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Warnstreik: GEW meldet 15.000 Teilnehmer in mehreren Bundesländern

DÜSSELDORF (u.a.). Im Tarifkonflikt haben sich am Mittwoch, dem 25. März, erneut mehrere tausend im öffentlichen Dienst der Länder Beschäftigte am Warnstreik beteiligt. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft meldete 15.000 Teilnehmer – „viele aus Schulen und Hochschulen“. Sie fordern weiterhin 5,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch ein Plus von 175 Euro, und einen Tarifvertrag für angestellte Lehrkräfte. Gleichzeitig wehrten sie sich gegen Einschnitte in die Betriebsrente.

In Nordrhein-Westfalen beteiligten sich nach Angaben der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) 4200 Beschäftigte, „in der Mehrzahl Lehrkräfte“, an den Streikaktionen. Die Kundgebungen in Düsseldorf, Köln, Münster, Bielefeld und Dortmund standen unter dem Eindruck der gestrigen Flugzeugkatastrophe in Südfrankreich, so die GEW. In Schweigeminuten gedachten die Teilnehmer der Opfer. „Heute fällt es schwer, für unsere Sache einzutreten“, sagte die GEW-Vorsitzende Dorothea Schäfer in Köln. Mit Blick auf die vierte Verhandlungsrunde erklärte sie: „Wir erwarten eine deutliche Bewegung der Arbeitgeber bei der Eingruppierung der Lehrkräfte und sagen: Hände weg von der Zusatzversorgung!“

Die Warnstreik-Aktionen von Lehrern werden in den nächsten Tagen ausgeweitet, kündigten die Gewerkschaften an. Foto: GEW

Am Donnerstag sollen die Warnstreiks nach Angaben der GEW in mehreren Bundesländern weitergehen. Foto: GEW

In Bremen und Niedersachsen legten Gewerkschaftsinformationen zufolge 5000 Beschäftigte die Arbeit nieder und kamen nach Hannover. Laura Pooth, stellvertretende Vorsitzende der GEW Niedersachsen, unterstrich während der zentralen Kundgebung: „Wir wollen für die größte Beschäftigtengruppe im öffentlichen Dienst der Länder einen Eingruppierungstarifvertrag. Die bundesweit 200.000 angestellten Lehrkräfte müssen endlich tariflich eingruppiert werden!“

In Saarbrücken betonte Andreas Sánchez, stellvertretender Vorsitzender der GEW Saarland: „Die Arbeitgeber müssen endlich ihre Blockade beenden und ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen. Wir wollen einen Tarifvertrag für die angestellten Lehrkräfte, der diesen Namen auch verdient!“ Nach Angaben der GEW beteiligten sich in Rheinland-Pfalz und dem Saarland 6000 Beschäftigte an den Aktionen der Gewerkschaften. Rund 500 weniger waren es nach Informationen der Deutschen Presseagentur. Etwa 4000 Menschen versammelten sich am Mittag zu einer Kundgebung in Saarbrücken, wie die Gewerkschaft Verdi und die Polizei mitteilten. „Das war ein eindrucksvolles Signal für die Verhandlungen am Wochenende“, sagte der Geschäftsführer von Verdi Saar Trier, Thomas Müller.

Am Samstag, dem 28. März, startet in Potsdam die vierte Verhandlungsrunde zwischen den Gewerkschaften und der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL). Der Beamtenbund dbb drohte mit weiteren Streiks, falls die TdL dann „kein ordentliches Angebot“ mache.

„Zum Abschluss der zweiten Welle“ sind am Donnerstag, dem 26. März, Warnstreiks in sieben Bundesländern geplant, so die GEW:

  • in Berlin und Brandenburg mit einer gemeinsamen Kundgebung in Berlin
  • in Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern mit einer gemeinsamen Kundgebung in Hamburg
  • in Schleswig-Holstein mit einer Kundgebung in Kiel
  • in Bayern mit einer Kundgebung in München
  • in Baden-Württemberg mit Kundgebungen in Stuttgart, Karlsruhe und Emmendingen bei Freiburg im Breisgau. News4teachers mit Material der dpa

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Ein Kommentar

  1. Rüdiger Heitefaut

    Deutliche Signale der Beschäftigten der Länder vor der 4. Tarifrunde an die Arbeitgeber!

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