Jugendweihen im Nordosten mit Abstand beliebter als Kommunion oder Konfirmation

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WOLDEGK. Die diesjährigen Jugendweihen in Mecklenburg-Vorpommern haben am Osterwochenende in Woldegk (Landkreis Mecklenburgische Seenplatte) begonnen. In den nächsten Wochen nehmen mehr als 6000 Mädchen und Jungen an den feierlichen Veranstaltungen im ganzen Land teil. Das sind etwa 52 Prozent aller 14-Jährigen im Land, wie der Verein Jugendweihe Mecklenburg-Vorpommern mitteilte. Damit festigt das atheistische Ritual und Familienfest seine Position als mit Abstand beliebteste Form des Abschieds von der Kindheit im Nordosten.Bei der Auftaktveranstaltung in Woldegk ermunterte Landtagspräsidentin Sylvia Bretschneider (SPD) die Jugendlichen, die Gesellschaft mitzugestalten. «Anstatt zu meckern, sollte man Vorschläge machen, denn nur dann wird man auch gehört», sagte sie laut vorab verbreitetem Redemanuskript. «Nutzt daher Eure Möglichkeiten, Euch einzumischen: im Schülerrat, in einem Verein oder bei einer Demo, später vielleicht sogar in einer Partei.» In jeder Hinsicht sei es eine Bereicherung, wenn sich junge Menschen einbringen, da sie Aufgaben und Probleme anders angingen als Ältere. dpa

(1.4.2013)
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1 KOMMENTAR

  1. Ja, das ist man halt so gewöhnt im Osten. Und da nur noch rund 20% einer Kirche angehören, ist das auch gar nicht so verwunderlich. Ich las letztens einen Artikel über Ostdeutschland als der am meisten säkularisierten (“entkirchlichten”) Region der Welt.

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