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„Der Kernpunkt der Arbeit muss der Unterricht sein“: Wie sich die Philologen den Lehrerberuf in zehn Jahren vorstellen

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HANNOVER. Lehrkräfte unterrichten, beraten, dokumentieren, organisieren Klassenfahrten, kümmern sich um digitale Systeme, führen Elterngespräche und übernehmen immer mehr Aufgaben, die mit Unterricht nur noch indirekt zu tun haben. Der Philologenverband Niedersachsen sieht darin eine zentrale Ursache für die wachsende Überlastung und Unzufriedenheit in den Kollegien. In einer „Agenda 2035“ entwirft der Verband deshalb nicht nur ein bildungspolitisches Programm, sondern auch ein detailliertes Zukunftsbild des Lehrerberufs. „Der Kernpunkt der Arbeit muss der Unterricht sein“, so heißt es darin. 

2035. Illustration: News4teachers.

Als die Deutschlehrerin morgens das Lehrerzimmer betritt, wartet dort kein Stapel von Formularen auf sie. Sie muss keine Klassenfahrt abrechnen, keine Datenschutz-Folgenabschätzung erstellen und keinen Drucker wieder zum Laufen bringen. Stattdessen bereitet sie ihren Unterricht vor, bespricht mit Kolleginnen und Kollegen fachliche Fragen und arbeitet an Förderkonzepten für einzelne Schülerinnen und Schüler.

So könnte ein Arbeitstag einer Lehrkraft in zehn Jahren beginnen – zumindest nach den Vorstellungen des Philologenverbandes Niedersachsen.

Mit seiner Ende 2025 verabschiedeten „Agenda 2035“ legt der Verband ein bildungs- und berufspolitisches Grundsatzpapier vor, das über einen klassischen Forderungskatalog hinausgeht. Entstanden ist das Papier nach einem Beschluss des Philologentages 2024, eine Zukunftsvision für die gymnasiale Bildung zu entwickeln. Herausgekommen ist ein umfassendes Bild davon, wie Gymnasien und insbesondere die Arbeit von Lehrkräften in zehn Jahren organisiert sein sollen.

Wer die Agenda liest, stößt immer wieder auf dieselbe Diagnose: Der Lehrerberuf sei durch eine Vielzahl zusätzlicher Aufgaben überfrachtet worden.

Zwar betont der Verband ausdrücklich die Attraktivität des Berufs. „Der Beruf der Lehrkraft ist von den meisten Kolleginnen und Kollegen gewählt, weil sie gern mit Kindern und Jugendlichen arbeiten und sie mit Freude in ihren Unterrichtsfächern unterrichten“, heißt es. Viele Lehrkräfte empfänden „eine große Zufriedenheit in ihrem Beruf – trotz aller Herausforderungen“. Gleichzeitig fehle es aber „aktuell und in Zukunft“ an jungen Menschen, die sich für das Lehramt entschieden. Um die Attraktivität zu steigern, müssten „die Arbeitsverdichtung gesenkt und die Arbeitsbedingungen verbessert werden“.

„Lehrerinnen und Lehrer müssen keine Aufsichten führen, Protokolle schreiben oder Klassenfahrten organisieren. Sie sollen mehr Zeit für ihre Kernaufgaben haben“

Im Zentrum des Zukunftsbildes steht deshalb eine Neudefinition dessen, was Lehrkräfte tun sollen – und was nicht mehr.

Der Verband formuliert das deutlich: „Der Kernpunkt der Arbeit muss der Unterricht sein.“ Unterstützung solle durch andere Berufsgruppen erfolgen. „So ist ein Ausbau der psychologischen und sozialpädagogischen Beratung sinnvoll. Ebenso benötigen Schulen Fachkräfte, um die Digitalisierung zu betreuen. Verwaltungskräfte können sowohl Schulleitungen als auch Lehrkräfte unterstützen.“ Die Konsequenz: „Lehrerinnen und Lehrer müssen keine Aufsichten führen, Protokolle schreiben oder Klassenfahrten organisieren. Sie sollen mehr Zeit für ihre Kernaufgaben haben.“

Scharf kritisiert der Verband den bisherigen Umfang administrativer Tätigkeiten. Unter der Überschrift „Unterricht statt Verwaltung!“ fordert er den Einsatz zusätzlicher Verwaltungskräfte. Diese könnten „das Budget verwalten, die Schulbuchausleihe organisieren, das Ganztagsangebot und die Kurswahlen organisieren, Klassenfahrten buchen und abrechnen, beim Gebäudemanagement unterstützen, bei der Statistik zuarbeiten, Datenschutz-Folgenabschätzungen erarbeiten, Protokolle schreiben und vieles mehr“. Hinter der Forderung steht ein ökonomisches Argument. Der Verband hält es für ineffizient, dass akademisch ausgebildete Lehrkräfte einen Teil ihrer Arbeitszeit für Aufgaben aufwenden, die auch von Verwaltungs- oder Assistenzpersonal erledigt werden könnten.

Dahinter steht das Bild einer Schule, die deutlich arbeitsteiliger organisiert ist als heute. Die Lehrkraft erscheint darin nicht als Allzweckkraft für sämtliche Probleme des Systems Schule, sondern als Fachperson für Bildung, Unterricht und Pädagogik.

Gleichzeitig grenzt sich der Verband von bestimmten pädagogischen Leitbildern ab. Das Kultusministerium solle zwar ein Berufsbild entwickeln, dieses dürfe jedoch „nicht von ideologischen Setzungen geprägt“ sein. Besonders deutlich wird die Position beim Verständnis der Lehrkraftrolle: „Die Lehrkraft darf nicht nur als ‚Lernbegleiter‘ verstanden werden. Dies engt die pädagogischen Möglichkeiten ein. Die Lehrkraft hat pädagogische Autonomie.“ Welche Unterrichtsmethoden eingesetzt würden, solle weiterhin die einzelne Lehrkraft entscheiden. Offene Unterrichtsformen seien dabei ebenso legitim wie lehrerzentrierte Konzepte.

Diese Vorstellung prägt auch das Bild des Gymnasiums der Zukunft. Das Gymnasium sei, so der Verband, „eine tragende Säule unserer Bildungslandschaft und eine Institution von unschätzbarem Wert für die Gesellschaft“. Es stehe „für Allgemeinbildung und Wissenschaftspropädeutik, für Leistungsbereitschaft und Anstrengungskultur, für Gerechtigkeit und Durchlässigkeit“. Es sei „der Ort, an dem junge Menschen befähigt werden, kritisch zu denken, Verantwortung zu übernehmen und die Zukunft aktiv zu gestalten“.

Die Schule des Jahres 2035 erscheint dabei nicht als radikal neues Lernlabor. Vielmehr verteidigt die Agenda viele klassische Elemente gymnasialer Bildung. Gefordert werden „eigenständige Fächer mit hoher Fachlichkeit“, „klare Kerncurricula“ und ein „durchgehender Bildungsgang von Jahrgang 5 bis zum Abitur“. Die allgemeine Hochschulreife bleibe „das Alleinstellungsmerkmal des Gymnasiums“.

Gleichzeitig soll das Gymnasium auf gesellschaftliche Veränderungen reagieren, „ohne sein Profil aufzugeben“. Der Verband fordert „eine Balance von individueller Förderung und klaren Anforderungen, die Qualität und Vergleichbarkeit sichert“. Bemerkenswert ist, dass dabei der „Elternwille und fundierte Empfehlungen als Grundlage für Gymnasialzugang“ anerkannt werden (wohingegen der Bayerische Philologenverband nicht mal mehr einen strikten Übertritt nach Noten als ausreichend limitiert wahrnimmt – News4teachers berichtete).

Die Agenda erkennt den technologischen Wandel ausdrücklich an, ordnet ihn aber konsequent dem Bildungsauftrag unter. „Die Geschwindigkeit, mit der sich die KI-Technologien in den letzten Jahren in unserer Lebens- und Arbeitswelt entwickelt haben, lässt keine Prognose zu, welche Möglichkeiten sich bis zum Jahre 2035 eröffnen werden“, heißt es. Trotzdem sieht der Verband Chancen für die gymnasiale Bildung. Maßstab bleibe jedoch „der anspruchsvolle gymnasiale Bildungsbegriff“.

Was bedeutet das in diesem Kontext? „Gymnasiale Bildung rückt seit jeher den Aspekt des Verstehens in den Vordergrund“, formuliert die Agenda. Für den Verband zeigt gerade die Verbreitung von KI, was nach seiner Auffassung nicht automatisiert werden kann. Zwar könne künstliche Intelligenz Informationen ordnen und Ergebnisse strukturieren. „Sie ist nicht in der Lage, Verantwortung für ihre Ergebnisse zu übernehmen“, heißt es in der Agenda. Gerade deshalb rücke „die Kernaufgabe gymnasialer Bildung, nämlich die Fähigkeit zur fundierten Entscheidung und zur Übernahme von Verantwortung, in den Vordergrund“. Diese Kompetenz basiere auf einer „reflektierten, rational-kritischen Durchdringung von Welt“, auf dem kritischen Hinterfragen von Informationen, einer multiperspektivischen Herangehensweise und dem konstruktiven Umgang mit Unsicherheiten.

So wird die Digitalisierung insgesamt eher als Werkzeug, denn als Leitidee verstanden. Der programmatische Titel des entsprechenden Kapitels lautet: „Didaktik lenkt, Technik dient“. Der Verband betont ausdrücklich: „Mobile Endgeräte sind nur ein Medium unter vielen.“ Noch grundsätzlicher heißt es: „Die didaktischen Inhalte haben Vorrang.“ Und weiter: „Die unmittelbaren Interaktionen zwischen Lehrkräften und Lernenden sowie zwischen Schülerinnen und Schülern haben eine so gewichtige Rolle für alle Lernvorgänge, dass sie unverzichtbar für jeglichen Lernerfolg sind.“

„Schule ist Arbeitsplatz – mit Anspruch auf Sicherheit, Planbarkeit und Ausstattung“

Skeptisch blickt der Verband auf Überlegungen, digitale Technologien könnten helfen, den Lehrkräftemangel abzufedern. Als Risiko nennt die Agenda die „vermeintliche Minderung des Lehrkräftemangels durch selbstgesteuertes Lernen“. Gemeint sind Konzepte, bei denen Lernprogramme, Erklärvideos oder digitale Plattformen Teile des Unterrichts übernehmen sollen. Der Philologenverband weist solche Erwartungen zurück. Lernen sei wesentlich auf die direkte Interaktion zwischen Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern angewiesen. Digitale Werkzeuge könnten Unterricht unterstützen, ihn aber nicht ersetzen.

Das Bild der Lehrkraft im Jahr 2035 wird auch durch bessere Arbeitsbedingungen bestimmt. Die Agenda zeichnet das Bild kleinerer Lerngruppen, stärkerer Unterstützungssysteme und einer spürbaren Entlastung älterer Lehrkräfte. Gefordert werden Oberstufenkurse mit maximal 20 Schülerinnen und Schülern und langfristig Klassen mit höchstens 25 Kindern und Jugendlichen. Erfahrene Lehrkräfte sollen bereits ab dem 55. Lebensjahr Altersermäßigungen erhalten. Berufseinsteiger sollen in den ersten beiden Jahren weniger unterrichten müssen.

Auch die Infrastruktur der Schulen soll sich verändern. Lehrerarbeitsplätze werden ebenso gefordert wie IT-Assistenz, Gesundheitsförderung und moderne Arbeitsplätze. „Schule ist Arbeitsplatz – mit Anspruch auf Sicherheit, Planbarkeit und Ausstattung“, formuliert die Agenda. News4teachers 

Hier geht es zur vollständigen „Agenda 2035“ des Philologenverbands Niedersachsen. 

Zahl der Schulabbrecher halbieren! Kultusministerinnen von CDU, SPD und Grünen definieren Bildungsziele bis 2035

 

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244 Kommentare
Katze
7 Tage zuvor

„Der Kernpunkt der Arbeit muss der Unterricht sein“: Wie sich die Philologen den Lehrerberuf in zehn Jahren vorstellen.
Applaus, Applaus für den Philologenverband – endlich jemand, der in der gegenwärtigen Bildungslandschaft noch den Mut hat, etwas auszusprechen, das früher einmal selbstverständlich war. Genau so haben sich viele aus Generation X, die vor über 30 Jahren bewusst das höhere Lehramt am Gymnasium ergriffen haben, ihren Beruf vorgestellt: unterrichten. Fachlich. Anspruchsvoll. Mit Inhalt. Nicht als pädagogische Animateure eines Systems, das gleichzeitig die Anforderungen senkt und die Noten hebt.
Denn während das Neue Normal der letzten Jahre darin bestand, die Schulen in eine Mischung aus Reformlabor und Wohlfühlzone zu verwandeln, wurden Lehrkräfte zu „Lernbegleitern“ umetikettiert, die bitte Bestnoten vergeben sollen, damit die Statistik glänzt. Aber natürlich ohne Schülerinnen und Schüler mit Inhalten und Fachlichkeit zu erschrecken oder anzustrengen. Fachliche Entkernung bei gleichzeitiger Noteninflation – wie absurd.
Oder, wie es die Bildungsinitiative Schland 2035 vermutlich formulieren würde: „Wir machen alles leichter – und nennen es Fortschritt und Chancengerechtigkeit.“
Da wirkt der Satz, die Lehrkraft dürfe nicht nur als Lernbegleiter verstanden werden, fast wie ein unerlaubter Realitätsdurchbruch. Und dass die Lehrkraft pädagogische Autonomie habe und selbst entscheiden solle, welche Methoden sinnvoll sind – offene Unterrichtsformen oder lehrerzentrierte Konzepte – ist in diesem jahrzehntelang anspruchsentsorgten und konzeptverstopften System fast schon ein revolutionärer Gedanke: Kompetenz durch Können statt durch Konzeptfolklore.
Und dann wird das Gymnasium wieder als das beschrieben, was es einmal war:
eine „tragende Säule unserer Bildungslandschaft“, ein Ort der „Allgemeinbildung und Wissenschaftspropädeutik“, der „Leistungsbereitschaft und Anstrengungskultur“, der „Gerechtigkeit und Durchlässigkeit“. Ein Ort, an dem junge Menschen „kritisch denken, Verantwortung übernehmen und die Zukunft aktiv gestalten“ sollen – und nicht nur lernen, wie man sich durch Kompetenzraster hangelt.
Und genau hier schließt sich der Kreis:
Die allgemeine Hochschulreife bleibe „das Alleinstellungsmerkmal des Gymnasiums“.
Na dann mal los – damit diese auch wieder drin ist, wo Abiturient draufsteht.

Stiller Beobachter
7 Tage zuvor
Antwortet  Katze

„das Neue Normal der letzten Jahre darin bestand, die Schulen in eine Mischung aus Reformlabor und Wohlfühlzone zu verwandeln, wurden Lehrkräfte zu „Lernbegleitern“ umetikettiert, die bitte Bestnoten vergeben sollen, damit die Statistik glänzt.“

Das Problem ist, dass der richtige Weg (selbst-organisiertes, begleitetes Lernen, lernstandsangepasste Inhalte usw.) schlecht umgesetzt und der Begriff der“ Lernbegleiter“ fröhlich umetikettiert wurde zu einem Happy Bestnoten Feeling Manager.

Wer war eigentlich für die Umsetzung verantwortlich? Die Schülerinnen und Schüler?

Es gibt sehr erfolgreiche Beispiele – weltweit aber auch unter großem Widerstand in Deutschland – die zeigen, dass es hervorragend funktionieren kann. Und wissenschaftlich ist die Lage sowieso klar.

Unverzagte
7 Tage zuvor

Vielen Dank für diesen entspannten, nüchternen Beitrag.

unfassbar
7 Tage zuvor

Können Sie belegen, dass das selbstorganisierte, begleitende Lernen mit lernstandsangepassten Inhalten der richtige Weg für die Schüler mit problematischer Arbeitseinstellung ist? Ich kenne das eher anders. Je schwieriger die Einstellung, desto stärker müssen sie geführt werden. Das beißt sich dann allerdings mit den individualisierten Inhalten aus logistischen Gründen.

Sind Sie eigentlich ein Lehrer, der das genau so durchführt? Wie viele Stunden hat Ihr Arbeitstag? Unter 240 kann ich mir nicht vorstellen.

Stiller Beobachter
7 Tage zuvor
Antwortet  unfassbar

Was ist denn eine „problematische Arbeitseinstellung“, wie definieren Sie das denn?

dickebank
7 Tage zuvor

Übereifer

Unfassbar
7 Tage zuvor

Grob: Alle, die sich selbst verschuldet schlechter schlagen, als im optimalfall möglich. Umgangssprachlich faul.

noch gröber: die intrinsisch weniger ehrgeizige und motivierte Hälfte der Klasse

Auch Beobachter
6 Tage zuvor
Antwortet  Unfassbar

„Umgangsprachlich faul“ ist in all den Schulreformartikeln auf N4T kein Thema. Vermutlich daran liegt es aber, das all die neunen Ideen auf dem Bildschirm zwar gut aussehen, in der Praxis aber nicht so funktionieren mögen.
Kurz gesagt, Schule kann noch so gut sein, aber wenn die Kinder von Eltern und Umfeld schon verzogen werden, dann bauen sie halt auch in der Schule nur Mist.
Eine unguter Zustand alle, der nicht aufgelöst werden kann solange weiter unaufrichtig um den heißen Brei herumgeredet wird.

Cornelia Springe
5 Tage zuvor

„problematische Arbeitseinstellung“ versteht jeder Lehrer, der unterrichtet.

Bla
7 Tage zuvor
Antwortet  unfassbar

Warum beißt sich das denn?
Man muss dann eben den Rahmen anpassen. Ist doch nicht anders bei „Regelunterricht“ [was auch immer das sein soll …]?

Gibt bei mir halt SuS, welche in den Nebenraum dürfen und andere, welche im Klassenzimmer auf dem Platz bleiben müssen. Kann man sich schnell denken, welche „Gruppe“ wo ist … Und glauben Sie mir. Auch das „schwierigste Kind“ möchte mal gerne in den Nebenraum und erarbeitet sich das. Gerade „diese“ oft sogar. Nicht jede Woche, aber immer wieder. Ist das dann nicht schon ein Fortschritt und Erfolg?
Wer Quatsch macht … Wird eben enger kontrolliert und in den Fokus genommen.
Wer seine Aufgaben macht, sich abhakt und von sich aus gerne vorzeigt … Der läuft ja. Funktioniert dann.
Andere müssen die Hefte dann halt „vorlegen“. Bis sie so weit sind, dass das von sich aus geht.

Klar ist das Zeitintensiv. Logischerweise braucht das mindestens zwei („Lehr“)Personen. Ist so.
Dann kann sich eine Person auch mal eine gewisse Zeit neben jemanden setzen, bis dieser „selbständiger“ arbeitet. Auch das ist für einige ein Anreiz etwas mehr Gas zu geben.

Und ja … Habe da Praxiserfahrung.
Wobei ich keine Noten geben muss – außer Abschluss.
Tests darf ich schreiben – muss aber nicht.
Zusätzlich wird selbstverständlich der Rahmen besprochen. Gibt eben SuS, welche den Wochenplan nicht schaffen und welche, die ihn schaffen und Zusatzaufgaben machen (müssen) und das auch machen. Oder eben „wenn alles fertig“ die Zeit nutzen und lesen.

Logischerweise kann ich nicht „alleine“ jeden SuS kompkett zieldifferent Unterrichten. Braucht man sich doch nichts vorzumachen. Aber Binnendifferenziert mit Zusatz geht doch recht gut.
Klar … Rahmenbedingungen sind dazu zwingend nötig.

Alese20
6 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Vielen Dank für diese differenzierte Antwort. Hier wird meistens von der derzeitigen Motivation der SuS darauf geschlossen, dass SOL nur bei wenigen ginge. Als wenn sich diese nicht weiterentwickeln könnten.

Tigrib
6 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Wir haben weder Räume noch Personal dafür. Und das wird sich so schnell nicht ändern (können)

Bla
5 Tage zuvor
Antwortet  Tigrib

Richtig. Das ist das Problem dabei.

Ändert nichts daran, dass es funktioniert. Es fehlen dazu aber vielerorts leider die Ressourcen und Rahmenbedingungen.

PetraOWL
7 Tage zuvor

nur noch mit etwas Homeschooling und der 4 Tage Woche 🙂

Tom
7 Tage zuvor
Antwortet  PetraOWL

gerne ab sofort, liebe Petra!!

Canishine
7 Tage zuvor

Selbst-organisiertes Lernen wird also nicht von den Schülern selbst organisiert? Sorry, mein Fehler. Und wer bestimmt das selbstbestimme Lernen, wer verantwortet das eigenverantwortliche Lernen?

Unverzagte
7 Tage zuvor
Antwortet  Canishine

Nein, Lernbegleitung sollte auch hier mitschwingen.

Was vermuten Sie denn, wie sich Selbstbestimmung sowie Verantwortung aufteilen lässt?

Canishine
7 Tage zuvor
Antwortet  Unverzagte

Wenn ich bestimme, dann verantworte ich auch, besonders, wenn um mich selbst geht.

Canishine
7 Tage zuvor
Antwortet  Unverzagte

… es um …

Unverzagte
6 Tage zuvor
Antwortet  Canishine

Selbstverständlich sollte diese Bestimmung insbesondere Verantwortung entsprechend geteilt werden.

Mika BB
6 Tage zuvor
Antwortet  Unverzagte

Dann ist das Lernen allerdings nicht selbst, sondern Mensch Teilung fremdbestimmt.

Mika BB
6 Tage zuvor
Antwortet  Mika BB

Boah, diese fiese Autokorrektur…
„sondern je nach Teilung fremdbestimmt“ sollte da stehen.

Stiller Beobachter
7 Tage zuvor
Antwortet  Canishine

Der Rahmen für selbst-organisiertes Lernen und die Entwicklung der Fähigkeiten dazu werden selbstverständlich nicht eigenständig ohne Anleitung durch die SuS entwickelt.

Daran scheitert es aber. Ist ja hier seitenweise zu lesen, dass die SuS „problematische Arbeitseinstellungen“ mitbringen usw.

Wenn das durch die Bank weg der Fall ist, da Frage ich mich dann schon ob nicht vier Finger der Hand doch auf einen selbst zeigen, wenn man immer auf andere zeigt.

Canishine
7 Tage zuvor

Da Sie ja fragten, wer für die Umsetzung verantwortlich ist: Ich als Lehrer, daher setze ich den Rahmen so, wie ich verantworten kann, nicht

Canishine
7 Tage zuvor

wie manche es gerne hätten und ggf. die Rahmensetzung als Kontrolle brandmarken. Es bleibt noch immer viel Raum für selbst-organisiertes, eigenverantwortliches Lernen.

Canishine
7 Tage zuvor

Meine Rahmensetzung erfolgt allerdings nur in dem Rahmen, der mir schon vorgegeben ist.

DerechteNorden
7 Tage zuvor

Eine problematische Arbeitshaltung entsteht, wenn man vermittelt bekommt, dass Schule keine Arbeit machen darf, sondern im Gegenteil man alles (in diesem Fall: gute Noten) so bekommt und dabei Spaß hat.

Diese Haltung bringen nicht wenige Kids von zuhause mit.
Interessant ist, dass es eben nicht durch die Bank weg so ist, dass Heranwachsende so sind, weshalb ich mich auch bestätigt darin sehe.
Es ist ja seltsam, dass noch die Mehrheit der S*S nicht so tickt.

BTW: Ich frage mich immer, was genau selbst-organisiertes Lernen eigentlich ist und was es genau bringen soll. Letztendlich gehen in Deutschland seit der flächendeckenden Einführung der Schulpflicht (1919) Menschen zur Schule und schaffen es in der Regel ein selbst-organisiertes Leben zu führen.
Diejenigen, die es nicht schaffen, sind entweder kognitiv nicht in der Lage dazu oder bringen von zuhause aus Probleme (zu viel Kümmern, Vernachlässigung, Missbrauch, kein stabiles Umfeld, negatives Umfeld, Krankheit, negative Einstellung der Eltern gegenüber Schule und anderen staatlichen Institutionen u.a.) mit. Letzteren wird man mit selbst-organisiertem Lernen nicht helfen können.

DerechteNorden
6 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Und ich wundere mich, wie z.B. meine Eltern ihr Leben so erfolgreich führen könnten, obwohl Schule damals noch viel weniger auf Selbstorganisation gesetzt hat. Und wie haben meine Freunde und ich es geschafft?
Wie lernen chinesische Kids? …

DerechteNorden
6 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Erfolgreich ist, wer ein insgesamt glückliches Leben geführt hat/führt.
Und das kann ich von meinen Eltern, meinen Freunden und mir durchaus sagen.
Hey, und das trotz dieser ganz schlimmen und bösen Schulsysteme in Deutschland!

Wie schön, dass Sie hier ein paar Namen von ehemaligen Montessori-Schüler*innen als Beispiel nennen.
Ich werde mir mal verkneifen, erfolgreiche Menschen aufzuzählen, die die schlimmen und bösen deutschen Schulsysteme hervorgebracht haben, da das komplett den Rahmen sprengen würde, weil es so viele sind.

Lera
6 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Erstaunlich finden wir den hier immer wieder angewendeten doppelten Maßstab:

Wenn Lehrkräfte über Arbeitsbedingungen klagen – ist alles ganz schlimm (vieles davon stimmt ja auch).

Wenn aber Eltern, Schüler oder Bildungsforscher feststellen, dass das Schulsystem dysfunktional ist – dann schließen sich die Reihen und plötzlich ist alles ganz toll und es reicht ja, wenn jeder in seinem Schrebergarten glücklich ist.“

Da liegt wohl ein Missverständnis vor. dessen Auklärung Ihr Erstaunen lindern könnte.

Lehrer wollen (Auswahl ;))
o kleine Klassen
o weniger Deputat –> mehr Qualität
o möglichst homogene Lerngruppen (jaja)
o fachliche Leistung wertschätzen und fördern, auch durch Noten
o Basiskompetenzen und fachliche Grundlagen

Bildungsforscher wollen (beispielhafte Illustration):
o laut Hattie (angeblich) keine kleineren Klassen, da nicht wichtig für den Lernerfolg (obwohl er da ja auch etwas zurückgerudert ist, mir geht es hier eher um die breite Hattie-Rezeption)
o noch mehr Unterricht aus 1 Lehrer rausquetschen, indem „Effizienzgewinne“ durch „multiprofessionelle Teams“ herbeiphantasiert werden
o Heterogenität maximieren
o noch weniger Leistungsorientierung, Noten am besten abschaffen
o viele Sahnehäubchen, wenig Kuchen

Fällt es Ihnen auch auf?

Das sind verschiedene Dinge.

Es freut mich, wenn ich weiterhelfen konnte.

DerechteNorden
6 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

An anderer Stelle schrieb ich Ihnen ja schon, wie man das Problem Elternhaus in den Griff kriegen könnte. Einfach alle Kids in Internate schicken. Mit Ganztag kriegt man die genannten Fälle nämlich auch nicht, weil die Zeit, die sie dabei in der Schule verbringen, nicht ausreicht, um die negativen Einflüsse von außerhalb der Schule auszugleichen.

DerechteNorden
6 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Nö, sondern mehr Struktur und ein viel früheres Eingreifen des Staates, statt jahrelanges Abwarten, dass Angebote von Eltern angenommen werden.
Übrigens gibt es einen Mittelweg zwischen der kompletten Ausrichtung aufs Ich und dem chinesischen Weg.

Unverzagte
6 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Naja, in Form von familienunterstützenden Hilfskräften, die ein Extraauge auf den Nachwuchs werfen, wäre das ein sinniges Eingreifen.

Rainer Zufall
5 Tage zuvor
Antwortet  Unverzagte

Siehe Vehrenkamp… :/

DerechteNorden
6 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Klingt, als wären unsere Schulen Gefängnisse.
Warte mal, wer lamentiert denn nun eigentlich mehr? Sie oder ich?

Der Blick nach Skandinavien, wo der Staat sehr viel früher eingreift, lohnt sich.
Sonst kommen Sie doch immer mit Skandinavien. Dann müssten Sie doch wissen, dass die dort beileibe nicht so freizügig und nachgiebig sind wie der deutsche Staat, wenn es um Eltern und ihre Kinder geht.

Rainer Zufall
6 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Ab wann, sollen Eltern „Probleme“ Ihrer Meinung nach haben?
Nach dem ersten Sitzenbleiben oder schon früher?

DerechteNorden
6 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

„Wie viel mehr erfolgreiche Menschen – auch im Weltmaßstab – könnte ein gut aufgestelltes deutsches Schulsystem hervorbringen (statt jedes Jahr mehr als 50.000 junge Menschen ohne Abschluss in die Perspektivlosigkeit zu entlassen)? “

Mal ganz ketzerisch: Eines, das wie früher (ab 1960er) mit mehr klaren Strukturen und nucht so viel Tüdelüt statt Unterricht arbeitet?
All die erfolgreichen Deutschen haben ja viel weniger selbstorganisiertes Lernen durchgemacht.

DerechteNorden
6 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich habe nicht geschrieben, dass junge Leute doof sind.
Und natürlich sind diese Leute für sich erfolgreich. Genauso wie Jeff Bezos, der trotz Montessori kein netter Mensch geworden ist.

Unverzagte
6 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Der war auch nur in einer entsprechenden Vorschule, da hätte Montessori offensichtlich längeren Einfluss haben müssen.

Rainer Zufall
6 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

DAS soll Ihr Punkt sein??

Sollen wir nachschauen, in welche Schulen die ganzen Rechtsextremen gingen, welche unsere Demokratie abschaffen wollen? 🙂

laromir
6 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Und es ist ja auch fraglich, ob nur super reiche Menschen als erfolgreich bezeichnet werden können. Bei der Aufzählung oben, scheint ja Erfolg nur an Reichtum und Wirtschaft gekoppelt zu sein. Interessante Sichtweise.

Fräulein Rottenmeier
6 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich würde es ein bisschen kleiner machen, denn es würde ja schon reichen, wenn jeder Schüler befähigt wird, ein nach seinen Maßstäben gutes Leben zu führen. Dafür bedarf es Grundkenntnisse und für einige Fähigkeiten darüber hinaus.
Schule sollte Grundkenntnisse sicherstellen und für einige Föhigkeiten darüber hinaus.
Schule sollte nicht versuchen, alle Probleme lösen zu müssen und darüber hinaus noch die Fertigkeiten zu vermitteln, die Schule als grundständige Aufgabe hat.
Es kommt ja nicht von ungefähr, dass es zur Zeit viele Stimmen gibt, die Reduktion der Aufgaben von Schule fordern
https://www.tagesspiegel.de/wissen/weniger-ist-mehr-eine-gute-schule-ist-nicht-die-in-der-moglichst-viel-passiert-15478090.html

Mika BB
6 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

„ Gilt das auch für die Deutsche Bahn? Einfach mal die Ansprüche auf Pünktlichkeit und Fahrten nach Plan herunterschrauben… Reicht doch, wenn jeder Fahrgast irgendwann mal an seinem Ziel ankommt. Und wenn nicht – auch nicht so schlimm. Woanders ist ja auch schön.“

Genau das von Ihnen Beschriebene MACHT die Deutsche Bahn:

In den 80er Jahren galt ein Zug als pünktlich, wenn er minutengenau laut Fahrplan ankommt. Seit den Ende 2010er Jahren gilt ein Zug als pünktlich, wenn er innerhalb eines Zeitfensters von 6Minuten nach geplanter Ankunftsszeit ankommt. Das wird seit 2020 durch die Reiseendpünktlichkeit (Wortschöpfung der DB) ergänzt: ein Zug gilt als pünktlich, wenn der Reisende innerhalb von 15 Minuten nach dem geplanten Reiseende an seinem Zielort ankommt. Und selbst nach dieser sehr weit gefassten Definitionvon Pünktlichkeit liegt dieselbe bei der DB inzwischen nur noch bei 60% (zum Vergleich: 2015 bei 75%).
Ausgefallene Züge und Züge, die aufgrund zu großer Verspätung von der Strecke genommen werden, zählen dabei nicht mal in die Verspätungsstatistik der DB – das Drama ist also noch viel größer.

Die DB streicht übrigens gnadenlos Züge/Strecken, wenn diese nicht beauftragt und damit bezahlt werden. Dann fahren da nicht nur seltener Züge, sondern mitunter auch gar keine mehr. Und wenn ein Lokführer, warum auch immer, ausfällt, werden die Wagen nicht dem Parallelzug angehangen (wie in der Schule), sondern dann fällt der Zug aus.

Die DB hat ihr Werkstattnetz/Schienennetz aus Kostengründen massiv ausgedünnt bzw. vernachlässigt. In der Folge fallen geplant Fahrten aus, weil keine Züge vorhanden sind. Monatelange Reparaturen am Schienennetz führen zu Streckensperrungen und stundenlangen Umleitungen/Ersatzverkehren.

Und jetzt übertragen wir das wieder zurück auf die Schule…

Mika BB
6 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich habe auch noch keinen Post einer Lehrkraft gelesen, dass die SuS sich mal nicht so anstellen sollen: Unterrichtsausfall sei ja normal und man selbst nicht für die Schulpflicht verantwortlich.

Dass Sie keine Posts darüber gelesen haben, wie Bahner ihr Unternehmen und (im Fall des Zugpersonals) ihre Kunden beurteilen, könnte daran liegen, dass es kein öffentliches Forum „news4Bahner“ gibt oder Sie die entsprechenden Tweets wo auch immer nicht gefunden haben. Ich hab halt über meinen Freundeskreis Kontakt zu über 15 Leuten, die in unterschiedlichsten Positionen bei der DB arbeiten (Stellwerk, Werkstätten, Zugpersonal, Lokführer, …) und bekomme das regelmäßig hautnah mit.

Mit freundlichen Grüßen,
Mika BB

dickebank
5 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

… weshalb die zugführer bei überfüllten und stark verspäteten Zügen z.T das Dienstabteil nicht verlassen. Ich kenne aber keine Lehrkräfte, die im Lehrkräfteaufbewahrungsraum verharren, wenn sie in einer Freistunde Vertretung schieben müssen oder zeitgleich zwei Gruppen betreuuen müssen.

Bla
6 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Und wie steht es in den Schulgesetzen des jeweiligen Landes denn?
In Bayern soll die Mittelschule eben dafür Sorge tragen, dass aus dem/der SuS ein „mündiger Bürger“ wird.
Also genau das, was Frau Rottenmeier hier anspricht.
Grundkenntnisse. Arbeitsfähigkeit im Bereich der dafür vorgesehenen Berufe. Und ein „würdiges Leben“ – eben, damit man durch den Alltag kommt.

Was sieht und sah das Schulgesetz , Lehrplan usw. denn vor? Und mit was (Ressourcen)?
Und was wird so gefordert (und erwartet) von allen Seiten?

Irgendwie geht sich das nicht (mehr) so ganz aus, oder?

Der Vergleich zur Deutschen Bahn wäre, wenn man fordert und erwartet, dass dieser auch den Flugverkehr regelt. Dazu speisen auf Sterneniveau kostenlos anbietet. Und das ganze komplett auf Staatskosten.
Ist das die Realität? Ne? Ein Vergleich jedoch schon.
Wo wollen Sie damit hin?

Die Forderungen sind primär bei „Pünktlich wäre cool“. „Preise schon teuer – kostenloses Ticket, aber man versteht …“. Über die damaligen Philosophie der „Bequemlichkeit“ und dessen PR brauchen wir nicht zu sprechen, oder? Die kennt man inzwischen auch gar nicht und gibt sich notfalls auch mit einem Stehplatz zufrieden.

Wie wäre es an der Schule? Wenn Lehrkraft mal auftaucht – cool? Zumindest zur 2. oder 3. Stunde?
Ist das der Vergleich?
Oder wenn man zumindest „paar Aufgaben“ erfüllt? Also irgendwie anwesend ist (und betreut)?
Wirklich?

Das Grundrecht besteht. Besteht es das nicht auch auf Mobilität? Und Auswahl dessen. Wie läuft das denn so? Flächendeckend?

Das GG wird durch „Schule“ ja abgedeckt. In Deutschland durch „Zwangsteilnahme“ sogar. Durch den LP eben auch die Grundbedingungen (und weit drüber hinaus).
Ein Recht auf Essen und Trinken haben wir auch. Zumindest zu überleben. Ist das komplett „kostenlos“ für alle? Ne?
Warum bringt mir der Bäcker nicht jede früh was vorbei?
Ist da kein Grundrecht drauf?
Wie sehr will man denn das GG immer „speziell“ auslegen bitte?

Fräulein Rottenmeier
5 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ja, und? Genau das ist der Auftrag. Und wiederspricht nicht dem, was ich geschrieben habe.
„Ich würde es ein bisschen kleiner machen, denn es würde ja schon reichen, wenn jeder Schüler befähigt wird, ein nach seinen Maßstäben gutes Leben zu führen. Dafür bedarf es Grundkenntnisse und für einige Fähigkeiten darüber hinaus.
Schule sollte Grundkenntnisse sicherstellen und für einige Föhigkeiten darüber hinaus.“

Hat das bayrische Gesetz nur weiter ausgeführt und andere BL formulieren es ähnlich…..

Oder was verstehen Sie darunter einen Menschen zu befähigen ein nach seinen Maßstäben gutes Leben zu führen…..?

Fräulein Rottenmeier
5 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Wie man auch immer „Grundkenntnisse“ definiert. Ich würde darunter „Allgemeinbildung“ verstehen.

DerechteNorden
5 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich gehe davon aus, dass @Fräulein Rottenmeier das mitmeint.
Für mich gehört zur Allgemeinbildung z.B. „Was du nicht willst, das man dir tu‘, das füg‘ auch keinem andren zu“ verinnerlicht zu haben.

Bla
5 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Kurzfassung: „Mündiger Bürger“. Sehr gut.
Und weiter?

Steht dort auch was, was die Eltern und SuS dazu beitragen sollten/“müssen“? Ja?
Ist das wiederum überall die Realität? Ne?
Schade aber auch.
Keine Ahnung … Man macht halt die Angebote und versucht es. Annehmen muss man diese auch und sich beteiligen.

Das „1:1“ als „Transfergedanke“ gibt es halt eben nicht.
Damit SuS Vokabeln gesichert können … Müssen sie diese halt (meist) auswendig lernen und/oder ausgiebig nutzen – auch im Privaten.

Damit ich irgendwann durch die Deutsche Bahn überhaupt am Ziel ankommen kann/könnte, muss ich dort halt auch erst einsteigen … [Mal bei Ihrem Bahnvergleich geblieben …]

Und damit der Fahrer dies anbieten kann, braucht er eben eine Bahn … Ansonsten wird das schwierig.
Wenn er versucht mit dem privaten PKW oder dem Fahrrad – sogar mit dem „Dienstrad“ – alle Gäste/Kunden zu transportieren … dann Mahlzeit.

Und wenn die Bahn dann schreibt, dass alle Gäste am Ziel möglichst schnell und sicher ankommen. Dazu sichert man dies zu. Trust me bro Basis. Dann ändert das doch auch nicht die Realität – wenn es weder die Transportmittel, noch die Fahrer gibt.

Keine Ahnung, worüber wir hier immer sprechen, wenn die Ressourcen halt nicht da sind?
Wir sind halt im „Ist-Zustand“. Da kann man einiges „für andere (!)“ festschreiben und selbst fordern. Ändert doch nichts daran, dass es unter schlechten Rahmenbedingungen halt Abstriche gibt. Wie überall halt. Aber bei Schule beharrt man irgendwie extrem darauf. Sogar der AG/Staat selbst, wobei es dessen Aufgabe halt ist … Nicht nur zu fordern und „zu delegieren“ [kann „er“ beides sehr gut], sondern auch dies wirklich realistisch realisierbar überhaupt zu machen.
Bis dahin bleibt das Ganze halt „theoretischer Schrieb“.

Wenn ich in ein Gesetz schreibe „niemand darf jemanden verletzen, töten oder dergleichen“, dann löst sich nicht „das Problem“. Es ändert nicht die Realität. Da kann ich noch so sehr darauf deuten und sagen „hey, da steht aber …“. Das ja reines Traumdenken.

Jetzt ist halt dann die Frage wie man in der Praxis damit umgeht … Und da kann man inzwischen (bestenfalls) nur noch über einige Forderungen schmunzeln bis lachen. So traurig es auch erscheint und auch ist.

Wessen Aufgabe ist denn die des Staates? Erfüllt er diese? Das ist halt eben die Grundbedingung. Erst dann setzt tatsächlich der wirkliche Fall der Umsetzung(smöglichkeit) doch ein.
Bis dahin kann „Staat/AG/Politik“ mal alles als Schrieb aufsetzen.

Darf ich auch „Wunschressourcen“ aufschreiben? Ja. Werden diese dann auf einmal „Wirklichkeit“? Ne. Funktionierte bisher nicht so gut.

Also konkret … Wir „spielen“ doch in der Realität – bis sich diese zu einer „neuen Realität“ tatsächlich mal ändert.
Und wenn insb. der AG halt „Sachen festlegt“, aber seinen „Anteil“ [Grundbedingungen] noch nichtmal erfüllen kann und „mag“. Worüber sprechen wir dann in der Real-Auseinandersetzung (auch mit „Vorgaben“ und „Gesetzen“)?

Tackern ohne Tackerklammern? Da muss man schon sehr „kreativ“ sein. Wird schon irgendwie halten?

Rainer Zufall
5 Tage zuvor
Antwortet  Bla

„In Deutschland durch „Zwangsteilnahme“ sogar.“
Haben die Rechtsextremen Ihnen diese Bezeichnung für eine der wichtigsten Errungenschaften unserer Kuktur gesteckt?

Was als Nächstes? Die „Zwangsteilnahme“ an Menschenrechten?
Die „Zwangsteilnahme“ am Existenzminimum, dass die Menschen nichz auf offener Straße krepieren?
Lässt ja erahnen, was Sie und die AfD sich da wünschen… 🙁

Bla
3 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

„Haben die Rechtsextremen Ihnen diese Bezeichnung für eine der wichtigsten Errungenschaften unserer Kuktur gesteckt?“

Gegen wen wurden die Errungenschaften denn durchgesetzt? Wer war denn für Bildung so bekannt? In Geschichte bisschen aufgepasst?
Theologie lehrt (man) das für gewöhnlich doch lieber nicht.

Ansonsten ist eine SchulPFLICHT halt faktisch eine Zwangsteilnahme. Klar. Wie würden Sie das denn bitte bezeichnen?

Ob man das jetzt „Menschenrecht“ definiert, obliegt mal Ihrer Ansicht. Philosophisch könnte man unter „dem freien Willen“ zumindest dagegen argumentieren. Gibt es diesen freien Willen? Ne? Weil man Kindern (und Eltern) diesen nicht zuspricht? Oder wie erklären Sie dies?

„Die „Zwangsteilnahme“ am Existenzminimum, dass die Menschen nichz auf offener Straße krepieren?“

Wie würden Sie denn sowas wie „1-Euro-Jobs“ nennen? Wie sowas wie „nach einem Jahr gehts (notfalls) zur Zeitarbeit“. Wie „Behindertenwerkstätten mit 2,51 Euro Löhnen“?
Ist das alles, was der Staat es so sehr als wichtig ersehnt alle zu integrieren und eine ordentliche Entlohnung vorsieht? Tatsächlich?

Sie kennen die Problematik mit „nichts ortsgebunden obdachlos“ und „keine Anschrift – keine Arbeit“?
Ist Ihnen bekannt? Was ist hieran denn „Existenzminimum“? Oder meinen Sie das tatsächlich als Minimum. Bis zur Existenz – ansonsten halt Pech?
Wie sieht es denn dort im kalten Winter so aus?

„Lässt ja erahnen, was Sie und die AfD sich da wünschen… “

Lässt ja einblicken, welchen „Durchblick“ uns „Weitblick“ Sie haben. Da gehen die meisten Blinden weitsichtiger durchs Leben.
Glückwunsch dazu.

Rainer Zufall
2 Tage zuvor
Antwortet  Bla

„Ansonsten ist eine SchulPFLICHT halt faktisch eine Zwangsteilnahme. Klar. Wie würden Sie das denn bitte bezeichnen?“
Eine Pflicht – daher der Name.
Rechtsextrem – und Sie – framen es anders, macht es aber dennoch nicht richtig.

Ich würde jetzt gerne Witze über „Lebenszwang“ und „Grundgesetzzwang“ raushauen, aber SIE schreiben zum Thema SEIT es Rechtsextreme tun, und genau in deren Wortlaut.

Warten wir mal ab, welche Themen Sie bei der nächsten Landtagswahl „schon immer“ beschäftigt haben werden …

Bla
1 Tag zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

„Eine Pflicht – daher der Name.
Rechtsextrem – und Sie – framen es anders, macht es aber dennoch nicht richtig.“

Dann raus mit der Wahrheit. Wie ist es denn richtig?
Lerne ja gerne dazu.
Erleuchten Sie mich. Gerne.
Wo sehen Sie zudem den Unterschied zwischen einer „Pflicht(anwesenheit)“, „(Präsenz)Pflicht“ und „Zwang zur Teilnahme“?
Klingt Ihnen letztes zu „hart“?
Aber wo ist denn der tatsächliche Unterschied (für Sie oder „objektiv“)?

„Ich würde jetzt gerne Witze über „Lebenszwang“ und „Grundgesetzzwang“ raushauen, aber SIE schreiben zum Thema SEIT es Rechtsextreme tun, und genau in deren Wortlaut.“

Das stimmt einfach nicht.
Ich schrieb schon zuvor davon. Schauen Sie doch ältere Beiträge nach? Ich suche sie Ihnen diesmal nicht raus.
Ob „genau in deren Wortlaut“ weiß ich nicht. Kann ich weder bestätigen, noch tatsächlich verneinen.
Vielleicht ist das so. Mich juckt nicht, was die AfD diesbezüglich meint.
Warum nicht? Weil ich der AfD weder eine sinnvolle Umsetzung einer Bildungspflicht zutraue, noch mich deren Meinung dazu interessiert.
Ich habe meine eigene Meinung diesbezüglich und gut. Dazu brauche ich weder eine Pflaumenpartei, noch sonst was.

Wenn oder falls das „Wording“ tatsächlich „genau wie meines ist“, dann ist das halt eben so. Habe ich auch kein Stress mit. Dann liegt die AfD im Punkto Bildungspflicht aktuell halt richtig.
Wenn die AfD hier auf „gegen Migranten“ hetzt (wie üblich) – oder sonst was dergleichen, dann ist schon mal sicher, dass es nicht „mein Wording“ ist und nicht sein kann.
So einfach sehe ich persönlich das halt.

„Warten wir mal ab, welche Themen Sie bei der nächsten Landtagswahl „schon immer“ beschäftigt haben werden …“

Das können Sie doch einfach nachlesen … Schauen Sie doch ältere Beiträge einfach durch?

Mich juckt es ebenfalls nicht, was Sie diesbezüglich denken oder meinen. Wenn es Ihnen besser geht, dann „rücken“ Sie mich doch nach rechtsextrem. Juckt mich wie gesagt nicht – ist ein weitestgehend anonymes Forum hier. Kann jeder und jede sich selbst ein Bild von mir machen – egal, ob es stimmig ist und stimmt oder nicht.
Aber bitte „verbinden“ Sie mich nicht mit einer Assi-Partei wie der AfD. Das geht etwas über „Meinung“ hinaus finde ich.
Sie können das für sich so empfinden. Sie können so denken. Ok. Ist dann halt so. Aber das immer wieder so zu diffamieren macht es halt nicht richtiger und Sie höchstens weiterhin zur Lachnummer.

Rainer Zufall
14 Stunden zuvor
Antwortet  Bla

„Dann raus mit der Wahrheit. Wie ist es denn richtig?“
Sie hauen den Dreck der Rechtsextremen in deren Sprache raus, erst seit die es tun. Ich nehme Ihnen nicht ab, dass Sie sich mit anderen im Forum, welche die Option auf Homeschooling schon lange fordern, solidarisieren, während zufällig die Rechtsextremen dies nun unter den konkreten Begriffen von „Bildungspflicht“ und „Schulzwang“ tun.

„Das stimmt einfach nicht.“
Achso. Woher haben SIE den Begriff der „Bildungspflicht“ stattdessen?

Mika BB
6 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

PS: Die Umwandlung der Bahn von einer Behörde hin zu einem Unternehmen und die im deren Zuge erfolgte Aufsplittung des Mutterkonzerns (Fahrzeuginstanthaltung, Fernverkehr, Regio, Services, Sicherheit,…) ist geradezu ein Sinnbild für ein nichtfunktionierendes MPT. Jeder Teilbereich für sich soll Gewinne erwirtschaften (börsennotiertes Unternehmen) und wird daher personell und ressourcentechnisch runtergekürzt bis zur Minimalausstattung. In der Folge sieht jeder Teilbereich zu, dass er irgendwie seine Aufgaben erledigen kann, allerdings klappt das Zusammenspiel nicht, weil zu wenig(e) Werkstätten, Züge, Zugpersonal, Werkstattmitarbeiter, doppelgleisige Strecken, Investitionen in Technik und Schiene, …

Ich kenne über meinen Freundeskreis etliche Bahner, die schon vor 94 bei der Bahn gearbeitet haben. Ausnahmslos alle schütteln den Kopf über das, was da abgelaufen ist und weiter abläuft.

unfassbar
5 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Sprich quer denken, abseits der aktuellen Mehrheitsansicht? Ich habe Zweifel, dass Sie das meinten.

DerechteNorden
5 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Wann haben Sie denn das letzte Mal eine Schule von innen gesehen?

Allein im Fach Englisch kann man so kreativ sein. Man verfasst Gedichte, Comics, Blogposts, Video-Clips, Geschichten, Hörspiele, Rollenspiele …

Leider gibt es da jetzt aber KI, die leider die Kreativität abtöten wird, da Kreativsein Zeit in Anspruch nimmt, die man für andere Dinge, die weniger kreativ sind, dann leider nicht hat, so dass man auf KI zurückgreift.

Rainer Zufall
2 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

„Man verfasst Gedichte, Comics, Blogposts, Video-Clips, Geschichten, Hörspiele, Rollenspiele … “
Sie und Ihre Kolleg*innen nicht? Schade

Mika BB
6 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Nö, der ist zum „Ich krieche dem narzistischen Autokraten in den Arsch, wenn’s meinen Einfluss mehrt und mir hilft“ – Typen geworden. Ob das jetzt ein Sinnbild für Erfolg ist? Ich weiß nicht…

DerechteNorden
5 Tage zuvor
Antwortet  Mika BB

Ich habe das so ja auch nicht behauptet.

Rainer Zufall
6 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Achja, die ganzen Internate für lernunwillige Schüler*innen in den 60’ern…
Wird im Forum nicht immer erzählt, dass früher alles besser war?

„All die erfolgreichen Deutschen haben ja viel weniger selbstorganisiertes Lernen durchgemacht.“
Viele erfolgreiche Deutsche schrieben auch nicht in ein Internetforum. Wenn Sie erfolgreich und Ihrer eigenen Definition nach glücklich werden wollen… 😉

Rainer Zufall
6 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

„Erfolgreich ist, wer ein insgesamt glückliches Leben geführt hat/führt.“
Ist ne recht bescheidene Definition eines Menschen, der sich einen Dreck um Schwächere schert 🙁

Aber hey, solange die Kinder, Wanderarbeiter* und Lohnsklav*innen in China glücklich sind…

https://www.spiegel.de/ausland/china-wanderarbeiter-in-diesem-jahr-habe-ich-erst-24-euro-verdient-a-b40f3b8f-5d6f-4280-a5de-ea7816ebd4d7

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Die-Arbeitszeiten-sind-auch-nach-chinesischen-Verhaeltnissen-absolut-illegal-id30386021.html

Doch nicht verzagen! Schreiben Sie gerne den ganztagsbegeisterten Kolleg*innen im Forum, wie lange der Schultag in chinesischen Schulen dauert 🙂

DerechteNorden
5 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

? Hat hier irgendjemand behauptet, dass alle Chinesen glücklich sind?

Erstaunlich finde ich, dass Sie ein glückliches Leben nicht für gut erachten. Ich dachte ja immer, dass das eigentlich für alle Menschen am wichtigsten ist.

Rainer Zufall
2 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Ich antwortete auf diesen Kommentar: „Erfolgreich ist, wer ein insgesamt glückliches Leben geführt hat/führt.
Und das kann ich von meinen Eltern, meinen Freunden und mir durchaus sagen.“
Warum das zum Thema angeführt wurde, gerade als es um China ging… k.A.

Aber die Wanderarbeiter*innnen Chinas werden sich ebentuell nicht so wohl fühlen – was die Schwächen des Beispiels aufzeigt

Auch Beobachter
6 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Chinesische Kinder lernen, was sie lernen sollen – Harmonie

Pippi Langstrumpf kennen bestimmt viele hier aus ihrer Kindheit, und haben das mit rübergenommen- als EIN Bild von Harmonie. Erstaunlicherweise. Vielleicht wegen der schwedischen Dorfidille. Die war aber eigentlich total vernachlässigt. Mutter tot, Vater schwerkriminell und hat dadurch natürlich entsprechende Persönlichkeitsmerkmale entwickelt wie, z.B. die fehlende Einsicht in soziale Konventionen.

Auch Beobachter
6 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

.. die Pipi Langstrumpf Anekdote deutet ganz gut in die Richtung- wie weiter oben geschrieben, ich empfinde die Debatte als unaufrichtig- in meinen Augen kollidiert das Bild der Pippi, die Schwierigkeiten mit Autoritäten hat, mit den immer wieder geäußerten Ansprüchen an (messbare) Leistungen. .. die macht eben was ihr gefällt. Es ist so das vernachlässigt- permissiv aufwachsene Kinder allerhand Herausforderungen mitbringen, die wir im Schulalltag erleben- häufig z.B. als ADHS gelabelt.

Fräulein Rottenmeier
6 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Quatsch!
Mit dieser Aussage diskreditieren Sie ein ganzen Volk. Deren Bildung ist nichts wert, weil es Ihrer Ansicht nach unter der Knute einer restriktiven Politik lebt. Aus Ihrer Sicht darf kein Chinese stolz auf sich und seine Bildung sein….
Glückwunsch…!
Damit schließen Sie nahtlos an zu Ihrer Meinung über die DDR, wo die Menschen, die dort aufgewachsen sind, nichts weniger als Verachtung übrig haben müssen.

Fräulein Rottenmeier
5 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Und deswegen sollte kein Chinese stolz auf seine Bildung sein?
Ja, das politische System ist restriktiv und ganz sicherlich ein Überwachungsstaat, Aber es gibt Menschen, die in diesem Staat leben, und auch sie haben ein Recht darauf, stolz auf das zu sein, was sie sich schaffen durch Z.B. erfahrene Bildung.
Es gibt keinen Grund auf diese Menschen runterzuschauen und zu meinem Sie seien was besseres, nur weil sie zufällig in einem demokratischen Staat leben dürfen.

Fräulein Rottenmeier
5 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich finde Ihre Ansicht sehr seltsam. Bildung hat also nur einen Wert, wenn das politische System passend ist?
Alle Menschen, die in Ländern aufwachsen, die totalitär sind, haben sich also entsprechend nicht nur für ihr Land zu schämen und sondern müssen natürlich auch der Meinung sein, dass ihre Bildung kaum ein Pfifferling wert ist?

Fräulein Rottenmeier
5 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Stimmt, andere Länder haben andere Probleme.
Wir hier in Deutschland haben auch ein riesiges Problem, nämlich das Bildung nichts mehr Wert ist….und diese Problem könnte langfristig dazu führen, dass es aus ist mit den Dichtern und Denkern…

dickebank
4 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Aus der Erfahrung der NS-Zeit eher „Richter“ und „Henker“, wenn man an Filbinger und Konsorten denkt.

DerechteNorden
5 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Es ging Ihnen doch um selbst organisiertes Lernen, das für Sie und einige andere ja alleinseligmachend in puncto Lernen ist.
Wenn es denn so ist, dann muss man aber die Frage, wie es sein kann, dass chinesische S*S trotzdem richtig gut gebildet sind. Das sollte ja unmöglich sein nach Ihren Thesen.

Niemand bezweifelt hier, dass chinesische Verhältnisse nicht den Menschenrechten entsprechen.
Aber darum geht es hier in der Diskussion nicht.
Wie bereits an anderer Stelle geschrieben: Es gibt etwas zwischen China und Ich-will-jetzt-aber …

DerechteNorden
5 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ja, aber das widerspricht meinen Aussagen doch gar nicht.
Oder habe ich geschrieben, dass wir den chinesischen Weg nehmen sollten?
Mir geht es hier nur darum aufzuzeigen, dass es offensichtlich nicht so einfach ist, wie manche glauben, da die Formel „nur selbst organisiertes Lernen bringt angemessene Bildung“ so nicht stimmt.

Rainer Zufall
6 Tage zuvor
Antwortet  Auch Beobachter

Pipi Langstrumpf als ein Bild der Harmonie….
Sorry, aber haben Sie Pipi Langstrumpf jemals gelesen? 😀

Erzählen Sie lieber von Ihrem vielen total echten Bekannten in China, welche Sie glauben lassen, Gehorsam wäre Harmonie (für Sie)

Auch Beobachter
6 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Natürlich, alle und die Serie rauf und runter. Ich glaube die Fernsehserie insbesondere war prägend für eine ganze Generation von deutschen Kindern. Sie ist ein modernes Märchen, eines mit der Aktualität der Themen der damaligen Zeit, ich denke da z.B an die Folgen des 2. Weltkriegs.
Nun sind die Kinder selbst Eltern. Wie jedes guten Märchen erlaubt es verschiedene Perpektiven und es jedoch keine monokausalen Erklärungen.
Der Wert der Harmonie genießt einen hohen Stellenwert in China, Respekt vor Autoritäten gehört als ein Bestandteil dazu. Gehorsam als Begriff haben sie eingebracht, völlig verständlich vor dem Hintergrund der (deutschen) Geschichte.
Der wesentlicher Konflikt hier auf N4T berührt oft die Inklusion. Wie umgehen mit einer Pippi.

Auch Beobachter
5 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Na, sie möchten etwas sagen, mir entgegnen, herauslesen was ich gar nicht vertrete . Das geht auch an @Rainer Zufall. Das nehme ich oft so wahr auf N4T, so ein ein Lagerdenken.

Auch Beobachter
2 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Regierungen sind Regierungen und Leute sind Leute. Ich schrieb nicht über eine Regierung, sondern „Chinesische Kinder lernen, was sie lernen sollen – Harmonie“.

Harmonie als Motiv in der chinesischen Gesellschaft.

Pippi, wie bei Kindern die vernachlässigt und in einer kriminellen Familie aufwachsen, entwickeln mit erhöhter Wahrscheinlichkeit psychische Probleme und werden eher zu einer Christiane F., als zu der Superfrau die Pferde hochheben kann. Das ist nur ihr falsches Selbstbild, ein Schutz.
Da sehe ich Aktualität und Defizit an deutschen Schulen, es gibt nicht mehr wirklich ein (kulturelles) regulativ für eine Pippi. Nun könnte man sagen, ach was soll’s, ist eben der Individualismus.
Doch auch die anderen Kinder leiden darunter, wenn eine Pippi den Unterricht (verständlicherweise) stört, da gibt es nach meiner Beobachtung aber leider zu wenig Regulation. Was ein Hauptgrund ist, warum es in deutschen Schulen nicht rund läuft.

Auch Beobachter
1 Tag zuvor
Antwortet  Redaktion

Eine Nummer kleiner als Euthanasie anzuführen ging es wohl nicht.

Wie auch immer. Im Märchen ist ein Mädchen das in solchen Verhältnissen aufwächst eine Pippi. In der Realität ist ein Mädchen das in solchen Verhältnissen aufwachsen muss wahrscheinlich aber arm dran. Was ist daran so schwer zu verstehen?

Wie ich weiter oben schrieb, es gibt in Märchen immer mehrere Perseptiven und Schichten, das macht ihre Faszination aus.

Auch Beobachter
1 Tag zuvor
Antwortet  Redaktion

.. und wohl so einige der Nachkriegsmädchen sind unter Umständen aufgewachsen wie Pippi, nur das die Realität nicht so war wie im Märchen.
Aber es war für sie ein, schöner, ein rettender Gedanke, eine Identifikation mit dieser Figur, wo man doch selbst eigentlich ganz arm dran war. Das Märchen ist Kernpunkten ( und in seinen späteren Interpretationen der Figur) deckungsgleich der eigenen Familiengeschichte und somit habe ich gewissermaßen eine reale Fortsetzung des Märchens erlebt.

Unverzagte
1 Tag zuvor
Antwortet  Auch Beobachter

Beruhigend nur, dass Astrid Lindgren diese durchaus originelle Interpretation zu Ihrem weltweit beliebtem Kinderbuchklassiker nicht lesen musste.

Rainer Zufall
4 Tage zuvor
Antwortet  Auch Beobachter

Demokratie, Grundgesetz und Wissenschaft vs. AfD, Russland und Bauchgefühl? 😉

Rainer Zufall
4 Tage zuvor
Antwortet  Auch Beobachter

Ups, meinte natürlich China.
Keine Ahnung wie ich auf Russland kam 😉

Rainer Zufall
5 Tage zuvor
Antwortet  Auch Beobachter

„Ich glaube die Fernsehserie insbesondere war prägend für eine ganze Generation von deutschen Kindern.“
Volle Zustimmung, also warum blieb bei Ihnen nichts hängen, dass Sie von schweigenden, gehorsmamen Kindern schwelgen?

„Der Wert der Harmonie genießt einen hohen Stellenwert in China, Respekt vor Autoritäten gehört als ein Bestandteil dazu.“
Wie in jeder Autokratie. Dass Sie Ordnung als „Harmonie“ einbringen – und diese dementsprechend nicht anders erklären können als: Kinder leise und gehorchen – spricht Bände.
Sie bringen es selbst auf den Punkt: „Wie umgehen mit einer Pippi.“

Besorgniserregend, mit Blick auf Ihre Kindheit einfach nur traurig, dass Sie das Mädchen als das Problem ausmachten…

Auch Beobachter
5 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Gerhorsam als Begriff haben sie eingebracht. Ich schrieb von Respekt. Ganz fruchtbar sich in diesem Zusammenhang mit dem Unterschied auseinanderzusetzen, zumal „Respekt“ in deutschen bildungspolitischen Debatten immer wieder hochkommt. Ganz einfach weil es an dem Punkt, noch etwas zu bearbeiten gibt, wie auch im Verhältnis zu „Autorität“ und der Frage was Autorität bedeutet.
Ein Märchen ist Ausdruck von Lebensweisheiten und umschreibt (reale) Probleme, ist aber selbst kein Problem.

Rainer Zufall
4 Tage zuvor
Antwortet  Auch Beobachter

„Gerhorsam als Begriff haben sie eingebracht. Ich schrieb von Respekt.“
Pipi Langstrumpf?

„zumal „Respekt“ in deutschen bildungspolitischen Debatten immer wieder hochkommt“
Jup. Schüler*innen pauschal als „faul“ abzuurteilen, Partizipation als „pädagogisches Blabla“, Schüler*innenorientierung als „Fühlifühli“ in den Schmutz zu ziehen, Grundrechte wie die Religionsausübung oder das Recht auf Teilhabe aus dem öffentlichen Raum zu verbannen, oder die wissenschaftliche Methode als „aus dem Elfenbeinturm“ dem eigenen Bauchgefühl gegenüberzustellen und das Erbringen von Belegen als störend zu empfinden…. Sie haben Recht, dieses Verhalten ist äußest respektlos und unprofessionell.

„Ganz einfach weil es an dem Punkt, noch etwas zu bearbeiten gibt, wie auch im Verhältnis zu „Autorität“ und der Frage was Autorität bedeutet.“
Nein. Es wird professionell (!) bearbeitet, beantwortet und die Antwort gefällt Ihnen nicht. Darum werfen Sie Länder wie China ein, weil dies Ihren Wünschen entspricht, das ist alles

Rainer Zufall
4 Tage zuvor
Antwortet  Auch Beobachter

Ups, ganz vergessen, was Respekt betrifft: Demokratische Werte vermitteln und für demokratische Politik einsetzen:
Wie stehen Sie zu Putins Angriffskrieg auf die Ukraine und das gezielte Beschießen und Töten ukrainischer Zivilist*innen seitens der russischen Armee?

Opossum
6 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

„Taylor Swift wurde zunächst regulär in ihrer Heimat Pennsylvania unterrichtet, wechselte aber für die Highschool zum Homeschooling (über die Aaron Academy), um sich auf ihre Musikkarriere konzentrieren zu können“

Dann ist Homeschooling doch nicht so schlecht.

Dazu gab es auch Erfinder oder Künstler, die zu Hause beschult wurden, wie Agatha Christie, Thomas Edison, Aleksandrr Bell, Florence Nightingale, einige Musiker und Athleten, amerikanische Präsidenten wie Theodore Roosevelt, George Washington…

Steve Jobs und Henry Ford wurden beschult…

Rainer Zufall
5 Tage zuvor
Antwortet  Opossum

Ganz schön viele Biografien dabei, wo die öffentliche Schule noch nicht angemessen gefördert oder kaputtgespart wurden…

Wie viele mehr geniale Geister blieben wohl zurück, weil sich die Mächtigsten die Bildung ihrer Kinder erkauften, im Gegenzug keinerlei Gewicht für öffentliche Bildung einbrachten 🙁

Aber erzählen Sie mehr? Wie war die Bildung im Mittelalter bei Klerus und Adel? Was können wir heute noch darüber lernen, dass diese in ihren Sonderstrukturen besonders profitierten? (augenroll)

Rainer Zufall
6 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Ach hingen Sie in der Grundschule auch die ganze Zeit am Handy und glotzten Tiktok, während Ihre Eltern nach der Arbeit noch an der Hochschule versuchten, Deutsch zu lernen?
Bemerkenswert nahbar – deutlich repräsentativer wie andere Akademiker*innen für die Gesamtbevölkerung 😉

Rainer Zufall
6 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

„Wie lernen chinesische Kids? …“
Fragen Sie Potschemuschka, deren Verwandtschaft arbeitet an einer Schule in China. Die kann Ihnen alles mögliche dazu schreiben 😉

potschemutschka
6 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ach Rainer, Sie fantasieren sich da wieder etwas zusammen. Meine Verwandte arbeitet nicht an einer chinesischen Schule und auch an keiner anderen. Aber sie durchlief das chinesische Schulsystem und studierte dort (als sozialer Aufsteiger). Mittlerweile lebt sie außerhalb Chinas.

Rainer Zufall
5 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Ist aber nicht die Antwort auf DerechteNorden. Ich helfe Ihnen 🙂

„Meine chinesische Verwandte, junge Akademikerin, meinte dazu:
Schule war Alltag und für alle gleich, wer etwas erreichen wollte, hat ohne Jammern gelernt, die Schultage waren sehr lang, vor 22 Uhr in der Oberstufe war man nicht fertig mit allen Aufgaben, früh um 7 Uhr ging es wieder los, Mitbestimmung kaum (Lehrer und Eltern bestimmten und wurden nicht in Frage gestellt), alles war klar geregelt und klar strukturiert, man wusste immer genau, was verlangt wurde, um sein Ziel zu erreichen …“
Hey! Das sollten Sie den ganzen Gegner*innen von Ganztag schreiben! 😀

Bevor ich es vergesse: Haben Sie im Ruhestand inzwischen für sich herausgefunden, ab wann Sie Respekt von Schüler*innen erwarten können?
Die Frage bewegte Sie ja offensichtlich über Ihr gesamtes Arbeitsleben…

Hysterican
5 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Versteht ihr jetzt, warum ich zuweilen bei den seltsamen Kommentaren vom zufällige Rainer die Contenance verliere?

Ich meine ja nur – wegen der Angänge gegen mich durch die Red, die unverzagte, Walter Hasenbrot u.e.a. mehr zu dem Artikel über LuL, die den Schuldienst verlassen.

dickebank
5 Tage zuvor
Antwortet  Hysterican

Nicht aufregen, der besagte Kollege hat es nicht einmal verdient ignoriert zu werden. Also nur nicht ignorieren – in bayrischen Manier.

Rainer Zufall
5 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Danke, dass Sie mich bemerken 🙂

Unverzagte
5 Tage zuvor
Antwortet  Hysterican

Ach was, nur bei Reiner ?

Rainer Zufall
5 Tage zuvor
Antwortet  Hysterican

„Versteht ihr jetzt“
Schon wieder falsch gesiezt, was ist da los?

Aber nur zur Klarstellung: Ich schrieb an DerechteNorden, da müssen Sie sich doch nicht angesprochen fühlen? 😉

Potschemuschka schrieb über Ihre Verwandte aus China als das Thema aufkam. Sie ist ihrer Aussage nach Akademikerin aber keine Lehrkraft, wie ich es annahm (wenig Ingenieur*innen, die über Didaktik aus jahrelang zurückliegender Schulzeit reden), aber die gab Potschemuschka ganz tolle Einblicke, die Sie an die Redaktion und das Forum weitergeben wollte
(https://www.news4teachers.de/2026/05/mehr-personal-in-kitas-und-schulen-multiprofessionelle-teams-mehr-demokratiebildung-kinder-und-erwachsene-verlangen-eine-bildungsoffensive-mit-grosser-mehrheit/#comment-808798)
Und es macht Sie jetzt wütend, dass ich mich daran erinnere, oder was? :/

potschemutschka
2 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Lesekompetenz, Rainer! Was schrieb ich über Didaktik in China? Meine Verwandte beschrieb lediglich den schulischen Alltag einer chinesischen Oberschule (= Tagesablauf) – nicht mehr und nicht weniger! Was fantasieren Sie sich ständig zusammen? Machen Sie das mit Absich, in der Hoffnung andere Leser glauben, was Sie hier so von sich geben? Oder entspringt das alles Ihren wirren Gedankengängen? Lesen Sie doch bitte noch einmal meinen Kommentar, den Sie selbst hier soeben verlinkten und beachten den Kontext (worauf ich antwortete)!

Rainer Zufall
14 Stunden zuvor
Antwortet  potschemutschka

Ja, genau darum verlinkte ich Ihren Kommentar… (augenroll)

„Und ich wundere mich, wie z.B. meine Eltern ihr Leben so erfolgreich führen könnten, obwohl Schule damals noch viel weniger auf Selbstorganisation gesetzt hat. Und wie haben meine Freunde und ich es geschafft?
Wie lernen chinesische Kids? …“ (DerechteNorden)

„Fragen Sie Potschemuschka, deren Verwandtschaft arbeitet an einer Schule in China. Die kann Ihnen alles mögliche dazu schreiben “ (ich)

„Schule war Alltag und für alle gleich, wer etwas erreichen wollte, hat ohne Jammern gelernt, die Schultage waren sehr lang, vor 22 Uhr in der Oberstufe war man nicht fertig mit allen Aufgaben, früh um 7 Uhr ging es wieder los, Mitbestimmung kaum“ (Sie)

Aber wenn Sie aufrichtig der Meinung sind, unbrauchbaren Mist eingeworfen zu haben, der für eine konstruktive Diskussion hnbrauchbar ist, freue ich mich über Ihre Ehrlichkeit an dieser Stelle 🙂

DerechteNorden
5 Tage zuvor
Antwortet  Hysterican

Ja, ich verstehe das sehr gut.
Was mich besonders irritiert, ist die Tatsache, dass man in den Kommentaren oft als Unmensch dargestellt wird und sich in einer Schublade wiederfindet, in der bereits braun-blaue Gestalten abgelegt wurden.

Rainer Zufall
4 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Wann bezeichnete ich jemals jemanden als Unmenschen??

Aber wenn Vehrenkamp seiner eigenen Klientel das Werturteil „faul“ aufdrückt,
Unfassbar oder Bla den AfD-Sprech nachsingen ohne Argumente anzuführen – was verständlich ist, die AfD hat ja auch keine – Potschemuschka kein einziges Wort zum russischen Angriffskrieg und das gezielte Beschießen von Zivilist*innen sagt (bzw. sagen darf?), 447 besäufniserregend tief in sein Frauenbild schauen lässt oder ed840 sich als „neutral“ zu geben, um bloß nicht die eigene Haltung rechtfertigen zu müssen oder Lehrkräfte das Grundrecht auf Religionsausübung aus dem öffentlichen Raum verdrängen wollen… Dann kritisiere ich das, joa.

Muss ja nicht stimmen, niemand wird zum lesen gezwungen, aber wie zuletzt bei Stubentiger bringen da andere nichts anderes an den Tisch oder nur unbelegtes Bauchgefühl, keine konkreten Lösungen :/

Bla
3 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

„Muss ja nicht stimmen“

Da haben Sie einen Punkt. Ihre Ansichten und Auslegungen/Interpretationen „müssen“ nicht stimmen – tun sie ja auch nicht.

„keine konkreten Lösungen“

Die Lösungen habe ich Ihnen mehrfach vorgeschlagen:

– Nachdenken
– Mitdenken
– Workshop/Schulungs/Fobis im Bereich Lesekompetenzen
– Sich mit Themen tatsächlich mal auseinanderzusetzen

Viel Spaß dabei

Rainer Zufall
2 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Nanana, da haben Sie zufällig etwas überlesen: „aber wie zuletzt bei Stubentiger bringen da andere nichts anderes an den Tisch oder nur unbelegtes Bauchgefühl, keine konkreten Lösungen :/“

Der Ball liegt bei Ihnen, einen konstruktiven Beitrag zu leisten – bspw. können Sie uns inspirieren, wie es bei Ihnen an der Privatschule läuft 😉

Wenn Sie sich darauf ausruhen möchten, dass andere falsch liegen könnten (!), ohne dass Sie diese um Quellen bitten oder gar bessere belegte Argumente anführen wollen/ können…
Es wäre eine schwache Leistung in einem Forum, wo alle die wissenschaftliche Methode anzuwenden lernten :/

Bla
1 Tag zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

„Nanana, da haben Sie zufällig etwas überlesen: „aber wie zuletzt bei Stubentiger bringen da andere nichts anderes an den Tisch oder nur unbelegtes Bauchgefühl, keine konkreten Lösungen :/““

Ne, aber ich habe keine Ahnung wer oder was Stubentiger ist.
Und habe tatsächlich (gerade) wenig Lust hier großartig nach ihm/ihr/es zu suchen.

Da fehlt mir einfach der Kontext. Sorry. Was soll ich dann dazu sagen außer: Glaube ich Ihnen gerne …

„Der Ball liegt bei Ihnen, einen konstruktiven Beitrag zu leisten – bspw. können Sie uns inspirieren, wie es bei Ihnen an der Privatschule läuft “

Habe ich öfter.
Mein Angebot besteht weiterhin (auch und insb. an Ihnen): Stellen Sie Fragen. Ich versuche diese dann zu beantworten im Rahmen.

Ist doch gar kein Problem.

„Wenn Sie sich darauf ausruhen möchten, dass andere falsch liegen könnten (!), ohne dass Sie diese um Quellen bitten oder gar bessere belegte Argumente anführen wollen/ können…“

Hier gerne einen Bezug herstellen. Dann kann ich auch konkreter darauf eingehen.

Wo liegen einige [meiner Meinung nach?] denn falsch?
Wo sollten hier Quellen und in welchem Rahmen denn sinnvoll und gewinnbringend sein? Meinen Sie bspw. Ihre völlig veraltete Quelle? Wo sogar noch Bezug zu zwei Personen besteht, welche gegen eine Präsenzpflicht sich aussprechen? Weiß ja nicht so recht …

Bessere Argumente? Oder Belege?
Das Problem mit der Bildungspflicht in Deutschland und dessen Beleg ist die Nicht-Existenz dessen. Es gibt eben nur die Präsenzpflicht.
Belegen Sie doch Gott?
Belegen Sie doch, dass es auf keinen Fall Gott gibt?
Schwierig, oder?

Wir können nur konzeptionell hier die Betrachtungen tätigen.
Ebenfalls aus anderen Ländern die Erfahrungswerte.
Nur sind diese halt nicht 1:1 auf Deutschland übertragbar. Oft alleine schon der strukturellen-politschen Staatsebene halber.

Keine Ahnung, ob Sie das begreifen (können)?

„Es wäre eine schwache Leistung in einem Forum, wo alle die wissenschaftliche Methode anzuwenden lernten :/“

Wissenschaft kann Theorie und Hypothesen sein.
Letztendlich liegt der Beweis jedoch im Handeln.

Also wir können „wissenschaftlich“ hier gerne die Theorie besprechen.
Die „Praxisabnahme“ gibt es halt nicht systembedingt in Deutschland.
Das ist doch absolut logisch und selbst erklärend? Sie haben studiert … Oder haben Sie nur getanzt und gesungen im Studium?

Rainer Zufall
14 Stunden zuvor
Antwortet  Bla

„Ne, aber ich habe keine Ahnung wer oder was Stubentiger ist.“
Wie praktisch. Schade, dass Sie den ersten Kommentar zu einem Artikel überlasen, zu dem Sie mehrfach kommentierten.
Aber vielleicht haben Sie – besser spät als nie – etwas beizutragen? Leider bleiben dessen Probleme – soweit das Forum geht – bis heute ungelöst. Zeit, einem Kollegen in Not noch auszuhelfen? 😉

Bla
7 Tage zuvor
Antwortet  Canishine

Ne?
Selbst-organisiertes Lernen wird logischerweise erstmal eingeführt und geübt. Wie alles optimalerweise.
Dann wird es weiterhin angeleitet.

Selbst-organisiertes Lernen bedeutet ja nicht „mache, was du willst“. Ebenfalls nicht „sei auf dich selbst komplett eingestellt“.
Das würde ja eine Lehrkraft komplett obsolet machen. Ein Traum.

Beispielsweise Wochenplan.
Hier gibt man als Lehrkraft dann den Rahmen vor -> Pflichtaufgaben und Zusatzaufgaben. Dazu ggf. „Raum für Kreativität/eigene Ergänzung“.
Die SuS können dann innerhalb einer bestimmten Zeit [bspw. Montessori: Wahl der freien Arbeit] entscheiden, ob sie alleine, zu zweit oder als Gruppe etwas bearbeiten. Zudem was. Also Deutsch, Mathe, Geschichte usw. Auch je nach Aufgaben natürlich und je nach „Selbstständigkeit/Vertrauen“.
Funktioniert das? Prima.
Funktioniert das nicht? Dann selbstverständlich als „Lernbegleiter“ hier den Rahmen anpassen. Manche sind dementsprechend halt „enger an der Stange“ und manche „freier“. Den Rahmen erarbeiten sich SuS. Das wissen sie auch sehr schnell bei guter Führung/Begleitung.

Und je gezielter und geübter sie sind, werden sie eben selbständig die Sachen machen. Begleitend durch Einführungen und Fachbeiträgen der „Lernbegleiter“.
Manche brauchen mehr Fachbeiträge – manche weniger.
Manche können gut mit „Stationen“ arbeiten und manche mit „Montessori-Materialien“. Andere halt mit offeneren Formen.

Keine Ahnung woher die Vorstellung „a la“ Falko Peschels „offener Unterricht“ immer kommt. Das ist für die meisten kein „selbst-organisiertes Lernen“. Das ist „offener Unterricht nach Falko Peschel“ – manche Kritiker würden „Potential an Verwahrlosung“ einwerfen.
Das ist damit nicht gemeint.

Unverzagte
6 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Like

Alese20
6 Tage zuvor
Antwortet  Unverzagte

Ich auch 🙂

Canishine
6 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Daran erkennt man aus meiner Sicht die Problematik, dass die Vorstellungen von selbstbestimmtem, selbst verantwortetem, selbst organisiertem Lernen teils weit auseinandergehen. Allein d

Canishine
6 Tage zuvor
Antwortet  Bla

(Ich weiß nicht, warum meine Posts im Moment immer unfertig abgeschickt werden)
Allein die drei Begriffe selbst und ihre Variationen bedürfen eigentlich einer einheitlichen und dann auch durchgehend verwendeten und beachteten Definition.
Ohne diese Orientierung entstehen die Merkwürdigkeiten und Verwirrungen die ich oben (überspitzt) angedeutet habe.

Bla
6 Tage zuvor
Antwortet  Canishine

Ja, das ist das Problem von/bei „offen“(en) Begriffen.

„Geleitetes/Begleitetes/Angeleitetes möglichst selbstständiges Lernen“ wäre wohl die treffendere Formulierung denke ich. Klingt aber unschön.

Unverzagte
6 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Ersetze Anleitung anstatt Führung – bei letzterem muss ich immer an den Schreihals denken.

Rainer Zufall
6 Tage zuvor
Antwortet  Unverzagte

Dafür, dass Bla sonst das Gegenteil im Form von „Bildungspflicht“ (AfD) fordert, würde ich da ein Auge zudrücken, wenn er den Mehrwert von Anleitung oder (Klassen-)Führung beschreibt

Bla
5 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ich fordere aktuell die Bildungspflicht OHNE AfD. Das halt der Unterschied. Kann man auch verstehen, wenn man möchte.

Und ich fordere die „Bildungspflicht“ nicht, weil sie per se „das bessere Bildungssystem“ ist, sondern weil es in der aktuellen politschen-Richtwirkung das bessere Modell meiner Meinung nach darstellt/darstellen könnte. Es ist und bleibt ein Abschätzungs-Kompromiss.
Und deshalb wird es nicht kommen. So lange „man weiter so machen kann“. Mit Mangel in sämtlichen Bereichen.
Die Ressourcen werden allerdings halt auch tendenziell erstmal nicht kommen. Ansonsten wäre ich (weiterhin) für eine Schulpflicht (gewesen).

Wie gesagt … Realitäten erkennen. Ggf. (sich) anpassen. Oder halt „untergehen“. So oder so …

Rainer Zufall
3 Tage zuvor
Antwortet  Bla

„Ich fordere aktuell die Bildungspflicht OHNE AfD“
Zufällug erst seit der Forderung der AfD und zufällig in genau deren Wortwahl – sehr überzeugend (gähn)

Bla
2 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Zufällig schreibe ich hier schon von Bildungspflicht, als das „AfD-Thema“ hier nicht präsent war. Komisch, oder?
Nur behaupten Sie halt immer wieder Dinge, welche Sie weder belegen können, noch überhaupt belegbar sind/wären.

Ob die Wortwahl von mir und der AfD sich überschneiden weiß ich nicht. Juckt mich ehrlicherweise gar nicht, was die AfD dazu meint. Ich halte von der AfD absolut nichts.
Wenn diese das gleiche „Wording“ verwendet, dann stimmt es meiner Meinung nach. Sollte dies tatsächlich so sein.
Und weiter? Dann würde ich der AfD diesen Punkt halt geben. Sind wir anscheinend als „Wording“ ja gleich.

Glauben Sie ernsthaft, dass ich damit ein Problem hätte? Wenn die AfD sagt: Luft ist lebensnotwendig zum Atmen … Dann hätten sie ja auch recht mit dieser Aussage.
Kann man dann sagen: Stimmt, Pflaumen seid ihr trotzdem.

Kurzum: Geistiger Dünnschiss von Ihnen mal wieder.

Rainer Zufall
2 Tage zuvor
Antwortet  Bla

„Zufällig schreibe ich hier schon von Bildungspflicht, als das „AfD-Thema“ hier nicht präsent war. Komisch, oder?“
Quelle/ Belege?

Bla
1 Tag zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ältere Beiträge. Suchen Sie selbst. Warum sollte ich hier Ihnen gegenüber immer in einer Art „Beweispflicht“ sein?
Ich weiß ja, dass es so ist.

Sie behaupten hier, dass ich „seitdem die AfD …“. Also haben Sie hier die eigentliche Beweispflicht.

Ist ja absolut absurd, was Sie sich hier wieder in Ihrem Gehirngefängnis ausdenken.

Rainer Zufall
14 Stunden zuvor
Antwortet  Bla

„Ich weiß ja, dass es so ist. “
Gut, denn schriftlich weist nichts darauf hin.

Aber vom Begriff des „Schulzwangs“ distanzieren Sie sich bzw. wie beschreiben Sie diesen? 😉

Rainer Zufall
6 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Stimme Ihnen oft nicht zu, aber hier gehe ich voll mit. Danke

Bla
5 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Danke.
Ich stimme Ihnen oft in Ihren Punkten zu. Falls Sie das nicht merken. Im „Best Case“. Allerdings nicht in den Konsequenzen. Da liegen wir halt stark auseinander.
Aber die „Wunschpunkte“ „fühle“ ich. So ist es nicht. Nur sehe ich es in der realpolitischen Tendenz eben nicht als „wird kommen“.
Bestenfalls folgen halt Taten des Staates … Bis dahin werden „wir beide“ uns eben mit „Gegenmeinungen“ [obwohl wir oft Punktdeckend im Wunschergebnis wären/sind] hier „entgegnen“.
Vielleicht werden auch Sie das irgendwann verstehen, warum ich „nicht der Feind“ bin. Vielleicht.

Rainer Zufall
3 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Sie sind nicht mein Feind. Ich bemerkze nur, dass Sie im wortlaut der Rechtsextremen eine „Bildungspflicht, keinen Schulzwang“ fordern, seit es die gesichert rechtsextreme AfD tut.

Darüber hinaus können Sie anderen Lehrkräften schreiben, wie die Schule aussehen kann – wie bei Ihnen – anstatt nach Beifall zu suchen indem Sie Probleme aufpusten, welche Sie selbst nicht haben, um Stimmung gegen Verbesserung zu schüren: Es gibt keine Ressourcen, darum geht es nicht.

Umgekehrt würde ein Schuh draus: Macht Ressourcen frei, dann funktioniert es. Schaut her, bei uns läuft es um ein vielfaches besser – wir sind der Beweis!
… Aber das gibt wohl weniger Likes im Forum oder whatever

Bla
2 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

„Ich bemerkze nur, dass Sie im wortlaut der Rechtsextremen eine „Bildungspflicht, keinen Schulzwang“ fordern, seit es die gesichert rechtsextreme AfD tut.“

Dann lesen Sie eben wieder mal nicht aufmerksam. Ich forderte die Bildungspflicht hier schon, bevor das Thema mit der AfD aufkam.
Das nennt man eventuell „Fokussetzung“. Googlen Sie mal nach dem Baader-Meinhof-Effekt. Wenn Sie dies dann auch noch verstehen, dann: Glückwunsch. Hier befinden Sie sich in Bezug auf AfD und mir.
Was Sie jedoch machen ist „Framing“. Dazu „Guilt by Association“ in Bezug auf ein Thema. Also nicht mal direkte Kontaktschuld [die habe ich ja nicht], sondern indirekt über ein Thema gelenkt.
Das war’s dann aber auch schon.

Kurzum: Mehr als selektive Wahrnehmung Ihrerseits ist das tatsächlich nicht.

Schwache „Angriffsversuche“ zum Diffamieren. Kann man nur drüber lachen an meiner Stelle.

Aber das verstehen Sie nicht, haben Sie noch nie hier verstanden und ich bezweifel inzwischen, dass Sie es (noch) verstehen werden.
Schade eigentlich.

„Darüber hinaus können Sie anderen Lehrkräften schreiben, wie die Schule aussehen kann – wie bei Ihnen –“

Steht hier (mindestens 5 Mal?) im Forum. Sorry, weiß halt nicht, was ich noch dazu schreiben soll.
Bin mir relativ sicher, dass bspw. Frau Rottenmeier das inzwischen wüsste/weiß.
Selbiges gilt bei potschemutschka.
Die können halt auch sinnerfassend lesen und sich Sachen länger als 5 Minuten merken.
Vielleicht liegt es daran?

„anstatt nach Beifall zu suchen indem Sie Probleme aufpusten, welche Sie selbst nicht haben“

Gibt „Probleme“ (= „Themen“), welche wir als Privatschule nicht haben.
Gibt „Probleme“, welche wir als Privatschule ebenfalls haben.
Gibt „Probleme“, welche wir mehr als Privatschule haben.

Das ganz normal.
Selbstverständlich ist die Präsenzpflicht ein geteiltes Thema. Sie erinnern sich … Auch wir sind im Bildungssystem integraler Bestandteil – so sehr Sie auch dagegen sind.

„um Stimmung gegen Verbesserung zu schüren“

Wo? Ich bin stets für Ressourcen an Regelschulen.
Wäre ja dumm, wenn nicht. Dadurch verbessern sich automatisch auch „unsere Ressourcen“.
Aber das verstehen Sie nicht … Sie kennen sich halt schlichtweg nicht mit dem Bildungssystem und den Kausalwirkungen dessen aus.
Dazu müsste man sich halt erstmal mit der Thematik auseinandersetzen. Das machen Sie jedoch irgendwie nicht.
Zu mehr als Paulanergarten-Niveau und „Verschwörungsgestammel“ kommen Sie in dem Bereich nicht zu Stande.

„Es gibt keine Ressourcen“

Das ist mal (wieder) richtig. Gut. Langsame Fortschritte. Immerhin.

„darum geht es nicht.“

Schade. Darum sollte es gehen. Aber Schritt für Schritt. Sie schaffen diesen „Step“ hoffentlich noch irgendwann.

„Umgekehrt würde ein Schuh draus: Macht Ressourcen frei, dann funktioniert es.“

Dem stimme ich zu. Auch das ist richtig. Toll.
Nur: Wo bleiben diese denn?
Gefordert werden sie durchweg. Komisch aber auch.
Und wenn Sie diesen Schritt verstehen … Dann sind Sie auch oben einen „Step“ weiter.
Bedingt sich nämlich beides im Diskurs.

„Schaut her, bei uns läuft es um ein vielfaches besser – wir sind der Beweis!“

Würde ich zustimmen.
Wie bei vielen Projektschulen ebenfalls.
Nur … Auch hier wieder: Warum wird das denn nicht ausgeweitet?
Ihre Ansätze sind ja schon mal gut als Ausgangspunkte für Fragen. Stellen Sie die Fragen …
Der Staat kennt Projektschulen. Der Staat kennt unsere Schule. Warum weitet er dies nicht aus?

Überlegen Sie.
Und nein, es liegt nicht am „Geld“ per se. Hier spart der Staat natürlich und die Eltern „springen“ für die Differenz ein.
Aber pro SuS kommen wir und Regelschulen in etwa auf die gleiche Summe als Verfügbarkeit.
Überlegen Sie … Warum macht der Staat das trotzdem nicht.

Sie nennen „uns“ ja als „eventuell gutes Beispiel“ entnehme ich dem mal. Und der Staat hat auch bei uns mitunter Befugnis. Klar. Der Staat kennt „unser Konzept“. Er nahm das ab. Er schickt staatliche Aufsichten/Prüfer, welche die Fachkunde abnehmen etc.
Warum … macht man so, als ob man hier nichts ändern könnte …

Mal daran gedacht, dass man das (als Staat) einfach gar nicht will?

Wie gesagt .. „Step“ für „Step“ kommen Sie vielleicht weiter.

„… Aber das gibt wohl weniger Likes im Forum oder whatever“

Die Likes sind mir komplett egal. Kann die Redaktion gerne wieder abschaffen.
Sollte sie vielleicht auch, wenn es solche „Diskussionen“ (um Likes) gibt. Wäre ich sogar dafür.
Weder kann ich sie ansammeln, noch ausgeben, noch sonst was.
Ich selbst like sehr selten. Ab und an geht das auch gar nicht oder „zählen wieder weg“.
Ich like ab und an auch Ihre Posts. Selten, aber kommt durchaus vor, dass Sie keinen Quatsch mal schreiben.

Ich gebe auch wenig auf „ahhh, der hat jetzt 15 likes – bestimmt wird das stimmen“. Ich lese mir die Beiträge durch und mach mir selbst ein Bild. Klar gibt es den üblichen Bias. Das ist aber was anderes. Ist mehr „auf Personen“.
Beispielsweise erwarte ich von Ihnen eher „theoretische Wunschvorstellungen“.
Und von Frau Rottenmeier „praktische Anwendung“.
Das so mein Bias.
Likes? Ne. Dazu ist das Forum generell zu „offen“. Viele haben ja selbst kein Plan von Themen und linken „nach Gefühl“.
Ist auch okay … Aber als „oh wow, da catche ich likes“ juckt mich sowas null.

Gerne meine Beiträge gar nicht liken.
Gerne auch die Likes wieder abschaffen.
Werde so oder so weiter schreiben.
Noch kann man hier nicht mit Likes Leveln. Aber vielleicht könnte man das Gamifizieren. Dann würde ich auch Likes farmen. Klar. Machen!!!

Rainer Zufall
2 Tage zuvor
Antwortet  Bla

„Ich forderte die Bildungspflicht hier schon, bevor das Thema mit der AfD aufkam.“
Ist mir nicht aufgefallen, dafür Ihre Forderungen nach „Bildungspflicht“ (AfD) seit diese dies fordert

Bla
1 Tag zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Weil Sie eben nicht aufmerksam lesen. Dazu scheint Ihr (Ultra)Kurzzeitgedächtnis – insb. im Vergleich zu anderen Gedächtnisarealen – sehr sehr ausgeprägt zu sein.

Rainer Zufall
14 Stunden zuvor
Antwortet  Bla

Ihnen fällt ja auch kein Thema/ Artikel sein, wo Sie das „schon immer“ so geschrieben haben wollen – immer schön absichern 😉

blau
7 Tage zuvor

Wissenschaftlich ist die Lage überhaupt nicht klar. Ich vertraue auf Doug Lemov. Sehr erfolgreiche Schulen in Brennpunkten auch

Rainer Zufall
6 Tage zuvor
Antwortet  blau

„Ich vertraue auf Doug Lemov.“
Arbeitet der bei Ihnen oder was setzen Sie von Lemov konkret um?

Ute
7 Tage zuvor
Antwortet  Katze

Lernbegleiter, digitaler Begleiter und neue Unterrichtsformen mit Digitalunterricht, eigenverantwortlichem Lernen sowie flexibler Stundengestaltung!

Mika BB
7 Tage zuvor
Antwortet  Ute

Meine Güte, sind der Botarmee die Verben ausgegangen?

dickebank
7 Tage zuvor
Antwortet  Mika BB

Verben = Tuwörter
Keine Verben = Tunichtwörter

Mika BB
7 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Also heißt das da eigentlich „tu nicht lernbegleiten, tu nicht digital begleiten“ und so weiter? Ja, das macht allerdings Sinn!
Danke!

Lera
7 Tage zuvor

Auch wenn es der Philologenverband sagt: Es wird nicht richtiger. Unterrichtsferne Tätigkeiten machen maximal ein Viertel meiner Arbeitszeit aus. Kaum etwas davon ist sinnvoll delegierbar. Von den angeführten Beispielen bleiben nach kurzer Überlegung Aufsicht, Klassenfahrten organisieren und Kopieren übrig. Und wer soll das machen? Ein Psychologe? Eine Gesundheitsfachkraft? Ein Sozialpädagoge? Passt alles nicht.

Praktisch wäre eine pädagogische (!) Assistenz. Die würde mich tatsächlich nennenswert beim Kerngeschäft unterstützen und entlasten, das mehr als drei Viertel meiner Arbeitszeit ausmacht.

Alles andere als pädagogische Assistenz ist daher nur „nice to have“, nicht die Priorität.

Ute
7 Tage zuvor
Antwortet  Lera

und das runterkürzen, so dass endlich die 35 Std. Woche erreicht wird. Nachmittagsoberstufenunterricht nur noch digital! Abitur digital korrigieren.

unfassbar
7 Tage zuvor
Antwortet  Ute

Wie stellen Sie sich eine digitale Korrektur des Abiturs vor?

dickebank
7 Tage zuvor
Antwortet  unfassbar

Multiple choice

laromir
7 Tage zuvor
Antwortet  Lera

Also mir fällt da noch einiges ein. Listen führen, Zettel einsammeln, alles Datenschutz sicher abklären, Wandertag, Schulfest, Veranstaltungen organisieren, Abrechnungen, alle Noten online stellen, alle Noten zusätzlich in das Notenportal für die Zeugnisse eingeben (also doppelt). Zeugnisse in Akten Heften, Kopieren etc. ach ja Material selbst besorgen, Sammlung checken, Kosten/Anbieter raussuchen, Budget im Auge behalten, was aus welchem Topf bezahlt werden kann erfragen und ggfs. beantragen. Klar, ist ja immer nur mal hier und da ne halbe Stunde, aber es summiert sich. Und sorry, Listen kontrollieren kann jemand anderes, Abrechnungen auch, kopieren sowieso und die sie Technik bin ich eigentlich auch gar nicht zuständig.

Roland
7 Tage zuvor
Antwortet  Lera

Klassenfahrten organisieren ist vor allem deswegen ein Problem, weil jedes Jahr wieder von Null an geplant wird. Ebenso Wandertage und Ausflüge.
Das kann man standardisierten und in Routinen überführen.
Selbst gewähltes Schicksal würde ich sagen.

Lera
6 Tage zuvor
Antwortet  Roland

Jeden Tag im Lehrerzimmer:

Leute, wenn mir doch nur jemand die Orga für die Klassenfahrt abnähme, alle meine Probleme wären gelöst!

Wer kennt es nicht…

dickebank
6 Tage zuvor
Antwortet  Lera

Es ist doch nicht die Orga, es ist die Haftungsproblematik. Angefangen vom Klassenkonto über die privatrechtlichen Verträge mit Transportunternehmen, Unterkünften etc. Ganz abgesehen von der erweiterten Aufsichtspflicht während der Fahrt.
Die Orga ist das kleinste Problem.

Mika BB
6 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Privatrechtliche Verträge? Ich? Niemals, bei uns unterschreibt die Schulleitung die Verträge bzgl. Schulfahrten/Exkursionen. Klassenkonto genau dasselbe.

dickebank
6 Tage zuvor
Antwortet  Mika BB

Bis auf das Klassenkonto, das im Prinzip ein „Schwarzkonto“ ist, habe ich das im Gegensatz zu vielen meiner „grundständigen“ Kolleg*innen auch so gemacht und die Verträge gegenzeichnen lassen.
Nur lernt man das nicht im „ach so wichtigen“ Vorbereitungsdienst für Lehramt. Im Vorbereitungsdienst anderer Behörden – und damit meine ich nicht beim OLG – wird man da deutlich besser ausgebildet.

Lera
6 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Schön, dass ich genau DABEI entlastet werden soll – durchführen darf ich die Fahrt weiterhin selbst, nehme ich doch mal stark an.

dickebank
6 Tage zuvor
Antwortet  Lera

Acht Stunden je Arbeitstag und dann kommt die Ablösung:)

Lera
6 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Gibt es auch noch jemanden für die dritte Schicht? Das ist ja ein Träumchen! Vermutlich der „school trip key account manager“, der demnächst unser Team bereichert.

Mika BB
6 Tage zuvor
Antwortet  Roland

„ Klassenfahrten organisieren ist vor allem deswegen ein Problem, weil jedes Jahr wieder von Null an geplant wird“

Nur, wenn es sich um neue Ziele handelt. Ansonsten: einfach die Kollegen fragen. Läuft das bei Ihnen anders?

Roland
1 Tag zuvor
Antwortet  Mika BB

Ja. Planungen, Programme,… alles verschwindet im Nirgendwo. Null Kollegialität. Null Verbesserung. Null Teilen.

Hysterican
7 Tage zuvor

Das ist lustig … so wie oben beschrieben stelle ich mir seit Jahren den Lehrberuf vor.
Warum erst in 10 Jahren?

mama51
7 Tage zuvor
Antwortet  Hysterican

In gewissen (!!!) Grundzügen hatten wir das ja iwie schon mal, so ähnlich jedenfalls. Ist etwa 35 Jahre her…
Was soll ich sagen…???

dickebank
7 Tage zuvor
Antwortet  Hysterican

Sie sind eben der Zeit voraus.

Canishine
7 Tage zuvor

Es wäre interessant zu wissen, wie sich die vielen Zusatzaufgaben in den letzten Jahrzehnten auf die Unterrichtsqualität und somit auf die Leistung der Schüler ausgewirkt haben. Aber dazu gibt es vermutlich keine Langzeitstudien, da z.B. die Vergleichsgruppe fehlt.

Stiller Beobachter
7 Tage zuvor

„Die Lehrkraft hat pädagogische Autonomie.“ Welche Unterrichtsmethoden eingesetzt würden, solle weiterhin die einzelne Lehrkraft entscheiden.

Das stelle man sich mal in anderen Berufszweigen vor.

Verrückt.
Die Vision ist also weiterhin Lehrkräfte als reine Ich-AGs.

Unverzagte
7 Tage zuvor

Nee, als Eigenbrötler*in ohne Team ist dieser Beruf heute vermutlich nicht mehr machbar .

Stiller Beobachter
7 Tage zuvor
Antwortet  Unverzagte

Wie viel Zeit verbringen Sie denn mit Co-Teaching und Hospitation um voneinander zu lernen und sich weiterzuentwickeln – damit weniger Autonomie (ich würde sagen Anarchie) sondern mehr Best Practice passiert?

Mika BB
7 Tage zuvor

Gar keine, weil der Stille Beobachter keine Lehrkraft ist.

dickebank
7 Tage zuvor
Antwortet  Mika BB

Wie, ein Spiegel im Klassenraum – sowie im Ballettsaal oder in Reithallen – ist nicht hilfreich bzw. ein adäquates Hilfsmittel?

Mika BB
6 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Ich persönlich finde Teamteaching großartig und würde gern zu zweit unterrichten. Allerdings: gibt ja inzwischen nicht mal genug Personal für Single-Teaching…

dickebank
5 Tage zuvor
Antwortet  Mika BB

Jau, Teamteaching ist was Feines. In Jhg. 5 und 6 ist bei uns der KL-Unterricht grundsätzlich von beiden KL abgehalten worden (Abrechnungsschlüssel 0,75).
Im Matheunterricht des G-kurses bin ich wegen einer Schülerin mit Förderbedarf L von einem SonPäd unterstütz worden, der selbst KL der i-Klasse gewesen ist.
Im TC-Unterricht haben wir manchmal zu zweit eine Gruppe betreut, wenn einer in der Freistunde ohnehin im Maschinenraum etwas vorbereiten musste.

Mika BB
5 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Du machst mir neidisch!

dickebank
2 Tage zuvor
Antwortet  Mika BB

Gern geschehen.

Unverzagte
7 Tage zuvor

Oh, ich bin zum Glück raus aus dem praktisch, anarchischen Anstaltsdasein – erinnere mich dunkel, an wöchentliche Doppelstunden, die abhängig vom Vertretungsplan sogar gelegentlich stattfanden.
Weiter gab es nachmittags ständig Fachtreffen etc. , Hospis aber nur bei besonderen Anlässen und Betreuung von primär Steffis.

Unverzagte
7 Tage zuvor
Antwortet  Unverzagte

Hihi, die sog. Steffi tarnt Referendar*innen.

dickebank
2 Tage zuvor
Antwortet  Unverzagte

Wenn die schon die Tarnkappe von Siggi hat, dann findet die auch noch den Nibelungen Schatz.

laromir
7 Tage zuvor

Wie viel Zeit bekomme ich denn dafür? Solche Sachen gehen bei uns immer on top. Wenn überhaupt!
Und was macht Sie bitte so sicher, dass LuL nicht im Team arbeiten wollen? Bekommen wir ebenfalls keine Zeit für, können wir gucken, ob es Stundenplan technisch passt, ansonsten Pech. Sind schon echt ziemliche Unterstellungen, die hier fallen. Wäre ja schön, wenn man Teamstunden o.ä. bekäme. Und Doppelsteckung??? Witzig, wenn man ohne Aushilfen und Studis den Stundenplan nicht mal abgedeckt bekommt. Schon mal in der Realität nach gehört?

dickebank
7 Tage zuvor
Antwortet  Unverzagte

… einschließlich verpflichtender Teambesrechungen. Das spart wenigstens Heizkosten in der eigenen Wohnung.

Unverzagte
6 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Unser Hausmeister fragte einst, ob er mir ein Feldbett im Klassenraum aufstellen soll…hätte also Fahrtweg nebst Miete sparen können.

dickebank
2 Tage zuvor
Antwortet  Unverzagte

Wenigstens einer, der mitgemacht hat

unfassbar
7 Tage zuvor

Ich habe meine Probleme damit, wenn ich „von oben“ gezwungen werde, das Thema XY als Gruppenpuzzle durchzuführen, ich aber gleichzeitig aus früherer Zeit denkbar schlechte Erfahrungen mit der Methode Gruppenpuzzle gemacht habe.

Stiller Beobachter
7 Tage zuvor
Antwortet  unfassbar

Und ich habe Probleme damit, wenn jede und jeder frei Schnauze macht, was er möchte – und es nicht einmal innerhalb einer Klassenstufe annähernd vergleichbare Rahmenbedingungen gibt, geschweige denn einen echten Austausch über verschiedene Schulen hinaus.

Das gibt es übrigens in keinem anderen Berufszweig sonst und auch international ist das fast einzigartig. In Deutschland wird das aber wie eine heilige Kuh verteidigt.

Lera
7 Tage zuvor

Sie schießen auf den falschen Gegner.

Die heutige Beliebigkeit der Inhalte qua Kompetenzorientierung in den Leerplänen ließe sich vortrefflich beklagen.

England hat gute Erfahrungen mit klaren Lernzielvorgaben für jede Jahrgangsstufe.

Größte Vorteile: Die Lehrer wissen immer, was Sie voraussetzen können. Schüler können nahtlos die Klasse wechseln. Jeder weiß, was gefordert wird.

Die freie Wahl der Methode hingegen gehört quasi zum Handwerk, da nicht jeder Lehrer mit jeder Methode gleich gut unterrichtet; es gibt in der Pädagogik keine Patentrezepte.

Eine authentische Lehrperson ist aber sicher EIN großer Erfolgsfaktor.

Dabei hilft: pädagogische Freiheit.

Dabei hilft nicht:
Alle müssen angebliche best practices nachäffen.

laromir
7 Tage zuvor
Antwortet  Lera

Sehe ich genauso. Am Ende sollten alle einen ähnlichen Wissensstand haben. Aber viele Wege führen dabei nach Rom. Und es kommt auf die Lerngruppe an, welchen Weg man gehen muss, um möglichst viele mitzunehmen. Da gibt es nun mal kein Schema F. Und was in einer Klasse prima läuft, kann in der nächsten gar nicht ziehen. Soll ich das dann trotzdem machen oder soll ich doch besser auf die SuS eingehen? Also ich gehe dann doch lieber auf die SuS ein, als alles einfach nach Vorgangsbeschreibung abzuarbeiten. Aber vielleicht bin ich ja auch doof und viel zu individuell…

Sepp
7 Tage zuvor

Sie kritisieren die freie Wahl von Methodik. Dabei sollte die Methodik doch u.a. zum Lerngegenstand, mir als Lehrperson und der Klasse passen.

Es mag z.B. junge Kollegen geben, die wunderbar Rap-Musik zu Mitose vorstellen und sie eigene Rap-Songs erstellen lassen kann. Bei mir würde das nur affig und anbiedernd wirken – wird also nicht passieren!

Ich habe zwei naturwissenschaftliche Fächer studiert, lasse die Schüler im NaWi-Unterricht viel experimentieren. Das bedeutet aber nicht, dass der Mathe-Physik-Kollege oder die Bio-Latein-Kollegin das auch so machen (müssen).
Dazu kommt, dass wir z.T. schwierige Klassen haben. Wenn eine Lehrkraft nicht den Eindruck hat, mit den Schülern bspw. mit einem Gasbrenner sicher arbeiten zu können, dann geht das im Zweifelsfall erstmal nicht – auch wenn das bitter ist.

Seit ein paar Jahren haben wir nun die gleichen Bücher im NaWi-Unterricht der 5. Klasse. Während vor fünf Jahren nur ein paar Schüler mit Migrationshintergrund Schwierigkeiten mit dem Textverständnis hatten, kann heute ein größerer Teil die Texte nicht verstehen – sie scheitern z.B. an Komposita wie „Kerzenflamme“ oder „Lichtquelle“. Da muss ich inzwischen viel mehr in Richtung Sprachbildung machen – muss also auch hier meine Methoden anpassen.

Wenn es Sie wirklich interessiert:
Wir haben grundlegende, schulinterne Lehrpläne, an denen sich die Kollegen orientieren. Das bedeutet aber nicht, dass man nicht auch ander Dinge ausprobiert. Zumindest bei uns werden dann gute Stunden auch immer mal wieder im Jahrgang geteilt bzw. hochgeladen, so dass Kollegen diese auch nutzen können. Auch Klassenarbeiten werden bei uns im Jahrgang zumindest sehr ähnlich geschrieben, auch wenn einzelne Aufgaben verändert werden.

Bla
7 Tage zuvor

„Das gibt es übrigens in keinem anderen Berufszweig sonst und auch international ist das fast einzigartig.“

Echt?
Wie kommen Sie darauf?
Da habe ich zumindest andere Erfahrungen machen dürfen.
Sowohl bei Kleinunternehmen [kleines Ing.-Büro] bis hin zu Unternehmen mit über 75000 Angestellten. [Wer bekommt’s raus?]
Nirgends war das Feedback so direkt und schnell wie in der Schule. „Der Kunde“ ist im Unterricht ja ständig da.
Ebenfalls die „Kontrollinstanzen“ oder „Kontaktinstanzen“. Also Elternarbeit. Hospitationen. Verpflichtende Hospitationen [SL/Ref./Staat].
Ggf. auch Schulbegleitungen, Doppeltbesetzungen, Multiprofessionelle Teams.
Zudem hatte ich nirgends so viele Konferenzen (und Fobis) wie an meiner Schule.
Von Jahrgangsstufentreffen. Teamtreffen. Fachschaftstreffen. Gesamtkonferenz. Pädagogische Treffen/Weiterbildung bis sonst was. Auf SL-Ebene ist man hier ebenfalls kommunal vernetzt. Gibt nicht umsonst SL-Tagungen.

Ob der Lehrplan jetzt „gut“ ist oder „zielorientiert“ lässt sich diskutieren.
Auch ich wäre für eine „Bundesstandard“ [dauert ca. 15 Jahre bis der erste Abijahrgang durch wäre].
Auch ich wäre für „Standardmaterialien durch den Staat/AG“ als Orientierung und zur Verwendung für sämtliche Themen(bereiche), welche im Lehrplan stehen.

Stellen sich nur eben Lobby dagegen und Machtinteressen der Länder. Dazu Zuständigkeiten der Bürokratie und Rechtsordnung. Insbesondere eben der „Geldverpflichtung“ dann.

Also entweder ich verstehe Sie nicht … Oder ich weiß auch nicht so recht.

Wie stellen Sie sich das konkret vor?
Alle Frontalunterricht?
Alle 1:1 gleiches Material?
Alle Handreichen-Unterricht?

Sind die SuS/Kinder/Jugendlichen (und Eltern) denn alle gleich?
Verhalten die sich alle gleich?
Und schon hat man doch die Logik, warum es pädagogisch nicht gleich sein kann eigentlich.
Ich bin in einer Klasse anders als in der anderen methodisch. Materiell ggf. auch. Obwohl gleicher „Stoff“.
Macht das nicht Sinn, wenn man hier bedarfsgerecht eingeht?
Mache wohl was falsch.
Wie sieht es mit „schwierigeren Klassen“ aus? Gleiche Handhabe? Da würde ich ja gerne mal hospitieren. Wäre ich gespannt.

Wie machen es denn Nachhilfelehrer? Besprechen die 1:1 das gleiche mit jedem/jeder Nachhilfe-SuS? Würde das Sinn machen?
Wie sieht es bei Coaching aus?
Wie sieht es bei Mediatoren aus?
Wie bei Therapien?

Also … Keine Ahnung, ob ich Sie wirklich falsch verstehe, aber das wäre ja absurd?

447
7 Tage zuvor

Glücklicherweise schwebt hier Ihre Rettung herbei:
Unterrichtsdrohne 447!

„Schreib mir was vor, programmier mich!“ ist hier das Motto!

Ich sage Ihnen auch warum:
Die völlig dämliche Vorstellung eines letztlich programmierten „Ausführungslehrers“ wird zwar keine einzige Schülerleistung steigern – ABER das würde mich noch von den letzten Resten (echter) Arbeit weiter entlasten:
Digitaler Unterrichtsassistent rauf, Stunde runterspulen, Pause.

Flexibel bin ich dann natürlich auch nicht mehr – nö, das ist so vorgeschrieben.

Wenn ich keine pädagogische Freiheit mehr habe: Ok, ist dann so.
Dann gibt es umgekehrt aber natürlich auch keine flexible Reaktion, denn soweit kommt es noch: Einerseits Produktionsquotenlogik, andererseits TROTZDEM noch selber denken müssen? Also Befehlsempfänger sein, aber trotzdem für die Führung mitdenken? Lol.
Ne ne. Entscheiden Sie sich.

Welchen Unsinn in der Sache Sie reden merken Sie scheinbar nicht einmal.

Rainer Zufall
6 Tage zuvor
Antwortet  447

„Wenn ich keine pädagogische Freiheit mehr habe: Ok, ist dann so.“
Für was nutzten Sie diese denn zuvor? Pädagogisch ja nicht, dass machten Sie wiederholt und deutlich klar

447
6 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Wenn für Sie (hauptsächlich, öh, pädagogische) Interaktion mit Ki. & Ju. keine Pädagogik ist – dann joa, mögen sie das so sehen.

Rainer Zufall
5 Tage zuvor
Antwortet  447

pädagogische Interaktion?
Klingt sehr nach „Fühlifühli“ und „Pädagogischem Blabla“, wie Sie zu beurteilen pflegen.

Oder beginnt „Fühlifühli“ zufällig dort, wo Sie keine Lust haben? 😉

447
2 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Klar, ist es 90% der Zeit ja auch, da Lehrkräfte weder eingreifen können noch sollen: Zuhören, positiv bestärken und Co., das ganze Instrumentarium des Pseudotherapiesprech halt.
Das hat geringe bis geringste Wirkung auf gezeigtes Verhalten – aber Schüler fühlen sich dann halt gut.
Und es macht keine Arbeit.

Canishine
6 Tage zuvor

Deshalb sind wir doch Lehrer geworden, damit wir endlich die Autonomie haben, die uns als Schüler verweigert wurde.

Mariechen
7 Tage zuvor

Sehr interessant finde ich, dass das ausgerechnet der Philologenverband fordert. Zugespitzt sage ich als Grundschullehrerin an einer Schwerpunktschule: Das Gymnasium ist doch die einzige Schulart, an der überhaupt noch unterrichtet wird. Warum machen die Grundschulverbände nicht den Mund auf?

Unverzagte
7 Tage zuvor
Antwortet  Mariechen

Ihre auch selbstdenunzierende Behauptung klingt wie ein billiger Aufmacher der BLÖD Zeitung.

Mariechen
7 Tage zuvor
Antwortet  Unverzagte

Sie haben mal wieder meinen Beitrag nicht verstanden.

Unverzagte
7 Tage zuvor
Antwortet  Mariechen

Ach so, dann macht Ihr Eigentor Sinn.

Mariechen
6 Tage zuvor
Antwortet  Unverzagte

Was für ein Eigentor? Warum werden Sie nicht konkret?

Unverzagte
6 Tage zuvor
Antwortet  Mariechen

Und wieso erklären Sie nicht, was ich angeblich missverstanden haben sollte ?

Mariechen
6 Tage zuvor
Antwortet  Unverzagte

Ich bin mir nicht sicher, ob Sie überhaupt was verstanden haben? ICH spreche hier nicht in Rätseln und schwurbel vor mich hin. Warum muss ich Ihnen erklären was Sie missverstanden haben?
Was genau soll denn bitteschön meine selbstdezunierende Behauptung sein?

Unverzagte
6 Tage zuvor
Antwortet  Mariechen

Immerhin ist Ihr Gepöbel recht deutlich, aber inzwischen uninteressant.

Mariechen
5 Tage zuvor
Antwortet  Unverzagte

Was genau ist meine selbstdenunzierende Behauptung? Beantworten Sie einfach bitte mal ausnahmsweise sachlich meine Frage.

Lera
7 Tage zuvor
Antwortet  Mariechen

Weil der so genannte „Grundschulverband“ die Interessen der Grundschullehrer nicht vertritt. Das ist lediglich eine Plauderrunde von Grundschuldidaktikern. Weißte bescheid.

Mariechen
7 Tage zuvor
Antwortet  Lera

Ich weiß. War auch mehr eine rhetorische Frage.

Ute
7 Tage zuvor

Wie wird es in 10 Jahren sein-die Arbeitsbedingungen haben sich angeglichen, die 35 Std. Woche ist Gesetz. Man kann auch im Schuljahr Urlaubstage nehmen und tageweise von zuhause arbeiten oder Unterricht machen. Die Technik macht es möglich.
Eine volle Stelle hat ein Deputat von 18 Std, so dass die ganzen TZ wieder Vollzeit machen können. Momentan verlieren sie massiv Geld und gehen oft aus Schutz in TZ.
Wenn ich hier lese, dass die Wirtschaft die 35 Std. Woche und der ÖRR die 36 Std. Woche, dank an Realist, dann ist das der logische Schritt!

Thomas
7 Tage zuvor

Klar, die Lehrerzimmer sind so richtig unzufrieden. Während viele andere Homeoffice, 4 Tage Woche und 35 Stunden Wochen mit Gleitzeit und Prämien, schauen Lehrer in die Röhre. Ist das attraktiv, nein? Gen Z hat das schon erkannt und rennt uns nicht mehr die Bude ein. Es muss also eine Verschlankung geben, 1 Tag rein für Vorarbeit im Homeoffice und 1 Tag digital. Der Rest findet in der Schule statt, aber auch nicht bei Hitze oder Schnee! Nächstes Mal reden wir über die unterschiedlichen Ruhestandsregelungen in der Wirtschaft und die tollen Gehälter, die die Schule nicht mehr bietet für Studierende! Eine Bonuszahlung gibt es auch nicht! Was gibt es eigentlich? 😉

Mika BB
7 Tage zuvor

Echt, Ihr müsst „Datenschutz – Folgeabschätzungen“ machen in Niedersachsen, als ganz normale Lehrkraft? Davon hab ich noch nie was gehört.

Und jede Lehrkraft muss bei Euch „das Budget verwalten“ (welches? Über das Budget der Schule wacht bei uns die Schulleitung in Kooperation mit dem Träger).

„Die Schulbuchausleihe organisieren“ – ist damit das Austeilen zu Beginn und Einsammeln zum Ende des Schuljahres gemeint? Okay, das betrifft 15 Minuten zu Beginn und 15 Minuten am Ende des Schuljahres. Die halbe Stunde pro Klasse geb ich gern ab. Mahnzettel gehen bei uns eh zentral raus: ich liefere bloß Namen und ISBN ans Sekretariat.

Das Ganztagsangebot organisiert bei uns ein Kollege, der dafür Abminderungsstunden erhält, aber ja, dadurch könnte man zwei Lehrerstunden mehr bekommen (ob sich zwei Stunden im Gesamtdeputat einer Schule bemerkbar machen, bezweifle ich jedoch).

Die Kurswahlen organisiert bei uns der Oberstufenkoordinator, der Teil der Schulleitung ist und zu dessen originären Aufgaben dies gehört. Ihr müsst in Niedersachsen beim Gebäudemanagement unterstützen? Was ist damit gemeint? Putzen? Gehört nicht zu den Aufgaben eines Lehrers in BB und muss daher auch nicht von diesen gemacht werden.

„bei der Statistik zuarbeiten“? Ist damit die Anwesenheitskontrolle gemeint? Mehr Statistik muss ich nämlich nicht machen, sieht man vom Führen des Unterrichtsbuches (was habe ich heute unterrichtet) ab – das kann mir allerdings niemand abnehmen. Aber wenn’s Spaß macht, kann man natürlich Leute einstellen, die in jeder Unterrichtsstunde in jeder Klasse die Tür aufreißen und den Unterricht durch die Anwesenheitskontrolle unterbrechen.

Klassenfahrten organisieren und abrechnen (ein- bis zweimal im Jahr) würde ich auch gern abgeben, aber in allem anderen ist Brandenburg (oder vielleicht auch nur meine Schule) offensichtlich wesentlich weiter als Niedersachsen…

Owi Schade
7 Tage zuvor

Ich wäre dankbar, wenn der Philologenverband sich vielleicht mal um die rechtliche Frage der Arbeitszeiterfassung kümmern würde.
Alles hier beschriebene sind Luftschlösser, die sich an der Maßgabe und den rechtlichen Vorgaben des EuGH messen lassen müssen.

Tom
7 Tage zuvor
Antwortet  Owi Schade

Arbeitszeiterfassung auf 35Std.!

dickebank
7 Tage zuvor
Antwortet  Tom

Also eine Überstundenerfassung:)

Faktensammler
7 Tage zuvor
Antwortet  Owi Schade

Owi Schade schrieb: „Ich wäre dankbar, wenn der Philologenverband sich vielleicht mal um die rechtliche Frage der Arbeitszeiterfassung kümmern würde.“

Der Philologenverband Baden-Württemberg tut genau das.
https://www.news4teachers.de/2026/05/neuer-kultusminister-philologen-fordern-erfassung-der-arbeitszeit-von-lehrkraeften-und/?fbclid=IwY2xjawSVxUBleHRuA2FlbQIxMQBzcnRjBmFwcF9pZBAyMjIwMzkxNzg4MjAwODkyAAEexx4OYzDcuUCiaGm70BOjFOm1M1psdfiA6T6FEhgNkSTRDw7JUVHAsf94Zj0_aem_wSgHrhOIU5WxHkxcU_Gurg

Mr. Smith
2 Tage zuvor

Ist Herr Jung nicht Jurist. Ich meine gelesen zu haben, dass quasi gesagt wurde: „er hat zwei Kinder “ als das Gespräch auf die Qualifikationen für die Stelle kam.
Das wird spannend.

PetraOWL
7 Tage zuvor

Das wird noch nicht besser, deshalb lieber klare 4 Tage Woche und 1Digitaltag.
Ich sehe es täglich zuhause, ihr seht es in eurer Nachbarschaft, wer da morgens noch die Garage öffnet. Es werden definitv weniger 🙁

Tom
7 Tage zuvor
Antwortet  PetraOWL

Jo, liebe Petra, gerne ab sofort!!

dickebank
7 Tage zuvor
Antwortet  Tom

Aber Petra hat doch mittlerweile einen Tag je Haftwoche Freigang:)

Sepp
6 Tage zuvor
Antwortet  PetraOWL

Offenbar haben Sie ja schon jetzt genug Zeit und Muße, einem urdeutschen Hobby zu fröhnen – am Fenster stehen und Nachbarn beobachten.

Wie soll das erst beim Homeoffice-Tag werden?

dickebank
7 Tage zuvor

Supi – also spielen Unterrichtsstörungen keine Rolle mehr. Nur wer ist dann dafür zuständig, wenn es die unterrichtende lehrkraft nicht mehr ist?

447
6 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Das wird über die dadurch gelehrte Unterrichtsstörungskompetenz doch locker ausgeglichen.

dickebank
6 Tage zuvor
Antwortet  447

Sorry, das hätte mir mal jemand vor der Rente sagen sollen – jetzt ist zu spät.
Weil ich mich um die Beseitigung der Störungen zeitintensiv gekümmert habe, habe ich jetzt halbgebildete Kretins auf die Gesellschaft losgelassen und das noch mit eigenhändig gesiegelten Abschlusszeugnissen. Herr steh mir bei, wie kann ich das nur je wieder gutmachen?

447
6 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Durch intensives Richtigfühl und Korrektdenk – bevorzugt bei einem Heiss- oder auch Kaltgetränk der eigenen Wahl.

dickebank
5 Tage zuvor
Antwortet  447

Hauptsache Bewusstsein erweiterternd.

Mr. Smith
6 Tage zuvor

Pro Tipp: Zeigt niemals eurer Schulleitung, dass ihr Ahnung von KI habt. Das bedeutet nur noch mehr Arbeit.

447
2 Tage zuvor
Antwortet  Mr. Smith

Das ist der Weg.

dickebank
2 Tage zuvor
Antwortet  447

Deshalb ja besser AI – steht für „anderer Idiot“.
„KI“ – ich bin „komplett inkompetent“.

Mika
1 Tag zuvor
Antwortet  Mr. Smith

Und wieder sind alle Vorurteile bestätigt. Danke für nichts.

Alltagstauglich
5 Tage zuvor

Das ist bemerkenswert. Denn noch vor wenigen Jahren wurden genau diese zusätzlichen Aufgaben regelmäßig als Argument für A13 für alle und immer höhere Besoldung angeführt.
Lehrkräfte seien eben nicht nur Fachlehrer, sondern gleichzeitig Sozialarbeiter, Psychologen, Verwaltungsfachkräfte, IT Spezialisten, Konfliktmanager und Erzieher. Deshalb müsse ihre Arbeit besser bezahlt werden.
Und jetzt?
Plötzlich sollen genau diese Aufgaben ausgelagert werden.
Es drängt sich daher eine unangenehme Frage auf:
Wenn Lehrkräfte künftig tatsächlich fast nur noch unterrichten sollen, womit wird dann eigentlich die hohe Besoldung begründet? Mit vier bis sechs Unterrichtsstunden am Tag? Mit zwölf Wochen Ferien? Mit großzügigen Pensionen? Mit Altersermäßigungen ab 55? Mit Berufseinsteigerbonus? Mit zusätzlichen Assistenzkräften?
Man muss dem Philologenverband zugutehalten, dass er unfreiwillig eine interessante Debatte eröffnet: Vielleicht ist der Lehrerberuf eben doch kein einzigartiger Superberuf.
Denn genau dieses Bild wurde jahrelang gezeichnet, wenn es um A13, A14 oder weitere Privilegien ging.
Wenn aber immer mehr Aufgaben an andere Berufsgruppen übertragen werden sollen, wird irgendwann die Frage erlaubt sein, ob A13 oder A14 tatsächlich noch mit der besonderen Breite des Berufs begründet werden kann.
Oder ob wir am Ende bei einer erstaunlich simplen Beschreibung ankommen:
Ein überbezahlter Beamter, der sich vor allem auf das konzentriert, wofür andere Akademiker ebenfalls bezahlt werden: seinen eigentlichen Job.
Und vielleicht liegt genau darin die Ironie:
Kaum war A13 für alle durchgesetzt, stellt sich heraus, dass viele der Aufgaben, mit denen diese Besoldung begründet wurde, eigentlich jemand anderes übernehmen soll.

Faktensammler
2 Tage zuvor
Antwortet  Alltagstauglich

Alltagstauglich schrieb: „Wenn aber immer mehr Aufgaben an andere Berufsgruppen übertragen werden sollen, wird irgendwann die Frage erlaubt sein, ob A13 oder A14 tatsächlich noch mit der besonderen Breite des Berufs begründet werden kann.“

Nö, die einzig entscheidende Frage ist, wie lange sich unter den gegenwärtigen Bedingungen (inkl. A13, A14 und Beamtenstatus) überhaupt noch Menschen finden lassen, die in Schulen arbeiten wollen.

„Jahr für Jahr verlassen Hunderte Lehrkräfte Schulen in NRW – der sichere Beamtenstatus hält sie nicht davon ab. Auch viele Sozialarbeiter und Verwaltungsmitarbeiter beenden ihre Karrieren im Schuldienst. Warum sie gehen, erhebt die Landesregierung nicht – dabei sind bereits Tausende Stellen unbesetzt.“
https://rp-online.de/nrw/landespolitik/lehrermangel-nrw-7800-stellen-unbesetzt-nrw-verliert-lehrer-und-schulbeschaeftigte_aid-149657039?utm_term=Autofeed&utm_medium=Social&utm_source=Facebook&fbclid=IwY2xjawSbgupleHRuA2FlbQIxMQBzcnRjBmFwcF9pZBAyMjIwMzkxNzg4MjAwODkyAAEewJ75mQIQMIxHCN3YRh9WzgLl89nEr6yNETke7k3bqJI2JymWnBR1CCOWSMs_aem_JmiHPlBBMj1zUlhIM5xX-w#Echobox=1781154299

lehrerin niedersachsen
4 Tage zuvor

Wie schön wäre es, wenn man sich wieder auf den Unterricht konzentrieren könnte, aber das liegt wohl in weiter Ferne, wenn man sich anschaut, was unsere Kultusministerien an die Schule an Verantwortung abgibt. Das ist natürlich augenscheinlich toll für die eigenverantwortliche Schule, wenn es vor Ort geregelt werden soll, schafft aber Diskussionen, mehr Dienstbesprechungen, AGs zur Entwicklung und dann neue Termine, um es rechtssicher umzusetzen. Das machen dann alle Schulen in Niedersachsen anstatt vieles einfach vorgegeben wird. Dann würde es nur an einer Stelle überlegt und nicht Tausende würden sich damit auseinandersetzen. Für eine eigenverantwortliche Schule bräuchte man da halt auch Verwaltungskräfte, Juristen, Sonder- und Sozialpädagogen, etc. um das für alle vernünftig und rechtssicher umzusetzen.
Bisher kommt statt Entlastung, die versprochen wurde, nur Mehrarbeit. Förderpläne für Haupt- und Realschüler verbindlich für alle Fächer, das generiert an vielen Schulen enorm viel Zusatzarbeit. Wenn wir Arbeitszeit wirklich nur für unseren Unterricht nutzen könnten, dann wäre der definitiv anders, denn dann wäre es in der normalen Wochenarbeitszeit zu schaffen. Auch mit mehrfachen Differenzierungen des Unterrichts, aber schon jetzt die ganze Organisation mit der Schulbuchausleihe und den notwendigen Nachweisen, Zugängen, Listen, … ist eine Arbeit die muss keine ausgebildete Lehrkraft machen.