld usw. usf.) ausser ein schlichtes „Allokationsproblem am Markt“.
Schon komisch, wie das so läuft.
Ich bin gespannt darauf was abgeht, wenn die unteren ca. 20-30% Lohnempfänger in abhängiger Beschäftigung ohne side hustle mal durchrechnen und zur Schlussfolgerung kommen, dass sie im Vergleich zu Hartz4 für grob 1,50 Eurodollar/Stunde arbeiten gehen, TROTZDEM Vollzeit ranmüssen UND keinerlei Rente kriegen werden…
„Ausserdem ist es ja nicht sehr viel was ein Lehrling im Handwerk können muss.“
Dann dürfte es ja überhaupt kein Problem sein, das wenige benötigte Wissen den Betreffenden bereits in der Schule beizubringen und noch viel mehr als dieses Minimum obendrauf. Ansonsten wären Schulen… oh, Moment mal!
Die meisten heutzutage wollen eine 4Tage- Woche
Work-Life-Balance , Gleitzeit aber bitte nur bis 14.00 Uhr an der Arbeit anwesend sein . Die Boomer mussten noch arbeiten für Ihr Geld , aber der Neid und die Missgunst ist schon erbärmlich.
Einfach mal aus dem Quark kommen und nicht so hohe Ansprüche stellen . Es gibt genug Lehrstellen aber es kann halt nicht jeder im Internet Werbung für die verschiedensten Sachen machen .
Genau unser Humor: Friedensdividende, politische Stabilität, eine (zumindest im Westen) ausgebaute Infrastruktur, billige fossile Energie, eine günstige Demografie und eine vom Globalismus extrem profitierende Exportwirtschaft – alles verfrühstücken und dann den Kindern zurufen, Sie sollen mal aus dem Quark kommen.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Friedensdividende? Die Realität waren der kalte Krieg und die Wehrpflicht.
Jahrzehntelang hat es sich West-Deutschland (und später auch Gesamtdeutschland) unter dem Schutzschirm der USA gemütlich gemacht – und enorme Kosten gespart: https://www.spiegel.de/panorama/euro-einfuehrung-ging-der-deutsche-beitritt-auf-kosten-der-verbuendeten-a-a2b1de88-3689-45bd-9f3e-79bbdee281f1
Herzliche Grüße
Die Redaktion
…während Journalisten in Ihrem Duktus nun wirklich keine Gelegenheit auslassen und ausliessen, an der BW/Polizei usw. herumzukritteln und zu sticheln.
Aber JETZT, jetzt sollen wieder mal „deutschen Männer“ (DA, da sind die auf einmal erwünscht, wenn es ans Gräben schaufeln und potentiel verrecken geht, komische Sache, das!) als knallharte Weichzinnsoldaten die Hacken zusammenknallen (aber bitte nicht zu laut und mit richtigem Pronomen) und mal schön „kriegstüchtig“ sein?
Um danach wieder (mal subtil, mal weniger subtil) wieder verachtet zu werden?
Nö. 🙂
Wir hätten auch neutral werden können, dann wäre die Geschichte anders verlaufen.
Aber das mit der Schutzmacht USA und die Wiederaufrüstung, das war nicht Idee der Boomer. Das war die Silent Generation. Und die hat auch nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt. Und alles war Konsequenz eines Krieges, den Deutschland angezettelt hatte. Das die Überlebenden nicht gleich wieder Militär oder gar “ Verantwortung in der Welt“ übernehmen wollten, ist ihnen nicht zu verdenken
Nachkriegszeit, Kalter Krieg, geteiltes Deutschland, Ozonloch, Deutscher Herbst, Tschernobyl, geschlossene Grenzen… Tun Sie doch nicht immer so, als hätten die letzten Generationen im Land von Milch und Honig gelebt.
Wenn die Jugend was verändern möchte, muss sie einfach mehr tun, als auf den Straßen Forderungen zu stellen. Vereine sterben aus, weil sich der Nachwuchs zu wenig engagiert, immer mehr Schülern ist ein Abschluss schlicht und ergreifend egal, Aufgaben lässt man die KI machen, anstatt sich selbst zu bemühen und immer weniger Kinder nehmen Bücher in die Hand, weil Lesen ja anstrengender ist, als auf TikTok das nächste Video herbeizuwischen. Das ist genau mein Humor. Was diese ganze digitale Welt mit sozialen Medien und KI an Ressourcen frisst, ist bei den Klagen über Umweltschutz dann auch plötzlich zweitrangig.
Glaubt die Jugend, die Welt verändert sich FÜR sie oder DURCH sie? Auch hier unterscheidet sich die Gen Z von den vorherigen Generationen: Sie besticht durch Wehklagen und sucht Verantwortliche, anstatt das Ruder in die Hand zu nehmen. Was sie auch nicht verstanden hat, ist, dass Wohlstand erwirtschaftet werden muss und nicht vom Himmel fällt. Welches System solls denn künftig genau werden, wenn die Demonstranten skandieren, dass ein Wechsel nötig wäre? Konrektes hört man da nicht. Da fordert man gerne die 4-Tage-Woche, ohne jemals fünf Tage am Stück wirklich gearbeitet zu haben.
Es ist super für bessere Bildung auf die Straße zu gehen, ich bin auf jeden Fall dafür, marode Schulen endlich zu sanieren, mehr Lehrkräfte und Schulsozialarbeiter einzustellen und Ganztagsangebote auszubauen. Aber: Die Jugendlichen müssen bereits vorhandene Ressourcen auch nutzen. Dazu gehören unter anderem ein regelmäßiger Schulbesuch ohne Schwänzen, ein pfleglicher Umgang mit den ihnen zur Verfügung gestellten Lehrmitteln und Einrichtungen, das Erledigen von Aufgaben, ohne diese von der KI machen zu lassen, das Lesen von Büchern und das Ausbleiben von Unterrichtsstörungen.
Als Vater zweier Kinder kenne ich diverse Forderungen. Auf einige gehe ich im Privaten natürlich auch ein. Aber meine Frau und ich machen unseren beiden immer klar, dass einem Dinge nicht geschenkt werden, sondern erarbeitet werden müssen. Selbst.
„Nachkriegszeit, Kalter Krieg, geteiltes Deutschland, Ozonloch, Deutscher Herbst, Tschernobyl, geschlossene Grenzen“ – was davon, Nachkriegszeit ausgenommen (die aber die Boomer nicht mehr betroffen hat), hat irgendwie das immer wohlständigere Konsumleben in Westdeutschland tangiert? Ach ja, Spraydosen mit Treibhausgasen waren irgendwann tabu.
Daraus ein tragisches Generationen-Epos zu machen, wird schwer.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Ist halt die Frage welchen Dramaturgen wir bemühen wollen.
An Wohlstand mangelt es uns doch immer noch nicht, aber man kriegt ihn eben nicht geschenkt. Er muss in der Regel erarbeitet werden. Das entsprechende Konsumleben war nur möglich, weil sich meine (und Ihre) Elterngeneration den Hintern aufgerissen hat. In den 60ern/70ern gabs noch kein Amazon, wo ein Tag später die gewünschte Ware an die Haustür gebracht wird, in Schulen herrschten Strenge und Disziplin, oft gab es Unterricht noch an Samstagen, die Kinder verbrachten ihre Freizeit auf dem Bolzplatz, mit Schallplatten oder mit Lesen. Oder sie mussten den Eltern helfen. Die Dauer der Wehrpflicht betrug 12-18 Monate. In den Betrieben herrschte oft ein rauher Ton… Vergleichen Sie also mal die Jugend zu dieser Zeit mit der Jugend heute. Meinen Sie, unsere Eltern hätten es gestattet, dass wir täglich bis zu 8 Stunden vor irgendeinem Bildschirm hängen?
Die ganzen anderen Probleme (Kalter Krieg, atomare Bedrohung etc.) waren mangels Dauerzugang zu (richtigen und falschen) Informationen ein Hintergrundrauschen, aber sie waren da. Was früher der Stammtisch in der Dorfkneipe war, sind heute die Kommentarspalten auf den sozialen Medien mit dem Faktor 10000.
Natürlich hat die Gen Z ihre eigenen Herausforderungen – jede Generation hat das. Der Spruch „Jeder ist seines Glückes Schmied“ war jedoch nie so aktuell wie heute.
Hat GenZ beim Lachgaskonsum aber noch nicht mitbekommen.
Wir tauschen uns hier über tägliche Erfahrungswerte aus. Der Großteil meiner Abschlussschüler/innen ist kaum belastbar, egoistisch und zugleich fordernd. Ich mag sie trotzdem, aber diese Erfahrungen macht nun mal der Großteil der Lehrkräfte. Parallel dazu nimmt man das neueste I-Phone gerne mit, Markenschuhe und die vom Amt bezahlte Klassenfahrt. Wir Lehrkräfte reißen uns jeden Tag den Hintern auf, aber das „Wollen“ ist nicht gegeben, pennt man eben auf der Schulbank. Die Herkunft spielt hier keine Rolle. Wir hatten mehr Biss und konnten uns temporär unterordnen. Vom ersten Ausbildungsgehalt waren damals auch keine großen Sprünge nötig. Kinder müssen aus dem Quark kommen, uns hat auch keiner durchs Leben getragen (hat nicht geschadet).
Warum GENAU sollten junge Menschen das tun?
Im weitesten Sinn (auch unbewusst) „fürs Vaterland“ entfällt heutzutage. Das wurde abgeschafft. Auch von den Boomern.
Wenn Sie Arbeitsstunden wollen – bezahlen Sie die.
Wenn Sie Einsatz von echten Fachkräften wollen und die auch beim arbeiten mitdenken sollen – bezahlen Sie die VERNÜNFTIG.
Schon lösen sich 90% der „Faaaaacharbeitermaaaaangel“(-Lügen) in Luft auf.
Das erkennen Sie schon daran, dass Sie selbst als Laie mit einem Internetklick richtig gute Handwerker zu Ihrem Privathaus teleportieren können.
Es ist ein Wunder: Sobald der Preis stimmt und man nicht zu versnobt auftritt – keine 48 Stunden später steht die ganze Truppe im Anschlag.
Muss nur der Preis stimmen und man normal mit denen reden.
Da haben Sie einen echten Punkt. Die Boomer haben tlw. noch mit 14 Jahren die Volksschule verlassen und mit einer lehre begonnen. Erst die späteren Jahrgänge kamen durch Verlängerung der Schulzeit mit ca. 16 auf den Ausbildungsmarkt. Das Bestreben dieser Jahrgänge ist es gewesen, die Wochenarbeitszeit zu reduzieren – womit ich ausdrücklich nicht die TZ-Beschäftigung meine – und möglichst früh und abschlagsfrei in Rente zu gehen. Das Work-Life-Ballance-Modell der Boomergeneration.
GenZ hingegen strebt dafür die Work-Life-Ballance während der aktiven Phase an.
Das schmeißt natürlich das Umlagesystem der GRV über den Haufen, da die Reduzierung der Wochenarbeitszeit natürlich die Situation der Sozialabgaben beeinflusst.
Na dann kommt mal in die Berufsschule und schaut euch an, was Mittel- und Realschule oder auch die Gymnasien so abliefern.
Rechtschreibung? Satzbau?
Selbstständiges Arbeiten?
Einen Ordner selbstständig anlegen und halbwegs sauber führen?
Hab manchmal den Eindruck, dass wir hier 17-jährige Zweitklässler mit mittlerem Schulabschluss sitzen haben. Achso: hab ganz vergessen, dass es ja auch Eltern gibt, die den Kids beigebracht haben, dass Worte wie „Bitte, danke, guten Morgen“ auf dem Index stehen
Wirklich unverschämt, was die Betriebe für Ansprüche stellen:
„Zugleich nahm er die Schulen in die Pflicht. Der Staat müsse gewährleisten, dass Jugendliche ausreichend lesen, schreiben und rechnen lernten.“
Geliefert wie bestellt.
Ist das Schulsystem schlecht? Ja.
Aber das Grundproblem beginnt bei dem meisten Schülern: kein Biss, kein Leistungswille, immer andere für das eigene Versagen verantwortlich machen, und um Gottes Willen nichtl zurückstecken und Opfer bringen.
Man will alles und zwar gleich. Wenn das nicht geht, wird sich beschwert.
Ein Professor, den ich kenne,.und eine wissenschaftliche Mitarbeiterin erzählen mir, was sie alles erleben. Beschwerden, weil Praktika mittags sind oder weil Fachtexte „niemand verstehen würde“, wer „schreibt denn auch so“, sind nur einige der skurillen Anekdoten
Die Gesellschaft und Politik hat bestellt, die Schulen geliefert! Lebt damit.
Aber:
es gibt genügend, die lernwillig sind, aber von verhaltenskreativen Kindern daran gehindert werden.
es gibt Erziehende, die ihren Kindern alles aus den Weg räumen, womit diese nicht lernen, die Konsequenzen für ihr Handeln zu tragen.
die Bildungspolitik hat die Schwerter der Erziehung in den Schulen verstumpfen lassen und Angst vor den Eltern, die die Erziehung outsourcen.
Bitte ergänzen, wenn etwas fehlen sollte.
Ich ergänze:
Die Bildungspolitik hat die Schwerter der Erziehung in den Schulen verstumpfen und die fachlich ernsthafte tiefgründige Bildung versumpfen lassen und Angst vor den Eltern, die die Erziehung outsourcen, forciert seit Jahrzehnten die Strategie, Fachlehrer zu zahnlosen Erziehungsgehilfen und noteninflationierenden Lernbegleitern zu degradieren.
„Die Gesellschaft und Politik hat bestellt, die Schulen geliefert! Lebt damit.“
Richtig!
Aber die Bestellungen hören nicht auf. Viele Lehrer und Erzieher im Lieferservice haben den Kanal getrichen voll.
Deswegen: Schleusen auf, laufen lassen.
Einfach mal relaxen.
Es ist ja so gewollt.
Schwerter zu Pflugscharen – oder so.
Kann man bei den mehrfach ungebrochen schulischen Gegebenheiten noch was umpflügen? Wäre nicht eine Kapselung der Altlasten die bessere Idee? Also auf einem Haufen zusammenschließen und abdecken, um mögliche Kontaminationen zu verhindern.
„die Bildungspolitik hat die Schwerter der Erziehung in den Schulen verstumpfen lassen“
Oh, das tut mir leid – ich arbeite im Bildungsbereich und habe nie gelernt, wie man mit dem Schwert (oder als Schwert) erzieht: Bin ich da jetzt fehl am Platz, oder sind Sie in einer etwas fragwürdig-martialischen Metaphorik gelandet?
So frei nach dem Motto: Prügelstrafe abgeschafft, aber gelegentliche Schwertstreiche haben noch keinem Kindernacken geschadet? Oder: Was euch nicht köpft, macht euch widerstandsfähiger?
Es sind übrigens die selben Arbeitgeber, die seit Jahrzehnten ein Steuergeschenk nach dem anderen entgegennehmen und sich einen Feuchten um die Finanzierung der Bildung kümmern.
Das hätte ich jetzt gerne näher erläutert. Diese Behauptung einfach so hinzuwerfen, das reicht nicht.
Ich sehe sehr viele Steuergeschenke, die mehr oder weniger effizient an immer mehr Leute verteilt werden. Tja, wer hat sie mehr verdient? Wer entschiedet das? Die Betriebe erhalten eher immer noch mehr Auflagen, und wenn dann alle pleite sind, wird auch Altgeselle dumm aus der Wäsche schauen. Zum Glück haben wir dann ja die ausländischen Investoren, die alles übernehmen und sich geschickt vor den stuern drücken können. Dann wird es sicher besser. (war jetzt etwas überspitzt ausgedrückt, musste aber sein).
Solche Pauschalisierungen bringen uns tatsächlich nicht weiter.