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Wird auch Zeit! Bundesernährungsminister Schmidt will Schulessen steuerlich begünstigen

BERLIN. Bundesernährungs- und -landwirtschaftsminister Christian Schmidt will Essen in Schulen und Kitas steuerlich begünstigen, um die Qualität der Ernährung zu verbessern. «Mein Ziel ist in der nächsten Legislaturperiode der verringerte Mehrwertsteuersatz für Schulessen – am besten sogar eine Mehrwertsteuerbefreiung», sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Für das Schulessen sind derzeit 19 Prozent Mehrwertsteuer zu zahlen – für Tierfutter beispielsweise nur sieben Prozent.

Minister Christian Schmidt stellt seine Kampagne zur Ernährungsbildung vor. Credit: Quelle: BMEL/photothek.net/Michael Gottschalk

Minister Christian Schmidt stellt seine Kampagne zur Ernährungsbildung vor. Credit: Quelle: BMEL/photothek.net/Michael Gottschalk

Bundesweit bekommen täglich rund fünf Millionen Kinder in Schulen und Kindertagesstätten ihr Mittagessen, Tendenz steigend. Die Finanzierung ist Ländersache. Am vergangenen Freitag hatte Schmidt in Berlin eine neue Koordinierungsstelle beim Bundesernährungsministerium vorgestellt, deren Ziel eine bessere Verpflegung in Kindergärten und Schulen ist. Sie soll «eine Art Schulessen-Tüv» als Qualitätsnachweis für Catering-Anbieter erarbeiten. Für eine größere Akzeptanz des Schulessens sollen Jungen und Mädchen auch nach ihren Wünschen befragt werden.

Für die Arbeit des Zentrums stünden mehr als 20 Millionen Euro jährlich zur Verfügung, sagte Schmidt den Funke-Zeitungen. Das sei ihm eine gesunde Ernährung wert: «Hier müssen wir noch besser werden.» dpa

Zum Bericht: Ernährung auf dem Stundenplan: Bundeslandwirtschaftsminister wünscht sich neues Unterrichtsfach

3 Kommentare

  1. Der reduzierte Mehrwertsteuersatz wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu einem nennenswerten Teil in die Marge des Caterers fließen und nicht ausschließlich in ein qualitativ besseres Essen zum gleichen Bruttopreis wie vorher investiert. Viel kann sich dadurch eh nicht ändern. Der in Restaurants übliche Wareneinsatz von (meist ohnehin schon weniger als) 30% des Verkaufspreises würde sich netto von 25ct auf 28ct je 1 Euro brutto-Verkaufspreis erhöhen. Viel sinnvoller, jedoch nicht finanzierbar ist der Betrieb aller Schulkantinen mit städtischem Personal und eigener Küche.

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