Thüringen ernennt nach Jahren wieder Lehrer zu Beamten auf Lebenszeit

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ERFURT. Der Lehrermangel macht’s möglich: Nach mehr als elf Jahren werden in Thüringen in den kommenden Tagen die ersten 14 Lehrer zu Beamten auf Lebenszeit ernannt. Bis Oktober sollen rund 1300 Pädagogen im Freistaat diesen Status erhalten, wie das Bildungsministerium am Dienstag mitteilte.

Helmut Holter (Linke) will Thüringen für Lehrkräfte attraktiver machen. Foto: By Martin Kraft (Own work) CC BY-SA 3.0 Wikimedia Commons

Für diese Lehrer endet damit eine Bewährungszeit, in der sie Beamte auf Probe waren. Nach Angaben einer Ministeriumssprecherin wurden in dieser Zeit Eignung, Befähigung und fachliche Leistung überprüft. Dazu gehören unter anderem ein Gesundheitscheck und eine Beurteilung durch die jeweilige Dienststelle. Die ersten zwei Lehrer sollten am Dienstag zu Beamten auf Lebenszeit ernannt werden. Seit 2007 waren im Land grundsätzlich keine Lehrer mehr verbeamtet worden.

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«Mit der Wiedereinführung der Verbeamtung steigern wir die Attraktivität des Lehrerberufs», erklärte Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke). Die Verbeamtung sei unverzichtbar, um die Attraktivität des Bildungslandes Thüringen im Wettbewerb um die besten Lehrer zu erhalten, erklärte Holter. Gleichzeitig betonte er, dass die Verbeamtung nur ein Teil eines Bündels von Maßnahmen sei, um für genügend Lehrernachwuchs zu sorgen. Zum Ende des vergangenen Schuljahres gab es nach Angaben des Bildungsministeriums 17.327 Lehrer in Thüringen. dpa

Die Verzweiflung über den Lehrermangel wächst: Bundesländer werben sich gegenseitig die Kandidaten ab

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2 KOMMENTARE

  1. Ok, gut, und wenn dann wieder alle Bundesländer verbeamten, worin besteht dann der Wettbewerbsvorteil des einen Landes gegenüber dem anderen? Womit will man sich dann gegenseitig Lehrer abwerben?

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