Pfefferspray-Attacke löst Großeinsatz an Hamburger Schule aus

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HAMBURG. Eine Pfefferspray-Attacke an der Hamburger Stadtteilschule Niendorf hat einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Innerhalb von etwa eineinhalb Stunden habe es zwei Vorfälle gegeben, sagte der stellvertretende Leiter der Schule, Ingo Kangarlou. Vier Jungen seien mit Atemwegsreizungen in ein Krankenhaus gebracht worden. Die Polizei geht von zwei Tätern aus, die das Pfefferspray versprühten. Einer von ihnen, ein 14-Jähriger, sei gefasst und inzwischen seinen Eltern übergeben worden, sagte Polizeisprecherin Karina Sadowsky. Der Junge machte zunächst keine Angaben zu der Tat.

Wurde von Jugendlichen in der Schule ausprobiert: Pfefferspray; Foto: de:Benutzer:Repat/Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)
Wurde von Jugendlichen in der Schule versprüht: Pfefferspray; Foto: de:Benutzer:Repat/Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Kangarlou zufolge hatten Lehrer um 9.10 Uhr Reizgas im Treppenhaus des naturwissenschaftlichen Gebäudes wahrgenommen und die Rettungskräfte alarmiert. Gegen 10.50 Uhr sei es zu einer zweiten Attacke im Pavillon eines anderen Schultraktes gekommen, sagte der stellvertretende Schulleiter. Unmittelbar betroffen waren vier Klassen mit insgesamt 95 Mädchen und Jungen. Sie wurden aus dem Gebäude der Ganztagsschule gebracht und medizinisch versorgt. Während sich die meisten Schüler rasch erholten, wurden die vier Schüler aufgrund von anhaltenden Symptomen vorsorglich ins Krankenhaus gebracht.

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«Es hat zu keinem Zeitpunkt wirklich Gefahr bestanden», sagte Kangarlou. Der Betrieb an der Stadtteilschule Niendorf sei wie gewohnt fortgesetzt werden. Noch am Mittag beendeten Polizei und Feuerwehr den Einsatz. Die Feuerwehr war nach Angaben ihres Sprechers Martin Schneider mit 50 Kräften vor Ort. dpa

(25.4.2013)

Zum Bericht: “Großeinsätze der Polizei: Abi-Feiern laufen zunehmend aus dem Ruder”

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