Ministerium muss Zahl der Schüler korrigieren, die morgen in den Schulen erwartet werden

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DÜSSELDORF. Das Durcheinander rund um die Schulöffnungen in Nordrhein-Westfalen setzt sich fort: Das Schulministerium in Düsseldorf musste die Zahl der Schüler, die morgen im Land zum Unterrichtsstart in den Schulen erwartet werden, laut „Rheinischer Post“ deutlich nach oben korrigieren.

Schulministerin Yvonne Gebauer möchte dem Wunsch nach regelmäü9gen Pfingstferien für NRW Rechnung tragen. Foto: Harald Krichel / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)
Schulministerin Yvonne Gebauer steht in der Kritik. Foto: Harald Krichel / Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0)

Kurz nach der Telefonkonferenz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten in der vergangenen Woche habe das Ministerium von 148.000 betroffenen Schülerinnen und Schülern gesprochen. Gestern hieß es dann dem Bericht zufolge: Für maximal 308.000 Schülerinnen und Schüler gelte ab Donnerstag wieder die Schulpflicht. Hinzu kämen 90.000 Abiturienten, die freiwillig zur Abiturvorbereitung erscheinen könnten.

„Fünf Fußballstadien voller Schüler“

Gestern tauchte aber auch noch eine andere Zahl auf: Die Deutsche Presseagentur meldete unter Berufung auf das NRW-Schulministerium, für maximal zehn Prozent der rund 2,5 Millionen Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen gelte ab Donnerstag wieder verpflichtender Unterricht, also für 250.000. So oder so: „Das sind umgerechnet fünf Fußballstadien voll“, erklärte der Präsident des nordrhein-westfälischen Lehrerverbands, Andreas Bartsch. Alle Lehrerverbände, Eltern- und Schülervertreter sowie die Kommunen äußern scharfe Kritik an der Vorbereitung des Schulstarts durch das Ministerium – zunehmend lauter wird eine Verlegung gefordert. News4teachers

Der Beitrag wird auch auf der Facebook-Seite von News4teachers diskutiert.

Versinkt der Schulstart in NRW im Chaos? Gebauer bietet Schulen an, Hygiene-Artikel für sie zu bestellen – zwei Tage vor Unterrichtsbeginn für 250.000 Schüler

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2 KOMMENTARE

  1. Die Berufkollegs tun mir extrem leid, da ist circa jeder zweite Schüler in einer Abschlussklasse. Wenn die dann auch nur maximal 50% der Lehrkräfte an den Start bringen können, dann wird das bei einer Halbierung der Lerngruppen zur „mission impossible“.

    Vielleicht sollte sich Frau Gebauer an einen bekannten japanischen Automobilhersteller wenden; „Nichts ist unmöglch, …“

  2. Mir tun auch die BK-Kollegen leid. Das wird echt harte Arbeit. Hier in den GS kommen ja immerhin erstmal nur die 4. Klassen.
    Zu dem eingeblendeten Kommentar: MMn ist eine Abstimmung mit den Schulen deutlich sinnvoller als mit den Ämtern, einfach weil eine Schulleitung als studierte Lehrkraftvon allem, was sich in der Schule abspielt, mehr Ahnung, da prakt. Erfahrung, hat.

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