Start Nachrichten Schüler produzieren und verbreiten KI-Nacktbilder von Mitschülerinnen – Polizei ermittelt

Schüler produzieren und verbreiten KI-Nacktbilder von Mitschülerinnen – Polizei ermittelt

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BERLIN. Zwei Schüler sollen KI-generierte Nacktbilder von Mitschülerinnen verbreitet haben. Die Schulleitung schaltet die Polizei ein. Die Ermittlungen dazu laufen.

Die Polizei ermittelt (Symbolfoto). Foto: Shutterstock

Zwei Schüler einer Schule in Berlin-Weißensee sollen mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz erstellte Nacktbilder von Mitschülerinnen verbreitet haben. «Wir nehmen Fälle sexualisierter Gewalt an Schulen grundsätzlich sehr ernst», teilte die Senatsverwaltung für Bildung auf Anfrage dazu mit. Die Schulleitung habe sofort nach Bekanntwerden der Vorgänge gehandelt.

«Die Schulgemeinschaft wurde informiert, Ordnungs-, beziehungsweise Erziehungsmaßnahmen kommen zur Anwendung, und umgehend wurde die Polizei eingeschaltet.» Auch die Schulaufsicht habe sich unterstützend eingeschaltet. Zuvor hatten die «Berliner Morgenpost» und der «Tagesspiegel» darüber berichtet.

«Es liegen Anzeigen wegen der Erstellung sogenannter Deepfakes vor», sagte ein Sprecher der Berliner Polizei. Die Ermittlungen dazu habe die Abteilung des Landeskriminalamts übernommen, die für Sexualdelikte zum Nachteil Minderjähriger zuständig sei.

Dabei komme eine Strafbarkeit wegen des Besitzes, der Beschaffung, der Erstellung oder Verbreitung von Jugendpornografie nach Paragraf 184 c des Strafgesetzbuchs in Betracht. Auch unter Opferschutzgesichtspunkten nenne die Polizei keine weiteren Details.

Pornografische Deepfakes sollen strenger geahndet werden

Nach Informationen der «Berliner Morgenpost» wurden die beiden Schüler, die die Deepfakes erstellt haben, mit sofortiger Wirkung vom Unterricht suspendiert.

Erst am Montag hatte Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch die Ergebnisse einer großangelegten Studie zu Gewalt und Mobbing an Berliner Schulen vorgestellt. Danach gehören Gewalt und Konflikte dort inzwischen zum Alltag (News4teachers berichtete).

Auf Bundesebene wird bereits seit längerem darüber diskutiert, Gesetzeslücken zu beseitigen, die die konsequente Strafverfolgung von pornografischen Deepfakes und von heimlichen Nacktaufnahmen verhindern. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) hat im April einen Gesetzentwurf dazu vorgestellt. News4teachers / mit Material der dpa

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5 Kommentare
Hans Malz
1 Tag zuvor

Totalversagen der Schule auf ganzer Linie.
Da gab es wohl keine gute Medienbildung für die Schüler. Ich finde, dass die verantwortlichen Kollegen sich mal unbedingt fortbilden sollten. Da sollte die Schulaufsicht mal ihre Aufgaben wahr nehmen und beraten.

TaMu
13 Stunden zuvor
Antwortet  Hans Malz

Ist das Satire?

dickebank
10 Stunden zuvor
Antwortet  TaMu

Nein, Realismus.

Da müsste doch ganz dringend eine ganztägige SchILF zum Thema angesetzt werden. Im schulinternen Haushalt sind auch noch 350 Euro für einen externen Referenten abrufbar. Die SuS können dann am SchILF-Tag vorbereitete Aufgabenstellungen zuhause bearbeiten. Die Genehmigung für den SchILF-Tag durch die Bez.-Reg. steht noch aus, aber auf der letzten SL-Sitzung – Befehlempfang – hat die Dezernentin schon angedeutet, dass dem zusätzlichen Fortbildungstag voraussichtlich nichts entgegensteht. Bis zur Sitzung hat es aber noch keine abschließende Stellungnahme seitens des MSB gegeben. Der Staatssekrtär hat aber zugesagt, sich umgehend zu melden, wenn er Näheres weiß.

Alles klar? – Verstanden, wie der Hase hoppelt:(

Maybe
9 Stunden zuvor
Antwortet  dickebank

Formal prozessual herrvoragend @ dickebank, Belobigung 😉 aber

„Pornografische Deepfakes sollen strenger geahndet werden
Nach Informationen der «Berliner Morgenpost» wurden die beiden Schüler, die die Deepfakes erstellt haben, mit sofortiger Wirkung vom Unterricht suspendiert.“

Wow und jetzt haben die noch mehr Zeit, die Mädels daheim KImäßig auszuziehen, cool !? Real klappts wohl nicht so toll?

“ Sollen strenger geahndet werden“ – wir stellen die Helden mit Hosenrunter auf den Schulhof, nahe an die Straße und sorgen für die Verbreitung im net.
( Leider tangiert das natürlich sämtliche Persönlichkeitsrechte – aber es wär gerecht und würde helfen)

Fridolin
1 Tag zuvor

Sind das zufälligerweise die gleichen Schüler, die im anderen Artikel mehr Mitsprache und innerschulische Demokratie fordern?