Ministerium: vorgezogene Einschulungsuntersuchung hat sich bewährt

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STUTTGART. Seit 2008 finden in Baden-Württemberg die Einschulungsuntersuchungen nicht mehr im letzten, sondern im vorletzten Kindergartenjahr statt. Das wirke sich positiv auf die Förderung der Kinder aus, ermittelte jetzt die Universität Ulm.

Zehn Jahre nach Änderungen bei der Einschulungsuntersuchung zieht das Sozialministerium eine positive Bilanz. Hintergrund ist eine Erhebung der Universität Ulm, nach der sich die Untersuchung in ihrer jetzigen Form bewährt hat. Seit dem Jahr 2008 wird sie im vorletzten statt im letzten Kindergartenjahr vorgenommen. Das Ziel, mehr Zeit für die vorschulische Förderung zu haben, wurde den Angaben zufolge erreicht. «Die Evaluation zeigt eindeutig, dass es sich bewährt, Kinder und Eltern ein Jahr früher zu den Fördermöglichkeiten und zur gesunden Entwicklung zu beraten», teilte Sozialminister Manne Lucha (Grüne) mit.

Eine frühere Schuleingangsuntersuchung bringt bei Bedarf mehr Zeit für die vorschulische Förderung Foto: http://www.defenseimagery.mil; VIRIN: DA-ST-85-12888) / Wikimedia Commons
Eine frühere Schuleingangsuntersuchung bringt bei Bedarf mehr Zeit für die vorschulische Förderung Foto: http://www.defenseimagery.mil; VIRIN: DA-ST-85-12888) / Wikimedia Commons
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Neben der körperlichen Untersuchung mit Sprach-, Seh- und Hörtests sollen Eltern und Erzieher dabei Auskunft zum Entwicklungsstand der Kinder geben. Ein Grund für die frühere Untersuchung war, dass die Kinder zuvor nur sehr kurz vor der Einschulung getestet wurden. Bei fast jedem dritten Kind wurde mindestens ein kontrollbedürftiger Befund festgestellt. Doch für die Förderung vor dem Schulbeginn blieb dann kaum noch Zeit.

Dem Bericht der Uni Ulm zufolge ist «der hohe zeitliche Aufwand für Gespräche» mit Eltern und Erziehern ein wesentlicher Grund für die gute Qualität und auch die Anerkennung der Untersuchung.

Ein Jahr nach Beginn der früheren Einschulungsuntersuchung hatte die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) noch eine negative Bilanz gezogen. Die Gesundheitsämter seien in der Anlaufphase personell überfordert gewesen, hieß es damals. (dpa)

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