Start Praxis Was eine Uni-Rektorin Erstsemestern auf den (auch mal ungeraden!) Weg mitgibt

Was eine Uni-Rektorin Erstsemestern auf den (auch mal ungeraden!) Weg mitgibt

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BERLIN/ROSTOCK. Für mehrere Hunderttausend junge Menschen beginnt in diesen Wochen ein neuer Lebensabschnitt: das Studium. Bundesweit nehmen die Hochschulen ihre Erstsemester auf, vielerorts mit feierlichen Immatrikulationsveranstaltungen. Im vergangenen Studienjahr begannen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes rund 492.000 Menschen erstmals ein Hochschulstudium. Wie freundlich und ermutigend eine solche Begrüßung ausfallen kann, zeigte sich jetzt an der Universität Rostock. Dort rief Rektorin Elizabeth Prommer den neuen Studierenden zu, neugierig zu bleiben, eigene Stärken zu entdecken – und auch einmal vom geraden Weg abzuweichen.

Traditioneller Festumzug. An der Spitze: Rektorin Prommer. Foto: Universität Rostock/IT- und Medienzentrum.

Rund 2,9 Millionen Menschen studierten im Wintersemester 2025/2026 an deutschen Hochschulen. Die Zahl der Studienanfängerinnen und Studienanfänger war zuletzt leicht gestiegen: Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes nahmen im Studienjahr 2025/2026 insgesamt 491.650 Menschen erstmals ein Studium auf, nach 490.304 im Vorjahr. Für das gerade begonnene Studienjahr 2026/2027 liegen noch keine entsprechenden bundesweiten Zahlen vor.

Zum Semesterstart werden die Neuankömmlinge an vielen Hochschulen traditionell feierlich begrüßt. An der Universität Rostock geschieht das mit einem Festzug durch die Innenstadt. Universitätsleitung, Dekane und Mitglieder des Akademischen Senats ziehen vom Universitätsplatz zur St.-Marien-Kirche, dem historischen Gründungsort der 1419 gegründeten Hochschule. Dort fand am Freitag die feierliche Immatrikulation statt.

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Rektorin Professorin Elizabeth Prommer ermutigte die knapp 3.000 neuen Studierenden, ihr Studium nicht allein als Ausbildung für einen späteren Beruf zu verstehen, sondern auch als Gelegenheit zur persönlichen Entwicklung.

„Seien Sie neugierig und nehmen Sie so viel wie möglich von dem mit, was wir Ihnen anbieten. Nutzen Sie die Zeit, sich auszuprobieren und Ihre Stärken zu entwickeln. Lassen Sie sich nicht einengen und verlassen Sie auch einmal den geraden Weg – alles, was Sie dabei erleben, wird Sie weiterbringen.“

„Sie können die Antworten finden, mit denen wir gemeinsam die Welt ein Stückchen besser machen können“

Zugleich appellierte die Rektorin an die gesellschaftliche Verantwortung der jungen Menschen. „Sie können mit Empathie, Verantwortung und Kreativität neue Fragen entwickeln. Und Sie können die Antworten finden, mit denen wir gemeinsam die Welt ein Stückchen besser machen können.“

Die Universität Rostock selbst verzeichnet zum Wintersemester 2026/2027 steigende Einschreibezahlen. Insgesamt haben sich 2.932 Studierende neu immatrikuliert, 110 mehr als im vergangenen Jahr. Unter ihnen sind 397 internationale Studierende. Insgesamt zählt die Hochschule nun 12.712 Studierende.

„Es freut mich außerordentlich, dass die Zahl unserer neu immatrikulierten Studierenden erneut gestiegen ist – gerade in einer Zeit, in der viele Hochschulen rückläufige Zahlen verzeichnen. Das zeigt, dass die Universität Rostock für junge Menschen attraktiv ist und sie hier gute Perspektiven für ihre Zukunft sehen. Es ist eine schöne Bestätigung dafür, dass wir als Studienort überzeugen“, erklärte Prommer.

Besonders gefragt sind unter den zulassungsfreien Studienangeboten auch pädagogische Fächer. Deutsch für das Lehramt, Erziehungs- und Bildungswissenschaften sowie Sonderpädagogik an Grund- und Förderschulen gehören nach Angaben der Hochschule zu den beliebtesten Angeboten. Bei den zulassungsbeschränkten Studiengängen und -fächern stehen unter anderem Kommunikations- und Medienwissenschaften, Biowissenschaften sowie Human- und Zahnmedizin hoch im Kurs.

An der Immatrikulationsfeier nahmen auch Mecklenburg-Vorpommerns Wissenschaftsministerin Bettina Martin (SPD) und Rostocks Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger teil. Die Festrede hielt der Physikdidaktiker Professor Kai Bliesmer, der an der Universität Rostock in der Lehrkräftebildung tätig ist.

Den neuen Studierenden gab Rektorin Prommer vor allem die Ermutigung mit auf den Weg, die Möglichkeiten ihrer Studienzeit auszuschöpfen: „Nutzen Sie die Zeit, sich auszuprobieren und Ihre Stärken zu entwickeln.“ News4teachers

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