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Entlastung ab 55: Heiligenstadt plant neues Gesetz zur Altersteilzeit von Lehrern

HANNOVER. Die von Rot-Grün vorgeschlagene Reform der Altersteilzeit für verbeamtete Lehrer führt laut Kultusministerin Frauke Heiligenstadt zu einer spürbaren Entlastung. Das Blockmodell ermögliche ab dem 55. Lebensjahr eine Freistellung von der Dienstleistungspflicht und senke damit die «Verpflichtung zur Unterrichtserteilung, die gerade im Alter mit besonderen Belastungen verbunden ist», sagte die SPD-Politikerin im Landtag in Hannover. Bislang können Lehrer erst ab dem 60. Lebensjahr in Altersteilzeit gehen.

Friedenssignal an die Lehrerschaft: Frauke Heiligenstadt (SPD). Foto: SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag

Friedenssignal an die Lehrerschaft: Frauke Heiligenstadt (SPD). Foto: SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag

Bei dem neuen Blockmodell müssen Lehrer zunächst in einer ersten Arbeitsphase in Vorleistung gehen, um dann in der Freistellungsphase den Dienst komplett zu verlassen. Bislang ist dies nicht möglich – die Regelung sieht nur eine Reduzierung der Arbeitszeit bis zum regulären Pensionsbeginn vor. «Damit wird auch der hohen Zahl von Frühpensionierungen entgegengewirkt», betonte Heiligenstadt.

FDP und CDU kritisierten die Pläne als «Modell für Besserverdiener», welches sich aber viele Lehrer finanziell wegen Einkommensverlusten von bis zu 30 Prozent gar nicht leisten könnten. Aus diesem Grund sei die Neuregelung auch nicht als «Trostpflaster» geeignet, mit dem etwa die Gymnasiallehrer für die bereits von SPD und Grünen beschlossene Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung beruhigt werden sollten, betonte FDP-Bildungspolitiker Björn Försterling. dpa

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