BERLIN. Fehlendes Toilettenpapier, unangenehme Gerüche, verschmutzte Kabinen: Viele Schülerinnen und Schüler meiden die Toiletten an ihrer Schule. Manche trinken oder essen deshalb sogar weniger. Ein bundesweiter Wettbewerb soll nun helfen, die Situation zu verbessern – und zwar mit Ideen der Schülerinnen und Schüler selbst. Auf die erfolgreichsten Teams warten Preisgelder von jeweils 2.500 Euro. Neu ist ein Hilfsportal, das Schulen von der Bestandsaufnahme bis zur Umsetzung ihrer Konzepte unterstützt.

Viele Schülerinnen und Schüler kostet der Gang aufs Schulklo Überwindung: Zum Teil gibt es kein Toilettenpapier, keine Seife, es stinkt, und die Wände sind mit Kritzeleien beschmiert. Um die Situation an der eigenen Schule zu verbessern, sucht die German Toilet Organization (GTO) zum wiederholten Mal nach den besten Ideen für bessere Schultoiletten.
Schulen in ganz Deutschland sind aufgerufen, an dem Wettbewerb „Toiletten machen Schule“ 2026/2027 teilzunehmen und ein Konzept zur Verbesserung ihrer Toilettensituation einzureichen. Einsendungen sind ab sofort möglich, Frist ist der 19. März 2027. Die drei Schulen mit den besten Konzepten gewinnen jeweils 2.500 Euro. Außerdem werden Sonderpreise von jeweils bis zu 500 Euro vergeben.
Dass es sich dabei keineswegs nur um ein Problem von Sauberkeit und Wohlbefinden handelt, zeigen Untersuchungen der GTO und des Instituts für Hygiene und Öffentliche Gesundheit der Universität Bonn. Laut der gemeinsamen „Toiletten machen Schule“-Studie meidet eine Mehrheit der befragten Schülerinnen und Schüler den Gang zur Schultoilette. Mehr als ein Viertel gab an, deshalb weniger zu trinken oder zu essen.
Die Folgen schlechter Sanitärbedingungen reichen damit über unangenehme Pausenerlebnisse hinaus. Auch verschlossene Kabinen, fehlende Möglichkeiten zum Händetrocknen und mangelhafte Hygiene gehören nach Angaben der Organisation vielerorts zum Schulalltag.
„Statt Schuldige zu suchen, bringt der Wettbewerb diejenigen zusammen, die vor Ort etwas verändern können“
Der Wettbewerb soll deshalb nicht nur einzelne Toilettenräume verschönern, sondern die Zusammenarbeit innerhalb der Schulgemeinschaft verbessern. „Statt Schuldige zu suchen, bringt der Wettbewerb diejenigen zusammen, die vor Ort etwas verändern können: Schüler:innen, Lehrkräfte, Schulsozialarbeit, Eltern, Schulleitung, Hausmeister:innen und Reinigungskräfte. Gemeinsam analysieren sie die Situation und entwickeln Lösungen, die zu ihrer Schule passen“, erklärt Wettbewerbsleiterin Lilian Ruß.
Dabei geht es auch um Verantwortlichkeiten, die über die einzelne Schule hinausreichen. Wenn Toiletten baulich saniert werden müssen oder Probleme mit der Reinigung bestehen, kann nach Auffassung der GTO die Zusammenarbeit mit den kommunalen Schulträgern und der Politik notwendig sein.
Wie unterschiedlich die Lösungen ausfallen können, zeigen Erfahrungen aus früheren Wettbewerbsrunden. Einige Schulen führten Checklisten und Meldeketten für fehlendes Toilettenpapier oder Seife ein. Andere kümmerten sich um kostenlose Tampons oder verschönerten ihre Toiletten mit Discolichtern, Leuchtsternen und Musik.
Eine unabhängige Evaluation des Wettbewerbs 2024 deutet darauf hin, dass solche Projekte auch längerfristige Veränderungen anstoßen können. Untersucht wurden insgesamt 21 Schulen, davon 15 mittels standardisierter Onlinebefragung und jeweils drei durch vertiefende Onlinegespräche beziehungsweise Schulbesuche. Nach Angaben der GTO waren an vielen der untersuchten Schulen auch nach Wettbewerbsende Verbesserungen festzustellen. Dazu gehörten ein bewussterer Umgang mit den Toiletten, weniger Vandalismus, klarere Zuständigkeiten und dauerhaft eingerichtete Arbeitsgruppen. Der Evaluationsbericht ist auf Anfrage bei der Organisation erhältlich.
Für Ruß liegt darin ein wesentlicher pädagogischer Wert des Wettbewerbs. „Der Wettbewerb fördert die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Akteure an der Schule und vor allem, der wahrscheinlich wichtigste Teil, die Schülerinnen und Schüler erleben an einem für sie alltäglichen, greifbaren Thema das, was Teilhabe und was Selbstwirksamkeit bedeutet“, sagte sie bei einer Pressekonferenz in Berlin.
Neues Hilfsportal unterstützt Schulen bei der Entwicklung ihrer Konzepte
Damit Schulen nicht allein auf bereits vorhandene Erfahrungen oder engagierte Einzelpersonen angewiesen sind, stellt die GTO in diesem Wettbewerbsdurchgang erstmals ein umfangreiches Hilfsportal bereit. Es enthält Methoden, Tipps und Materialien, die Schulen Schritt für Schritt bei der Entwicklung ihrer Konzepte unterstützen sollen.
Am Anfang steht eine Bestandsaufnahme: Welche Probleme gibt es auf den Toiletten und in den Waschräumen? Was sind ihre Ursachen? Anschließend sollen die Beteiligten gemeinsam Lösungen entwickeln, die nicht nur kurzfristig wirken, sondern dauerhaft umgesetzt werden können.
Das Angebot richtet sich ausdrücklich auch an Schulen, die bislang wenig Erfahrung mit Beteiligungsprozessen haben. Sie sollen mithilfe der Materialien die Situation systematisch untersuchen und Schülerinnen und Schüler von Beginn an einbeziehen können. Die Teilnahme steht allen Schulen in Deutschland offen, unabhängig von der Schulform.
Schülervertreterin berichtet von Gestank auf der ganzen Etage
Wie groß der Verbesserungsbedarf ist, erlebt Rose Sözer an ihrer eigenen Schule. Sie besucht ein Gymnasium mit rund 1.500 Schülerinnen und Schülern in Rheinland-Pfalz. „An meiner Schule ist es ganz schlimm mit den Gerüchen“, erzählt sie. Zum Teil stinke die gesamte Etage, auf der sich die Toilette befinde. Einmal sei eine Toilette komplett mit Klopapier verstopft worden.
Sözer ist International Officer der Bundesschüler:innenkonferenz, die den Wettbewerb als Kooperationspartnerin begleitet. Sie sieht den Zustand der Schultoiletten auch als Ausdruck eines grundsätzlicheren Problems: Schülerinnen und Schüler hätten häufig zu wenig Einfluss auf Entscheidungen, die ihren Alltag unmittelbar betreffen. „Wer Schule wirklich verbessern will, muss Schüler:innen als Expert:innen ihres Alltags ernst nehmen. Bei den Toiletten spüren wir jeden Tag, wo es hakt. Gleichzeitig entlädt sich dort oft auch der Frust, der sich durch ein Bildungssystem aufstaut, in dem Schüler:innen zu selten gehört werden. Wenn wir von Anfang an mitreden und mitentscheiden dürfen, entstehen Lösungen, die funktionieren und die wir gemeinsam tragen.“
Rose Sözer betont: „Die Missstände in Schulen und die Missstände in unserem Bildungssystem lösen so viel Wut in unserer Jugend, in Schülerinnen und Schülern aus […] Und es verändert sich nichts.“ Sie wünscht sich, dass mehr Geld in die Hand genommen wird und Erwachsene jungen Menschen auf Augenhöhe begegnen und ihnen zuhören.
Auch der Bundeselternrat unterstützt den Wettbewerb. Dessen Vorsitzender Norman Heise verweist auf die gesundheitlichen Folgen schlechter Toilettenbedingungen und fordert, dass Schulen und Politik ihre Verantwortung wahrnehmen. „Saubere und sichere Schultoiletten sind kein Luxus, sondern eine Voraussetzung für Gesundheit, Würde und gutes Lernen. Wenn Kinder weniger trinken oder essen, weil sie die Toiletten meiden, ist das ein deutliches Warnsignal, das Politik und Schulen ernst nehmen müssen. Statt Schuldzuweisungen benötigt es hier klare Verantwortung und konkrete Verbesserungen. Der Wettbewerb bringt die Schülerschaft, Lehrkräfte, Eltern und Schulleitungen zusammen, damit aus gemeinsamen Ideen nachhaltige Lösungen werden“, sagt er.
Die German Toilet Organization ist ein gemeinnütziger Verein, der sich für bessere Sanitärversorgung und Hygiene einsetzt. Finanziert wird die Organisation nach eigenen Angaben durch private Sponsoren. Mit dem Wettbewerb will sie Schulen dazu bringen, Probleme nicht nur zu dokumentieren, sondern gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die auch nach der Preisverleihung Bestand haben. News4teachers / mit Material der dpa
Die wichtigsten Teilnahmebedingungen im Überblick: Teilnehmen können Schulen aller Schulformen aus ganz Deutschland. Die Teams bestehen aus mindestens zwei Schülerinnen oder Schülern sowie drei Erwachsenen. Eingereicht werden muss ein Konzept zur nachhaltigen Verbesserung der Toilettensituation an der eigenen Schule. Einsendeschluss ist der 19. März 2027 um 23.59 Uhr. Eine Fachjury wählt die Gewinnerschulen aus. Die drei besten Konzepte erhalten jeweils 2.500 Euro, weitere Sonderpreise sind mit bis zu 500 Euro dotiert. Die Gewinnerteams werden zur Preisverleihung im Juni 2027 nach Berlin eingeladen und sollen auch nach dem Wettbewerb Unterstützung durch die GTO erhalten.
Interessierte Schulen können sich über die Wettbewerbsseite „Toiletten machen Schule“ anmelden. Dort finden sich auch die Informationen zum Wettbewerb und der Zugang zu den unterstützenden Angeboten.
Warum Schultoiletten zur pädagogischen Architektur gehören (und was sie verbessert)










Ich finde das sehr, sehr naiv. Das Hauptproblem ist der Vandalismus auf den Schultoiletten. Das hat nichts mit Frust wegen mangelnder demokratischer Mitbestimmung zu tun oder tristen Wänden der Toilettenkabinen, die man nur hübsch anmalen muss und alles ist wieder gut. Ich bin wirklich sehr enttäuscht von diesem Wettbewerb. Er geht am Hauptproblem total vorbei
Ich finde das sehr, sehr naiv. Das Hauptproblem ist der Vandalismus auf den Schultoiletten. Das hat nichts mit Frust wegen mangelnder demokratischer Mitbestimmung zu tun oder tristen Wänden der Toilettenkabinen,…
Wie wahr er spricht! Und das ist nicht nur naiv, das ist dumm!
Unsere Schultoiletten (GS) sind NEU und SCHÖN, auch bunt und ansprechend. Es gibt Papier für den Po und die Hände, sie sind sauber (zu Beginn des Tages!!!!!!!)… und TROTZDEM sieht es bis spätestens nach der 1. großen Pause dort oft aus wie bei „Schweins“!
Also, wie eigentlich überall 🙁
Auch unser örtliches Gym hatte schon vor Jaaahren in Eigenregie solch einen Wettbewerb! Genützt hat es etwa ein halbes Jahr, dann war wieder alles „beim Alten“.
Sorry, es fängt im Elternhaus an und endet dort! Da kann mir jemand erzählen, was er will! Dazu kommen noch die „Challenges“ von TikTok & Co und die Sauerei ist komplett! 🙁
Es gibt auch andere Erfahrungen. Gerne hier nachlesen: https://www1.wdr.de/nrw/ruhrgebiet/schultoiletten-realschule-unna-ausgezeichnet-sauberkeit-100.html
Herzliche Grüße
Die Redaktion
„Auch unser örtliches Gym hatte schon vor Jaaahren in Eigenregie solch einen Wettbewerb! Genützt hat es etwa ein halbes Jahr, dann war wieder alles „beim Alten“.“
Vielleicht sollte man bei jener Schule in Unna auch besser noch einmal nachfragen, wie es nach einem halben Jahr lief?
Steht im verlinkten Artikel – gerne lesen. Herzliche Grüße Die Redaktion
Das ist toll. Und das meine ich wirklich ernst. Heißt für mich aber, dass es dort an der Schule offensichtlich kaum Kids gibt, denen alles egal ist.
Bei uns würde das allerdings daran scheitern, dass die Schülys und Eltern in der Schulkonferenz dagegen stimmen würden, dass die Schülys die Aufsichten übernehmen. Und das ist der Knackpunkt:
Ohne Aufsicht, keine schönen Toiletten.
Und während der Unterrichtszeit gäbe es keine Aufsichten.
Der Anteil an Kids, die andere Prioritäten als „Meine Schule soll schöner werden“ haben, steigt.
„ wie es nach einem halben Jahr lief?“
Wozu?
Im Artikel steht doch wie es dort nach einem Jahr aussah, das wäre m.M. aussagekräftiger.
Okay, dann machen wir eben 1 Jahr und 257,5 Tage daraus.;-)
Ich bezog mich auf den Beitrag der Mitforistin (ganz offensichtlich sogar, da ich ja diesen Teil ihrer Aussage zitiert hatte):
„Auch unser örtliches Gym hatte schon vor Jaaahren in Eigenregie solch einen Wettbewerb! Genützt hat es etwa ein halbes Jahr, dann war wieder alles „beim Alten“.“
Warum haben Sie dann explizit die Schule in Unna genannt, bei der die Toiletten laut Artikel auch nach einem Jahr noch in Ordnung waren?
Ah, jetzt weiß ich, was mit Ihnen los ist! Sie können keine Ironie und verstehen Dinge nur wörtlich, also nicht im übertragenen Sinn.
In der Tat habe ich die Ironie in Ihrem Beitrag nicht erkannt.
https://www.news4teachers.de/2026/11/ekel-auf-dem-schulklo-bundesweiter-wettbewerb-sucht-ideen-fuer-bessere-toiletten/#comment-846340
Ausnahmen gibt es immer wieder.
Der Brite Vishwash Kumar Ramesh (damals 40 Jahre alt) hat zum Beispiel als einziger Mensch an Bord den Absturz von Air-India-Flug AI171 überlebt.
Eine Ausnahme bedeutet aber nicht, das wir nun alle mit Flugzeugen abstürzen können. Und das Ding in dem Artikel ist, die SuS haben Verantwortung übernommen.
Solange die das nicht tun bringt alles nichts.
Genau darum geht es auch in dem Wettbewerb – Schülerinnen und Schüler beteiligen und so in die Verantwortung bringen.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Das ist korrekt und doch wieder nicht. Denn da gibt es eine Aufsicht! Alle Schultoiletten wären sicherlich in einem besseren Zustand, wenn es da eine permanente Aufsicht gäbe.
Man erfährt aber nicht, wie diese Aufsicht (durch Schüler?) organisiert wird!!! Macht das ein Toilettendienst in den Pausen? Das würde bedeuten, die Kinder dürfen nur in den Pausen auf die Toilette gehen und nicht im Unterricht. Das ist absolut rechtswidrig, zumal wenn jemand dringend muss!
Oder macht das der Toilettendienst auch während des Unterrichts? Dann müssten ja diese Schüler für diese Zeit vom Unterricht befreit werden. Wenn das reihum geht (alle höheren Klassen), hielte ich das für vertretbar. Aber das alles erfahren wir nicht.
Sorry, doch steht da auch: in den Pausen.
Und in der Unterrichtszeit? Es ist rechtswidrig, Kindern zu verwehren, im Unterricht auf Toilette zu gehen, wenn sie dringend müssen. Geht nicht! Vorwurf Dienstvergehen!!!
Aber die „Sauereien“ passieren ja meistens, wenn Kinder dort mehr oder weniger alleine sind und nicht in den Pausen, wenn sie zuhauf in die Toiletten stürmen und es viele Zeugen gibt!
Es gibt auch andere Erfahrungen.
Liebe Redaktion,
selbstverständlich gibt es die! Und das ist, egal wo, ÜBERALL so. Ausnahmen gibt es immer! Aber es sind und (werden) bleiben: Ausnahmen 🙁
Das ist schön und lobenswert und erfreulich! Leider sind diese pädagogischen/ hygienischen Leuchttürme mit unserem schnöden Schulalltag nicht vergleichbar und deren Konzepte nicht 1:1 umsetzbar.
Es gibt
Das ist alles super und bestimmt auch verdient…Keine Frage!
…und es gibt eben die „Normalos“, also die ~100.000 anderen Schulen, die sich wie Sisyphos täglich abstrampeln, damit der Laden iwie läuft – und nicht nur beim Klo.
Ich bleibe dabei:
…es fängt im Elternhaus an und endet dort! Da kann mir jemand erzählen, was er will! Dazu kommen noch die „Challenges“ von TikTok & Co und die Sauerei ist komplett!
Herzlichst, mama51
Soziales Lernen – allein eine Frage des Elternhauses? (Und was passiert mit den Schülerinnen und Schülern, deren Eltern diesbezüglich ausfallen?)
Sorry, so leicht lassen wir das System (!) Schule nicht davonkommen. Best-Practise-Beispiele zeigen ja, es geht. Es braucht beides: Kritik an schlechten Rahmenbedingungen – und Aufzeigen von Möglichkeiten. Dafür machen wir das hier.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Bei uns ist das nicht das Hauptproblem. Bei uns liegen die Probleme in alten, nicht sanierten Toiletten und mangelnder Reinigung.
Das bedeutet, alte, marode, nicht sanierte Toiletten werden von den Schülern pflegsam behandelt? Interessant. Das spräche ja dafür, sie nicht zu sanieren und nicht zu verschönern, damit sie dann nicht demoliert und verhunzt werden. Verrückt!
Ich finde das gut.
Aber das reicht nicht. In Deutschland gibt es tausende Verordnungen zu allem möglichen. Wahrscheinlich ist das noch viel zu tief gegriffen. Nahezu jede Kleinigkeit wird geregelt solange es nicht staatliche Dinge angeht.
Aber es gibt offensichtlich keine Verordnung, die regelt wie oft die Toiletten in deutschen Schulen sauber gemacht werden müssen und ob Seife und Papier da sein muss.
Bei uns würden Checklisten vom Schultrager abgelehnt. Es fehlen quasi immer Seife und Papier, aber Meldungen ändern genau gar nichts.
Die reinigungskräfte bekommen immer weniger Zeit zum putzen und die puttmaterialen sind aus dem letzten Jahrhundert.
Es ist keine Lösung das intern beheben zu wollen.
Wir brauchen unbedingt die nötigen Ressourcen – sprich Geld und Personal – von den Schulträgern.
Mir gefällt der Ausdruck „Expert:innen ihres Alltags“. Wenn jeder Schüler der (dann wohl auch einzige) Experte des eigenen Alltags ist, dann ist er auch der Erste, den er zur Lösung der eigenen Alltagsprobleme ansprechen muss.
Ja, es gibt überall ein paar Idioten. Leider.
Aber es geht mir nicht in den Kopf, warum wegen 1, 2, 3 Arschlochkindern ca. 1000 andere leiden sollen.
Wie würde das Kollegium reagieren, wenn es den einen Nicht-Heimscheißer gibt. der das Lehrerklo jeden Tag vollkackt.
Den Schlüssel unter Verschluss halten? Einen Klo-Kontrolldienst installieren? Das Klo komplett schließen?
Ja, das kommt (vermutlich und zum Glück) bei erwachsenen Menschen nicht vor. Aber sollte man die 99% der Schüler, die auch auf einer Toilette wissen, wie man sich benimmt, nicht unterstützen?
Naja, erstens würden auch Erwachsene Maßnahmen ergreifen, zweitens sind es eher 70-80 Prozent, die sich benehmen, und drittens leiden diese in Ihrer Rechnung 99 Prozent ja eben unter diesem in Ihrer Rechnung 1 Prozent!
Vielleicht einen Versuch wert? :
„Perfect Days“: Poetischer Film von Wim Wenders im NDR Fernsehen | ndr.de
Zu Beginn des Schuljahres einfach diesen Film über einen Toilettenreiniger in Japan ansehen! Der Film war übrigens für einen „Oscar“ nominiert und ist wirklich sehenswert!
… obwohl …. wahrscheinlich für die Schüler „zu leise und langsam“ = zu wenig Action!