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Sanierungsbedarf ermitteln: GEW fordert Hitzeschutz-Kataster für Schulen

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HANNOVER. Schwitzen im Klassenzimmer oder Hitzefrei? Zum Ende der Sommerferien in Niedersachsen fordert die örtliche GEW eine landesweite Übersicht, wo klimatisiert werden muss.

Sonnenschutz, bitte. (Symbolfoto) Foto: Shutterstock

Niedersachsens Schulen sollten nach Ansicht der Bildungsgewerkschaft GEW systematisch auf weitere Hitzewellen vorbereitet werden. In vielen Klassenzimmern sei die Klimakrise zu spüren, sagte GEW-Landeschef Stefan Störmer. Das Lernen und Arbeiten in diesen Räumen werde zunehmend schwieriger. Immer mehr Hitzefrei sei aber keine Lösung.

Stattdessen brauche es eine landesweite Übersicht, welche Schulräume bereits klimatisiert sind und bei welchen es Änderungsbedarf gebe. «Eine „Hitzeschutz-Ampel“ würde zur Einordnung helfen», sagte Störmer. «Bei Rot muss umgehend klimatisiert werden, bei Gelb ist es nachrangig und bei Grün nicht notwendig.» Erstellen solle solch ein Gebäudekataster das Land mit Unterstützung der Kommunen. Finanzschwache Kommunen sollten zudem Unterstützung dabei bekommen, den nötigen Hitzeschutz auch umzusetzen. News4teachers / mit Material der dpa

Wir dokumentieren Hitze in Schulen – solange wie nötig

Die jüngsten Hitzewellen haben gezeigt: Viele Schulen und Kitas sind auf extreme Temperaturen noch immer nicht ausreichend vorbereitet. Wie groß die Belastung tatsächlich ist, lässt sich bislang jedoch kaum nachvollziehen.

News4teachers und die Heinz Trox-Stiftung bauen deshalb ihre Dokumentation aus. Bei künftigen Hitzewellen werden wir erneut Fotos und Informationen aus Schulen und Kindertageseinrichtungen sammeln. Alle Einsendungen werden wir in einer digitalen Hitzekarte zusammenführen, die kontinuierlich ergänzt wird. Sie soll sichtbar machen, unter welchen Bedingungen Kinder, Jugendliche und Beschäftigte lernen und arbeiten – und zugleich dokumentieren, wo Handlungsbedarf besteht.

Ein erster Aufruf im Juni stieß bereits auf große Resonanz: Mehr als 200 Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte beteiligten sich und schickten Fotos aus ihren Klassen- und Gruppenräumen.

Sobald die nächste Hitzewelle ansteht, freuen wir uns wieder über Ihre Unterstützung. Dann können Sie uns ein Foto eines Thermometers aus Ihrem Klassen- oder Gruppenraum schicken (bitte ohne erkennbare Personen).

Bitte geben Sie außerdem an:

– Schulform beziehungsweise Kita
– Bundesland

Stadt- oder Einrichtungsname benötigen wir nicht.

E-Mail: redaktion@news4teachers.de
Betreff: Hitze

Alle Einsendungen werden anonym behandelt und ausschließlich für die Dokumentation von News4teachers und der Heinz Trox-Stiftung verwendet.

Die Heinz Trox-Stiftung setzt sich für gesunde, lernförderliche Schulräume ein. Weitere Informationen: www.zukunftsraum-schule.de

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2 Kommentare
Rainer Zufall
13 Stunden zuvor

Ich helfe. Malt alle Städte rot an und wenn eine sich meldet, dass sie klimatisiert ist bzw. schon die Hälfte der dortigen Schulen es sind, färbt sie grün bzw. gelb an.
Der Arbeitsauffwand sollte sich so in Maßen halten

vhh
9 Stunden zuvor

Wird eigentlich irgendwo schon geplant, wie eine Schule konkret umgebaut werden müsste? Man könnte doch für eine Schule vor Ort auch ohne landesweite Übersicht überlegen, was helfen könnte, das ist nicht verboten. Statt einer Übersicht mit bunten Punkten mal direkt am Problem arbeiten und Finanzbedarf nach oben melden, am besten in drei Varianten. Wenn die Gemeinden das nach Ampel bewerten, das Land ‚anteilige Förderung‘ zusagt, wird es viel Gelb, kaum Grün und nur in reichen Kommunen Rot geben, denn die können ihren eigenen Anteil leisten. Ergebnis: wäre schön, aber nicht dringend, auch wenn es jeder besser weiß. Wie soll z.B. Gelsenkirchen alle Schulen einer Großstadt versorgen, wenn es dafür nur ‚Unterstützung‘ gibt? Die Bildungshoheit ist den Ländern überaus wichtig, die Voraussetzungen für Bildung nicht so sehr. Diese bürokratische GEW-Idee geht weit an den Notwendigkeiten vorbei.