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Tatort Schule: Cyber-Mobbing ist wachsendes Problem

POTSDAM. Etwa ein Viertel der rund 270.000 Brandenburger Schüler ist nach Darstellung des Bildungsministeriums schon einmal Opfer von Cyber-Mobbing geworden. Diese Phänomene nehmen zu, sagte Bildungsministerin Martina Münch (SPD). Angriffe im Netz auf Schüler seien genauso verletzend und strafbar wie andere Gewalttaten.

An allen Brandenburger Schulen werden mittlerweile Projekte gegen Gewalt angeboten, sagte die Ministerin, die dem Kabinett den Bericht über Gewaltprävention vorlegte. Pro Jahr werden etwa 700 Delikte physischer Gewalt gegen Schüler registriert. «Tatorte sind Schulen, Schulklos oder Turnhallen», sagte die Ministerin.

Der Landtag hatte die Landesregierung Ende 2011 aufgefordert, das Spektrum der Angebote darzulegen. Der Bericht geht jetzt an den Landtag und ist dann auch im Internet einsehbar.

Münch betonte, für die Pädagogen sei es eine Herausforderung, Gewalt im täglichen Umgang miteinander auszuschließen. Ihnen müsse es gelingen, eine angst- und gewaltfreie Atmosphäre zum Lernen zu schaffen. Qualifizierungs- und Weiterbildungsangebote sowie Ratgeber stünden bereit. Schulen müssten sich besonders diesem Thema öffnen. Alle Akteure vor Ort sollten einbezogen werden.

Ein neues Instrument ist in diesem Schuljahr die Initiative «Mobbingfreie Schule – gemeinsam Klasse sein!» in Kooperation mit einer Krankenkasse. Siebtklässlern wird eine Projektwoche angeboten, in der sie lernen, wann eine Situation als Mobbing einzustufen ist. In Rollenspielen üben die Jugendlichen den respektvollen Umgang miteinander. dpa

(11.8.2012)

Zum Bericht: Cybermobbing: Täter darf der Klasse verwiesen werden

 

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