Start Digitale Bildung Umfrage: Vier von fünf Gymnasiallehrern nutzen KI (vor allem zur Entlastung)

Umfrage: Vier von fünf Gymnasiallehrern nutzen KI (vor allem zur Entlastung)

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MÜNCHEN. Künstliche Intelligenz ist im Arbeitsalltag vieler Lehrkräfte längst angekommen – schneller offenbar als verlässliche Regeln für ihren Einsatz. An Bayerns Gymnasien und Beruflichen Oberschulen nutzen inzwischen vier von fünf Lehrkräften KI, mehr als die Hälfte der Nutzer greift mindestens mehrmals pro Woche darauf zurück. Besonders häufig lassen sie Aufgaben erstellen, Unterricht planen oder Texte verfassen; viele setzen die Anwendungen auch gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern ein. Zugleich zeigt eine Umfrage des Bayerischen Philologenverbandes: Während die große Mehrheit KI als Arbeitserleichterung erlebt, fühlen sich viele Lehrkräfte beim Einsatz rechtlich weiterhin unsicher.

Kollege KI. (Symbolbild.) Illustration: Shutterstock

Vier von fünf Lehrkräften an Bayerns Gymnasien und Beruflichen Oberschulen nutzen für ihre Arbeit Künstliche Intelligenz (KI). Dies geht aus einer Umfrage des Bayerischen Philologenverbandes (bpv) hervor. Der Verband hatte rund 16.000 aktive Lehrer angeschrieben, etwas mehr als 3.300 nahmen an der Umfrage teil.

Demnach nutzen 37 Prozent der Lehrer die KI-Anwendungen mehrmals pro Woche, 15 Prozent sogar täglich. Am häufigsten würden KI-Anwendungen zur Erstellung von Aufgaben eingesetzt (62 Prozent), gefolgt von der Unterrichts- und Stundenplanung sowie der Erstellung von Texten und Übersetzungen (jeweils 51 Prozent). Bilder und Videos erstellen 40 Prozent der Befragten mit Hilfe von KI. Knapp 40 Prozent der Lehrkräfte setzen den Angaben zufolge KI-Tools auch direkt im Unterricht mit Schülerinnen und Schülern ein.

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«Die Ergebnisse zeigen deutlich: Künstliche Intelligenz ist Teil des schulischen Alltags. Lehrkräfte nutzen KI verantwortungsvoll und zielgerichtet dort, wo sie pädagogisch sinnvoll ist oder zur Entlastung beiträgt», sagte der Vorsitzende des Verbandes, Michael Schwägerl.

Viele Lehrer nutzen KI zur Entlastung im Alltag

Die Umfrage verdeutliche auch das Entlastungspotenzial der Technologie, hieß es weiter. 80 Prozent der KI-Nutzer bewerteten den Einsatz von KI als Arbeitserleichterung. «Lehrkräfte erleben täglich, dass KI Routineaufgaben erleichtern und Zeit für das Wesentliche schaffen kann: für die pädagogische Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern. Diese Chancen müssen wir nutzen», betonte Schwägerl. Gleichzeitig dürfe KI professionelle pädagogische Entscheidungen nicht ersetzen, sondern müsse sie unterstützen.

Aus Sicht des bpv zeigen die Ergebnisse auch, dass die politischen und organisatorischen Rahmenbedingungen mit der rasanten Entwicklung Schritt halten müssen. Viele Lehrkräfte fühlten sich beim Einsatz von KI rechtlich weiterhin unsicher. «Die hohe Nutzungsquote zeigt die Offenheit der Lehrkräfte gegenüber neuen Technologien. Umso wichtiger ist es, sie nicht allein zu lassen. Wir brauchen verlässliche rechtliche Vorgaben, praxisnahe Fortbildungsangebote und ausreichende Zeitbudgets, damit Lehrkräfte ihre KI-Kompetenzen systematisch weiterentwickeln können. Fortbildung darf nicht ausschließlich in der Freizeit stattfinden», sagte Schwägerl. News4teachers / mit Material der dpa

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1 Kommentar
Lera
23 Tage zuvor

Interessant!

In der Grundschule kenne ich keinen einzigen Kollegen, der KI zur Erstellung von Material oder zum Korrigieren nutzt.

Woran mag das liegen?

Ist es die Technik-Affinität der Studienräte?

Oder könnte es sein, dass die KI an kindlicher Schrift und Sprache scheitert?

#ersetzbarkeit