Startseite ::: Leben ::: Statt Sodexo-Essen: Berliner Eltern sollen ihren Kindern Brote mitgeben

Statt Sodexo-Essen: Berliner Eltern sollen ihren Kindern Brote mitgeben

RÜSSELSHEIM. Nach der Welle von Brechdurchfall in Ostdeutschland rückt das Rüsselsheimer Catering-Unternehmen Sodexo in den Fokus. Einen Beleg dafür, dass der Anbieter bei der Hygiene geschlampt hat, gibt es nicht. Trotzdem verzichteten viele ostdeutsche Schulen und Kindergärten heute auf das Essen der hessischen Firma.

Mit diesem Slogan wirbt das Unternehmen Sodexo. Foto: Screenshot

Mit diesem Slogan wirbt das Unternehmen Sodexo. Foto: Screenshot

Das Unternehmen hat sämtliche betroffenen Einrichtungen in Ostdeutschland beliefert. In Brandenburg waren jedoch nicht alle Schulen und Kitas, die zu den Kunden zählten, auch von Krankheitsfällen betroffen. Trotzdem sollen dort die rund 1.800 Kitas und Horte im Land ihre Essens-Lieferanten genau unter die Lupe nehmen. Das empfahlen Gesundheits- und Bildungsministerium und verwiesen auf die Zuständigkeit der Träger. Da die Ursache für die Erkrankungen noch nicht geklärt ist, sehen die Behörden keine Grundlage, Essen von Sodexo zu untersagen.

In Berlin sind derzeit Herbstferien, die Schulen betreuen aber Kinder in Horten. Die Senatsverwaltung empfahl Eltern weiterhin, ihren Kindern Essen mitzugeben. In Thüringen untersagte eine Amtsärztin dem Anbieter bis auf weiteres, in einer Suhler Großküche das Essen zu kochen, wie eine Sprecherin der Stadtverwaltung mitteilte.

Vom Herd auf den Teller in drei Stunden

Sodexo hat Küchenstandorte in verschiedenen Bundesländern; vor allem im Osten Deutschlands. Nach Angaben des Unternehmens werden aus diesen Küchen jeweils zwischen zehn und 140 Einrichtungen beliefert. Das können Schulen mit mehreren hundert Portionen oder auch Grundschulen mit einigen Dutzend Portionen täglich sein. Auch Kindertagesstätten und Tagesmütter gehören zu den Sodexo-Kunden.

Die Lieferwege von den regionalen Küchen zu den Kunden sind laut Unternehmen kurz. Tourenpläne und Standorte sind demnach so ausgelegt, dass möglichst wenig Zeit vom Ende des Kochens bis zum Servieren vergeht. Als kritische Grenze wird dabei von drei Stunden ausgegangen. Die jeweiligen Betriebsleiter steuern den Einkauf. Frische Ware kommt dem Unternehmen zufolge von regionalen Lieferanten, länger Haltbares und Trockenprodukte von überregionalen Logistikern. dpa
(1.10.2012)

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