Schüler sollen besser Demokratie lernen – neuer Leitfaden

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STUTTGART. Das Thema Demokratie soll an baden-württembergischen Schulen gestärkt werden. Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) stellte am Montag einen neuen Leitfaden zur Demokratiebildung in Stuttgart vor.

Demokratische Prinzipien in der Schule zu vermitteln, braucht Zeit. Foto: Shutterstock
Demokratie ist eine komplexe Staatsform, deren Abläufe und Mechanismen gelernt werden müssen. Foto: Shutterstock

Er soll die Lehrer im Unterricht unterstützen und vom neuen Schuljahr an verbindlich in allen öffentlichen und privaten allgemeinbildenden und beruflichen Schulen zum Einsatz kommen. «Jede Generation muss erneut von der Demokratie überzeugt werden», teilte Eisenmann mit. Entwicklungen wie das Erstarken populistischer Kräfte forderten die Demokratie heraus. «Statt einfacher Parolen brauchen wir differenzierte Antworten.»

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Der Leitfaden stelle etwa kompakt dar, welche Bedeutung die Verfassungsprinzipien im Grundgesetz für ein freies und gerechtes Zusammenleben haben und welche Beteiligungschancen die Demokratie einräumt. dpa

Hier lässt sich der Leitfaden herunterladen.

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1 KOMMENTAR

  1. In der DDR kannten wir das als Staatsbürgerkunde – mit den bekannten Misserfolgen (1989) aus Sicht der Herrschenden.

    Werte zu thematisieren, finde ich richtig. Zu glauben, dass man das nur einfach mehr unterrichten muss und dann werden die Kinder sich danach verhalten, finde ich illusorisch. Werte, auch Demokratie in diesem Sinne, muss vorgelebt werden von den Erwachsenen, von denen die Lehrer nur ein kleiner, aber wichtiger Teil sind – jedenfalls bis zur Pubertät.

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