MÜNCHEN. Das Gymnasium steht unter Druck – und zwar von innen. Lehrkräfte berichten seit Jahren von übervollen Klassen, wachsender Heterogenität und einem System, das auf Gleichschritt setzt, obwohl die Realität längst eine andere ist. Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) legt nun ein Konzept vor, das diesen Widerspruch auflösen soll: ein modular aufgebautes Gymnasium ab der siebten Klasse. Es wäre ein Paradigmenwechsel – weg vom starren Klassenprinzip, hin zu einem individualisierten Lernsystem.

Im Zentrum steht ein neuer Leistungsbegriff. Leistung soll nicht mehr daran gemessen werden, ob alle zur gleichen Zeit das Gleiche schaffen, sondern daran, wie gut individuelle Lernwege gestaltet und unterstützt werden. „Wir müssen weg von der Gleichmacherei und von der vermeintlichen Elitebildung“, sagt BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann. Das derzeitige System verhindere oft genau das, was es leisten soll: Förderung.
Der Vorschlag des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV) zielt auf eine strukturelle Neuausrichtung des Gymnasiums ab der siebten Jahrgangsstufe. Ausgangspunkt ist die Diagnose, dass das bestehende System auf der Annahme homogener Lerngruppen beruht, die in der Praxis längst nicht mehr zutrifft. BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann formulierte das auf der Pressekonferenz deutlich: „Wir stellen heute ein Modell vor, das unseren Zielen entspricht, den Zielen, die wir für alle Schularten haben: Individualität, Förderung, Coaching und damit beste Leistung für alle Kinder und Jugendlichen.“
Die Zahlen, die der Verband zur Begründung heranzieht, verweisen auf eine deutliche Veränderung der Schülerschaft. 44 Prozent der Gymnasialklassen umfassen inzwischen 26 bis 30 Schülerinnen und Schüler, weitere 4,5 Prozent liegen darüber. Gleichzeitig hat sich die Zusammensetzung verändert: Der Anteil von Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf ist innerhalb von fünf Jahren um 83 Prozent gestiegen, der Anteil von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund um 60 Prozent. Fleischmann ordnet diese Entwicklung ein: „Das Gymnasium ist weiterhin die beliebteste Schulart, hat eine hohe Nachfrage, trifft aber auf große strukturelle Herausforderungen.“
Das vom BLLV im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellte Konzeptpapier beschreibt das Modulsystem als eine Antwort auf diese Heterogenität. Es versteht sich als flexibles Organisationsmodell, in dem nicht mehr Jahrgangsstufen den Lernfortschritt bestimmen, sondern einzelne Module, die unabhängig voneinander absolviert werden können. Echte Individualisierung bedeute, dass sich das System den Schüler:innen anpasst – nicht umgekehrt, heißt es in dem Papier.
Kern des Modells ist die Aufteilung des Unterrichts in unterschiedliche Modultypen. Fachmodule bilden weiterhin den klassischen Unterricht ab und orientieren sich am Lehrplan. Ergänzt werden sie durch Zusatzmodule, die in drei Formen auftreten: Fördermodule zur Aufarbeitung von Defiziten, Plusmodule zur Vertiefung von Stärken sowie Brückenmodule, die den Anschluss sichern, wenn Schülerinnen und Schüler ein Fach zeitweise aussetzen. Hinzu kommen Projektmodule, die fächerübergreifend organisiert sind und andere Lernformen ermöglichen.
„Ein pauschales Wiederholen aller Fächer einer Jahrgangsstufe beim Verfehlen des Klassenziels entfällt in diesem System“
Ein zentrales Element ist dabei die Möglichkeit, Lernzeit individuell zu strecken. Schülerinnen und Schüler können ab der siebten Klasse entscheiden, den Bildungsgang zu verlängern und Module über einen längeren Zeitraum zu verteilen. Anders als im bisherigen System gibt es kein Sitzenbleiben. Wer in einzelnen Fächern scheitert, wiederholt ausschließlich die entsprechenden Module. „Ein pauschales Wiederholen aller Fächer einer Jahrgangsstufe beim Verfehlen des Klassenziels entfällt in diesem System“, heißt es dazu im Konzept.
Mit dem modularen System verschwindet der klassische Klassenverband in der Mittelstufe. Stattdessen bekommt jede Schülerin und jeder Schüler eine feste Lehrkraft als Coach zugewiesen. Diese begleitet den gesamten Lernprozess, berät bei der Modulwahl und koordiniert die individuelle Förderung. Laut Konzept stärkt das die Beziehungsebene und ermöglicht eine deutlich engere pädagogische Begleitung als bisher.
Freistunden sind im System ausdrücklich vorgesehen – sie sind kein Problem, sondern Teil des Konzepts. Diese Zeiten sollen in sogenannten Lernwerkstätten oder Lernstudios genutzt werden: für eigenständiges Arbeiten, zur Vertiefung von Inhalten und für Projektarbeit. Damit verschiebt sich die Rolle der Schule: weg vom reinen Unterrichtsort, hin zu einem Lernraum mit stärkerer Eigenverantwortung der Schülerinnen und Schüler.
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Da jedes Kind in der heutigen Zeit mit völlig unterschiedlichen Leistungsvoraussetzungen seine Schullaufbahn beginnt, sind Lehrkräfte in der Regel vermehrt mit heterogenen Klassen konfrontiert. Binnendifferenzierung und Inklusion werden immer wichtiger. Das wirft für Lehrkräfte viele Fragen auf.
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Wie sehr die bestehende Struktur an ihre Grenzen stößt, beschreibt Dr. Fritz Schäffer, Seminarlehrer für Geschichte, in der Pressekonferenz mit Blick auf die Ausbildungssituation: „Und diese Klage bekomme ich seit 20 Jahren von praktisch allen meiner Referendarinnen und Referendaren. Alle sind erstaunt, wenn sie rausgehen und vor Ort eigene Klassen übernehmen: ‘Wie heterogen sind die denn? Es stimmt ja gar nicht, dass wir am Gymnasium homogene Lerngruppen haben!‘“ Daraus folge ein strukturelles Problem: „Das führt zu einer enormen engen Taktung des Lernens. Es führt zu diesem oft beklagten ‘Bulimielernen‘ und es führt zu einer Oberflächlichkeit und dazu, dass immer einige gelangweilt sind, denen es zu langsam geht und welche überfordert sind.“
Wie sich diese Struktur konkret verändern könnte, verdeutlicht das Konzeptpapier anhand mehrerer Fallbeispiele. Der Schüler Jonas etwa hat Schwierigkeiten in Mathematik und Latein. Im bestehenden System gerät er zunehmend unter Druck, scheitert schließlich mehrfach und verlässt das Gymnasium. Im Modulsystem hingegen würde er gezielt Brücken- und Fördermodule belegen, während er in anderen Fächern regulär voranschreitet. Dadurch entzerrt sich sein Lernprozess, und er kann die Oberstufenreife erreichen.
Ein ähnliches Prinzip gilt für den Fall Paul, der im klassischen System eine Klasse wiederholen müsste. Im modularen Modell wiederholt er nur die nicht bestandenen Fachmodule und bleibt in anderen Fächern im Lernfluss. Auch hier wird deutlich, dass das System nicht auf Gleichzeitigkeit, sondern auf individuelle Progression setzt.
„Lehrkräfte sind nicht nur reine Wissensvermittler, sondern auch Lernbegleiter“
Darüber hinaus adressiert das Konzept auch Lebenssituationen außerhalb der Schule. Roland Kirschner, Leiter der Fachgruppe Gymnasium im BLLV, beschreibt das in der Pressekonferenz so: „Mit unserem Modulsystem haben wir ein System entwickelt, das kein starres Korsett ist, sondern das sich zielgenau den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler anpasst.“ Und konkretisiert das an einem Beispiel: „Stellen wir uns einen Schüler vor, der beispielsweise im Sportverein sehr aktiv ist, er hat vier oder fünf Mal in der Woche Training, am Wochenende Wettkämpfe. Da stellt sich dann irgendwann mal die Frage: ‘Wie schaut es mit der Doppelbelastung aus?‘“
Diese Perspektive greift auch die Gymnasiallehrerin Tamara Thum auf, die vor Medienvertretern auf die soziale Dimension verweist: „Im Sinne der Bildungsgerechtigkeit kann die Devise dann nicht sein: ‘Entweder du schaffst es jetzt hier selbst und im selben Tempo wie alle anderen oder du bist eben nicht geeignet‘.“ Das Modulsystem eröffne hier neue Spielräume: „Entweder geht man fachlich tiefer in die Inhalte rein oder man beschäftigt sich mal fächerübergreifend oder auch projektorientiert mit Themen.“
Mit der strukturellen Veränderung geht auch ein verändertes Rollenverständnis der Lehrkräfte einher. Mustafa Çakmak, Lehramtsstudent, beschreibt diese Verschiebung in der Pressekonferenz so: „Lehrkräfte sind nicht nur reine Wissensvermittler, sondern auch Lernbegleiter. Wichtig ist, dass wir unsere Rolle kennen und dass wir Schülerinnen und Schüler auf einem individuellen Lernweg begleiten und nicht nur stur Fachwissen beibringen.“
Auch Schulleiter Matthias Schickel sieht darin eine notwendige Konsequenz aus der veränderten Realität an Gymnasien: „Wir haben eine unglaubliche Spreizung an unterschiedlichen Kindern, auch an den Gymnasien. Und genau diesen Kindern müssen wir Rechnung tragen.“ Das bisherige System beschreibt er mit einem Vergleich: „Schule ist ein System, wo 30 Hochleistungssportler zusammen mit behinderten und ganz durchschnittlichen Menschen nachts durch einen Wald geführt werden sollen, auf vier verschiedenen Wegen, aber zum gleichen Zeitpunkt am gleichen Ort ankommen müssen.“
Gleichzeitig entstehen neue organisatorische Anforderungen. Das Konzeptpapier weist ausdrücklich darauf hin, dass insbesondere in der Anfangsphase ein erhöhter Aufwand bei Stundenplanung und Fortbildung notwendig sei. Während der Fachunterricht weitgehend unverändert bleibe, müssten Zusatzmodule teilweise neu entwickelt werden. Auch die Rolle der Lehrkräfte als Coaches erfordere zusätzliche Qualifizierung.
Die politischen Reaktionen fallen erwartungsgemäß zurückhaltend aus. Bayerns Kultusministerin Anna Stolz (Freie Wähler) sieht keinen Anlass für eine grundlegende Reform. Das neunstufige Gymnasium sei „in breitem Konsens mit der gymnasialen Schulfamilie entstanden“ und stoße auf „breite Akzeptanz“. Es gebe daher „nicht den geringsten Anlass für eine erneute Strukturdebatte“, so zitiert sie der Bayerische Rundfunk. Auch der Bayerische Philologenverband lehnt den Vorstoß ab – und spricht von einem „völlig falschen Weg“.
Der BLLV hingegen verbindet mit dem Modell auch bildungspolitische Erwartungen. Fleischmann verweist auf bestehende Ungleichheiten: „Am Ende der Schulzeit hat nur etwa ein Viertel der Jugendlichen aus niedrigen sozialen Schichten eine Studienberechtigung erzielt gegenüber mehr als drei Viertel aus hohen sozialen Schichten.“ Daraus leitet sie einen grundsätzlichen Anspruch ab: „Alles andere ist reine Augenwischerei der politisch Verantwortlichen, die sich immer gerne mit dem elitären Anspruch des bayerischen Gymnasiums schmücken, aber bloß keine grundlegenden Innovationen angehen möchten.“ News4teachers









Der nächste Beitrag zur Entprofessionalisierung der Schule, man stelle sich vor, der Deutsche Anwaltverein oder der Marburger
Bund verkündete für die jeweilige Branche tiefgreifende Reformvorschläge und eine Jurastudentin sowie ein Medizinstudent führten auf dem Podium das große Wort…
Undenkbar, bei Lehrkräften jedoch offensichtlich möglich, peinlich.
“Entprofessionalisierung”? Ich habe den Eindruck, dass Sie diese Ihre Meinung nicht gerade professionell begründen… eigentlich überhaupt nicht.
Es geht leider immer mehr bergab.
Es wurde neben Schulleitern und fertigen Lehrkräften ein Lehramtsstudent zitiert,oh wie schrecklich.
Genau so einer Einstellung wie Ihrer haben wir ein starres und gesellschaftsfernes Schulsystem zu verdanken
Wie so oft hört sich die Idee gar nicht schlecht an. Spannend wird es sein, wie diese Idee praktisch umgesetzt werden soll.
Wenn ich mich alleine mit den 28 Schülern meiner Klasse auch nur 15 min in der Woche zusammensetzen und sie individuell beraten soll, kostet das 7 Zeitstunden bzw. über 9 Schulstunden. Und da ist noch keine Vorbereitung, Nachbereitung, keine daraus resultierende E-Mail und kein daraus folgendes Gespräch mit einem Kollegen dabei.
Ebenso könnte man rechnen, dass wir bspw. 100 Lehrkräfte und 1000 Schüler haben, also vielleicht “reichen” auch 4 Schulstunden pro Woche. Auch könnte man argumentieren, dass jede Lehrkraft alle ihre Schüler ein Mal pro Woche für 10 min im eigenen Fach berät. Dann kämen wir auf gut 30 Schulstunden pro Woche, in denen wir nur beraten.
Egal wie man es rechnet – werden die Deputate so stark reduziert, dass man für solche Beratungen wirklich Zeit hat? Oder gibt es diese Aufgabe dann “on top”?
Ergänzt werden sie durch Zusatzmodule, die in drei Formen auftreten: Fördermodule zur Aufarbeitung von Defiziten, Plusmodule zur Vertiefung von Stärken sowie Brückenmodule, die den Anschluss sichern, wenn Schülerinnen und Schüler ein Fach zeitweise aussetzen. Hinzu kommen Projektmodule, die fächerübergreifend organisiert sind und andere Lernformen ermöglichen.
Also brauchen wir dann bspw. statt einer Chemielehrer-Stunde mindestens vier Chemielehrer-Stunden: Einer bietet ein Fördermodul an, der andere unterstützt die stärkeren SuS, die nächste macht einen Brückenkurs und der vierte bietet ein Projektmodul an.
Das hört sich schön an, aber woher kommen wir die ganzen Chemie-Lehrer plötzlich?
Und es geht ja nicht nur um Chemie-Lehrer, sondern wir brächten eigentlich in fast allen Fällen mehrfach so viele Lehrkräfte wie bisher. In Zeiten von Lehrermangel ist das sicher spannend.
„Stellen wir uns einen Schüler vor, der beispielsweise im Sportverein sehr aktiv ist, er hat vier oder fünf Mal in der Woche Training, am Wochenende Wettkämpfe. Da stellt sich dann irgendwann mal die Frage: ‘Wie schaut es mit der Doppelbelastung aus?‘“
Vielleicht muss man sich auch irgendwann fragen, was einem wichtiger ist – der Sport oder ein sehr guter Abschluss. Und wenn man ein richtig guter Sportler ist, gibt es durchaus noch spezielle Sport-Gymnasien.
Aber der Fall zeigt m.E. das Problem bei der Debatte:
Wir als Gesellschaft ermöglichen Kindern und Jugendlichen, nicht frühzeitig arbeiten zu müssen, sondern in der Schule etwas lernen zu dürfen. Stattdessen wird Schule heute aber vielfach wie ein Supermarkt angesehen, aus dem man auswählen kann, was zum eigenen Lifestyle passt. – Ich möchte ganz viel Sport machen, aber die Schule soll mir aber bitte auch ein sehr gutes Abi geben, selbst wenn ich keine Zeit zum Lernen habe…
Denken wir doch mal weiter. Was ist, wenn dann einige SuS IMMER in der Fördermodulen landen und andere grundsätzlich in Projektmodulen erfolgreich sind? Werden dann keine Unterschiede sichtbar? Förderung ist ja gut und schön, aber wie fühlen sich die Kinder die am Ende immer im Förderkurs oder max. In Brückenkursen landen?
Oder ist es bis zum Abi egal, in welchem Kurs man war, hauptsache man hat irgendeinen Kurs besucht? Wie soll das dann mit den Prüfungen laufen? Gibt es dann 4 Prüfungsformate und 4 Arten von Abi? Sinn?
Bei uns gibt es das Kurssystem an der IGS, was ich prima finde. Aber das ist dann eben kein Gymnasium.
Wer immer im Fördermodul landet, macht den BBR, mehr höhere Kurse MSA und bei vielen Pluskursen das Abitur. Wenn man das Konzept des modularen Aufbaus weiterdenkt, dann kann es keine verschiedenen Schulformen mehr geben, sondern nur verschiedene Abschlüsse. Und 50% Abiturquote geht auch am Bedarf vorbei. Gescheiterte Studenten habe ich in der Berufsausbildung als tolle Azubis erlebt, sie haben nur unnötig Zeit verloren.
4 Tage Woche und Ausbau vom digitalen Unterricht!
!! 🙂
Immense Fahrtwege mit Spritkosten, während die anderen im Homeoffice sitzen.
Wenn es die berufliche Erfüllung ist, im Homeoffice – bitte sehr! Allerdings: Ich arbeite gern direkt mit den Lernenden. Und deshalb @PetraOWL wäre es jetzt auch mal gut mit Ihrem Dauerstatement!
die Erfüllung ist nicht, wenn alle anderen Berufsbilder (Pflege, Krankenhaus, Autobauer) bessere Bedingungen vorfinden. Es sollte wieder gerechter sein.
Gut, dann eine Präsenzzulage, freien Sprit und 2 Homeofficetage.
Gen Z will flexibel arbeiten.
die Erfüllung ist nicht, wenn alle anderen Berufsbilder (Pflege, Krankenhaus, Autobauer) bessere Bedingungen vorfinden. Es sollte wieder gerechter sein.
Sie diskutieren aber nicht über Fairness und Gerechtigkeit, sondern es geht bei Ihnen um puren Neid!
Warum eigenlich? Auch wenn bspw. ein Fußballspieler Millionen verdienen, kann ich mit meinem Gehalt gut leben. Nur weil mein Bekannter in der Bank auch Homeoffice hat, muss ich das nicht für mich fordern. Das hat eben nichts mit Gerechtigkeit zu tun, sondern mit anderen Ansprüchen und Möglichkeiten in unterschiedlichen Jobs.
Sehr gute Antwort!!
überhaupt nicht, nichts verstanden! 🙁
Nö Sepp,
es gibt Unterschiede, aber das war früher einheitlich. Alle vor Ort, 40 Stunden, ähnliche Gehälter und ähnliche Renteneintritte.
Seit 5 Jahren geht das soweit auseinander, aber soweit von auseinander. Noch nicht geschnallt?
Was war das noch für eine Zeit, vor 5 Jahren, als Bäckerlehrling Autobauer, Lehrer und Chefarzt noch das gleiche Gehalt bekommen haben…
Stimmt, Ihre “Logik” habe ich offenbar nicht geschnallt.
Fahr doch E mit dem Fahrrad oder der Bahn
mach dich nicht lächerlich, sonst ziehst du die Lehrer, die weit draußen aufm Ländle rausfahren, ja noch weiter runter, Mensch Hannah! 🙁
ach menno,Onki. Das ist Verblendung vor den Tatsachen. Die Industrie hat 35 Stunden Woche, tolle Extras / 5000 netto pro Jahr mehr und Rente ab 62 als passiver im System. Der Lehrberuf ist nicht mehr wettbewerbsfähig und junge Leute wissen das bereits 🙁 :/
🙁 :/
Hätte einen Vorschlag, Beruf wechseln. Dann klappt es vielleicht mit der 4 Tage Woche. Im Pflegedienst, Krankenhaus, stationärer Kinder- und Jugendhilfe wird dringend Personal gesucht. Da hat man dann halt Spätdienst, aber dafür kann man bestimmt an 4 Tagen arbeiten, natürlich inkl Wochenenddienst.
Dieses Gejammer von Ihnen ist echt schwer zu ertragen. Vielleicht gibt es ja auch eine passende Stelle in Mausis, Schatzis oder wie auch immer er heißt, Firma für sie.
Wieso wechseln? Einfach die Schulstation in einer Klinik machen.
Leute es muss endlich auch mal im Lehrerberuf Veränderungen und Verbesserungen geben. Optimiert die Pläne, macht online Stunden und Digitalkonferenzen und gebt den leuten ihren Orgatag in der Woche, Menschenskinder
Mein erster Gedanke zur beratenden Begleitung der Schüler war, dass ich mich nicht qualifiziert fühle, zumindest fachlich jenseits meiner Fächer fundierten Rat geben zu können. Stufenleiter in der Oberstufe beraten in formalen Fragen, aber fachlich eher weniger.
Zudem scheint es mir unausweichlich zu sein, dass die zusätzliche Freiheit und die neuen Möglichkeiten einen deutlichen organisatorischen Mehraufwand mitbringen. Schon jetzt kann dem Wahlverhalten der Schüler sowohl in Wahlfächern des Sek1 als auch in der Oberstufe nur nach vorhandenem Personal entsprochen werden. Bei einem Modulsystem können die Wünsche und Bedürfnisse noch stärker von den fachlichen Kapazitäten des vorhandenen Kollegiums abweichen (wie @Sepp schon schrieb). Wenn in einem Jahr die Schüler sehr stark naturwissenschaftlich orientiert oder bedürftig sind, zwei Jahre später eher sprachlich, wird es schwierig sein, dass Personal bereitstellen zu können. Auch stundenplantechnisch befürchte ich Grenzen, vermutlich werden die Tage sowohl für Schüler als auch Lehrer länger.
Die Idee der Module finde ich hinsichtlich der gezielteren Wiederholungen grundsätzlich gut, aber mehr Flexibilität erfordert nach meiner Einschätzung in der Regel mehr Personal. Denn es ist ja gerade eine Grundidee von Klassen, durch den “Gleichschritt” den Wissens- und Kompetenzerwerb etwas zu rationalisieren, dabei zumindest jedoch nach dem Alter zu differenzieren. Mehr individuelle Flexibilität ginge auch mit kleineren Lerngruppen, aber da ist der höhere Personalbedarf halt offensichtlich.
Es braucht nicht mehr Personal 🙂 Nur längere Schulzeit. So wie im Studium. Statt 8 Semester eben 8 Jahre.
Kommentar unter einer fiktiven Mathematik-Klassenarbeit:
“Ach du brauchst noch mal Rechtscheibung für Anfänger … Der Wissenstransfer war nicht so gut in der Grundschule, naja. Den Kurs können wir noch mal in zwei Jahren anbieten. Bis dahin werden die Rechtschreibfehler nicht so stark gewertet. Bitte notiere das auf das Deckblatt jeder Klassenarbeit.”
Oder halt längere Arbeitszeiten für das Personal …
Was passiert eigentlich, wenn zum Abi das Rechtschreib-Kompetenz-Modul für Anfänger noch nicht erfolgreich absolviert wurde? Ein Jahr dranhängen?
Ja , oder vier!
Deputate senken!
Alles unter 20
jaa
Es gibt bereits Schulen in Deutschland, die zumind. den Aspekt der Lernbegleitung und des Coachings recht erfolgreich umsetzen. Auch gymnasiale Schulen. Als Beispiel sei dafür das Dalton-Gymnasium in Ansberg genannt. Das durfte ich bei einem Besuch kennenlernen und mit Lehrkräften und Lernenden dort reden. Es verlangt den Lernenden viel Selbstorganisation ab. Die Lehrkräfte wirkten wesentlich glücklicher und auch viele der Kinder blühen dadurch regelrecht auf. Aber viele konnten dem Druck auch nicht standhalten. Laut der Selbstauskunft der Schule, haben sie statistisch einen besseren Abi-Schnitt. Ist natürlich jetzt die Frage, wie genau der zu Stande kommt. Laut Schüleraussagen „überleben“ nur die, die sehr leistungsbereit sind und sich gut organisieren können. Alle anderen werden – wie bei anderen Gymnasien auch- „aussortiert“.
Ich habe die Sorge, dass Kinder, die schulisch keine Selbstläufer sind und nur „so hoch springen, wie der Stock gehalten wird“, sich in so einem individualisiertem System – wie es der Artikel beschreibt – eher nach unten denn nach oben orientieren werden.
Meiner Meinung nach steht und fällt mit der Betreuung und die Politik ist nicht bereit dafür mehr Geld locker zu machen. Da kann man noch so viele Reformkonzepte entwickeln. Wenn der Schlüssel nicht signifikant kleiner wird, wird sich meiner Meinung nach auch nichts signifikant verbessern. Man hat einfach nur super weniger Zeit für das einzelne Kind. Fast alle Eltern, die ich kennen, wünschen sich eigentlich mehr Rückmeldung, mehr Informationen, mehr Förderkonzepte. Und das wünschen sich die meisten Lernenden und auch die Lehrkräfte auch. Aber man kann es faktisch gar nicht so in den Blick nehmen wie von allen gewünscht. Denn das würde wieder Ressourcen kosten, die nicht da sind oder für die die Gesellschaft kein Geld ausgeben will…
Kinder, die immer nur so hoch springen, wie der Stock gehalten wird, sind auch nicht für ein Studium geeignet. Die sind dann besser in einer Berufsausbildung aufgehoben – braucht man ja schließlich auch noch.
Was versteht der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband denn vom Gymnasium? Die haben da doch praktisch keine Mitglieder und daher keine Expertise.
Wäre sicher spannend wie der BLLV wohl reagieren würde, wenn der Philologenverband Vorschläge machen würde, wie die Grundschule sicherstellen könnte, dass dort das Leistungsniveau nicht weiter abfällt und Kindern aus sozial-benachteiligten Familien und Jungs trotz hinreichender Kompetenzen nicht der Weg zum Gymnasium versperrt wird.
https://www.news4teachers.de/2026/03/zugeschlagene-tuer-langzeitstudie-zeigt-stabile-bildungsungleichheit-von-der-fruehen-kindheit-bis-ins-erwachsenenalter/
Der Philologenverband macht öfters solche und ähnliche Vorschläge: https://www.news4teachers.de/2022/07/unbrauchbare-methoden-an-grundschulen-grundschulverband-wehrt-sich-gegen-billiges-kollegen-bashing-der-philologen/
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Das ist der Philologenverband Rheinland-Pfalz. Nicht der bpv!
Zumindest gibt es eine passsende Replik des bpv auf den BLLV-Vorschlag:
Verbandschef Michael Schwägerl sieht im BLLV-Vorstoß einen “eklatanten Mangel an Wertschätzung gegenüber der Arbeit der Lehrkräfte an den bayerischen Gymnasien”. Es gebe bereits eine verstärkte Projektorientierung, auch eine gezielte Förderung finde an den Gymnasien statt, beispielsweise durch die individuelle Lernzeitverkürzung.
“Das System komplett zu verändern, halten wir für den völlig falschen Weg”, so Schwägerl. Stattdessen solle der BLLV den Blick auf eine andere Stelle des Schulwesens richten. An den Grundschulen bestehe Handlungsbedarf. 94 Prozent der Gymnasiallehrkräfte der 5. und 6. Klassen seien der Meinung, das Leistungsniveau der Fünftklässler habe in den vergangenen Jahren abgenommen.
Ende des klassischen Sitzenbleibens? BLLV setzt auf Lernmodule | BR24
Setzt der Philologenverband auch auf Lernmodule in der Grundschule oder gibt es andere konkrete Vorschläge ?
Welche Maßnahmen schlägt man vor, damit Kinder aus sozial-benachteiligten Familen beim Übertritt aufs Gymnasium nicht so stark benachteiligt werden wie bisher?
Der BLLV moniert zwar die niedrige Abiturientenquote bei sozial-benachteiligten SuS, hat aber scheinbar übersehen, dass laut IfO-Studie Kinder aus sozial-benachteiligten Familien an Grundschulen in Bayern die geringste Wahrscheinlichkeit haben nach der 4. Klasse aufs Gymnasium wechseln zu können.
Das Gymnasium kann Vorreiter in Sachen Digitalisierung werden;-)
1-2 Digitaltage
Kann man vom hohen Ross herunter ein Vorreiter sein?
Der Adel aufs Pferd, das Fußvolk dahinter.
Hoppe, hoppe Reiter,
Wenn er fält, dann schreit er …
Das Fußvolk DAVOR, die Pfeile abfangen.
Und ein echter “Gassenhauer”.
“Ein Pferd … ein Königreich für ein Pferd!!”
Hatte ich schon… hat irre Arbeit gemacht und unfassbar viel Kohle gekostet…
Aber ein umso größeres Mundwerk…
Keine Ahnung von gymnasialer Arbeit, aber Hauptsache mal Schlagzeilen produziert.
Bei der hohen Zahl von Unterrichtsbeamten der Laufbahngruppe II, zweites Einstiegsamt an GY ist die Begrifflichkeit “Arbeit” doch ein Widerspruch in sich.
Dann schauen Sie doch mal genauer hin. An der Vorstellung dieses Modulsystems war u.a. Dr. Fritz Schäffer beteiligt, Seminarlehrer für Geschichte am Christoph-Scheiner-Gymnasium in Ingolstadt und beileibe nicht der einzige Gymnasiale in den Reihen des BLLV. Falls Sie wirklich an der Küste wohnen, wäre dieses Nichtwissen einigermaßen entschuldbar 🙂
Warum arbeiten Lehrer bis 67 oder 70 und Autobauer und andere nur bis 63?
Warum arbeiten Lehrer 41 Stunden und in der IG alle nur 35 Stunden? (4 Tage Woche?
Warum hat die IG 2-3 Tage Homeoffice, Prämien, Zulagen und 13. und die Lehrer gar nichts davon?
Es sind jetzt die essentiellen Dinge!!!
🙁 Lehrermangel, keiner kommt nach und unattraktiv
Und was hat das jetzt mit dem Artikel zu tun? Sind Sie so auf Ihrem Faule-Säcke-Trip, dass das sinnerfassende Lesen komplett verloren gegangen ist?
Nun, wenn schon Reform, dann umfassend. Wenn das Reformkonzept die organisatorischen Arbeitsbedingungen nicht mit einbezieht, dann ist es Stockwerk.
Bei der von Ihnen aufgeworfen Frage, möchte ich Sie an das berühmte ” cetera censeo” erinnern.
Folglich ist Petis Einwurf ein rhetorischen Stilmittel, das somit in jedem Thread angewendet werden kann und darf.
Also 4-Tage-Woche und 35 Stunden Wochenarbeitszeit und Klassengrößen von 16, max. 18 SuS. Nicht zu vergessen, die AZE sowie angemessene Vergütung durch Einführung der Paralleltabelle.
dann mach deine Sache weiter, mir sind die Kollegen wichtiger, denen es schlecht geht und wie viele es davon gibt und möchte bessere Bedingungen für sie und auch irgendwo ähnliche Bedingungen wie die IG durchgesetzt hat. Hasi hat die 3 Tage Homeoffice, verdient viel mehr als wir und wird Jahre eher in den Ruhestand eintreten, arbeitet 35 Stunden. Freunde, dieser Unterschied ist Wahnsinn?! 🙁 🙁
Kann ich dich irgendwie für den inneren “Friedensnobelpreis” vorschlagen?
Jetzt, wo Trump definitiv ausfällt – ich gehe im Stillen davon aus, dass der OrangenMann es bis zur nächsten Verleihung gar nicht schafft – wäre die Stelle für derlei begründete Verleihungen ja quasi unbelegt…
Ein PiecePrice nach OWL !!
Wieso. sprechen Sie die Foristen hier eigentlich alle mit “Freunde” an? So viele Freunde Ihrer immer gleichen Posts gibt es hier doch offensichtlich nicht.
Du hast es nicht verstanden Küstenfuchs,
fang beim Rundfunk an, 36 Stunden Woche! Schichtzulage, 4 Tage Option.
Homeoffice, Zusatzrenten.
Danke, dass Sie das offen ansprechen!! 🙂
gerne
Warum arbeiten sie nicht als Autobauerin?
Oder als Auto-Didaktikerin
Oder als Auto-matin
Heißt das nicht Aston Martin und ist very britische?
Nein, das geht nicht … dann müsdte Petra in “english-racing-green” lackiert sein …. und damit wäre sie mir sicherlich beim Bummeln durch Lemgo oder Detmold aufgefallen….
jo, wie bei meiner Frau
Mehr Netto
Weniger Arbeitszeit
Frühere Rente
Homeoffice
Geld in Urlaubstage packen
Für mehr Motivation gibt es noch mehr Bonus oder man wird Abteilungsleiter.
!
Wenn Ihnen die Arbeitsbedingungen nicht gefallen, dann wechseln Sie doch den Job. Das steht Ihnen doch frei.
Dann machen sie doch einfach den Job ihrer Frau. Dann haben Sie das was sie wollen und müssen hier nicht rumtrollen.
Weil Kinder keine Autos sind, aber das Heilige Blech so unersetzlich.
Hier sieht man auch den Standesdünkel der IHK Berufe versus Akademiker. Ist im Dieselabgasskandal verrechnet, für alle, bis in die Lungenspitzen.
Klingt erstmal interessant. Ich hätte sehr gerne mehr Zeit für die Grundlagen, zumindest bei einigen Schülern.
Aber mir wäre da noch etwas mehr Ehrlichkeit lieber: Am Ende läuft das auf ein System der A, B und C Kurse hin, wenn auch anders formuliert. Die Schnelllerner werden ja nicht auf die Langsamlerner warten, sondern mehr Lernen in der Zeit.
Und dann sind wir ganz schnell bei einem Gesamtschulsystems……
Faktisch sind wir ja schon jetzt nah dran, nur zwingt die Politik uns Lehrer etwas anderes vor zu gaukeln. Gymnasien (und andere Schultypen) müssen schon jetzt entsprechende Leistungsunterschiede händeln.
Nur tut man aktuell noch so, als hätten am Ende alle das “erhöhte Anforderungsniveau” (in Bayern) erreicht, was schlicht nicht der Fall ist.
Ohne die nötigen Resourcen.
Nur was ist daran schlecht?
Wenn “Sonderschulen” abgeschafft werden sollen, warum gilt das dann nicht für Gymnasien, den einzigen Schulen für “Nacktlerner”.
Ich kenne Nacktschnecken,
aber was sind „Nacktlerner“?
Wortstamm bzw. Historie des “gymnasiums” recherchieren. Das schaffst Du schon.
Gymnasium ist die latinisierte Form des griechischen Wortes γυμνάσιον gymnásion. Im antiken Griechenland war ein Gymnásion ein Ort der körperlichen und geistigen Ertüchtigung für die männliche Jugend, wobei das Körperliche im Vordergrund stand. In den Gymnasien wurde nackt trainiert, was noch in der Herkunft des Wortes von griechisch γυμνός gymnós (nackt) aufscheint.
Vorsagen gildet nicht, Streberin
Ich fühle mich mit dieser Definition voll abgeholt!!
A13 für alle ist zwar nett, rechtfertigt aber nicht mehr den Abitur-Aufwand.
Wir benötigen generelle 4-Tage Woche,
30 % Homeschooling, Gehälter um 17% rauf und endlich endlich online DBs und GKs und Zulagen für die Abendveranstaltungen!
jap
Also meine Kollegen in der Q2 haben seit den Osterferien frei, das sind 13 Wochen bis zu den Sommerferien, wo sie nicht unterrichten müssen. Ich finde das ist genug Ausgleich für Abiklausurkorrektur.
Ihre Kollegen unterrichten nur in Klasse 12?
Bei mir fallen insgesamt 7h /Woche in JG 12 weg. Dafür habe ich (alle drei Fächer zusammen) 19 Erstgutachten, 24 Zweitgutachten und 19 mündliche Prüfungen zu machen. letztere sind selbstredend vorher von mir zu erstellen, jeder Satz (für je 3 Prüflinge) braucht ca. 8-10h Arbeit. Ich bin in Prüfungsaufsichten eingesetzt und habe natürlich Vertretung in den jetzt wegfallenden Stunden, wenn welche gebraucht wird.
Alles in allem arbeite ich noch mal mehr als sonst schon. Ich will seit Jahren mehr in der SEK 1 eingesetzt werden (wenigstens hälftig wäre schon schön) – geht aber nicht, weil dann die Kurse in der SEK 2 ausfallen würden wegen Lehrermangel.
Bei Ihnen entfällt das alles für die Kollegen in derQ2? Welche Schule, welches Bundesland? Ich komme!
Förderung? Und ich dachte am Gymnasium werden meine Kinder endlich Mal gefordert!
Erhoffst du dir davon ein innerfamiliäres Korrektiv für deine Rechtschreibschwäche?
Die müssen doch nur weit genug von der Schule entfernt wohnen und schon haben sie altersabhängig Anspruch auf Förderung – also Schülerbe-förderung.
Homogenität gab es noch nie, auch nicht am Gymnasium. Ich dachte, das Gymnasium bereitet auf die Uni vor. Oder ist da jetzt auch alles individualisiert?!
Ich dachte ja auch im alten Damals, das Gymnasium soll auf die Uni vorbereiten. Aber wenn im neuen Normal das Elite mit ABIthur von die Gymnahsium gehen tut und alles immer so murximal individualisiert bekommn hat, kann man sich da wohl nicht mehr so sicher sein.
Das GY kann ja überhaupt nicht auf die Uni vorbereiten, es verleiht doch lediglich die Hochschulreife
Wo se recht ham, hamse recht und nach der Vollreife wirds matschig.
Piger, pigra, pigrum.
Abire = abgehen – eben etwas flach im Abgang, der junge Wein in alten Schläuchen
Ich war Lehrer, da ist Rechthaben eine der Grundeigenschaften . – Und “learned is learned”.
Auch wenn Oxford anscheinend in Gänze an mir vorbeigeschrammt ist
Ich bin zwar nicht an einem Gymnasium tätig sondern an einem Berufskolleg. Ich alleine habe jede Woche 450 Schüler vor der Nase. Bei einer 41 Stunden/Woche habe ich für jeden einzelnen Schüler also pro Woche 5:25 Minuten Zeit. Dann darf aber auch wirklich gar nichts mehr dazu kommen, keine Konferenz, eine zu korrigierende Abschlußarbeit, kein Melden von Fehlzeiten an die Familienkasse und ans Ausländeramt, keine Ordnungsmaßnahmen und Teilkonferenzen, keine Klassenfahrt, kein Schulfest, gar nichts mehr!
Da hilft dann wohl nur die 80-Stunden-7-Tage-Woche…
Elon Musk kann das auch, warum nicht auch Sie?
Kein Wunder, dass Arbeitszeiterfassung an Schulen ein No-Go-Thema ist.
“Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) legt nun ein Konzept vor…”
Dieser Lehrerverband legt dieses Konzept vor! Ich finde es wichtig, darauf hinzuweisen. Meinem Eindruck nach ist da gar nichts Neues drin. Das sind alles bekannte “moderne Themen”, die heutzutage teilweise auch schon wieder überholt sind oder mindestens in der Kritik stehen!!!
Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass im Schulbereich nahezu jedes neue Konzept, kaum vorgelegt, schon wieder “in der Kritik steht”? Das ist völlig normal und berechtigt, weil es ja darum geht, Lösungen für Probleme zu finden. Der BLLV hat da einen guten Ansatz zur Flexibilisierung und Individualisierung der gymnasialen Mittelstufe vorgelegt. Es gibt ähnliche Ansätze auch für die Oberstufe unter dem Stichwort “Abitur im eigenen Takt”. Das ist eine Bewegung, die breiter verläuft, und wer sie kritisiert, sollte auch das Anliegen verstanden haben.
Gibt es auch Konzepte für die Mittelschule, die z.B. darauf abzielen die Anzahl der SuS, die ohne ESA abgehen zu verringern?
Das mit dem Kurssystem nennt sich bei uns IGS und ist eine eigene Schulform mit einem eigenen Konzept. Kann man am Gymnasium so machen, dann ist es eben eine IGS und kein Gymnasium mehr. Im übrigen auch nicht problematisch, denn man kann nach der 10 von einer IGS in die SekII wechseln, wenn die Leistungen passen.
Von daher ist das Konzept für den Eimer, gibt es ja so ähnlich schon. Hier allerdings nutzen die Eltern das Konzept nicht, sondern wollen, dass die Kinder aufs Gymnasium gehen. Wenn es eine Kurssystem geben soll, dann müssen sie die Kinder einfach an eine IGS schicken und können das von der 5 bis zur 10 so bekommen. Warum also aus einem Gymnasium eine IGS machen und Gymnasium dran schreiben??? Sinn?
Aus gutem Grund will ich nicht, dass meine Kinder auf die Gesamtschule gehen. Denn oh Wunder, da werden gar nicht alle Fächer in leistungsdifferenzierten Kursen unterrichtet und wenn doch, dann maximal auf Realschulniveau. Der Übergang in die Sek 2 ist für diese Schüler dann ähnlich überwältigend wie der Wechsel von Realschülern in die Oberstufe eines Gymnasiums. In den undifferenzierten Kursen ist der Unterricht oft mehr soziales Lernen als Inhalt. Das haben meine Kinder schon jetzt in der Grundschule.
Mehr als Realschulniveau mach das GY bis Ende der Klasse 10 ja auch nicht.
Stimmt nicht!
Gut, welche Unterrichtsinhalte gibt der KLP für GY denn abweichend von denen für E-Kurse an GE und für RS zusätzlich vor?
Gilt die APO-SI jetzt nicht mehr für die Jahrgängen 5 bis 10 aller Schulformen?
Ich bitte um Erleuchtung.
Das hängt vom jeweiligen Bundesland ab. Bei IQB -2024 schafften in manchen BL bis zu 87% der SuS an Gymnasien die Standards für den MSA, in manchen auch nur 55%.
Jeder Mensch sollte in jedem Lebensalter die Möglichkeit haben, sich online an einer “Fernschule” einzuschreiben, um das Abitur zu machen. Das sollte man in seinem eigenen Tempo machen können. Kostenlos. Dann kann jemand auch zwischen 30 und 36 neben einem Job im eigenen Tempo das Abi nachholen und danach studieren oder so…
ODER NOCH BESSER:
Schafft Möglichkeiten, damit sich jeder Mensch beruflich lebenslang weiterqualifizieren kann. dann können auch Menschen, die mit 18 Jahren kein Abi gemacht haben oder die nicht studiert haben, Karriere machen (sofern sie es wollen).
Warum sollen alle Abi machen? LEBENSLANG LERNEN und LEBENSLANG WEITERQUALIFIZIEREN muss möglich sein. Kostenlos für alle 😀
Gesamtschule NRW: 100% der Klassen umfassen 26-30 SchülerInnen, einige (mehr als 4,5%) auch darüber. Der Anteil mit Förderbedarf ist also in fünf Jahren ‘um (!) 83% gestiegen’…auf wieviel Prozent?
Hilfe, die Heterogenität hält (in winziger, homöopathischen Schritten) Einzug an Gymnasien! Sofortmaßnahmen! Anpassung! Mehr differenzierende Lerngruppen! Nicht deutlich gesagt, aber klar: mehr Personal, mehr Räume, mehr Mittel für Gymnasien.
Derweil in der Gesamtschule: Sonderpädagogischer Förderbedarf (meist Lernen oder ESE, nicht Hören, Sehen, KB) in jeder zweiten Klasse. Zugegeben, die 83% Steigerungsrate packen wir nicht, aber von 3 auf 5 Kinder an der Schule bringt eben etwas einfacher die Prozente als von Basis 30, da müsste fast eine Klasse dazukommen…
Heterogenität? Zweistufige Kurse in den Hauptfächern, sonst Klassen mit o.g. Förderbedarf, ohne Deutschkenntnisse und allem was hier schon hundertmal beschrieben wurde.
Der plakative Vergleich ‘im Wald’ zeigt nur, was im System Gymnasium schon als belastend empfunden wird: wenige, die nicht als ‘Hochleistungssportler’ gelten können. Das ‘System Schule’ hat da Probleme, und zwar reale, nicht nur wahrgenommene, wo ohne Vorselektion alle zusammenkommen, in Grund- und Gesamtschulen (oder wie immer sie heißen mögen).
Den schockierten Referendaren würde ich zu einem Halbjahr mit echter Heterogenität raten, das kann ganz hilfreich beim Einordnen sein. Und ja, ich kenne auch heutige Gymnasialklassen.
Die Gesamtschule in NRW startete ebenfalls als Idee der Differenzierung nach Leistungsvermögen, kleinerer Lerngruppen, besserer Unterstützung, Wahlmöglichkeiten. Was wir jetzt haben sind überfüllte Klassen, Unterversorgung mit Lehrkräften, organisatorisches Chaos, völlig losgelöste Bürokratie. ‘Schulgemeinschaft’ gibt es, aber hauptsächlich als Notgemeinschaft, in der alle versuchen, irgendwie trotzdem etwas Sinnvolles daraus zu machen.
Es klingt nach ‘wir wollen das, was man Gesamtschulen versprochen hatte, aber trotzdem vorsortierte SchülerInnen’. Na dann…
Die Ergebnisse der IGS bei PISA und Co. zeigen ja auch, wie erfolgreich dieses System ist… ach ne, liegt ja nur daran, dass die Gymnasien den IGS die “guten” Schüler wegschnappen.
IGS für alle! Aber dann bitte nicht mehr mit anspruchsvollem Abitur und “Standort Deutschland” herumnerven. Und Recht auf Frühpension mit 50 Jahren für alle Lehrer wegen Burnout wegen unerfüllbarer Ansprüche!
Viel Meinung, wenig…
Hatte ich irgendwo geschrieben, dass die Zustände an den Ges erstrebenswert sind? Wohl eher eine Warnung, seht her, das könnte aus euren Wunschträumen werden.
„Echte Individualisierung bedeute, dass sich das System den Schüler:innen anpasst – nicht umgekehrt, heißt es in dem Papier.„
Da aber die Schüler*:!innen nun mal individuell sind, bleibt die Frage, an welchen Schüler oder welche Schülerin oder welchen Schüly das System sich anpasst. Dem besonders individuellen oder dem eher weniger individuellen? Wäre der weniger individuelle nicht schon besonders individuell, weil er weniger individuell ist als der Durchschnitt? Gibt es überhaupt einen Durchschnitt? Und was machen wir, wenn die Schül… noch individueller werden, damit sie sich nicht an das angepasste System angepasst fühlen müssen?
Ich hoffe auf individuell auf mich zugeschnittene Antworten, die vermutlich dann auch nur ich verstehen kann.
Ich hätte auch ganz oft gerne einfach eine Leben, das sich mir anpasst. Es ist so nervig, dass ich mich ständig dem Leben anpassen muss. So gar nicht individuell auf mich zugeschnitten…
An vielen Stellen klingt das ganze nicht nach Fördern, sondern nach Ansprüche senken, Abi für alle und Einheitsbrei mit Wohlfühlfaktor.
Bravo!
Und wie lebt man dann nach der Schule individualisiert weiter. Wer passt sich da dann wem an? Wenn die Gesellschaft doch aus lauter Individuen …
“Ich finde ja, alle sollten Englisch mit mir sprechen, denn das gefällt mir besser als Deutsch.”
Es würde mir schon viel helfen, wenn ich ganz offiziell Prüfungen nach Leituungsfähigkeit staffeln könnte. Also den schwächeren sagen könnte: “Du musst nicht alles lernen, …….. ist Grundlage für später und du solltest nur das lernen, das verlange ich aber auch”. Damit könnte man teilweise Überforderung reduzieren und trotzdem den nötige Lernerfolg bekommen.
Genau das darf ich aber nicht.
Und da ich mich an die Dienstordnung halte, schaue ich halt zu wie einige Schüler wegen Überforderung deutlich weniger Lernertrag haben, obwohl ich glaube zu wissen, wie ich deren Probleme lösen könnte.
Ich möchte mich sicherlich nicht gegen Flexibilität aussprechen, die eine Voraussetzung für pädagogisches Arbeiten ist.
Mir fiel halt beim Lesen des Zitats auf, dass man gerne vom „System“ spricht, um das Bild des knechtenden, unmenschlichen Kettenkonstrukts zu beschwören, welches dem Menschen die Freiheit, ja gar die Luft zum Atmen nimmt, und hier sogar die so hoch gepriesene Individualität abwürgt, jedoch ohne zu benennen, was man eigentlich unter Individualität verstehen möchte: Neurodiversität / -divergenz, genetisch bedingter Autismus, digital induzierte Frühdemenz, verändertes Schlafverhalten, Abneigung gegen auf Papier gedruckte Buchstaben, Bequemlichkeitssucht, Interesse an proteinreicher Ernäherung, Realitätsflucht, religiöser Missionarseifer, …? Die Frage ist doch, wann und auf welche menschlichen Eigenheiten oder auch Einzigartigkeiten man ggfs. flexibel reagieren sollte oder sogar muss, und auf welche man das besser nicht tut oder nicht darf.
Das ganze System Schule muss neu gedacht werden. Das ist begrüßenswert. Ich habe erst ein interessantes Buch gelesen : Bildung ist immer noch Bürgerrecht von Wirth. Das hat mir nochmal die Augen eröffnet in welchen verkrusteten System wir eigentlich Arbeiten
Das Konzept: Wiederholung von Modulen, finde ich semantisch sinnvoll.
Allerdings das Konzept “Stattdessen bekommt jede Schülerin und jeder Schüler eine feste Lehrkraft als Coach zugewiesen.” finde ich höchst problematisch.
Gerade bei Modul-Wiederholung sollte zwingend das Modul von einer anderen Lehrkraft vermittelt werden.
[…] jeder Schüler eine feste Lehrkraft als Coach zugewiesen.” finde ich höchst problematisch […]
Ja, vor allem, weil eine Lehrkraft in einem solchen System unmenschlich fest sein muss!
Zu:
“Freistunden sind im System ausdrücklich vorgesehen – sie sind kein Problem, sondern Teil des Konzepts. Diese Zeiten sollen in sogenannten Lernwerkstätten oder Lernstudios genutzt werden: für eigenständiges Arbeiten, zur Vertiefung von Inhalten und für Projektarbeit. Damit verschiebt sich die Rolle der Schule: weg vom reinen Unterrichtsort, hin zu einem Lernraum mit stärkerer Eigenverantwortung der Schülerinnen und Schüler.”
Als Schüler konnte ich mit Freistunden nur etwas sinnvolles anfangen, wenn sie in den Randstunden lagen.
Und schaue ich auf mein Studium zurück, war es genau so.
Läuft man heute im Hochschulcampus rum, fragt Studis, wie lange sie in den offenen Arbeitsbereichen sitzen und lernen: Mehrere Stunden.
Auf die Frage, was macht Ihr, wenn nur 90 Minute Pause ist: alles Mögliche – nur insbesondere meistens nichts mit Lernen. Dabei haben Studis (hoffentlich intrinsisch) motiviert, ihr Studium gewählt.
Und wer schafft es in der Freistunde im Lehrerzimmer sich mit Abgabenkorrekturen oder Bewertungen zu beschäftigen, Gutachten zu schreiben? Immerhin wenigstens für 30 Minuten 2 Aufsätze lesen… Lohnt nicht.
Daher besser keine Freistunde für Schüler. Eher mehrere überwachte Sport-/Spiel-Unterrichtseiheiten, ggf in Kooperationen mit Vereinen. Aber bitte keine “Zeit für eigenständiges und unüberwachtes Lernen”: Dafür sind die meisten Kinder offensichtlich zu jung, wenn es schon die Studis nicht machen (können).
Meine Meinung – kann jeder anders sehen.
Das fängt doch in der Sek ll genauso an und geht im Studium weiter.
Wir haben in der Oberstufe Freistunden zum lernen genutzt, für Vorträge, wir haben gemeinsam Hausaufgaben gemacht und für Arbeiten gepackt. Dafür waren Abend und Wochenende meist wenig mit Schule belastet. Heute daddeln viele (nicht alles, es gibt ja auch die zielstrebigen), glotzen Tik Tok, scrollen sich durch 20 Insta Profile und heulen aber am Ende Rum, dass sie sooooi lange in der Schule sitzen müssen und die ganze Arbeit am Wochenende sooooi eine Zumutung ist. Tja, blödes Zeitmanagement an dieser Stelle würde ich mal sagen und nicht zwangsläufig zu viel Stoff.
Ein Utopia.
Die Idee des Modul-Lernens wäre ganz praktisch:
Es gibt überhaupt nur noch das Gesamt-Gymnasium von Klasse 1 bis Klasse 13.
Jedes Abgangszeugis führt alle bisdahin belegten Module auf, unter Angabe der
Note der bestandenen Modul-Teilnahme sowie die Anzahl der unternommenen Versuche.
Die Abgangzeugnisse für Primarstufe, Hauptschule, Realschule, Fachhochschulreife, Abitur
gibt es jeweils nach bestehen der jeweils nötigen Module. Zusätzlich bestandere Module werden aufgeführt.
Zudem sollte in örtlicher Nähe auch der schulische Teil die berufsorientierten Ausbildung
möglich sein, für alle jene Schüler/innen, die eben nicht weiter in Richtung Studium gehen möchten oder können.
Etwas weitergesponnen könnte das Gesamt-Gymnasium Teil einer Gesamt-Universität sein,
während das Berufskolleg der beruflichen Bildung ebenfalls mit Modul-Kursen Teil einer Gesamt-Hochschule für angewandte wissenschaften sein könnte.
Schulministerien und Forschungs/Wissenschafts/Kunst-Ministerien werden auf jeweiliger landesebene fusioniert.
Träger der Gebäude ist die juristische Person, die auch die Personen beschäftigt.
Hört sich für mich nach einer Art Gesamtschule an, konsequenterweise sollte man dann auf den klangvollen Begriff “Gymnasium”verzichten. In dieser Tüte ist ohnehin nicht mehr sehr viel drin.
Erst erzählen sie uns das Märchen vom Vorteil der heterogenen Klassen und wie die Schwachen von den Starken lernen werden, dann plötzlich ist Heterogenität ein Problem, das es erlauben soll, den Rest von Leistung in der Schule auch noch zu eliminieren.
Heterogenität ist nicht das Problem. Das Problem sind die nicht zugestandenen Ressourcen, die es bräuchte, um in deutlich heterogenen Wissens- und Verhaltensgruppen wirklich sinnvoll zu arbeiten.
Diese Ansicht halte ich mittlerweile für falsch.
Niemals hatten Schulen mehr Ressourcen, Möglichkeiten und Unterstützung als heute und trotzdem wird in den Schulen alles immer noch besch…eidener.
Man könnte die Ressourcen verdoppeln und verdreifachen und es würde trotzdem niemals reichen.
Das Problem liegt woanders und hat nichts mit Geld zu tun.
Dann will ich es anders ausdrücken.
Mehr verhaltensauffällige Schüler/innen in der Klasse benötigen auch mehr Erwachsene in der Klasse, denen dieses Verhalten auffallen kann und entsprechend einfangen.
Bildungsland ist Kürzungsland, trotz Investitionen.
https://rp-online.de/nrw/landespolitik/nrw-steckt-31-milliarden-euro-in-bildung-und-infrastruktur_aid-137367651
https://www.ruhr24.de/nrw/nrw-schule-lehrer-halbierung-schueler-sozialindex-gew-kritik-ministerium-news-bildung-ruhrgebiet-93992314.html
https://www.forschung-und-lehre.de/politik/mindestens-100-millionen-euro-weniger-fuer-nrw-hochschulen-7244
Mal sehen, was wirklich mit dem Sondervermögen für Bildung passieren wird:
https://www.forschung-und-lehre.de/politik/laender-investieren-sondervermoegen-teils-zu-100-prozent-in-hochschulen-7653
Zitat aus dem Artikel von “Forschung und Lehre”, der auch eine tabellarische Übersicht der Mittel-Größe aufführt:
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Laut einer Analyse von Table.Media vom 21. April ergibt sich so für das Bundesland Sachsen-Anhalt eine anteilige Mittelvergabe von 62,5 Prozent für die Wissenschaft und 37,5 Prozent für die Kindertageseinrichtungen über den Zeitraum von 2026 bis 2029.
Demgegenüber sollen sich die Bundesländer Brandenburg, Hessen und Schleswig-Holstein der Analyse zufolge für eine 100-prozentige Mittelverwendung für den Hochschulsektor entschieden haben.
Die meisten anderen Bundesländer sehen eine ungefähr hälftige oder 60:40-Verteilung zugunsten der Hochschulen vor.
Lediglich Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz wollen laut Table.Media ausschließlich in den Kindertagesbetreuungsbereich investieren. Bei wenigen Länder sei die Aufteilung noch offen: Hamburg, Niedersachsen und Sachsen.
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“Schuster, bleib bei deinem Leisten” – vielleicht sollte der BLLV sich um seine wahre Klientel kümmern und erst einmal dafür sorgen, dass in den Grundschulen alles läuft… So wäre nach meiner Erfahrung zB die eine oder andere Fortbildung in Mathematik für manche Grundschullehrer nicht verkehrt, die den Schülern fachlich Falsches beibringen. Kann man bei A13 schon erwarten…
Tja, sind halt keine Fachlehrkräfte und müssen eben viele Fächer fachfremd unterrichten. Sie wissen schon,
Ein Generalist hat von vielem lediglich ein wenig Wissen;
Ein Fachmann hat von wenigen Themen viel spezielles Wissen;
Ein Experte – wozu selbstverständlich StR gehören – ist jemand, der alles über Nichts weiß.
Universal-Dilletanten – genau das, was wir brauchen …. schaut euch mal in unserer Staatsführung um….
“ vielleicht sollte der BLLV sich um seine wahre Klientel kümmern “
Also Konzepte entwickeln, die einem weiteren Leistungsabfall in der GS möglichst entgegenwirken und die Kinder auch fit fürs Gymnasium machen?
Das dachte ich mir auch als ich gelesen habe, dass am Ende der Schulzeit hat nur etwa ein Viertel der Jugendlichen aus niedrigen sozialen Schichten eine Studienberechtigung erzielt .
Die statistische Wahrscheinlichkeit, dass SuS aus dieser Schicht von der GS aufs Gymnasium übertreten, wäre laut IfO-Studie in Bayern ja bundesweit am niedrigsten.
Wäre auch ein Konzept des BLLV nicht schlecht, wie man verhindert, dass sozial-benachteiligte SuS und Jungs trotz hinreichendem Kompetenzlevel keine Gymnasialempfehlung erhalten?
Das Phänomen allein den weiterführenden Schulen in die Schuhe zu schieben, wird vermutlich ausreichen um es zu bekämpfen.
Mich würde einmal interessieren, ob es am Gymnasium auch so viele Studenten gibt, die eigenverantwortlichen Unterricht geben. In Bayern sind das an den Grund- Mittel- und Förderschulen 2800 Studenten mit ca. 10 Stunden Deputat. Diese Studenten meist ohne 1. Staatsexamen!!! aber immerhin Lehramtsstudenten…ersetzen so ca. 1000 Vollzeitlehrer in Bayern.
Gibt es das auch am Gymnasium in Bayern? Wie sieht das in anderen Bundesländern aus? Man kann schon Konzepte in den Raum stellen, aber es fehlt hinten und vorne an Personal!!! Ich vergleiche das mal mit den Versprechungen in den Wahlprogrammen. Vieles wird nicht umgesetzt, weil ja das Geld fehlt…wenn der Wähler das immer vorher wüsste…Egal welch neues Konzept vorgestellt wird, egal an welcher Schulart. Tatsachen: Zu große Klassen, zu wenig Personal, multiprofessionelle Teams Fehlanzeige, marode Gebäude, zunehmende Heterogenität, usw… Individualisierung wird nur mit KI funktionieren, das setzt aber einen intrinsisch motivierten Schüler voraus und die werden zumindest bei uns in der Mittelschule in Bayern immer seltener. In jedem anderen Bereich verstehen die Menschen oder Politiker die Tatsachen. Weniger Rohöl, weniger Benzin, weniger Beitragszahler/ weniger Rente. Weniger Kaufkraft, weniger Konsum. Nur in den Schulen glauben alle, dass die zusätzlichen Schüler ohne zusätzliche Lehrer/Kosten/Klassenräume am Ende mehr Fähigkeiten haben??? Wenn die faulen Säcke es nur mal ordentlich machen würden…Wenn ich mir die kommenden Herausforderungen in den Schulen betrachte, glaube ich jeder neue Konzeptvorschlag will nur von der eigentlichen Katastrophe ablenken…Die neue Generation an den Schulen wird sich nicht bis zum letzten Tropfen auspressen lassen…wenn Sie überhaupt die Saftpresse betreten…ich hoffe es kommt nicht zum Generationenkonflikt im Lehrerzimmer. Ändert die Bedingungen, dann lasst uns über die Umsetzung von neuen Konzepten reden, vorher nicht.
“ Wie sieht das in anderen Bundesländern aus?“
Der RBB hat im August 2025 gemeldet, dass nur 16 Prozent der bislang neuangestellten Lehrkräfte in Berlin ein Lehramtsstudium hätten und auch fast 2.000 Lehramtstudierende mit befristeten Arbeitsverträgen parallel zum Studium an Schulen in Berlin unterrichten würden. .
Einerseits finde ich gut, wenn Studierenden schon im Studium die Möglichkeit gegeben wird, Lehrerfahrung z.B. als studentische Hilfskraft an der jeweiligen Hochschule bzw. Universität durch Anleitung von jüngeren Studierenden in Übungsgruppen zu Vorlesungen zu sammeln.
Und ja, für jedes Studium sollten hinreichende berufspraktische Zeiten eingeplant sein: Für Lehramtsstudierende bedeuten diese “berufspraktische Zeiten” dann auch der Einsatz in den Schulen mit echten Schulklassen.
Allerdings hier sollte meiner Meinung kein Spar-Modell draus werden, d.h. im jeweiligen Studierenden-Unterricht müsste ein/e passende/r Beisitzer/in dabei sein, die oder der – so wie im Fahrschulauto – zur rechten Zeit “auf die Bremse tritt”, “das Lenkrad rumreißt” also den Unterricht übernimmt.
Welches Konzept auch immer bisher eingeführt wurde, es funktioniert nicht, und zwar aus einem einfachen Grund, die Erwartungen in den Tests sind dieselben geblieben. Die Tests sind im Grunde noch immer so aufgebaut wie vor 50 Jahren und zwar vor allem die Musterlösung zu liefern.
Von den Schülern zu erwarten, dass sie x Unterrichtsstunden für ein einziger Fach im Klassenraum verbringen, in Gruppen selbstständig Materialien bearbeiten, während die Lehrkraft durch die Klasse läuft oder etwas anderes macht, und ihnen am Ende dann noch 20 Seiten dicht geschriebenen Original-Lösungen gibt, ist schlicht unsinnig , vor allem dann, wenn sie den Stoff in einem überfüllten Klassenzimmer in Gruppen schon „bearbeiten“, der mit den Lösungen am Ende ohnehin kaum etwas zu tun hat.
Denn letztlich läuft alles darauf hinaus, dass die vielen Seiten im Buch gelernt und die Antworten möglichst so wiedergegeben werden müssen wie in den Lösungen. Und das geschieht dann am Ende doch wieder zu Hause. Die Zeit in der Schule ist bei einem solchen Konzept verlorene Zeit, weil die Kinder für eine einzige Note in Wahrheit die doppelte Arbeit leisten. Kein Wunder, dass immer mehr von ihnen aufgeben und schleichen sich lieber durch, als sich für eine Note kaputt zu machen.
Oder nehmen wir das Konzept, dass ein Schüler dem anderen die Matheaufgabe korrigiert, ohne dass am Ende überhaupt die richtigen Originallösungen ausgeteilt werden. Also fängt zu Hause alles wieder von vorn an mit dem Elternservice als Nachhilfeersatz.
Oder mündliche Schulaufgaben, bei denen den Kindern gesagt wird, wie alles erlaubt sei, jede Idee, jedes Produkt, alles, was sie wollen. Sie sollen ganz kreativ vorgehen. Am Ende ist dann doch nicht alles erlaubt, und die Schüler müssen sich anhören, dass die Lehrkraft sich das ganz anders vorgestellt hat.Also wird am Ende schon wieder eine Musterlösung erwartet.
Jemand hat hier gesagt: Egal, wie viel Geld in das Schulsystem gepumpt wird, es wird sich nichts ändern. Ja, wird es nicht, weil das eigentliche Problem ganz offensichtlich woanders liegt.
Meiner Erfahrung nach gibt es sogar an Gymnasien Lehrer, die ihren Schülern fachlich Falsches beibringen.
Ich selbst hatte einen Deutschlehrer, der sich wegen seiner Abneigung zur Rechtschreibreform weigerte, die neuen Regeln überhaupt zu durchdringen und lieber allerlei Halbwahrheiten darüber verbreitete.
Und einen Mathelehrer, der keine Stochastik konnte und sie daher nie unterrichtete – ich weiß bis heute nicht so recht, was das eigentlich ist 😉
Oder ein Religionslehrer, der in jeder (!) einzelnen Stunde ein Kapitel aus dem Buch vorgelesen (!) hat – angereichert durch persönliche Anekdoten, die ihm spontan einfielen.
Was ich damit sagen will:
Kritik an fachlicher Inkompetenz einzelner Kollegen immer gerne – mit der Schulart hat das aber nichts zu tun.
Genau dies legen Sie leider zumindest nahe.
Genau dies weise ich zurück.
Und vielleicht mal zur Einordnung:
Wenn
Vollzeit-Mathematikstudium = 100%,
dann ist
Lehramt Mathe GY = 40%
und
Lehramt Mathe GS = 30%.
Also round about, nach ECTS.
Das sind also ein paar Seminare mehr – so what. Berechtigt das anzunehmen, GS-Lehrer könnten fachlich deutlich schlechter aufgestellt sein? – Wohl nicht.
So, also den Dünkel einfach mal stecken lassen.
Die Vorschläge des BLLV finde ich übrigens auch doof.
Ich hatte einen Bio-Leistungskurs Lehrer, der sich beharrlich weigerte den Zitronensäurezyklus durchzunehmen, der aber mit Sprüchen aufwaten konnte ala „Vorsicht die Fliege hat AIDS an den Füßen…..“
Gymnasium, modular.
Ist doch nix Neues. Viele Ersatzbauten und Anbauten von GY sind modular aus Raumzellen (Containern) zusammengeschustert.
Was für das Äußere erstrebenswert erscheint, kann doch für das Innere ebenfalls nur gut sein.
“MÜNCHEN. Das Gymnasium steht unter Druck – und zwar von innen. Lehrkräfte berichten seit Jahren von übervollen Klassen, wachsender Heterogenität und einem System, das auf Gleichschritt setzt, obwohl die Realität längst eine andere ist. Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) legt nun ein Konzept vor, das diesen Widerspruch auflösen soll: ein modular aufgebautes Gymnasium ab der siebten Klasse. Es wäre ein Paradigmenwechsel – weg vom starren Klassenprinzip, hin zu einem individualisierten Lernsystem.”
Weiter muss ich gar nicht lesen, weil ja, das stimmt, ich kann es nur bestätigen. Von 32 Schülern mal 4 in den siebten Klassen lernen vielleicht fünf wirklich und wollen auch tatsächlich etwas lernen, die anderen drücken sich, wo sie nur können, und schauen nur, wie sie irgendwie durchkommen. Das kann ich mit gutem Gewissen sagen.
Was die Lehrkräfte aus diesen Schulen gemacht haben, ist wirklich sehr schlecht. Zu erwarten, dass Kinder jedes Fach jeden Tag so stark vertiefen, dass sie am Ende eine 3, oder 2 bekommen, ist ohnehin unrealistisch und die 1 ist inzwischen fast nur noch für Freaks reserviert, die oft nicht einmal mehr von hochgebildeten Eltern in diesem Ausmaß unterstützt werden.
Wenn mir eine staatliche Richterin sagt: „Mir ist lieber, mein Kind hat eine Kindheit, als dass es wegen Lehrern, die ihren Job nicht machen, weder Sonne noch Mond sieht“, dann gibt mir das schon zu denken.
Zitat:
“44 Prozent der Gymnasialklassen umfassen inzwischen 26 bis 30 Schülerinnen und Schüler, weitere 4,5 Prozent liegen darüber.”
Und warum sollte sich das ändern?
Meine Überlegung als Elternteil ist, wenn schon staatliche Schule, dann natürlich Gymnasium, weil die Gesamtschule der unterste Level wäre. Es gab quasi eine Inflation, früher waren nur die Streber auf dem Gymnasium, heute müssen eigentlich alle dahin, weil Gesamtschule das unterste Level ist und das wollen die Eltern vermeiden.
Keine Ahnung warum es so kommen musste. Realschule galt früher als völlig ok, wenn das Kind “nur” eine Ausbildung machen und nicht studieren soll. Um mit dem Studium ist es auch so gekommen. Früher Top, heute ist jeder Hoschi dabei.
Sehr merkwürdig. Warum das alles so inflationiert werden müsste verstehe ich nicht. Das war ein Fehler.
Sie selbst schreiben, dass es für Ihr Kind “natürlich Gymnasium” sein muss – und wundern sich darüber, dass das “jeder Hoschi” genauso sieht? Finde den Fehler…
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Ich habe überlegt, mein Kind in die Realschule zu schicken, damit es mit dem Leistungsdruck nicht zu belasten. Dann habe ich von meinem Bekannten Lehrer gehört, was da alles in Mathematik nicht gelernt wird, was ich für notwendig halte. Ich kann mir vorstellen, dass es in anderen Fächern ähnlich ist. Und die Wahl war erledigt.
Wenn ich lese, dass Biologie, Chemie und Physik zusammen als Verbundfach Naturwissenschaften gelernt werden müssten, denke ich, wo ich Geld für Nachhilfe finden kann…
Wie läuft das dann bei den ZP10?
Gibt doch nur zwei unterschiedliche Prüfungsaufgaben, zum einen für HS und GK an GE und zum anderen für RS, EK an GE und GY unter G9-Bedingungen.
Ist das außerhalb von NRW anders geregelt?
Die zp10 in nrw unterscheidet sich für Gymnasien und Erweiterungskursen. Dafür reicht am Gymnasium auch die Note 4, während es an den Gesamtschulen die 3 sein muss. (Zzgl. Alles mögliche an Ausgleichsmöglichkeiten)
Die Vergabe von Abschlüssen an GE am Ende der 10 gem. APO-SI kann ich auch ohne PROGNOS oder das Prognose-Tool in SchILD unter Berücksichtigung der Ausgleichsmöglichkeiten rauf und runter singen.
In meinem Post war das auch nicht der Punkt. Die Frage ist, warum hier einige der Meinung sind, dass die Aufgabenstellungen der ZP10 für GY und RS bzw. E-Kurse an GE unterschiedlich sein bzw. die Vorgaben der KLP und Curricula von einander abweichen würden.
Dass die durchschnittlich erreichten Punktzahlen der unterschiedlichen Schulformen von einander abweichen, ist nichts Neues. Dass die Durchschnittsnote 4 am GY für den Übergang in die GOSt ausreicht, ist bekannt. Ebenso dass das an einer GE nur für den MSA ohne Q-Vermerk und eben für die Oberstufe reicht.
In NRW Note 3 vs Note 4 liegt an den Regelungen der jeweiligen Prüfungsordnungen für die unterschiedlichen Schultypen.
Noten sind damit auch auf Abschlusszeugnissen nicht zwischen den Schultypen als numerische Werte von Außenstenden semantisch sinnvoll zu vergleichen.
Eine 4 auf der Integrierten Gesamtschule ist äquivalent zur 5 im Gymnasium …
Daher darf es zum Erwerb des Q-Vermerkes am Ende der Klasse 10 keine 4 geben.
In einem früheren Beitrag hab ich die Stellen mal zitiert und die URL beigefügt. Zur Suche hab ich jetzt aber keine Lust.
Also ich habe auf der Realschule vor 35 Jahren in Biologie über 2 Jahre fast nur Vorträge über Raucherbeine und folgen von Zigarettenkonsum aus der eigenen Erfahrungswelt des Biologielehrers “gelernt” und in anderen zwei Jahren in Chemie immer wieder das Periodensystem der Elemente durchgekaut ohne es einmal vernünftig erklärt zu bekommen. Es war übrigens der gleiche Lehrer, manchmal tauschte er auch und wiederholte Alchemeia oder Raucherbein in das jeweils andere Fach.
Als Schwerpunkt hatte ich später in Kl. 8-10 Fremdsprachen als Vertiefung. Damals wurde dann auch Mathe und Englisch getrennt nach Vertiefungsrichtung unterrichtet. Auch wenn ich in Fremdsprachen nur so mittelmäßig war, aber der Mathematiklehrer war (menschlich) besser als der aus dem Bereich Mathe und Naturwissenschaften und konnte gut erklären.
Nach dem Realschulabschluss habe ich eine Vermessungstechnikerausbildung absolviert und die Ausbildungszeit verkürzt. Die anderen Azubis in meinem Ausbildungsbetrieb waren überwiegend Gymnasiasten und Gesamtschüler (mit Abi) ich konnte nicht feststellen, dass die in Mathe besseres Grundlagenwissen hatten und besser in der Ausbildung zurecht kamen. Danach habe ich die FOS besucht und hatte mit 18 eine Ausbildung abgeschlossen und das Fachabi in der Tasche. Dann Bauingenieurwesen an einer FH studiert und mit 23 fertig! Alles ohne größere Probleme (außer in Bauchemie, da waren gar keine Grundlagen bei mir vorhanden 🙂 Ich bin nicht sicher ob ich im Gymnasium so gut durchgekommen wäre.
Ich bin nicht überdurchschnittlich intelligent, war immer nur mittelmäßig gut in der Schule.
Was ich damit sagen will,
Die allgemeinen Schulbildung und wie Erfolgreich man dort ist und insbesondere wie viel “Stoff” man in der Zeit eingetrichtert bekommt, sagt nicht den späteren Erfolg voraus.
Vielleicht ist es besser nur gründlich die wesentliche Grundlagen, u.a. der Mathematik, zu lernen und die dann auch zu verstehen. Und sonst gute Beziehungen zu erfahren.
Auch wenn der Bio/ ChrmieLehrer nicht die größte Lehrerleuchte war, vielleicht hat er andere Kompetenzen vermittelt, die auch wichtig sind. Wer weiß…
Zitat aus einem. Artikel der Frankfurter Rundschau:
“Eine Untersuchung von Arne Güllich, Michael Barth, David Hambrick und Brooke Macnamara umfasst Nobelpreisträgerinnen, Olympiasieger, Schachspieler und renommierte Musikerinnen. Ihr Befund ist über alle Disziplinen hinweg erstaunlich konsistent: Wer früh herausragte, tat es später meist nicht mehr. Die besten Schüler an weiterführenden Schulen und die besten Studierenden an Universitäten waren zu fast 90 Prozent unterschiedliche Personen. Mehrere spätere Nobelpreisträger hatten in der Kindheit sogar unterdurchschnittliche Testwerte.
An alle hier die in unterschiedlichen Kommentaren zu verschiedenen Artikeln den Untergang der Abi-Qualität postulieren – nehmt euch als Teil eines Gymnasium nicht so wichtig! Das beste Abi ist heute und war auch früher schon nicht der Garant für späteren Erfolg 😉
..wenn schon staatliche Schule, schrieb ich. Also Privatschule ohne Noten bis zur 8. Klasse. War eine gute Wahl, freilich auch Glück dabei, sowas kann auch schiefgehen aufgrund dünner Personaldecke.
Und heute studieren sehr viele, warum eigentlich? Das war mal eine Instituition der Wissenschaft, nicht dafür gedacht um am Ende mit einem Zertifikat in der Hand die Gehaltsaussichten zu steigern. Aber es kam mit dem Bologna Prozess die verschulung, na sie wissen es ja.
Großartige Idee. Das hätte ich mir in meiner Schulzeit als Schüler so gewünscht. Ich liebe die Naturwissenschaften, habe mich früh mit Themen aus höheren Jahrgängen beschäftigt und mich irgendwann im Klassenverband gelangweilt – es ging mir einfach zu langsam. Dagegen war ich in Geschichte und den Sprachen eine Nullnummer und empfand den Unterricht als Durchgehetze und war überfordert. Zum befriedigendem Abi hat es aber gereicht und im Studium lief es dann deutlich besser. Das zielgleiche Lernen im Klassenverband enspringt doch nur einer elitären Vorstellung von der allumfassenden Bildung, der Studia Humanitatis, die seit der Renaissance bis zur industriellen Revolution ihre Berechtigung hatte und vorallem auch möglich war, wenn auch beschränkt durch die finanziellen Möglichkeiten, diese auch zu erhalten. Seitdem ist die Menge an möglichem Wissen aber exponentiell angewachsen und es ist nicht mehr möglich ALLES zu wissen und wie ein Goethe gleichzeitig in der Kunst, Kultur, Gesellschafts- und Naturwissenschaft zu glänzen. Warum sollte man also nicht nach einer gewissen Grundbildung entscheiden können, ob man in der einen Fachrichtung viel mehr machen möchte und quasi Klassen überspringt, aber in einer anderen Fachrichtung doch lieber den Förderkurs besuch. Ein modulares System entspricht doch viel eher der beruflichen Wirklichkeit mit ihrem Bedarf an Fachkräften. Es sei denn es ist Ihnen ein Bedürfnis, das auch jeder Zahnarzt beim Blick auf ihren Zahnstatus Goethe zitieren kann mit den Worten: “Da steh ich nun, ich armer Tor! Und bin so klug, als wie zuvor”.