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Sachsen-Anhalt: Fraktionen wollen mehr Minischulen erhalten

MAGDEBURG. In Sachsen-Anhalt ist wieder Bewegung in die Debatte um Grundschulschließungen gekommen. SPD- und CDU-Fraktion wollen eine weitere Schließungswelle vermeiden.

SPD-Partei- und Fraktionschefin Katrin Budde sagte dem MDR am Freitag, sie wolle mehr Einrichtungen erhalten als bislang geplant. Auf dem Land sollten auch Schulen mit 60 Kindern akzeptiert werden. Man dürfe nicht sklavisch an der vorgegebenen Mindestschülerzahl von 80 hängen, die die entsprechende Verordnung des Kultusministeriums vom Schuljahr 2017/18 an vorsehe.

 Die ehemalige Dorfschule im brandenburgischen Biesenbrow. Foto: Jonas Rogowski / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Der Beschluss der Landesregierung Minischulen in Sachsen-Anhalt zu schließen bleibt umstritten. Foto: Jonas Rogowski / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

CDU-Fraktionschef André Schröder betonte ebenfalls, er wolle eine zweite Schließungswelle verhindern. Seine Partei stehe zu den bisherigen Verabredungen und plädiere für Grundschulverbände mit kleinen Schulstandorten. Wenn sich das Konzept innerhalb der Koalition nicht durchsetzen lasse, bleibe es auf der Agenda. Die CDU sei aber auch für andere Lösungen offen, um Schließungen zu umgehen.

In diesem Sommer waren in Sachsen-Anhalt 31 Grundschulen geschlossen worden, weil sie nicht genügend Schüler hatten. Die Vorgaben sollen vom Jahr 2017 an nochmals verschärft werden.

Die Linke kritisierte die Äußerungen aus der Koalition. Offenbar hatte es Gespräche der Landtagsfraktionen zu einem Kompromiss gegeben. CDU und SPD gefährdeten mit ihren öffentlichen Vorstößen mutwillig die in konstruktiven Gesprächen gefundenen Lösungsansätze, teilte die Linke mit. (dpa)

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