Hessen: Kritik an versteckter Werbung in Schulen

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WIESBADEN. Zwölftausend Gutscheine hat der Brockhaus-Verlag an hessischen Schulen verteilt. Kultusministerin Nicola Behr sieht darin eine versteckte Werbung und rät Schulen zur Ablehnung. Eine verbindliche Anweisung wird es jedoch nicht geben.

Bei der Verteilung von Buchgutscheinen an den hessischen Schulen geht es nach Ansicht von Kultusministerin Nicola Beer oft um geschickt versteckte Werbung. Die FDP-Politikerin riet am Dienstag Schulleitern im Hörfunksender hr-info dazu, im Zweifel Gutscheine nicht verteilen zu lassen. Eine verbindliche Anweisung an die Schulen sei jedoch nicht geplant.

die hessische Kultusministerin Nicola Beer (FDP)
Rät Schulen Buchgutscheine im Zweifel nicht verteilen zu lassen: Die hessische Kultusministerin Nicola Beer. Foto: Frank Ossenbrink / Kultusministerium Hessen
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Nach Recherchen von hr-info hat der zum Bertelsmann-Konzern gehörende Brockhaus Verlag an hessischen Schulen rund zwölftausend Gutscheine in Umlauf gebracht. Eltern hätten sich zuletzt immer wieder über diese Praxis beschwert. (dpa, hr-info)

(09.04.2013)

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1 KOMMENTAR

  1. Trotz der Kritik der Kultusministerin und einem Werbeverbot an hessischen Schulen läuft die zweifach verbotene Werbung an den Schulen weiter. Der Verlag an der Este, der kein Verlag ist sondern ein Internetversender, lässt an den Grundschulen die Broschüre Gänzefüßchen verteilen und fordert auf die dort angebotenen Bücher zu bestellen. Zudem wird suggeriert, dass die Bücher, trotz Buchpreisbindung in Deutschland, hier preiswerter zu erhalten sind als im stationären Buchhandel. Die ist nach dem Preisbindungsgesetz unzulässige Werbung. Hier erscheint der Eindruck, dass sich große Anbieter, vor allen Dingen, die die über das Internet, anbieten, nicht an Regeln und Gesetze halten müssen. Da ich diesen Einwand auch schon an dem zuständigen Schulamt vorgebracht habe, habe ich den Eindruck, dass bei den jungen Lehrern das Bewusstsein für dieses Unrecht nicht mehr vorhanden ist. Und das vor dem Hintergrund das unsere Beamten, die Diener und Bewahrer des Staates, Rechtbewusstsein lehren sollten!

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