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Berlin und Brandenburg vereinfachen Rahmenlehrpläne – Online-Anhörung gestartet

BERLIN/POTSDAM. Bislang werden Schüler in Berlin und Brandenburg von der 1.bis zur 10. Klasse nach 68 Rahmenlehrplänen unterrichtet. Ab dem Schuljahr 2016/2017 soll es nur noch einer sein. Das bringt einige neue Schulfächer.

Kinder in Berlin und Brandenburg haben bald neue Schulfächer. Das geht aus dem am Freitag veröffentlichten Rahmenlehrplan für die Jahrgangsstufen eins bis zehn hervor. Demnach sollen die Naturwissenschaften in Klasse fünf und sechs künftig überall gemeinsam unterrichtet werden. Das wird bisher nur in Berlin gemacht. Neu für Fünft- und Sechsklässler in beiden Ländern ist das Fach Gesellschaftswissenschaften, das Geografie, Geschichte und Sozialkunde oder politische Bildung umfasst.

Dadurch könnten Themen fachübergreifend aus verschiedenen Perspektiven behandelt und globale Zusammenhänger deutlicher gemacht werden, begründeten die Bildungsministerien beider Länder. Die Stundenanzahl bleibt gleich: Wo Schüler bisher wöchentlich eine Stunde Geografie, eine Stunde Geschichte und eine Stunde Sozialkunde hatten, sollen bald drei Stunden Gesellschaftswissenschaften im Stundenplan stehen.

Der Verband der Geschichtslehrer hatte trotzdem im Vorfeld kritisiert, für eine fundierte Vermittlung historischen Wissens bleibe mit der Neuregelung kein Platz.

Der neue Rahmenlehrplan soll zum Schuljahr 2016/17 mit Übergangsregelungen in Kraft treten. Vorher können Lehrer, Eltern, Schüler und Verbände noch bis zum 27. März Stellung nehmen und Änderungen vorschlagen. Die Pläne sind im Internet veröffentlicht (www.bildungsserver.berlin-brandenburg.de/anhoerungsportal.html). Das Verfahren für die öffentliche Beteiligung läuft bis zum 27. März. Alle Vorschläge für Änderungen, Verbesserungen und Korrekturen sollen den Angaben zufolge geprüft und gegebenenfalls eingearbeitet werden. (dpa)

Anhörungsportal zum Rahmenlehrplan für die Jahrgangsstufe 1-10 in Berlin und Brandenburg
zum Bericht: Obwohl viele Schüler über Nazi-Deutschland nichts mehr wissen: Fach Geschichte wird gekürzt

Ein Kommentar

  1. Wenn ich es richtig lese, stimmt es also nicht, dass das Fach Geschichte gekürzt wird. Wie viel Geschichte es in dem Fach “Gesellschaftswissenschaften” gibt und wie viel Geografie, Sozialkunde usw. liegt dann wohl am Lehrer. Aber darin sehe ich ein Problem, ein “ehemaliger Geschichtslehrer” macht dann sicher mehr Geschichte, ein “ehemaliger Geografielehrer” macht mehr Geografie usw.

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