Kommt die Schullaufbahn-Empfehlung zurück? Eltern (und die GEW) wehren sich gegen mögliche Wiedereinführung

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HANNOVER. Der Landeselternrat und die Gewerkschaft GEW haben sich gegen Pläne für eine Wiedereinführung der Schullaufbahnempfehlung am Ende der Grundschulzeit ausgesprochen. «Wir haben lange dafür gekämpft, dass die Empfehlungen abgeschafft werden», sagte der Vorsitzende der Elternvertretung Mike Finke der «Hannoverschen Allgemeinen Zeitung». Zuvor hatte der Philologenverband die Rückkehr zu einer konkreten Empfehlung für Haupt-, Realschule oder Gymnasium gefordert.

Finke vom Landeselternrat hält die derzeitigen Beratungsgespräche zwischen Eltern und Lehrern für sinnvoller. Die Laufbahnempfehlung habe keinen weisenden Charakter gehabt, am Ende hätten allein die Eltern entschieden, welche weiterführende Schule das Kind besucht.

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Dem Bericht zufolge lehnt auch die Lehrergewerkschaft GEW die Wiedereinführung der Empfehlung ab. Diese hätte einen großen Druck auf die Grundschulkinder ausgeübt, sagte die Vorsitzende Laura Pooth der Zeitung. Zudem habe das Schriftstück nur den Zweck gehabt, Kinder bei fehlender Leistung schneller vom Gymnasium auf die Realschule versetzen zu können.

Die CDU, die möglicherweise künftig mit der SPD eine große Koalition bilden wird, hatte im Wahlkampf gefordert, die Schullaufbahn-Empfehlung beim Übergang von der Grundschule auf die weiterführenden Schulen wieder einzuführen. Die SPD hatte sie gemeinsam mit den Grünen abgeschafft. dpa

“Zu viele ungeeignete Schüler am Gymnasium”: Philologen fordern Rückkehr zur Schullaufbahn -Empfehlung

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22 KOMMENTARE

  1. Eine unverbindliche Empfehlung hat keinen Nutzen, sondern bringt nur viel Bürokratie. Alles muss wieder protokolliert und dokumentiert und rechtssicher begründet werden und bedeutet einen enormen Zeitaufwand. Das will ich nicht wiederhaben !!!

    • Und es beleuchtet mal wieder die ganze Hilflosigkeit der Reformen: erst wird was abgeschafft und später wieder eingeführt, oder es wird was eingeführt und später wieder abgeschafft.

      Welche Reform hat sich denn bitte auf Dauer gehalten und wurde als “erfolgreich” eingestuft ? Die Leistungskurse und Grundkurse waren es schon mal nicht (die wurden teils abgeschafft und in Baden-Württemberg jetzt doch wieder eingeführt). Der JüL auch nicht. Die Anlauttabelle offenbar auch nicht. Vielleicht die Orientierungsstufen?
      Die letzte unstrittige und dauerhafte Schulreform war die Abschaffung der Prügelstrafe. Wer weiß, was danach noch genannt werden könnte?

      • Richtig: Die Reformen der letzten Jahre und Jahrzehnte sind in ihrer Bilanz für die verantwortlichen “Experten” und Politiker eine einzige Schande.
        Es ist schon eine besondere Kunst, so viel niederzureißen und abzuschaffen, um an seiner Stelle minderwertigen Ersatz zu errichten.
        Es ist nur noch zum Fürchten, wenn wieder mal Neues mit “modern” , “fortschrittlich” oder “gerecht” begründet wird.

  2. Ich bin sofort wieder für die Wiedereinführung der bindenden Empfehlung der Schullaufbahn nach der vierten Klasse.Alternstiv sollte es aber dann noch die Möglichkeit geben über eine Aufnahmeprüfung den Nachweis zu erbringen.
    Die GEW scheut die Konfrontation mit den Eltern, welche ihren Druck auf ihre Klientel erhöhen werden, wenn ein befriedigender Rechtschreibewerbung bis zum Ende der vierten Klasse Methoden bedingt nicht gelungen ist.
    Hier in den umliegenden Schulen wurden die Eltern darauf verwiesen, dass es Rechtschreib-Korrekturprogramme gibt, um fehlende orthographisch es Kompetenzen auszugleichen.
    Es haben auch jene Eltern ihre Kinder am Gymnasium angemeldet, die sich eigentlich gar nicht selbst um die Förderung ihrer Kinder
    kümmern ,sondern diese nur von der Schule erwarten.

      • Machen Sie sich klar: Individuelle Förderung der Kinder ist von Seiten der Schul- und Finanzpolitiker auf Grund mangelnder Finanzierung überhaupt nicht vorgesehen! Wir brauchen hier nicht nur einen Aufschrei der Lehrer/innen, sondern vor allem der Eltern. Für individuelle Förderung braucht es in Grundschulklassen Lehrer-Doppelbesetzungen und 2-3 Förderpädagogen, die fest an einer Schule installiert sind, anstatt zwischen 3 Schulen hin. und herzupendeln. Wer behauptet, individuelle Förderung sei in Klassen mit 28 Kindern (darunterim Schnitt 2 Kindern mit ADHS u. ADS, 3-4 Kindern mit sozial-emotionalem Förderbedarf, 4 Kindern die erstmal Deutsch lernen müssen, 3 Kindern mit Lernbehinderung und 2 Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf) von einer Lehrkraft zu leisten, der soll zu mir kommen, und mir das beweisen, indem er zwei Wochen meine Klasse übernimmt und jedes Kind individuell fördert – auch die Leistungstarken und das Mittelfeld. Ich unterrichte 28 Stunden in der Woche. Mit Unterrichtsvorbereitung Ich fasse die Kinder in 3 verschiedenen Leistungsgruppen zusammen), Kontrolle von Tests, Elterngesprächen und Teamsitzungen komme ich auf 50-55 (nicht selten 60) Wochenstunden. Alle Kinder individuell fördern – okay, dann arbeite ich eben ab sofort 80 Wochenstunden – für eine lächerliche Entlohnung.

        • Ich brauche auch ganz dringend jemand, der wenigstens anwesend ist, wenn ich mit meinen 25 Erstklässlern mal einzeln lesen möchte um zu sehen, wer das jetzt schon ein bisschen kann und bei wem noch gar nichts geht. Ich springe ja schon im Achteck, aber ich bin nicht zufrieden…. Einen Tininitus habe ich auch schon, obwohl ich mir die Beleidigungen auf dieser Seite nicht mehr antue, meistens.

        • Sie drücken es richtig aus.Kein Lehrer der Welt kann gleichzeitig 25 oder auch weniger Schüler individuell fördern.Das geht nur mit Hilfe von Eltern.zusätzlichen Lehrkräften und einer in den ersten zwei Schuljahren ablaufenden sehr engen Führung der Klasse.Sie müssen zu Vorbereitung auf die Śchule auch die Kindergärten zur vorbereitenden Sprachförderung mit ins Boot holen.Und die müssen sehr intensiv eine qualifizierte Sprachförderung betreiben.Das geht auch mit dem vorhandenen Personal.

        • Jede von uns springt im Achteck und begegnet der Heterogenität mit differenziertem Unterricht. Dafür gibt es dann von Eltern den Kommentar: “Dann muss man sich auch über die Mehrarbeit nicht wundern, die einem dann irgend wann über den Kopf wächst.” Im Anschluss die Ausführung, man müsse alles von Beginn an lediglich stringenter angehen, dann wäre es alles ganz anders (… ohne je meinen Unterricht hospitiert zu haben, mich persönlich zu kennen).

          Die Einladung steht. Auch meine Tür ist offen! Bei mir sieht es ähnlich aus, die Beschreibung der Klasse finde ich zutreffend.

          Auch ich habe ein volles Deputat,
          auch ich differenziere in 2-3 Leistungsgruppen, fast jede Stunde,
          auch ich habe zusätzliches Material für I-Kinder und Migranten, die noch zu alphabetisieren sind,
          auch ich sitze in diversen Konferenzen, habe Elterngespräche – verpflichtend mit Protokoll, statt eines einfachen Blattes mit einer aufgedruckten Laufbahnempfehlung,
          auch ich habe Hilfeplangespräche, laufende Absprachen,
          zudem die Aufgabe Vertretungsunterricht für andere vorzubereiten – samt Differenzierung, um mit Hilfskräften den Lehrermangel aufzufangen.
          Auch ich schreibe Dokumentationen, Förderpläne für nahezu jedes Kind in meiner Klasse, die besprochen und umgesetzt werden, und habe mehr als eine Handvoll Fördergutachten zu schreiben.

          Wenn Frau Eisenmann meint, “es bedarf beharrlicher Anstrengungen und eines langen Atems”, hat sie recht, aber es braucht auch Bedingungen und personelle Ausstattung in multiprofessionellen Teams, die diese Vielfalt gemeinsam in den Blick nehmen.

          Was wir ganz sicher nicht brauchen sind
          – weitere Dokumentationen und bürokratische Auflagen
          – verpflichtende Fortbildungen, in denen Curricula oder Erlasse verlesen werden
          – Theoretiker, die einem das Gelbe vom Ei erklären
          – Politiker, die immer noch meinen, sie könnten sich rausreden, ohne die Schulen endlich in den Blick zu nehmen und endlich Geld in die Bildung zu stecken

          Und vor allem brauchen wir keine Leute, die uns unseren Beruf erklären, ohne je selbst vor diesen Kindern gestanden zu haben, und uns erklären, was wir alles noch viel besser machen sollten, weil alles ja so einfach zu lösen ist, wenn wir uns doch nur endlich mal ein bisschen Mühe geben würden und das Kuscheln und Spielen aufgeben wollten.

          Gerne können sie alle vorbeikommen, die Theoretiker, die Minister, die Eltern, die alles so genau wissen: Dann könnten von einem Tag auf den anderen Taube hören, ADHSler still sitzen und konzentriert arbeiten – natürlich ohne Medikamente, Araber fließend Deutsch sprechen, schreiben und rechnen, ohne je Unterricht besucht zu haben, Orientierungslose alleine die Toilette aufsuchen, psychisch Gestörte ihren Esszwang unterdrücken und Bindungen aufbauen, emotional Verkümmerte Spiele verlieren ohne auszurasten, Grobmotoriker feine Scherenschnitte anfertigen, Kinder mit Gehirnschäden dennoch alles sofort behalten und Minister würden fortan die großartige Qualität der Erziehung durch Eltern loben.
          Die Einladung steht. Auch meine Tür ist offen!

          • und speziell an AvL: DAS alles passiert schon längst:

            Die ersten Schuljahre laufen in sehr enger Führung, auch in Klasse 3+4, ansonsten wäre Unterricht gar nicht möglich, weder der eine, noch der andere. Von Anfang an üben Lehkräfte mit ihren Erstklässlern das Verhalten im Unterricht – und sei es, 1 Minute den Mund zu halten und für mehr als 5 min am Platz zu bleiben. Selbst das ist für manche eine Überforderung.

            GERADE in Grundschulen wird sehr viel Wert auf die Arbeitweise und das Sozialverhalten der Klasse gelegt und jeder schräge i-Punkt bedacht und jedes Fehlverhalten besprochen oder geahndet. Diverse Kinder bekommen zusätzliche Absprachen, jede Stunde und jede Pause wird dokumentiert und in enger Absprache mit den Eltern, so das geht, Konsequenzen durchgeführt – Stichwort Verstärkerplan, xxx nennt es Belohnungsdressur.

            Es gibt Kooperationen mit den Kindergärten, Erzieherinnen besuchen Fortbildungen zur Sprachförderung und greifen die Inhalte auf, bieten Lauschtraining, Zahlenland oder andere vorschulische Inhalte an. Kindergärten haben einen Bildungsplan, schreiben Entwicklungspläne, führen Elterngespräche und weisen darauf hin, wenn ein Kind auffällig ist und wo man Rat oder Hilfe bekommen kann.

            Zudem werden die Kinder im Alter von 4 durch die Schulleitung oder Lehrkräfte getestet und ggf. wird die Sprachförderung durch Lehrkräfte durchgeführt, die Kinder IM Kindergarten beschult, Fehlzeiten dokumentiert, fehlende Kinder per Brief über die Schule oder das Ordnungsamt gemahnt, da diese Sprachförderung inzwischen unter die Schulpflicht fällt.

            Tatsächlich sind andere schon vorab auf den Gedanken gekommen und tatsächlich erledigen Lehrkräfte die Absprachen und Kooperationen zusätzlich zum üblichen Geschäft – noch mehr Konferenzen, noch mehr Dokumente, noch mehr Aufgaben.

            Ärzte gehen in den KiGa und untersuchen die Kinder im Altern von 4 Jahren, führen Dokumentationen und Statistiken, sprechen von “prekären Verhältnissen”, geben Empfehlungen für Therapien, verschreiben dürfen sie sie nicht, der Kinderarzt tut es nicht… oder sieht die Kinder nie.

            Lehrkräfte gehen in den KiGa und testen Kinder im Alter von 5 Jahren und geben Empfehlungen für Förderungen und raten zur Kontrolle oder zu Therapien, noch immer passiert nichts.

            Kinder werden 1 Jahr zurückgestellt, hier geht das noch, aber diese Gruppen sind übervoll mit Kindern, die alle nicht sprechen, sich nicht bewegen, nicht erzogen sind.

            Kinder werden 1 Jahr später eingeschult, hatten noch immer keine Therapie … und müssen dennoch beschult werden.

            Lehrkräfte suchen in Elterngesprächen einen Weg, empfehlen wieder Therapien, bitten um einen Besuch im SPZ, allein ein Termin dort oder beim Augenarzt braucht 1/2 Jahr Vorlaufzeit… und wieder passiert nichts.

            Und dann kommen SIE und schreiben:
            „Dann muss man sich auch über die Mehrarbeit nicht wundern, die einem dann irgend wann über den Kopf wächst.“ und mit ein bisschen mehr Führung wäre das alles nicht passiert.

            Ändern Sie Ihr Fachgebiet, werden Sie Kinderarzt, gehen Sie in den Kindergarten und führen DESK durch, laden Sie Eltern zu Vorsorgeuntersuchungen ein und besuchen Sie sie persönlich, wenn sie nicht zu Ihnen kommen,
            kümmern Sie sich um ihre kleinen Patienten, dass sie alle wohlgeraten und gute entwickelt ihre Schulzeit beginnen …

            … damit in Zukunft die Minister nicht auf die Idee kommen, die Bildung wäre so schlecht, weil die Ärzte Ihrer Pflicht nicht nachkämen und sich bei den Untersuchungen einfach ein bisschen mehr Mühe machen müssen.

  3. Bindende Empfehlungen sind nur so lange brauchbar, wie es Schulen gibt. In unserem Wohnort gibt es zwei Schulen. Wenn weniger Eltern ihre Kinder auf das Gymnasium schicken können, weil die Empfehlungen bindend sind, wird es an der Gesamtschule reichlich eng. Das Gebäude platzt schon jetzt aus allen Nähten.
    Nach unten ist das System aber auch durchlässig. Kinder, die nicht aufs Gymnasium gehören, werden auch runtergereicht. Allerdings gibt es nicht immer ausreichedn Plätze an den übrigen Schulen, so dass die einzige Option ein Wiederholen der Klassenstufe ist. In andere Richtung funktioniert das Weiterreichen von Schülern nicht. Das liegt zum Einen an unterschiedlichen Starts von Fremdsprachen (bzw. unterschiedlichen Fremdsprachenangeboten, bei uns: Gymnasium bietet Spanisch an, die Gesamtschule Französisch) als auch daran, dass die Haupt- und Realschulen natürlich froh sind über Kinder, die den Schnitt wenigstens ein bisschen heben.

  4. Wir brauchen auch eine verbindliche Rückstellung, wenn Kinder noch NICHT SCHULFÄHIG sind! Vielleicht motiviert das manche Eltern, ihren Kindern auch mal einen Stift in die Hand zu geben, ihnen vorzulesen oder mit ihnen zu sprechen!

    • In unserer Grundschule wurden von Amtsärztin des Schulamtes für nicht beschulungsfähig gefundene fünfjährige Schüler, die von der Rektorin und den Eltern eine Beschulungsfähig erreicht.Die Geschwister wären überfordert,die Eltern von deren Können überzeugt und der Junge war mit der Umschulung ins Gymnasium vollkommen überfordert. Jetzt gehen beide auf eine Gesamtschule,aber auch da wird es, so befürchte ich,es zur 7berforderung kommen. Diese Eltern werden irgend wann zu unrecht Lehrer für das Scheitern ihrer Kinder an ihren eigenen Ansprüchen verantwortlich machen.Die Kinder erhielten von der ersten Klasse an Nachhilfe mit Materialien von Sommer-Stumpenhorst.Und immer umkreisen diese Eltern die Kinder ohne jemals selbst mit denen zu arbeiten.

      • Ihren ersten Satz “In unserer Grundschule …” verstehe ich leider sprachlich überhaupt nicht. Dürfen Schüler so schreiben?

        • Cavalierie
          In unserer Grundschule wurden einige fünfjährige Schüler, die von der Amtsärztin des Schulamtes für nicht beschulungsfähig befunden wurden, von der Rektorin auf Antrag der Eltern , für beschulungsfähig erklärt und eingeschult

          Ich habe das mit dem Handy geschrieben und der Bildschirm gibt einem da keine vollständige Übersicht.

          • Okay, das ist halt die moderne Technik mit ihrem unaufhaltsamen Fortschritt.

            In der Sache dachte ich immer, die Schulärzte hätten das letzte Wort. Ich war damals schon 6, aber der Schularzt wollte mich zurückstellen, weil ich – etwas schüchtern – mit dem nicht reden mochte. Meine Mutter hat dann darauf verwiesen, dass ich schon Zahlen kenne und auch sonst wissbegierig sei und immer nach allem möglichen frage (auch nach dem Alphabet). Da hat er mich gerade noch gnädig durchgewinkt. In der Schule hatte ich dann mit Lesen, Schŕeiben und Rechnen keine Mühe und habe mich bald sogar gelangweilt. Die Mühe hatten die anderen, die vermutlich selbstbewusst mit dem Schularzt geplaudert hatten. Alles nicht perfekt.

    • Ich habe meiner Tochter,welche 2 Jahre lang einen beidseitigen chronischen Mittelohrerguss hatte und in der ersten Klasse als Trägerin eines Hörgerätes nur undeutlich einzelne Wörter sprechen konnte mit Hilfe des Kieler Leseaufbaus von 1967 das Sprechen und gleichzeitig das automatisierte Lesen beigebracht.Sie sollte sich mit den Methoden von Frau Spitta/Bügelmann das Lesen und Schreiben in einer absolut mit Kinderlärm überschalten Klasse selber beibringen.
      Kein Lehrer kannte diese Methode selbst, nur von Hörensagen als veraltetes Instrument.Ich würde sagen, dass in NRW die Ausbildung im Blick auf die Methodik in den letzten 25 Jahren sehr einseitig war.Ergotherapeuten ,Logopäden und Kerntherapeuten arbeiten hier sehr erfolgreich damit, und diese haben sehr viel zu tun, auch wegen dieser Spitta-Methodik.

    • Es wird viel zu wenig darüber diskutiert, mit welchen sprachlichen, motorischen und sozial- emotionalen Defiziten Kinder heutzutage eingeschult werden. Wer ist im Vorfeld zur Einschulung denn dafür verantwortlich? Die Eltern? Nein, eher die bösen Kindergärtner/innen, die es (genauso wie die unfähigen Grundschullehrer/innen) nicht schaffen, den Kindern alles beizubringen, was das Elternhaus nicht will oder kann. Solange das Elternhaus nicht gleichermaßen im Fokus von Bildungsbestrebungen steht, wie die Schule, wird sich um unteren Bereich des Leistungsspektrums kaum etwas ändern.

      • das untere spektrum wird erst voller. dann senkt die politik die anforderungen und das untere spektrum ist wieder wie gewünscht. so einfach ist das.

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