Der Fall Drosten: Die Schulöffnungen sind zu einem Glaubenskrieg geworden – eine Analyse

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Eine Analyse von News4teachers-Herausgeber Andrej Priboschek

BERLIN. Wir entfernen uns in der Coronakrise immer weiter von einem rationalen Diskurs. Das Thema Schulöffnungen ist längst zu einem Glaubenskrieg geworden, bei dem Fakten – so scheint es – immer seltener eine Rolle spielen. Ein Wissenschaftler, der unliebsame Befunde präsentiert und damit nichts anders als seinen Job erledigt, stört dann nur. Und wird zur Zielscheibe öffentlicher Kampagnen. Das Problem: Das Coronavirus wird sich davon nicht beeindrucken lassen.

Das Coronavirus ist längst nicht aus der Welt. Illustration: Shutterstock

Das Muster ist alt. Schon aus der Antike ist überliefert, dass man Überbringer schlechter Nachrichten gerne mal erschlug. Wie dieses Sündenbock-Prinzip in zeitgenössischen Mediengesellschaften funktionieren kann, lässt sich bei „Harry Potter“ nachlesen. In Band fünf muss der Titelheld erleben, dass er gesellschaftlich geächtet wird, weil das Zaubereiministerium (= die Regierung) nicht wahrhaben will, dass das Böse in Gestalt von Lord Voldemort wiederauferstanden ist. Harry Potter ist dafür ein unliebsamer Zeuge. Das Ministerium beliefert den „Tagespropheten“ (= die Medien) mit verzerrenden Informationen, der den Missliebigen auf dieser Grundlage als eitlen, schlagzeilensüchtigen und betrügerischen Charakter darstellt. Die Folge: Kaum jemand schenkt den Alarmrufen Harry Potters Glauben.

Plötzlicher Schwenk hin zu Schulschließungen

Der Roman weist bemerkenswerte Parallelen auf zu dem, was aktuell in der Debatte um Schulschließungen in Deutschland passiert. In der Hauptrolle: Christian Drosten, Virologie-Professor an der Berliner Charité, ein international höchst anerkannter Corona-Experte. Der „Spiegel“ berichtet aktuell von einer Ministerpräsidentenrunde am 12. März, auf der gemeinsam mit Bundesbildungsministerin Anja Karliczek und Drosten über Schulschließungen beraten wurde. Noch Stunden davor sei das Stimmungsbild einhellig gewesen – und von Drosten auch so vertreten worden: „Das bringt nicht viel“. Dann aber habe der Wissenschaftler einen älteren Aufsatz über die Spanische Grippe von 1918 gelesen und innerhalb von nur wenigen Stunden seine Haltung um 180 Grad gedreht.

Mit verhängnisvollen Folgen, wie der „Spiegel“ behauptet: Auf der Videokonferenz sei durch Drostens Schwenk eine Dynamik entstanden, der sich kein Ministerpräsident habe entziehen können. Das Magazin beschreibt die Spitzenpolitiker als Opfer: „‘Ich war baff‘, sagt einer der Ministerpräsidenten heute, ‚der Hauptakteur gegen Schulschließungen war plötzlich anderer Meinung.‘ Die Argumentation all derer, die Bedenken hatten gegen einen Shutdown der Schulen, sei plötzlich hinfällig gewesen.“

Weiter schreibt das Blatt: „Drostens Umschwung veranlasste die Politik, bei den Schulen einen Kurs der größten Vorsicht einzuschlagen, der bis heute nachwirkt und viele Eltern empört. Während das Land auflebt, die Leute wieder in Restaurants, Kneipen und Freizeitparks gehen, wenngleich unter Hygieneauflagen, ist für die meisten der 10,9 Millionen Schülerinnen und Schüler regulärer und regelmäßiger Unterricht noch längst kein Alltag.“ Dabei sei längst belegt, dass die Spanische Grippe von 1918 nicht übertragbar auf das Corona-Geschehen von 2020 sei. Fazit: Die Schulschließungen seien eigentlich unnötig gewesen.

Zitiert wird namentlich der Hamburger Bildungssenator Ties Rabe (SPD), der seit Wochen hinter den Kulissen für weite Schulöffnungen trommelt (News4teachers hat ausführlich über seine Rolle berichtet – hier geht’s zum Bericht): „Wir wollten keine flächendeckenden Schulschließungen.“

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Drosten selbst wehrt sich gegen das Bild, das der „Spiegel“ von der Konferenz zeichnet. Die sei „extremst verzerrt“ und beruhe auf der anonymen Darstellung von zwei Teilnehmern der Veranstaltung, einer davon Ministerpräsident, so erklärt er auf Twitter. „Der Spiegel wird überprüft haben, ob ihre Darstellung übereinstimmt. Ob sie sich abgesprochen haben, kann der Spiegel nicht überprüfen.“ Bemerkenswert fällt die Entgegnung einer Autorin des Spiegel-Beitrags aus: „Lieber @c_drosten, wie kommen Sie zu dieser Behauptung? Wir haben mehr als zwei Quellen. @derspiegel hat mit fünf Personen gesprochen, die in der Ministerpräsidentenrunde saßen und unsere Darstellung bestätigten, darunter auch Bundesminister.“

Der Spin: Politiker sind einem Hochstapler aufgesessen

Damit bestätigt der „Spiegel“ ungewollt, dass eine politische Kampagne gegen Drosten läuft. Ob es sich um zwei oder fünf Informanten handelt, spielt keine Rolle, wenn es sich dabei um Vertreter derselben Lobby handelt – die Einlassung zeigt aber, dass offenbar etliche Leute involviert sind.

Problematisch, und darauf geht der „Spiegel“ in seiner Antwort nicht ein, ist der eigentliche Spin der Story: Informationsbedürftige, gutgläubige Politiker sind von einem wissenschaftlichen Hochstapler hinters Licht geführt worden, der seine dünne Expertise mal eben flott aus einem quergelesenen Aufsatz gezogen hat und seitdem den Störenfried gibt. Als wäre es unseriös von einem Forscher, seine Position angesichts neuer Fakten zu ändern –  egal, ob nun binnen Stunden, Tagen oder Jahren.

Dieser Spin ist nicht neu. Die „Bild“-Zeitung hatte bereits eine ähnliche Kampagne gegen Drosten gestartet, war damit allerdings böse auf dem Bauch gelandet. „Fragwürdige Methoden – Drosten-Studie über ansteckende Kinder grob falsch! Wie lange weiß der Star-Virologe schon davon?“, so titelte das Blatt und drängte in der Folge auf sofortige weite Schulöffnungen.

Schnell wurde klar: Von einem Skandal konnte keine Rede sein. „Bild“ versuchte, eine wissenschaftliche Debatte um Details von Drostens Arbeit zu instrumentalisieren. In der Studie hatten er und sein Team gezeigt, dass infizierte Kinder dieselbe Virenlast tragen können wie Erwachsene. Dabei waren recht grobe statistische Methoden angewendet worden, wie der Wissenschaftler selbst einräumte. Drosten überarbeitete die Untersuchung – und hält an seinen Ergebnissen fest. Nach wie vor warnt er vor unüberlegten Schulöffnungen. Und internationale Studien bestätigen ihn (News4teachers berichtet aktuell ausführlich über den Stand der Wissenschaft in Sachen Schulöffnungen – hier geht es zum Bericht).

Das ist eine Botschaft, die manche Politiker in diesen Tagen allerdings nicht gerne hören. Der Grund ist naheliegend: Sollte es doch zu Corona-Ausbrüchen an Schulen kommen, können sich die Verantwortlichen hinter den Ärzteverbänden verstecken, die seit Monaten auf schnelle Schulöffnungen drängen – dann sind eben die schuld. Drosten, so kann dann behauptet werden, fiel als seriöser Ratgeber ja aus, wie sich in Medien wie „Bild“ und „Spiegel“ nachlesen lässt. Auch Zaubereiminister Cornelius Fudge mag in „Harry Potter“ die wachsende Bedrohung nicht wahrhaben, weil das seine politische Erfolgsbilanz trüben würde – und arbeitet sich stattdessen am Titelhelden und seinen Freunden ab. Voldemort kann derweil im Verborgenen seine Fäden ziehen.

Der Autor

Der Journalist und Sozialwissenschaftler Andrej Priboschek beschäftigt sich seit 25 Jahren professionell mit dem Thema Bildung. Er ist Gründer und Leiter der Agentur für Bildungsjournalismus – eine auf den Bildungsbereich spezialisierte Kommunikationsagentur, die für renommierte Verlage sowie in eigener Verantwortung Medien im Bereich Bildung produziert und für ausgewählte Kunden Content Marketing, PR und Öffentlichkeitsarbeit betreibt. Andrej Priboschek leitete sieben Jahre lang die Öffentlichkeitsarbeit des Schulministeriums von Nordrhein-Westfalen.

Der Bildungsjournalist Andrej Priboschek. Foto: Tina Umlauf
News4teachers-Herausgeber Andrej Priboschek, Gründer und Leiter der Agentur für Bildungsjournalismus. Foto: Tina Umlauf

In eigener verlegerischer Verantwortung bringt die Agentur für Bildungsjournalismus tagesaktuell News4teachers heraus, die reichweitenstärkste Nachrichtenseite zur Bildung im deutschsprachigen Raum mit (nach Google Analytics) in den vergangenen drei Monaten jeweils mehr als 1.000.000 Leserinnen und Lesern monatlich und einer starken Präsenz in den Sozialen Medien und auf Google. Die Redaktion von News4teachers besteht aus Lehrern und qualifizierten Journalisten. Neben News4teachers produziert die Agentur für Bildungsjournalismus die Zeitschriften „Schulmanager“ und „Kitaleitung“ (Wolters Kluwer) sowie „Die Grundschule“ (Westermann Verlag). Die Agentur für Bildungsjournalismus ist Mitglied im didacta-Verband der Bildungswirtschaft.

Hier geht es zur Seite der Agentur für Bildungsjournalismus.

Der Beitrag wird auch auf der Facebook-Seite von News4teachers diskutiert.

Streit um Schulöffnungen wird nun schmutzig – „Bild“-Kampagne gegen Drosten

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8 KOMMENTARE

  1. Seriously?
    Seit wann glauben wir der Bild und dem Spiegel? Boulevard ohne Anspruch. Effekthascherei en masse.

    Was passiert, wenn Schulen und Kitas genauso öffnen wie im Februar, sieht man derzeit in Israel.

    Schulöffnungen ja, aber nur mit konsequenter Hygiene.

    Da bringt mir auch ein vom Land gestellter Laptop nix.

    Salut.

  2. Es ist wie so oft: Ob Datenschutz, Schullöffnungen oder Softwareeinsatz in der Schule – immer wieder verzetteln sich die Akteure im Glaubenskrieg, so dass Sachargumrnte nicht mehr durchdringen. Und richtig: Die Bereitstellung von Dienstrechner ist ein Millionengrab ohne Effekt, an meinem Unterricht ändert sich dadurch exakt nichts!

    • Wenn sich an deinem Unterricht nichts ändert durch einen Dienstlaptop, dann hast du bisher eben nicht Datenschutzkonform unterrichtet.

      Die große Frage ist doch, wie ich sensible Daten der Schüler den Datenschutzrichtlinien entsprechend, verarbeiten kann. Ohne einen Dienslaptop auf einem privaten Endgerät, welches zudem nicht im Schulnetz ist (z.B. über VPN), geht das nur mit Dienstgeräten in der Schule. Das beginnt dich bereits bei der Anzeige von Noten aus Zeugnisptogrammen, die Online abrufbar sind und vom Land eingesetzt werden.

      Außerdem frage ich mich, warum ich für Betriebsmittel vollumfänglich aufkommen muss. In Betrieben ist es üblich, dass ich die Mittel als Arbeitnehner gestellt bekomme, wenn durch meinen Arbeitgeber veranlasst werde, von zuhause aus zu arbeiten. Dann wird mir auch der Einsatz von Privatgeräten, z.B. mittels VPN, vertraglich vereinbar vergütet.

      Ich hätte im übrigen gar kein Problem damit gehabt Erklärbögen und Kopien jeweils Wöchentlich per Post an die Eltern zu schicken und mir Lösungen abzuholen. Das wäre zum einen sozial am gerechteren gewesen und zum anderen kann ich mein Arbeitszimmer hier steuerlich absetzen. Was ich vorher wusste (nämlich dass ich auch Zuhause durchaus arbeiten muss).

      Arbeitsrechtlich sind auch viele Dinge fürs Online-Lernen überhaupt nicht geklärt. Z.B. wer muss wie und wann erreichbar sein. Ich kenne Kollegen, die haben ihre Diensemails ausschließlich in der Schule abgerufen. Aus guten Gründen (Arbeitszeit).

      Es mag für dich selbstverständlich sein von zuhause mit einem privatgerät bei Zoom Unterricht zu machen (ich übertreibe jetzt mal). Aber zum Teil habe ich inzwischen das Gefühl, dass Dkenstherren von Nord bis Süd momentan testen, wie weit sie gehen können und das muss aufhören.

      Nicht das hier der falsche Eindruck entsteht: Natürlich habe ich auch Onlineunterricht gemacht und mehr gearbeitet als sonst durch die ganze Krise. Das ist okay und die Mehrarbeit muss auch mal zeitlich begrenzt gehen können. Nur das darf alles nicht in der Form in einen Dauerzustand übergehen. Es braucht eine Strategie für Online-Unterricht und die muss auch Dienstgeräte einschließen. Selbst wenn es z.B. heißt: Hier haben Sie 1000€, kaufen sie sich davon ein Gerät ihrer Wahl (wobei Vorgaben gemacht werden). Dieses Gerät nutzen Sie ausschließlich dienstlich und es verbleibt in ihrem Besitz. Das hätte auch den Vorteil, dass man Menschen, die nicht Windows als Betriebssystem einsetzen auch eine Chance auf ein Dienstgerät, welches zu ihnen passt, haben.

      • „ Wenn sich an deinem Unterricht nichts ändert durch einen Dienstlaptop, dann hast du bisher eben nicht Datenschutzkonform unterrichtet.“
        Wenn dich meine Schüler mit Pseudonymen anmelden und ich ihnen mit Einverständnis der Eltern und der Schüler mein Tafelbild online entwickle, es spiegele und wir über die Tonfunktion darüber verhandeln, anschließend einzelne Schüler eigene Dinge präsentieren und wir das besprechen, dann gehen da zwar Metadaten über den Tisch, aber mit sensiblen Daten hat das nichts zu tun. Genauso unerheblich ist dabei, ob das vom Dienstrechner oder von meinem Gerät aus passiert. Denn die Schüler arbeiten ja auch von privaten Geräten aus, oder sollen die jetzt auch alle ausgestattet werden? Natürlich verschickt man darüber keine Noten… wenngleich: Müssten bei der reinen Lehre nicht auch alle Eltern und Schüler eine Schulmailadresse von den Ländern bekommen, um DGSVO-konform mut Lehrkräften zu kommunizieren?
        Der Vergleich mit anderen Branchen ist völlig korrekt, ich stimme Ihnen zu, dort bringt auch niemand sein Privatgerät zur Arbeit. Nur hat das eben weniger mit Datenschutz als mit Fürsorgepflicht zu tun – meine Begründung ist eine andere. Für die datenschutzgerechte Verarbeitung sensibler Daten können sich auch zwei Lehrer einen Rechner in der Schule teilen. Wahrscheinlich geht aber selbst die Rechnung bei vielen Schulen nicht auf.

  3. Sehr treffende Zusammenfassung der Geschehnisse.

    Wer nicht viel weiss muss halt viel glauben.
    Ich denke eines unserer Probleme dieser Diskussion, sind die schlecht informierten Glaubensträger, die wirtschaftlich motiviert Entscheidungen dieser Art einfordern. Nicht zuletzt sind es Eltern, die derzeit über die Elternverbände, das Recht auf Bildung in den Vordergrund der gesamten Problematik rücken.
    Ehrlich gesagt, habe ich in den letzten Tagen gerade von Eltern so viel Blödsinn gehört, der mir zeigt, dass dort wenig Information aber bemerkenswerte Einflussnahme auf die Meinung genau durch die Äusserungen dieser Medien stattfindet. Es geht wirklich um das Umkämpften einer Meinung dabei werden die belegbaren Fakten als Quatsch umgläubig angewunken. Es ist wirklich eine Glaubensfrage….kann doch nicht wahr sein.

    Wir müssen uns gemeinsam als Lehrer und Eltern gegen diese Entscheidungen organisieren. …und zwar jetzt: VOR dem Herbst.

  4. Sachargumente und objektive Berichterstattung ist in den öffentlich rechtlichen Medien Mangelware. Beruht auf Effekthascherei. Aktuelles Beispiel: Fotos von überfüllten Stränden an der Ostsee. Großer Aufmacherbericht über Mißachtung von Abstandsregeln. Ruft man die -noch- öffentlich zugänglichen Webcams der genannten Orte auf: voll ja, aber durchaus Abstandsmuster und Regelbeachtung gut erkennbar. Fast vorbehaltlos glauben wir den Bildern, statt selbst nachzuprüfen. Ist Drosten der einzige Viruloge? Nein! Als Pädagoge gebe ich keinen Kurs vor, versuche gegenüberzustellen , nicht eine Meinung weiterzugeben. Zum selbständigen Bilden einer selbigen anzuregen, einen ergebnisoffenen Diskurs oder und Dialog zu führen.

    • Wieso schreiben Sie von „öffentlich-rechtlichen Medien“? Da kenne ich nur die Fernseh- und Radiosender von ARD und ZDF, aber die zeigen in der Regel keine Fotos, sondern Filme.

      Und was bedeutet das „Als Pädagoge gebe ich keinen Kurs vor“? Doch das tue ich: Es gibt richtige und falsche Informationen – wir diskutieren in der Schule nicht darüber, ob die Erde vielleicht doch eine Scheibe ist.

      Vielleicht sollten Sie Ihre pauschale Medienkritik nochmal überdenken, um präzise sagen zu können, was und wen Sie kritisieren.

      • @Bernd

        Rufen sie die Seiten in Instagram oder auf Facebook auf. Dort sind Fotos.

        Was ist in PoWi richtig oder was falsch , nicht eindeutig. Das Ziel steht, den Kurs zu finden obliegt jedem Einzelnen. Welcher Kurs das ist, schreibe ich niemals vor, korrigiere allenfalls durch überdenken von Argumenten.

        Pauschalisierung nicht gegeben, Bezug auf Ostsee genommen. Weiteres Beispiel ARD 25.06. Leben in der Quarantänezone.

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